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cubanpete

Requiem für Zertifikate

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cubanpete

Futures natürlich.

 

Sind so ziemlich die ältesten Wertpapiere, die Verpflichtung wird von einer unabhängigen Börse garantiert obwohl die Vertragspartner anonym bleiben. Die Hebel (margin) richten sich nach Volatilität, intraday kann man da schon mal mit Hebel 100 handeln (dann geht aber die Post ganz schön ab)... :)

 

Keine Nebeneffekte wie z.B. bei Optionen. Optionen sind gehebelte Spekulationen auf Volatilität und Preis, Futures lediglich auf den Preis.

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FabMan

ich halte mich aus der diskussion raus, führt doch zu nichts :-)

nur so viel: handle schon seit etwa 1998 mit OS und Zertis und habe es insgesamt nicht bereut (mit futures hätte ich das aber sicherlich in den anfangszeiten und auch jetzt manchmal...).

 

jetzt eine frage: wenn jemand ein neues depot bei comdirekt oder wo auch immer eröffnet wird gefragt wie viel erfahrung er schon mit OS/Zertis hat. Wenn er jetzt ankreuzt er hat keine erfahrung bekommt er die termingeschäftsfähigkeit nicht. Wenn er ankreuzt er hat schon 3 oder 5 jahre erfahrung bekommt er sie. was passiert wenn man da falsche angaben macht (also keine/wenig erfahrung hat aber sagt man ist schon seit 5 jahre dabei)?

Wird das überprüft, hat es evtl. sogar größere konsequenzen für denjenigen wenn er falsche angaben macht?

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juse
jetzt eine frage: wenn jemand ein neues depot bei comdirekt oder wo auch immer eröffnet wird gefragt wie viel erfahrung er schon mit OS/Zertis hat. Wenn er jetzt ankreuzt er hat keine erfahrung bekommt er die termingeschäftsfähigkeit nicht. Wenn er ankreuzt er hat schon 3 oder 5 jahre erfahrung bekommt er sie. was passiert wenn man da falsche angaben macht (also keine/wenig erfahrung hat aber sagt man ist schon seit 5 jahre dabei)?

Wird das überprüft, hat es evtl. sogar größere konsequenzen für denjenigen wenn er falsche angaben macht?

 

Da wird gar nichts überprüft. Die Bank braucht das nur als formale Bestätigung, um sich im Falle von Rechtsstreitigkeiten abzusichern. Der Bank ist es völlig egal, wiegroß Dein Vermögen ist und wielange Du schon Erfahrung hast. Mit dieser Erklärung lädst Du alle Gefahren des Derivate-Geschäfts auf Deine Schultern.

 

MfG,

juse

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FabMan

so dachte ich mir das :-)

 

danke!

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cubanpete
mit futures hätte ich das aber sicherlich in den anfangszeiten und auch jetzt manchmal...
Mit Futures hast Du die Möglichkeit, höhere Hebel zu fahren. Es zwingt Dich allerdings niemand dazu. Wenn Du höhere Hebel fährst, so würdest Du naturgemäss mehr verlieren wenn Du verlierst und mehr gewinnen wenn Du gewinnst.

 

Das ändert aber nichts an den übrigen Eckdaten, Futures sind von Natur aus fair gepreist, weil jedermann "falsche" Preise ausnützen kann in dem er Arbitragehandel betreibt. Ausserdem haben sie einen neutralen Garanten, nämlich die Börse. Zinsen, Lagerkosten, Dividenden etc. sind eingepreist, das heisst Du "bekommst" Zinsen, wenn Du short gehst und "bezahlst" wenn Du long gehst, und zwar genau so viel, wie der Markt es für richtig hält.

 

Ich habe kürzlich einen Artikel gelesen, wonach vor allem Zertifikate für underlyings, die von vielen Anbietern abgedeckt sind, gut gepreist werden, da einfache Vergleichsmöglichkeiten vorhanden sind und da solche Zertifikate als "Einstiegsdroge" für die Anleger dienen.

 

Dass solche Zertifikate allerdings sogar besser gepreist sind als der Primärmarkt halte ich für ein Gerücht, ansonsten könnte man Arbitragehandel zwischen den Zertifikaten und dem Primärmarkt betreiben.

 

Noch zum Vorwurf ich hätte keine eigenen Erfahrungen mit Zertifikaten gemacht: es stimmt, ich habe noch nie in meinem Leben ein Zertifikat erstanden und werde das vermutlich auch nie tun. Warum sollte ich mich auf ein Spiel einlassen, bei dem ich von Anfang an weiss dass die Spielregeln zu meinen Ungunsten sind und sogar noch während dem Spiel weiter zu meinen Ungunsten verändert werden können?

 

Ich habe auch noch nie auf der Strasse um 1000 Euro das "Hütchenspiel" gespielt. Ich habe schon dabei zugeschaut, aber spielen würde ich das nie. Man muss wirklich nicht jeden Blödsinn selber gemacht haben... :)

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Dionysos

Ich finde es auf der einen Seite richtig, wenn du die "unfairen Methoden der Emire" anprangerst und die Leute vor einem solchen Investment warnst, gleichzeitig aber die Futures nur von ihrer positiven Seite darstellst. Natürlich kannst du mit Futures einen höheren Hebel fahren ... und kommst so auch schnell an die Grenzen deines "initial margin", da das "marking to market" dafür sorgt, dass die Verluste und Gewinne am Ende des Börsentages überwiesen werden, somit also direkt auf dem Konto ersichtlich sind.

 

Der Spaß dabei ist aber, dass du ja nicht das ganze initial margin als Kapitaldecke zur Aufrechterhaltung deiner Position hast, sondern nur einen gewissen Prozentsatz. Durch das "Maintenance Margin" (meistens 60-80% des des Ersteinschusses) müsste man immer wieder bis zum Initial Margin auffüllen ("Nachschusspflicht") oder man liefe Gefahr, dass die Börse die Position glattstellt (Anmerkung: An der Eurex gibt es kein Maintenance Margin an sich, das ist aber ein anderes Thema).

 

Durch das "marking to market" und das "maintenance margin" ist es weitaus schwieriger (oder "riskanter") Futures zu halten und auf eine Korrektur zu hoffen, wenn die Kurse einmal in die falsche Richtung losgeschossen sind. Denn bei jeder größeren Bewegung gegen die von dir erwartete Entwicklung müsstest du frisches Kapital nachschießen oder den Kontrakt glattstellen ("reversing trade"). Bei Long-Futures ist das Verlustrisiko ein großes Vielfaches des anfänglichen Einsatzes und bei Short-Futures ist das Verlustrisiko sogar unbegrenzt (daher: "Haus und Hof!"). Bei den meisten Zertifikaten ist der Verlust auf 100% der anfänglichen Position begrenzt. Somit lässt sich eine Verlustposition auch länger halten (nicht, dass das zu empfehlen sei! ... aber man möchte sich ja zumindest die Option aufrecht erhalten).

 

Aber grundsätzlich hat cubanpete natürlich recht, wenn er sagt, dass der Futureshandel "fairer" ist (Es handeln zwei Parteien gegeneinander und eine neutrale Dritte verwaltet den Ablauf). Anfängern (und so meine ich doch in den anderen Threads herausgehört zu haben) den rasanten Futureshandel eher zu empfehlen als den Zertifikatehandel, halte ich jedoch für bedenklich.

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cubanpete

Nein, Anfängern würde ich weder das eine noch das andere empfehlen, also weder den Handel mit Futures noch den Handel mit Zertifikaten. Was man nicht versteht soll man auch nicht handeln! Wenn sich jemand jedoch dafür entschliesst, aktiv zu handeln, so sind Futures besser geeignet als Zertifikate, vorausgesetzt man scheut den Lernaufwand nicht.

 

Wenn man Futures mit einem hohen Hebel handelt, so muss man das natürlich mit Zertifikaten mit ähnlichem Hebel vergleichen. Der Effekt ist bei Zertifikaten noch schlimmer: beim Future wird normalerweise der Broker auflösen, sobald die Intraday margin unterschritten ist. Damit hat man wenigstens noch, was von diesem Betrag übrig ist, auch wenn es nur ein Bruchteil des Geldes ist. Ein KO Zertifikat mit grossem Hebel wird (vermutlich früher wegen der Preisstellung) einfach gar nichts mehr wert sein, man ist alles los.

 

Natürlich hat man eine gewisse Sicherheit: wenn man über Nacht hält so können einen gaps bei Zertifikaten nicht mehr als den Einsatz wegfressen, während bei Futures theoretisch Nachschusspflicht besteht. Da es aber praktisch rund um die Uhr Märkte gibt, die geöffnet sind, kann man entweder an einer der elektronischen Börsen handeln und mit Stops absichern (diese sind ca. 22 Stunden am Tag geöffnet) oder mit einen Stopauftrag in einem anderen, ähnlichen Future hedgen oder beides.

 

Oder natürlich viel besser, man wählt einen Hebel der einen nie in eine solche Situation bringen kann.

 

Denn der beste Tipp von einem Broker ist bekanntlich der margin call... :)

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cubanpete

Nach 14 Monaten hat sich an der Situation im Zertifikate-Dschungel eigentlich nicht viel verändert, deshalb hole ich diesen Thread mal wieder vor.

 

Zertifikate erfreuen sich grösserer Beliebtheit als jemals zuvor, vor allem im deutschsprachigen Raum. Einige der düstersten Szenarien die ich am Anfang dieses Threads beschrieben habe werden immer realer: da Zertifikate nichts anders als Schuldverschreibungen sind könnten einige Schuldner illiquide werden.

 

In der ganzen Finanzwelt scheint Dummheit Einzug gehalten zu haben. Wenn ich vor drei Jahren noch Privatanleger davor gewarnt habe, Dinge zu kaufen die sie nicht verstehen, so haben das in den letzten Jahren auch hoch bezahlte Investment Banker getan: sie haben Dinge gekauft, von denen sie nicht die geringste Ahnung hatten was denn dahinter steckt. Spielte ja auch keine Rolle, so lange das Prinzip des Dümmeren funktionierte: irgend jemand hat ihnen den Schrott wieder abgekauft und sie haben dicke Prämien dafür kassiert.

 

Praktisch jede grössere Investment Bank (und das sind normalerweise auch die Herausgeber von Zertifikaten) bemüht sich jetzt, neues Kapital zu beschaffen. Dazu werden vor allem finanzkräftige Investoren aus dem Osten an Bord geholt und gewisse Staaten, vor allem Singapore, kaufen Banken ein wie warme Semmeln.

 

Mit anderen Worten, wir müssen den Chinesen und Arabern und den Staat Singapore dankbar dafür sein wenn unsere Gewinn-Zertifikate vielleicht doch noch ausbezahlt werden. Oder man kann es auch krasser ausdrücken: die Sklavenarbeiter in China sorgen für unsere Altersversorgung (Pensionskassen sind beliebte Grosskunden für Zertifikate).

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xenon1

Abschnitt 3 ! Danke!

Super - besser hätte ich auch meinen Eindruck von der "Bankenkrise" nicht wiedergeben können.

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Dagobert
Nach 14 Monaten hat sich an der Situation im Zertifikate-Dschungel eigentlich nicht viel verändert, deshalb hole ich diesen Thread mal wieder vor.

 

Zertifikate erfreuen sich grösserer Beliebtheit als jemals zuvor, vor allem im deutschsprachigen Raum. Einige der düstersten Szenarien die ich am Anfang dieses Threads beschrieben habe werden immer realer: da Zertifikate nichts anders als Schuldverschreibungen sind könnten einige Schuldner illiquide werden.

 

In der ganzen Finanzwelt scheint Dummheit Einzug gehalten zu haben. Wenn ich vor drei Jahren noch Privatanleger davor gewarnt habe, Dinge zu kaufen die sie nicht verstehen, so haben das in den letzten Jahren auch hoch bezahlte Investment Banker getan: sie haben Dinge gekauft, von denen sie nicht die geringste Ahnung hatten was denn dahinter steckt. Spielte ja auch keine Rolle, so lange das Prinzip des Dümmeren funktionierte: irgend jemand hat ihnen den Schrott wieder abgekauft und sie haben dicke Prämien dafür kassiert.

 

Praktisch jede grössere Investment Bank (und das sind normalerweise auch die Herausgeber von Zertifikaten) bemüht sich jetzt, neues Kapital zu beschaffen. Dazu werden vor allem finanzkräftige Investoren aus dem Osten an Bord geholt und gewisse Staaten, vor allem Singapore, kaufen Banken ein wie warme Semmeln.

 

Mit anderen Worten, wir müssen den Chinesen und Arabern und den Staat Singapore dankbar dafür sein wenn unsere Gewinn-Zertifikate vielleicht doch noch ausbezahlt werden. Oder man kann es auch krasser ausdrücken: die Sklavenarbeiter in China sorgen für unsere Altersversorgung (Pensionskassen sind beliebte Grosskunden für Zertifikate).

 

Cubanpete,

 

Du hast es perfekt auf den Punkt gebracht :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

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pvdb

Ich bin aus den Zertifikaten auch ausgestiegen, habe nur noch zwei Stück am laufen, die ich vor Monaten mal gekauft und habe das ist je ein Zertifikat auf Gold und Silber. Mein Hauptziel war diese Länger zu halten, da ich der Meinung bin, dass er derzeit keine bessere Wertanlage gibt als Gold und Silber und ich gute Gewinne einfahren werde. Das ganze ohne Angst zu habe, dass es mal zusammenkracht. Die Börsen waren die letzten Tage stark gefallen, mir war es egal, Gold und Silber blieb stabil (Ich konnte in Ruhe schlafen). Allerdings ist Papiergeld auch nicht gut, da es schnell seinen Wert verlieren kann und vermutlich auch wird! Deswegen änderte ich meinen Plan, die beiden Hebelzertifikate solange zu halten bis 1 Jahr vergangen ist, um die Steuer zu umgehen. Nach dem Verkauf würde ich den Gewinn (ich habe SL drinnen, das ich auf jeden Fall in der Theorie mit Gewinn rausgehe) dann in physikalisches Gold und Silber investieren.

 

Schon länger mache ich mir jedoch Gedanken lange das noch gut gehen kann und ob ich nicht vorzeitig verkaufen sollte. Das Gold und Silber weiter steigt, bin ich mir relativ sicher, demnach würde ich die Anlage auch längerfristig laufen lassen. Ich sehe auch ehr das Problem, dass die Banken Pleite gehen und dann nicht auszahlen, bzw. das Finanzsystem im Vorfeld zusammenbricht. Aber irgendwie denke ich, dass es auch noch einige Monate künstlich halten kann, denn durch die Zinsveränderung konnten die Amis dann Kursverfall ja auch kurzzeitig stoppen. Ob das dies ausgereicht hat, ist natürlich eine andere Frage. Denn die Anleger werden schon merken, dass das Geld auf Dauer bei den Banken nicht gut aufgehoben ist.

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max1l

man könnte ja glatt meinen manche werden hier dafür bezahlt, gegen zertifikate zu wettern..und jetzt sind sie auch noch schuld an der bankenkrise..also nein, diese blöden dinger....

 

 

1. es ist in ger noch nie ein emittent von zertifikaten ausgefallen. sollte dies einmal der fall sein, greifen verschiedene sicherungssysteme, in die die banken eingebunden sind. soll heißen, klar gibt es ein emittentenrisiko, man sollte das ganze jedoch realistisch sehen, und nicht, wie es hier dargestellt wird, dass man mit einem investment in zertifikate schon von anfang an verloren hat sozusagen. ein auge drauf haben und realistisch einschätzen. bei laufzeiten von 2 oder auch 3 jahren und einem emittenten wie zb der deutschen bank dürfte das ausfallrisiko "überschaubar" sein.

 

wer übrigens mehr zu den ratings der emittenten erfahren möchte:

 

http://www.ddi.de/ddi/service.htm?u=0&...=ratingbonitaet und http://derivate-forum.de/index.php?content=about_rating

 

 

2. strukturierte produkte mit underlyings aus dem dcm (debt capital markets) bereich mit zertifikaten, die am retailmarkt (equity-linked) angeboten werden zu vergleichen, halte ich doch für einigermaßen abwegig. sollen damit ängste geschürt werden oder was ist die motaivation dahinter? die basiswerte für abs, cp, cdo und was auch immer an diesem markt gehandelt wird, sind absolut intransparent. keiner weiß, welcher teil der verpackten forderungen wirklich bedient werden wird und welcher nicht. hier kommen also eine intransparente konstruktion der produkte + intransparente basiswerte zusammen. am zertifikatemarkt, an dem standardprodukte für privatanleger gehandelt werden, sind die basiswerte absolut transparent. in den allermeisten fällen auch die konstruktion der produkte (zumindest wenn man sich die mühe macht, sich darüber zu informieren, bevor man einen kauf tätigt - es gibt hierfür kostenlose literatur siehe zb www.hsbc-tip.de). und dann gilt natürlich (wie es auch richtig gesagt wurde): nur kaufen was man auch versteht!

 

3. market making: natürlich ist es ein problem, dass preise für zertifikate nicht über den börsenhandel zustande kommen, sondern von den emittenten gestellt werden. und auch die möglichkeit von leerverkäufen zu arbitragezwecken fehlt. dies ist imho in einem für privatanleger organisierten markt jedoch auch nicht umsetzbar. jedes produkt bietet kennzahlen, die es einem potentiellen investor ermöglichen, den preis eines produktes 1. einschätzen zu können und 2. mit anderen zu vergleichen. es kann somit das einzugehende risiko mit den entstehenden gewinnmöglichkeiten in bezug gesetzt werden. kommt der anleger zum schluss, ok die von mir erwartete rendite ist für das einzugehende risiko ok, dann kann er kaufen, wenn nicht lässt er es eben bleiben. keiner wird gezwungen etwas zun tun, was er nicht möchte.

 

4. vergleich futures / zertifikate: der vergleich hinkt. natürlich bieten futures einige vorteile gegenüber zertifikaten (zumindest turbozertifikaten) die ja bereits ausführlich behandelt wurden. nur schauen wir uns doch einmal an, was notwendig ist, um futures handels zu können und dann vergleichen wir mal mit dem was notwendig ist, um ein zertifikat handeln zu können. -> futures sind ein instrument für profis im wertpapier- bzw. derivategschäft. zertifikate hingegen ermöglichen es jedermann/-frau diese überaus einfach über eine börse bzw. direkt über den onlinebroker zu handeln, ohne dass dafür irgendwelche margins usw nötig sind. es ist somit durch zertifikate wesentlich einfacher möglich, produkte mit, zum von mir erwarteten kursverlauf, optimierten chance/risikoprofil zu erwerben. die dabei angebotenen möglichkeiten übersteigen die möglichkeiten, die futures bieten, um ein vielfaches. sei es die zahl der vefügbaren basiswerte (aktien, indizes, rohstoffe, baskets, themen....) oder die vielfältigen möglichkeiten von veschiedenen kursverläufen profitieren zu können.

 

also bitte nicht immer nur wettern, sondern mal objektiv betrachten......

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Boersifant
· bearbeitet von Boersifant
futures sind ein instrument für profis im wertpapier- bzw. derivategschäft. zertifikate hingegen ermöglichen es jedermann/-frau diese überaus einfach über eine börse bzw. direkt über den onlinebroker zu handeln, ohne dass dafür irgendwelche margins usw nötig sind. es ist somit durch zertifikate wesentlich einfacher möglich, produkte mit, zum von mir erwarteten kursverlauf, optimierten chance/risikoprofil zu erwerben. die dabei angebotenen möglichkeiten übersteigen die möglichkeiten, die futures bieten, um ein vielfaches. sei es die zahl der vefügbaren basiswerte (aktien, indizes, rohstoffe, baskets, themen....) oder die vielfältigen möglichkeiten von veschiedenen kursverläufen profitieren zu können.

 

Ich würde das als Realist gerne übersetzen in: Jetzt kann jeder Depp, der zum Ausfüllen des FTG-Antrags in der Lage ist sein Geld verbrennen und/oder sich abzocken lassen.

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max1l
· bearbeitet von gin-tonic

eben gerade nicht.

 

-nur kaufen was man versteht

-nur kaufen wenn man der meinung ist, dass die rendite, die mit dem von mir erwarteten kursverlauf verbunden ist, so hoch ist, dass es sich lohnt das damit verbundene risiko einzugehen. ist die rendite im verhältnis zum risiko zu niedrig (und damit impliziert ja der produktpreis vor kauf zu hoch), dann bleiben lassen.

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cubanpete

Interessanter Beitrag, gin-tonic, Danke dafür.

 

Leider wissen meist nicht einmal die Verkäufer der Zertifikate (sogenannte Berater), was sie da eigentlich verkaufen.

 

Viele komplexe Konstrukte werden durch das Stillhalten von Optionen implementiert.

 

Ein grosser Teil der Optionsprämien von at-the-money Optionen sind volatilitätsabhängig. Dieses Geld kann in einem einzigen Tag verschwinden, wenn Optionen still gehalten werden und sich die Volatilität verdoppelt wie letzte Woche.

 

Wenn wirklich nur gekauft und verkauft würde was verstanden wird so hätte der Zertifikatemarkt höchstens ein Prozent seiner heutigen Grösse erreicht.

 

Wie soll ein Privatkunde das Risiko einschätzen können, wenn es nicht einmal der "Berater" versteht. Der Berater muss es auch nicht verstehen; um viel Geld zu verdienen muss er einfach einen Dümmeren finden. Er wirft mit ein paar Fachbegriffen um sich und schon schaltet der Dummy-Mode beim Käufer ein.

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max1l
Interessanter Beitrag, gin-tonic, Danke dafür.

 

Leider wissen meist nicht einmal die Verkäufer der Zertifikate (sogenannte Berater), was sie da eigentlich verkaufen.

 

Viele komplexe Konstrukte werden durch das Stillhalten von Optionen implementiert.

 

Ein grosser Teil der Optionsprämien von at-the-money Optionen sind volatilitätsabhängig. Dieses Geld kann in einem einzigen Tag verschwinden, wenn Optionen still gehalten werden und sich die Volatilität verdoppelt wie letzte Woche.

 

Wenn wirklich nur gekauft und verkauft würde was verstanden wird so hätte der Zertifikatemarkt höchstens ein Prozent seiner heutigen Grösse erreicht.

 

Wie soll ein Privatkunde das Risiko einschätzen können, wenn es nicht einmal der "Berater" versteht. Der Berater muss es auch nicht verstehen; um viel Geld zu verdienen muss er einfach einen Dümmeren finden. Er wirft mit ein paar Fachbegriffen um sich und schon schaltet der Dummy-Mode beim Käufer ein.

 

für den "dummy-mode" kannst du aber nicht die emittenten verantwortlich machen, die alle miteinander eine menge an informationsmaterial zur verfügung stellen, damit sich die kunden die produkte genauer anschauen und verstehen können. imho braucht der kunde auch garnicht genau zB die auswirkung einer vola änderung (oder um genau zu sein, einem vola-shift oder einer änderung der skew) auf zb ein bonuszertifikat kennen.

 

aus anlegersicht finde ich es ausreichend, wenn ich mir einen von mir erwarteten kursverlauf nehme, dazu ein passendes produkt wähle (beim bonuszert. zb mit barrier unter meinem erwarteten tiefstkurs) und dann weiß ok, wenns nicht unter kurs XY geht, dann bekomme ich am ende Z. wenn es soweit jeder anleger verstanden hätte, wäre es ja schonmal was. die genauen einflussgrößen zb einer vol-änderung änderung auf sein produkt zu kennen ist natürlich super, aber imho nicht bis ins letzte detail notwendig. schaden kann es jedoch sicherlich nicht, wenn ich verstehe, warum mein discount oder capped-bonus-zertifikat letzte woche "doppelt" an wert verloren hat..also über den rückgang im basiswert und durch den anstieg der impliziten vola. (verteuert short-call in beiden produkten -> wert zertifikat sinkt)....was ja aber auch wieder ne gute möglichkeit zum nachkaufen ist ;)

 

im übrigen ist das wieder ein gutes beispiel pro zertifikat. discount-zertifikat = strategie des covered call writing. gäbe es das nicht in einem zertifikat zu kaufen , wäre ein zugang zu einer terminbörse notwendig um optionen short zu gehen (bzw. bei manchen brokern gehts oder? aber wieder wird das marginkonto benötigt) um die strategie umsetzen zu können. als discountzertifikat verpackt, kann nahezu jeder anleger das ganze handeln. wenn es dann manche machen und eigentlich keinen blassen schimmer haben, was sie da denn eigentlich kaufen -> selbst schuld. aber bitte nicht kritisieren, dass die emittenten es privatanlegern überhaupt ermöglichen solche strategien zu fahren. dass es das nicht für umme gibt ist klar..aber wie schon zuvor gesagt, selber einschätzen ob der preis bzw die rendite ok ist und dann kaufen oder sein lassen.

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cubanpete
informationsmaterial

Ich würd das eher Werbung nennen, deren Kosten im übrigen wieder auf die Käufer abgewälzt werden.

 

Im übrigen frage ich mich ob es wirklich nötig ist, dass jedermann covered calls schreibt obwohl er nicht weiss was er eigentlich genau tut. Aber wenn dann der Preis des Zertis Achterbahn fährt wundert sich Otto Normalverbraucher was da wohl los sein könnte.

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BarGain
für den "dummy-mode" kannst du aber nicht die emittenten verantwortlich machen, die alle miteinander eine menge an informationsmaterial zur verfügung stellen, damit sich die kunden die produkte genauer anschauen und verstehen können.

such mir doch bitte mal ein leicht verständliches pamphlet zusammen, welches klipp und klar und für jeden nachvollziehbar erklärt, wie ein alpha-bonuszertifikat mit teilpuffer auf zwei indizes funktioniert (preisindex gegen performanceindex meinetwegen).

 

danach suchen hier außer mir auch noch einige andere hier schon seit geraumer zeit, und jemanden, der die funktionsweise erklären kann haben wir bisher ebenso wenig gefunden wie eine erläuterung irgendwo im web.

 

was ich sagen will: die zertifikatebranche verbreitet insbesondere mit begeisterung nebelkerzen und investment-pornograpie der übelsten sorte durch geschickt geschönte rückrechnungen. die realität der komplexeren zertifikate hingegen sieht sehr viel anders aus.

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max1l

also was zb hier angeboten wird, ist mehr als "werbung":

http://www.hsbc-tip.de/!GeneratePage?L...p;Knocked=false

 

auch die gs-akademie geht über werbung weit hinaus:

http://www.goldman-sachs.de/default/os_aca...ult/nav_id,110/

 

 

es soll auch nicht jeder covered calls schreiben können. aber es soll jeder, der es tun möchte die möglichkeit dazu haben. und das bieten eben zb discountzertifikate in einer wesentlich leichter zugänglicheren form als mit margin konten usw usw.

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max1l

sowas ist ganz klar inaktzeptabel und vor allem für kunden von hebelprodukten absolut ärgerlich. darf nicht passieren, die it muss dafür ausgelegt sein, solche spitzen auch zu bewältigen.

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ich - ein Frosch?
sowas ist ganz klar inaktzeptabel und vor allem für kunden von hebelprodukten absolut ärgerlich. darf nicht passieren, die it muss dafür ausgelegt sein, solche spitzen auch zu bewältigen.

das ist doch nicht das erste mal. glaub doch nicht, dass das zufall ist. und die spreads werden auch gerne mal erhöht, wenn es irgendwo brennt. zertis sind des teufels. naja, jdenfalls ist man mit ihnen dem teufel ausgelliefert.

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max1l
· bearbeitet von gin-tonic

natürlich war das nicht das erste mal. es gibt aber auch emittenten, die ihre it draufhin sehr teuer ausgebaut haben und die jetzt kaum probleme hatten...sollte man vll. in seine auswahlentscheidung einfließen lassen...

 

und spread-erhöhung wenn es brennt: wo liegt da das problem? immerhin müssen die emittenten ihre hedges auch wieder auflösen können. sind die märkte sehr volatil, wird hier ein höhrer puffer einkalkuliert, der auch nötig ist. kommt sicher ab und an dem emittenten zugute, genausooft aber legt der emittent drauf wenn er in nem volatilen markt nen hedge auflösen muss

 

in xetra kommt es dort zb nicht selten zu vola unterbrechungen. handeln also einge leute ihre zertifikate vorher, emittent möchte hedge auflösen, geht aber nicht -> vola unterbrechung. das daher der spread in einem "nicht-normalen" markt höher ist, dürfte imho klar und verständlich sein.

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€-man

Dann wollen wir auch nicht die "komischen" Preisstellungen vergessen.

Ich kann mich an ein Indexzertifikat auf einen chinesischen Index erinneren, der diesen 1:1 abbilden sollte.

Eine niederländische Großbank war der einzige Emittent, somit ohne Wettbewerb.

 

Da waren z. T. Differenzen zum Kursverlauf, dass einem schlecht werden konnte. Viel der Index um 5%, dann konnte es passieren, dass das Zerti um 8- bis 12% an Wert verlor und erst in ein oder zwei Tagen wieder annähernd in Gleichlauf kam.

 

Zu Gunsten des Zertifikate-Käufers konnte ich Schwankungen in diesen Größenordnungen nicht feststellen.

 

Gruß

-man

 

P.S. Da wird der Emittent dann wohl von einer gefühlten Abweichung sprechen.

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Dagobert
· bearbeitet von Dagobert
natürlich war das nicht das erste mal. es gibt aber auch emittenten, die ihre it draufhin sehr teuer ausgebaut haben und die jetzt kaum probleme hatten...sollte man vll. in seine auswahlentscheidung einfließen lassen...

 

Hi gin-tonic,

 

dazu müsste aber bekannt sein welche Emittenten Ihre IT entsprechend ausgebaut haben! Wäre dann durchaus ein wichtiges Auswahlkriterium, wobei dies keine Garantie wäre dass es nicht doch zu "Problemen" mit der Kursstellung kommen könnte.

 

Der informierte Anleger muss sich halt auf solche Situationen vorbereiten und z.B. bei Hebelprodukten einen vernünftigen Sicherheitsabstand zum KO wählen.

 

Ich freue mich jedenfalls auf interessante Short-ETF's von der DB etc - damit habe ich dann Alternativen zu Ko's!

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