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triton133

Private oder Gesetzliche Krankenversicherung

Empfohlene Beiträge

gordon_gekko
· bearbeitet von gordon_gekko
Am 5.10.2026 um 08:12 von dev:

Auch die GRV beteiligt sich auf Antrag an der PKV.

@devdas ist bekannt, bitte nochmal genau meinen Beitrag und den von Stagflation lesen. 

Bei mir gibt es allerdings eine Besonderheit, die mir vorher so garnicht bewusst war: 

Am 4.10.2026 um 19:25 von gordon_gekko:

Bei einer gesetzlichen Rente (GRV) zahlt die Deutsche Rentenversicherung auch bei PKV einen Zuschuss zur Krankenversicherung (2026: 8,75 % der gesetzlichen Bruttorente, maximal 50 % des tatsächlichen PKV-KV-Beitrags); zur Pflegeversicherung gibt es keinen Zuschuss. Bei Rente aus einem berufsständischen Versorgungswerk (was bei mir der Fall ist) gibt es dagegen keinen entsprechenden Zuschuss, den PKV- und Pflegebeitrag trägt man dann im Ruhestand vollständig selbst.

Weil ich ins Versorgunswerk einzahle (Stichwort Kammerberufe), bin ich nicht pflichtversichert in der GRV (wäre ja sonst doppelbelastung). Und bei der jetzigen GRV würde ich auch nie freiweillig einzahlen wollen (außer vielleicht um die KVdR Pflichtjahr vollzubekommen, aber das ist dann wieder pro GKV). 

 

 

 

 

@stagflation

vor 22 Stunden von stagflation:

 

Warum versucht Ihr es nicht selbst mal? Im Zeitalter von Tabellenkalkulationen ist es nicht so schwierig...

 

Startet beispielsweise mit folgenden Annahmen:

  • Startalter: 45
  • Sterbealter: 91
  • GKV: Guter Verdienst, deshalb Höchstbeitrag in der GKV: 1.261 € im Monat. Jährliche Steigerung um 3%. Ab 67 (Renteneintritt) fallen die GKV-Beiträge einmalig um 40% und steigen danach wieder um 3% pro Jahr.
  • PKV: monatlicher Beitrag: 800 € (Quelle: Was kostet die PKV). Beitrag steigt bis zum Alter 60 um 5%, danach mit 3%

Das wäre das Grundgerüst. Was kommt dabei heraus?

 

Danach könnt Ihr weitere Details für Eure Lebensplanung einrechnen: z.B: Rente mit 65 oder Privatier ab 60 oder Krankenversicherung der Rentner, usw. Ihr könnt (und solltet) auch Steuern, Arbeitgeberzuschüsse, usw. einrechnen. 

 

Tipp: da bei WiWo nach den Barwerten gefragt wurde: nehmt eine Inflationsrate an, beispielsweise 2%. Dann reduziert alle jährlichen Steigerungen um diese Inflationsrate: GKV steigt also nur um 1% statt 3% pro Jahr, PKV um 3% bis 60, danach mit 1%. Dann kann man die Summen aller Beitragszahlungen bilden und hat den Barwert.

Danke, das ist eine gute Anregung, werde ich die Tage mal machen. 

Kannst du bitte einmal kurz erläutern wie du auf "Ab 67 (Renteneintritt) fallen die GKV-Beiträge einmalig um 40% und steigen danach wieder um 3% pro Jahr." kommst? 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Die Idee ist, ein einfaches Modell zu haben, mit dem man experimentieren kann - um dabei etwas über das (mathematische) Problem zu lernen. Es kommt nicht unbedingt auf die exakten Ergebnisse an, sondern vielmehr darauf, wie sich die Zahlen ändern, wenn man die Randbedingungen ändert.

 

Ein solches Modell habe ich oben skizziert. Angenommen ist eine Inflation von ungefähr 2% (die sich bei der Barwert-Methode herauskürzt) und eine Steigerung der Krankenkassen-Beiträge, die etwas höher ist (medizinischer Fortschritt, steigende Lebenserwartung, usw.) Deshalb 3%. Bei der PKV ist sie bis zum Alter 60 etwas höher. Deshalb 5%. Danach auch 3%. Wenn Du mit 67 in Rente gehst, wird sich Dein Einkommen ändern. Statt Lohn/Gehalt gibt es Rente. Vermutlich sinkt das Einkommen. Weil die GKV-Beiträge an das Einkommen gekoppelt sind, werden vermutlich die Beiträge sinken - im Unterschied zur PKV. Das sind die 40%. Wobei dieser Wert individuell sehr unterschiedlich ist. Bei manchen sinkt der GKV-Beitrag auf den Mindestbeitrag, Bei anderen bleibt er beim Höchstbeitrag. Du kannst hier den Wert nehmen, der für Dich gilt.  

 

Viel wichtiger als den exakten Wert jetzt zu kennen und zu verwenden, ist, ob und wie sich diese Beitragsminderung im Rentenalter auswirkt. Hier eine Beispielrechnung mit den obigen Werten:

 

image.thumb.png.12e138283db05ef95203ca17a423dff5.png

 

Wenn Du es so machst, kannst Du in Zelle E7 unterschiedliche Werte für die Reduktion des Beitrags in der GKV eintragen. Die Tabellenkalkulation rechnet automatisch die Summen aus. Die PKV präsentiert gerne Beispiele mit 0% - dann wäre in dieser Beispielrechnung die PKV preiswerter. Bei 40% ist die GKV etwas preiswerter und bei 50% oder 60% ist sie deutlich preiswerter. Schau es Dir, an wie viel es ausmacht.

 

Dann nimm an, dass Du schon mit 60 (55) aufhörst zu arbeiten (weil Du keine Lust mehr hast, weil Du gesundheitlich nicht mehr kannst, weil Du keine Aufträge mehr bekommst oder weil Dich Arbeitgeber Dich feuert). Bei der PKV ändert sich nichts - aber die Beiträge in der GKV sinken schon mit 60 (55).... Auch hier kannst Du Dir ansehen, ob und wie stark sich das Ergebnis ändert.

 

PS: Hier noch die Formeln, falls das jemand nachbauen möchte, und noch nicht so fit in Tabellenkalkulationen ist. Die Formeln gibt man nur ein Mal ein und kopiert sie dann mit Copy&Paste:

 

image.thumb.png.2a475d99bea23de523f473e1bd4b0a1c.png

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Cando
· bearbeitet von Cando
vor 4 Stunden von gordon_gekko:

Bei mir gibt es allerdings eine Besonderheit, die mir vorher so garnicht bewusst war: 

Weil ich ins Versorgunswerk einzahle (Stichwort Kammerberufe), bin ich nicht pflichtversichert in der GRV (wäre ja sonst doppelbelastung). 

Versorgungswerke zahlen keinen Zuschuss zur Krankenversicherung, dafür aber oft höhere Renten als die GRV. Da die Versorgungswerkrente beitragspflichtig ist (gilt auch, wenn man es in die KVdR schafft), fällt der „Beitragsknick“ für die GKV ab Renteneintritt ggf. geringer aus als die Annahme von 40% im Rechenbeispiel von @stagflation

Wie es dann tatsächlich kommt, ist etwas für die Glaskugel. Versorgungswerk und PKV hängen von biometrischen Risiken und dem Zinsniveau ab, zu denen ich keine Prognose wage. GKV und GRV hängen dagegen von der Demographie und politischen Entwicklungen ab, dort würde ich als heute junger Mensch jedenfalls keine Verbesserungen erwarten.

 

Zitat

Und bei der jetzigen GRV würde ich auch nie freiweillig einzahlen wollen (außer vielleicht um die KVdR Pflichtjahr vollzubekommen, aber das ist dann wieder pro GKV). 

Hier eher off topic, aber Du solltest Dir dennoch mal Deine Beitragszeiten in der GRV anschauen und überlegen, ob Du zumindest 60 Monate mit freiwilligen Beiträgen voll machst. Einige Beitragsmonate kommen schon allein durch Ausbildungszeiten und Nebenjobs zusammen und Beiträge rückerstatten lassen lohnt sich in den wenigsten Fällen. 

 

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