Anfängerthread - Allgemeines Börsenwissen

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Hallo,

 

Ich würde gerne wissen, ob folgende 'Strategie' sinn macht:

 

Und zwar würde ich gern Aktien eines Traditionsunternehmens kaufen, welches es voraussichtlich noch lange geben wird. Beispiele, die mir spontan einfallen, sind die Telekom, Dell, Siemens usw.

 

Mir wären dabei Kursentwicklungen egal, da ich es nur auf die Dividende absehe.

 

Ich würde also einen einmaligen Betrag zahlen und erhalte dafür ein Einkommen, welches jährlich gezahlt wird.

 

Gibt es da einen Haken oder kann man das machen?

 

Danke,

 

miagi

 

grundsätzlich solltest du dabei trotzdem darauf achten welche unternehmen es sind. telekom wäre z.b. mit einigen risiken behaftet.

wenn du aber grundsätzlich ein mehr oder weniger diversifiziertes depot hast, mit bluechips (große unternehmen) die hohe dividende zahlen dann ist das eine strategie, die erwiesener maßen den markt schlägt. dazu gibt es auch entsprechende etfs, dann brauchst du die aktienauswahl nicht selber treffen. dazu einfach mal durch die fonds threads lesen.

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Ok danke euch :)

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Hoffe mal, dass ich mit meinen Anfängerfragen hier richtig bin:

- beinhaltet die TER bei Fonds die gesamten Kosten, einschließlich Verwaltung - ODER ist die TER+ Verwaltung

zu kalkulieren?

- werden TER und Verwaltung von der Fondgesellschaft vom "Vermögen" jährlich abgezogen?

- wie errechnet sich die Differenz zwischen Ausgabebetrag und Rücknahme?

- Spread?

 

Vielen Dank im Voraus für die Mühe der Erläuterung.

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Hoffe mal, dass ich mit meinen Anfängerfragen hier richtig bin:

- beinhaltet die TER bei Fonds die gesamten Kosten, einschließlich Verwaltung - ODER ist die TER+ Verwaltung

zu kalkulieren?

- werden TER und Verwaltung von der Fondgesellschaft vom "Vermögen" jährlich abgezogen?

- wie errechnet sich die Differenz zwischen Ausgabebetrag und Rücknahme?

- Spread?

 

Vielen Dank im Voraus für die Mühe der Erläuterung.

Ein Fonds hat meist folgende Kosten:

 

1. Ausgabeaufschlag: Da kommt man meist drumherum, wenn man bei der richtigen Bank kauft. Der Ausgabeaufschlag fällt nur einmal beim Kauf an. Der Ausgabeaufschlag wird in der TER nicht berücksichtigt. Vom Ausgabeaufschlag wird meist der Vertrieb bezahlt.

 

2. Verwaltungsvergütung: Die Fondsgesellschaft grenzt in der Regel täglich eine Forderung für die Verwaltung des Fonds ab. Somit fließt jeden Tag ein Ministück Verwaltungsvergütung in den Fondspreis ein. Sie ist meist der Hauptbestandteil der TER (Total Expense Ratio = Gesamtkostenquote). Hiervon werden die laufenden Geschäfte der Kapitalanlagegesellschaft finanziert (Betriebskosten, Fondsmanagement, Fondsbuchhaltung, Controlling, etc.).

 

3. Depotbankvergütung: Für die Kontrolle der Fonds und einige andere Dienstleistungen wird in der Regel ebensfalls täglich eine Forderung abgegrenzt. Auch diese fließt in die TER ein.

 

4. Veröffentlichungskosten (Fondsberichte, Bundesanzeiger-Pflichtveröffentlichungen) und Prüfungskosten (Wirtschaftsprüfer) sind ebenfalls Bestandteil der TER.

 

5. Ordergebühren/Transaktionskosten innerhalb des Fonds sind kein Bestandteil der TER.

 

6. Performanceabhängige Vergütungen fließen nicht in die TER ein.

 

Fazit: Der Begriff TER ist eigentlich irreführend, da nicht alle Kosten einfließen. Zumindest die Transaktionskosten und Performance Fees müsste man eigentlich mit einbeziehen, da sie im Gegensatz zum Ausgabeaufschlag für alle Anleger gleichermaßen anfallen.

 

Rücknahmepreis: zu diesem Preis können Anteile an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden. Bei einem Ausgabeaufschlag von 0% ist der Rücknahmepreis auch der Ausgabepreis.

Ausgabepreis: bei 5% Ausgabeaufschlag werden auf den Rücknahmepreis 5% draufgepackt.

 

Spread: wenn ein Händler ständig Kurse für den Ankauf und Verkauf von Wertpapieren stellt, dann ist die Spanne zwischen diesen Preisen der Spread.

Beispiel: Krupuk AG 56,60 EUR (Geld)/60,00 EUR (Brief). Der Spread beträgt in diesem Falle 40 Cent. "Geld" und "Brief" sind die häufig benutzten Fachwörter für Ankaufspreis und Verkaufspreis. DerSpread kann auch in % angegeben werden.

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Noch ein kleiner Hinweis dazu:

 

(1) Die TER wird immer erst am Ende eines Jahres im Nachhinein festgestellt und veröffentlicht. Deshalb liest man oft von der Verwaltungsgebühr im Prospekt, denn das ist der mit Abstand größte Teil der Gebühren, und den kann die Fondsgesellschaft im voraus garantieren. Den TER kann man eben eigentlich erst aus dem Jahresbericht entnehmen.

 

(2) In der Performance-Berechnung eines Fonds (steht meist "nach BVI-Methode" dabei), die ja gern veröffentlicht wird, sind diese Kosten immer schon abgezogen! Also obwohl z.B. Transaktiongebühren nicht als Teil der TER veröffentlicht werden müssen, wächst ein Fonds mit hohen Kosten in diesem Bereich langsamer als einer mit niedrigen.

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Hallo Leute,

 

ich bin wirklich kompletter Neuanfänger und will mich halt sinnvollerweise zuerst in das Thema einlesen bevor ich was investieren möchte.

 

Meine Frage lautet nun, ist der Aktienkurs also wirklich nur von Angebot/Nachfrage abhänging oder von den Umsätzen/Gewinne der Firma??

 

KAnn man im Umkehrschluss daraus schließen dass hohe Gewinne auf hohe Nachfragen zurück zu führen sind??

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Hallo Leute,

 

ich bin wirklich kompletter Neuanfänger und will mich halt sinnvollerweise zuerst in das Thema einlesen bevor ich was investieren möchte.

 

Meine Frage lautet nun, ist der Aktienkurs also wirklich nur von Angebot/Nachfrage abhänging oder von den Umsätzen/Gewinne der Firma??

 

KAnn man im Umkehrschluss daraus schließen dass hohe Gewinne auf hohe Nachfragen zurück zu führen sind??

 

Also der Aktienkurs an sich ist erst einmal nur von Angebot und Nachfrage abhängig, ja.

 

Faktoren, die Angebot und Nachfrage beeinflussen gibt es viele....das geht von firmenabhängigen Dingen wie Gewinn/Umsatz usw über charttechnische Ereignisse oder einfach nur private Geschehnisse (Reicher Mensch hat viele Aktien von einem kleinen Unternehmen und braucht aber jetzt Geld - er verkauft alle Aktien und der Kurs geht runter)

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ok danke,

 

und wie weiß ich welche Aktie ich am besten kaufen soll.

Ist mir klar dass man dass nicht so voraussagen kann sonst wäre wohl jeder Millionär, aber welche Punkte sollte man dort beachten.

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Posted · Edited by chaosmaker85

und wie weiß ich welche Aktie ich am besten kaufen soll.

Idealerweise kaufst du Aktien von Unternehmen, die weniger kosten als sie wert sind.

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Vorschlagen würde ich Unternehmen aus Branchen die konstante Einnahmen haben.

Lebensmittel (Nestle), Versorger (RWE), Gesundheit (Stada), Infrastruktur (Siemens).

 

Ansonsten niedriges KGV, KCV und viel Eigenkapital.

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Posted · Edited by Rule2k7

Idealerweise kaufst du Aktien von Unternehmen, die weniger kosten als sie wert sind.

 

ja und wie erkenne ich sowas??

 

und vorallem was heißt viel EK?? Dh. mit anderen Unternehmen aus der Branche vergleichen und schauen wieviel EK durchschnittlich normal ist oder was?

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ok danke,

 

und wie weiß ich welche Aktie ich am besten kaufen soll.

Ist mir klar dass man dass nicht so voraussagen kann sonst wäre wohl jeder Millionär, aber welche Punkte sollte man dort beachten.

 

es gibt natürlich zigmillionen verschiedene Ansätze, deshalb kommt es ja auch zu den Kursschwankungen.....

 

es gibt die Fundamentalanalyse, welche die meisten hier im Forum betreiben. Sie beschäftigt sich mit den unternehmensbezogenen Zahlen und versucht "unterbewertete" Aktien zu finden - sie setzt also die Zahlen von Unternehmen in Relation zu dem Preis, der an der Börse gehandelt wird - das würde dem Satz von chaosmaker entsprechen.

 

dann gibt es aber auch noch die technische Analyse, für welche nur die Aktie bzw der Chart maßgeblich ist. Da werden dann Trends verfolgt, Unterstützungen und Widerstände eingezeichnet, Indikatoren beachtet usw, aber es wird kein Bezug auf das Unternehmen genommen.

 

natürlich kann man auch beides mixen oder andere Strategien verfolgen.....

 

lies einfach mal hier im Forum möglichst viele Threads durch und informier dich mal n bissel bei Wikipedia oder anderen Seiten. Auch hier im Anfängerthread hat "Profi" einige gute Erklärungen geliefert und Links zu anderen informativen Threads reingestellt.

 

 

Vorschlagen würde ich Unternehmen aus Branchen die konstante Einnahmen haben.

Lebensmittel (Nestle), Versorger (RWE), Gesundheit (Stada), Infrastruktur (Siemens).

 

Ansonsten niedriges KGV, KCV und viel Eigenkapital.

 

das ist Ansichtssache, jeder muss da seinen eigenen Weg gehen.

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ok danke, werde ich mal machen.

aber wie weiß ich ob ein Unternehmen mehr wert ist als der Kurs??

 

Da verstehe ich den Zusammenhang nicht so wirklich.

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ok danke, werde ich mal machen.

aber wie weiß ich ob ein Unternehmen mehr wert ist als der Kurs??

 

Das ist eben die große Frage. Darauf gibt es auch keine richtige Antwort.

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sehr komisch.

 

wenn es einem unternehmen gut geht, wirkt sich das auch auf den Aktienkurs auf??

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sehr komisch.

 

wenn es einem unternehmen gut geht, wirkt sich das auch auf den Aktienkurs auf??

 

Für welches Unternehmen würdest du mehr bezahlen, eines das 10 mio Gewinn macht oder eines das 5 mio Verlust macht ?

 

Mehr bezahlen = höhere Nachfrage = höherer Kurs

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Das klingt logisch.

 

Trotzdem ist das ganze Zusammenwirken super komplex.

Ich werde mir mal den Bericht durchlesen den du gepostet von dem WDR Fernsehen.

Ich hoffe dass dann alles etwas klarer wird, was ich aber bezweifel :rolleyes:

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Posted · Edited by Delphin

Trotzdem ist das ganze Zusammenwirken super komplex.

Das stimmt.

 

Du hoffst quasi beim Aktienkauf immer darauf, dass du später mal jemand findest, der für deinen Unternehmensanteil einen höheren Preis bezahlt also du selbst bezahlt hast, außerdem hoffst du drauf, dass einen Dividende ausgezahlt wird.

 

Für beides sind die Chancen am besten, wenn das Unternehmen selbst profitabel läuft. Gut ist auch, wenn das beim Kaufen keiner außer dir weiß, so dass du billig kaufen kannst, und beim verkaufen ist es wichtig, dass alle anderen denken, das Unternehmen is super, denn dann zahlen sie für deinen Anteil auch einen hohen Preis.

 

Letztlich ne lustige Geschichte. Aber es gibt sehr viele Menschen, die sehr viel Zeit aufwenden, um sich zu überlegen, welcher Preis für eine Aktie angemessen ist, das hat zur Folge, dass du eigentlich oft davon ausgehen kannst, dass wenn es dem Unternehmen besser geht, der Aktienkurs auch steigt, und anders herum.

 

Ist sicher sinnvoll, da mal ne Nacht drüber zu schlafen. Wie Kurse zustande kommen ist an sich einfach: eben Angebot und Nachfrage. Nur wass in den Köpfen der Anleger vorgeht, die da Angebote zum Kauf und Verkauf abgeben (ist ja ne Art Auktion), das ist so kompliziert wie Menschen halt sind.

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ja ich schlafe da noch mehrere nächte darüber.

Will einfach nur mal 500 Euro bald anlegen (ja ich weiß lachhaft) damit ich Erfahrungne sammeln kann, ich bin Student und will im Studium auch in Richtung Finanzmärkte und Investment vertiefen, weil ich mich durchaus vorstellen kann später in einem Bereiche zu arbeiten und deshalb will ich mir jetzt als schonmal wissen aneignen :rolleyes:

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Will einfach nur mal 500 Euro bald anlegen (ja ich weiß lachhaft) damit ich Erfahrungne sammeln kann, ich bin Student und will im Studium auch in Richtung Finanzmärkte und Investment vertiefen, weil ich mich durchaus vorstellen kann später in einem Bereiche zu arbeiten und deshalb will ich mir jetzt als schonmal wissen aneignen :rolleyes:

Na ja, als Student kommt doch eh immer erst die Theorie und dann die Praxis. ;)

 

Mit 500 lohnt sich der Aktienkauf nicht wegen der Gebühren, da kämen also dann nur Fonds in Frage. Ich muss ganz ehrlich sagen, bei 500 würde ich mir keine Gedanken über den Aktienmarkt machen. Andererseits, wenn du z.B. meinst jeden Monat 50 sparen zu können, dann wäre ein Fondssparplan sicher ein guter Einstieg. Aber gibt sicher viele Möglichkeiten da ran zu gehen, würde sagen, dass hängt auch von deinem Fachgebiet ab, also davon, wie grundlegend du es gern verstehen willst usw. :thumbsup:

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Naja die Gebühren sind nicht so hoch (für Studenten) usw....

Mir gehts ja nur um erste Gehversuche, ob ich richtig liegen würde usw...und nicht darum aus 500 Euro 1.000.000 Euro zu machen.

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Posted · Edited by Wave XXL

Naja die Gebühren sind nicht so hoch (für Studenten) usw....

Mir gehts ja nur um erste Gehversuche, ob ich richtig liegen würde usw...und nicht darum aus 500 Euro 1.000.000 Euro zu machen.

 

hä?? die Gebühren sind für alle gleich hoch^^ du musst bei jedem Aktienkauf und -verkauf Gebühren zahlen, die je nach Anlagesumme variieren. Bei den üblichen Brokern wie DAB Bank, Comdirect, Diba oder CortalConsors würdest du für Aktienkauf und -verkauf bei deinen 500 zusammen schonmal 3,2% machen müssen, um nur die Gebühren auszugleichen.....

 

wenn du erste Gehversuche machen willst, dann würde ich dir raten ein Musterdepot anzulegen - ist zwar dann "emotionslos", weil kein echtes Geld, aber um das System zu verstehen, ist das ganz gut ;)

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Naja ein kollege von mit arbeitet bei der HVB und der hat mir paar tipps gegeben wie ich das bei denen machen soll dass es depot kostenlos ist usw...Naja mal genau informieren wieviel Gebühren da anfallen....usw.

 

Nein Musterdepot is doch kacke, genau wie pokern ohne Geld...zeitverschwendung ;-)

Wenn ich verliere dan nwneigstens echtes Geld damit ma nauch daraus lernt

Außerdem macht man sich bei echtem Geld mehr mühe um zu überlegen wo man investiert ^^

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Naja ein kollege von mit arbeitet bei der HVB und der hat mir paar tipps gegeben wie ich das bei denen machen soll dass es depot kostenlos ist usw...Naja mal genau informieren wieviel Gebühren da anfallen....usw.

 

das Depot ist normalerweise kostenlos, zumindest bei den Direktbanken - es geht um die Gebühren beim Handeln und da ist das schon so, wie ich es geschrieben habe....

 

Nein Musterdepot is doch kacke, genau wie pokern ohne Geld...zeitverschwendung ;-)

Wenn ich verliere dan nwneigstens echtes Geld damit ma nauch daraus lernt

Außerdem macht man sich bei echtem Geld mehr mühe um zu überlegen wo man investiert ^^

 

ja gut, bleibt natürlich dir überlassen.....also als ich noch kein Poker konnte, da war ich froh, wenn ich ohne Geld spielen konnte, um es zu lernen und das mich nicht gleich die, die es besser konnten gnadenlos abgezogen und mir das Geld aus der Tasche gezogen haben - und genauso wirds an der Börse sein....Es geht ja drum die Grundlagen zu beherrschen und da reicht ein Musterdepot erstmal aus - wie man dann tatsächlich am Markt agiert, das kannst du natürlich nur in der Realität lernen, aber ersteinmal müssen die Grundlagen da sein

 

Es hängt ja von deiner Motivation ab, ob du das Musterdepot ernst nimmst, oder nicht - wenn nicht, dann willst du ja auch nichts lernen.... ;)

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Posted · Edited by Rule2k7

nein ich wills auf jeden Fal ldirekt richitg versuchen.

Schließlich spielt auch bei Aktien, wie auch beim pokern, Glück eine Rolle :unsure:

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