Jetzt noch in Schiffsfonds investieren?

131 posts in this topic

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Guten Tag,

aufgrund meiner neuen ersönlichen Situation möchte ich mehr Ausschüttungen aus meinen Anlagen erhalten. Dazu habe ich mit meinem Bankberater gesprochen, dieser riet mir 15% meiner Anlagen in einen Schiffsfonds zu investieren( http://geschlossene-fonds.wallstreet-onlin...ct-Schulte.html). Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es zurzeit eine gute Idee ist in Schiffe zu investieren. Ein hohes Risiko ist die Schiffsbeteiligung ja sowieso schon. Zusätzlich kommt noch die aktuelle, bzw. sich anbahnende Wirtschafts- und Bankenkrise hinzu. Ich habe meinen Berater gefragt ob es noch Sinn macht jetzt in Containerschiffe zu investieren, denn sollte die Krise wie prognostiziert in 2009 erst richtig zuschlagen ist natürlich auch die Schifffahrt und der Welthandel davon betroffen. Er hat mir daraufhin folgende Vorteile dargelegt, die sich bei dem konkreten Angebot(siehe oben) ergeben:

  1. Die geplante Ausschüttung beträgt 7%.
  2. Das Schiff ist nur mittelgroß und kein Ozeanriese, sodass es eher für die Strecken Rotterdam-Hamburg, oder durch den Panamakanal ausgelegt ist. Diese Routen werden sehr stark befahren und die Nachfrage nach Schiffen in dieser Größenordnung ist immer viel höher als die nach größeren Schiffen.
  3. Das Schiff ist auf 10 Jahre fest verchartert und fährt bereits. Das heisst wiederum, Kosten durch Baumängel und Verzögerungen kommen nicht auf die Teilhaber zu.
  4. Der Emittent ist Atlantic Shipping, der zweitgrößte Emittent der Branche. Dieser hat einen Namen zu verlieren und wird sich darum bemühen die angestrebte Dividende von 7% zu erreichen.
  5. Die Kalkulationen wurden vor einem halben Jahr gemacht, zu einem Zeitpunkt als Schiffsdiesel viel teurer war. Das gesparte Geld vergrößert den Puffer um unvorhergesehene Kosten zu decken.
  6. Das Schiff gehört zu einer Gruppe von 12 baugleichen Schiffen. Sollte eines unvorhergesehener Kosten hervorrufen, so wird dies durch alle anderen Schiffer der Gruppe ausgeglichen.

Meine Überlegung ist weiterhin, dass ein Schiffsfond ja kein besoners kurzfristiges Anlageobnjekt ist, sondern man seine Anteile ja 10/15 Jahre hält. Sollte diese Krise große Umwälzungen hervorrufen, so wird dies trotzdem den weltweiten Handel nicht zerstören. Das Schiff hätte also auch nach der Krise noch Zukunft.

 

Soweit sind meine Überlegungen und Informationen zu dem Angebot. Einerseits kann man Vorteile erkennen, andererseits gibt es ein hohes Risiko. Außerdem werden Schiffsfonds gerne verkauft, da der Berater eine "gute" Agio von 5% erhält.

 

Ich wäre für hilfreiche Tipps und Informationsmaterial sehr dankbar!

 

Noch ein schönes verbleibendes Wochenende,

wünscht Holger.

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was is wenn das ding auf grund läuft, absäuft oder das ding nicht mehr ausgelastet ist ? wie schlägt sich das nieder ? ist das teil versichert ? zahlt die versicherung beim "verschwinden" des schiffs ? bei lehman brothers hat man auch gedacht die sind sicher und die haben einen namen zu verlieren ...denk mal drüber nach

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Hallo Holger_,

 

ich habe vor kurzem einen Bericht gelesen, dass viele Reedereien massive Probleme haben Ihre Containerschiffe auszulasten aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise. Ähnlich wie bei Speditionen usw.

 

Wenn es für 10 Jahre fest verchartert ist wie Du sagst...hört sich fast zu gut an um wahr zu sein :unsure:

 

Habe sonst leider keine Ahnung von Schiffsfonds :w00t:

 

Gruß

mäx

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..... Anlagen in einen Schiffsfonds zu investieren

 

Hi Holger. Konkret kann ich als Landratte nichts zur Schiffahrt sagen. Immerhin aber Allgemeines.

 

Weisst du, was der "Baltic Dry Index" (BDI) ist und bedeutet? Hier ist er abrufbar:

 

http://investmenttools.com/futures/bdi_baltic_dry_index.htm

 

Der Index ist furchtbar abgestürtzt. Er bildet die Kosten ab, die Frachttransporte mit sich bringen. Reedereien sind arg in Bedrängnis geraten, weil sie an ihrer Fracht nix mehr verdienen (überall nachzulesen). Der überaus hohe Index der kürzlichen Vergangenheit (sehr hohe Kosten, viel Verdienst für die Reeder) hat zu grossen Überkapazitäten im Schiffbau geführt, viele Aufträge sind anhängig und wollen dann auch noch bezahlt werden. Ganz üble Situation.

 

Mal ein ganz naiver Gedanke: Wenn es Frachtüberkapazitäten gibt, lohnt sich dann in den Schiffbau zu investieren??

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Posted · Edited by Dagobert

Guten Tag,

aufgrund meiner neuen ersönlichen Situation möchte ich mehr Ausschüttungen aus meinen Anlagen erhalten. Dazu habe ich mit meinem Bankberater gesprochen, dieser riet mir 15% meiner Anlagen in einen Schiffsfonds zu investieren( http://geschlossene-fonds.wallstreet-onlin...ct-Schulte.html). Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es zurzeit eine gute Idee ist in Schiffe zu investieren. Ein hohes Risiko ist die Schiffsbeteiligung ja sowieso schon. Zusätzlich kommt noch die aktuelle, bzw. sich anbahnende Wirtschafts- und Bankenkrise hinzu. Ich habe meinen Berater gefragt ob es noch Sinn macht jetzt in Containerschiffe zu investieren, denn sollte die Krise wie prognostiziert in 2009 erst richtig zuschlagen ist natürlich auch die Schifffahrt und der Welthandel davon betroffen. Er hat mir daraufhin folgende Vorteile dargelegt, die sich bei dem konkreten Angebot(siehe oben) ergeben:

  1. Die geplante Ausschüttung beträgt 7%.
  2. Das Schiff ist nur mittelgroß und kein Ozeanriese, sodass es eher für die Strecken Rotterdam-Hamburg, oder durch den Panamakanal ausgelegt ist. Diese Routen werden sehr stark befahren und die Nachfrage nach Schiffen in dieser Größenordnung ist immer viel höher als die nach größeren Schiffen.
  3. Das Schiff ist auf 10 Jahre fest verchartert und fährt bereits. Das heisst wiederum, Kosten durch Baumängel und Verzögerungen kommen nicht auf die Teilhaber zu.
  4. Der Emittent ist Atlantic Shipping, der zweitgrößte Emittent der Branche. Dieser hat einen Namen zu verlieren und wird sich darum bemühen die angestrebte Dividende von 7% zu erreichen.
  5. Die Kalkulationen wurden vor einem halben Jahr gemacht, zu einem Zeitpunkt als Schiffsdiesel viel teurer war. Das gesparte Geld vergrößert den Puffer um unvorhergesehene Kosten zu decken.
  6. Das Schiff gehört zu einer Gruppe von 12 baugleichen Schiffen. Sollte eines unvorhergesehener Kosten hervorrufen, so wird dies durch alle anderen Schiffer der Gruppe ausgeglichen.

Meine Überlegung ist weiterhin, dass ein Schiffsfond ja kein besoners kurzfristiges Anlageobnjekt ist, sondern man seine Anteile ja 10/15 Jahre hält. Sollte diese Krise große Umwälzungen hervorrufen, so wird dies trotzdem den weltweiten Handel nicht zerstören. Das Schiff hätte also auch nach der Krise noch Zukunft.

 

Soweit sind meine Überlegungen und Informationen zu dem Angebot. Einerseits kann man Vorteile erkennen, andererseits gibt es ein hohes Risiko. Außerdem werden Schiffsfonds gerne verkauft, da der Berater eine "gute" Agio von 5% erhält.

 

Ich wäre für hilfreiche Tipps und Informationsmaterial sehr dankbar!

 

Noch ein schönes verbleibendes Wochenende,

wünscht Holger.

 

Holger,

 

ein guter unabhängiger Indikator für die Schiffahrt ist der Baltic Dry Index der die Frachtraten der unterschiedlichen Schiffstypen darstellt.

 

Schau Dir hier mal die Grafik (etwas nach unten scrollen) zu den Frachtraten an, die sagt eigentlich alles zu dem Thema. Natürlich wird es irgendwann mal einen rebound geben, aber warum jetzt schon drauf spekulieren. Falls Du in Frachtschiffe investieren willst, es werden noch bessere Momente zum Einstige kommen in den nächsten 12-18 Monaten.

 

Zu den festen charters nur kurz soviel: Klingt auf dem Papier sehr gut, aber viele der Charterer können Ihre Zusagen nicht einhalten weshalb charters neu verhandelt werden oder wertlos verfallen....

 

Einiges hierzu wurde auch in diesem Thread (speziell im zweiten Teil des Threads) diskutiert.

 

EDIT: Eine gute andere Quelle um sich über den Container Business zu informieren ist www.lloydslist.com

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Posted · Edited by Nordic_Iceman

Hallo,

 

ich arbeite im Zins-und Währungsmanagement eine großen Reederei und wir haben auch ein eigenes Emissionshaus, das Schiffsfonds vertreibt. Ein paar Anmerkungen:

 

- Aktuell läuft die Schiffahrt sowohl im Container, als auch im Tanker und Bulker Markt auf eine der größten Krisen hinaus. In Singapore liegen schon weit über 100 Schiffe im Hafen die keine Charter mehr haben. Die richtig große Menge kommt aber erst in 2009

- Die Schiffspreise sind momentan viel zu hoch und werden sich wohl halbieren in den nächsten Jahren. Jetzt aufgelegte Schiffsfonds lassen die Schiffe zu sehr hohen Preisen bauen

- Schiffe sind komplett versichert, z.B. bei Totalverlust, bei Reparaturen (Loss of Hire), bei Maschinenschäden (Hull & Machinery) usw.

 

Generell würde ich warten, allersdings kann es natürlich auch sein dass dieses spezielles Angebot einen guten Charterer hat und damit dennoch gut sein könnte.

 

Noch was zur Charter: Eine 10-Jährige Charter ist gut möglich, aber relevant ist die Bonität des Charterers. Momentan gehen genug Charterer pleite. Maersk oder CMA sind gute Charterer. SOnst auch drauf achten, welches Emissionshaus das ist und welcher Vertragsreeder dahinter steht.

 

Generell kannst du gerne fragen wenn du mehr wissen willst.

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Guten Tag,

aufgrund meiner neuen ersönlichen Situation möchte ich mehr Ausschüttungen aus meinen Anlagen erhalten. Dazu habe ich mit meinem Bankberater gesprochen, dieser riet mir 15% meiner Anlagen in einen Schiffsfonds zu investieren(

Vergiß es, und dein "Bankberater" ist entweder fahrlässig inkompetent oder ein Riesen-A********, das nur auf seine Vertriebsziele schaut. In der Containerbranche geht demnächst das große Sterben um, weil die Charterraten nicht mehr kostendeckend sind. Frag diesen Menschen einfach mal nach dem Baltic Dry Index und was das für die mittelfristigen Einnahmen bedeutet und frag ihn auch, wie das Kleingedruckte gestaltet ist für den Fall, daß die Reederei insolvent wird oder das Schiff nicht weiter auslasten kann. Wer trägt dann das Risiko? Der Reeder, Atlantic Shipping oder du? In keinem Fall dieser Bankmensch.

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in summary, die Idee ist momentan eher:

 

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Hallo,

 

surf mal diese hp´s:

http://www.4free-ag.de

http://www.dr-peters.de

http://www.finestbrokers.de

 

-> Du wirst feststellen, daß alle seriösen Emittenten derzeit auf Nieschen ausweichen - das sind hauptsächlich die Feeder (lokale Zubringer im Küstenverkehr; keine Kümos!) und Schwergutfrachter/Mehrzweckfrachter mit vertraglichen Langzeitcharters.

Deshalb: Auf gar keinen Fall jetzt einen "Indienfahrer", sei es Containerriese, Heavy-Bulker oder VLCC, zeichnen!

Auch habe ich gehört, daß eine bestimmte Bulkerflotte, die derzeit bei einer großen dt. Bank angeboten wird, völlig blauäugig kalkuliert und fahrlässig prospektiert sei.

 

Neulich gab es den Flottenfonds Alpha - das ist ein guter (leider voll). Wenn ich da die Kohle flüssig gehabt hätte, wäre ich vorbehaltlos eingestiegen. Die MS Anita befördert nach einem innovativen Baukonzept Rotorflügel und das ganze Gedöns für Windparks von Kanada nach Deutschland usw.

Die Fertigstellung von MS Jana verzögert sich, weil der dt. Maschinenhersteller einen Qualitätsrückruf gestartet hat. Es ist ein eisbrechender(E3) Containerfeeder für die Ostsee.

Beides sind deutsche Bauten höchster Fertigungsgüte und der Fonds war/ist Agio-flat.

Höchstens nach sowas kannst Du Ausschau halten und ob die Klasse im nächsten halben Jahr nochmal auftaucht, sei dahingestellt... ;)

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Posted · Edited by holger_

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Ich werde gleich alles in Ruhe durchsehen, nur soweit: Der Charterer ist Maersk, ich habe eben schnell nachgeschaut.

Holger

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Unabhängig davon, dass auch ich jetzt nicht in Schiffe gehen würde etc. pp.:

 

- in einzelne Schiffe sowieso nicht, höchstens in Flottenfonds,

 

- wer den AA zahlt, ist mit dem Klammerbeutel gepudert! Auch das Internet hat eine SuFu, die weiterhilft. Ausserdem in vielen Foren - auch hier! - 100x durchgekaut, das Thema.

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Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Ich werde gleich alles in Ruhe durchsehen, nur soweit: Der Charterer ist Maersk, ich habe eben schnell nachgeschaut.

Holger

 

 

Dein Bankberater sollte die längste Zeit Dein Berater gewesen sein - denn:

 

- Zig Schiffe liegen einkommenslos in Häfen, die Fonds, die sie bezahlt haben müssen aber Schulden tilgen, also müssen die Investoren ihre alten Ausschüttungen zurückgeben, denn das waren "Entnahmen", die in Krisenzeiten zurückgezahlt werden müssen.

 

- !0 Jahre Festcharter ist nur so viel wert, wie der Charterer Geld hat - viele von den Charterern stehn aber bald vor dem nichts - und dann sind deren "Garantien" nichts mehr wert.

 

- Die Schiffe, die heute auf dem Markt sind sind völlig überteuert - da wird in Zukunft viel besseres kommen

 

- Ich bin 1975 über Athen geflogen - da lagen Schiffe zu hunderten zwischen Piraeus und Salamis - das kommt jetzt wieder auf uns zu, wer in diesen Markt hinein kauft ist total be********* - und wer das empfiehlt ist ein A....loch

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- Ich bin 1975 über Athen geflogen - da lagen Schiffe zu hunderten zwischen Piraeus und Salamis - das kommt jetzt wieder auf uns zu, wer in diesen Markt hinein kauft ist total be********* - und wer das empfiehlt ist ein A....loch

Allenfalls in börsennotierte Unternehmen, und da in die ganz großen. Die sind entsprechend billig und man kann auf Turnaround spekulieren, aber das ist dann eine ganz andere Geschichte. Man kommt jederzeit raus und es gibt für die Beteiligung einen Marktpreis. Ich bezweifle, daß Schiffsbeteiligungen die aktuelle Situation einpreisen.

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[*]Der Emittent ist Atlantic Shipping, der zweitgrößte Emittent der Branche. Dieser hat einen Namen zu verlieren und wird sich darum bemühen die angestrebte Dividende von 7% zu erreichen.

 

Der Emittent ist doch nicht Atlantic Shipping, sonder "Atlantic - Gesellschaft zur Vermittlung internationaler Investitionen mbH". Und das ist nicht der zweitgrößte der Branche.

 

Infos hier: www.atlantic-fonds.de

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Posted · Edited by speedy_speed

@Holger

 

Lese dir bitte auch das PDF der Finanztest (06/2004) zum Thema "Schiffsfonds - Schwankende Schiffe" durch.

 

http://www.test.de/themen/geldanlage-banke...177791/1178792/

 

Um es mal auf den Punkt zubringen. Schiffsfonds sind für den unerfahrenen Privatanleger absolut nicht empfehlenswert. Die Risiken sind sehr hoch und stehen in keinem Verhältnis zum möglichen (nicht garantierten) Ertrag.

 

Meine persönliche Meinung: Finger weg von solchen "Geldanlagen"!

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So eine Schiffsbeteiligung überlege ich auch grade. Allerdings ist das Schiff nur für 5 Jahre fest verchartert - 7% werden da aber auch in den Raum gestellt, zumindest für 2010 und folgende.

Die Gesamtlaufzeit sollen knapp 17 Jahre sein.

Kapazität etwas unter 500 TEU, eigene Kräne an Board - Multi Purpose Dampfer halt. Durchaus für die erwänten Nischenmärkte geeignet.

Wie der TE schon anmerkte ist das weit über die derzeitige Krisenlage hinaus und warum nicht? Denke weiter drüber nach und höre mir demnächst mal nen Vortrag des Reeders an. Und der ist ganz gut eigentlich. Beluga. :thumbsup:

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Jeder sollte sein Geld in Schiffsfonds und Kapitallebensversicherungen investieren. Alles andere ist mist.

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Jeder sollte sein Geld in Schiffsfonds und Kapitallebensversicherungen investieren. Alles andere ist mist.

 

 

:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

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Posted · Edited by Elvis77

Ich hab unterschiedliche Erfahrungen damit gemacht. Wenn man über die Schiffsarten breit streut und die Beteiligung nur einen Teil des Portfolios ausmacht, ist es eine ganz feine Sache.

Einzelschiffe sind allerdings zu riskant.

 

Die Schiffahrt unterliegt sehr starken Zyklen, ähnlich der Börse. Antizyklisch sollte man jetzt kaufen. Allerdings nicht die Angebote die es momentan gibt. Die sind noch zu teuer gebaut.

Ich glaube von König&Cie gibt es einen Opportunityfund der jetzt bei Notverkäufen zuschlägt. Extrem guter Zeitpunkt für so ein Produkt. Nachteil ist, es ist ein BlindPool. Du weist also jetzt noch nicht welche SChiffe letztlich im Pool landen.

Auch die Ankaufsraten für gebrauchte Beteiligungen sind stark gefallen. Da du selber aber die Ankaufskurse nicht beurteilen kannst und auch nicht den Reeder, käme ein Fonds von Maritim Invest in Frage, der ausschließlich gebrauchte Anteile aufkauft.

 

Da die Charterraten aber wirklich im freien Fall sind und die Stahlpreise ebenfalls, ist es ein verlockender Zeitpunkt zum Einstieg.

Die Verschrottungen ziehen an und etliche der geplanten Neubauten wurden gecancelt. Wenn man dann noch der Meinung ist das sich der Welthandel innerhalb der nächsten Jahre beruhigt, könnte jetzt gute Aussichten haben.

 

Der niedrige Ölpreis etlastet die Betriebskosten allerdings nicht im gleichem Verhältnis, wie Autofahrer. Aus irgendeinem Grund wurde der Preisverfall nicht vernünftig weitergegeben.

Ein hoher Ölpreis wirkt aber auch gar nicht so sehr schlimm. Je teurere das Öl, desto langsamer fahren die Schiffe. Je langsamer die Schiffe fahren, desto mehr Tonnage wird benötigt.

 

Es gibt aber keinen Grund zur Eile. So schnell wird sich der Markt nicht ändern. Dieses Jahr werde ich meinen Schiffsanteil aber sicher auch noch erhöhen. Vornehmlich bei den Opportunitys. Obwohl die Opportunityfunds bei den Immobilien nicht weniger reizvoll sind.

Wer jetzt mit Eigenkapitalfonds die Not der Märkte ausnutzen kann, ist der König.

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Posted · Edited by holger_

Ich muss mich korrigieren, der Charterer ist die United Arab Shipping Company (UASC). Die Agentur wurde laut Dyanmar B.V., einer Analystengruppe, mit 2 von 10 bewertet.

Sollte UASC seiner Charter nicht nachkommen werden die auf jeden Fall mit 4 oder 5 bewertet, was sich ein Unternehmen mit einem jährliuchen Umsatz über 1. Mrd USD nicht leisten kann, oder?

 

Weiterhin sehe ich wirklich einen Vorteil bei der Kostenberechnung vor einem halben Jahr. Denn, da lag der Ölpreis bei 140 und nicht wie heute bei 40. Außerdem ist auch der Schmierstoffpreis um über 50% gesunken.

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Posted · Edited by tom1978

Weiterhin sehe ich wirklich einen Vorteil bei der Kostenberechnung vor einem halben Jahr. Denn, da lag der Ölpreis bei 140 und nicht wie heute bei 40.

 

Das bringt Dir trotzdem nichts, wenn das Schiff wegen der Wirtschaftsflaute im Hafen liegt...

 

Außerdem ist auch der Schmierstoffpreis um über 100% gesunken.

 

Man bekommt inzwischen Geld für Schmierstoffe? :lol:

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Posted · Edited by littleracer

Einzelschiffe sind allerdings zu riskant.

 

Die Schiffahrt unterliegt sehr starken Zyklen, ähnlich der Börse. Antizyklisch sollte man jetzt kaufen. Allerdings nicht die Angebote die es momentan gibt. Die sind noch zu teuer gebaut.

Ich glaube von König&Cie gibt es einen Opportunityfund der jetzt bei Notverkäufen zuschlägt. Extrem guter Zeitpunkt für so ein Produkt. Nachteil ist, es ist ein BlindPool. Du weist also jetzt noch nicht welche SChiffe letztlich im Pool landen.

Auch die Ankaufsraten für gebrauchte Beteiligungen sind stark gefallen. Da du selber aber die Ankaufskurse nicht beurteilen kannst und auch nicht den Reeder, käme ein Fonds von Maritim Invest in Frage, der ausschließlich gebrauchte Anteile aufkauft.

 

Da die Charterraten aber wirklich im freien Fall sind und die Stahlpreise ebenfalls, ist es ein verlockender Zeitpunkt zum Einstieg.

Die Verschrottungen ziehen an und etliche der geplanten Neubauten wurden gecancelt. Wenn man dann noch der Meinung ist das sich der Welthandel innerhalb der nächsten Jahre beruhigt, könnte jetzt gute Aussichten haben.

 

Der niedrige Ölpreis etlastet die Betriebskosten allerdings nicht im gleichem Verhältnis, wie Autofahrer. Aus irgendeinem Grund wurde der Preisverfall nicht vernünftig weitergegeben.

Ein hoher Ölpreis wirkt aber auch gar nicht so sehr schlimm. Je teurere das Öl, desto langsamer fahren die Schiffe. Je langsamer die Schiffe fahren, desto mehr Tonnage wird benötigt.

 

Es gibt aber keinen Grund zur Eile. So schnell wird sich der Markt nicht ändern. Dieses Jahr werde ich meinen Schiffsanteil aber sicher auch noch erhöhen. Vornehmlich bei den Opportunitys. Obwohl die Opportunityfunds bei den Immobilien nicht weniger reizvoll sind.

Wer jetzt mit Eigenkapitalfonds die Not der Märkte ausnutzen kann, ist der König.

 

 

Seit langem der beste und nachvollziehbarste Beitrag zum Thema Schiffsfonds! Mit dieser Markteinschätzung stimme ich vollkommen überein.

 

Für Anleger die in den nächsten 5-8 Jahren auf die Ausschüttung nicht angewiesen sind und gleichzeitig auf einen guten Exit in 10-15 Jahren spekulieren sind Opportunity Fonds gut geignet ---> wie Elvis bereits gesagt hat, jmd. mit vollen taschen kann die schiffe zu 50% des Wertes ankaufen und auf besserung hoffen.

 

Für Anleger die in den nächsten Jahren mit einer halbwegs kalkulierbaren Ausschüttung rechnen eignen sich angebote mit einer Festcharter über 5 oder mehr Jahre. Chartererrating sollte 1-2 sein.

 

weitere grundsätzlich wichtige Punkte:

 

Schiff sollte bereits abgeliefert sein oder von einer großen Rederei mit mehreren im bau befindlichen Schiffen in auftrag gegeben sein (sonst könnte die Werft anfangen Faxen zu machen und mehr geld für die fertigstellung verlangen).

 

günstiger Kaufpreis

Weiterhin ist eine geringe fremdkapitalquote wünschenswert - ca. 50-60%

Eine konservative Planung des Restwertes (Schrottwert) - ca. 20%

Wichtig ist noch das Währungsrisiko, Wechselkurskalkulation sollte vorsichtig sein - ca. 1,57 USD/Euro

Dann noch die Kalkulation der Anschlusscharter - auch hier nix zusammenträumen

 

Ganz wichtig ist noch nie mehr als max. 10% des Gesamtvermögens in eine Anlageklasse stecken.

 

Auf den ersten Blick scheint das Schulte-Angebot ganz ordentlich zu sein :thumbsup:

 

vielleicht kannst du ja noch bissl was am AA drehen

 

LG

little

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Hallo,

 

kann jemand Links zu der Opportunity-Geschichte präzisieren?

Meine Such hat jetzt leider absolut nichts ergeben, außer Immo und green energy...

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Posted · Edited by holger_

Weiterhin ist eine geringe fremdkapitalquote wünschenswert - ca. 50-60%

Der Gesamtinvestitionspreis beträgt 52 Mio €. Davon sind 19 Mio Eigenkapital, also ca. 36%.

 

Wichtig ist noch das Währungsrisiko, Wechselkurskalkulation sollte vorsichtig sein - ca. 1,57 USD/Euro

In der Finazierungsplanung wird mit 1,50 USD gerechnet. Ab 2011 1,45 USD und ab 2018 1,40 USD. Das ist eventuell etwas optimistisch oder?

 

Eine Frage habe ich noch: Was heisst AA? Ist das die Agio?

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