chaosmaker85

Der Leerverkauf-Thread

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121 posts in this topic

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Letztlich sind wir hier in einem Shortie-Thread. Kann man nun zu teure Aktien shorten? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Möglicherweise gibt es früher oder später einen Crash bzw. eine (stärkere) Korrektur. Eventuell gibt es aber auch eine längere Seitwärtsbewegung und die Aktien der Unternehmen wachsen fundamental in ihre angemessene Bewertung noch hinein.

Evtl. könnte man Qualitätsaktien shorten und gleichzeitig Growth-Aktien long gehen und so nur auf den Ausgleich zwischen Unter- und Überbewertung der beiden Kategorien wetten. Ob oder wie das mit einer breiteren Streuung machbar ist, weiß ich allerdings nicht.

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Interessanterweise meint der Autor, dass Versicherer zur Zeit günstig sind. Auf den ersten Blick sieht das auch so aus. Allerdings stellt sich hier die Frage, wie diese (künftig) bei anhaltend niedrigen Zinsen ansehnliche Kapitalanlageergebnisse erzielen wollen. Und bei wieder steigenden Zinsen drohen Buchverluste bei den gehaltenen Anleihen im Portefeuille. In diesem Zusammenhang fällt mir das Stichwort "Value Trap" ein. Für Finanzwerte und (Extrem-)Zykliker ist das KGV eine recht ungeeignete Kennzahl, der Buchwert bzw. das KBV ist hingegen schon eher aussagekräftig.

 

Letztlich sind wir hier in einem Shortie-Thread. Kann man nun zu teure Aktien shorten? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Möglicherweise gibt es früher oder später einen Crash bzw. eine (stärkere) Korrektur. Eventuell gibt es aber auch eine längere Seitwärtsbewegung und die Aktien der Unternehmen wachsen fundamental in ihre angemessene Bewertung noch hinein.

Deine Meinung bezüglich der Versicherer teile ich uneingeschränkt, ich überlege auch schon eine Weile ob ich mich von meinem Munich Re Anteil trennen soll (mit über 2% ist das eine Anker-Position in meinem Depot. und die Dividenden waren stets ein Quell der Freude..). Der Gedankenanstoß von Maciej hat mich dazu gebracht nach Value und Growth-ETFs nachzusehen, die gibt es zumindest im angelsächsischen Anlageuniversum in Hülle und Fülle. Auf die Schnelle habe ich den Vanguard Value ETF (http://etfdb.com/etf/VTV/) sowie den Ishares Core Russell US Growth ETF (https://www.ishares.com/us/products/239713/ishares-russell-3000-growth-etf) gesichtet. Ein solcher Short/Long Spread würde sich schon umsetzen lassen, ich frage mich nur bei diesen Themen-ETFs: was ist da Value, was ist Growth? Das müsste ich mir nochmal im Detail anschauen...

 

@John Silver hat einen Thread im Hinblick auf die bevorstehende US-Election aufgemacht. Ich habe letzte Woche folgende Trade getätigt:

 

Wie stellt Ihr Euch auf welches Szenario wie ein?

Bitte hier keine politische Diskussion, dafür gibt es andere Threads.

Hier geht es darum, was erwartet Ihr und wie stellt Ihr Euch darauf ein?

 

Ich erwarte dass der Markt aus seinem Koma erwacht und dass wir zumindest im Vorfeld der Wahl (sprich ab Oktober) wieder mehr Volatilität sehen werden. Übergeordnet teile ich die (zugegeben Mainstream-) Meinung, dass Gedeih und Verderb der Aktien- und Anleihemärkte weniger an politischen Leitplanken oder gar Unternehmenserfolgen hängen sondern einzig allein von der Frage ob die Notenbanken die inhärente Erwartungshaltung der Marktteilnehmer weiterhin zumindest rhetorisch befriedigen können. Dem FED sowie der BoJ ist es in der letzten Handelswoche augenscheinlich geglückt - und Yellen bleibt vorerst im Amt egal ob der neue Präsident Trump oder Clinton heißt.

 

Um mit Calls auf einen steigenden Dow / S&P500 zu spekulieren fehlt mir der Mut. Ich habe am Freitag beschlossen dass ich von einer ansteigenden Schwankungsbreite der Märkte profitieren möchte, setze dabei aber eher auf stagnierende Kurse. Zur Umsetzung meiner Strategie habe ich den Russell 2000 Index (US- Small und Midcaps) gewählt, da dieser nur 10 Punkte unter seinem Jahreshoch notiert und die Volatilität wieder in den Modus "Dornröschen" geschaltet hat. Dafür wird kontinuierlich der RVX-Volatilitätsindex berechnet, dieser liegt momentan bei 16,8 und damit nicht weit entfernt von den Sommertiefs:

 

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Ich habe einen Kalender-Spread aufgesetzt indem ich eine Oktober Put-Option mit Strike 1250 verkauft und im Gegenzug eine November Put-Option mit demselben Strike gekauft habe. Dafür war ein Kapital-Einsatz von 1305$ (je Spread) erforderlich, da die längerlaufende Option teurer ist als das kürzerlaufende Verkaufsrecht. Der Handelsansatz profitiert von der Tatsache dass sich der Zeitwert der verkauften Option schneller abbaut, eine zunehmende Volatilität erhöht den potenziellen Ertrag. Idealerweise bringen die Indizes in den nächsten Handelswochen ein paar Ausschläge um dann in einem Monat auf einem ähnlichen Stand wie jetzt gehandelt zu werden. Verlustreich wird die Position wenn die Kurse stark ansteigen (oder sehr schnell fallen). Der Verlust ist jedoch in jedem Szenario auf das eingesetzte Kapital begrenzt.

 

Zur Absicherung werde ich XETRA-Gold kaufen, falls die Märkte doch anders reagieren.

Das könnte auch lukrativ sein, der Goldpreis ist bisher nur moderat angestiegen und das Argument dass Gold keine Zinsen zahlt ist ja in Negativ- oder Nullzinsumgebungen eher von Vorteil.

 

Es bleibt spannend... ;)

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Nur so ein Gedanke am Rande zum Thema Hohe KGVs bei Qualitätsaktien:

Nicht mit den Aktien bzw. dahinterstehenden Unternehmen stimmt etwas nicht, nicht diese sind falsch bewertet.

Es ist das Geld selber, ob Euro oder Dollar, das im Ausnahmezustand ist...

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Posted · Edited by chaosmaker85

Es ist das Geld selber, ob Euro oder Dollar, das im Ausnahmezustand ist...

...oder Yen, Franken, Yuan, Pfund - die Liste lässt sich beliebig erweitern :unsure:

 

Dieser Link (wurde hier im Board verlinkt, ich finde nur den Faden nicht mehr) schlägt in dieselbe Kerbe

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Leistung, die Leiden schafft...:

 

Sowohl der Internationale Währungsfonds als auch die US-Einlagensicherung halten die Bank für das riskanteste Institut der Welt. Im Verhältnis zum Eigenkapital ist die Deutsche Bank hochverschuldet. Die sogenannte „Leverage Ratio“ ist die niedrigste unter den globalen Großbanken. Zwar hat die Bank in den vergangenen Jahren Kapitalerhöhungen durchgezogen. Doch an dieser weltweit beachteten Kennziffer hat sich wenig geändert.

...

Die Deutsche Bank rühmt sich zwar eines hohen Polsters an Liquidität, also stets zu veräußernder Wertpapiere in ihren Büchern. Das soll zeigen: Wir haben Reserven, auf die wir zugreifen können. Doch die drohenden Justizstrafen lassen Analysten vermuten, dass eine Kapitalerhöhung nötig werden könnte. Das würde den Aktienkurs noch weiter schwächen – in vorauseilendem Gehorsam fällt der Kurs.

...

Mit dem Ausbruch der Finanzkrise kaufte die Deutsche Bank die Postbank mit allein mehr als fünf Millionen Girokonto-Kunden in Deutschland. Zunächst galt der Deal als raffinierter Schachzug des damaligen Chef Ackermanns, das Institut unabhängiger vom Kapitalmarkt zu machen – dank der Einlagen von Sparer auf Sparbüchern und Konten. Doch das Geschäft bindet auch viel Eigenkapital etwa bei den Immobilienfinanzierungen. Und so sollte die Postbank verkauft werden. Doch der Konkurrenzdruck ist hart und wohl kein akzeptabler Preis zu erzielen. Es drohen Abschreibungen.

...

Mehrere Hedgefonds sind Wetten auf einen Fall des Aktienkurses der Deutschen Bank eingegangen. Der britische Fonds Marshall Wace setzt beispielsweise mit einer Position von 0,88 Prozent der ausstehende Papiere (etwa 12 Millionen Aktien) auf fallende Kurse (Stand: 23. September) – immerhin hat zumindest Investorenlegende George Soros (Bild) seine Wette auf den Sturz der Bank inzwischen unter die meldepflichtige Marke von 0,5 Prozent gesenkt.

Quelle: http://www.handelsbl...k/14602748.html

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Es ist das Geld selber, ob Euro oder Dollar, das im Ausnahmezustand ist...

...oder Yen, Franken, Yuan, Pfund - die Liste lässt sich beliebig erweitern :unsure:

 

Dieser Link (wurde hier im Board verlinkt, ich finde nur den Faden nicht mehr) schlägt in dieselbe Kerbe

 

:thumbsup:

 

Hab ja vor etlichen Wochen zudem an anderer Stelle schon gesagt, dass man heuer mit Goldminen und z.B. Short-ETFs auf die europäischen Banken

gutes Geld verdienen kann. :thumbsup:

 

Schaut mal in die Schweiz aktuell: da wird das schon massiv diskutiert, was in der Eurozone bisher noch großenteils unter den Teppich gekehrt wird...

Negativzinsen und die Rolle der Zentralbank, sowie die Auswirkungen auf das Rentensystem, auf das Geschäftmodell von Banken und Versicherungen etc.

 

Aber Frau Merkel hat ja aktuell für sowas keine Zeit...

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Dieser Artikel über einen Absolute Return - Fonds ist zwar was knapp gehalten, benennt jedoch zwei Beispiele, worauf Leerverkäufer achten sollten: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/artemis-fondsmanager-paul-casson-zu-absolute-return-fonds-14457870.html

Zum einen sei ein Blick aufs Betriebskapital wichtig. Zum anderen lassen Banken auch Unternehmen am Leben, welche es eigentlich nicht verdient hätten, weil das die Banken in Zeiten niedriger Zinsen nichts kostet und so keine faulen Kredite ausgewiesen werden müssen. Des Weiteren sei der Markt derzeit offen für Kapitalerhöhungen. Letzteres sorgt doch aber nicht zwangsläufig zu Kursstürzen, oder? Vielleicht bei Unternehmen, denen das Wasser bis zum Hals steht. "Gesunde" Unternehmen wiederum wagen den Schritt eher in einem positiven Marktumfeld. Wobei, je teurer eine Aktie ist, umso geringer ist die daraus resultierende Aktienverwässerung. Womöglich kann eine Kapitalerhöhung dann auch ein Hinweis auf eine Überbewertung sein.

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Die Aktienmärkte scheinen unverwundbar und der temporäre Brexit-Schock wurde erneut mit einer V-Formation in vielen Indizes abgehakt. Statt Furcht und Sorge dominiert an vielen Handelsplätzen wieder die Gier, was sich zum Beispiel am Put/Call Ratio ganz gut ablesen lässt. Die Musik spielte dabei zuletzt in den Schwellenländern, vor allem in Ländern die vor kurzem noch totgesagt wurden konnte man ein veritables Plus erzielen (Brasilien YTD: 48%, Russland >30%, Indonesien, Thailand und Vietnam min >16%).

 

Warum sollte man so einen Trend infrage stellen? Die Gründe die gegen weiter steigende Kurse sprechen (vollständige Abhängigkeit von den Notenbanken, sinkende Unternehmensgewinne, weltweit ausuferndes Sovereign und Corporate Debt) sind alle längst bekannt. Doch was, wenn sich die Geschichte wiederholt? Bezeichnenderweise wird gerade versucht ein Unternehmen zu übernehmen, das zuletzt zu Hochzeiten der Dotcom-Blase zu einem astronomischen Preis geschluckt wurde (TimeWarner und AOL). Diesmal ist die Bewertung freilich anders, trotzdem ist AT&T bereit dafür 85bn$ in die Hand zu nehmen.

 

Ich freue mich darüber dass trotz Untergewichtung in Aktien das persönliche Depot ein Alltime-High erreicht hat. Um etwas Würze in die Suppe zu bringen, hab ich meine Shorts in ausgewählten Tech-Aktien zuletzt ausgebaut, in meiner obersten Short-Riege stehen dabei die amerikanische Netflix, die chinesische Netease und die deutsche Wirecard B-)

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Es bröckelt wieder etwas, ganz geordnet und ohne Panik (der VIX notiert wieder über 20, hat aber noch lange nicht Brexit-Niveaus erreicht).

Bin gerade auf dem Sprung, daher nur ein paar aktualisierte Charts: Volatilität (VIX), S&P500, Eurostoxx50 und der heimische DAX...

 

post-2717-0-59695400-1478243723_thumb.jpg

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Posted · Edited by Schildkröte

Was hältst Du von diesem Artikel, wonach Bankaktien gerade auch deswegen durch die Decke schießen, weil Spekulanten eigentlich auf einen Sieg von Hillary Clinton und ergo strengere Regularien setzten und deshalb Bankaktien shorteten(?): http://www.finews.ch/news/banken/25304-banken-aktien-donald-trump-ubs-cs-ubp

 

Hier noch ein FAZ-Artikel zur sog. Trump-Rally: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/aktienkurse-von-goldman-sachs-steigen-stark-an-14567375.html

Dort wird erläutert, warum einige Branchen ganz besonders stark abschneiden. Vielleicht findest Du dabei einige Möglichkeiten zum shorten. Den rasanten Kursanstieg (nicht nur) von Goldman Sachs merke ich selbst im Depot.

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Posted · Edited by kafkaesk93

Hallo!

Zunächst einmal @chaosmaker85, wenn du meinst, ich kapere mit meinem Anliegen deinen Tread, dann sag Bescheid und ich eröffne einen eignen. :thumbsup:

 

Zum Thema:

Ich habe mir in letzter Zeit ein paar Gedanken zu den (weichen) EM-Währung gemacht. Diese müssen einen höheren Zins zahlen, um den Wertverlust des Spotpreises zu kompensieren. Ergo, mittel- bis langfristig ist mit einem Wertverlust von EM-Währungen zu rechnen. Also hat das Shorten von EM-Währungen eine positive zu erwartendeRendite (?), diese tritt besonders in Risk-off-Phasen an den Märkten zu tage (z.B. 2011 oder 2008), was die Korrelationseigenschaften zu Risky-Assets sehr interessant macht.

Also, warum nicht die „Assetklasse“ short EM-Währungen ;) ins Portfolio aufnehmen bzw. wo liegt der Haken? Was übersehe ich? :)

 

Gruß und ein schönes Wochenende

 

kafkaesk93

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Zunächst einmal @chaosmaker85, wenn du meinst, ich kapere mit meinem Anliegen deinen Tread, dann sag Bescheid und ich eröffne einen eignen. :thumbsup:

Schön dich zu lesen, der Thread gehört keinesfalls mir sondern allen Interessierten von daher passt das Thema perfekt rein :thumbsup:

 

Zum Thema:

Ich habe mir in letzter Zeit ein paar Gedanken zu den (weichen) EM-Währung gemacht. Diese müssen einen höheren Zins zahlen, um den Wertverlust des Spotpreises zu kompensieren. Ergo, mittel- bis langfristig ist mit einem Wertverlust von EM-Währungen zu rechnen. Also hat das Shorten von EM-Währungen eine positive zu erwartendeRendite (?), diese tritt besonders in Risk-off-Phasen an den Märkten zu tage (z.B. 2011 oder 2008), was die Korrelationseigenschaften zu Risky-Assets sehr interessant macht.

Also, warum nicht die „Assetklasse“ short EM-Währungen ;) ins Portfolio aufnehmen bzw. wo liegt der Haken? Was übersehe ich? :)

So manche EM-Währung befindet sich ja mittlerweile schon in einem handfesten Crash. Mit welchem Instrument würdest du das von dir antizipierte Szenario spielen? Es gibt den CEW als EM-Currency ETF, werde mich über die Feiertage mal intensiver damit auseinandersetzen. Anbei der Chart:

 

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Ansonsten gibts auf der Short-Seite momentan nicht viel zu holen, ich frage mich aktuell welche Blase da momentan aufgepumpt wird. Um die besinnliche Vorweihnachtszeit nicht zu stören kommentiere ich das aktuelle Umfeld an den Märkten nicht weiter sondern lasse einfach zwei Bildchen sprechen - welche Krise wird diesen Boom beenden? Zum Wechsel ins neue Millennium waren es die Techs, im nächsten Crash waren es Immobilien. Hier die Charts von Simon Property als dominanter US-REIT sowie der amerikanischen Nvidia als "Kandidat" aus dem Tech-Sektor. Ich behalte die beiden im Auge...

 

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Mal so eine generelle Short-Idee: Bekanntlich sind ETF-Anlagen stark im Vormarsch während aktive Fonds ihren Zenit überschritten zu haben scheinen. Davon ausgehend erscheint ein Short auf entsprechende Fondsgesellschaften, die an der Börse gehandelt werden, als sichere Wette. Selbst wenn diese Gesellschaften in den Markt mit ETF einsteigen würden, so würden ihnen dennoch die geringeren Einnahmen das Genick brechen. Ein Ausweichen auf ein völlig anderes Geschäftsmodell dürfte dabei auch eher schwierig sein.

 

Hat jemand einen Kandidaten der sich dafür anbieten könnte? Möglichst nicht zu klein, breit diversifiziert mit etlichen aktiven Fonds die schon erste Mittelabflüsse zu verzeichnen haben? Idealerweise sollte ein Short Zertifikat auf den Basiswert verfügbar sein (für mich zumindest).

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Mal so eine generelle Short-Idee: Bekanntlich sind ETF-Anlagen stark im Vormarsch während aktive Fonds ihren Zenit überschritten zu haben scheinen. Davon ausgehend erscheint ein Short auf entsprechende Fondsgesellschaften, die an der Börse gehandelt werden, als sichere Wette. Selbst wenn diese Gesellschaften in den Markt mit ETF einsteigen würden, so würden ihnen dennoch die geringeren Einnahmen das Genick brechen. Ein Ausweichen auf ein völlig anderes Geschäftsmodell dürfte dabei auch eher schwierig sein.

 

Hat jemand einen Kandidaten der sich dafür anbieten könnte? Möglichst nicht zu klein, breit diversifiziert mit etlichen aktiven Fonds die schon erste Mittelabflüsse zu verzeichnen haben? Idealerweise sollte ein Short Zertifikat auf den Basiswert verfügbar sein (für mich zumindest).

 

Investmenthäuser verdienen nicht nur an den Mittelzu bzw. -abflüssen, sondern auch an der Entwicklung ihrer verwalteten Assets. Die größte europäische Investmentgesellschaft (Amundi) hat sowohl ein aktives und passives Geschäft. Beides wächst. Blackrock, Invesco & T Rowe haben ebenfalls ein aktives und passives Geschäft. Die wissen alle schon warumcool.gif

 

Passt sicherlich nicht hierher, da Du für Dich diese These schon als gegeben annimmst. Aber hast Du denn einen Beleg dafür, dass "ETF-Anlagen stark im Vormarsch sind während aktive Fonds ihren Zenit überschritten zu haben scheinen"? Mein letzter Stand ist, dass ETFs nur einen einstelligen prozentualen Anteil an Fondsgeldern in Europa haben. Das Hauptklientel der Investmenthäuser (institutionelle Kunden) nutzt übrigens beides. Und nicht vergessen, "aktiv" heißt nicht nur (teure) Publikumsfonds für Dich und mich, sondern vorallem aktiv verwaltete Mandate (Spezialfonds für Pensionskassen, Family Offices, Deckungsstockgelder der Versicherungen etc.).

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Investmenthäuser verdienen nicht nur an den Mittelzu bzw. -abflüssen, sondern auch an der Entwicklung ihrer verwalteten Assets. Die größte europäische Investmentgesellschaft (Amundi) hat sowohl ein aktives und passives Geschäft. Beides wächst. Blackrock, Invesco & T Rowe haben ebenfalls ein aktives und passives Geschäft. Die wissen alle schon warumcool.gif

In erster Linie verdienen die an den Gebühren, die meist abhängig vom Fondsvolumen sind (und auch einer Performance-Fee). Ich gehe mal davon aus, dass die restlichen Spielchen, wie Wertpapierleihe etc. keine größeren Einnahmequellen darstellen, zumindest bei aktiven Fonds im Verhältnis zu den recht hohen Gebühren.

 

Passivfonds retten die Gesellschaften auch nicht, da sie deutlich weniger Gebühren abzwacken können weil die Konkurrenz viel stärker ist, da die Produkte austauschbar sind. Es gibt ja schon viele "kostenlose" ETF, zumindest im US-Markt. Das wird kaum die bisherige komfortable Situation bei den aktiven Fonds ersetzen können und die Gewinne empfindlich einbrechen lassen.

 

Invesco wäre so ein Beispiel. Der passive Anteil der AUM sind vergleichsweise gering im Verhältnis zu dem aktiv verwalteten Anteil und wenn ich es richtig sehe sind sie auf das Fondsgeschäft konzentriert. Hinter vielen Fondsgesellschaften stecken ja ganze Banken mit einer Vielzahl an Geschäftszweigen - die eignen sich für ein solches Spiel eher nicht. Bei Invesco konnte ich leider keine Short-Zertis finden.

 

Passt sicherlich nicht hierher, da Du für Dich diese These schon als gegeben annimmst. Aber hast Du denn einen Beleg dafür, dass "ETF-Anlagen stark im Vormarsch sind während aktive Fonds ihren Zenit überschritten zu haben scheinen"? Mein letzter Stand ist, dass ETFs nur einen einstelligen prozentualen Anteil an Fondsgeldern in Europa haben. Das Hauptklientel der Investmenthäuser (institutionelle Kunden) nutzt übrigens beides. Und nicht vergessen, "aktiv" heißt nicht nur (teure) Publikumsfonds für Dich und mich, sondern vorallem aktiv verwaltete Mandate (Spezialfonds für Pensionskassen, Family Offices, Deckungsstockgelder der Versicherungen etc.).

Dass passive Fonds den aktiven das Wasser abgraben habe ich schon an vielen Stellen gelesen. Durch eine ausführliche aktuelle Betrachtung durch Aswath Damodaran bin ich auf die Idee zu shorten gekommen.

 

Im Prinzip sagt dieses Bild schon alles:

 

active%2Bvs%2Bpassive%2Bgrowth.png

 

Auch dieses Bild:

 

fund%2Bflows.png

 

und diese Aussagen unterstreichen das:

 

In 2016, passive investing accounted for approximately 40% of all institutional money in the equity market, more than doubling its share since 2005. Since 2008, the flight away from active investing has accelerated and the fund flows to active and passive investing during the last decade tell the story.

...

The question is no longer whether passive investing is growing but how quickly and at what expense to active investing. The answer will have profound consequences not only for our investment choices going forward, but also for the many employed, from portfolio managers to sales people to financial advisors, in the active investing business.

 

Ganz nebenbei sind die beiden letzten Artikel im Blog zum Thema Aktiv vs Passiv sehr interessant in meinen Augen, aber die Diskussion gehört ganz sicher nicht hier hin.

 

Hier soll es nur um die Frage nach einem geeigneten Kandidaten gehen, um diese These zu spielen, und um das dafür geeignete Instrument.

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Aggressive Investoren
Geschäftsmodell Unruhestifter
Das Ganze klingt nach einem Thriller aus Hollywood: Dubiose Investoren attackieren deutsche Firmen und bringen die Kurse zum Absturz. Spinnen die eigentlich?
15.04.2017, von DENNIS KREMER
...

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/-14963824.html

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Waren die Leerverkäufer bei Ströer und Aurelius nicht kleine Klitschen, von denen vorher kaum jemand was gehört hat? Wenn die es echt schaffen, die madig geschriebenen und geshorteten Wertpapiere dermaßen herunterprügeln zu lassen, dann muss das jeweilige Wertpapier entweder tatsächlich massiv überbewertet gewesen sein oder der Markt ist eben doch ineffizient und es muss von einer Milchmädchenbaisse gesprochen werden. 

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George Soros wettet mit weiteren 800 Mio. $ GEGEN den US-amerikanischen Aktienmarkt. 

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vor 1 Stunde schrieb Schildkröte:

George Soros wettet mit weiteren 800 Mio. $ GEGEN den US-amerikanischen Aktienmarkt. 

Interessant wie auch die Presse hierzulande ausgiebig über Soros Positionierungen berichtet. Im Kontext sei aber erwähnt dass die 800M$ für seine Handelsvolumina ggf. schlicht ein Hedge sind, zu viel würde ich da nicht rein interepretieren. 

 

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Dass die 800 Mio. $ für seine Verhältnisse recht wenig sind, darauf wird im verlinkten Artikel auch hingewiesen. Ich wollte es zumindest nicht unerwähnt lassen. 

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vor 35 Minuten schrieb Schildkröte:

Dass die 800 Mio. $ für seine Verhältnisse recht wenig sind, darauf wird im verlinkten Artikel auch hingewiesen. Ich wollte es zumindest nicht unerwähnt lassen. 

 

Ich glaube allen Beteiliigten ist klar, das die Kurse den Fundamentaldaten seid 2-3 Jahren davonlaufen. Ein Soros hat nun die Liquidität und das Vermögen auch einen längeren Short durchzuhalten. Wann die Blase nun platzt kann auch ein Soros nur vermuten. Ende der 90er hat die Blase Julien Robertson mit seinem Tiger-Funds aus dem Markt genommen, weil es einfach zu lange dauerte bis die Kurse zurückkamen. Profis haben zwar oft den richtigen Riecher, aber Timeing ist auch bei Ihnen oft Glück bzw. Pech.

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vor 3 Stunden schrieb Warlock:

 

Ich glaube allen Beteiliigten ist klar, das die Kurse den Fundamentaldaten seid 2-3 Jahren davonlaufen. Ein Soros hat nun die Liquidität und das Vermögen auch einen längeren Short durchzuhalten. Wann die Blase nun platzt kann auch ein Soros nur vermuten. Ende der 90er hat die Blase Julien Robertson mit seinem Tiger-Funds aus dem Markt genommen, weil es einfach zu lange dauerte bis die Kurse zurückkamen. Profis haben zwar oft den richtigen Riecher, aber Timeing ist auch bei Ihnen oft Glück bzw. Pech.

Mir ist das nicht klar :rolleyes: 

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Am 23.5.2017 um 16:59 schrieb kafkaesk93:

Mir ist das nicht klar :rolleyes: 

 

Dann bist du kein Beteiligter! ;)

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