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triton133

Private oder Gesetzliche Krankenversicherung

Empfohlene Beiträge

Okabe
vor einer Stunde von B2BFighter:

Bewertung: Die Regelung erfordert die Anpassung der bestehenden Verträge der Privaten Krankenversicherung bzw. eine Überführung der Vollversicherung in neue Restkostentarife, die vielfach noch geschaffen und kalkuliert werden müssen. Durch die Einführung der Restkostentarife in der PKV wird der Aufbau einer eigenen Vorsorge für die höheren Krankheitskosten im Alter entsprechend reduziert. 

Deine Bewertung ergibt mMn. keinen Sinn. Denn im Alter sind die Kinder aus dem Haus und daher wird der Beihilfesatz im Alter gleich bleiben. Und dementsprechend wird der Aufbau der Alterungsrückstellungen gleich bleiben, denn die zu erwartenden Kosten sind gleich. (es sei denn deine Zusammenfassung ist falsch oder unvollständig)

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B2BFighter
vor 21 Minuten von Okabe:

Deine Bewertung ergibt mMn. keinen Sinn. Denn im Alter sind die Kinder aus dem Haus und daher wird der Beihilfesatz im Alter gleich bleiben. Und dementsprechend wird der Aufbau der Alterungsrückstellungen gleich bleiben, denn die zu erwartenden Kosten sind gleich. (es sei denn deine Zusammenfassung ist falsch oder unvollständig)

Das ist nicht meine Bewertung, sondern vom PKV-Verband höchstpersönlich. (Ziemlich am Ende der Stellungnahme).

 

https://www.pkv.de/positionen/referentenentwurf-eines-gesetzes-zur-sicherstellung-einer-amtsangemessenen-bundesbesoldung-und-versorgung-sowie-zur-aenderung-weiterer-vorschriften/

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chirlu
vor 23 Minuten von B2BFighter:

Das ist nicht meine Bewertung

 

Das wäre auch allen klar gewesen, wenn du deine Quelle gleich genannt und verlinkt hättest.

 

vor 51 Minuten von Okabe:

dementsprechend wird der Aufbau der Alterungsrückstellungen gleich bleiben, denn die zu erwartenden Kosten sind gleich.

 

Vorausgesetzt, die versicherten Beamten nehmen für die Zwischenzeit eine (große) Anwartschaft. Wer darauf verzichtet, wird tatsächlich zeitweise weniger bezahlen, im Alter dafür mehr.

 

Das Wort Anwartschaft vermisse ich übrigens in der Stellungnahme des PKV-Verbands, wie auch andere konstruktive Vorschläge. Man könnte auf die Idee kommen, die Hauptsorge der Versicherer wäre der wegfallende Umsatz, weswegen sie nach jedem noch so schwachen Argument gegen die Änderung gegriffen haben. o:) Ein paar Argumente sind allerdings schon bedenkenswert, vor allem, dass es eigentlich der falsche Hebel zur Umsetzung des Gerichtsurteils ist.

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B2BFighter
vor 15 Minuten von chirlu:

 

Das wäre auch allen klar gewesen, wenn du deine Quelle gleich genannt und verlinkt hättest.

 

 

Vorausgesetzt, die versicherten Beamten nehmen für die Zwischenzeit eine (große) Anwartschaft. Wer darauf verzichtet, wird tatsächlich zeitweise weniger bezahlen, im Alter dafür mehr.

 

Das Wort Anwartschaft vermisse ich übrigens in der Stellungnahme des PKV-Verbands, wie auch andere konstruktive Vorschläge. Man könnte auf die Idee kommen, die Hauptsorge der Versicherer wäre der wegfallende Umsatz, weswegen sie nach jedem noch so schwachen Argument gegen die Änderung gegriffen haben. o:) Ein paar Argumente sind allerdings schon bedenkenswert, vor allem, dass es eigentlich der falsche Hebel zur Umsetzung des Gerichtsurteils ist.

Link war Ausversehen im ersten Posting nicht beigefügt. Sorry.

 

Gute Schlussfolgerungen. Die Sorge der PKV ist ja auch auch nicht unberechtigt. Immerhin sind inzwischen über 50% aller privat versicherten Beamte/Pensionäre mit stark steigender Tendenz.

Die Beitragseinnahmen werden zurückgehen, zum anderen wird die PKV wieder nur zum (Rest)kosten-Erstatter. Ein Image, welches man eigentlich loswerden wollte durch aktive Behandlungssteuerung.

In erster Linie wird für Beamte aber im Krankheitsfall der Dienstherr (Beihilfestelle) der Ansprechpartner sein, denn dieser trägt ja mit 70% den Hauptanteil der Kosten. Und wenn sich das Verfahren etabliert, sind wir von der freien Heilfürsorge (ganz ohne PKV) nicht mehr weit entfernt.

 

Die große Anwartschaft lohnt sich m. M. nach eigentlich kaum, dann eher die gesparten PKV Beiträge selbst in die Altersvorsorge investieren.

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B2BFighter

In diesem Fall kann man nur hoffen, dass die  Lobby noch Änderungen herbeiführt. Es würde ein Chaos entstehen...

 

Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/welt/wirtschaft/eu-plan-ende-kauf-auf-rechnung-online-100.html#Arzt-Rechnungen

 

10.03.2023

Mit Blick auf die EU-Pläne zur Änderung der Verbraucherkredit-Richtlinie spricht die EU-Abgeordnete Svenja Hahn davon, dass die EU-Kommission in guter Absicht über das Ziel hinausgeschossen sei. In ihrem Vorschlag sei ein grober Schnitzer aufgefallen, sagte die FDP-Politikerin: Das Gesetz würde so, wie es aktuell vorliege, den Kauf auf Rechnung generell verbieten.

 

Auch Arzt-Rechnungen wären sofort fällig

Damit aber nicht genug, auch Selbstzahler im Gesundheitsbereich und Privatversicherte wären davon betroffen, erklärt Hahn. Aktuell gingen sie zum Arzt und erhielten im Nachgang eine Rechnung, die sie bezahlen und dann bei ihrer Krankenkasse einreichen können und erstattet bekommen. Das würde wegfallen. Wer privat versichert oder als Selbstzahler zum Arzt gehe, müsste dann sofort beim Arzt bezahlen. Noch bleibe ein Zeitfenster für Nachbesserungen, sagt die EU-Abgeordnete. Zwar hätten sich EU-Parlament und Mitgliedsländern schon geeinigt. Der endgültige Richtlinientext, über den das Parlament und die EU-Staaten dann abstimmen, sei aber noch in Arbeit. Es gebe es also noch eine Chance, den Kauf auf Rechnung zu retten.

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Okabe
· bearbeitet von Okabe

Meiner Meinung nach wäre das super. In Asien wird das generell so gehandhabt. Im Krankenhaus wird das ganze dann sowieso nach vorheriger Vereinbarung und/oder auf Raten gemacht.

 

Anstatt herumzuweinen muss man das als Chance begreifen, dieses ganze System mal ordentlich zu verschlanken, zu digitalisieren und zu entbürokratisieren. Lediglich das Thema "wer läuft dem Geld hinterher" sollte verbraucherfreundlich geregelt sein - nach dem Motto, wenn es ein Problem mit der (schon bezahlten) Rechnung gibt, dann darf nicht der Patient dem Geld hinterherlaufen, sonder umgekehrt.

 

Damit würde übrigens ein wesentlicher Vorteil der GKV, nämlich die einfachere Bürokratie, quasi entfallen.

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DancingWombat
vor 46 Minuten von Okabe:

Meiner Meinung nach wäre das super. In Asien wird das generell so gehandhabt. Im Krankenhaus wird das ganze dann sowieso nach vorheriger Vereinbarung und/oder auf Raten gemacht.

Ich sehe hier auch nicht unbedingte ein Problem. Insbesondere erfordert das, dass die Ärzte sich vorher überlegen was eine Behandlung kostet. Wie das praktisch geht wenn noch gar nicht klar ist was gemacht werden muss ist mir aber noch unklar. 

 

 

vor 46 Minuten von Okabe:

Anstatt herumzuweinen muss man das als Chance begreifen, dieses ganze System mal ordentlich zu verschlanken, zu digitalisieren und zu entbürokratisieren. Lediglich das Thema "wer läuft dem Geld hinterher" sollte verbraucherfreundlich geregelt sein - nach dem Motto, wenn es ein Problem mit der (schon bezahlten) Rechnung gibt, dann darf nicht der Patient dem Geld hinterherlaufen, sonder umgekehrt.

Der nächste logische Schritt wäre doch eigentlich, dann direkt mit der Versicherung abzurechnen. Man hätte dann praktisch die Wahl ob man selbst oder mit seiner PKV Karte zahlt. Vermutlich hast Du genau das gemeint, oder? 

 

vor 46 Minuten von Okabe:

Damit würde übrigens ein wesentlicher Vorteil der GKV, nämlich die einfachere Bürokratie, quasi entfallen.

 

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B2BFighter
vor 32 Minuten von DancingWombat:

Ich sehe hier auch nicht unbedingte ein Problem. Insbesondere erfordert das, dass die Ärzte sich vorher überlegen was eine Behandlung kostet. Wie das praktisch geht wenn noch gar nicht klar ist was gemacht werden muss ist mir aber noch unklar. 

 

 

Der nächste logische Schritt wäre doch eigentlich, dann direkt mit der Versicherung abzurechnen. Man hätte dann praktisch die Wahl ob man selbst oder mit seiner PKV Karte zahlt. Vermutlich hast Du genau das gemeint, oder? 

 

 

Das ist m.M.n, gar nicht umsetzbar.

 

Denn nur in der GKV herrscht das Sachleistungsprinzip. Heißt, der Versicherte zahlt Beiträge an die GKV und hat dafür einen Anspruch auf eine Leistung bzw. die ärztliche Versorgung. 

Dafür zahlen die gesetzlichen Krankenkassen letztlich das Honorar der Kassenärzte. Jede Leistung ist geregelt, es existieren Abrechnungsumfänge und QS Vereinbarungen.

 

In der PKV sieht die Vertragskonstellation aber ganz anders aus. Grundsätzlich ist der privat Versicherte Patient Selbstzahler. Der Arzt schließt nur mit dem Patienten einen Behandlungsvertrag und vereinbart auch nur mit diesem die entsprechenden Leistungen. Der Patient ist diesem zur Zahlung verpflichtet, völlig ungeachtet einer PKV. Was der privat Versicherte Patient in Anspruch nimmt und ob er diese Leistungen überhaupt versichert hat sind ausschließlich seine Sache. Nichts ist vertraglich geregelt, außer eine völlig aus der Zeit geratene GOÄ.

Zudem sind fast 55% aller privat Versicherten Beamte. Für diese ist die Beihilfe und nicht die PKV der vorrangige Kostenerstatter.

 

Was ohne vertragliche Regelungen passiert, erkennt man Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichtes 22 U 131/20

Artikel vom 07.03.2023

 https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Muessen-die-Fachgebietsgrenzen-in-der-Privatmedizin-nachgezogen-werden-437168.html

Da Bezahlschranke, nur kurz:   

 

PKV'en verlieren Klageverfahren

Die Approbation genügt, um fachübergreifend Leistungen unabhängig von der Qualifikation zu erbringen und abzurechnen. Gericht weist Klage der PKVen zurück und stellt klar, dass ein Arzt für eine dem medizinischen Standard entsprechende Leistung ein Recht auf GOÄ Vergütung hat, auch wenn die Leistung bzw. dieser Teil seiner Tätigkeit außerhalb seines Fachgebiets ist. Einem Arzt darf selbst bei unzureichender oder pflichtwidrig erbrachter Leistung der Vergütungsanspruch nicht gekürzt werden. Im konkreten Fall hatte ein Orthopäde nur MRT Wochenendlehrgänge besucht, aber Leistungen eines Radiologen für ein MRT abgerechnet.

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Okabe
vor 1 Stunde von DancingWombat:

Der nächste logische Schritt wäre doch eigentlich, dann direkt mit der Versicherung abzurechnen. Man hätte dann praktisch die Wahl ob man selbst oder mit seiner PKV Karte zahlt. Vermutlich hast Du genau das gemeint, oder?

Nicht wirklich, schließlich kann es ja durchaus sein, dass ich mich behandeln lasse und ein Teil davon nicht übernommen wird (z.B. wähle ich die Goldkronen und die sind in meinem Tarif aber ausgeschlossen). Von daher ist Direktabrechnung eher nicht drin. Eher schon Direktweiterleitung - aber die Erstattung wird immer noch Zeit brauchen.

vor 24 Minuten von B2BFighter:

PKV'en verlieren Klageverfahren

 

Die Approbation genügt, um fachübergreifend Leistungen unabhängig von der Qualifikation zu erbringen und abzurechnen. Gericht weist Klage der PKVen zurück und stellt klar, dass ein Arzt für eine dem medizinischen Standard entsprechende Leistung ein Recht auf GOÄ Vergütung hat, auch wenn die Leistung bzw. dieser Teil seiner Tätigkeit außerhalb seines Fachgebiets ist. Einem Arzt darf selbst bei unzureichender oder pflichtwidrig erbrachter Leistung der Vergütungsanspruch nicht gekürzt werden. Im konkreten Fall hatte ein Orthopäde nur MRT Wochenendlehrgänge besucht, aber Leistungen eines Radiologen für ein MRT abgerechnet.

Das ist übrigens super. Die PKV sorgt damit eben auch dafür, dass die Kosten nicht zu sehr steigen. In diesem Fall hat sie verloren und es gibt eine klare gerichtliche Entscheidung. Aber prinzipiell ist das eine gute Sache und nicht als Nachteil des Systems PKV zu sehen.

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B2BFighter
· bearbeitet von B2BFighter

Interessante Entwicklung,  inzwischen soll die PKV die "arzteigene GOÄ" absegnen. Anfangs sollte es eine gemeinsame GOÄ werden.

 

https://versicherungsmonitor.de/2023/03/10/pkv-will-sich-nicht-die-preise-diktieren-lassen/

 

PKV will sich nicht die Preise diktieren lassen

10. MÄRZ 2023

 

Bei den Verhandlungen über eine Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) liegen die Vorstellungen der Ärzteschaft und der privaten Krankenversicherer (PKV) über die Preise offenbar noch sehr weit auseinander. Das berichtete der Direktor des PKV-Verbands Florian Reuther im Interview mit der Ärzte Zeitung. Der Bundesärztekammer wirft er mangelnde Transparenz über ihre Kalkulation vor. Deshalb könne die PKV der vorgelegten arzteigenen GOÄ nicht zustimmen. Reuther erwartet trotz allem eine Einigung, der sich die Politik dann schwer verweigern könne.

‐‐--------------

Das eine Einigung kurz bevor steht, sagt man bereits seit über 4 Jahren.

 

Weitere Informationen 

 

https://www.pkv.de/verband/presse/meldungen/nur-wenn-wir-uns-mit-den-aerzten-zur-goae-einig-sind-werden-wir-einen-anknuepfungspunkt-in-der-politik-haben/

 

 

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Okabe

@B2BFighter Deine Updates sind ja toll, aber ich denke du solltest dafür nicht diesen Thread wählen. Hier geht/ging es ja eigentlich um die konkrete Situation des Threaderstellers.

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
Am 10.3.2023 um 16:02 von DancingWombat:

Insbesondere erfordert das, dass die Ärzte sich vorher überlegen was eine Behandlung kostet. 

Das stört mich schon lange an der PKV - ich erhalte eine Rechnung, aber abschätzen was es kostet oder die Posten darauf auf Notwendigkeit überprüfen kann ich als medizinischer Laie kaum bzw. sind die Posten auf der Rechnung immer so gewählt, dass der Arzt möglichst viel verdient. Klar kann ich mich beim Arzt über eine Rechnung beschweren und den Preis noch etwas runterdrücken, aber Wettbewerb schaut anders aus. Wenn es Wettbewerb gäbe, dann könnte ich zB auf "idealo.de" den günstigsten Arzt für zB eine Augeninnendruckmessung ohne Beratung suchen. Bis dahin ist die PKV für mich nur Pseudowettbewerb.

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DancingWombat
vor 2 Stunden von slowandsteady:

Das stört mich schon lange an der PKV - ich erhalte eine Rechnung, aber abschätzen was es kostet oder die Posten darauf auf Notwendigkeit überprüfen kann ich als medizinischer Laie kaum bzw. sind die Posten auf der Rechnung immer so gewählt, dass der Arzt möglichst viel verdient.

Das ist leider so. Auf der anderen Seite ist es schwierig das vorher genau zu wissen. Bei abgeschlossenen Untersuchungen ist das einfach. Wenn ich aber mit Beschwerden zum Arzt gehe, wird der kaum vorher sagen können was genau gemacht werden muss für die Behandlung. Das kommt frühestens wenn er eine Diagnose hat. 

 

vor 2 Stunden von slowandsteady:

 

 

Klar kann ich mich beim Arzt über eine Rechnung beschweren und den Preis noch etwas runterdrücken, aber Wettbewerb schaut anders aus.

Wirklich Wettbewerb gibt es mit der GOÄ ohnehin nicht. 

 

vor 2 Stunden von slowandsteady:

 

Wenn es Wettbewerb gäbe, dann könnte ich zB auf "idealo.de" den günstigsten Arzt für zB eine Augeninnendruckmessung ohne Beratung suchen. Bis dahin ist die PKV für mich nur Pseudowettbewerb.

Sowas gibt es vermutlich für Standardleistungen. Bei konkreten Beschwerden aber vermutlich eher schwierig. 

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Peter Wolnitza
· bearbeitet von Peter Wolnitza
vor 3 Stunden von slowandsteady:

Das stört mich schon lange an der PKV - ich erhalte eine Rechnung, aber abschätzen was es kostet oder die Posten darauf auf Notwendigkeit überprüfen kann ich als medizinischer Laie kaum bzw. sind die Posten auf der Rechnung immer so gewählt, dass der Arzt möglichst viel verdient. Klar kann ich mich beim Arzt über eine Rechnung beschweren und den Preis noch etwas runterdrücken, aber Wettbewerb schaut anders aus. Wenn es Wettbewerb gäbe, dann könnte ich zB auf "idealo.de" den günstigsten Arzt für zB eine Augeninnendruckmessung ohne Beratung suchen. Bis dahin ist die PKV für mich nur Pseudowettbewerb.

Nun, das mag alles nicht der Idealzustand sein - (obwohl sich da vieles durch Eigen-Initiative verbessern lässt = PKV ist nicht für jeden geeignet! ) Aber im Vergleich zum untentwirrbaren Knoten namens GKV ist das doch schon ein Riesen-Schritt in Richtung Transparenz.

Dort schnickst Du beim Arzt mit letzter Kraft Dein Kärtchen auf den Thresen, ab diesem Zeitpunkt läuft im Hintergrund alles seinen "geregelten sozialistischen Gang". Der Arzt weiss genau, WAS er WIE OFT Abrechnen kann, WAS er Dir verordnen darf (vor allem auch: Was nicht!)  - all das macht er - ohne, dass Du als Patient überhaupt etwas davon mitbekommst. Soll jetzt KEIN Ärztebashing werden (das ist zum grossen Teil Systembedingt) - aber wer in diesem System NICHT Bescheisst - der ist in meinen Aiugen Kandidat für den nächsten Heiligenschein. Patient merkt es erst dann, wenn er eine z.B. eine BU beantragen will, seine Krankenakte zieht oder die Abrechnungsunterlagen bei der Krankenkasse abfordert - WAS da im Hintergrund alles  gelaufen ist und abgerechnet wurde. Transparenz? Wettbewerb? Du stellst bzgl. PKV Forderungen, von denen die GKV momentan  noch viel, viel weiter entfernt ist.

 

Hatte letzte Woche mal einen Fall aus meinem Erlebnisschatz bzgl. GKV und Chronische Krankheiten geschildert.. leider in den falschen Thread gerutscht.. würde besser hier hin passen. 

 

 

 

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady

 

vor 1 Stunde von Peter Wolnitza:

ber wer in diesem System NICHT Bescheisst - der ist in meinen Aiugen Kandidat für den nächsten Heiligenschein.

Mich würde mal interessieren, wie viele Stunden so ein durchschnittlicher Hausarzt für "Abrechnungsoptimierung" verwendet. Mal eine ketzerische Frage: Wäre es nicht sinnvoller, man würde als GKV (bzw. als kassenärztliche Vereinigung) einfach die selbstständigen Ärzte inkl. Personal gleich einstellen und die Ärzte tun in ihrer Arbeitszeit das, was sie am besten können (und was sie im Studium gelernt haben): Patienten behandeln?

Letztendlich läuft es sowieso darauf hinaus, weil ein einzelner selbstständiger Arzt gar nicht mehr genug "optimieren" kann, der Trend geht also zum MVZ mit zusätzlichem "Gesundheitsökonom" = Abrechnungsoptimierer.

Ich frage nur, weil entweder entscheiden wir uns für Kapitalismus im Gesundheitswesen oder wir machen komplett Sozialismus. Das was wir machen ist IMHO das schlechteste von beiden.... Aber jetzt wird es tatsächlich off-topic, nur meine Meinung ;) 

 

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Allesverwerter
Am 21.11.2022 um 14:06 von Allesverwerter:

Post von der Allianz:

 

Nach zwei Jahren wieder eine zweistellige Erhöhung, für 2020 sind es 13,7% mehr.

Damit erhöht sich die jährliche KV-Steigerung seit 2003 auf ca. (!) 7,9 % Beitragssteigerung p.a. (KV: 196 Euro auf 773 Euro, zzgl. Pflege)

-------------------------------------------------------------

 

Für 2022 (letztes Jahr vergessen zu posten) KV/PV +0,8%

Für 2023 KV/PV +3%

 

Für 2024 möchte die Allianz für Krankenversicherung und Pflegeversicherung 10% mehr haben.

 

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Caveman8

Ich konnte es kaum glauben: 

 

Mein Tarif bei der Generali sinkt um etwa 0,7%. 

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hiviq

Porsche schon bestellt?

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oktavian

@slowandsteadysehe dies auch kritisch. Zu viel Verwaltungsaufwand. Paygap zwischen Privat und GKV muss auch optimiert werden neben der GKV Abrechnungsoptimierung und Patientenselektionsoptimierung. 

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stagflation

Mittlerweile kam auch der Brief von der Debeka: 10,4% Beitragssteigerung zum 1.1.2024:

 

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Im Schnitt sind meine Beiträge seit 2000 um 4,95% pro Jahr gestiegen.

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Okabe
vor 5 Stunden von stagflation:

Mittlerweile kam auch der Brief von der Debeka: 10,4% Beitragssteigerung zum 1.1.2024:

 

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Im Schnitt sind meine Beiträge seit 2000 um 4,95% pro Jahr gestiegen.

Welche Tarife?

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Ramstein
· bearbeitet von Ramstein

Signal Iduna Esprit X:

Zitat

Wir setzen in Ihrem Vertrag erwirtschaftete Überschussmittel ein. Mit dem Einsatz dieser Mittel bleibt der Gesamtmonatsbeitrag zum 1.1.2024 gleich.

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pilli0806
vor 1 Stunde von Ramstein:

Signal Iduna Esprit X:

Bisex oder Unisex?

 

Bei mir Signal Iduna M80/M81 (ehem. Deutscher Ring) +33,3% :angry:

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Ramstein
vor einer Stunde von pilli0806:

Bisex oder Unisex?

 

Bei mir Signal Iduna M80/M81 (ehem. Deutscher Ring) +33,3% :angry:

Uraltvertrag Deutscher Ring, aber die Bisexklassifikation  wurde auch beim letzten Wechsel beibehalten. :thumbsup:

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 6 Stunden von Okabe:

Welche Tarife?

Debeka PN/PNE.

 

vor 1 Stunde von pilli0806:

Bei mir Signal Iduna M80/M81 (ehem. Deutscher Ring) +33,3% :angry:

Das war wahrscheinlich ein ziemlicher Schock, als Du den Brief geöffnet hast. 33% hatte ich noch nicht - aber 2021 waren es 20%. Sie haben den Anstieg über zwei Jahre verteilt.

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