"Ethische" ETF für Anfänger

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Hallo,

 

ich möchte meine Altersvorsorge weiter ausbauen und dies mit Hilfe von Aktien/ETFs tun. Ich bin 42 Jahre alt, Journalist, zahle in die gesetzliche Altersvorsorge, eine private Unitised with profit Rente, in die Presseversorgung und möchte nun etwa 150 Euro monatlich in einen Aktien/ETF-Sparplan investieren. Dazu möchte ich am liebsten 5 ETFs auswählen und zweimonatlich jeweils 50 Euro pro ETF einzahlen. Dazu habe ich ein Konto bei der DAB eröffnet. Von Aktien habe ich nur wenig Ahnung, möchte mich nicht aktiv kümmern.

 

Mein Ziel ist es, möglichst "saubere" Indizes auswählen. Wenn möglich keine Energie und Pharma, definitiv keine Waffen. Zwei ETFs schweben mir derzeit vor, die von Finanztest empfohlenen

 

https://boerse.dab-bank.de/maerkte-kurse/fonds/etf/etf-suche/id_56136195.html?idNotation=56136195&factsheetTab=overview

und

https://boerse.dab-bank.de/maerkte-kurse/fonds/etf/etf-suche/id_43914205.html?idNotation=43914205&factsheetTab=overview

 

Kennt ihr noch weitere? "Sauber" steht über Ertrag...

 

 

Ergänzen würde ich das durch den Fonds:

https://boerse.dab-bank.de/maerkte-kurse/fonds/fonds-suche/id_3230800.html?idNotation=3230800&factsheetTab=overview

 

und

https://boerse.dab-bank.de/maerkte-kurse/fonds/fonds-suche/id_4448566.html?idNotation=4448566&factsheetTab=overview

 

 

Sinnvoll?

 

 

Viele Grüße

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Posted · Edited by PassiveForProfiz

Herzlich Willkommen im Forum,

 

Wenn möglich keine Energie und Pharma, definitiv keine Waffen.

Aus welchem Gründen möchtest du auf das verzichten? Erwartest du von diesen in bestimmten Zeiten eine schlechte Entwicklung, sind es nur moralische Beweggründe oder etwas anderes?

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Hast du dir angeschaut, in welche Firmen die konkret nachhaltig investieren?

 

Beispiel:

post-15902-0-94831700-1409582848_thumb.png

 

Oder willst du nur für dich selbst ein Alibi haben und nimmst dafür laufende Kosten von 1,88% pro Jahr in Kauf?

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Sinnvoll?

 

 

Viele Grüße

 

 

In meinen Augen nicht. Woher willst du wissen, daß deinen persönlichen Vorstellungen bei der Methodologie der Indizes oder bei der Titelauswahl der aktiven Fonds Genüge getan wird?

 

Du müsstest jedes einzelne Papier prüfen.

 

Letztendlich geht so etwas nur über Einzelaktien - auch dort wird es schwierig

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Hallo,

 

vielen Dank für die schnellen Antworten!

 

ich möchte aus moralischen Gründen wenn möglich keine Waffen, Energie, Rohstoffe etc im Portfolio haben. Nach genauem Hinsehen bin ich allerdings gerade auch etwas desillusioniert. Kein von mir genannter Fonds / ETF erfüllt auch nur annähernd die Kriterien. Für die aktive Verwaltung eines Portfolios fehlt mir das Wissen. Wenn ich mein Geld der Bank gebe, legt die es auch nur in die genannten Ausschlussbranchen an...

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Hallo,

 

vielen Dank für die schnellen Antworten!

 

ich möchte aus moralischen Gründen wenn möglich keine Waffen, Energie, Rohstoffe etc im Portfolio haben. Nach genauem Hinsehen bin ich allerdings gerade auch etwas desillusioniert. Kein von mir genannter Fonds / ETF erfüllt auch nur annähernd die Kriterien. Für die aktive Verwaltung eines Portfolios fehlt mir das Wissen. Wenn ich mein Geld der Bank gebe, legt die es auch nur in die genannten Ausschlussbranchen an...

 

Und in die bösen Banken willst du auch nicht investieren? Dann hast du ja alle 'Value' Branchen ausgeschlossen, die die meisten Langfristanleger bevorzugen. Mein Tip: Informiere dich einmal über gute Firmen, z.. B. Warren Buffets Lieblingsbuch (hiermit). Manche Menschen sind halt empfänglich für modernen Ablasshandel.

 

Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt

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Posted · Edited by lurklurk

Hier suchte jemand die Tage Ähnliches: http://www.wertpapie...ig-wie-moglich/

 

In ETF-Form gibt es wohl nur eine Handvoll Produkte: https://www.extra-fu...iste.html#cat49

 

Nicht-ETF-Fonds vielleicht mehr, aber teurer. Kürzel für die Suche auf Fonds-Webseiten wären vielleicht "SRI" oder "ESG".

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Und in die bösen Banken willst du auch nicht investieren? Dann hast du ja alle 'Value' Branchen ausgeschlossen, die die meisten Langfristanleger bevorzugen. Mein Tip: Informiere dich einmal über gute Firmen, z.. B. Warren Buffets Lieblingsbuch (hiermit). Manche Menschen sind halt empfänglich für modernen Ablasshandel.

 

Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt

 

Ich betrachte das nicht als Ablasshandel. Ich bin als Journalist oft genug vor Ort und sehe die Menschen buchstäblich verrecken, weil wir hier den Hals nicht voll genug kriegen. Unser Luxus hat seinen Preis. Wer einmal Kinderleichen in einer peruanischen Kohlemine oder einer kongolesischen Coltanmine gesehen hat, denkt meistens hinterher anders. Ganz vermeiden kann auch ich das nicht und absolut konsequent bin ich in meinem Konsum auch nicht. Aber wenn ich es schon so bewusst steuern kann, möchte ich wenigstens das Beste mir mögliche tun. Wobei gut gemeint oft genug ja auch nicht gut gemacht ist...

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Dazu möchte ich am liebsten 5 ETFs auswählen und zweimonatlich jeweils 50 Euro pro ETF einzahlen. Dazu habe ich ein Konto bei der DAB eröffnet. Von Aktien habe ich nur wenig Ahnung, möchte mich nicht aktiv kümmern.

Mein Ziel ist es, möglichst "saubere" Indizes auswählen. Wenn möglich keine Energie und Pharma, definitiv keine Waffen. Zwei ETFs schweben mir derzeit vor, die von Finanztest empfohlenen

 

Hallo Secah,

herzlich willkommen im Forum.

Zwei Anmerkungen zu Deinen Wünschen:

 

"Saubere" Fonds gibt es nicht. Wenn Du Deine Prinzipien auch an der Börse umsetzen willst, kommst Du nicht um Einzelwerte herum. Die sogennannten Social responsible Fonds sind oft genug nicht absolut ethisch, sondern nur relativ. D.h. sie suchen sich die am wenigsten schlimmen Finger einer Branche aus. Also die Airline, die ihre Passagiere mit 33 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer befördert kommt in Depot, die Airline, die 50 Liter braucht nicht. Was die knallharten Ausschlußkriterien dieser ETFs angeht: Die sind - in meinen Augen - sehr amerikanisch-puristisch geprägt. Sicher, Waffenproduzenten, die können raus, aber warum beispielweise Alkohol und Glücksspiel jetzt moralisch verwerflich sind erschließt sich mir nicht so ganz. Deshalb der Hinweis auf die Einzelwerte. Nur so kannst Du Dein persönliches Wertesystem abbilden.

 

Punkt 2: Ab einer gewissen Größe ist jede Firma unethisch. Nimm Coca Cola und eine kleine Whisky-Destille in Schottland. mal abgesehen, daß der Brenner keine AG ist und deshalb nicht an der Börsde gehandelt wird: Die Whiskydestille wird aus ethischen Gründen abgelehnt, weil Alkohol, obwohl der Brenner seit 100 Jahren im "Glen Unaussprechlich" seinen Sitz hat und sehr schonend mit Wasser und Torf umgeht, da auch noch die nächsten 100 Jahre dort brennen will.

Coca Cola dagegen ist im Index, obwohl die in Indien gnadenlos das Grundwasser abpumpen und den Indern für teuer Geld Wasser in Flaschen verkaufen. Für die Dorfbewohner bleiben nur brackige Löcher übrig und den Plastikmüll bekommen sie noch gratis dazu. Wer ist hier ethischer?

 

Echtes sauberes Investment geht meiner Meinung nur lokal. Such Dir ein Unternehmen aus, das Du kennst und von dem Du wißt, wie es produziert. Wenn Unternehmen international tätig sind, müssen sie mit den Wölfen heulen, dann geht echte Ethik nur bedingt. Das mag man bedauern und ich würde mir auch wünschen, dass der Hase anders läuft, aber ich denke, das ist keine Diskussion für ein Finanzboard.

 

Punkt 3: 5 ETF und 50 Okken alle 2 Monate, das lohnt nicht. Entweder Du hast einen kostenlosen Sparplan oder die Kosten fressen Dich auf. Ich an Deiner Stelle würde den Forumsklassiker nehmen: MSCI World + Emerging Markets 70/30 und gut ist. Einfach zu managen und übersichtlich in der Steuererklärung. Herz, was willst Du mehr. Vor allem, weil Du gesagt hast: Pflegeaufwand muß nicht sein ;-)

 

5 ETFs zu rebalancen, das macht keinen Spaß.

 

Damit fährst Du besser.

 

Gruß

Xenopus

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Wenn man es rein moralisch und genau betrachtet, dürftest du überhaupt nicht an der Börse handeln und in irgendetwas investieren. Denn solange wir im Kapitalismus leben, werden immer andere Menschen ausgebeutet, sterben und leiden wegen Geld und Profit.

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Wenn man es rein moralisch und genau betrachtet, dürftest du überhaupt nicht an der Börse handeln und in irgendetwas investieren. Denn solange wir im Kapitalismus leben, werden immer andere Menschen ausgebeutet, sterben und leiden wegen Geld und Profit.

 

Auch im Sozialismus und Kommunismus werden Menschen ausgebeutet und sterben wegen Profit. Solange es Menschen gibt, gibt es Ausbeutung. Aber man kann ja versuchen, das Ganze mit wachem Blick zu reduzieren. Denn wenn ich mein Geld der Bank gebe, investiert die das vollständig in mir nicht genehme Werte. Da ist jede Verbesserung ein Fortschritt, auch wenn es zu Lasten der Rendite geht. Und seien wir ehrlich - ganz durchschauen lässt sich nichts. Und wer beispielsweise in Solarzellen investiert, fördert die Umweltverschmutzung mit Blei...

 

Momentan erscheint mir der hier im Hinblick auf meine Wünsche geeignet:

https://boerse.dab-bank.de/maerkte-kurse/fonds/fonds-suche/id_3230800.html?idNotation=3230800&factsheetTab=overview

 

Auch, wenn die Gebühren gewaltig sind. Verstehe ich das richtig, dass ich im Fall eines Sparplans jedes Mal den Ausgabeaufschlag zahle und jährlich die Verwaltungsgebühr hinzukommt? Kann man dann trotzdem 3 - 4 % Gewinn im Jahr machen?

 

@xenopus

vielen Dank für die Antegungen. Es hat tatsächlich jeder seine eigenen Vorstellungen. Genussvoll getrunkener Glen XY wäre für mich ok, JA-Korn nicht, Glücksspiel auf keinen Fall. Vielleicht verlogen...

 

@lurklurk

Danke für den Hinweis, da schaue ich mal rein!

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Momentan erscheint mir der hier im Hinblick auf meine Wünsche geeignet:

https://boerse.dab-b...eetTab=overview

 

Auch, wenn die Gebühren gewaltig sind. Verstehe ich das richtig, dass ich im Fall eines Sparplans jedes Mal den Ausgabeaufschlag zahle und jährlich die Verwaltungsgebühr hinzukommt? Kann man dann trotzdem 3 - 4 % Gewinn im Jahr machen?

 

Wenn die Angaben im Link richtig sind, dann ist der nicht sparplanfähig und hat eine Mindestanlagesumme von 5000 Euro, und ja, du zahlst bei entsprechenden Fonds jedes Mal den Ausgabeaufschlag. Die Verwaltungsgebühr wird dem Fondsvermögen entnommen und dir nicht extra in Rechnung gestellt. Ob die 3-4% Gewinn pro Jahr regelmäßig zu erreichen sind, hängt von der Börse ab, bzw. den Firmen, in die der Fonds investiert. Lässt sich nicht vorhersagen.

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Momentan erscheint mir der hier im Hinblick auf meine Wünsche geeignet:

https://boerse.dab-b...eetTab=overview

 

 

 

Strategie

 

Investiert wird global in Aktien von Unternehmen, die in ihrer jeweiligen Branche und Region unter ökologischen und ethischen Aspekten führend sind und die größten Ertragsaussichten besitzen.

 

Wenn ich das mal frei übersetzen darf.... Der Fonds investiert in den ethischsten der Abholzer von Regenwald und in den ökologischsten der Waffenproduzenten solange die Ertragsaussichten positiv sind. blink.gif

 

 

Auch, wenn die Gebühren gewaltig sind. Verstehe ich das richtig, dass ich im Fall eines Sparplans jedes Mal den Ausgabeaufschlag zahle und jährlich die Verwaltungsgebühr hinzukommt? Kann man dann trotzdem 3 - 4 % Gewinn im Jahr machen?

 

 

Ja verstehst du richtig und ja "kann" man....muss man aber nicht.

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Posted · Edited by ZappBrannigan

Mein Ziel ist es, möglichst "saubere" Indizes auswählen. Wenn möglich keine Energie und Pharma, definitiv keine Waffen. Zwei ETFs schweben mir derzeit vor, die von Finanztest empfohlenen

Zunächst einmal finde ich es löblich, dass du dir über diese Dinge Gedanken machst. Das Verhalten einiger Forenteilnehmer hier finde ich wiederum nicht so schön: Nur weil dieses Vorhaben schwierig und mit einigen Fallstricken behaftet ist muss man dem Fragesteller doch nicht gleich Naivität unterstellen. Die Frage wurde ja schließlich auch gestellt um die Umsetzbarkeit dieses Vorhabens zu erörtern.

 

Xenopus, lurklurk und otto03 haben das Hauptproblem jedoch wohl leider schon auf den Punkt gebracht: Es gibt kaum Produkte, die die es gibt sind überteuert und eben auch nicht unbedingt mit deiner Definition von "sauber" kompatibel. Einzelaktien wären tatsächlich für dich der einzige Ausweg. Bei den doch momentan noch recht bescheidenen Mitteln lässt sich eine halbwegs gut diversifizierte Einzelaktienstrategie aber kaum umsetzen.

 

Weiterhin habe ich mir häufiger auch schon die Frage gestellt ob eine Vermeidung von solchen Aktien überhaupt irgendetwas bewirkt (ich lasse mich aber gerne eines anderen belehren): Nehmen wir mal an ein guter Teil der Anleger würde ethische Grundsätze bei der Anlage berücksichtigen. Das Resultat wären unterbewertete Rüstungsfirmen, die wiederum für skrupellosere Anleger eine Mehrrendite versprechen würden. Damit will ich jetzt nicht unbedingt die Direktanlage in Rheinmetall-Aktien rechtfertigen, jedoch macht es diese Überlegung für dich vielleicht etwas weniger schmerzvoll Rheinmetall in einem Index-ETF zu tolerieren ("you have to bite the bullet" (pun intended), wie der Ami sagt). Das Verhalten von Firmen lässt sich meiner Meinung nach deutlich besser über das Konsumverhalten (bei Rheinmetall zugegebenermaßen schwierig) und über die Politik beeinflussen, also z.B. bei Wahlen aber auch über die Teilnahme in Parteien und anderen Interessenverbänden.

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Momentan erscheint mir der hier im Hinblick auf meine Wünsche geeignet:

https://boerse.dab-b...eetTab=overview

 

Auch, wenn die Gebühren gewaltig sind. Verstehe ich das richtig, dass ich im Fall eines Sparplans jedes Mal den Ausgabeaufschlag zahle und jährlich die Verwaltungsgebühr hinzukommt? Kann man dann trotzdem 3 - 4 % Gewinn im Jahr machen?

 

Wenn die Angaben im Link richtig sind, dann ist der nicht sparplanfähig und hat eine Mindestanlagesumme von 5000 Euro, und ja, du zahlst bei entsprechenden Fonds jedes Mal den Ausgabeaufschlag. Die Verwaltungsgebühr wird dem Fondsvermögen entnommen und dir nicht extra in Rechnung gestellt. Ob die 3-4% Gewinn pro Jahr regelmäßig zu erreichen sind, hängt von der Börse ab, bzw. den Firmen, in die der Fonds investiert. Lässt sich nicht vorhersagen.

Wenn Du wirklich in diesen oder einen anderen (aktiven) Fonds investieren willst, bietet sich evtl. ein anderes Depot an, bei dem Du keinen Ausgabeaufschlag zahlst.

In diesem Fall z.B. das Depot bei Fidelity, über die Crediteurope-Aktion https://www.fidelity.de/crediteurope/

Hier wäre der Fonds auch sparplanfähig https://www.fidelity.de/de/fonds/fonds-detailansicht.page?ISIN=LU0061928585#/ (Rabatt auf AA wird 100% mit obiger Aktion)

 

Ansonsten ich aber auch eher der Meinung, dass diese ethischen/ökologischen Fonds (noch) zu intransparent sind, bzw. gar nicht alle gewünschten Kriterien sinnvoll erfüllt werden können. Den Ausweg sehe ich nur in Einzelaktien, die man nach seinen persönlichen Kriterien auswählt.

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Hallo, danke einmal mehr für eure Hilfe, sehr nett!

 

der genannte Ökovision mag best in class sein, schließt aber folgende Branchen aus:

  • Kernenergie
  • Chlorchemie
  • Gentechnik
  • Raubbau
  • Tierversuche
  • Rüstungsgüter
  • Diskriminierung und
  • Kinderarbeit

https://www.gls.de/privatkunden/angebote/fonds-wertpapiere-beteiligungen/oekoworld-oekovision-classic/anlagekriterien/

 

 

 

 

 

Da kann ich gut mit leben. Bleibt halt teuer, aber für 3 -4 % mit 20 Jahren Laufzeit sollte es reichen. Bei der GLS Bank kann man mit Umweg Union Investment (37 Euro Gebühr pro Jahr fürs Depot) auch einen Sparplan anlegen. Einzige Bedingung - mindestens 100 Euro pro Ausgabe.

 

 

Bei GLS bekommt man auch deren eigenen Fonds:

 

https://www.gls.de/privatkunden/angebote/fonds-wertpapiere-beteiligungen/gls-bank-aktienfonds/fakten/

 

 

 

 

 

Der hat viel niedrigere Gebühren und ist auch bei GLS als Sparplan machbar.

 

 

 

 

Macht eine Kombi der beiden Sinn, wenn man monatlich gesamt 100 Euro anlegen und auf 20 Jahre 3 - 4 Prozent p.a. reinbekommen will? Mir ist klar, dass die vorgeschlagene Kombi MSCI World + Emerging Markets 70/30 viel mehr Geld einbringt, aber für seine Prinzipien muss man eben häufig bluten...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Meiner Meinung nach würdest du mit deinem Geld deutlich mehr erreichen, wenn du es in ein normales kostengünstiges Portoflio investieren würdest, und dafür einen Anteil am Ertrag sowie die gesparten Kosten ggü. einer "moralischen" Anlage direkt an Bedürftige, politische Institutionen spenden würdest.

 

So hingegen gibtst du Geld für Banken, Manager etc. aus, nur um Aktien von Unternehmen auszuschließend, die irgendwie "unmoralisch" sind. (Wobei bspw. Chlorchemie auszuschließen doch sehr seltsam ist)

Ob durch den Verzicht auf solche Aktien überhaupt ein nennenswerter Effekt entsteht ist völlig offen. Sicher ist nur: Das zur Selektion ausgegebene Geld haben jetzt Manager und Co. Und nicht etwa Bedürftige, Hilfsorganisationen, politische Aktivisten etc. pp.

 

Ich spende einen Teil meines Einkommens an Ärzte ohne Grenzen. Das erscheint mir deutlich sinniger zu sein als dieses Geld (oder einen Teil davon) für vermeintlich "moralische Investments" auszugeben, von denen ich nicht mal weiß, ob dadurch auch nur Ansatzweise ein ähnlicher Effekt erzielt wird.

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Hallo Secah,

ich habe mich mal auf den Sites der GLS und der Ökoworld umgesehen. Im Verkaufsprospekt wird stark auf den Anlageausschuß angehoben. Dieses 11köpfige Gremium unterstützt die Verwaltungsgesellschaft bei der Auswahl der Titel. Leider habe ich nirgendwo eine Seite gefunden, auf er ich diese 11 Menschen mal kennenlernen kann.

 

Die Mitglieder des Anlageausschusses werden aufgrund ihrer beruflichen Position oder der Tatsache, dass sie unternehmenspolitisch relevante Organisationen vertreten, ausgewählt. Sie stellen Kenntnisse zur Verfügung, die die Einhaltung ökologischer und sozialer

Anlagekriterien ermöglichen. Der Anlageausschuss ist hinsichtlich der Bestimmung seiner Mitglieder und hinsichtlich seiner Arbeitsweise und Beschlussfassung unabhängig von der Verwaltungsgesellschaft. Er hat insbesondere die Aufgabe, nachfolgend dargelegten Anlagebeschränkungen zu überwachen und der Verwaltungsgesellschaft diesbezüglich Empfehlungen zu geben.

 

Das kann man auf zwei Arten lesen:

1. Das sind Lobbisten. Irgendwelche Peta-Leute machen in Finanzen (..."unternehmenspolitisch relevante Organisationen vertreten")

2. Das sind Feigenblätter (...und der Verwaltungsgesellschaft diesbezüglich Empfehlungen zu geben) Empfehlt mal schön, wir machen doch was, wir wollen.

 

Keine Ahnung, was da läuft. Ich würde mir das mehr Transparenz wünschen. Warum stellt Ökoword nur den Vertrieb auf einer Seite vor http://www.oekoworld.com/privatkunden/uebersicht-fuer-privatkunden/ihre-beraterinnen/ und nicht auch den Anlageauschuß. Wäre doch mal interessant zu sehen, wer da drin ist. Gerade bei solchen stark weltanschaulich geprägten Unternehmen will man doch wissen, wer da mitmischt.

 

EDIT: Habe gerade während ich diesen Artikel schreibe den Jahresbericht abgerufen, da wird der Anlageausschuß kurz vorgestellt. Wäre aber trotzdem schön gewesen, wenn man das direkt auf der Web-Site hätte. Am besten noch mit weiterführenden Links.

Meine Welt ist das nicht. Zuviel Ideologie, haufenweise Leute aus dem öffentlichen Dienst und NGOs. Bevor ich denen mein Geld anvertraue würde ich noch den einen oder anderen Backgroundcheck machen.

 

Im Jahresbericht steht auch etwas zum Anlageprozess, wer kommt rein (neu dabei nach "hitzigen Diskussionen": Tesla Motors). Laut Jahresbericht hält der Ökovision Fonds Ende 2013 Anteile an 96 Unternehmen. Für meinen Geschmack keine ausreichende Diversifikation. Nur zum Vergleich: der MSCI Worls umfaßt gut 1.500 Unternehmen, beim MSCI EM sind es gut 800 Unternhmen. D.h. die Kombi umfaßt gut 2.300 Unternehmen. Obwohl man den Fonds zugute halten muß: Mit Dabur India ist der weltgrößte Produzent ayurvedischer Körperpflegeprodukte am Start und auch Kone (Rolltreppen und Aufzüge sind mit dabei).

Was ich nicht beurteilen kann: Ist das jetzt ein strategisch diverzifiziertes Portfolio oder ein wirres Sammelsurium? In wie weit reicht die Klammer "ethisch ok" aus? Keine Ahnung. Was mich persönlich wundert ist die tatsaache,d aß Osram mitmachen darf. Diese Energiesparlampen sind doch die totale Umweltsauerei.

 

Letzendlich geht es um Stockpicking. So steht´s auch im Jahresbericht "Stockpicking ist King". Damit bin ich als überzeugter Passivanleger raus aus dem Spiel. :con:Vor allem bei dem Zeithorizont, den der TO anstrebt.

 

 

Außerdem im Kleingedruckten:

Es wird erwartet, dass die durch den Einsatz von Derivaten und anderen Finanzprodukten mit derivativen Komponenten hervorgerufene Hebelwirkung (Leverage) 0 % des Fondsvolumens beträgt, sie kann allerdings je nach Handhabe des Fondsmanagers bis zu 50 % des Fondsvolumens betragen.

:o

 

 

Da kann ich gut mit leben. Bleibt halt teuer, aber für 3 -4 % mit 20 Jahren Laufzeit sollte es reichen.

Macht eine Kombi der beiden Sinn, wenn man monatlich gesamt 100 Euro anlegen und auf 20 Jahre 3 - 4 Prozent p.a. reinbekommen will? Mir ist klar, dass die vorgeschlagene Kombi MSCI World + Emerging Markets 70/30 viel mehr Geld einbringt, aber für seine Prinzipien muss man eben häufig bluten...

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt. :-

Die Mathematik sagt: Je geringer die Kosten, desto höher die Rendite. Ein MSCI World mit einem TER von 0,4 kann schon mal 2,1% schlechter abschneiden, als der Fonds (laut Anlegerinfo wurden im letzten Geschäftsjahr (Okt 2013) 2,5% an Gebühren fällg. Oder andersrum: Das Management muß 2,1% mehr an Rendite einfahren, als der MSCI World, um gleichzuziehen. Dauerhaft! Das Ganze unter der Prämisse, daß Du keinen Ausgabeaufschlag zahlst. Wenn Du doch die 5% zahlen musst, sollte man mal durchrechnen, ob ein gutes Tagesgeldkonto nicht rentabler wäre.

 

@Secah: Nicht den Kopf hängen lassen, je genauer man hinschaut, desto mehr Fragen tun sich auf. Aber für Dich als Journalist ist das ja das tägliche Brot. Bleib dran und "Bild Dir Deine eigene Meinung" :D

 

Gruß

Xenopus

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Anlageausschuss ist natürlich auf den Webseiten. ->Sitemap->Anlageausschuss

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Anlageausschuss ist natürlich auf den Webseiten. ->Sitemap->Anlageausschuss

 

Stimmt. Ich hab´s nur über die normale Navigation links probiert. Da war nichts. Über die Sitemap zu gehen erfordert aber besondere Hartnäckigkeit. Hätte ich da nie vermutet. Oft genug findet man hinter Sitemap eine Seite, die auf Google zugeschnitten ist.

 

Gut, damit nehme ich 50% meiner Kritik zurück. ;-)

 

Xenopus

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Wenn Du es ernst meinst mit der Auswahl an ethischen Unternehmen, dann geht an Einzeltiteln eigentlich kein Weg vorbei. Das Problem sind die 100 Euro pro Monat, denn unter 1000 Euro machen Einzeltitel wegen der hohen Kaufspesen wenig Sinn und 10-15 Titel sollten mittelfristig im Depot drin sein für eine halbwegs akzeptable Diversifizierung. Die Auswahl der Titel über irgendwelche Indices (Auswahlkriterium den besten der schrecklichen) oder über ein intransparentes Entscheidungsgremium würden mich persönlich nicht begeistern. Das Ergebnis ist möglicherweise nur graduell ethischer als normale Investments auch. Da es Dir offensichtlich nicht um eine Marktrendite geht, ist es ja auch nicht so schlimm, falls Deine selbst getroffene Aktienauswahl 2-3 % hinter dem Markt zurück bleiben würde. Damit wärst Du voraussichtlich immer noch besser als wenn Du in den oben genannten Fonds investierst. Diese Chance besteht absolut, Dein Anlageziel zu erreichen (100 % Garantien gibt es ohnehin keine) auch wenn Deine Aktienauswahl nicht perfekt ist im Sinne größtmöglicher Rendite.

 

Man könnte z.B. so vorgehen dass man zuerst einmal spart, ohne zu investieren, bis 2000 Euro zusammen sind. Dann ein Depot bei einem Broker mit freetrades für das neue Depot eröffnen. Die 2000 Euro könnte man dann auf 4 Aktien á 500 Euro verteilen und so eine gewisse Mindeststreuung erreichen. Vielleicht kann man nach ein paar Monaten noch den letzten free trade für eine 5. Aktie nutzen. In den folgenden Jahren würde ich dann jeweils eine weitere Aktie hinzufügen, sobald 1000 Euro zusammen sind.

 

Wie könnte man die Aktien auswählen? Ein sehr pragmatischer Ansatz könnte so aussehen, dass Du die Anlagelisten von ein oder zwei einschlägiger Fonds als Vorauswahl übernimmst und dann Unternehmen selektierst, die Du selbst genauer anschaust in Bezug auf ihre Wirtschaftstätigkeit. Dabei solltest Du darauf achten, Unternehmen verschiedener Branchen und Anlageregionen zu mischen, damit das Depot nicht zu einseitig wird. Aufzüge und Rolltreppen finde ich dabei ähnlich interessant wie Eisenbahnen, REITS, Medizintechnik oder Schokolade. Um ausgesprochene Öko Aktien würde ich dabei einen Bogen machen. Wenn Du freilich die komplette Herstellungskette betrachtest zurück bis zu den Rohstoffen, kann es enger werden.

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Posted · Edited by GoGi

Meiner Meinung nach würdest du mit deinem Geld deutlich mehr erreichen, wenn du es in ein normales kostengünstiges Portoflio investieren würdest, und dafür einen Anteil am Ertrag sowie die gesparten Kosten ggü. einer "moralischen" Anlage direkt an Bedürftige, politische Institutionen spenden würdest.

Genau so ist es.

 

Im Prinzip könntest du sogar an Vereinigungen spenden, die den Kapitalismus abschaffen wollen und dich später (teilweise) enteignen. In dem Fall würdest du dich sogar über den Verlust freuen. :rolleyes: Wenn aber deine 1,8% in die Taschen irgendeines Managers fließen, ist das auch ein Velust, aber da sehe ich jetzt nicht, wie das je Freude auslösen könnte.

 

Übrigens, wenn du bestimmte Aktien ausschließt, führt das dazu, dass andere damit mehr Gewinn machen als sonst möglich gewesen wäre. Und das sind dann wohl die, welche den oben angesprochenen ähnliche Organisationen eher nicht unterstützen.

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Posted · Edited by secah

Hallo,

 

danke einmal mehr für eure Informationen und Ratschläge. Einzelaktien kaufen ist etwas für Menschen mit Ahnung - die ich nicht habe. Ich habe vor 8 Jahren probehalber drei einzelne Aktien von drei unterschiedlichen Solarherstellern gekauft. Ich war überzeugt, ich kann nur gewinnen. AUs 75 Euro wurden 2 :-) . Gute Lektion. Nachteil bei Einzelaktien ist in meinen Augen wieder die zu geringe Streuung. Da sind die lediglich 70 Unternehmen bei Ökoworld ja schon eine deutliche Verbesserung. Die 2000 Euros sind hingegen kein Problem, ich möchte etw 25.000 Euro investieren und zusätzlich monatlich 100 Euro per Sparplan nachlegen.

 

Zur Moral - wenn ich beispielsweise in den MSCI World investiere, dann sind da auch Chevron und Co drin. Habe ich Mitsprachemöglichkeiten? Nein, keine. Somit investiert Chevron mein Geld in Fracking. Ich mache etwas mehr Gewinn. Spende ich mein gewonnenes Geld hinterher an Greenpeace, können die auch kaum was ausrichten gegen die Lobbyisten in den Ministerien. Mein Hauptgebiet als Journalist sind Korruption und Lobbyismus - eigentlich müsste ich mir jeden Abend den Strick nehmen, wenn ich einmal mehr sehe, was da passiert. Was passiert, wenn nicht ich Chevron mein Geld gebe? Dann tut es jemand anders und kassiert das Geld. Und investiert den Gewinn gleich wieder in Chevron, die somit noch mehr Geld zur Verfügung haben. Warum tue ich es trotzdem nicht? Weil nur dann eine Kehrtwende möglich ist, wenn einige wenige jahrelang ohne Erfolg durchhalten und sich dann ganz langsam nach Jahrzehnten etwas verschiebt. Ich bin gegen Atomkraft, seit ich 12 bin und auch da hat es ein wenig gedauert. Und all die Jahre habe ich sehr viel teureren Biostrom bezogen. Der heute billiger ist als mein Regionalanbieter. Ich finde auch das Modell von Triodos interessant. Die üben aktiv Druck aus auf Unternehmen. Eigentlich best in class aber keine Kinderarbeit, Atomkraft, Umweltprobleme...

http://www.triodos.d...r-diesen-fonds/

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir helft, dass mit Ökoworld einmal durchzurechnen und mir meine zweifellos vorhandenen Denkfehler aufzeigt.

 

Ich investiere alle zwei Monate 100 Euro. Macht 600 Euro im Jahr. Minus 5 Prozent Ausgabeaufschlag. Bleiben tatsächliche 570 Euro. Momentan Wert pro Anteil: 126,83, Ausgabepreis 133,17

 

Für meine 600 Euro / 133,17 bekomme ich also etwa 4,5 Anteile. In den vergangenen 5 Jahren betrug die Wertentwicklung 67,42 Prozent, pro Jahr im Schnitt also 13,484 Prozent. Vorher schlechter, aber seit Managerwechsel gut.

 

Aus meinen 570 Euro würden momentan vor Abzug von Gebühren 570 + etwa konservativer angesetzte 10 Prozent gleich 632 Euro. Minus 1,76% Verwaltungsgebühr. Macht 600 - 1,78% gleich 632 - 10,7 Euro ist 621,3. Abzüglich 33 Euro Depotgebühr über GLS / Union Investment (anderswo vielleicht umsonst) per Jahr. Fällt die Depotgebühr weg, mache ich also Gewinn, ansonsten Verlust. Richtig gerechnet?

 

 

GLS:

600 Euro bleiben 600, weil kein Ausgabeaufschlag. Da kann ich also auch jederzeit mehr oder weniger verlustfrei raus. Momentane Wertentwicklung etwa 5 Prozent. Aus 600 Euro werden 630 Euro. Minus Verwaltungsgebühr von 1,7 % gleich 600 - 1,7 sind 10,2. Also 630 -10,2 gleich 619,8.

 

Dabei fällt mir auf - berechnet sich die Verwaltungsgebühr über das Jahresendergebnis oder die eingezahlte Summe?

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Die Verwaltungsgebühr wird aus dem Fondsvermögen bezahlt, dadurch verringert sich der Anteilspreis entsprechend, was du aber in der Regel nicht erkennen wirst, da sich der Anteilspreis tagtäglich verändert.

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Ich bin gegen Atomkraft, seit ich 12 bin und auch da hat es ein wenig gedauert. Und all die Jahre habe ich sehr viel teureren Biostrom bezogen. Der heute billiger ist als mein Regionalanbieter.

Schönes Beispiel. Bist du 100% sicher, dass du keinen Atomstrom bekommst, der nur über irgend einen Zertifikatehandel (Ablassdeal) grün gewaschen wurde? Und selbst wenn dein Versorger sagt, dass er ausschließlich "guten" Ökostrom einkauft, so wird aus deiner Steckdose trotzdem auch Atomstrom kommen, weil es keine getrennten Netze gibt, es sei denn, du hast einen Atomstromfilter eingebaut.

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