ethisch fragwürdige Industriebereiche

95 Beiträge in diesem Thema

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Guten Morgen liebe Mitleser,

 

ich verfolge dieses Forum seit ca. 2 Jahren immer mal wieder und möchte mich nun an dieser Stelle auch einmal einbringen.

Ich handele seit ca. drei Jahren mit Aktien, seit Anfang 2012 auch mit Hebelprodukten wie CFDs.

 

An dieser Stelle möchte ich zu einer Diskussion rund um das Thema "ethisch fragwürdige Industriebereiche" anregen.

Zu diesen Bereichen zähle ich die Sektoren Alkohol, Tabak, Glücksspiel und Rüsstung. Über die ersten beiden habe ich hier schon so einiges gelesen, die beiden letzteren sind eher selten bis gar nicht vertreten.

 

Meine Frage nun in die Runde: Wer handelt in diesen (vier) Bereichen und wie ist hier die Wertentwicklung?

 

 

Beste Grüße und erfolgreiches Traden

Manuel

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Geschrieben · bearbeitet von otto03

 

 

An dieser Stelle möchte ich zu einer Diskussion rund um das Thema "ethisch fragwürdige Industriebereiche" anregen.

Zu diesen Bereichen zähle ich die Sektoren Alkohol, Tabak, Glücksspiel und Rüsstung.

 

 

 

Was ist an Saufen, Rauchen und Zocken unethisch?

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Geschrieben

Die genannten sind vier der ältesten Gewerbe weltweit mit denen seit seeehr langer Zeit gutes Geld verdient wird, eben weil es eine Nachfrage gibt.

Wenn ich es richtig verstehe geht es Dir weniger um das investieren in Branchen sondern eher um das kurzfristige Handeln/Traden. Suchst Du Verwerfungen, weil es Deiner Ansicht nach in diesen Branchen weniger Marktteilnehmer gibt? Was hat diesen dann mit einer "Wertentwicklung" zu tun? Es ist in diesen Branchen wie überall: die üblichen Marktfaktoren bestimmen die Wertentwicklung. Bei den beiden letztgenannten Gewerben hast Du zudem das Problem, dass Staaten regulatorisch stark einwirken.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Was ist an Saufen, Rauchen und Zocken unethisch?

@ otto03:

Muss man Beiträge wirklich immer in ihrer vollständigen Länge zitieren? Dadurch werden Threads recht unübersichtlich. Könntest du deinen Beitrag bitte etwas kürzen?

 

@ Manuel:

Das Thema "Ethik & Geldanlage" wurde im Forum schon öfters beschnackt. Ich glaube, dieses Thema ist im Off-Topic-Bereich besser aufgehoben.

Im Übrigen sollte ein Eröffnungsbeitrag etwas ausführlicher ausgearbeitet werden. Erläutere doch bitte mal konkret, warum du einzelne Branchen als unethisch betrachtest. Ich habe zum Beispiel Goldman Sachs (systematische Durchdringung der Weltpolitik), Wal*Mart (nicht gerade gewerkschaftsfreundlich) und Rio Tinto (wie sind die Arbeitsbedingungen in den einzelnen Minen?) im Depot. Kann man deshalb Banken, Einzelhandel und Rohstoffkonzerne pauschal als unethische Branchen bezeichnen? Jedes Unternehmen und jede Privatperson hat irgendwo eine Leiche im Keller (und sei es bloß, dass ein Mitarbeiter mit dem Dienstwagen im Halteverbot gestanden hat und dafür ein Knöllchen bekam).

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Geschrieben

Was ist an Saufen, Rauchen und Zocken unethisch?

@ otto03:

Muss man Beiträge wirklich immer in ihrer vollständigen Länge zitieren? Dadurch werden Threads recht unübersichtlich. Könntest du deinen Beitrag bitte etwas kürzen?

 

 

 

Danke für den Hinweis, meist versuche ich daran zu denken - soooooooooooooo lang war dieser Beitrag aber nicht.

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Geschrieben

Hallo & vielen Dank für die Antworten in so kurzer Zeit.

 

"Rauchen, saufen und zocken" sehe ich daher als unethisch an, da es ein Stück weit auch das Leid der Menschen hervor hebt. Natürlich ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich, aber die schwachen Gemüter der Gesellschaft erliegen dieser Sucht leider auch mal.

Irgendwo in den Weiten des Internets habe ich daher mal gelesen, dass diese vier Sektoren daher den unethischen/ehtisch fragwürdigen Bereichen zugeordnet werden.

An dieser Stelle möchte ich auch keine Diskussion über "ehtisch oder unethisch" führen, sondern wissen, wer diese Aktien handelt, ob er/sie sich dadurch schlecht fühlt und ob man mit Aktien dieser Art in seinem Depot die Performance steigern kann oder ob diese eher zur Depotstabilisierung gedacht sind. Vorteil dieser Aktien ist ja nun einmal, dass sie auch in Krisenzeiten stabil bleiben.

 

@ Conus:

Es geht mir hier nicht nur ums traden, sondern eher um einen Anlagehorizont von 1,5-2 Jahren. Einen kurzfristigen Trade möchte ich jedoch nicht ausschließen, sollte eine Korrektur mal größer ausfallen.

Regulatorische Einwirkungen von Staaten sind mir durchaus bekannt, siehe Zigaretten-Packungen, Koma-Saufen oder regelmäßige Diskussionen um Rüstungsexporte.

 

Ich hoffe, ich konnte an dieser Stelle etwas mehr Licht ins Dunkel bringen.

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Geschrieben

Hast Du überhaupt schon mal in Aktien investiert und hast Du Dich dadurch schlecht gefühlt?

Irgendwie kommt mir diese Diskussion bekannt vor ...

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Geschrieben

Irgendwo in den Weiten des Internets habe ich daher mal gelesen, dass diese vier Sektoren daher den unethischen/ehtisch fragwürdigen Bereichen zugeordnet werden.

 

 

Das ist ein sehr schwieriges und durchaus emotional aufgeladenes Thema. Größte Herausforderungen - wo zieht man die Grenze (z.B. Zucker, Supermärkte, die den Kram verkaufen etc.) und wer entscheidet, was ethisch ist und was nicht?

 

In den USA gibt es einen Fonds, der sich auf unethische Anlagen konzentriert Link. Hier kannst Du mal schauen, wie sich die Performance vergleicht. Laut Angaben der Fondsgesellschaft wurde der S&P500 geschlagen.

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Geschrieben · bearbeitet von x_markus_x

An dieser Stelle möchte ich zu einer Diskussion rund um das Thema "ethisch fragwürdige Industriebereiche" anregen.

Zu diesen Bereichen zähle ich die Sektoren Alkohol, Tabak, Glücksspiel und Rüsstung. Wer handelt in diesen (vier) Bereichen und wie ist hier die Wertentwicklung?

 

 

Diese Themen sind natürlich immer hoch emotional. Fakt ist aber auch, dass ich diese Firmen ja nur indirekt unterstütze. Die Aktien, die ich erwerbe, gibt es ja bereits, kaufe sie also einem anderen Investor ab. Die Firma als solche hat davon erstmal gar nichts.

 

Alkohol und Tabak: In die beiden Branchen bin ich relativ stark investiert und habe dabei auch kein schlechtes Gewissen. Gerade mit Tabak konnte man (und kann man auch sicherlich noch ein par Jahre) richtig dicke Gewinne einfahren. Da ich auf regelmäßige Einnahmen schiele, sind vor allem die Tabaktitel Altria und BAT ein wichtiger Bestandteil meines Depots.

 

Glücksspiel: Ich denke, damit sind Casinobetreiber gemeint. habe ich keine, obwohl ich schon denke, dass da richtig viel Geld gemacht wird. Inwieweit das bei den Aktionären ankommt, weiß ich aber nicht.

 

Rüstung: Bin ich investiert, sogar mit einer relativ »reinrassigen« Rüstungsfirma BAE Systems. Ein anderer Vertreter und gern gesehener Gast in vielen Dividendendepots ist Lockheed Martin. Bei den reinen Rüstungsfirmen ist es immer eine Wette, dass das globale Wettrüsten weiter geht und die Firmen vor allem lukrative langfristige Wartungsverträge abschließen können. Gerade bei europäischen Firmen erkennt man jedoch, dass im Rahmen der Finanzkrise die Verteidigungsbudgets der Staaten massiv zusammengestrichen wurden. Dann kann es auch mal schnell nach unten gehen, wenn sich nicht weitere Standbeine gesucht werden (Asien oder Naher Osten). Es gibt jedoch viele große Industriefirmen, die einen Defense-Bereich haben, ihr Geld aber auch in anderen Industrien machen (Airbus z.B. mit der zivilen Flugsparte, Boeing genauso, selbst Rheinmetall). Die sind nicht nur von nationalen Verteidigungsbudgets abhängig, sondern auch von der Weltwirtschaft im Allgemeinen. Bei globalen Abschwüngen erwischt es solche Zykliker also genau so.

 

So makaber es klingt, bin ich aber langfristig long für Rüstungsfirmen eingestellt. Die Menschheit lernt leider nichts und sobald in den diversen Kriegen die Geräte kaputtgeschossen wurden, werden die Arsenale auch wieder aufgefüllt. Von den Themen Drohnen und Robotik ganz zu schweigen, die noch in den Kinderschuhen stecken.

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Geschrieben

Ich finde das kann man nicht alles in einen Topf werfen. Alkohol kann bei übermäßigen Konsum sehr schädlich sein, das muss aber der Konsument entscheiden. Tabak ist da schon fragwürdiger, weil es in jedem Fall die Gesundheit beeinträchtigt, allerdings tragen auch hier die Konsumenten die Entscheidung das Zeug zu kaufen und zu konsumieren.

 

Bie Glücksspiel sehe ich die Verantwortung auch bei dem Konsumenten, wer sich drauf einläßt, muss auch mit den Konsequenzen leben. Da sage ich selbst Schuld.

 

Problematisch finde ich Rüstung. Da die Güter zumeist langlebig sind, läuft man immer Gefahr das sie einmal völlig anders eingesetzt werden als gewollt. Der größte Teil der Waffen auf der Welt wird zur Abschreckung eingesetzt. Gefährlich wird es wenn zwei Parteien ähnlich stark sind, und eine Konfrontation gewinnbar erscheint, oder Stellvertreterkriege, da die eigentlichen Parteien keine direkte Konfrontation wollen. Es gibt noch einen Haufen andere Szenarien. Das Problem liegt darin, das der Panzer den ich heute baue in vielleicht 50 Jahren ganz anders eingesetzt als ich mir das heute vorstellen kann. Zudem kommen bei dem Einsatz zwangsläufig Menschen zu Schaden, auf der anderen Seite sind großte Teile der Erde friedlich, da die Grossmächte diesen durch ihre Abschreckung quasi garantieren (pax americana usw.). Das ganze Thema ist zudem noch sehr politisch, spätestens wenns um "Freiheitskämpfe" geht wird es erst recht schwer.

 

Ich habe in keine der Bereiche investiert, da ich sie, außer Alkohol, aus persönlicher Überzeugung ablehne.

 

Oftmals liegt das Problem aber nicht beim Investor sondern beim Kunden. Einfaches Beispiel: Fisch aus nachhaltigem Fang, wenn ich sehe was bei Kaufland im Regal liegt und gekauft wird, so muss man doch sagen der Kunde ist schuld. Anderes einfaches Beispiel: Auto und Umweltschutz. Es wird viel über Energiesparen geredet, aber die durchschnittliche Neuzulassung hat immer mehr PS und ist immer schwerer. Zuletzt musste ich mich sogar (quasi) rechtfertigen warum ich mir nur einen VW Polo zugelegt habe, schließlich hätte ich mir mehr leisten können! Meine Erläuterung das mit dem Kaufpreis auch der Primärenergieaufwand in der Produktion in etwa proportional ansteigt wurde wohl nur unzureichend verstanden.

 

Für mich das krasseste Beispiel: Prostitution. Durch die offenbar vorhandene Nachfrage gibt es in Deutschland angeblich 400.000 Prostituierte.:blink: Ich hatte bei einem geselligen Abend vor kurzem mal "so etwa 50.000" geschätzt, danach waren wir alle erstmal überrascht. Da unsere Neugierde dann erstmal geweckt war und dank google stellte sich raus, das man für 100 EUR locker alle Wünsche für ne Stunde im Bett erfüllt bekommt. Da ist dann auch der Kunde Schuld! Wie kann ich so eine Beischlarfleistung für den Preis guten Gewissens annehmen? (Sehe ich aus wie George Clooney ist die Behandlung natürlich kostenfrei ;))

 

Zurück zum Thema: Man muss sich als Investierender schon überlegen wie und wo man sein Geld investiert. Aber auch wenn man aus Überzeugung in dem ein oder anderen Bereich nicht investiert, wird das Geschäft dort gemacht, wenn die Nachfrage besteht. Entscheidend ist das Verhalten der Konsumenten als Gruppe. Daher versuche ich persönlich nicht übermäßig zu konsumieren (Sachen benutzen bis sie kaputt sind.) und halte von Billigartikeln fern (T-Shirt 1 EUR usw.).

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Geschrieben

Ich finde das kann man nicht alles in einen Topf werfen. Alkohol kann bei übermäßigen Konsum sehr schädlich sein, das muss aber der Konsument entscheiden.

 

 

Und genau das meinte ich. Wo zieht man die Grenze? Banken & Versicherungen + Gesellschaften wie Blackrock müsste man dann ja auch meiden, denn die finanzieren das ja alles (in)direkt.

 

Und was ist mit Fast Food? Mit Tierversuchen in der Pharmaindustrie? Die Kirche sagt z.B. Verhütungsmittel sind unethisch. Solarbranche? Für viele Anleger "ethisch korrekt" und der ganze Müll? etc. Dann kommt man auch langsam an die Grenze zwischen ethisch und moralisch vertretbar.

 

Je enger man die Definition zieht, umso weniger bleibt dann noch am Ende übrig.

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@stoiker: Den kenne ich und die Aktien der Fondszusammensetzung habe ich auch in der Watchlist. Prinzipiell ist das ja nicht schlecht, leider benötigt man hierfür ein Konto in den USA. Daher würde ich den Fonds eher in meinem Depot nachbauen :)

 

@x_markus_x: Ich sehe das genauso. Da ich nicht rauche und in Maßen trinke, muss ich mir an der Stelle um meine Gesundheit keine Sorgen machen. Kettenraucher und Alkoholiker sind ja irgendwie an ihrer Situation selbst Schuld und können - mit ordentlich Willenskraft - diese auch ändern. Was Glücksspiel angeht, schiele ich aktuell auf die Aktie von MGM Resorts. Das Casino in Vegas kennt man ja (zumindest aus dem einen oder anderen Film oder) vom Hörensagen.

 

@Warlock: Was das Thema Rüstung angeht ist Afghanistan ja ein gutes Beispiel. Während die Russen dort in den 80ern kämpften, wurden die Afghanen von den USA mit Waffen versorgt. Kanpp 20 Jahre später kämpften die USA gegen ihre eigenen Waffen...

Auf der anderen Seite sehe ich in Drohnen und der Überwachung von (leider nicht nur) krisenbedrohten/terrorbedrohten und Kriegsgebieten die (traurige) Zukunft.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Manuel, ich glaube dieser Thread ist in diesem Subforum für Branchenvergleiche und Unternehmensanalysen nicht richtig aufgehoben. Hier stehen Kennzahlen, Branchensituation, Wettbewerbsvorteile, Markteintrittsbarrieren, Wachstumsaussichten, branchenspezifische Risiken etc. im Vordergrund. Wenn es Dir um den moralischen Aspekt geht, dann gehört dieser Thread klar in den Off-Topic-Bereich. Wenn es Dir konkret um den Aufbau eines eigenen Depots geht, sollte dieser Thread ins Subforum Allgemeines Börsenwissen verschoben werden. Oder Du legst Dir ein eigenes Musterdepot an. Außerdem wirfst Du zu viel in einen Topf! Für Tabak, Bier und Spirituosen gibt es bereits eigene Threads. Für Glücksspiel und Rüstungskonzerne kannst Du ja gerne jeweils neue Threads anlegen (dann aber auch bitte mit einem qualifizierten Eröffnungsbeitrag!). Ich bitte um Dein Verständnis!

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Manuel, ich glaube dieser Thread ist in diesem Subforum für Branchenvergleiche und Unternehmensanalysen nicht richtig aufgehoben. Hier stehen Kennzahlen, Branchensituation, Wettbewerbsvorteile, Markteintrittsbarrieren, Wachstumsaussichten, branchenspezifische Risiken etc. im Vordergrund. Wenn es Dir um den moralischen Aspekt geht, dann gehört dieser Thread klar in den Off-Topic-Bereich. Wenn es Dir konkret um den Aufbau eines eigenen Depots geht, sollte dieser Thread ins Subforum Allgemeines Börsenwissen verschoben werden. Oder Du legst Dir ein eigenes Musterdepot an. Außerdem wirfst Du zu viel in einen Topf! Für Tabak, Bier und Spirituosen gibt es bereits eigene Threads. Für Glücksspiel und Rüstungskonzerne kannst Du ja gerne jeweils neue Threads anlegen (dann aber auch bitte mit einem qualifizierten Eröffnungsbeitrag!). Ich bitte um Dein Verständnis!

 

 

Hallo,

 

es geht mir an dieser Stelle NICHT um moralische Aspekte.

Die Beiträge zu Tabak, Bier und Spirituosen habe ich bereits verfolgt, ich möchte mich hier aber nicht auf einen dieser Bereiche festlegen oder irgendwelche Analysen dazu aufstellen, sondern das gesamte Feld - wie bereits von mir umschrieben - als Investmentbereich sehen. Mir reicht es an dieser Stelle, eine ungefähre Gewinn-/Verlusteinschätzung zu lesen.

Wenn hier nun einige der Meinung sind, der Beitrag ist an dieser Stelle falsch, bitte ich doch einen der Moderatoren an dieser Stelle, den Thread zu verschieben.

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An dieser Stelle möchte ich zu einer Diskussion rund um das Thema "ethisch fragwürdige Industriebereiche" anregen. Zu diesen Bereichen zähle ich die Sektoren Alkohol, Tabak, Glücksspiel und Rüstung. Über die ersten beiden habe ich hier schon so einiges gelesen, die beiden letzteren sind eher selten bis gar nicht vertreten.

 

Meine Frage nun in die Runde: Wer handelt in diesen (vier) Bereichen und wie ist hier die Wertentwicklung?

Ich bleibe bei meiner Meinung, dass Du zu viel in einen Topf wirfst. Über Tabak und Alkohol wurde in der Tat schon vieles geschrieben. Warum sollte man das hier nochmal tun? Wenn Dich Glücksspiel und Rüstung interessieren, dann erstelle doch selbst dafür Branchenthreads. Der Eröffnungsbeitrag sollte dann entspr. Analysen (Wachstum, Zyklik etc.) enthalten sowie Argumente, warum es sich nach Deiner Meinung um unethische Branchen handelt. Zusätzlich kann man auf politische Rahmenbedingungen und/oder gesellschaftliche Aspekte eingehen (Stichwort Prostitution). Deine Beiträge gehen eher in die Richtung, dass Du irgendwas in den Raum stellst und andere sollen für Dich liefern. Schonmal darüber nachgedacht, dass andere Anleger mit ihren Investments vielleicht gar kein Problem haben, obwohl Du es für unmoralisch hältst?

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Überflüssiger Fred, kann man auch wochenlang über Massentierhaltung, dicke Menschen & Zucker, Chips, Fettiges ohne Ende, neben den bekannten Lastern debattieren.. :- ....

 

ddt_good_for_meee.jpg

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Dafür, dass der TO bereits zwei Jahre in diesem Forum mitgelesen hat, hat er sich ja reichlich Mühe zur Pflege des Threads gegeben. Anbei ein Artikel der WiWo zum Dialg zwischen dem Wirtschaftsminister Gabriel und der deutschen Rüstungsindustrie: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/branchendialog-ruestung-der-gute-hirte-der-ruestungsbranche-seite-all/10662004-all.html

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Ich habe zu dem Thema gestern einen Gastbeitrag in Onassis´ Blog geschrieben: http://dividenden-sammler.de/8432/geld-stinkt-nicht/

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Für mich das krasseste Beispiel: Prostitution. Durch die offenbar vorhandene Nachfrage gibt es in Deutschland angeblich 400.000 Prostituierte.:blink: Ich hatte bei einem geselligen Abend vor kurzem mal "so etwa 50.000" geschätzt, danach waren wir alle erstmal überrascht. Da unsere Neugierde dann erstmal geweckt war und dank google stellte sich raus, das man für 100 EUR locker alle Wünsche für ne Stunde im Bett erfüllt bekommt. Da ist dann auch der Kunde Schuld! Wie kann ich so eine Beischlarfleistung für den Preis guten Gewissens annehmen? (Sehe ich aus wie George Clooney ist die Behandlung natürlich kostenfrei ;))

 

Gutes Beispiel. Das ist das älteste Gewerbe der Welt und da keine Güter produziert werden, sondern es um Dienstleistungen geht, ist die Marge prinzipiell sehr hoch. Deutschland hat im vergleich zu Skandinavien, Österreich und der Schweiz sowie Westeuropa eine äußerst liberale Rechtslage und die Preise sind niedrig. Es soll da sogar Prostitutionstourismus geben, bzw. Gäste aus den genannten Staaten gehen, wenn sie zu Besuch in Deutschland sind, häufiger ins Bordell als in ihren Heimatländern.

 

Ethisch problematisch ist m. E., dass Prostitution Zuhälterei nach sich zieht. Gäbe es eine Unternehmen mit ca. 1 Mrd. Marktkapitalisierung, welches bundesweit die Dienstleistungen organisiert und bei dem die Frauen als Arbeitnehmerinnen nach deutschem Arbeitsrecht beschäftigt wären, sähe ich wenig ethische Probleme. Im Gegenteil, es wäre eine Art Entwicklungshilfe, da die Frauen oftmals Ausländerinnen zu sein scheinen und wohl ein Großteil dessen, was bei ihnen hängen bleibt, an ihre Familien in den Heimatstaaten überweisen.

 

Ein Bekannter hat ein Mietshaus in einem Gebiet, in dem gewerbliche Nutzung zugelassen ist. Er läßt über einen Verwalter wochenweise an Prostituierte vermieten. Seinen Auskünften zufolge, sind die Mieteinnahmen deutlich höher als es bei Vermietung zu reinen Wohnzwecken möglich wäre. Die "Wohnungen" sind auch ziemliche Schimmelbuden, aber das scheint wenig zu stören. Die Frauen zahlen aber nicht nur überhöhte Mieten, sie müssen wohl auch einen Großteil dessen, was nach Miete und Steuern übrig bleibt, an ihre Dritte abgeben. Diese Dritten sind je nach Standpunkt Zuhälter oder Sicherheitsdienstleister bzw. irgendetwas dazwischen. Das Geld, das an die geht, finanziert m. E. direkt kriminelle Strukturen.

 

Im Vergleich dazu wäre ein Unternehmen, bei dem die Frauen ordentlich angestellt wären, Sozialversicherungsbeiträge für sie abgeführt würden und Vermietung und Sicherheit effizient organisiert würden, ethisch eine sehr große Verbesserung gegenüber dem jetzigen Zustand.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

@ checker-finance:

Ob und inwieweit Prostitution unmoralisch ist, darüber könnte man sich sehr lange unterhalten, ohne wahrscheinlich zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. Ich verweise hierzu lediglich auf folgende in der Bibel aufgeführte Aussage von Jesus: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie." (Johannes-Evangelium, Kapitel 8, Vers 7)

 

Um auf Deinen Vorschlag nach legalen Unternehmen für das älteste Gewerbe der Welt einzugehen: Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. In kartell- oder strafrechtlich regulierten Märkten kann es sich mitunter jedoch ziemlich schwierig gestalten, dass Angebot und Nachfrage zusammen kommen (ist bei Drogen und illegalen Waffenexporten ähnlich). Bei Prostitution führen solche Einschränkungen in der Tat zu kriminellen Machenschaften und teilweise unwürdigen Arbeitsbedingungen für die Damen des horizontalen Gewerbes. Eine (weitere) Liberalisierung könnte hier möglicherweise zu Verbesserungen führen. Für die Damen und eventuell sogar für Aktionäre. Wenn ich mir allerdings die strenge Rechtslage (nicht nur in islamischen Ländern, sondern auch in den USA und anderen europäischen Staaten) anschaue, bezweifle ich, dass es in dieser Hinsicht in absehbarer Zeit "Fortschritte" geben wird.

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Geschrieben

Jo, dann investiert mal schön in das horizontale Gewerbe. Und nicht vergessen: dabei die Möglichkeiten des eigenen Humankapitals nicht unterschätzen :lol:

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Geschrieben

Ich habe zu dem Thema gestern einen Gastbeitrag in Onassis´ Blog geschrieben: http://dividenden-sammler.de/8432/geld-stinkt-nicht/

 

Und hier nochmal die beste Antwort auf die Frage nach Ethik und Moral beim Investieren:

Mein Link

 

:thumbsup:

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Geschrieben

Was Glücksspiel angeht, schiele ich aktuell auf die Aktie von MGM Resorts. Das Casino in Vegas kennt man ja (zumindest aus dem einen oder anderen Film oder) vom Hörensagen.

 

Interessanter Artikel zum Glücksspiel am Beispiel des chinesischen Glücksspielverbots, des daraus resultierenden Glücksspieltourismus in Nachbarländer und die aktuellen Versuche der chinesischen Regierung Glückspieltourismus im Zusammenhang mit Geldwäsche und Korruption zurück zu drängen:

http://theconversation.com/what-lies-behind-chinas-clampdown-on-foreign-casinos-37359

 

 

Um Moral und Ethik geht es dabei ebenso wie um die Machtfrage zwischen Staat und Casinobetreibern. Am Ende des Artikels ein schönes Beispiel, wie für dieses Hase-Igel-Spiel.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Die Deutsche Telekom steigt ebenfalls gerade in einen (möglicherweise) unethischen Markt ein, nämlich in den für Sportwetten: http://www.wertpapie...post__p__941442

Hier zeigt sich eine gewisse Pseudomoral: Lotto und Sportwetten stehen in Deutschland unter staatlichem Monopol. Dabei wird sich seitens des Staates darauf berufen, man wolle so die Spielsucht kontrollieren. Ja nee, is klar! Lotto und Sportwetten sind überaus lukrativ! Kein Wunder, dass sich der Staat da nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will. Allerdings können sich private Anbieter diesbezüglich auf den freien Wettbewerb in der EU beziehen. Solange private Sportwetten in einem Land der EU rechtens sind, kann man sich hierauf auch in anderen Ländern der EU berufen. Ein endgültiges Urteil hierzu steht noch aus. Bis dahin handelt es sich um eine juristische Grauzone mit ungewissem Ausgang. Dass die Telekom zu gut einem Drittel dem Bund gehört, sei in diesem Zusammenhang nur am Rande erwähnt.

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Geschrieben · bearbeitet von SebastianW.

(...)

An dieser Stelle möchte ich zu einer Diskussion rund um das Thema "ethisch fragwürdige Industriebereiche" anregen.

Zu diesen Bereichen zähle ich die Sektoren Alkohol, Tabak, Glücksspiel und Rüsstung. Über die ersten beiden habe ich hier schon so einiges gelesen, die beiden letzteren sind eher selten bis gar nicht vertreten.

 

Meine Frage nun in die Runde: Wer handelt in diesen (vier) Bereichen und wie ist hier die Wertentwicklung?

 

Prinzipiell: jeder muss es für sich selbst entscheiden, ob er das mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Als besonders fragwürdig sehe ich persönlich Tabakfirmen und Drohnenfirmen an, deren geschäft nun dirket auf die vernichtung von Menschen abzielt. Die würde ich beide nicht kaufen.

 

Allgemein gesagt ist man aber schon wenn man einen breit aufgestellten fonds hat überall dabei. Noch weiter gedacht: die eigenen Konsumentscheidungen dürften ethisch bedeutsamer sein als das Investment, da dieses nichtmal was am Konzern ändert, wenn du dir ne Flasche Jägermeister oder eine Drohne kaufst ändert das dagegen was indem es deren Produzenten fördert.

 

Noch Prinzipieller: wenn du mit all dem nichts zu tun haben willst musst du in den Wald ziehen oder die Antarktis.

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