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desesperado

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BondWurzel

Exporte und Importe brechen im März alle Rekorde

Montag, 9. Mai 2011, 10:05 Uhr

 

Berlin (Reuters) - Die deutschen Exporteure brechen alle Rekorde: Im März haben sie wegen der starken Nachfrage aus Europa so viel ins Ausland verkauft wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik.

 

Damit könnte in diesem Jahr erstmals die Umsatzgrenze von einer Billion Euro geknackt werden. Auch die Importe erreichten eine Höchstmarke. Experten sehen Deutschland vor einem goldenen Jahrzehnt.

 

Die Unternehmen setzten Waren im Wert von 98,3 Milliarden Euro im Ausland ab - 15,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit wurde der im April 2008 erreichte Rekord von 88,8 Milliarden Euro deutlich übertroffen, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Für den Boom sorgte vor allem die kräftige Nachfrage aus den EU-Ländern: Sie zog um 16,0 Prozent an. Bei den EU-Ländern, die nicht zur Euro-Zone gehören, gab es sogar ein Plus von 20,0 Prozent. Die Lieferungen nach China, Brasilien und anderen Drittstaaten stiegen im Vergleich dazu nur um 15,4 Prozent. Die Importe kletterten um 16,9 Prozent auf 79,4 Milliarden Euro und erreichten ebenfalls einen seit Einführung der Statistik 1950 noch nie erreichten Wert. Die alte Rekordmarke lag bei 74,1 Milliarden Euro und wurde im vergangenen November erreicht.

 

"VOR EINER GOLDENEN DEKADE"

 

Experten erwarten trotz steigender Risiken kein Ende des Exportbooms. "Deutschland hat eine goldene Dekade vor sich", sagte Analyst Christian Schulz von der Berenberg Bank. "Die Wettbewerbsvorteile, die sich Deutschland seit Beginn der Agenda 2010 erarbeitet hat, zahlen sich jetzt aus" - trotz des Gegenwindes, der von hohen Rohstoffkosten und dem teuren Euro kommt. "Die deutschen Exporteure sind international sehr gut aufgestellt und offensichtlich in der Lage, den Belastungen zu trotzen", sagte Thorsten Polleit von Barclays. Allerdings könnten Sondereffekte wie die späten Osterferien das gute Ergebnis beeinflusst haben.

 

Von Januar bis März stiegen die Exporte um 19,9 Prozent auf 260,9 Milliarden Euro. Der Branchenverband BGA erwartet, dass der Exportumsatz in diesem Jahr erstmals die Marke von einer Billion Euro übertrifft.

 

KRÄFTIGES WIRTSCHAFTWACHSTUM ERWARTET

 

Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Exporte um 7,3 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich ein kalender- und saisonbereinigtes Plus von 0,8 Prozent vorhergesagt. Die Importe legten um 3,1 Prozent zu. Analysten hatten ein Plus von 0,4 Prozent erwartet. Der bereinigte Handelsbilanzüberschuss - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - kletterte auf 15,2 Milliarden Euro.

 

Experten rechnen mit einem starken Wachstum von bis zu 1,2 Prozent im ersten Quartal. Damit hätte die Wirtschaft ihr Tempo gegenüber dem Schlussquartal 2010 verdreifacht. Eine erste Schätzung veröffentlich das Statistikamt an diesem Freitag. Ein solch kräftiges Wachstum dürfte die Wirtschaft aber so schnell nicht wieder erreichen. "Die sehr hohen Zuwachsraten, die wir in der Vergangenheit gesehen haben, werden beim Außenhandel nicht so weitergehen", sagte Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim. "Bei den Auftragseingängen lässt das Tempo bereits nach, ebenso beim Welthandel."

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BondWurzel

Bahn-Rekord-Auftrag kann auf bis 10 Mrd Euro steigen

Montag, 9. Mai 2011, 17:43 Uhr

 

 

Potsdam (Reuters) - Die Deutsche Bahn und Siemens haben den größten Einzelauftrag in ihren Unternehmensgeschichten besiegelt.

 

Bahnchef Rüdiger Grube und Siemens-Vorstandschef Peter Löscher unterzeichneten am Montag in Potsdam einen Vertrag zum kompletten Austausch der Fernzug-Flotte. Das 8000-seitige Abkommen regelt die Anschaffung von bis zu 300 Hochgeschwindigkeitszügen. Der Wert könnte Vertretern beider Unternehmen zufolge bis zu zehn Milliarden Euro betragen: Allein die ersten 220 Züge werden über sechs Milliarden Euro kosten. Die letzte Tranche von 80 Zügen der neuen Schnellzuggeneration ICx könnte demnach je nach Ausführung noch einmal einen Wert von rund zwei bis vier Milliarden Euro haben. Löscher sprach von einem historischen Tag.

 

Es ist der größte Auftrag in der Geschichte beider Unternehmen. "Es scheint auch einer der größten Verträge zu sein, der überhaupt je in der deutschen Industriegeschichte vergeben wurden", sagte Grube. Es gehe für die Bahn um einen Quantensprung in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit für die Kunden, sagte der Unternehmenschef mit Blick auf die Pannenserien der Vergangenheit. Man habe jetzt die Chance ein neues Zeitalter in der Geschichte der Eisenbahn einzuläuten. In den nächsten Jahren bis 2025 wolle man ein Viertel mehr Kunden im Fernverkehr gewinnen. Die ersten ausgelieferten ICx sollen ab 2016 zunächst die über 30 Jahre alten Intercitys ablösen.

 

"Es ist ein historischer Tag", sagte Siemens-Chef Löscher. Mit der neuen Zuggeneration werde ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der ICx verbrauche 30 Prozent weniger Strom und werde mehr Komfort bieten. Dabei denke er nicht nur an den Auftrag der Bahn: "Es sollte auch ein Exportschlager werden." Siemens verkauft seine Hochgeschwindigkeitszüge weltweit.

 

RAMSAUER: KONJUNKTURPROGRAMM FÜR DEUTSCHLAND

 

Die neue Zuggeneration soll nahezu komplett in Deutschland gefertigt werden: "Der Auftrag sichert Tausende Arbeitsplätze, auch in der mittelständischen Zulieferindustrie", sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer. "Es ist ein kleines Konjunkturprogramm für unser Land."

 

Die äußerlich dem ICE-3 ähnlichen Züge sollen rund 20 Tonnen leichter sein und flexibel in verschiedenen Zuglänge gekoppelt werden können. Die Bahn sichert sich in dem Vertrag umfassend gegen Qualitätsmängel etwa bei der Konstruktion der Achsen ab. Die Entwicklung wird komplett von Siemens vorfinanziert, die ersten Zahlung fallen erst bei Abnahme der Züge an.

 

Nach den Pannen mit den ersten Generationen von ICE sollen die ICx nun gegen extreme Witterung wie Eis, Hitze und Platzregen gewappnet sein. Die Bahn verabschiedet sich aber vom Wettlauf um immer höhere Geschwindigkeiten: Die 130 Fahrzeuge der ersten Tranche sollen maximal Tempo 230 fahren.

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BondWurzel
· bearbeitet von BondWurzel

Deutsche Wirtschaft fast auf Vorkrisenniveau10. Mai 2011 – 09:56

 

In diesen Tagen erreicht die deutsche Wirtschaft Experten zufolge wieder das Niveau aus der Zeit vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Wie die Großbank Unicredit berechnete, liegt die gesamtwirtschaftliche Produktion im Mai voraussichtlich bei rund 576 Milliarden Euro und damit über dem Stand von Anfang 2008, berichtet die “Financial Times Deutschland” (Dienstagausgabe) nach einer Befragung von Konjunkturexperten.

 

“Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte bereits im April das Niveau aus dem ersten Quartal 2008 erreicht oder sogar leicht überschritten haben”, sagte Carsten-Patrick Meier, Ökonom bei der Researchfirma Kiel Economics.

 

Noch zu Beginn des vergangenen Jahres hatte kein einziger Volkswirt der deutschen Wirtschaft eine so schnelle Rückkehr zum alten Höchststand vorhergesagt. Selbst der größte Optimist war von einer bis mindestens Ende 2011 dauernden Aufholjagd ausgegangen. Pessimisten hatten gar drei Jahre veranschlagt.

 

Prognosen... :lol: :lol: :lol:

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Warlock

Teuerungsrate und vor allem der Anstieg der Nahrungsmittelpreise im April in China kaum zurückgegangen. Die Maßnahmen der Regierung zeigen bisher keine Wirkung.

 

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BondWurzel
· bearbeitet von BondWurzel

Global Warming, alles nur eine Spinnerei...Klimaänderungen gab es schon immer und in wesentlich grösserem Umfang.

 

http://video.google.com/videoplay?docid=-5576670191369613647#

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Antonia

Wegen der Finanzkrise in Europa wird es jetzt abwärts gehen, sagt:

 

Currency Hedge Fund Manager Taylor Says Risk Rally Is Coming to an End

... said the rally in higher-yielding assets is coming to an end with Europes sovereign debt crisis resurfacing, growth sluggish and banking systems unsteady. .. Higher-risk assets, such as equities, the euro and emerging market currencies, have either peaked or will do so by end of July ... Global investors have tempered their optimism about the U.S. and world economies and plan to put more of their money in cash and less in commodities over the next six months, a Bloomberg survey released today found. ...

Bloomberg

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Archimedes
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres überraschend stark gewachsen. Im ersten Quartal 2011 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Schlussquartal 2010 um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Damit sei das Vorkrisenniveau von Anfang 2008 bereits wieder überschritten. Die Bundesregierung hatte nur mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

 

Auf Jahressicht legte die Wirtschaftsleistung so stark zu wie noch nie seit der Wiedervereinigung: Die Statistiker berechneten einen BIP-Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal von preisbereinigt 5,2 Prozent.

 

Wachstumstreiber sei zum Jahresauftakt vor allem die Binnenwirtschaft gewesen: Besonders dynamisch stiegen die Investitionen von Industrie und Baubranche, aber auch der Konsum. Die Baubranche profitierte dabei von Nachholeffekten, weil am Jahresende viele Arbeiten witterungsbedingt liegen geblieben waren. In den letzten drei Monaten des Jahres 2010 war die Wirtschaft nur um 0,4 Prozent gewachsen, weil der harte Winter vor allem die Baubranche ausbremste.

 

Zum Jahresbeginn kletterten nun auch die Exporte. Insgesamt sei der Außenbeitrag aber geringer gewesen als der inländische Anteil am Wachstum.

 

Allerdings dürfte die deutsche Wirtschaft nach Einschäzung vieler Ökonomen ihren Wachstumshöhepunkt bald überschritten haben: Die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten 38 Analysten rechnen bis Ende 2012 nur noch mit einem durchschnittlichen Quartalszuwachs von 0,5 Prozent. Die Risiken für die Konjunktur haben zuletzt zugenommen: Sie reichen von der Schuldenkrise in Europa über die steigende Inflation bis hin zur Japan-Krise.

 

Dennoch wird der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von rund drei Prozent zugetraut. Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, sagte in der ARD, mit etwas Glück könnte es sogar mehr werden. 2010 hatte es mit 3,6 Prozent den stärksten Zuwachs seit der Wiedervereinigung gegeben. Dem war 2009 wegen der Finanzkrise allerdings auch mit 4,7 Prozent der schwerste Einbruch seit rund 60 Jahren vorausgegangen. Im Kampf gegen die Inflation hatte die Europäische Zentralbank im April die Zinsen erstmals seit der Finanzkrise angehoben.

 

 

Griechische Wirtschaft leicht gewachsen

Insgesamt hat sich das Wirtschaftswachstum in Europa zu Beginn des Jahres beschleunigt. Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat von Freitag in Luxemburg wuchs das Bruttoinlandsprodukt nach einer Schnellschätzung sowohl im Euroraum als auch in der EU insgesamt um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

 

In den letzten drei Monaten des Jahres 2010 war die Wirtschaft in der Eurozone um 0,3 Prozent und in allen 27 EU-Staaten um 0,2 Prozent gewachsen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 stieg die Wirtschaftsleistung sowohl im Euroraum als auch in der Gesamt-EU um 2,5 Prozent. Unter den größeren EU-Staaten wuchs die Wirtschaft in Deutschland mit 1,5 Prozent am stärksten. Frankreich legte ebenso wie Belgien und Österreich um 1,0 Prozent zu.

 

Stärker als in Deutschland wuchs das BIP in Litauen (3,5 Prozent) und Estland (2,1 Prozent). Unter den Euro-Problemstaaten zeigte Griechenland mit einem Wachstum von 0,8 Prozent die besten Zahlen. Im vierten Quartal 2010 war dort die Wirtschaft noch um 2,8 Prozent zum Vorquartal geschrumpft. Für Spanien meldet Eurostat ein Plus von 0,3 Prozent, dagegen ging in Portugal die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent zurück. Für Irland lag noch keine Zahl vor.

 

http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~E5E1B9B0E0BED4FCAA4ACB7D2486EBD92~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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markymark

Auch wenn die Märkte aktuell nachgeben bzw auf diese Meldungen wie im Vorpost nicht mehr positiv reagieren, sehe ich der Sache bisher ruhig entgegen. Der Markt ist momentan auch durch die Berg- und Talfahrt der Rohstoffe verunsichert. Es sollte sich bald herausstellen, daß nachgebende Kurse bei Öl etc die Wirtschaft stützen und hier eine aufwärtsgerichtete Entwicklung an den Märkten erkennbar sein wird.

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losemoremoney
· bearbeitet von losemoremoney

Ist doch logo das die Exporte in Euro steigen mehr Euro höhere Zuwächse auf dem Papier gibts eigentlich auch Statistiken in Tonnen, wieviel Waren Deutschland produziert und exportiert hat.

 

Der Trend ist Dein Freund, so gut gehts der deutschen Wirtschaft.

 

Können ja mal ne Umfrage starten bei wem der Aufschwung angekommen ist.

 

Ein Gutes hat das ganze ich habe die letzten Jahre zunehmend mehr Freizeit. :D

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Antonia

Mal wieder eine Einschätzung von Herrn Buffett: Capital

 

Glauben Sie denn, dass die Zeiten wieder schwieriger werden? Ist der Aktienmarkt überbewertet?

 

Warren Buffett: Nein, nicht hier in den USA. Die Wirtschaft zieht an. Das spüren wir bei allen Berkshire-Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der Unternehmen, die direkt mit dem Immobilienmarkt zusammenhängen

.

Muss die Welt mit einem neuen Aufflammen der Finanzkrise rechnen?

 

Warren Buffett: Die Chancen dafür sind zumindest in den USA sehr gering. Die Politik hat hier sehr gut gearbeitet, rund zehn Prozent der Einlagen des Bankensystems wurden in der Krise vom Staat übernommen. Doch heute ist das System wesentlich stabiler geworden, und die Steuergelder sind zurückgeflossen.

 

In Europa scheint die Lage allerdings noch sehr instabil zu sein.

 

Warren Buffett: Dort sehen wir extreme Probleme, und es gibt dort eine Reihe von Banken, die in Gefahr sind. Ich denke, in Europa müssen zuerst die Schuldenprobleme der Staaten gelöst werden, damit die Probleme im Finanzsektor lösbar werden.

 

Wird es in fünf oder zehn Jahren den Euro noch geben?

 

Warren Buffett: Das ist die schwierigste Frage von allen. Der Euro steht unter immensem Druck, auch wenn der Wechselkurs gegenüber dem Dollar derzeit sehr stark ist. Aber wenn 17 Länder aneinandergekettet sind, obwohl sie eine ganz unterschiedliche Fiskalpolitik und andere Steuerregeln verfolgen und verschiedene Kulturen haben, entsteht eine Menge Druck. Der Zusammenhalt wird getestet, und der Test ist noch nicht vorbei.

...

Ich habe nicht vor, als Kanzler von Deutschland zu kandidieren. Das ist zu schwierig. ,,, .

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Archimedes
Jahresprognose

 

Währungsfonds hält Deutschland für noch stärker

Aus dem überraschend starken Wachstumsplus Deutschlands im ersten Quartal soll ein starkes Gesamtjahr werden: Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für 2011 deutlich angehoben. Die Wirtschaft könnte um mehr als drei Prozent zulegen.

 

Berlin - Regierung, Forschungsinstitute und Organisationen - sie alle wurden überrascht von der Wucht des Aufschwungs im ersten Quartal. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat daher seine bisherige Schätzung für das Gesamtjahr aktualisiert: Die Wirtschaft in Deutschland könnte demnach auch 2011 um mehr als drei Prozent zulegen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag unter Berufung auf den aktuellen IWF-Länderbericht mit.

 

Der Fonds hatte seine Prognose angesichts der guten wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands erst vor einem Monat um 0,3 Punkte auf 2,5 Prozent in diesem Jahr angehoben. Doch in den ersten drei Monaten war die deutsche Wirtschaft im Vergleich zum Schlussquartal 2010 um 1,5 Prozent gewachsen - und damit noch stärker als vermutet. Einige Finanzexperten beurteilen die Aussichten in den kommenden Monaten allerdings skeptischer - auch wegen der Schuldenkrise im Euro-Raum. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sanken im Mai um 4,5 Punkte auf 3,1 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Es war der dritte Rückgang in Folge. Der Index liegt damit weit unter dem historischen Mittelwert von 26,5 Punkten.

 

Aus dem Rückgang der Konjunkturerwartungen dürfe aber nicht auf ein baldiges Ende des Aufschwungs geschlossen werden, erklärten Volkswirte der Commerzbank. Sie erwarten im Gesamtjahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland um 3,4 Prozent.

 

"Deutschland hat die Folgen des Wirtschaftseinbruchs unerwartet schnell wettgemacht. Diese erfreuliche Dynamik wird sich indes nicht ungebremst fortsetzen", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Hinzu kämen Risiken wie die Schuldenkrise im Euro-Raum. Auch durchwachsene Konjunktursignale aus den USA und ein schwächerer Ausblick für China dürften die Erwartungen eher gedämpft haben.

 

Die aktuelle Lage beurteilten Analysten und institutionelle Anleger dagegen so gut wie nie zuvor. Der Indikator stieg auf 91,5 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der Umfrage 1991. Ähnlich war das Bild für den Euro-Raum: Die Konjunkturerwartungen sanken um 6,1 auf nun 13,6 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage verbesserte sich dagegen um 8,0 Punkte auf 13,6 Punkte.

 

http://www.spiegel.d...,763188,00.html

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Antonia

Durch Zufall entdeckt:

 

Industriestaaten vor der Pleite

 

 

Nach den rasanten Preissteigerungen für Rohöl steuern die meisten Industriestaaten in die Pleite: Sie können durch ihre Exporte nicht mehr genügend Geld verdienen, um das Öl zu bezahlen. Wie die Riesen-Defizite finanziert werden sollen, ist ungewiß. Suchen die Verbraucherländer ihr Heil im Protektionismus, droht ein Handelskrieg.

 

aus Spiegel vom 27.05.1974

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Leider kommt man nicht mehr so einfach an den Artikel ran. Was war damals, die Ölkrise?

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markymark
· bearbeitet von markymark

Schulden gab es schon immer und in Relation sogar stärker

 

 

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Bin eher positiv für Aktien gestimmt. Gerade die Arbeitsmarktdaten in dieser Woche waren überraschend gut. Ferner verdienen die Unternehmen gut und steigende Inflation ist historisch gesehen zunächst positiv für Aktien, im weitere Verlauf dreht sich das aber dann um.

 

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Bärenbulle
· bearbeitet von Bärenbulle

Ferner verdienen die Unternehmen gut und steigende Inflation ist historisch gesehen zunächst positiv für Aktien, im weitere Verlauf dreht sich das aber dann um.

 

Will hier nicht klugSch******n, aber Inflation ist sicher nicht positiv für Aktien (zumindestens kurzfristig nicht, langfristig sind Aktien inflationsresistent). Kurzfristig steigert Inflation/Inflationserwartung sofort und unmittelbar den Marktzins z.B. gemessen an der Rendite 10 jähriger Anleihen. Die Aktien werten sofort ab, da das Earning per share-Verhältnis sofort steigen muss, um noch mit den Bondrenditen mithalten zu können.

Das Chart zeigt nur, dass sowohl Gewinne, wie auch Inflation zyklisch sind. Ist übrigens logisch. Denn wenn die Wirtschaft wächst, dann tut dies in Folge sowohl die Inflation als auch die Gewinne. Daraus kann man aber sicher nicht ableiten, dass Inflation positiv für Aktien ist.

 

Allerdings hat Staatsverschuldung meines Wissens keinen wirklich negativen Impact auf Aktien gehabt (höchstens indirekt über 5 Ecken und zu anderen Zeiten).

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markymark
· bearbeitet von markymark

 

Will hier nicht klugSch******n, aber Inflation ist sicher nicht positiv für Aktien (zumindestens kurzfristig nicht, langfristig sind Aktien inflationsresistent). Kurzfristig steigert Inflation/Inflationserwartung sofort und unmittelbar den Marktzins z.B. gemessen an der Rendite 10 jähriger Anleihen. Die Aktien werten sofort ab, da das Earning per share-Verhältnis sofort steigen muss, um noch mit den Bondrenditen mithalten zu können.

Das Chart zeigt nur, dass sowohl Gewinne, wie auch Inflation zyklisch sind. Ist übrigens logisch. Denn wenn die Wirtschaft wächst, dann tut dies in Folge sowohl die Inflation als auch die Gewinne. Daraus kann man aber sicher nicht ableiten, dass Inflation positiv für Aktien ist.

 

 

Völlig richtig, daß Inflation auf Dauer nicht positiv ist. Dennoch rechne ich im Anfangsstadium von steigender Inflation zusammen mit ersten Zinsanhebungen mit steigenden Märkten. Ist momentan auch zu beobachten und historisch auch belegbar, glaub ich. Irgendwann würde das dann aber zum Belastungsfaktor.

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Antonia
· bearbeitet von Antonia

Warren Buffet spricht sich nun auch deutlich gegen US-Bonds aus.

Buffett Says Avoid Long-Term Bonds Tied to Eroding Dollar

“I would recommend against buying long-term fixed-dollar investments,” Buffett, chairman and chief executive officer of Berkshire Hathaway Inc. (BRK/A), said today in New Delhi. “If you ask me if the U.S. dollar is going to hold its purchasing power fully at the level of 2011, 5 years, 10 years or 20 years from now, I would tell you it will not.” ...

bloomberg

 

 

Warnungen bezüglich US-Bonds kommen nun ja von diversen Seiten seit einiger Zeit. Warum nur werden die Bonds trotzdem gekauft?

 

 

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H.B.

. Warum nur werden die Bonds trotzdem gekauft?

 

 

vielleicht um Steuern zu sparen?

 

Die erfolgreichen US-Unternehmen profitieren vom globalen Wachstum. Die Erträge werden in den diversen Steuerparadiesen geparkt.

Anstatt dieses Geld nun in die USA zu holen, kauft man besster US-Staatsanleihen und emittiert Anleihen. Dann zahlt man einen effektiven Steuersatz in Höhe des Spreads der Anleihe zu den US-Treasuries.

 

Wenn man sich die Bonds-Emissionen der letzten Zeit anschaut, dann kommen damit recht erklägliche Mengen zusammen.

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losemoremoney
· bearbeitet von losemoremoney
Warnungen bezüglich US-Bonds kommen nun ja von diversen Seiten seit einiger Zeit. Warum nur werden die Bonds trotzdem gekauft?

 

 

Kommt darauf an wer kauft.

 

Eigentlich sollte klar sein das ohne frisches Geld der Notenbanken garnichts gehen würde.

 

Die Staatsverschuldungen erreichen in der westlichen Welt Rekordstände und die Zinsen sind auf historischen Tiefständen, das paßt nicht.

 

 

Kein Mensch verleiht nen schlechten Schuldner Geld, wenn die Schulden zum Einkommen schneller wachsen, schon garnicht zu immer niedrigen Zinsen.

 

Der Anleihenmarkt ist der am stärksten manipulierte Markt um das Finanzsystem noch ein paar Tage länger am Leben zu erhalten.

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Antonia

Und wie wäre es mit der Möglichkeit, dass die Bonds deswegen steigen, weil man (vielleicht vielleicht vielleicht) nicht mehr so ganz an Inflation glaubt?

Vielleicht liegen ja auch Buffett, Pimco usw. einfach falsch.

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Archimedes

Verpflichtung zu Schuldenabbau

 

Diplomaten sprechen von einem ungewöhnlichen Zugeständnis: Die USA wollen ihren Partnern auf dem G-8-Gipfel schriftlich zusichern, ihren Haushalt zu konsolidieren. Hintergrund der Beteuerungen dürften Sorgen um die Kreditwürdigkeit der größten Wirtschaftsmacht der Welt sein.

 

Deauville - Die Zahlen sind schwindelerregend: Allein in diesem Jahr müssen sich die USA 1,65 Billionen Dollar für ihren Haushalt leihen. Insgesamt haben sie bereits einen Schuldenberg von 14,2 Billionen Dollar angehäuft. Auf dem G-8-Gipfel, der am Donnerstag im französischen Deauville beginnt, wollen die USA ihren Partnern nun eine neue Sparpolitik zusichern - und zwar schriftlich. "Die Vereinigten Staaten werden einen klaren und glaubwürdigen Rahmen zur mittelfristigen Haushaltskonsolidierung schaffen", heißt es im Entwurf für die Gipfel-Abschlusserklärung.

 

So stark der Handlungsdruck auf die USA angesichts der gewaltigen Schulden ist, und so vage die Formulierung auch wirkt: Diplomaten sprechen am Rande des Spitzentreffens von einem ungewöhnlichen Zugeständnis. Seit langem drängen die internationalen Partner die Regierung in Washington, das Schuldenproblem in den Griff zu bekommen. Hintergrund für das öffentlichkeitswirksame Zeichen der USA könnten auch die jüngst aufgekommenen Sorgen um die Kreditwürdigkeit des Landes sein: Im April hatte die Rating-Agentur Standard & Poor's den Ausblick für die langfristige Beurteilung der größten Wirtschaftsmacht der Welt von "stabil" auf "negativ" abgesenkt. Allerdings kündigte sie zugleich an, sie wolle die Bonität der USA vorerst weiter mit der Bestnote "AAA" bewerten.

 

Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Wirtschaftsmacht droht

 

Bis spätestens Juli muss der Kongress zudem die gesetzliche Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar anheben, damit die USA zahlungsfähig bleiben. Die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes im Kongress ist wegen des Parteienstreits über den Sparkurs noch nicht sicher.

 

Der Entwurf der G-8-Abschlusserklärung mitsamt der amerikanischen Selbstverpflichtung kann allerdings noch bis zum Ende des Treffens geändert werden. Die Staats- und Regierungschefs debattierten am Donnerstag im französischen Seebad Deauville über die öffentlichen Finanzen in Europa und in den USA.

 

Laut Ökonomen dürfte das Defizit der USA im laufenden Jahr 9,1 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. Für die Euro-Zone wird im Schnitt ein Minus von 4,3 Prozent erwartet. In der EU gibt es die Regel, dass Defizite nicht die Marke von drei Prozent überschreiten dürften - viele Länder liegen jedoch darüber.

 

http://www.spiegel.d...,765136,00.html

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Trend

Wer bisher dachte, eine Zinserhöhung sei schlecht für den Binnenkonsum, wird heute von der Postbank eines besseren belehrt. Ihre Volkswirte haben ausgerechnet, dass eine Erhöhung der Leitzinsen auf zwei Prozent die Kaufkraft der privaten Haushalte in Deutschland um 6,5 Milliarden Euro HEBT.

Der Grund dafür liegt in den 1,6 Billionen ...Euro Spareinlagen der Deutschen, davon 692 Mlliarden Euro auf Tagesgeldkonten. Da deren Konditionen in der Regel unmitelbar dem Zinsniveau folgen, ergibt sich aus der erwarteten Zinserhöhung ein Zinsvorteil von über 7 Milliarden Euro. Dem stehen nur 700 Millionen Euro zsätzliche Kreditkosten gegenüber.

 

Quelle: Focus Money

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Antonia

Wer bisher dachte, eine Zinserhöhung sei schlecht für den Binnenkonsum, wird heute von der Postbank eines besseren belehrt. ...

 

Das ist Quatsch, das können vielleicht Leute ausrechnen, die sich nackte Zahlen anschauen. Die Leute, die Geld haben, könnten es doch auch jetzt schon ausgeben. Das Problem mit Deutschlands Konsum ist anders gelagert - zu viele Leute haben gar kein Geld zum Konsumieren. War hier schon einmal irgendwo Thema: Die Hälfte der Deutschen hat gar keine Ersparnisse. Die Mittelschicht schrumpft.

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Antonia
· bearbeitet von Antonia

Verpflichtung zu Schuldenabbau

 

Diplomaten sprechen von einem ungewöhnlichen Zugeständnis: Die USA wollen ihren Partnern auf dem G-8-Gipfel schriftlich zusichern, ihren Haushalt zu konsolidieren. Hintergrund der Beteuerungen dürften Sorgen um die Kreditwürdigkeit der größten Wirtschaftsmacht der Welt sein.

 

http://www.spiegel.d...,765136,00.html

 

Das ist ja wohl auch angebracht: Wegelin Anlagekommentar Nr. 276, Mai 2011

 

... Was im Publikum weniger bekannt ist, unserer Meinung nach aber noch bedrohlicher als eine Rating-Änderung eingestuft werden muss, ist die Refinanzierungssituation des US- Treasury. Wohl wegen der komfortabel tiefen Zinsen im kurzfristigen Bereich wurde die Passivseite des US-Treasury massiv verkürzt; die Mehrheit der am Markt plazierten Schulden der USA wird innerhalb der kommenden drei Jahre fällig.

Das bedeutet zweierlei: Zum einen muss man in den kommenden Monaten und Jahren für enorme Summen Gläubiger finden. Das ausgerechnet in einer Zeitperiode, in welcher die Notenbank mit dem Quantitative Easing aufhören möchte! ...

 

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BondWurzel
· bearbeitet von BondWurzel

01.06.2011/10:47:07

 

 

 

Türkei mausert sich zu einem wichtigen deutschen Exportmarkt

 

Berlin, 01. Jun (Reuters) - Die drei Schwellenländer Türkei, Russland und China sind die am schnellsten wachsenden Märkte für die deutschen Exporteure. Die Ausfuhren in die wirtschaftlich aufblühende Türkei stiegen im ersten Quartal um 56,3 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Die Exporte in das vom Rohstoffboom profitierende Russland legten um 42,6 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro zu. Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft China kaufte Waren im Wert von 15,7 Milliarden Euro in Deutschland - ein Plus von 31,0 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

 

Insgesamt erhöhten sich die Exporte im Zeitraum von Januar bis März um 18,8 Prozent auf 260,8 Milliarden Euro. Damit sind die Unternehmen auf einem guten Weg, in diesem Jahr erstmals mehr als eine Billion Euro im Ausland zu erlösen.

 

Einen noch besseren Jahresauftakt verhinderte die Schuldenkrise in Europa. So brachen die Ausfuhren nach Griechenland, das auch wegen des harten Sparprogramms tief in der Rezession steckt, um 12,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro ein. Das Wachstum in Spanien fiel mit 6,6 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro unterdurchschnittlich aus. Auch die Nachfrage aus Portugal und Irland legte vergleichsweise schwach zu. Anders die weltgrößte Volkswirtschaft USA: Sie nahm Waren "made in Germany" im Wert von 17,6 Milliarden Euro ab - ein Plus von einem Fünftel. Die Exporte nach Japan legten mit 15,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro unterdurchschnittlich zu, weil die Erdbeben- und Atomkatastrophe die Nachfrage gedämpft haben dürfte.

 

Trotz der Schuldenkrise bleiben die EU-Staaten aber der mit Abstand wichtigste deutsche Kunde: Mehr als 60 Prozent des Exportumsatzes wird in den 26 anderen EU-Ländern erlöst. Die Euro-Länder allein stehen für knapp 41 Prozent des Exportumsatzes.

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