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Rotenstein
Am 15.6.2026 um 15:03 von Nachdenklich:

Mag man ja so sehen. 

Aber manche Entwicklungen lassen mich dann doch grübeln.

 

US-Behörden haben den KI-Entwickler Anthropic angewiesen seine neueste Software für Ausländer zu blockieren. Die Firma reagierte und sperrte die Software komplett.

 

Sind das vertrauensschaffende Maßnahmen?

 

Die Befürchtung ist doch offensichtlich, dass Mythos, das neue KI-Modell von Anthropic, Schwachstellen aller möglichen IT-Systeme aufdecken kann, auch diejenigen der US-Regierung. Natürlich möchte man dies nicht in der Hand von feindlich gesinnten Staaten haben. 

 

Für mich ist die Botschaft von daher eine ganz andere: Die KI hat eine geradezu unheimliche Dynamik entwickelt. Amerika ist wieder einmal zum Zentrum der Innovation geworden, während Europa alles verschlafen und inzwischen auch verreguliert hat. Dazu kommt noch der Klimawahn, der Energie zu teuer für KI macht, während in den USA billige Energie als Treibmittel der Wirtschaft anerkannt ist. 

 

Die Folgen sind nicht abzusehen, ich rechne mit einem weiteren Aufstieg Amerikas und mit einem beschleunigten Niedergang Europas. Deutsche Firmen werden in Amerika betteln müssen, moderne KI-Modelle nutzen zu dürfen, oder sie ziehen gleich gänzlich in die USA um.  

 

Dabei hätte KI eine zweite Chance sein können, nachdem Europa Google, Amazon & Co. verpasst hat. Es gibt ja auch einige gute Start-ups in Europa, aber die werden mittlerweile zügig von den amerikanischen Megafirmen weggekauft, quasi aus der Portokasse. Und viele mittlere und grössere Unternehmen in Europa, vor allem in Deutschland, werden nun wohl einfach pleite gehen, weil sie die KI-Revolution verpassen.

 

Wohlstand ist nicht als Naturgesetz garantiert, Deutschland war in der Vergangenheit über lange Zeit ein Armenhaus und hat beste Chancen, es wieder zu werden.  Mittlerweile ist Deutschland beim BIP pro Kopf beim ärmsten US-Staat, Mississippi, angekommen. 

 

Ich hoffe, dass ich unrecht habe. 

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HalloAktie

Auf das BIP pro Kopf würde ich nicht so viel geben. Wenn du dort für ein Fastfood Mittag"essen" 50 Dollar pro Person und für ein Einfamilienhaus aus Presspappe in der Pampa 600 Tsd. Dollar bezahlst, ist ja klar, dass das auf dem Papier erstmal gut aussieht. 

Die Zölle haben auch alles teurer gemacht- ist auch wieder gut fürs BIP- ein weiterer voller Erfolg unserer amerikanischen Nachbarn. 

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Bobbycar192
vor 34 Minuten von Rotenstein:

Mittlerweile ist Deutschland beim BIP pro Kopf beim ärmsten US-Staat, Mississippi, angekommen. 

 

Ich hoffe, dass ich unrecht habe. 

Manchmal gehen Wünsche überraschend schnell in Erfüllung.

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 5 Minuten von Bobbycar192:

Manchmal gehen Wünsche überraschend schnell in Erfüllung.

Übrigens:

https://klementoninvesting.substack.com/p/gdp-per-capita-or-lying-with-statistics

Zitat

First, and most importantly, GDP per capita is often touted as a measure of living standards, but that is utter nonsense. GDP per capita does not measure quality of life, and claiming that Europe is as poor as Mississippi or West Virginia is just nonsense, as this video explains in wonderful detail.

By the way, the nonsense of conflating GDP per capita with living standards goes both ways. Luxembourg has the highest GDP per capita in the IMF database, but if you have ever visited Luxembourg, you will know that it is so boring that one cannot call what the inhabitants do there 'living'.

...

The most accurate number typically is GDP per capita adjusted for purchasing power parity (PPP), which, as you can see in the chart below, is much higher in the Eurozone because we didn’t have as much inflation as the US did over the last decades, meaning our money stretches further when buying goods and services. There is an awful lot of statistical lying that can go into calculating PPP as well, but for the purpose of this post, let’s just say that PPP-adjusted GDP comparisons are my preferred measure. And according to that measure, the Eurozone’s GDP per capita is 75% of the US.

 

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Nachdenklich
vor 3 Stunden von Rotenstein:

Die Befürchtung ist doch offensichtlich, dass Mythos, das neue KI-Modell von Anthropic, Schwachstellen aller möglichen IT-Systeme aufdecken kann, auch diejenigen der US-Regierung. Natürlich möchte man dies nicht in der Hand von feindlich gesinnten Staaten haben. 

Du bist nun schon der zweite, der meinen Beitrag nicht verstanden hat (oder nicht verstehen wollte?). Vielleicht bin ich nicht in der Lage, mich so auszudrücken, daß mich jeder versteht.

Ich habe mich nicht dazu äußern wollen, ob diese Maßnahme richtig oder falsch ist, ob ich sie verstehe oder verurteile.

 

Ich habe nicht von rechtsstaatlicher Demokratie oder von nationaler Sicherheit geschrieben. Ich habe mir Gedanken dazu gemacht, ob diese Maßnahme das Vertrauen in der Welt außerhalb der USA steigert oder gefährdet.

 

Ich frage mich nämlich, ob Staaten, Organisationen und Unternehmen außerhalb der USA sich von Anbietern abhängig machen möchten, die sich so verhalten, wie die USA sich derzeit verhalten.

 

Wenn ein US-Präsident auf einen Richter an einem internationalen Gericht nicht gut zu sprechen ist, dann ordnet er an, daß dessen Konten gesperrt werden. Das hat sicherlich schon viele zum Nachdenken über Abhängigkeiten gebracht. Wenn jetzt die Regierung anordnet, daß Ausländer Software nicht nutzen dürfen, dann wird dies einen Prozeß weiter vorantreiben, bei dem man in anderen Teilen der Welt nach Alternativen sucht. Im Moment kann man den USA nicht wirklich ausweichen. Aber wird das so bleiben? Es gibt viele Ausländer, die den USA wohlgesonnen sind. Und es gibt auch in den USA fragwürdige gestalten, denen eine solche Software wohl besser nicht in die Hände fallen sollte.

 

Nicht alle werden sich mit diesem Verhalten der USA abfinden wollen. 

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 10 Stunden von Nachdenklich:

...Nicht alle werden sich mit diesem Verhalten der USA abfinden wollen. 

Stimmt :)

"In einer Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center unter Menschen aus 36 Nationen erklärten im Mittel 57 Prozent der Befragten, eine negative Sicht auf die Vereinigten Staaten zu haben; nur 37 Prozent äußerten sich eher positiv."

"Wie immens der Vertrauensverlust gerade in Deutschland ist, zeigt der Vergleich mit einer ähnlichen Pew-Umfrage von 2022. Damals unter der Präsidentschaft von Joe Biden bezeichneten 83 Prozent der deutschen Teilnehmer die Vereinigten Staaten als verlässlichen Partner; jetzt sind es nich einmal halb so viele (39 Prozent). Biden vertrauten 64 Prozent – viermal so viele wie heute Trump."

--> https://www.spiegel.de/ausland/deutsche-haben-mehr-vertrauen-in-xi-jinping-als-in-donald-trump-a-235f2b2a-8bd5-422c-8c8b-33273fd6a52b

 

 

 

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No.Skill

@CorMaguire

Und Schlussfolgerung für die Allokation im Depot?

USA raus?

 

Oder einfach nur Info?

 

Grüße No.Skill

 

 

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Schwachzocker
vor 3 Minuten von No.Skill:

@CorMaguire

Und Schlussfolgerung für die Allokation im Depot?

USA raus?...

So nämlich!:thumbsup:

...und stattdessen China rein. Zu denen haben wir nämlich Vertrauen.:rolleyes:

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 15 Minuten von No.Skill:

@CorMaguire

Und Schlussfolgerung für die Allokation im Depot?

USA raus?

 

Oder einfach nur Info?...

Ich kann wohl kaum Schlussfolgerungen für andere Depots ziehen :lol:

Für mich sehe ich keinen Handlungsbedarf.

Mein USA Anteil dürfte nur bei ca. der Hälfte von dem liegen, was sich so bei einem All World ETF rumtreibt.

Wenn ich mehrere Dekaden jünger wäre, wäre er womöglich auch noch höher. :)

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Schwachzocker
vor 2 Minuten von CorMaguire:

...

Mein USA Anteil dürfte nur bei ca. der Hälfte von dem liegen, was sich so bei einem All World ETF rumtreibt.

...denn ein kleines bisschen trauen wir der USA schon noch? ...aber nur ein kleines bisschen!

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