Hellas-Desaster

2.464 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Den Link zum Rating habe ich ja ohne eigene Wertung aufgeführt. Meines Erachtens wären griechische Anleihen auch mit Investment Grade - Rating sehr riskant. Wer sich Anleihen von Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien kauft, sollte sich des Risikos bewusst sein. Auch sollte man sich die Frage stellen, ob die Rendite angesichts dieses Risikos überhaupt angemessen ist. Ganz zu schweigen davon, dass eine erneute Staatsschuldenkrise jede Renditeprognose vom derzeitigen Stand aus über den Haufen schmeißen würde. 

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vor 4 Minuten schrieb Schildkröte:

Den Link zum Rating habe ich ja ohne eigene Wertung aufgeführt. Meines Erachtens wären griechische Anleihen auch mit Investment Grade - Rating sehr riskant. Wer sich Anleihen von Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien kauft, sollte sich des Risikos bewusst sein. Auch sollte man sich die Frage stellen, ob die Rendite angesichts dieses Risikos überhaupt angemessen ist. Ganz zu schweigen davon, dass eine erneute Staatsschuldenkrise jede Renditeprognose vom derzeitigen Stand aus über den Haufen schmeißen würde. 

 

Eine pauschalierende Aussage, die man so nicht stehen lassen darf. Es gibt sehr wohl deutliche Unterschiede zwischen

  1. griechischen Anleihen nach britischem Recht,
  2. griechischen Anleihen nach griechischem Recht,
  3. italienischen Dekretanleihen.

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vor 24 Minuten schrieb Schildkröte:

Den Link zum Rating habe ich ja ohne eigene Wertung aufgeführt. Meines Erachtens wären griechische Anleihen auch mit Investment Grade - Rating sehr riskant. Wer sich Anleihen von Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien kauft, sollte sich des Risikos bewusst sein. Auch sollte man sich die Frage stellen, ob die Rendite angesichts dieses Risikos überhaupt angemessen ist. Ganz zu schweigen davon, dass eine erneute Staatsschuldenkrise jede Renditeprognose vom derzeitigen Stand aus über den Haufen schmeißen würde. 

Man sollte sich als Anleger also des Risikos bewusst sein?

Auch sollte man also prüfen, ob die erwartete Rendite in einem angemessenen Verhältnis zum Risiko steht?

Und schließlich sollte man bedenken, dass die Zukunft ungewiss ist und unerwartete Ereignisse eintreten können?

 

Danke für die hilfreichen Hinweise!:rolleyes:

 

Und natürlich kannst Du das Risiko besser beurteilen als die doofen Rating-Agenturen. Geschenkt!  

 

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Internationales Recht , Britisches Recht sind meiner Meinung nach durchaus mögliche Vorteile , hat Ramstein ja schon angeführt .

 

Griechenland hat ja gezeigt , wie einfach man nach Griechischem Recht verfahren kann , nachtäglich hat man Collective Action Clauses eingeführt , wäre bei Anleihen mit internationalem Recht so nicht möglich .

 

Dennoch , wenn es zu Zahlungsausfällen kommt , hat man nicht mehr Möglichkeiten als bei Emerging Markets , Schwellenländer emittieren Bonds fast ausschließlich nach internationalem Recht und eben in Fremdwährung , fühlt man sich deswegen besser ?

Nein , aber man kann mehr Rendite erzielen .

 

Beim worst case , wenn der Fall vor Gericht auftritt , dann mögen der Gerichtsstandort und die Klagemöglichkeit im eigenen Land von Vorteil sein , dennoch wird jeder holder merken , dass ein Leben für so eine Auseinandersetzung nicht reicht , insofern unterlasse ich Investitionen in den genannten Ländern Griechenland und Italien , aber das soll jeder so entscheiden , wie er es befindet .

 

So , jetzt bin ich mal gespannt , wie Schwachzocker kommentiert ;)

 

 

 

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vor 9 Minuten schrieb pecunia magna:

...

So , jetzt bin ich mal gespannt , wie Schwachzocker kommentiert ;)

:thumbsup:

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vor 20 Stunden schrieb Schwachzocker:

Man sollte sich als Anleger also des Risikos bewusst sein?

Auch sollte man also prüfen, ob die erwartete Rendite in einem angemessenen Verhältnis zum Risiko steht?

Und schließlich sollte man bedenken, dass die Zukunft ungewiss ist und unerwartete Ereignisse eintreten können?

 

Danke für die hilfreichen Hinweise!:rolleyes:

 

Und natürlich kannst Du das Risiko besser beurteilen als die doofen Rating-Agenturen. Geschenkt!  

 

Die Zinsen der Anleihen für diese Länder sind durch EZB stark manipuliert. Es sagt keiner, dass man nicht das Risiko u.a. anhand der Rating-Agenturen prüfen soll.

Nur wenn am Ende zinsloses Risiko rauskommt, wäre es vielleicht für Privatanleger besser sein Geld doch wo anders zu parken.

 

 

 

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vor 19 Minuten schrieb hund555:

Die Zinsen der Anleihen für diese Länder sind durch EZB stark manipuliert

...

Nur wenn am Ende zinsloses Risiko rauskommt, wäre es vielleicht für Privatanleger besser sein Geld doch wo anders zu parken.

Vorsicht! Andere Anlagen sind auch durch die EZB manipuliert.

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vor einer Stunde schrieb Schwachzocker:

Vorsicht! Andere Anlagen sind auch durch die EZB manipuliert.

Aber nicht so stark wie diese Anleihen. Diese Anleihen werden bewusst manipuliert.

Kann man schön an KGV von heute und früher (vor Ankäufen) sehen.

 

 

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vor 1 Stunde schrieb hund555:

Aber nicht so stark wie diese Anleihen. Diese Anleihen werden bewusst manipuliert.

Ja, ist schon klar! Schließlich ist da ein Italiener am Werk. 

Aber dazu haben wir schließlich das WPF. Hier gibt es wenigstens informierte Mitglieder, die nicht auf diese Manipulation hereinfallen und andere davor warnen. :thumbsup:

 

Aber dem Vernehmen nach soll die Manipulation ja nun zurückgefahren werden, um dann ganz zu enden. Was ist denn von dieser Ankündigung zu halten? Hat man eventuell nur die Absicht, uns hinters Licht zu führen, um dann doch heimlich weiter zu manipulieren?

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Zitat

Die Bundesregierung hat das Ausmaß der Schuldenerleichterungen für Griechenland erstmals öffentlich quantifiziert. ... Mehrere schuldenerleichternde Maßnahmen wurden von der Eurogruppe Ende Juni beschlossen, darunter die Verlängerung von Krediten um zehn Jahre auf eine durchschnittliche Laufzeit von 42,5 Jahren und die Stundung von Zinsen und Tilgungszahlungen bis 2032/2033. ... „Das Volumen der zusätzlichen Zinsstundung über zehn Jahre ist abhängig von der tatsächlichen Zinsentwicklung und wird vom BMF derzeit in einer Größenordnung von rund 34 Milliarden Euro geschätzt“, heißt es nun in einer Antwort des Bundesfinanzministeriums (BMF) auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Otto Fricke. ... Die gestundeten Zinsen müssten nach 2033 von Griechenland zurückgezahlt werden, fügt das Finanzministerium hinzu.

Hier der vollständige FAZ-Artikel.

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Das hoch verschuldete Griechenland hat seine letzte Hilfstranche in Höhe von 15 Milliarden Euro erhalten. ... Mit der letzten Auszahlung verfügt Griechenland dem ESM zufolge über einen Kapitalpuffer in Höhe von rund 24 Milliarden Euro. Damit könnte das Land sich im äußersten Fall etwa 22 Monate über Wasser halten.

Hier der vollständige FAZ-Artikel.

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Greece to lose access to cheapest ECB cash

 

Zitat

FRANKFURT (Reuters) - The European Central Bank will restrict Greek banks' access to its cheapest funding operations from Aug 21, it said on Friday, a move that could increase costs for lenders but may still help shore up confidence in Europe's weakest economy.

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Fitch erhöht Griechenland auf BB- (B) - Ausblick stabil
 

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Ratingagentur Fitch hat die Bonitätsnote für Griechenland auf "BB-" von "B" hochgestuft. Fitch würdigt damit die Einigung zwischen Griechenland und den Gläubigern vom Juni. Die Analysten sind der Meinung, dass die vereinbarten Maßnahmen die Tragfähigkeit der griechischen Staatsschulden verbessern. Diese Tragfähigkeit stütze sich auch auf die Serie von Primärüberschüssen, die Erwartung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums, weitere finanzpolitische Maßnahmen, die bis 2020 in Kraft treten dürften, und geringere politische Risiken. Mit der Hochstufung Griechenlands folgt Fitch dem Beispiel von Standard & Poor's, die Griechenland schon kurz nach der Einigung auf "B+" hochgestuft hatte.

 

Die Fitch-Analysten stuften am Freitagabend überdies Andorra hoch auf "BBB+" von "BBB" mit stabilem Ausblick. Sie trugen damit dem Umstand Rechung, dass sich der Anteil der Staatsverschuldung erstmals seit 2001 auf unter 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verringert hat.

Fitch bestätigte am Freitagabend ferner das Rating "A-" mit stabilem Ausblick für Slowenien. Ferner hob die Ratingagentur den Ausblick für Litauen auf "positiv" von "stabil" an und bestätigte das litauische Rating "A-".

 

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/cln

 

(END) Dow Jones Newswires

 

August 10, 2018 16:50 ET (20:50 GMT)

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Zitat

Griechenland braucht in diesem Jahr für die Refinanzierung fälliger Anleihen und die Tilgung von Krediten des Internationalen Währungsfonds (IWF) 11,74 Milliarden Euro. Das Geld ist vorhanden – und dennoch steckt Athen in einem Dilemma. Finanzminister Tsakalotos hat aus der letzten Rate der Hilfskredite und eigenen Ersparnissen einen Liquiditätspuffer von 26,5 Milliarden Euro aufgebaut. Die Rücklage deckt den Refinanzierungsbedarf für die nächsten 22 Monate.

...

Tatsächlich kann Griechenland schon sehr bald wieder in eine finanzielle Notlage geraten. Denn in Athen tickt eine Zeitbombe: Hunderttausende Pensionäre haben in den vergangenen Monaten die Gerichte angerufen, weil sie die in der Krise beschlossenen Rentenkürzungen für verfassungswidrig halten – und recht bekommen. Mit wachsender Nervosität wartet die Regierung jetzt auf die letztinstanzliche Entscheidung des Staatsrats, des obersten Verwaltungsgerichts. Bestätigt es die Ansprüche der Rentner, könnten sich die Kosten für den Staat auf bis zu 15 Milliarden Euro belaufen

 

Hier der vollständige Artikel vom Handelsblatt, welcher verschiedene mögliche Szenarien für Griechenland´s Rückkehr an den Kapitalmarkt durchspielt.

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