Chemstudent

Kaffee / Coffee

49 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Das Genussmittel wird an der Börse in Form von Kaffeebohnen gehandelt. Die beiden wichtigsten Sorten heißen Arabica und Robusta. Arabica wird in tropischen Ländern wie Brasilien angebaut, Robusta vor allem in Westafrika, Indonesien und Indien. Die USA, Deutschland, Frankreich, Italien und Japan sind die Länder mit dem höchsten Kaffeeverbrauch.

 

Der NYBOT Coffee Future bezieht sich auf den Arabica-Kaffee, wobei die Preisfeststellung in US-Cent pro englischem Pfund (lbs.) erfolgt

 

Handelsplatz für Kaffee-Futures ist die ICE (Arabica) sowie die NYMEX (Arabica) und die Liffe (Robusta)

 

Handelbare ETCs auf Kaffee.

 

Hier könnt ihr über Kaffee ausgiebig diskutieren.

 

Saisonaler Chart:

 

COFFEE.GIF

 

Continuous Contract (Arabica, NYMEX):

post-8776-1274692467,64.txt

 

Die Forward-Kurve für Robusta (ICE) findet man hier.

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Geschrieben

Moin trader!

jo ich noch mal. Auch bei Kaffee glaube ich an steigende futurepreise.

die saisonalität spricht allerdings erst ab ende juni und juli dafür.

auch die Commercials sind wohl bald wieder long.

was sagt ihr ? noch warten ?

freue mich auf euer wort. Liebe Grüsse

ARTIST

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von Dagobert

Hedge-Fonds erleiden Koffeinschock

 

Zitat: Spekulanten verdienten mit Kaffeewetten jahrelang gutes Geld. Jetzt erlitten sie wohl Millionenverluste, weil sie den Markt falsch einschätzten. Wegen der Turbulenzen könnte sich Kaffee in den kommenden Tagen stark verteuern.

 

Moin Zocker, jo hier ist Eure Chance (Geheimtip sozusagen). Der 27W RSL für Kaffee hat letzte Woche leicht zugelegt.

 

Wer traut sich?

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Geschrieben · bearbeitet von vanity

... Wer traut sich?

Wir bauen das im WM-Depot ein, wenn Kamerun und die Elfenbeinküste sich ordentlich anstellen. Was empfiehlt sich da als Vehikel? A0KRJT (aus der Liste von oben), oder gibt es was Besseres (es sollte schon Arabica sein)?

 

Ups: Ich lese gerade oben, dass in Westafrika Robusta angebaut wird.

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Geschrieben

.... Was empfiehlt sich da als Vehikel? A0KRJT (aus der Liste von oben), oder gibt es was Besseres (es sollte schon Arabica sein)?

Ihr seid mir schöne Freunde! Kein Wunder, dass das Rohstoffforum so spärlich besucht ist, wenn hier schon einfachste Fragen böswillig unbeantwortet bleiben.

 

Na gut, dann eben keinen Kaffee, wir können genauso gut Kaba nehmen. :thumbsup:

 

So wörtlich war das

 

 

nicht zu nehmen. Und tschüss ...

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Have a coffee....

 

Sitze gerade im Starbucks am Odeonsplatz in München...Grüsse an Toni, das wäre mal eine Stadt für ein WPF-Treffen... :)

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Geschrieben

Ihr seid mir schöne Freunde! Kein Wunder, dass das Rohstoffforum so spärlich besucht ist, wenn hier schon einfachste Fragen böswillig unbeantwortet bleiben.

Du bist aber ungeduldig. ;)

 

Ob du nun DE000A0KRJT2 oder XS0417184040 nimmst sollte egal sind, bilden beide Arabica ab. :)

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Geschrieben · bearbeitet von chartprofi

Na hier wurde ja schon ewig nichts mehr geschrieben ... das gibt es ja garnicht ... der Kaffee-Trend geht an diesem Forum offensichtlich komplett vorbei ... ich bin schockiert .... dabei kann doch jeder normale mensch beim einkaufen erkennen, dass der kaffee im supermarkt immer billiger wird ...

 

Der Kaffee ist weiterhin auf Talfahrt und erobert ein neues Tief nach dem anderen ... wer hier nicht geshortet hat, der ist selbst schuld ... seit 2011 kann sich hier jeder eine goldene Nase verdienen

post-40-0-24452900-1383235896_thumb.png

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Geschrieben

Ist der Post ironisch gemeint?

 

 

Falls nicht: ich bekenne mich, ich bin schuldig, ich hab an dem Preisverfall nicht profitiert. Wie hast du profitiert? Direkt an der Warenterminbörsen geshortet? An welcher? Wie war die Rollstrategie? War die Forwardkurve die meiste Zeit (wie jetzt) im Contango oder in Backwardation?

Oder hast du über Zertifikate auf fallende Preise gesetzt? Wenn ja auf was genau? Auf Arabica oder Robusta?

Nach welchen Kriterien bist du die Shortposition eingegangen? Fundamental wegen Angebotsüberhang? Bei den jetzt herschenden niedrigen Preisen sollte dieser langsam abgebaut werden oder?

Oder bist du (wie dein Name andeutet) Chart gläubig ?

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Geschrieben

Ist der Post ironisch gemeint?

 

 

Falls nicht: ich bekenne mich, ich bin schuldig, ich hab an dem Preisverfall nicht profitiert. Wie hast du profitiert? Direkt an der Warenterminbörsen geshortet? An welcher? Wie war die Rollstrategie? War die Forwardkurve die meiste Zeit (wie jetzt) im Contango oder in Backwardation?

Oder hast du über Zertifikate auf fallende Preise gesetzt? Wenn ja auf was genau? Auf Arabica oder Robusta?

Nach welchen Kriterien bist du die Shortposition eingegangen? Fundamental wegen Angebotsüberhang? Bei den jetzt herschenden niedrigen Preisen sollte dieser langsam abgebaut werden oder?

Oder bist du (wie dein Name andeutet) Chart gläubig ?

 

Nein, der Beitrag war nicht ironisch gemeint.

 

Ja ich bin investiert.

 

Nein, ich bin nicht am futuresmarkt

Das Rollen geht automatisch

Wie gesagt ... wenn der Kaffeepreis im Supermarkt fällt, dann werde ich hellhörig ... das war bei uns im Großhandel Anfang 2012 der Fall ... auch der Chart hat mir geholfen

Seit 2008 gibt es diesen ETC mit der WKN A0V9XU und der ISIN DE000A0V9XU0 und der geht short.

 

Es wird GEld verdient, wenn der Dow Jones Coffee Index fällt ... dieser Coffee-Index spiegelt den Coffee-Future ... ist also nicht so kompliziert

 

Ich bin noch short investiert ... aber langsam wird es mulmig

 

Dass es langsam mulmig wird wollte ich eigentlich schreiben :)

 

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Geschrieben

Nein, ich bin nicht am futuresmarkt

Das Rollen geht automatisch

Wie gesagt ... wenn der Kaffeepreis im Supermarkt fällt, dann werde ich hellhörig ... das war bei uns im Großhandel Anfang 2012 der Fall ... auch der Chart hat mir geholfen

Seit 2008 gibt es diesen ETC mit der WKN A0V9XU und der ISIN DE000A0V9XU0 und der geht short.

 

Es wird GEld verdient, wenn der Dow Jones Coffee Index fällt ... dieser Coffee-Index spiegelt den Coffee-Future ... ist also nicht so kompliziert

 

 

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort.

Ich bin allerdings nicht so sicher, ob das ganze nicht ein wenig komplizierter ist ;) Coffee Index spiegelt den Coffee Future.....

Welchen ? Den jeweils nächst fälligen? Meine Fragen zum Rollen bezogen sich darauf, dass es bei vielen Rohstoffprodukten/ Zertifikaten die Futurekurve einen ziemlich großen Einfluss auf die Erträge/Performance der Zertifikate hat.

Glückwunsch zum erfolgreichen Trade!!

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Danke für die schnelle und ausführliche Antwort.

Ich bin allerdings nicht so sicher, ob das ganze nicht ein wenig komplizierter ist ;) Coffee Index spiegelt den Coffee Future.....

Welchen ? Den jeweils nächst fälligen? Meine Fragen zum Rollen bezogen sich darauf, dass es bei vielen Rohstoffprodukten/ Zertifikaten die Futurekurve einen ziemlich großen Einfluss auf die Erträge/Performance der Zertifikate hat.

Glückwunsch zum erfolgreichen Trade!!

 

es ist immer der nächste future und dann wird gerollt ... ist ja am sinnvollsten

hier steht es genauer http://de.wikipedia.org/wiki/Dow_Jones-UBS_Commodity_Index

 

ich weiß nicht genau was du mit dem einfluss auf die performance meinst ... wahrscheinlich das contango bei einem länger laufenden future ... ich hab keine Ahnung wie das eingerechnet / angeglichen wird ... evtl steht es hier http://www.djindexes.com/commodity/?go=literature

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Geschrieben

Eingerechnet bei Contango / Backwardation wird da gar nichts, das ergibt sich schlichtweg durch den reinen Rollvorgang und ist unabhängig von der Art des Investments. ;)

Bei short gilt natürlich, dass Contango "gut" ist, und Backwardation "schlecht", will heißen, das short Investment steigt (fällt) bspw. auch bei Kursanstiegen (Kursverlusten) des Spot-Preis, sofern der Kursanstieg (Kursverlust) nicht den Contango (Backwardation) überkompensiert. (Der Total Return long Index fällt (steigt) dann, der Short Index steigt (fällt) dann)

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Geschrieben

Eingerechnet bei Contango / Backwardation wird da gar nichts, das ergibt sich schlichtweg durch den reinen Rollvorgang und ist unabhängig von der Art des Investments. ;)

Bei short gilt natürlich, dass Contango "gut" ist, und Backwardation "schlecht", will heißen, das short Investment steigt (fällt) bspw. auch bei Kursanstiegen (Kursverlusten) des Spot-Preis, sofern der Kursanstieg (Kursverlust) nicht den Contango (Backwardation) überkompensiert. (Der Total Return long Index fällt (steigt) dann, der Short Index steigt (fällt) dann)

 

Ich hab mich nie genau mit contango und backwardation auseinandergesetzt ... ich weiß nur, dass es etwas mit lagerkosten zu tun hat ... deshalt ist ein länger laufender future meist teurer, als ein bald endender Future

 

Da ich mich an den Dow-Jones-Commoditie-Index halte, kann ich das rechnen ja den Profis überlassen ... das gute ist, dass man einen langfristigen Chart hat

 

:news: News von heute ... ALDI Nord senkt die Preise von Kaffee und Kaffeee-Pads um 20 cent :)

http://www.sueddeutsche.de/news/service/handel-auch-aldi-nord-senkt-kaffeepreise-1523160

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Geschrieben

http://www.handelsbl...ll/9092414.html

 

Rein Chart-technisch betrachtet sieht Kaffee momentan ja sehr verlockend aus

post-25556-0-32451000-1385198202_thumb.png

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Geschrieben · bearbeitet von chartprofi

Charttechnisch ist der Bodenwahrscheinlich noch nicht erreicht ... für mich sieht es wie eine Konsolidierung in einem aktiven Abwärtstrend aus

 

ich bin weiterhin short investiert und gehe von weiter fallenden Kursen aus

 

allerdings ist Vorsicht geboten ... die Bauern produzieren teurer als sie die Produktion verkaufen können. Das wird zwangsläufig zu einer Marktbereinigung und damit auch zu steigenden Preisen führen.

 

Eine ständige Beobachtung ist beim Kaffee derzeit Pflicht.

 

post-40-0-75721000-1386666415_thumb.jpg

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Geschrieben

allerdings ist Vorsicht geboten ... die Bauern produzieren teurer als sie die Produktion verkaufen können.

Könntest du das etwas näher ausführen? Wer sind "die Bauern"? Alle? Oder nur einige, die bei zu hohen Preisen eingestiegen sind?

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Geschrieben

allerdings ist Vorsicht geboten ... die Bauern produzieren teurer als sie die Produktion verkaufen können.

Könntest du das etwas näher ausführen? Wer sind "die Bauern"? Alle? Oder nur einige, die bei zu hohen Preisen eingestiegen sind?

 

Ich meine die Plantagenbesitzer / Rohkaffeeerzeuger

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Geschrieben

Ja, das ist mir schon klar. :) Was ich meinte war vielmehr, wieviele von denen produzieren mittlerweile mit Verlust (in Prozent o.ä.)? Bzw. was ist deine Quelle zu dieser Aussage?

 

Beim Gold haben wir ja eine ähnliche Situation, da produzieren einige (unrentable) Minen ja auch über Spotpreis, der Großteil aber noch darunter. Die Lage ist also noch nicht so dramatisch, dass wir uns auf ein breites Minensterben oder alternativ ein Ende des Abwärtstrends einstellen müssen. Kann ja sein, das es bei Kaffee gerade ähnlich ist.

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Geschrieben · bearbeitet von chartprofi

Ja, das ist mir schon klar. :) Was ich meinte war vielmehr, wieviele von denen produzieren mittlerweile mit Verlust (in Prozent o.ä.)? Bzw. was ist deine Quelle zu dieser Aussage?

 

Beim Gold haben wir ja eine ähnliche Situation, da produzieren einige (unrentable) Minen ja auch über Spotpreis, der Großteil aber noch darunter. Die Lage ist also noch nicht so dramatisch, dass wir uns auf ein breites Minensterben oder alternativ ein Ende des Abwärtstrends einstellen müssen. Kann ja sein, das es bei Kaffee gerade ähnlich ist.

 

weiß nicht mehr woher ich das habe und ich bin ja auch nicht ausgestiegen ... aber je weiter der Preis fällt, wovon ich noch ausgehe ... umso mehr bauern kommen in Bedrängnis und das dürfte über kurz oder lang zur marktbereinigung führen

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Geschrieben · bearbeitet von ImperatoM

Auch ich beobachte den Kaffeepreis sehr aufmerksam. Man sehe sich diesen Chart an:

http://www.finanzen.net/etc/Coffee/ETFS_preischart@inChartZeit_120

 

Auch als Charttechniker muss man sich langsam fragen: Kann der Preis endlos bergab gehen? Muss er nicht früher oder später mindestens so hoch liegen wie die Kosten des Anbaus? Man sollte nicht vergessen, einen Bezug zu den realen Rohstoffmärkten (also Bauern und Röstereien) zu behalten.

 

Für mich muss sehr bald das Ende des Preisverfalls erreicht sein. Nach dem Preisverfall werden einige Investitionen in Kaffeeplantagen auf Eis gelegt worden sein, einige Produzenten werden aufgegeben haben. Ob jetzt schon oder erst in ein paar Monaten, weiß niemand, aber ewig kann es nicht mehr dauern. Insofern bekenne ich mich zu meinem heute begonnenden LONG-Einstieg bei Kaffee. Natürlich nur mit geringer Investitionsgröße, dafür aber vorsichtig (2x) gehebelt.

 

Als Produkt geeignet erschien mir:

http://www.finanzen.net/etc/ETFS_Leveraged_Coffee@inChartZeit_60

 

Meinen Einstiegspreis verrate ich fairerweise auch: 4,48 Euro. Was die nächsten drei Monate passiert, weiß ich nicht. Aber in 2 Jahren erwarte ich deutliche Gewinne - trotz Hebelkosten.

 

Schaun mer mal, wessen Wette aufgeht, chartprofi ;)

Welches Produkt nutzt Du zum shorten?

 

P.S.: Eigentlich halte ich nichts von Rohstoffinvestitionen, weil Rohstoffe keine innere Rendite produzieren, sondern im Gegenteil Lagerkosten verursachen. Aber wenn ein Preis deutlich niedriger wirkt als ein mittelfristig fair escheinender Marktpreis sein dürfte, sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen. Zuletzt gab es so etwas mit dem Ölpreis (rund 25$ im Winter 2008/09), jetzt meiner Meinung nach bei Kaffee.

 

.

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Geschrieben · bearbeitet von ImperatoM

Zu der Contango-Geschichte:

Stellt Euch vor, es gäbe 2 Futures: A endet in 1 Monat, B in 2 Monaten, sie werden heute beide schon gehandelt.

 

Der Fonds investiert immer in den Future mit der kürzesten Laufzeit, tauscht also an jedem Monatsende.

 

Im Urzustand seien die Erwartungen an den Kaffeepreis konstante Preise, beide Futures kosten 100 Euro. Jetzt ändere sich das und der Markt geht von steigenden Preisen in 2 Monaten aus, dann kann es sein, dass Future A kaum im Wert steigt, Future B aber sofort um 10%.

Bis zum Monatswechsel ändern sich die Erwartungen in unserem Bsp. nicht mehr. Future A wird vom Fonds für 100 Euro verkauft, für Future B werden aber 110 Euro fällig. Jetzt entstehen also Rollverluste (Contango-Situation) in Höhe von 10%.

Wenn der Kaffepreis am Ende des zweiten Monats nun also 110 Euro beträgt, hat man mit dem Produkt überhaupt nicht profitiert, weil Rollverluste in gleicher Höhe entstanden sind.

 

Wichtig ist daher die Betrachtung der Future-Kurven, die die Preise von Futures mit verschiedenden Laufzeiten anzeigen. Je größer deren Steigung, desto höher die wahrscheinlichen Rollverluste bei Long-Investments, letztlich sind aber auch das nur Indizien. Entscheidend ist jedenfalls nicht die langfristige Preisentwicklung, sondern immer die des kurzlaufenden Futures - wie das Beispiel zeigt, kann das ein großer Unterschied sein. Du profitierst also (grob formuliert) nicht von steigenden Rohstoffpreisen, sondern nur, wenn der Preis schneller steigt als der Markt das ursprünglich erwartet hat.

 

Verstanden?

 

Ohne Kenntnis von Contango und Backwardation ist Deine Investition ehrlich gesagt ziemlich "mutig", Chartprofi. Aber Glückwunsch, dass es trotzdem bis jetzt geklappt hat!

 

Edit: Future-Übersicht Kaffee: http://data.tradingcharts.com/futures/quotes/KC.html

 

.

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Geschrieben

[...] Muss er nicht früher oder später mindestens so hoch liegen wie die Kosten des Anbaus? Man sollte nicht vergessen, einen Bezug zu den realen Rohstoffmärkten (also Bauern und Röstereien) zu behalten.

 

Für mich muss sehr bald das Ende des Preisverfalls erreicht sein. Nach dem Preisverfall werden einige Investitionen in Kaffeeplantagen auf Eis gelegt worden sein, einige Produzenten werden aufgegeben haben. Ob jetzt schon oder erst in ein paar Monaten, weiß niemand, aber ewig kann es nicht mehr dauern.

 

Wie sieht es fundamental aus? Wenn man diverse Bewertungen so liest, scheint vor allem der momentan niedrige Preis angebotsbedingt sein. Soll heißen, es sollen (angeblich) bereits während der hohen Preise in 2008 Kapazitätsausweitungen vollzogen worden sein, die aber teilweise durch die Finanzkrise nicht entsprechend der tatsächlichen (deutlich) gestiegenen Nachfrage ausgeweitet wurden, sodass es zu einem deutlichen Preisanstieg zwischen 2010 und 2011 kam. Infolgedessen sollen "massive" Kapazitätsausweitungen anschließend vollzogen worden sein, die seither zu einem Überangebot an Kaffee gesorgt haben. Als erstes sollte man schauen, ob diese allgemein genannte These, die gerne auf diversen Finanzportalen hin und wieder mal erwähnt wird, tatsächlich stimmt. Dafür bräuchte man Zahlen, wie sich die Plantagenanzahl bzw. die Anbaufläche für Kaffee seit den letzten Jahren weltweit entwickelt hat (das Wetter soll darüber hinaus auch einen positiven Effekt auf das Angebot gehabt haben, aber das nur am Rande).

 

Bestätigen die Zahlen diese These, befände sich Kaffee wohl derzeit in einer Art des "Schweinezyklus". Die Frage lautet, ob dieser Zyklus bei Kaffee so einfach durchbrochen werden kann. Viele (aber natürlich nicht alle) Agrarrohstoffe wachsen bzw. werden in relativ kurzen Zeitintervallen angezüchtet. Liegt ein Überangebot vor (auch in Sinne von Lagerungsmöglichkeiten bzw. hohen Lagerbeständen), so ist die normale Reaktion darauf, dass die Anbauflächen alternativ für andere Rohstoffe genutzt werden, bei denen das Angebot (in Relation zur Nachfrage) geringer ist, sodass sich wiederum das Angebot des Rohstoffs, das momentan ein Angebotsüberhang aufweist, im Zeitablauf durch die Kultivierung anderer Rohstoffe verknappt.

Allerdings scheinen bei Kaffee die Zeitintervalle relativ langwierig zu sein. Laut diversen Seiten wie z.B. dieser hier, dauert es 3-5 Jahre bis die Pflanze zu tragen beginnt und trägt im Anschluss bis zu 30 Jahre.

 

Unter der Annahme, dass die Investitionskosten bereits getätigt worden sind und diese mehr oder weniger Sunk Costs darstellen, wäre ich mir nicht so sicher, ob zumindest auf längere Zeit hinaus ein Überangebot nicht bestehen bleibt (soweit die Nachfrage nicht deutlich schneller anzieht). Die Alternative wäre (bei einer zu vereinfachungszwecken unterstellten Nachfragefixierung), die Investitionskosten "außerordentlich abzuschreiben" bzw. die Kaffeeinvestition als Verlustinvestition zu verbuchen und anstelle dessen die Nutzfläche vor allem für kurzfristig rentablere Investitionen zu nutzen.

Wie realistisch letztes ist, weiß ich nicht, da hinter dem auch eine gewisse Finanzkraft stecken muss, um so was durchzuführen.

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Geschrieben · bearbeitet von ImperatoM

Als Produkt geeignet erschien mir:

http://www.finanzen.net/etc/ETFS_Leveraged_Coffee@inChartZeit_60

 

Meinen Einstiegspreis verrate ich fairerweise auch: 4,48 Euro.

 

Glück muss man haben:

http://www.onvista.de/zertifikate/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=20563023&MONTHS=6&CHART=1#chart

 

Was für ein Start mit 30% Plus in wenigen Tagen! Pünktlicher hätte ich nicht einsteigen können, kurz darauf explodiert der Kaffepreis und das Zertifikat ist schon um 31% gestiegen. Zeit für eine erste, teilweise Gewinnmitnahme zur Sicherheit. Unabängig davon und von der weiteren kurzfristigen Entwicklung erwarte ich auf längere Sicht weiter deutlich steigende Preise.

 

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Geschrieben

Wie sieht es fundamental aus? Wenn man diverse Bewertungen so liest, scheint vor allem der momentan niedrige Preis angebotsbedingt sein. Soll heißen, es sollen (angeblich) bereits während der hohen Preise in 2008 Kapazitätsausweitungen vollzogen worden sein, die aber teilweise durch die Finanzkrise nicht entsprechend der tatsächlichen (deutlich) gestiegenen Nachfrage ausgeweitet wurden, sodass es zu einem deutlichen Preisanstieg zwischen 2010 und 2011 kam. Infolgedessen sollen "massive" Kapazitätsausweitungen anschließend vollzogen worden sein, die seither zu einem Überangebot an Kaffee gesorgt haben. Als erstes sollte man schauen, ob diese allgemein genannte These, die gerne auf diversen Finanzportalen hin und wieder mal erwähnt wird, tatsächlich stimmt. Dafür bräuchte man Zahlen, wie sich die Plantagenanzahl bzw. die Anbaufläche für Kaffee seit den letzten Jahren weltweit entwickelt hat (das Wetter soll darüber hinaus auch einen positiven Effekt auf das Angebot gehabt haben, aber das nur am Rande).

 

Die FAZ untersucht diese Fragen heute: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/preisentwicklung-wird-der-fruehstueckskaffee-bald-teurer-12790349.html

 

Als Hauptgrund der steigenden Preise wird die aktuelle Dürre (außerhalb der eigentlichen Trockenzeit) in Brasilien genannt, die die Ernte gefährdet. Es wird ebenfalls darüber gemutmaßt, dass das Wachstum der Pflanzen langfristig gefährdet wird. Brasilien ist weltweit wichtigster Kaffeeproduzent.

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