Cost-Average-Effekt bei Aktien und Fonds?

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ach ich möchte doch nochmal auf folgendes eingehen:

Z.B der Blödsinn, man solle sich über Crashs freuen, weil dann der Preis fällt, vergißt, dass damit auch das bisher angesparte Vermögen fällt. Es wäre doch für den Sparer vorteilhafter gewesen, sein Geld zu horten, auf den Crash zu warten und erst dann ALLES zu investieren!!!

 

Abgesehen davon, dass du den Zeitpunkt nie vorher bestimmen kannst gibt es noch einen anderen interessanten Punkt, den ich dir nicht vorenthalten möchte. Hat wieder mal was mit dem "nichtvorhandenen CAE" zu tun.

 

Wenn ich vor dem Crash Wertpapiere für "zu teures Geld" kaufe, sagen wir bei einer Rate von 100 Euro genau 1 Aktie. Und nach dem Crash ist die gleiche Aktie nur noch 20 Euro wert. Dann bekomme ich für 100 Euro 5 Aktien. Habe ich insgesamt 6 Aktien für 200 Euro. Bei 200 EUR durch 6 macht das einen Durchschnittspreis von 33 Euro.

 

Wir sehen, der Cost-Average-Effekt, der ja gar nicht existiert nach deiner Ansicht, hat zugeschlagen... Das heißt, sobald die Aktie dann über den Wert von 33 Euro wieder hinaus kommt, habe ich Gewinn.

 

Und nun hör doch bitte auf mit deiner Ansicht, es gäbe keinen Cost-Average-Effekt. Ob du ihn für deine Anlagestrategie nutzen möchtest, sei ja dahingestellt, aber ihn einfach als nicht vorhanden zu degradieren, halte ich schlicht für falsch.

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Und nun hör doch bitte auf mit deiner Ansicht, es gäbe keinen Cost-Average-Effekt. Ob du ihn für deine Anlagestrategie nutzen möchtest, sei ja dahingestellt, aber ihn einfach als nicht vorhanden zu degradieren, halte ich schlicht für falsch.

 

Aber hast du mal den Artikel von der Uni gelesen, die den CAE widerlegen?

 

Es ist ja richtig, dass sich der Einstandspreis relativiert, denn er kann sich durch den CAE genauso erhöhen, doch als Anlagemethode ist er einfach nicht geeignet und nur erfunden, die leute zum regelmäßigen Sparen ohne Nachdenken zu bringen, damit Geld in die Kasse kommt. Meinst du etwa, Profis nutzen den CAE, weil er fü sie günstig sei????

Lies Mannheim, rechne nach, denke nach.

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ok, dann werde ich dir jetzt eben mit Auszügen aus deinem lieben Mannheimer "Augenöffner" entgegentreten. Vielleicht verstehst du es dann. Denn meine Argumente scheinst du immer noch nicht verstehen zu wollen ;)

 

a) Der Vergleich zwischen Einmalanlage und Sparplan hat schonmal grundsätzlich einen Haken, weil es zwei komplett unterschiedliche Strategien sind. Bei der Einmalanlage besitzt man bereits ausreichend Vermögen und will es vermehren. Beim Sparplan baut man erst über längere Zeit ein Vermögen auf.

 

B) Zitat Seite 13 "Die Vorteilhaftigkeit der beiden alternativen Investmentstrategien ist somit differenziert zu sehen." Wir sehen also, dass selbst der Autor nicht eindeutig sagt, dass nur die eine Methode die richtige ist...

 

c) In all den Betrachtungen wird davon ausgegangen, dass man das Vermögen bereits besitzt und dieses Vermögen woanders zinslos bunkert, um regelmäßig in einen Sparplan einzahlen zu können. Wenn man schon über 100.000 Euro verfügt, ist das natürlich quatsch. Wenn man aber über die Sparplanlaufzeit erst sein Vermögen aufbauen möchte, sieht das schon wieder anders aus.

 

Wie gesagt, bisher konntest du mir noch keine bessere Alternative nennen. Soll ich jetzt 20 Jahre mein Geld auf ein 3-Prozent-Konto scheffeln, um in 20 Jahren eine Einmalanlage mit der angesparten Summe zu beginnen? Ich bitte dich, Hubert...

 

Ich möchte ungern noch weitere Punkte herauskramen, da diese bereits in der von dir als Unfug gepriesenen Finanzuni (Link weiter oben) ausreichend herausgearbeitet wurden.

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Ich weiß nicht, was du von den Mannheimern herausliest: Am Ende sagen auch die doch nur "Mythos" und nichts anderes.

Wer redet von 20 Jahre liegen lassen? Investiere doch z.B. einfach immer nur unter dem GD 200 oder wie du willst. Das ist viel sinnvoller als regelmäßig zu sparen und sich dann zu freuen, dass das Eingezahlte weniger wert ist.

Auch der Besitz von 50 Euro, die nicht sinnlos regelmäßig wegen eines angeblichen CAE invesiert wurden ist "Besitz" oder "Vermögen", das es klug zu investieren gilt. Nämlich immer dann, wenn ein Papier "unten" ist.

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verfolge die diskusion schon seit wochen - ist ja ganz schön hitzig :thumbsup:

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... na sicher - geht ja um Glaubensfragen....

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du hörst mir nicht zu ;)

 

wenn du nur in ein papier investierst, was gerade "unten" ist, dann entgehen dir die Chancen bei Papieren, die über einen sehr langen Zeitraum steigen. Und wenn man sein ganzes Geld "unten" investiert und das Papier dann unerwarteter weise doch nochmal um weitere 10 Prozent fällt, dann hat man selbst mit "unten" zu viel investiert...

 

Der Unterschied zwischen deiner Theorie und der Ratenzahlung ist schlicht, dass du davon ausgehst, dass du zukünftige Kurse vorhersagen kannst. Beim CAE hat die zukünftige Kursentwicklung keine Bedeutung, sodass auch "oben" und "unten" nur auf die Vergangenheit bezogen einen Sinn ergeben.

 

Der nächste Haken bei deiner Strategie wäre, wenn man einmal wirklich den Tiefpunkt erwischt hätte und dort richtig eingestiegen wäre, kann man nur eine bestimmte Summe investieren. Steigt der Kurs aber über mehrere Monate, so profitiert man bei einer Ratenzahlung wieder mehrfach, weil man sozusagen regelmäßig "nachkauft" (auch wenns nicht der passende Begriff ist).

 

und ST4RF0X: Die Diskussion ist nicht hitzig. Sie ist nur problematisch, weil mein Diskussionsgegner eine komplett andere Anlagestrategie verfolgt. Während ich mein nicht vorhandenes Vermögen sicher aufbauen möchte, versucht er über "Kursvorhersagen" sein reichlich vorhandenes Vermögen gewinnbringend auf dem Markt zu verteilen... Klar, dass er in dieser Ansicht keinen Nutzen im CAE erkennt, aber ihn deswegen als "nicht vorhanden" zu titulieren und als Blende für ahnungslose Anleger abzustempeln, halte ich immer noch für vollkommen daneben.

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Wir bewegen uns hier sowieso auf theoretischem Parkett, deshalb bleibe ich theoretisch: Wenn Du immer nur "unten" in eine Wert investierst und den dann laufen läßt, ohne dem steigenden Kurs nachzulaufen und das nächste Geld wieder in einen anderen Wert investierst, der "unten" ist, dann könntest du theoretisch jedesmal in einen anderen Wert invesieren und die laufen lassen, so lange sie steigen.

Das ist in der Theorie günstiger, als immer wieder bei steigenden Kursen in den gleichen Wert zu investieren und steigenden Kursen nachzulaufen, da das Kurspotential begrenzt ist und die späteren Einzahlungen immer weniger verdienen können, bis der Kurs kippt.

Der CAE ist ein Mythos!!!!

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Wir bewegen uns hier sowieso auf theoretischem Parkett, deshalb bleibe ich theoretisch: Wenn Du immer nur "unten" in eine Wert investierst und den dann laufen läßt, ohne dem steigenden Kurs nachzulaufen und das nächste Geld wieder in einen anderen Wert investierst, der "unten" ist, dann könntest du theoretisch jedesmal in einen anderen Wert invesieren und die laufen lassen, so lange sie steigen.

Das ist in der Theorie günstiger, als immer wieder bei steigenden Kursen in den gleichen Wert zu investieren und steigenden Kursen nachzulaufen, da das Kurspotential begrenzt ist und die späteren Einzahlungen immer weniger verdienen können, bis der Kurs kippt.

Der CAE ist ein Mythos!!!!

Nun, ich weiß nicht, ob wir jemals auf einen Nenner kommen, dem wir beide zustimmen können. Vielleicht sind dafür unsere Ausgangspunkte einfach zu unterschiedlich. Ich frage dich nicht, wie du dir das vorstellst immer in "billige" Werte zu investieren. Wenn du vorhast, jeden Tag alle Kurse zu checken, nur um den günstigsten Tag zu erwischen, dann kannst du das gern tun. Du darfst dich dann auch gern am nächsten Tag ärgern, wenns doch noch weiter abwärts ging :-"

 

Das Ziel, das den CAE schlicht so nützlich macht, ist doch, dass man eben gerade nicht ständig nach den Kursen schauen muss und trotzdem zu günstigen Kaufpreisen kommt. Der Sinn ist doch, über einen langen Zeitraum zu günstigen Preisen möglichst viele Anteile zu erwerben, um dann von Kursanstiegen am meisten zu profitieren. B)

 

Da du ja auch in anderen Threads dich wieder negativ über Themen äußerst, ohne konkrete Kritikpunkte zu nennen, denke ich einfach, belassen wir es an der Stelle. Ich akzeptiere, dass du keine Argumente nennen kannst und werde woanders nach Diskussionspartnern ausschau halten, die sich eventuell als nützlicher erweisen und mir auch mal konkrete Punkte verraten.

 

Dennoch wünsche ich dir mit deiner "was mir nichts nützt ist ein Mythos"-Strategie weiterhin viel Erfolg. Man trifft sich sicher in anderen Threads mal wieder :thumbsup:

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Dennoch wünsche ich dir mit deiner "was mir nichts nützt ist ein Mythos"-Strategie weiterhin viel Erfolg

Das war nicht von mir, das kam von den Leuten von der Uni Mannheim.Willst Du wirklich sagen, Du wärest klüger als sie und deren Aussage sei falsch?

Der CAE ist aber auch schon durch Nachdenken zu entlarven - denk einfach mal an die theoretische Möglichkeit, immer zum zeitweilig höchsten Kurs zu kaufen. Das CAE-Prinzip schützt dich davor NICHT.

 

Weiteres Mißverständnis, das ich schon früher andeutete: Man kann Tiefpunkte sehr gut finden, wenn man eine bestimmte Technik benutzt. Es sind meist nicht die absoluten tiefsten Punkte, doch das System ist viel besser als ein blindes Kaufen nach festen Regeln.

 

Und wenn Du sagst, Du willst nicht jeden Tag nach den Kursen schauen, dann muß ich dir sagen: Wer nicht jeden Tag nach den Kursen schaut, nachdenkt und reagiert, statt dessen lieber arbeitet und Geld verdient, der wirft andrerseits Vermögen aus dem Fenster.

An der Börse investieren heißt eben, die Börse zu verfolgen, und wenn es täglich sein muß dann eben täglich.

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Posted · Edited by Onassis

Hi Leute,

 

also die Diskussion gefällt mir sehr !!!

Insbesondere, da ich zukünftig nur noch in DAX oder DivDAX Zertifikate investieren will und da ist der "Cost average effect" sehr wichtig.

Nun stellen sich nur die Fragen:

wann investiere ich wieviel von meinem Geld?

wann gilt ein Markt als fallend?

in fallende Märkte hineininvestieren

bei fallenden Märkten baer zertifikate kaufen

bei fallenden Kurse mehr Euros investieren?

bei steigenden Kursen verkaufen und Geld für fallende Kurse zu haben

wann verkaufen oder alles behalten (Buy and hold gemischt mit CAE)

 

Das und noch mehr werde ich in den nächsten Monten akribisch untersuchen !!

 

Und wenn ich was gefunden habe, mit dem ich risikolos mehr als 10-15% p.a. machen kann, halte ich mich strikt daran !!!

BASTA !

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Posted · Edited by Onassis

und nochmal für alle.

Den cost-average-effect gibt es. ups, ein wenig groß geworden...

schaut einfach mal hier: Cost average effect leicht gemacht...

 

Onassis

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Hallo zusammen,

 

finde den Thread auch sehr interessant.

 

Da ich eine ähnliche Strategie wie Onassis fahren will, interessiert mich auch der CAE.

 

Allerdings möchte ich ein Jahr lang, monatlich 200 Euro auf einem Tagesgeldkonto ansparen und dann Indexzertifikate auf den DivDax kaufen.

 

Es wäre also im Prinzip eine Einmalinvestition, auf 30 Jahre gesehen aber dann doch ein Sparplan mit CAE.

 

Jetzt wäre natürlich blöde, wenn ich immer zu hochkurse kaufen würde ...

Onassis hat mich auf den RSI aufmerksam gemacht und wie ich es sehe, sind die Kurse bei einem RSI < 30, falled. Ergo Kaufen ?

 

Oder was meint Ihr ?

 

Gruss

Bastie, der noch viel lernen muss ;-)

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gerade beim CAE geht es ja eben NICHT draum, (mehr) Anteile zu verkaufen wenn der Kurs SCHEINBAR zu hoch ist und (mehr) Anteile zu kaufen, wenn der Kurs SCHEINBAR niedrig ist.

 

Fakt ist doch, dass diese Aussage nur Aufgrund der Vergangenheit getroffen werden kann und damit immer noch nicht klar wird, wie die Zukunft aussieht.

 

Was ist, wenn der Kurs, der SCHEINBAR so hoch war, doch nicht so hoch, weil er später noch VIEL HÖHER geworden ist?

 

Was ist, wenn der Kurs, der SCHEINBAR so niedrige war, dass man mehr kaufen konnte, doch nicht so niedrig ist, weil der später noch VIEL NIEDRIGER geworden ist?

 

Gerade hier liegt doch der Hund begraben. Einfach regelmäßig kaufen, keine Gedanken über den Kursverlauf machen, und nach 10-20 Jahren schauen, wieviel Geld man gewonnen hat :thumbsup:

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Posted · Edited by Bastie666

Nene, will ja nicht verkaufen, wenn irgendwas im Busch ist ...

 

Ich will jedes Jahr für 2400 Euro Indexzetifikate, basierend auf dem DivDax kaufen.

Das geht nicht mit einem -automatischen- Sparplan, das muss ich selbst machen.

Das ganz 30mal, dann bin ich also ein 60jähriger Opa.

 

Mal angenommen die kaufe immer zu einem ungünstigem hohem Kurs, dann erwerbe ich ja weniger Anteile, als wenn ich z.B. bei einem RSI < 30 kaufen würde, also wenn die Kurse eher fallend sind ...

Und wenn nach 30 Jahren der Kurs -mal angenommen- schlechter steht, als mein Durchschnittskurs, dann hab ich ne Menge Geld verbrannt und hätte doch lieber ein Sparbuch mit 1,25 % aufgesetzt ;-)

 

Oder begehe ich da jetzt einen Denkfehler ?

 

Okay, das ist vielleicht naiv und man müsste mehr Ahnung davon haben und mehr Kennzahlen, Charts etc.... auswerten ....

 

THX für Antworten ....

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du verkafust natürlich nicht erst, wenn du das geld brauchst. du fängst schon an ein paar jahre vorher den kurs zu beobachten und schichtest dann in sichere papiere um, um deinen Gewinn zu sichern ;)

 

Die Chance, dass gerade dann, wenn du verkaufen willst, der Kurs günstig steht, ist nämlich relativ gering. Deswegen gibt man sich ja auch einen Zeitraum vor.

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Hi Leute,

 

ich habe hier mal eine Grafik von DAX drangehängt, mit den Stellen, wo ich aufgrund des "RSI(20) unter 30" die Zertifikate (DivDax) kaufen würde.

 

Die Frage:

Was ist besser: monatliche Käufe per 200 EUR oder 1-2 Käufe pro Jahr aber dann mit ca. 1.200 EUR ? :-"

 

Das versuche ich mit meinen beiden Strategien im Musterdepot Onassis nachzubilden, um darauf eine Antwort zu finden.

Ich persönlich bin eher der Meinung wenig Kaufaufträge bei relativ stark gefallenen Kursen ist effektiver als ein monatlicher Dauerauftrag.

 

Der cost average effect entsteht bei beiden Varianten!

 

Mal sehen, was meine Strategien in ein paar Monaten aussagen. Vielleicht kann man da schon eine Richtung erkennen...?

 

Onassis

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Sicherlich entsteht der Coast-Average-Effekt bei beiden Varianten.

Die Frage ist doch nun aber, ob man seine Kaufentscheidung abhängig von vergangenen Geschehnissen macht oder nicht.

 

Sowohl mit deiner RSI-Strategie als auch mit der Sparplan-Variante des Einkaufens weißt du nicht, ob du den richtigen Moment erwischst.

 

Die Frage ist ja nun, ob die vielen verpassten Momente beim RSI-Verfahren die Rendite gegenüber dem regelmäßigen Kauf wieder aufwiegen. ;)

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Posted · Edited by Onassis

stockjunky:

Die Frage ist ja nun, ob die vielen verpassten Momente beim RSI-Verfahren die Rendite gegenüber dem regelmäßigen Kauf wieder aufwiegen

genau stockjunky, du triffst mit deiner Aussage den Nagel auf den Kopf.

Rüchwärtsrechnen kann jeder. Jetzt versuchen wirs einfach mal vorwärts.

Bin auch schon ganz gespannt, wie sich das Rennen zwischen den beiden Varianten entwickelt. Strategie 1 und 2 :bounce:

 

Onassis

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Der Cost-Average-Effekt Mehr Rendite mit System?

 

Kurze Zusammenfassung:

 

Kaum ein Finanzmarkt-Phänomen besitzt bei Anlegern ähnliche Bekanntheit wie der sogenannte Cost-Average-Effekt. Ihm liegt die Idee zugrunde, dass ein Anleger bei wiederholter Investition eines identischen Geldbetrages in ein Wertpapier (oder einen Fonds) von zwischenzeitlichen Kursschwankungen profitieren kann, da er bei niedrigen Kursen relativ viele, bei hohen Kursen aber nur wenige Papiere gekauft hat.

 

Mit der renditeerhöhenden Wirkung des Cost-Average-Effekts wird in der Anlagepraxis sowohl die besondere Attraktivität von Einzahlungsplänen begründet als auch für innovative Finanzprodukte geworben, die einen größeren Investitionsbetrag nicht in einem Schritt, sondern in mehreren Chargen vom Geldmarkt in einen Aktienfonds umschichten.

 

In diesem Forschungsbericht für die Praxis erläutern wir, warum das Cost-Average-Phänomen ein Mythos ist und die scheinbar überzeugende Intuition auf einem Denkfehler basiert. Weder kann man von einer renditeerhöhenden Wirkung des Cost Averaging sprechen, noch wird die höhere Volatilität eines Wertpapiers zu einer wünschenswerten Eigenschaft, sobald im Rahmen eines Einzahlungsplans nicht einmalig, sondern regelmäßig in das Papier investiert wird. Auch das Argument, zur Renditesteigerung und Risikosenkung sei eine sukzessive Investition kleiner Chargen statt einer größeren Einmalinvestition optimal, lässt sich zweifelsfrei widerlegen.

Die grundlegenden konzeptionellen Überlegungen zur Nichtexistenz eines Cost-Average-Effekts werden durch eine empirische Analyse mit historischen DAX-Daten unterstützt. Selbst mit einer einfachen Buy&Hold-Strategie würde sich ein Anleger aus Rendite- und Risikogesichtspunkten besser stellen als mit einer sukzessiven Portefeuille-Umschichtung im Rahmen einer Cost-Average-Strategie. Die Quintessenz unserer Ausführungen ist: Es gibt keinen Cost-Average-Effekt.

 

 

Quelle: Uni Mannheim, Bev.Finance Gro

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also Hubert,

 

diese Seite hast Du schon öfters zitiert und ich kanns fast schon nicht mehr sehen.

 

Nur ein Beispiel:

 

Du hast 5.000 EUR zur Verfügung.

Du kaufst am Anfang 2000 den DAX der bei 8.065 Punkten steht. Dann hast du per heute einen Verlust von locker 2.000 EUR. Das heißt deine Wertpapier sind nur noch ca. 3.000 EUR wert.

Oder in DAX Punkten gesprochen: aus 8065 wurden 5000 -> ein Verlust von über 40%

 

Wenn du alle 3 Monate für 1.000 EUR den DAX gekauft hättest würde es so aussehen:

7.3.00: 8065

7.6.00: 7293

7.9.00: 7373

7.12.00: 6566

7.03.01: 6305

 

Das heißt, das ein Durchschnittpreis von 6920 Punkten gegenüber dem Einmaleinkauf von 8065 Punkten erreicht wurde!

 

In DAX Punkten gesprochen: aus 6920 wurden 5000 -> ein Verlust von nur noch knapp 28%.

 

Ich glaube kaum, das die positivere Rendite ein Denkfehler ist. Sonst hätte ich heute nicht das auf dem Konto, was ich habe !

 

von hubert:

Die Quintessenz unserer Ausführungen ist: Es gibt keinen Cost-Average-Effekt.

 

Und meine Quintessenz lautet: Deine Quintessenz ist voll daneben.

 

(Ich meine ich gebe mir nicht umsonst den Namen "Onassis") :D

 

Onassis

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Wenn du alle 3 Monate für 1.000 EUR den DAX gekauft hättest würde es so aussehen:

7.3.00: 8065

7.6.00: 7293

7.9.00: 7373

7.12.00: 6566

7.03.01: 6305

 

Das heißt, das ein Durchschnittpreis von 6920 Punkten gegenüber dem Einmaleinkauf von 8065 Punkten erreicht wurde!

Ich glaube da stimmt deine Rechnung nicht.

 

Der Mittelwert aus

7.3.00: 8065

7.6.00: 7293

7.9.00: 7373

7.12.00: 6566

7.03.01: 6305

ist nicht 6920 Punkte, sondern 7120,4 Punkte.

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In diesem Forschungsbericht für die Praxis erläutern wir, warum das Cost-Average-Phänomen ein Mythos ist und die scheinbar überzeugende Intuition auf einem Denkfehler basiert. Weder kann man von einer renditeerhöhenden Wirkung des Cost Averaging sprechen, noch wird die höhere Volatilität eines Wertpapiers zu einer wünschenswerten Eigenschaft, sobald im Rahmen eines Einzahlungsplans nicht einmalig, sondern regelmäßig in das Papier investiert wird. Auch das Argument, zur Renditesteigerung und Risikosenkung sei eine sukzessive Investition kleiner Chargen statt einer größeren Einmalinvestition optimal, lässt sich zweifelsfrei widerlegen.

Die grundlegenden konzeptionellen Überlegungen zur Nichtexistenz eines Cost-Average-Effekts werden durch eine empirische Analyse mit historischen DAX-Daten unterstützt. Selbst mit einer einfachen Buy&Hold-Strategie würde sich ein Anleger aus Rendite- und Risikogesichtspunkten besser stellen als mit einer sukzessiven Portefeuille-Umschichtung im Rahmen einer Cost-Average-Strategie. Die Quintessenz unserer Ausführungen ist: Es gibt keinen Cost-Average-Effekt.

 

 

Quelle: Uni Mannheim, Bev.Finance Gro

Wo ist den der Forschungsbericht in dem du oder auch ihr etwas erläutert.

 

 

Ich habe mal auch einen Forschungsbericht erstellt (ohne Uniabschluß :D ).

Investiert wurden jeweils 100 pro Kauf. Da man nur ganze Anteile kaufen kann, wird jeder Anteil gerundet.

In meinem Fall kann man mit dem Cost-Average-Effekt einen Gewinn erwirtschaften, denn es ergibt sich eine Gesamtrendite von 155,789 % in 19 Jahren (entspricht 8,19 % pro Jahr).

 

So und jetzt will ich den Denkfehler aus eurer Studie sehen.

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oh, tatsächlich; ich hab mich voll verrechnet vor lauter Ärger!

Dann ist es ein Verlust von ca. 30%. Aber immer noch besser als -40%.

Es lebe der CAE! :D

 

Onassis

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Du hast 5.000 EUR zur Verfügung.

Du kaufst am Anfang 2000 den DAX der bei 8.065 Punkten steht. Dann hast du per heute einen Verlust von locker 2.000 EUR. Das heißt deine Wertpapier sind nur noch ca. 3.000 EUR wert.

Oder in DAX Punkten gesprochen: aus 8065 wurden 5000 -> ein Verlust von über 40%

 

Wenn du alle 3 Monate für 1.000 EUR den DAX gekauft hättest würde es so aussehen:

7.3.00: 8065

7.6.00: 7293

7.9.00: 7373

7.12.00: 6566

7.03.01: 6305

 

Das heißt, das ein Durchschnittpreis von 6920 Punkten gegenüber dem Einmaleinkauf von 8065 Punkten erreicht wurde!

 

In DAX Punkten gesprochen: aus 6920 wurden 5000 -> ein Verlust von nur noch knapp 28%.

 

Ich glaube kaum, das die positivere Rendite ein Denkfehler ist. Sonst hätte ich heute nicht das auf dem Konto, was ich habe !

 

Hier liegt doch der Denkfehler: Wenn einer schon in 2000 den DAX gekauft hatte statt ihn zu verkaufen, dann sollte er ihn doch bei sich abzeichnendem Verlust bald wieder verkauft haben und ihn nicht jahrelang im Verlust laufen lassen und gar noch mit dem CAE Geld hinterherwerfen! Dann ist der Verlust vielleicht minus 10 % gewesen und nicht minus 30 oder 40 %.

 

Andererseits mußt du auch sehen, dass, hättest du den DAX in 2003 gekauft, du mit einer Einmalanlage eine wesentlich bessere Rendite gehabt hast als ab 2003 mit dem CAE zu kaufen. Hier spricht doch alles klar gegen den CAE.

(Mancher verwechselt den CAE mit der Frage, ob er das Geld für eine Einmalanlage überhaupt gehabt hätte. Ich rede um CAE oder Einmalanlage nicht um Sparpläne.

 

Die von mir zitierte Textstelle stammt nicht von mir und ich habe daran nicht mitgewirkt.

 

Mit Rechenkunststückchen kann man den CAE nicht beweisen. Es ist nur ein Marketingtrick, um Umsatz zu sichern.

 

Wenn du dir also einmal ab 2000 durchrechnest, was du mit und ohne CAE gehabt hättest - du würdest nie weider vom CAE schwärmen.

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