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StockJunky

Cost-Average-Effekt bei Aktien und Fonds?

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Hubert
Posted

... den Text (Zusammenfassung) findest du hier:

 

http://www.behavioral-finance.de/papers.htm#

 

Übrigens, irgendwo hatte ich das schon mal geschrieben, es gibt eine Zahlenreihe von der Dresdner Bank, die die CAE verdeutlicht. Bend Klöckner hat sie in eines seiner Bücher übernommen.

 

die Zahlen sind aber falsch und die Aufrechnung funktioniert nur dank eines Druckfehlers. Ich habe Klöckner darauf aufmersam gemacht, dass mit den richtigen Zahlen der CAE nicht funktioniert - er hat es nicht geglaubt.

Also: Selbst mal durchrechnen und staunen!

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Onassis
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viele Leute wollen oder können aber nicht verkaufen.

Seis weil Sie nicht wissen wann sie verkaufen sollen,

seis weil sie psychologisch gehemmt werden.

 

Es ist keine Frage hubert, das wenn ich in 2003 kaufe und jetzt verkaufe gute Gewinne gemacht hätte.

Und hätte ich Ende 98 gekauft und dann bei 8.000 Punkten Anfang 2000 verkauft wäre ich ganz klar besser gefahren als jeden Monat einzuzahlen.

 

Das große ABER lautet: Wer hat das geschafft?? Ich kenne keinen, und wenn ich nicht zufällig ein Haus hätte kaufen müssen (ein Dank an meine Frau) hätte ich nicht im Jahr 2000 meine ganzen Wertpapiere verkauft. Mich hätte es auch voll und ganz erwischt. :w00t:

 

Deshalb hat man wohl die Wahl zwischen einer Art traden (kaufen und verkaufen) oder regelmäßigen Einzahlungen.

 

Das müsste man mal von heute an in die Zukunft testen ob ich mit kaufen und verkaufen am Ende mehr rausbekommt als mit regelmäßigen Einzahlungen.

 

Denn das schaffen nur sehr stark und unbeeinflussbare Menschen - und das bin ich nicht. Und viele, viele andere auch nicht.

 

Und regelmäßige Einzahlungen helfen den Menschen auch in schwachen Börsenzeiten einzuzahlen und so an steigenden Kursen zu partizipieren.

 

Bei den meisten Menschen sieht es nämlich folgendermaßen aus.

Kaufen bei steigenden Kursen, abwarten bei fallenden Kursen und bei Tiefstkursen verkaufen sie vor lauter Angst.

Das was Du vorschlägst ist zwar nicht von der Hand zu weisen - aber fast unmöglich zu realisieren. Den der Mensch ist Mensch weil er ein Mensch ist und keine Maschine!

 

Onassis

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Aktiencrash
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@ Hubert

 

Wenn bei dir nicht immer das Wörtchen "hätte" stehen würde.

Aus heutiger Sicht kann man viel erzählen, was man hätte tun sollen.

 

Wer sagt den, das der Dax nicht weiter gestiegen wäre im Jahre 2000 ?

Wer hätte schon gewußt das der Dax gerade 2003 wieder beginnt zu steigen ?

 

Du kannst aussteigen und gerade in der nächsten Sekunde steigt das Wertpapier wieder, das ist dann Pech.

 

Deine Argumente bringen nichts, denn man kann es ganz einfach mathematisch beweisen das der Cost-Average-Effekt existiert. Du bringst einen Text, ohne die genauen Hintergründe zu kennen und berufst dich auch noch darauf, ohne es mittels von Fakten zu belegen. Mal schnell im WWW was rauskopiert.

 

(Mancher verwechselt den CAE mit der Frage, ob er das Geld für eine Einmalanlage überhaupt gehabt hätte. Ich rede um CAE oder Einmalanlage nicht um Sparpläne.

 

Hier versuchst du gerade wieder an deinen eigenen Argumenten zu zweifeln und biegst sie für dich in deine Richtung

 

Mit Rechenkunststückchen kann man den CAE nicht beweisen. Es ist nur ein Marketingtrick, um Umsatz zu sichern.

 

Kann man nicht. Dann rollen wir doch mal das Blatt von der anderen Seite auf.

 

Du investierst 1990 glatte 10.000 Einmalanlage in ein Dax-Zertifikat.

Ich investiere auch 10.000 in ein Dax-Zertifikat aber jedes Jahr lege ich einmal 1000 dazu.

 

Im März 2000 haben wir das ungute Gefühl das der Dax einbricht und wir verkaufen beide unsere Zertifikate. Wer hat nun mehr Rendite von uns beiden erwirtschaftet ?

 

 

Wer eine Argumentation mit "hätte" beginnt, kann schon einmal nichts mit 100 % vorher beweisen !!! Hier auch noch anderen Denkfehler vorzuwerfen ist unerhört.

 

Wenn du dir also einmal ab 2000 durchrechnest, was du mit und ohne CAE gehabt hättest - du würdest nie weider vom CAE schwärmen.

Es ist doch nur zu dumm von den Studenten, das sie nicht ausgerechnet den Dow Jones von 1960 an bis 2000 analysiert haben. Mit absoluter Sicherheit, wären sie auf ein ganz anderes Ergebnis ihrer "wissenschaftlichen" Arbeit gekommen.

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Onassis
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also diese Leute der Uni Mannheim, welche die Untersuchungen durchgeführt haben kommen mir so vor wie die Zeugen Jehovas!

Auszug:

empirische Analyse mit historischen DAX-Daten unterstützt

 

ES ist ganz klar, das die Zeugen Jehovas immer nur Bruchteile aus der Bibel vorgelesen haben und daruaf ihre Argumentation gestützt haben.

Dieser vorgelesene Bruchteil ist wahr und steht in der Bibel, ist aber total aus dem Zusammenhang gerissen !!

 

Hier ist es ähnlich mit den Zeiträumen der Studie.

Ich kann mir nicht 10 Jahre raussuchen und daran rumexperimentieren.

Wenn müstte man alle Dekaden durchrechnen:

1950-1960, 1960-1970, 1970-1980, usw.

und nicht einfach einen Zeitraum nehmen der die besten Ergebnisse liefert, die ich jetzt gebrauchen könnte.

Das ist höchst unwissenschaftlich!!

 

Onassis

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Hubert
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zu Aktiencrash und Onassis:

 

Wenn bei dir nicht immer das Wörtchen "hätte" stehen würde.

Aus heutiger Sicht kann man viel erzählen, was man hätte tun sollen.

 

Wer sagt den, das der Dax nicht weiter gestiegen wäre im Jahre 2000 ?

Wer hätte schon gewußt das der Dax gerade 2003 wieder beginnt zu steigen ?

 

Du kannst aussteigen und gerade in der nächsten Sekunde steigt das Wertpapier wieder, das ist dann Pech.

 

Die Tasache, dass der DAX 2000 gefallen ist hatte seine Ursache in einem Stimmungsumschwung und Liqiditätsengpässen. Das kam ja nicht zufällig und über Nacht. Ich erinnere an einen Beitrag von Sal. Oppenheim in der n-tv-Telebörse, die am 7.2.2000 begründet haben, warum man in den nächsten Wochen aussteigen und absichern muß und erst ab 6.400 im DAX wieder ans Einsteigen denken soll. Millionen konnten es sehen, doch selbst R. Brichta hatte nur milde gelächelt.

Ich erinnere an die Ankündigung eines sich länger hinziehenden "Salamicrashes" durch R. Leuschel.

Ich erinnere an die EW, die im Frühjahr 2000 eine Drehung anzeigten.

Ich erinnere an die nicht mehr voll plazierten Neuemissioen.

Ich erinnere an die wunderschöne S-K-S-Formation bei z.b. Infineon- alles Zeichen, die zum ausstieg im Zeitraum März bis September 2000 mahnten und von den Sehenden ernst genommen wurden. Denn hätten die die Zeichen nicht ernst genommen wären die Kurse nicht zurückgekommen. Ergo: Es haben viele gesehen und gewußt!!

 

Und die Tatsache, dass die Kurse dann gefallen sind ist in konkreten Handlungen von Menschen begründet gewesen - wenn ich gesehen habe, wie die ab März 2000 verkauft haben, dann habe ich es doch auch getan.

 

Ähnlich ist es mit dem März 2003. Da gab es konkrete Anzeichen, dass jetzt der Boden erreicht war und innerhalb von zwei Wochen drehte der Markt. Er drehte, weil plötzlich Millionen ihr Denken geändert hatten und Milliarden investiert wurden.

Wenn die das konnten, dann konten wir das doch auch, oder?

 

Wie gesagt, das Datum und das Kursniveau waren nicht vorhersehbar, aber es war sichtbar in dem Moment, als der Dreh da war.

 

Wenn ich über mögliche Reaktionen anderer schreibe muß ich "hätte" schreiben, den die haben offenabr nicht in 2000 verkauft und 3/2003 wieder gekauft. Deshalb also das "hätte".

 

(Wenn ich schreibe, dass ich verkauft habe, glauben es einige ja sowieso nicht.)

 

Deine Argumente bringen nichts, denn man kann es ganz einfach mathematisch beweisen das der Cost-Average-Effekt existiert. Du bringst einen Text, ohne die genauen Hintergründe zu kennen und berufst dich auch noch darauf, ohne es mittels von Fakten zu belegen. Mal schnell im WWW was rauskopiert.

No Sir, ich denke so seit vielen Jahren.

Wenn aber der CAE mathematisch beweisbar wäre: Bitte tue es! Und schicke es z.B. nach Mannheim...

 

Du investierst 1990 glatte 10.000 Einmalanlage in ein Dax-Zertifikat.

Ich investiere auch 10.000 in ein Dax-Zertifikat aber jedes Jahr lege ich einmal 1000 dazu.

 

Im März 2000 haben wir das ungute Gefühl das der Dax einbricht und wir verkaufen beide unsere Zertifikate. Wer hat nun mehr Rendite von uns beiden erwirtschaftet ?

Na ich! Rechne doch mal nach! Durch deine weiteren Einzahlungen verwässerst du doch die Rendite, da die späteren Einzahlungen nicht mehr so viel erwirtschaften konnten.

Meinst du eingentlich "Rendite" oder vielleicht "Gewinn"? Dein Gewinn ist höher, doch auch dein Aufwand. Also ist die Rendite geringer.

Bei mir wäre die Rendite höher (in %), der Gewinn (in Geld) aber natürlich niedriger.

 

 

 

Es ist doch nur zu dumm von den Studenten, das sie nicht ausgerechnet den Dow Jones von 1960 an bis 2000 analysiert haben. Mit absoluter Sicherheit, wären sie auf ein ganz anderes Ergebnis ihrer "wissenschaftlichen" Arbeit gekommen.

 

a) es schreiben nicht Studenten, sondern offenbar ein Team von Wissenschaftlern

 

B) man kann rechnen wie man will, der CAE bleibt ein Mythos

 

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zu Onassis Geschrieben am: 06.11.2005, 14:22

 

Wenn müstte man alle Dekaden durchrechnen:

1950-1960, 1960-1970, 1970-1980, usw.

und nicht einfach einen Zeitraum nehmen der die besten Ergebnisse liefert, die ich jetzt gebrauchen könnte.

Das ist höchst unwissenschaftlich!!

Das kann ich nicht einschätzen. Doch man muß nichts "durchrechnen". Man muß es "durchdenken" meine ich.

 

 

Wie gesagt, ich habe mit der Studie oder der Uni nichts zu tun, ich lese nur, was mir selbst seit Jahren aufgefallen ist.

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cubanpete
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Sorry, muss mich hier auch noch äussern :)

 

Die Zusammenfassung des Papiers, das den Cost-Average Effekt widerlegen soll, geht von falschen Voraussetzungen aus und ist damit (vermutlich) Makulatur. Vermutlich, weil ich mich ja anmelden und bezahlen müsste um es ganz zu lesen. :shit:

 

Zitat aus der Zusammenfassung:

von zwischenzeitlichen Kursschwankungen profitieren

 

Das verteilte Investieren über einen längeren Zeitraum bringt für die Gesamtheit der Investoren mit sämtlichen Investitionen tatsächlich keinen Mehrwert. Da die Standardabweichung bei Wertpapierinvestitionen aber sehr, sogar extrem gross sein kann, bringt eine Aufteilung mehr "Daten", sprich Trades und damit eine Annäherung an das statistische Mittel.

 

Der Cost-Average Effekt existiert. Er vermindert die Wahrscheinlichket für extrem grosse Gewinne oder Verluste. Ob mit Cost-Average mehr oder weniger verdient oder verloren wird, ist reiner Zufall. Aber schon allein eine Annäherung an den Mittelwert, sprich eine kleinere Standardabweichung, ist für jedes Portfolio positiv und damit existiert und funktioniert der Cost-Average Effekt.

 

Haben wir hier keine Mathematiker oder Statistiker, die das vielleicht noch zu Ende denken könnten und etwas geschickter formulieren können?

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Hubert
Posted

Es ist wohl genauso: Der Effekt exisitert, was die "Glättung" angeht, doch eine höhere Rendite bringt er nicht. Es gibt einen CAE, doch der stimuliert im Grunde nur regelmäßige Einzahlungen und bringt den nur den Anbietern (Banken, KAG´s) schöne regelmäßige Einzahlungen

 

Sicher gibt es Mathematiker, doch wie soll man einer gläubigen Masse beweisen, dass sie einem Mythos aufsitzt?

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Aktiencrash
Posted
Wenn aber der CAE mathematisch beweisbar wäre: Bitte tue es! Und schicke es z.B. nach Mannheim...

Ich habe dir den Beweis doch per Tabelle gegeben !

Aber mit deinem gerede, das ich etwas zu einer Uni schicken müsse, zeigst du doch wieder, das du nur das schreibst was du dort im www gelesen hast.

 

Jetzt zeige doch den Forschungsbericht als nur um den Brei zu reden.

Fakten, Fakten und noch einmal Fakten. Vielleicht soll ich den Forschungsbericht ja selber in der Uni abholen. Ich denke aber das du es sein wirst der hier unseren Denkfehler mit Fakten beweisen sollte als nur diesen 30ig Zeiler aus dem www ins Forum zu stellen.

 

a) es schreiben nicht Studenten, sondern offenbar ein Team von Wissenschaftlern

 

B) man kann rechnen wie man will, der CAE bleibt ein Mythos

 

Zu Punkt A. Ich denke nicht mal das weißt du mit 100 % Sicherheit, darum die Verwendung des Wortes "offenbar".

 

Zu Punkt B. Veröffentliche Fakten als nur immer diesen einen Satz zu zitieren.

 

Willst du etwa bestreiten, das der Cost-Average-Effekt auf mein Beispiel oben nicht zutreffend ist.

 

Doch man muß nichts "durchrechnen". Man muß es "durchdenken" meine ich.
Man sollte immer nachrechnen und ganz besonders nachlesen bevor man alles und jedem Glauben schenkt. Zebras sind ja schließlich noch lange nicht rot-grün gestreift, weil es ein Professor schreibt.

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Aktiencrash
Posted
Es ist wohl genauso: Der Effekt exisitert, was die "Glättung" angeht, doch eine höhere Rendite bringt er nicht. Es gibt einen CAE, doch der stimuliert im Grunde nur regelmäßige Einzahlungen und bringt den nur den Anbietern (Banken, KAG´s) schöne regelmäßige Einzahlungen

 

Sicher gibt es Mathematiker, doch wie soll man einer gläubigen Masse beweisen, dass sie einem Mythos aufsitzt?

Ach jetzt existiert er plötzlich :thumbsup: ! Jetzt geht es plötzlich darum, das er keine höhere Rendite bringt. Du kommst mir vor wie ein König der im Schach steht und noch 2 Felder zur Verfügung hat, um seinen **** zu retten, bevor er Matt ist.

 

Immer verdient einer. Der Staat verdient schon an mich, wenn ich nur arbeiten gehe. Nur das wäre auch kein Grund zu behaupten, arbeiten lohne sich aus diesen Grunde nicht.

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StockJunky
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ich befasse mich nun schon lange mit dem CAE. Die grundlegende Behauptung, der Effekt existiert nicht, ist immer noch falsch, weil er schlicht mathematisch Beweisbar ist. Er glättet die Kurse. Das ist wohl der Kern des Effektes und nicht bestreitbar.

 

Die Frage ist nun nur noch, wie man diesen Effekt für sich zu nutzen weiß.

 

Entweder man nutzt ihn, indem man gegenüber einer Einmalanlage die Investition über mehrere Zeitpunkte streut, um das Risiko eines zu hohen Kaufkurses zu senken oder die Chance auf niedrigere Kaufkurse zu erhalten.

 

Oder man nutzt ihn als positives Beiwerk beim Investementsparen, um langfristig am grundlegenden Aufwärtstrend an der Börse zu partizipieren und sich über einen langen Zeitraum sein Vermögen aufzubauen.

 

Damit ist also im Endeffekt jede Diskussion sinnlos. Der EFFEKT, dass sich der durchschnittliche Kaufpreis an den Kursverlauf annähert, bleibt bei allen Betrachtungen bestehen. Nun gilt es nur, diesen EFFEKT für seine STRATEGIE sinnvoll zu nutzen. :)

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Hubert
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Yes, StockJunky, so sei es!

Es gibt den CAE, doch der ihm zugesprochene Effekt einer Renditeerhöhung ist nicht beweisbar. Ich meine, es ging in dieser Diskussion um den angeblich renditeerhöhenden Effekt des CAE. Der Glättungseffekt ist unbestritten.

 

Und nun sollten wir alle die Zeit nutzen, nach wirklich effektiven Wegen zur Gewinnmaximierung zu suchen, oder? Schritt eins: Die technische Analyse - schauen wir also lieber, was DENKER und andere dazu schreiben...

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StockJunky
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hubert, du solltest nicht von einem Extrem ins andere verfallen. Genauso wenig wie der CAE das Allheilmittel ist, ist es auch die Chartanalyse nicht. :)

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Hubert
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... ich schrieb: Schritt EINS sei die Technische Analyse. Und das ist wohl unbestritten, oder?

Alles andere ist Kaffeesatzleserei - wiewohl auch die Technische Analyse über weite Strecken zu einem Mythos geworden ist, denn die oft genannten Kurszielprognosen und die Linengestaltung sind m.E. subjektiv begründet und jeder kann sie gern für sich als Hilfsmittel verwenden, das er versteht und zu interpretieren weiß. Doch damit an die Öffentlichkeit gehen und Prognosen abgeben, das ist schon oft gewagt und im Rückblich wenig hilfreich.

 

Und wieso soll das ein Wechsel der Extreme sein? Ich bin Technischer Analyst und als solcher naturgemäß z.B. dem sog. renditeerhöhendem Effekt des CAE kritisch bis negativ gegenüberstehend. OK?

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StockJunky
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ich bezog den Wechsel der Extreme eher allgemein von der "CAE hilft für alles" zur "Chartanalyse hilft für alles" Einstellung. Dass du noch nie auf der Seite des CAE gestanden hast, ist mir schon hinreichend bekannt :D

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Hubert
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...nun die TA löst keineswegs alles, doch es scheint mir der praktische Weg, nachdem die fundamentalen Weichen gestellt worden sind.

Die Fundamentalanalyse für die Eingrenzung des Universums, die auswahl der Titel;die TA dann für das Timing.

 

Zum CAE: Ich war früher schon mal von dem Effekt des CAE überzeugt. Später habe ich nicht feste Beträge, sondern immer die gleiche Anteilszahl investiert, das schien mir sinnvoller: Im Tal wird mehr investiert als am und auf dem Berg.

Vielleicht ist letzteres der bessere Weg? Ich habe keinen Beweis zur Hand, doch vielleicht hat mal jemand Langeweile und rechnet es nach?

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Onassis
Posted · Edited by Onassis

im Buch "Aktien: Spekulieren auf Baisse" ist genau dieser Fall nachgerechnet worden.

Was ist besser: regelmäßig gleiche Anzahl Anteile oder regelmäßig gleicher Betrag.

Der Autor hat ausgerechnet, das der regemäßige Betrag eine höhere Rendite bringt als die gleiche Anzahl von Anteilen.

 

Anlagebetrag von 3.000 EUR auf 12 Monate verteilt:

Bei gleicher Stückzahl: durchschnittlicher Kaufkurs 50 EUR

Bei gleichem Betrag: durchschnittlicher Kaufpreis: 48,76

 

Onassis

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Hubert
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Auch wenn es in einem Buch gedruckt wurde muß es nicht richtig sein: Es hat wohl für das eine Beispiel des Autors gestimmt.

 

Bei mir stimmt es nicht. So habe ich nun doch einen Fonds mit 3000 EUR in 12 Monaten durchgerechnet: Der Kauf der gleichen Anzahl von Anteilen brachte hier jedoch 1,4 % MEHR. Sicher Zufall, es hätte auch anders sein können.

 

Ich glaube, das hängt einfach vom Zufall ab und kann nicht verallgemeinert werden.

 

PIONEER hatte übrigens bis vor ca. 10 Jahren als Sparalternative den Kauf gleicher Anteile angeboten, es machte ihnen aber mehr Arbeit und ist unpraktikabel, denn der Kunde überweist beim Sparen immer gleiche Beträge.

 

Also, es ist entweder egal oder unerheblich wie man es macht, der Zufall spielt eine Rolle und es ist wenig praktikabel - also vergesse ich es!

 

Es ist sinnvoller, über die Wellennatur von menschlichen Anlageentscheidungen nachzudenken und in diesen Mustern zu investieren.

 

Ende and out!

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Romsdalen
Posted · Edited by Romsdalen
Wissenschaftlich bearbeitet wurde das Ding z.B. hier:

 

Albrecht, P.; Dus, I.; Maurer, R.; Ruckpaul, U.:

Cost Average-Effekt: Fakt oder Mythos?

Lehrstuhl für ABWL, Risikotheorie und Portfolio Management, Mannheimer Manuskript (erschienen in: AbsolventUM e.V. und Universität Mannheim (Hrsg.): 2. Mannheimer Alumni-Tag, Mannheim 2003, S. 197 - 211), Nr. 140, 2002

 

Es reicht, wenn du dort die Zusammenfassung liest: Der CAE ist ein Mythos.

ähm.. mich würde mal interessieren ob es diese theorie irgendwo in den weiten des inets nachzulesen gibt...

 

ansonsten denke ich, dass hier das eine doer andere durcheinander geworden wird.

punkt eins:

ich bitte euch, den cae gibt es selbstverständlich. diesen effekt habe ich doch jedes mal wenn ich bei einem kurs, der nach oben und/oder unten schwankt regelmässig gleichbleibende summen investiere.da brauchts auch keine höhere mathematik, um zu beweisen, dass ich am ende eben einen druchschnittskurs rausbekomme...

punkt zwei:

...baut eigentlich auf punkt 1 auf. wenn wir usn nicht mehr darüber unterhalten müssen, ob es einen cae gibt oder nicht, dann ist doch der springende punktob er etwas bringt im vergleich zu anderen strategien.

wenn man auch hier unterstellt, dass es nahezu unmöglich ist mit seinen käufen und verkäufen den jeweiligen höchst- oder tiefststand zu treffen liegen wir doch höchstens näherungsweise an den perfekten kauf- oder verkaufkursen.

punkt drei:

selbstverständlich hat der cae den haken, dass er nur bei langfristig steigenden oder oder zumindest gleichbleibenden kursen mit schwächephasen erfolgversprechend ist.

ABER hier hat das einzelinvest den nachteil dass NUR steigende kurse erfolgvrsprechend sind (logisch, oder?). bei gleichbleibenden kursen mit ausschlägen nach unten bringt mir ein einzelinvest rein gar nix (ausser ich investiere in den schwächephasen nach, aber dann hab ich ja eh eine art cae...)

 

also, lange rede kurzer sinn:

der cae ist eine methode die hauptsächlich für langfristig steigende kurse in betracht kommt und auch noch den charme hat, sich nicht tändig ums portfolio kümmern zu müssen (solche menschen solls ja auch geben...). ob der cae besser oder schlechter ist als eine timingstrategie hängt vom fingerspitzengefühl des investors ab. allerdings mindert man mit dem cae das risiko von kursverlusten, begrenzt allerdings auch das potential für kursgewinne (weil man eben immer einen durchschnittskurs hat)

 

ach ja, und noch was zu den ganzen beisipelen, die hier angeführt werden: ich bin mir sicher, ich finde auf die schnelle jeweils 10 beispielsaktien und beispielszeiträume, die zu jeder einzelnen strategie passen und die jeweils anderen in einem schlechten licht erscheinen lassen. aber da sich solche betrachtungen imme erst über die vergangenheit erstellen lassen, bringt sowas natürlich erst einmal gar nix (hinterher ist man eh schlauer). also muss sich jeder einzelne für oder gegen folgende punkte entscheiden:

grosses kurspotential mit hohen risiken und einem grossen manuellen aufwand

begrenztes kurspotential mit begrenzten risiken mit wenig aufwand und evtl. erhöhten gebühren

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Onassis
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nicht schlecht Romsdalen!

Dafür das es erst dein zweiter Beitrag ist hast du gut losgelegt. :thumbsup:

Im großen Ganzen hast du es sehr gut getroffen. Stimme Dir voll zu.

 

Onassis

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Romsdalen
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nicht schlecht Romsdalen!

Dafür das es erst dein zweiter Beitrag ist hast du gut losgelegt. :thumbsup:

Im großen Ganzen hast du es sehr gut getroffen. Stimme Dir voll zu.

 

Onassis

danke für die blumen... allerdings bin ich nur hier im forum neu... mit geldanlagen an sich ebschäftige ich mich schon seit 10 jahren. ich hab also schon das eine oder andere hoch/tief mitgemacht

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StockJunky
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romsdalen: grundsätzlich bin ich mit dir vollkommen einer Meinung :thumbsup:

 

Dennoch:

 

Ich denke das gerade im Bereich der Musiksparte bei Vivendi Universal noch viel Nachholpotential besteht, da die Musikbranche in letzter Zeit arg gebeutelt wurde. Das dürfte der Vergangenheit angehören, denn der Online-Musikmarkt boomt.

 

Möchte nur nochmal darauf hinweisen, dass der CAE in keinem Fall eine Strategie ist, sondern höchstens ein Effekt, den man in seiner Strategie für sich nutzen kann!

 

ABER hier hat das einzelinvest den nachteil dass NUR steigende kurse erfolgvrsprechend sind (logisch, oder?). bei gleichbleibenden kursen mit ausschlägen nach unten bringt mir ein einzelinvest rein gar nix (ausser ich investiere in den schwächephasen nach, aber dann hab ich ja eh eine art cae...)

 

Theoretisch könnte man auch von langfristigen Abwärtsphasen profitieren, wenn man mit Puts arbeitet ;) Aber das ist jetzt Krümelkackerei ;)

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Onassis
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endlich Hubert!

 

Jetzt kann es sich jeder mal durchlesen. Sehr interessant. Bin gerade beim "harmonischen Mittel".

 

Onassis

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Onassis
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... es ist nicht das Material, das ich weiter oben meinte. Vielleicht ist dieses noch aussagefähiger:

 

http://www.tu-chemnitz.de/mathematik/inver...costaverage.pdf

das ist eine lustige Diskussion:

Auszug aus dem Universitätsbericht:

Die Untersuchung erbrachte folgende Ergebnisse:

Wenn der mittlere zu erwartende Assetertrag μ über der Rendite des sicheren Assets r liegt,

dann ist für risikoneutrale Investoren die Anlage mit früheren Einzahlungen stets vorteilhafter. Sparpläne nach dem Cost Average Prinzip sind

damit keine überlegenen Anlageformen. Der Investor muß immer versuchen, so früh wie möglich zu investieren; ein regelmäßiger Sparplan liefert

stets ein niedrigeres mittleres Endvermögen als die Einmalanlage. Bezieht man Risikoaspekte mit ein, ergibt sich, daß bei den betrachteten sehr langen Anlagezeiträumen von 40 Jahren sowohl die Standardabweichung

des Endvermögens als auch die Werte der betrachteten Ausfallrisikomaße (die die Gefahr des Unterschreitens eines vorgegebenen

Endvermögens bewerten) mit zunehmender Investitionsfrequenz bis hin zur kontinuierlichen Anlage gegenüber der Einmalanlage drastisch vermindert

werden können. Insofern kannWerbung mit dem Cost Average Prinzip berechtigt sein: wer nach dem Cost Average Prinzip spart und seine Investitionen

zeitlich streckt, verzichtet zwar auf Ertrag, wird aber mit einer Risikominderung belohnt.

 

Hier werden dann zwei Seiten der Medaille aufgezeigt.

Die Unterschiede sind dann nur durch das entsprechende, persönliche Risiko begründet.

Also greift bei dem einem der CAE, beim anderen (der risikoneutral ist) nicht.

 

Onassis

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