Schildkröte

Einzelaktien vs. ETFs (Ausgelagert aus Hamsterrad Depot Diskussion)

166 posts in this topic

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Ach ja, das ewige Trommeln für passives Investieren via ETFs. Wollen wir Einzelwerte-Aktionäre uns mal demonstrativ zusammentun und im Fonds-Bereich systematisch für unsere Anlageklasse werben? Anders werden es diese Leute wohl nie merken, wie sehr sie mit ihrer ETF-Propaganda nerven.

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Ach ja, das ewige Trommeln für passives Investieren via ETFs.

 

Wenn ich passiv mit regelbasiert gleichsetze, finde ich diesen Investmentstil durchaus gut - sonst hätte ich ihn nicht von meinem ETF Depot auf das Aktiendepot übertragen.

 

Aber nach ~4 1/2 Jahren ETF Anlage habe ich für mich entschieden, diesen Weg nicht weiter zu verfolgen, sondern mich wieder der Direktanlage zuzuwenden. Da hilft auch keine Propaganda ;)

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Ihr holt euch eure Informationen aus öffentlich verfügbaren Quellen, ihr rechnet mit euren Popelformeln KGV, KBV und andere Kennzahlen aus. Das macht jeder so. Profis sind dabei viel fixer als ihr. Die haben schon ge- oder verkauft, wenn ihr morgens euren Rechner anmacht.

 

Wie wollt ihr da einen Vorteil gegenüber einem günstigeren, besser diversifizierten Portfolio schaffen? Outperformance höchstens zeitweilig durch Zufall.

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Ach ja, das ewige Trommeln für passives Investieren via ETFs. Wollen wir Einzelwerte-Aktionäre uns mal demonstrativ zusammentun und im Fonds-Bereich systematisch für unsere Anlageklasse werben? Anders werden es diese Leute wohl nie merken, wie sehr sie mit ihrer ETF-Propaganda nerven.

 

Es muss sich hier um eine (ETF) Sekte handelnhuh.gifigitt

 

 

 

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Ihr holt euch eure Informationen aus öffentlich verfügbaren Quellen, ihr rechnet mit euren Popelformeln KGV, KBV und andere Kennzahlen aus. Das macht jeder so. Profis sind dabei viel fixer als ihr. Die haben schon ge- oder verkauft, wenn ihr morgens euren Rechner anmacht.

 

Wie wollt ihr da einen Vorteil gegenüber einem günstigeren, besser diversifizierten Portfolio schaffen? Outperformance höchstens zeitweilig durch Zufall.

Es geht hier nicht um Outperformance. Das Ziel ist mehr eine Art von Sampling von einem dividendenbetonten World ETF.

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Posted · Edited by Schildkröte

ihr rechnet mit euren Popelformeln

Und du drückst dich popelig aus. Schonmal darüber nachgedacht, dass manche Anleger gar nicht vorhaben, den (effizienten?) Markt zu schlagen? Gewisse Investmentstile sind durch ETFs überhaupt nicht abdeckbar. Dividenden lasse ich mir ebenfalls lieber von einem "echten" Unternehmen auszahlen als von irgend einem synthetischen Konstrukt. Und Transaktionsgebühren spielen ab einer gewissen Größenordnung überhaupt keine Rolle mehr. Dass du eventuell (noch) nicht in diese Regionen kommst und deshalb möglicherweise in gar nichts anderes als ETFs investieren kannst, ist nicht unser Problem. Du darfst jetzt gerne wieder damit anfangen, die üblichen Totschlagargumente für ETFs aufzuzählen und von mir aus kannst du auch ruhig wieder herumpöbeln. Nur zwei Aspekte vorweg:

 

1.)

Wir sind hier nicht im Ukraine-Thread. Ich habe also kein Problem damit, dir wie im Fußball-Thread mit deutlichen Worten meine Meinung mitzuteilen.

 

2.)

Hamsterrad verfügt in seinem Musterdepot über Administratoren-Rechte. Bevor du nun also wieder irgendwelche niveaulosen Sachen in die Tasten klimperst (du scheinst ja sonst nichts besseres zu tun zu haben), solltest du dir überlegen, ob du hier jetzt wieder einen Reibach anzetteln möchtest. Im Zweifelsfall sind die unqualifizierten Beiträge ganz schnell und bequem wieder "fott".

 

@ Hamsterrad:

Ich bitte vielmals um Entschuldigung, wenn ich eine persönliche Angelegenheit in Deinem Musterdepot austrage. Gerne können auch meine Beiträge diesebezüglich wieder gelöscht werden. Meine Diktion ist es eigentlich, sachlich und konstruktiv zu diskutieren. Aber einige User sind dazu scheinbar nicht im Stande.

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Es geht hier nicht um Outperformance. Das Ziel ist mehr eine Art von Sampling von einem dividendenbetonten World ETF.

Schonmal darüber nachgedacht, dass manche Anleger gar nicht vorhaben, den (effizienten?) Markt zu schlagen?

Ist das die typische deutsche Selbstkasteiung? Erzählt mal einem Ausländer diesen Sachverhalt und er wird euch auslachen

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Es geht hier nicht um Outperformance. Das Ziel ist mehr eine Art von Sampling von einem dividendenbetonten World ETF.

Schonmal darüber nachgedacht, dass manche Anleger gar nicht vorhaben, den (effizienten?) Markt zu schlagen?

Ist das die typische deutsche Selbstkasteiung? Erzählt mal einem Ausländer diesen Sachverhalt und er wird euch auslachen

Ich gehe mal davon aus, dass Du unsere Einwände nicht verstanden hast. Es geht nicht darum eine niedrigere Rendite einzufahren, sondern ein bestimmtes Ziel zu haben bei der Investition. Dabei sollte die Rendite durchaus langfristig in der Nähe des MSCI World liegen aber eben nicht identisch, weil Dividendenwerte und Dickschiffe bevorzugt werden.

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Unser aller Investmentstil ist möglich optimal sein Geld zu vermehren...niemand ist absichtlicher schlechter als der Markt, weil das sein "Investmentstil" ist.

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Ich gehe mal davon aus, dass Du unsere Einwände nicht verstanden hast. Es geht nicht darum eine niedrigere Rendite einzufahren, sondern ein bestimmtes Ziel zu haben bei der Investition. Dabei sollte die Rendite durchaus langfristig in der Nähe des MSCI World liegen aber eben nicht identisch, weil Dividendenwerte und Dickschiffe bevorzugt werden.

Ich habe sie sehr wohl verstanden.

Ich kann den Stil Dividenden verstehen, wenn man über 55 Jahre ist oder unbedingt gleichzeitiges Einkommen haben will (mein tip: -> A1T8GD ) um die Motivation zu erhöhen.

Für Dickschiffe sei auf Farma/French verwiesen.

Und die Anschaffungskosten: Meiner Meinung nach ist buy and hold schwer realisierbar für Stockpicker. Ein Beispiel: Bilfinger Berger Vor 10 Jahren ein richtiger Valuewert, jetzt verkommt er zu einem Dienstleister. Kann man solche Schwenks ein ganzes Anlegerleben lang ausschließen? Mal ganz abgesehen von der Produktpolitik.(z. B. ist General Electric nur noch ein Finanzzockerladen mit ein bisschen Industrie)

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Posted · Edited by Schildkröte

z. B. ist General Electric nur noch ein Finanzzockerladen mit ein bisschen Industrie

Bevor du solche pauschalen Behauptungen zum Besten gibst, solltest du dir erstmal den Produktmix von GE (nach der Abspaltung von weiteren Teilen der Finanzsparte) anschauen. In der Finanzkrise haben wohl viele Finanztitel (und ergo auch ETFs) schlecht ausgesehen. Dass man aber z. B. die Finanzierung des deutschen Mittelstandes durch GE Capital als Zockerei bezeichnet, zeugt lediglich von Unkenntnis. Tut uns einen Gefallen und tobt euch im Fonds-Bereich aus, aber hört bitte auf damit uns erwachsene Aktionäre mit eurer tiefreligiös anmutenden ETF-Propaganda zu belästigen!

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Posted · Edited by Schildkröte

Unser aller Investmentstil ist möglich optimal sein Geld zu vermehren...niemand ist absichtlicher schlechter als der Markt, weil das sein "Investmentstil" ist.

Wir sind auch nicht "absichtlich schlechter" als der "Markt". Wir versuchen nur nicht, den "Markt" auf Jahressicht zu schlagen. Stattdessen denken wir langfristig. Nestlé & Co. wird es sicher noch in Jahrzehnten geben, irgendwelches synthetische Gedöns möglicherweise nicht mal mehr in ein paar Jahren. Aber bevor du ernsthaft mit Erwachsenen sprichst, solltest du erstmal an deiner Rechtschreibung und deinem Ausdrucksvermögen arbeiten.

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Posted · Edited by MCThomas0215

Bevor du solche pauschalen Behauptungen zum Besten gibst, solltest du dir erstmal den Produktmix von GE (nach der Abspaltung von weiteren Teilen der Finanzsparte) anschauen. In der Finanzkrise haben wohl viele Finanztitel (und ergo auch ETFs) schlecht ausgesehen. Dass man aber z. B. die Finanzierung des deutschen Mittelstandes durch GE Capital als Zockerei bezeichnet, zeugt lediglich von Unkenntnis. Tut uns einen Gefallen und tobt euch im Fonds-Bereich aus, aber hört bitte auf damit uns erwachsene Aktionäre mit eurer tiefreligiös anmutenden ETF-Propaganda zu belästigen!

 

Bevor wir hier wirklich ins Schwarz-weiss kommen eine Frage: Wie kannst du verhindern das Siemens das selbe nicht in 30 Jahren tut. Oder ob Verbrennungsmotoren überhaupt noch gebraucht werden. Schau dir mal Heidelberger Druck an.

 

Und Ge Capital macht viel, aber bestimmt nicht im signifikanten Mastab deutschen Mittelstand finanzieren. Hier gilt das Hausbankmodell und die KfW/IKB.

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<br />Unser aller Investmentstil ist möglich optimal sein Geld zu vermehren...niemand ist absichtlicher schlechter als der Markt, weil das sein "Investmentstil" ist.<br />
<br /><br /><br />

 

Volle Zustimmung Mr. Jones für den ersten Teil. Nur bedeutet ein Optimum nicht zwangsläufig auch das Maximum einer (Rendite-)Kurve, wenn man eine Optimierung unter Nebenbedingungen durchführt.

 

Solche Nebenbedingungen können zum Beispiel die Forderung nach einem regelmäßigen Cashflow ohne Transaktionskosten (vor allem für die Ruhestandsphase) oder der Wunsch nach einer erhöhten Sicherheit des Investments, die man durch Swap-Risiken bei Swap-ETFs oder Wertpapierleihe bei ETFs generell gefährdet sieht. Dann kann man zur Erfüllung der Nebenbedingungen auch eine etwas geringere Rendite als die maximale Marktredite.

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Auch wenn ich mich darüber freue, hier nicht mehr (hauptsächlich) mit mir selbst zu diskutieren, würde ich um mehr Sachlichkeit bitten. Gegenseitige Anschuldigungen bringen Niemanden weiter.

 

Um mich zum Thema selbst zu äußern, fehlt mir heute leider die Zeit. Ich werde morgen auf die in meinen Augen relevanten Punkte eingehen.

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Wenn jeder nach dem Optimum im Sinne des Maximums streben würde, müssten die Masse der Depots weitaus aggressiver ausgerichtet sein als sie es derzeit sind.

 

Was die Langlebigkeit der Unternehmen angeht, teile ich die Meinung, dass sicherlich nicht alle Unternehmen die nächsten 20 Jahre überleben werden. Es wird ein nennenswerter Anteil davon durch Fusionen, Insolvenzen, Zerschlagungen und Akquisitionen vom Markt verschwinden. Jedoch tut das der Methode keinen Abbruch, denn das gleiche passiert auch innerhalb eines ETF Mantels.

 

Mit erwachsen oder nicht erwachsen hat der Anlagestil herzlich wenig zu tun. Etwas weniger emotional wäre hilfreich in der Diskussion.

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Jedoch tut das der Methode keinen Abbruch, denn das gleiche passiert auch innerhalb eines ETF Mantels.

Doch, und zwar ganz entscheidend.

Der Kostenvorteil der Einzelanlage wird immer als Hauptgrund genannt, niemand will Fondgebühren bezahlen. Aber die Skaleneffekte beim Austausch sind im ETF wesentlich kostengünstiger umzusetzen. Geschweige denn die Zeit jedes Jahr dass Marktumfeld abzustecken. Und dass entscheidende ist Abgeltungssteuer, wie soll ein hoher Zinsezins-effekt enstehen wenn die Steuer immer die Rendite reduziert.

 

Und dass die Deutschen mit ihrer Altersvorsorge Geld verbrennen ist ja nicht neu.

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Posted · Edited by Schildkröte

Wie kannst du verhindern das Siemens das selbe nicht in 30 Jahren tut. Oder ob Verbrennungsmotoren überhaupt noch gebraucht werden. Schau dir mal Heidelberger Druck an.

Wie kannst du ETF-Gebühren, Ausfall vom SWAP-Partner, Aktienleihe, Fälligkeit von Abgeltungssteuer bei vorzeitiger Auflösung eines ETFs etc. verhindern? Akzeptiert doch einfach, dass es Anleger gibt, die an eurer ach so vermeintlich tollen Anlageklasse kein Interesse haben! Im Übrigen heißt langfristiges Investieren nicht zwangsläufig, bis in alle Ewigkeit stur an einer einzelnen Aktie festzuhalten. In einem breit aufgestellten Depot kann man sich an der einen Stelle einen Ausfall schonmal erlauben. Dafür gibt es an anderer Stelle Überflieger. Außerdem geht ein Unternehmen nicht von heute auf morgen über die Wupper, so dass man in der Regel noch rechtzeitig die Reissleine ziehen kann. Wenn es euch allerdings überfordert, sich mit einzelnen Unternehmen sowie der Wirtschaft und der Geldpolitik auseinandersetzen, dann bleibt euch leider nichts anderes übrig, als sich mit synthetischen Finanzprodukten zufriedengeben zu müssen.

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Ihr holt euch eure Informationen aus öffentlich verfügbaren Quellen, ihr rechnet mit euren Popelformeln KGV, KBV und andere Kennzahlen aus. Das macht jeder so. Profis sind dabei viel fixer als ihr. Die haben schon ge- oder verkauft, wenn ihr morgens euren Rechner anmacht.

 

Wie wollt ihr da einen Vorteil gegenüber einem günstigeren, besser diversifizierten Portfolio schaffen? Outperformance höchstens zeitweilig durch Zufall.

 

Sei Dir da mal nicht so sicher, dass die vielen Fondsmanager unbedingt besser sind als der interessierte Laie. Ich lese gerade mal wieder mein Lieblingbuch "Der Börse einen Schritt voraus" von Peter Lynch, einem der besten Fondsmanager aller Zeiten. Er beschreibt hier sehr schön, welchen Querelen Fondsmanager ausgesetzt sind und das ein Laie gut Chancen hat diese zu schlagen. Ich spreche allerdings nicht von den vielen Tradern, deren Chancen tatsächlich viel schlechter sind.

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Sollte ein comstage, db x-tracker oder ishares-ETF implodieren, dann wird auch euer Investment in die Binsen gehen, denn dann ist Markt-Kernschmelze.

 

Was ihr nicht versteht: Durch eure Einzelaktien-Auswahl entsteht kein Vorteil. Glaubt ihr wirklich so mehr Kontrolle ausüben zu können? Ein Unternehmen besser kontrollieren zu können mit euren putzigen kleinen Aktien? Das ihr durch das Lesen der Geschäftsberichte - was alle anderen Marktteilnehmer auch machen - einen Informations- oder Wissensvorsprung habt, der es euch erlaubt zu entscheiden: billig oder teuer? Jeder benutzt die üblichen Formeln, so kann kein Vorsprung entstehen. Was das Ding wert ist, steht schon lange fest, wenn ihr erst noch die Daten zusammensucht um sie durch eure popeligen Formeln zu drehen.

 

Alle anderen stellen sich auch diese Fragen. Die aggregierte Marktmeinung - alle Großen und alle Kleinen, die mit viel Geld und die mit wenig Geld - sagt: Das Investment ist sehr wahrscheinlich in Zukunft genau das wert, was der Börsenkurs anzeigt. Nicht mehr, nicht weniger.

 

Ihr stellt euch irrationalerweise gegen diese geldgewichtete Konsensmeinung und gewichtet über bzw. unter. Das hat nichts mit ETF-"Propaganda" zu tun.

 

Meistens werden ihr feststellen, dass ihr eure "Überflieger" leider nicht so hoch gewichtet habt, dass das einen wirklichen Unterschied im Gesamtportfolio machen würde. Immer dann, wenn ein anderes solides Investment von euch mit guten KGV,KBV und einem neuen Produkt sich leider nicht so entwickelt wie gedacht.

 

Was bleibt: Subjektive Kontrollillusion.

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Posted · Edited by Schildkröte

Sollte ein comstage, db x-tracker oder ishares-ETF implodieren, dann wird auch euer Investment in die Binsen gehen, denn dann ist Markt-Kernschmelze.

So so, also wenn so ein "popeliges" (pardon, ich unterhalte mich lediglich in deinem Jargon mit dir) ETF-Dingens über den Jordan geht, dann tun das Johnson & Johnson, BASF, Colgate-Palmolive etc. automatisch ebenso? Würdest du bitte plausibel erläutern, warum reale Unternehmen insolvent gehen sollten, nur weil möglicherweise irgendeinem synthetischen Finanzprodukt ein böses Schicksal ereilt? Aber vielleicht wolltest du auch bloß darauf hinweisen, dass "effiziente Märkte" mitunter schonmal verrückt spielen können und als Folge dessen dann auch von Qualitätsaktien die Kurse absacken. Das sind dann für Langfristanleger erfahrungsgemäß gute Gelegenheiten für (Nach-)Käufe.

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Jedoch tut das der Methode keinen Abbruch, denn das gleiche passiert auch innerhalb eines ETF Mantels.

Doch, und zwar ganz entscheidend.

Der Kostenvorteil der Einzelanlage wird immer als Hauptgrund genannt, niemand will Fondgebühren bezahlen. Aber die Skaleneffekte beim Austausch sind im ETF wesentlich kostengünstiger umzusetzen. Geschweige denn die Zeit jedes Jahr dass Marktumfeld abzustecken. Und dass entscheidende ist Abgeltungssteuer, wie soll ein hoher Zinsezins-effekt enstehen wenn die Steuer immer die Rendite reduziert.

 

Und dass die Deutschen mit ihrer Altersvorsorge Geld verbrennen ist ja nicht neu.

Wenn beim Einzelinvestment in 10 Jahren eine von 10 Aktien ausfällt, dann habe ich Kosten für diese eine Aktie und verliere hier auch den Zinseszinseffekt. Wenn aber einer von drei ETFs ausgetauscht werden muss weil die Fondsgesellschaft den Anlageschwerpunkt ändert, dann fällt auf einen Streich die Abgeltungssteuer für den kompletten Depotanteil an bei der nötigen Umschichtung. Dafür muss keineswegs der Markt kollabieren, es reicht schon eine Änderung in der Geschäftspolitik. Ganz so rosig wie sich das theoretisch rechnet mit dem Zinseszinseffekt bei ETFs ist es ganz und gar nicht. Nicht nur, dass ein Anleger in Swap ETFs in der Entnahmephase seine Anteile versilbern und damit neben den "Dividenden" auch die Kursgewinne versteuern muss, was ein Dividendenanleger nicht muss. Davon abgesehen können einige sehr unschöne Nebeneffekte auftreten mit zu hohen Erbschaftssteuern wegen nicht abgeführter Abgeltungssteuer. Wenn dann irgendwann die Vermögenssteuer wieder eingeführt wird oder die Abgeltungssteuer erhöht wird, kannst Du gerne noch mal nachrechnen, was am Ende wirklich besser gewesen wäre. Tatsächlich kann das keiner wirklich abschätzen und dann soll man auch nicht so tun, als ob man es mit Gewissheit wüsste. Je nachdem welche Annahmen man trifft, kann man das eine oder das andere "schön" rechnen.

 

@Mr. Jones

ich kann nur für mich sprechen und ich will weniger eine Überrendite erzielen als eine Risikoreduktion (Swap, Wertpapierleihe, Optionen, Abhängigkeit von Finanzindustrie etc.) für den worst case haben. Daneben spielt die Steuerung des cash flow eine Rolle, da ich in der Entnahmephase bin.

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Posted · Edited by Ramstein

Wenn beim Einzelinvestment in 10 Jahren eine von 10 Aktien ausfällt, dann habe ich Kosten für diese eine Aktie und verliere hier auch den Zinseszinseffekt. Wenn aber einer von drei ETFs ausgetauscht werden muss weil die Fondsgesellschaft den Anlageschwerpunkt ändert, dann fällt auf einen Streich die Abgeltungssteuer für den kompletten Depotanteil an bei der nötigen Umschichtung.

So ganz verstehe ich das nicht. Du meinst also, der Emittent eines ETF auf z.B. den S&P 500, den STOXX 600, oder den MSCI Emerging Market ändert mal eben den dem ETF zugrunde liegenden Index?

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So so, also wenn so ein "popeliges" (pardon, ich unterhalte mich lediglich in deinem Jargon mit dir) ETF-Dingens über den Jordan geht, dann tun das Johnson & Johnson, BASF, Colgate-Palmolive etc. automatisch ebenso? Würdest du bitte plausibel erläutern, warum reale Unternehmen insolvent gehen sollten, nur weil möglicherweise irgendeinem synthetischen Finanzprodukt ein böses Schicksal ereilt? Aber vielleicht wolltest du auch bloß darauf hinweisen, dass "effiziente Märkte" mitunter schonmal verrückt spielen und als Folge dessen dann auch von Qualitätsaktien die Kurse absacken. Das sind dann für Langfristanleger erfahrungsgemäß gute Gelegenheiten für (Nach-)Käufe.

Wann ist denn im ETF-Geschäft etwas schief gegangen? Ishares (Wertpapierleihe) hatte mal fast Verluste, weil Lehman über die Wupper gegangen ist. Verluste für ETF-Anleger: 0

 

Wenn die dt. Bank oder eine andere große Bank als Swap-Partner nicht mehr liefern kann, dann ist Kernschmelze. Dann werden die Kurse auf breiter Front einbrechen.

 

PS: Wann werden die Kurse denn absacken? Wann werden sie wieder steigen? Niemand sagt, dass deine Qualitätsaktien wieder steigen werden. Abgesehen davon kannst du einen replizierenden ETF auf den MSCI World kaufen. Da ist alles drin, was du auch hältst.

 

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass viele Firmen selber mit Derivaten herumspielen und hedgen...die können innerhalb deiner puren, reinen, nicht synthetischen Unternehmen auch platzen.

 

Was soll der ganze Käse eigentlich? Ich behaupte nicht, dass die Firmen sch***** sind, sondern dass es keinen Vorteil bringt, sie in Einzelpacken zu kaufen.

 

 

@Mr. Jones

ich kann nur für mich sprechen und ich will weniger eine Überrendite erzielen als eine Risikoreduktion (Swap, Wertpapierleihe, Optionen, Abhängigkeit von Finanzindustrie etc.) für den worst case haben. Daneben spielt die Steuerung des cash flow eine Rolle, da ich in der Entnahmephase bin.

Ich will auch keine Überrendite. Willst du weniger worst case, dann brauchst du mehr sicherere Anlagen, aber nicht Einzelaktien, sondern dt. Staatsanleihen. Rentiert nicht genug? Pech gehabt! Musst du mehr Risiko nehmen. Eine andere Wahl gibt es nicht.

 

Gibt bekanntermaßen keinen free lunch.

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Wenn beim Einzelinvestment in 10 Jahren eine von 10 Aktien ausfällt, dann habe ich Kosten für diese eine Aktie und verliere hier auch den Zinseszinseffekt. Wenn aber einer von drei ETFs ausgetauscht werden muss weil die Fondsgesellschaft den Anlageschwerpunkt ändert, dann fällt auf einen Streich die Abgeltungssteuer für den kompletten Depotanteil an bei der nötigen Umschichtung.

So ganz verstehe ich das nicht. Du meinst also, der Emittent eines ETF auf z.B. den S&P 500, den STOXX 600, oder den MSCI Emerging Market ändert mal eben den dem ETF zugrunde liegenden Index?

Ja entweder den Anlagefokus wie kürzlich bei einem der Pazifikfonds geschehen wenn ich es richtig erinnere oder aber eben mal die Replikationsmethode wie bei den dbx Trackern. So etwas kann zum Verkauf beim Anleger führen, sofern er nicht plötzlich etwas anderes besitzen möchte als das was er ursprünglich mal gekauft hat.

 

Ich will auch keine Überrendite. Willst du weniger worst case, dann brauchst du mehr sicherere Anlagen, aber nicht Einzelaktien, sondern dt. Staatsanleihen. Rentiert nicht genug? Pech gehabt! Musst du mehr Risiko nehmen. Eine andere Wahl gibt es nicht.

 

Gibt bekanntermaßen keinen free lunch.

Ich will nicht weniger Volatilität sondern weniger Risiko im worst case. Im worst case sind sichere Anlagen das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind.

 

Und völlig richtig - die ETFs bieten keinen free lunch, sie gehen Risiken ein, um die TD klein zu halten. Diese Risiken möchte ich nicht haben.

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