patient4711's Depot

518 posts in this topic

Posted · Edited by Schildkröte

Danke für die Blumen und Dein Feedback! :) Grundsätzlich kommt es bei jeder Marke auf den jeweiligen Einzelfall an. Ich denke auch, dass Luxusmarken eine längere Halbwertszeit haben als mittel- und niedrigpreisige Marken (Hermes vs. Gerry Weber vs. KiK). Es kommt dabei aber nicht nur auf das Prestige und der damit verbundenen Marge der jeweiligen Marke an. Auch ist wichtig, dass die Marke gepflegt wird. Procter & Gamble etwa hat z. B. blend-a-med vernachlässigt. Auch Louis Vuitton schwächelte zwischenzeitlich in den Achtzigern, nachdem die Marke eine zeitlang womöglich zu stark vermarktet wurde. 4711 und Old Spice sind eher über einen längeren Zeitraum dahingesiecht. Auch wenn das Risiko im Luxusbereich geringer ist, ist ein Wertverfall trotzdem nicht ausgeschlossen. Von daher bleibe ich bei meiner Empfehlung für LVMH, Richemont, Kering etc. und bin ggf. gerne bereit, für diese einen Aufschlag gegenüber Pure Playern zu bezahlen. Bei Techwerten kommt neben dem Image vor allem auch noch der schnelllebige technologische Fortschritt hinzu. Nokia lässt grüßen. Apple ebenfalls bald? Für mich ist Apple irgendwo eine Lifestylemarke.

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Nun auch von mir ein kleines Monats-Update. Von einigen Dingen habe ich Euch ja schon berichtet.

 

In diesem Monat gab es eine Dividendenkürzung bei Belle (-60%). Die Zahlen zum Geschäftsjahr waren schlecht: knapp 40% Gewinnrückgang. Allerdings waren 3/4 des Rückgangs Impairments. Der 'reelle' Rückgang war um die 10%, das sagt auch der Cash Flow. Es gibt eine gegenläufige Entwicklung: klassische Schuhe scheinen Out zu sein und Sportartikel dagegen in. Leider macht die Sportabteilung weniger Marge und hat (noch) weniger als 50% Umsatzanteil, konnte die Schuhsparte also nicht ausgleichen. Nun haben mich also die für die Modebranche typischen Probleme eingeholt. Die Frage ist nun: mit großem Verlust verkaufen oder auf Besserung hoffen? Ich tendiere dazu auf eine günstigere Verkaufsgelegenheit zu warten weil:

 

  • die bei schlechten Nachrichten übliche Übertreibung nach unten
  • die Sportsparte ist gesund. Sie könnte wenn sie weiter so wächst die Schuhsparte als stärkste Sparte beerben
  • Das Verlustrisiko existiert, ist aber begrenzt. Der Depotanteil ist durch den Rückgang nicht mehr allzu groß.
  • Der 'reelle' Gewinn-Rückgang war 10%, also weit weniger als die 40%. Der Aktienpreis reflektiert aber eher die 40%.
  • die ähnliche Strategie hat 2013-2015 mit K+S funktioniert.

Was mich jedoch erstaunt war die starke Dividenden-Kürzung. Will das Management immer wiederkehrende Kürzungen vermeiden? Ist es (über-) vorsichtig? Nach weiterem Schuldenabbau liegt die EK-Quote nun nämlich bei über 80%.

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Posted · Edited by Schildkröte

Hat sich das Management von Belle eventuell über eine angestrebte Eigenkapitalquote geäußert? 80% ist schon was doll. Dann könnte man überschüssiges Geld eigentlich auch nutzen, um bei Gewinneinbrüchen eine Dividendenkontinuität zu gewährleisten. Oder ist demnächst eine (größere) Übernahme geplant?

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Hat sich das Management von Belle eventuell über eine angestrebte Eigenkapitalquote geäußert? 80% ist schon was doll.

Eine Policy gibt es nicht, nein. Allerdings ist das Unternehmen zu 40% im Besitz des Managements (die auch die Gründer sind). Es ist ja häufig so das Familienunternehmen kaum Schulden haben (wie z.B. Henkel, Fuchs oder Richemont).

 

Dann könnte man überschüssiges Geld eigentlich auch nutzen, um bei Gewinneinbrüchen eine Dividendenkontinuität zu gewährleisten. Oder ist demnächst eine (größere) Übernahme geplant?

Finde ich auch. Die Dividendenpolitik ist ziemlich inkonsistent: letztes Jahr trotz Stagnation satte Erhöhung, dieses Jahr dann Kürzung. Von einer Übernahme weiß ich nichts, nein. Entweder ist tatsächlich eine Übernahme geplant und man ist noch in Verhandlung oder das Management sieht dunkle Wolken am Horizont. Ich glaube das sind die wahrscheinlichsten Szenarien.

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Heute gibt es eine Vollzugsmeldung: Ich habe mein IB Depot aufgelöst und alle dortigen Positionen zu meinem deutschen Depot umgezogen. Da ich den Hickhack mit Positionsübertragung nicht wollte, habe ich alle Positionen verkauft und wieder gekauft. Dabei habe ich leider Aflac unterschlagen (der Hauptanteil war allerdings im deutschen Depot). Um das auszugleichen, werde ich bei Gelegenheit Aflac nachkaufen.

 

Bei der Aktion jetzt im Juni hatte ich nur noch eine Minderheit zum Umziehen (die Aktien bei denen Dividenden offen waren). Ich habe die Positionsgrößen beibehalten, nur bei Unilever habe ich ein wenig aufgestockt, obwohl ich die Aktie derzeit nicht gerade günstig fand. Der Grund war die Mini-Positionsgröße.

 

Beim Anschauen des Depots merke ich jetzt schon, das der Verwaltungsaufwand geringer ist. In Zukunft werde ich wegen der höheren Kosten wohl nicht mehr ganz so regelmäßig zukaufen.

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Wo bist du denn gelandet?

Bei der Aktion dürftest du durch die Preisdifferenz von Kauf und Verkauf ja sicherlich auch noch mal etwas gezahlt haben, oder?

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Wo bist du denn gelandet?

Wie meinen?

 

Bei der Aktion dürftest du durch die Preisdifferenz von Kauf und Verkauf ja sicherlich auch noch mal etwas gezahlt haben, oder?

Ich hatte Glück: ich habe verkauft bevor die erste Brexit Unruhe letzte Woche aufkam und daher hatte ich etwas günstigere Kurse zum wieder-Kauf. Insbesondere bei Unilever hat sich das ganz gut ausgewirkt.

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Bei welchem deutschen Depotanbieter meine ich.

Glückwunsch zum guten Timing :thumbsup:

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Bei welchem deutschen Depotanbieter meine ich.

Es ist Comdirect. Nicht der billigste, aber der Service hat immer gepasst.

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Auch im Bezug auf die Rückerstattung ausländischer Dividenden?

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Auch im Bezug auf die Rückerstattung ausländischer Dividenden?

Kostet 20 EUR pro Vorgang. Von daher habe ich erstmal Aktien ins Depot gelegt bei denen das nicht nötig war.

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Posted · Edited by patient4711

Liebe Mitleser,

 

und wieder hat es einen Kauf für mein Depot gegeben. Diesmal habe ich Abbott nachgekauft. Zum einen hat es keinen Kandidaten gegeben, der durch den Brexit extrem günstig geworden wäre. Andererseits hat Abbott exakt den Kurs vom Mai (in EUR) und der Depotanteil von Abbott war extrem niedrig. Vielleicht hat auch eine Rolle gespielt dass die 1. Dividende im August eintrifft B-)

 

Alternativen wären gewesen: Diageo (keine Brexit Reaktion des Kurses), MüRü (durch Brexit günstig, aber hoher Depotanteil), BASF (ähnlich), Richemont (scheint immer noch günstiger zu werden, Prio war außerdem Aufstockung kleiner Positionen).

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Guter Kauf, wie ich finde - und Luft nach oben besteht imho auch mehr als genug smile.gif

 

 

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Guter Kauf, wie ich finde - und Luft nach oben besteht imho auch mehr als genug smile.gif

Es ist hier einiges an Unsicherheit wegen der Aquisitionen eingepreist. Also 2 davon hätten nicht sein müssen, auch wegen der Schulden. STJ passt aber hervorragend. Vielleicht darf ich mir was wünschen und Alere klappt nicht?

 

Dann gab es da noch eine überraschende last Minute Dividendenerhöhung im Juni: GIS hat nochmal um 4,3% erhöht. Wir wären dann bei 8,7% das Jahr. Da der Umsatz stagniert, hätte mir eine eigentlich gereicht. So besteht das Risiko das wir so ein Szenario wie mit PG bekommen.

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Da wir heute den letzten Handelstag des Monats haben, wage ich mich mal an ein kleines Update:

 

Die Aktien in meinem Depot sind gut gelaufen, insbesondere Abbott und Diageo haben gut zugelegt (so um 15-20%). Einerseits finde ich das gut, denn scheinbar teilt Mr. Market meine Einschätzung. Leider werden dadurch Investitionsmöglichkeiten rar, meine 2 besten Ideen fallen weg. Da ich mir einen Urlaub gegönnt habe, ist das Problem mangels Cash derzeit aber nicht so dringend B-).

 

Wenn mich meine Erfahrung eins gelehrt hat, dann das es immer Optionen gibt und das die Situation schnell wechseln kann. Wenn wieder Cash zum Investieren da ist drängt sich vielleicht ein neuer Kandidat auf...

 

Dividendenerhöhungen:

  • Diageo +5% (wie angekündigt und erwartet)

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Nachdem von mir nur in anderen Threads zu lesen war, lasse ich in meinem eigenen mal was von mir hören. Das Thema Watchlist habe ich in letzter Zeit hier gar nicht behandelt.

 

Wie im letzten Thread geschrieben, werden die Investment-Ideen langsam rar. Als neuer Kandidat von meiner Watchliste kämen derzeit preislich nur Richemont oder Triffany in Frage. Aufstocken würde ich am ehesten bei Aflac (die ist eigentlich nie teuer) oder Henkel (mit dem Halbjahres EPS von 2,50 liegt das KGV bei 20).

 

Somit gab es einige neue Untersuchungen:

 

  • Genuine Parts. von den langfristigen Zahlen solider Blue Chip, etliche Sparten, an ein extremes Onlinehandel Risiko glaube ich nicht. Leider derzeit überteuert.
  • Nike: eine tolle Wachstumsaktie und Produkte die jeder versteht. Das Wachstum ist außerdem komplett intern! Nachteil ist vielleicht das es nur die eine Marke gibt. Mit KGV 25 selbst für einen Wachstumstitel zu teuer. Vom Gefühl her würde ich sagen sind in der Consumer Discretionary Branche Luxusgüter sicherer.
  • WPC Carey. Hier bin ich noch nicht ganz durch. Zur Abwechslung mal ein REIT der in den US und in Europa unterwegs ist, und das reizt mich. Als Industrie REIT hat man auch nicht die Abhängigkeit vom Gesetzgeber, wie ich das mit HCP erfahren durfte. Laut seekingalpha derzeit sogar leicht unterbewertet.
  • Als neuen Kandidaten habe ich Red Electrica (Dank an Tutti). Für einen Versorger haben die gute Zahlen, sowohl bei Rendite als auch Wachstum (!). Auch gefällt mir die Idee des Managements, nach Südamerika zu expandieren. Von der Berichterstattung her auch fast angelsächsisches Niveau. Als reiner Übertragungsnetzbetreiber gibt es auch keine Abhängigkeit von Energieträgern. Ich würde sagen, die Aktie handelt derzeit so etwa fair.
  • Disney: von den Zahlen her super Firma und als Aktie derzeit recht günstig. Mir ist nur die Branche nicht geheuer. Disney MUSS jedes Jahr Filme rausbringen die der Masse gefallen. Außerdem könnten Fernsehsender und Kabelanbieter obsolet werden, man munkelt ja das die neue Generation mit Fernsehen nichts am Hut hat.

So, vielleicht sind ja auch für euch interessante Anregungen dabei gewesen. Wenn Ihr zu der Diskussion beitragen wollt, seid Ihr herzlich eingeladen.

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Posted · Edited by Schildkröte

Hallo Forenkollege,

 

danke für das Update bzw. die Anstöße! Mit der Medienbranche beschäftige ich mich ebenfalls und habe wie Du Zweifel. Abschreiben sollte man die Branche nicht. Schließlich muss irgendjemand den Content produzieren. Fragt sich nur, wie man damit Geld verdient. Seit längerem erleben wir ja einen regelrechten Serienhype. Primus ist dabei der zu Time Warner gehörende Pay-TV-Sender HBO. Doch was ist mit klassischen Fernsehsendern, die sich über Werbung finanzieren? Bei geringeren Einschaltquoten gehen auch die Werbeeinnahmen zurück. Reine Infrastrukturanbieter wie AT&T (inkl. DirecTV) oder Kabelanbieter müsste man doch auch weiter brauchen. Bei Comcast hast Du eine Mischung aus beidem. Bei Disney solltest Du die Freizeitparks nicht vergessen.

 

Red Electrica will nach Südamerika expandieren? Dass wir dort derzeit wirtschaftlich erhebliche Probleme sowie eine Zunahme sozialistischer Zustände beobachten müssen, solltest Du in eine mögliche Investmententscheidung einfließen lassen. Nike finde ich verdammt teuer. Aber ich habe mir abgewöhnt, ständig die selben Argumente gegen die Handels- sowie Mode- und Sportartikelbranche vorzutragen. Schau Dir mal die aufstrebende, fundamental jedoch völlig überteuerte Under Armour an. Tiffany ist ein Pure Player, richtig? Dann doch lieber LVMH/Dior, Kering oder Richemont. Für die aufgrund der Klebstoffsparte recht zyklische Henkel willst Du wirklich ein KGV von 20 bezahlen?

 

Gepanzerte Grüße

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Posted · Edited by patient4711

Hallo Forenkollege,

 

danke für das Update bzw. die Anstöße! Mit der Medienbranche beschäftige ich mich ebenfalls und habe wie Du Zweifel. Abschreiben sollte man die Branche nicht. Schließlich muss irgendjemand den Content produzieren.

Ist halt nur die Frage, wer den Geschmack trifft. Disney hat ja auch Lucasfilm und Pixar gekauft, weil es mit den eigenen Filmen nicht mehr wirklich lief. Zeigt aber auch: Disney hat die Größe zur Not einfach einen Scheck zu zücken...

 

Primus ist dabei der zu Time Warner gehörende Pay-TV-Sender HBO.

Habe zu Time Warner auch einen Artikel gelesen: die Aktie muss derzeit sehr günstig sein.

 

Reine Infrastrukturanbieter wie AT&T (inkl. DirecTV) oder Kabelanbieter müsste man doch auch weiter brauchen. Bei Comcast hast Du eine Mischung aus beidem.

Bei At&T und Konsorten denke ich immer, die Telefonanbieter können jederzeit einen Preiskrieg anzetteln. Wie seht Ihr das? Schließlich ist AT&T ein Klassiker. Comcast war mir bis jetzt unbekannt.

 

Red Electrica will nach Südamerika expandieren? Dass wir dort derzeit wirtschaftlich erhebliche Probleme sowie eine Zunahme sozialistischer Zustände beobachten müssen, solltest Du in eine mögliche Investmententscheidung einfließen lassen.

Red Electrica hat schon expandiert: 2015 gab es Zukäufe in Peru und Chile. Da die Versorger-Branche eine der stabilsten überhaupt ist, sollten wirtschaftliche Probleme wenig Auswirkungen haben. Politische Probleme sind in der Tat ein Risiko. Probleme gibt es vor allem in Argentinien, Brasilien und vor allem Venezuela. Nach Wikipedia ist Chile der reichste Staat in Südamerika und Peru der am stärksten wachsende. Trotzdem werde ich die politischen Umstände prüfen.

 

Nike finde ich verdammt teuer. Aber ich habe mir abgewöhnt, ständig die selben Argumente gegen die Handels- sowie Mode- und Sportartikelbranche vorzutragen. Schau Dir mal die aufstrebende, fundamental jedoch völlig überteuerte Under Armour an.

Ich glaube Modemarken dürften schneller kommen und gehen als die großen Sportmarken. Nike und Adidas kenne ich schon seit meiner Jugend als große Sportmarken. Ein Restrisiko bleibt, da hast Du recht. Da es im Depot nicht belibig Plätze hat, wäre es auch eine Option nach dem Sportartikel-Hersteller VFC auf Luxusgüter zu setzen.

 

Under Armour hat in 3 Jahren den Gewinn verdoppelt, alle Achtung. Wäre ein Wachstum von 24% nach der 72er Regel. Die Aktie ist trotzdem zu teuer.

 

Für die aufgrund der Klebstoffsparte recht zyklische Henkel willst Du wirklich ein KGV von 20 bezahlen?

 

Gepanzerte Grüße

Valider Punkt. Sagen wir so: andere Aktien sind noch teuer, und das Wachstum sieht im Gegensatz zu vielen anderen nichtzyklischen Unternehmen gut aus (in H1/2016 9%). In der letzten Krise sahen die Zahlen gar nicht sooo schlecht aus: in 2009 Gewinneinbruch um 50%, und in 2010 hatten sie das Niveau davor wieder. Der Einbruch war zudem größtenteils auf eine Umstrukturierung von Schwarzkopf zurückzuführen. In 2008 gab es einen Einmalgewinn aufgrund Veräußerung von Ecolab.

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Posted · Edited by Dudelinode

Nachdem von mir nur in anderen Threads zu lesen war, lasse ich in meinem eigenen mal was von mir hören. Das Thema Watchlist habe ich in letzter Zeit hier gar nicht behandelt.

 

Wie im letzten Thread geschrieben, werden die Investment-Ideen langsam rar. Als neuer Kandidat von meiner Watchliste kämen derzeit preislich nur Richemont oder Triffany in Frage. Aufstocken würde ich am ehesten bei Aflac (die ist eigentlich nie teuer) oder Henkel (mit dem Halbjahres EPS von 2,50 liegt das KGV bei 20).

 

Somit gab es einige neue Untersuchungen:

 

  • Genuine Parts. von den langfristigen Zahlen solider Blue Chip, etliche Sparten, an ein extremes Onlinehandel Risiko glaube ich nicht. Leider derzeit überteuert.
  • Nike: eine tolle Wachstumsaktie und Produkte die jeder versteht. Das Wachstum ist außerdem komplett intern! Nachteil ist vielleicht das es nur die eine Marke gibt. Mit KGV 25 selbst für einen Wachstumstitel zu teuer. Vom Gefühl her würde ich sagen sind in der Consumer Discretionary Branche Luxusgüter sicherer.
  • WPC Carey. Hier bin ich noch nicht ganz durch. Zur Abwechslung mal ein REIT der in den US und in Europa unterwegs ist, und das reizt mich. Als Industrie REIT hat man auch nicht die Abhängigkeit vom Gesetzgeber, wie ich das mit HCP erfahren durfte. Laut seekingalpha derzeit sogar leicht unterbewertet.
  • Als neuen Kandidaten habe ich Red Electrica (Dank an Tutti). Für einen Versorger haben die gute Zahlen, sowohl bei Rendite als auch Wachstum (!). Auch gefällt mir die Idee des Managements, nach Südamerika zu expandieren. Von der Berichterstattung her auch fast angelsächsisches Niveau. Als reiner Übertragungsnetzbetreiber gibt es auch keine Abhängigkeit von Energieträgern. Ich würde sagen, die Aktie handelt derzeit so etwa fair.
  • Disney: von den Zahlen her super Firma und als Aktie derzeit recht günstig. Mir ist nur die Branche nicht geheuer. Disney MUSS jedes Jahr Filme rausbringen die der Masse gefallen. Außerdem könnten Fernsehsender und Kabelanbieter obsolet werden, man munkelt ja das die neue Generation mit Fernsehen nichts am Hut hat.

So, vielleicht sind ja auch für euch interessante Anregungen dabei gewesen. Wenn Ihr zu der Diskussion beitragen wollt, seid Ihr herzlich eingeladen.

 

 

Ich habe deine Anmerkungen mal mit meinen Kaeufen der letzten 6 Monate verglichen. Gibt da doch einiges an Schnittmengen. Ich habe mich fuer Nike, Disney entschieden. Bei Nike und Richemont scheine ich es zumindest basierend auf aktuellen Preisen recht gut getimed zu haben. Disney duempelt erst seit ein paar Wochen in meinem Depot rum - die Story zum letzten Quartalsergebnis fand ich aber ueberzeugend.

 

REITs ueberlege ich auch immer wieder aber stehe dem Ganzen aufgrund der schon langen Niedrigzinsphase und Abhaengigkeit von den politischen Rahmenbedingungen kritisch gegenueber.Oben auf meiner Watchlist stehen Colgate Palmo, SAP und Church Dwight. Allerdings finde ich alle 3 aktuell sehr sportlich bewertet.

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Posted · Edited by patient4711

Ich habe deine Anmerkungen mal mit meinen Kaeufen der letzten 6 Monate verglichen. Gibt da doch einiges an Schnittmengen. Ich habe mich fuer Nike, Disney entschieden. Bei Nike und Richemont scheine ich es zumindest basierend auf aktuellen Preisen recht gut getimed zu haben. Disney duempelt erst seit ein paar Wochen in meinem Depot rum - die Story zum letzten Quartalsergebnis fand ich aber ueberzeugend.

Ja, Nike und Richemont waren schonmal 10% günstiger zu haben. Insbesondere bei Richemont ärgert mich das.

 

REITs ueberlege ich auch immer wieder aber stehe dem Ganzen aufgrund der schon langen Niedrigzinsphase und Abhaengigkeit von den politischen Rahmenbedingungen kritisch gegenueber.

Ich denke, Du machst Dir hier ein Problem wo keins ist. Niedrigzinsphase: andere Unternehmen haben genauso reichlich Schulden, oft sogar dass es kracht. Klar sind REITS zinsabhängiger als andere Branchen. Wenn die Zinsen anziehen, steigt aber auch die Inflation, und die Mieten werden mit steigen. Politische Rahmenbedingungen: ich verstehe wirklich nicht wo Du dieses Argument herholst. Bei healthcare REITs vielleicht, aber die anderen?

 

Oben auf meiner Watchlist stehen Colgate Palmo, SAP und Church Dwight. Allerdings finde ich alle 3 aktuell sehr sportlich bewertet.

Da ich keine Tech Titel mag, findet sich SAP nicht auf meiner Watchlist. Wenn IT, dann aber SAP denn die Abhängigkeit der Kunden ist enorm. CHD ist genauso auf der Watchlist.

 

Colgate hatte ich wegen der Schulden verworfen, aber erst vor kurzem wiederentdeckt. Grund: CL hat reichlich treasury shares in der Bilanz und laut IFRS sind sie mit negativen Anschaffungskosten zu bewerten. Wenn wir sie stattdessen mal mit +-0 ansetzen dann sieht die Bilanz auf einmal sehr viel freundlicher aus (ich nehme an man hätte sie vernichtet, was mir logischer erscheint als IFRS).

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Heute gibt es ein vorzeitiges Update (Freibad ruft).

 

Diesen Monat gab es unter anderem Zahlen und Dividendenanpassungen von BHP Billiton und Admiral:

 

  • wie erwartet hat BHP Billiton schlechte Zahlen präsentiert und die Dividende von 0,62 auf 0,14 USD gesenkt. Wenn man den Cash Flow anschaut war das die richtige Maßnahme. Die Aktie hat dieses Jahr schon 50% gemacht, meine Entscheidung war wohl richtig, keinen Panikverkauf vorzunehmen. Ich hatte immer wieder mal überlegt nachzulegen, aber hätte, hätte, Fahrradkette...
  • Für mich unerwartet hat es bei Admiral praktisch keine Ergebnissteigerung gegeben. Mr. Market hat das ebenfalls nicht erwartet und die Akie doch ein wenig abgestraft. Die Solvency 2 Sonderausschüttung herausgerechnet, bleibt die (üppige) Dividende konstant.

Was mir auch auffiel ist, dass Mr. Market die Überbewertung von Digital Realty etwas abgebaut hat. Da Admiral und DLR große Positionen sind, hat der Depotwert etwas Federn gelassen. Bin dieses Jahr aber immer noch bei +10%.

 

Einen Kauf gab es ebenfalls. Wie fleißige Mitleser wissen, war die Auswahl diesmal nicht so groß. Letztendlich habe ich mich für Whitbread entschieden (danke an die Tipps aus dem Tutti Thread). Vor etwa 2 Jahren hatte ich mir die Aktie schonmal angeschaut, leider lag da das KGV bei knapp 30. Jetzt für 19 ist die Aktie kein absolutes Schnäppchen, aber für die Zahlen fand ich den Preis ok. Schließlich ist das Unternehmen hochprofitabel und wächst anständig. Für heutige Zeiten ist auch die Dividendenrendite von 2,2% ein echtes Argument. Wie immer füge ich den Depotstand bei, sobald sich etwas größeres ändert.

 

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Heute schreibe ich Euch wegen einer Investition die ich getätigt habe. Üblicherweise investiere ich ja zum Monatswechsel, aber der Reihe nach...

 

Wie Ihr wisst hatten wir den ganzen Hochsommer Höchststände an den Börsen. In den letzten Tagen stellte ich fest dass der Kurs von VFC etwa 10% von den Höchstständen nachgegeben hat. Laut seekingalpha lag der letzte Rückgang an einem Downgrade einer großen Bank. Da der Patient ja ein langfristiger werteorientierter Investor ist, hat er hier zugeschlagen. Man weiß ja nie wie lange die Situation so günstig ist. Der 2. Grund ist, das VFC eine recht kleine Position im Depot ist. Die 1. Dividende der Neuinvestition kommt dann als leicht vorgezogenes Weihnachtsgeschenk B-)

 

Zu mehr als einer vorgezogenen Regelinvestition hat es aber nicht gereicht, dafür hätte der Abschlag höher sein müssen. Wenn es zu einem Rücksetzer kommt wie oft im Herbst habe ich also trockenes Pulver.

 

Weil einige Kollegen und Kolleginnen hier über mangelnde Motivation klagen, möchte ich auch noch einen Denkanstoß geben: TJX hat infolge schlechter als erwarteter Zahlen ebenfalls so etwa 10% nachgegeben. Wer also die Aktie mag hätte vielleicht einen guten Einstiegszeitpunkt, zumindest in Relation zu den Preisen anderer Aktien. Habe das auch schon überlegt, aber da ich den Konkurrent Ross im Depot habe, habe ich das Gefühl das ich mir eine andere Unter-Branche suchen sollte, wenn ich noch einen Händler ins Depot lege. Wie seht Ihr das?

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Das Gefühl mangelnder Motivation verspüre ich auch irgendwie gerade. Bin gestern mal wieder meine Positionen durchgegangen und habe überlegt, wo ich fundamental sowie portfoliotechnisch mal wieder zuschlagen könnte. Im deutschen Nebenwertebereich bist Du ja nicht unterwegs? Hier könnte ich mir Fraport oder eventuell GESCO als Aufstockkandidaten vorstellen. Im Standardwertebereich, wo wir schließlich Überschneidungen miteinander haben, wäre Johnson & Johnson wohl längst mal überfällig, vielleicht noch John Deere. Sonst ist mir derzeit alles zu teuer bzw. manche Positionen sind schon groß genug im Depot. Just my fifty cents.

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Das Gefühl mangelnder Motivation verspüre ich auch irgendwie gerade. Bin gestern mal wieder meine Positionen durchgegangen und habe überlegt, wo ich fundamental sowie portfoliotechnisch mal wieder zuschlagen könnte. Im deutschen Nebenwertebereich bist Du ja nicht unterwegs? Hier könnte ich mir Fraport oder eventuell GESCO als Aufstockkandidaten vorstellen. Im Standardwertebereich, wo wir schließlich Überschneidungen miteinander haben, wäre Johnson & Johnson wohl längst mal überfällig, vielleicht noch John Deere. Sonst ist mir derzeit alles zu teuer bzw. manche Positionen sind schon groß genug im Depot. Just my fifty cents.

Hi Schilti,

 

ich gebe Dir (und den vielen stillen Mitlesern hier?) meine Kommentare zu den erwähnten Werten. Wenn mein 1. Eindruck täuscht, dürft Ihr mich gerne berichtigen...

  • Fraport: wenn ich mir die Zahlen bei Morningstar anschaue sehe ich kein nennenswertes Wachstum - weder bei EPS noch beim Umsatz. Die Renditezahlen sind eher mau. Sieht fast wie ein Versorger aus. Wenn die Aktie mit Versorgern vergleichbar wäre, müsste die Dividendenrendite besser sein.
  • Gesco: den Zahlen nach müsste das ein ziemlicher Zykliker sein. Der Umsatz wächst zwar, aber das EPS ist weitestgehend stabil - gar nicht gut. In den letzten Jahren einstellige EK-Rendite. Sorry, aber das sieht auf den 1. Blick für mich nicht wie ein langfristiges Investment aus.
  • JNJ: ist schon übergewichtet.
  • John Deere: an dem Unternehmen stört mich das man es wegen der großen Banksparte kaum einschätzen kann. Ich habe Agco auf dem Zettel, aber so richtig mein Favorit ist die Branche nicht da recht zyklisch.

Wenn ich derzeit aufstocken würde, dann derzeit am ehesten bei Whitbread: sie ist im Depot gering gewichtet, laut einem Artikel ist das GBP derzeit zu billig und die Aktie ist in Anbetracht der langen Historie guten Wachstums nicht zu teuer.

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Auch ich habe den Rücksetzer bei VFC genutzt um eine erste Position zu bilden. Ich hatte sie zwar auf der Watchlist und schon genauer angeschaut jedoch schon länger nicht mehr auf den Kurs geachtet.

Dank deinem Post konnte ich nun auch einen Titel hinzufügen, welchen ich nicht mehr dachte zu so einem Preis zu bekommen.

 

Also mal danke dir!

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