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Replizierender Arero-Nachbau...

70 posts in this topic

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Hallo zusammen!

 

Kurz zu mir. Ich bin Mitte 20, kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben und beschäftige mich gerade mit meiner zukünftigen Anlagestrategie. Diese soll eindeutig passiv sein. Vielleicht werden irgendwann einmal vereinzelt Einzelaktien hinzukommen, aber das würde ich dann losgelöst von meinem "Grundportfolio" betrachten und auch nur in kleinem Rahmen riskieren.

 

In das Thema habe ich mich auch schon eingelesen.

 

Der ARERO ist dabei mein Benchmark und Vorbild. Ich kenne Prof. Weber persönlich und habe auch schon mit ihm im Rahmen einer Veranstaltung über den Fonds diskutiert. Aktuell halte ich ihn auch in einer kleinen Position <5000 EUR als einziges Element meines Depots. Die Risikogewichtung passt für mich und von seinem wissenschaftlich-fundierten Diversifikationskonzept bin ich überzeugt. Daher werdeich mich bei der Gewichtung der einzelnen Regionen auch nach dem Arero richten.

 

Ich habe nur ein Problem mit dem Arero: Die Sicherheit im Krisenfall. Mir schmeckt es ganz und gar nicht, dass ich im Krisenfall (Bankencrash) dem Kreditrisiko der Bundesrepublik Deutschland ausgesetzt bin, da ja das Basisportfolio des Arero aus Länderanleihen und anderen staatsgarantierten Papieren besteht. Immerhin betreibt der Arero laut Jahresbericht 2015 keine Wertpapierleihe mehr (wie noch 2012).

 

Womit wir beim nächsten Punkt sind: So gut wie alle replizierenden Fonds verleihen ihre Wertpapiere, das gefällt mir ebenfalls nicht. Allerdings schätze ich das Risiko im Krisenfall (und damit meine ich einen richtigen Crash) als geringer ein, verglichen mit dem Kreditrisiko der BRD. Vielleicht kann hier jemand von euch noch etwas dazu sagen?

 

Somit waren meine Ideen bezüglich der ETF-Auswahl folgende:

- Auswahl der Indizes und Gewichtung nach Weber.

- Replikation > Optimiertes Sampling. Wobei Sampling auch noch in Ordnung ist. Der Tracking-Error interessiert mich nicht so sehr, mir geht es um das Vorhandensein von Sachwerten. Niedrige Kosten sind immer gut.

- Ausländische Thesaurierer sind okay. Der Arero ist es sowieso und Hexenwerk ist die richtige Steuererklärung auch nicht, solange die Anzahl der Fonds überschaubar bleibt.

- Swaps bei Aktien nur im Notfall. Bei Anleihen ist es mir egal, dieser Assetklasse traue ich im Krisenfall (Basisportfolio-Ausfall) sowieso nicht.

- Anbieterdiversifikation ist gewünscht, aber nicht entscheidend.

- Ausschüttende Fonds sind aktuell bevorzugt, da ich noch weit unter 801 EUR bin.

 

Über JustETF bin ich nach den Kriterien auf folgendes Portfolio gekommen.

post-33171-0-73653600-1461973918_thumb.jpg

 

 

HSBC MSCI EUROPE UCITS ETF EUR

iShares MSCI North America UCITS ETF

iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Dist)

ComStage MSCI Pacific TRN UCITS ETF

db x-trackers II iBoxx Sov. Eurozone UCITS ETF 1D

Xetra-Gold

ETFS Longer Dated All Commodities GO UCITS ETF

 

 

https://www.justetf....in=DE000A1C22L5

https://www.justetf....060&from=search

https://www.justetf....in=IE00B0M63177

https://www.justetf....in=LU0392495023

https://www.justetf....591&from=search

https://www.justetf....GB0&from=search

https://www.justetf....in=DE000A1CXBV8

 

Wie ihr seht, stehen beim Rohstoffanteil der laut Weber richtige Index (wegen Korrelation) und das physisch besicherte Xetra Gold. Aktuell tendiere ich schwer zum Gold, wobei ich mir nicht sicher bin, ob 15% nicht viel zu viel sind. Auch zum Rest würde ich gerne eure Meinungen hören. Vielen Dank dafür schon mal!

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Gewichtung im Aktienanteil :

Mittelwert aus drei Heuristiken ( MCap, GDP, 1/n ) ... Mein Link

 

entweder mit 4 ETFs

 

1/3 = MSCI North America

1/4 = MSCI Europe

1/6 = MSCI Pacific

1/4 = MSCI Emerging Markets

 

oder mit 3 ETFs

 

1/8 = MSCI EMU

5/8 = MSCI World

1/4 = MSCI Emerging Markets

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Mir schmeckt es ganz und gar nicht, dass ich im Krisenfall (Bankencrash) dem Kreditrisiko der Bundesrepublik Deutschland ausgesetzt bin

 

Also ein bisschen mehr Sachverstand wäre schon nötig. Die Anleihen gehören zum sichersten Asset auf der Welt. Warum denkst du zahlen aktuell große institutionelle Investoren Geld, damit die Bundesrepublik Deutschland ihr Geld nimmt?

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Posted · Edited by tyr

Ich habe nur ein Problem mit dem Arero: Die Sicherheit im Krisenfall.

Ich würde an deiner Stelle zuerst den Berufseinstieg erfolgreich abschließen und bis dahin weiter Grundlagen von Geldanlagen durch lesen lernen.

 

Wenn ein Krisenfall eintritt, an dem deutsche Bundesanleihen ihren Wert verlieren werden aus meiner Sicht mindestens viele weitere gängige Wertpapiere großflächig an Wert verloren haben.

 

In dem Fall hilft dir vielleicht auch kein Gold mehr. Du kannst dann möglicherweise einen Barren Gold gegen ein Brot oder etwas Munition eintauschen.

 

Gegen was genau willst du dich absichern? Das Szenario solltest du meiner Meinung genauer durchdenken. Einfach so aus einem diffusen Angstgefühl heraus einem Fonds das Vertrauen zu entziehen und dann in andere Fonds umschichten zu wollen ergibt aus meiner Sicht wenig Sinn.

 

Edit: noch am Rande: wie hoch ist denn deine versicherte monatliche Berufsunfähigkeitsrente? Bis zu welcher Summe leistet deine private Haftpflichtversicherung bei Personenschäden? Da du ja Angst und kein Vertrauen hast... Dann hast du hoffentlich deine eigenen Risiken zumindest grundsätzlich abgesichert.

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HSBC MSCI EUROPE UCITS ETF EUR

iShares MSCI North America UCITS ETF

iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Dist)

ComStage MSCI Pacific TRN UCITS ETF

db x-trackers II iBoxx Sov. Eurozone UCITS ETF 1D

Xetra-Gold

ETFS Longer Dated All Commodities GO UCITS ETF

 

Hast du dich mit dem Thema Steuern schon einmal auseinandergesetzt? Für die Aktien ETFs findest du dazu umfangreiche Informationen im Holzmeier Thread (Link in meiner Signatur).

Der Anleihen ETF scheint auf jeden Fall steuerhässlich zu sein.

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Das Steuerthema ist doch hier noch gar nicht von Belang. Hier kommen viel grundsätzlichere Fragen hoch.

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Das Steuerthema ist doch hier noch gar nicht von Belang.

... und wird es auch nicht werden:

- Ausländische Thesaurierer sind okay. Der Arero ist es sowieso und Hexenwerk ist die richtige Steuererklärung auch nicht, solange die Anzahl der Fonds überschaubar bleibt.

 

Hier kommen viel grundsätzlichere Fragen hoch.

:thumbsup: Mich wundert, dass überhaupt jemand antwortet bei einer so sicher vorgetragenen festen Meinung.

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Wenn ich vom ARERO überzeugt wäre, würde ich ihn auch mit einzelnen ETFs nachbauen. Aber nicht wegen der Sicherheit, sondern wegen der Kosten.

 

Und dafür solltest Du in den Holzmeier-Tabellen nach TD-Werten statt TER gucken, um die echten Gesamtkosten besser abschätzen zu können.

 

Beim Rohstoffanteil beschränke ich mich auf Gold. Aber wenn Prof.Weber sagt, dass man Futures nehmen soll, dann musst Du selbst wissen, ob Du ihm vertraust oder nicht.

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Gewichtung im Aktienanteil :

Mittelwert aus drei Heuristiken ( MCap, GDP, 1/n ) ... Mein Link

 

entweder mit 4 ETFs

 

1/3 = MSCI North America

1/4 = MSCI Europe

1/6 = MSCI Pacific

1/4 = MSCI Emerging Markets

 

oder mit 3 ETFs

 

1/8 = MSCI EMU

5/8 = MSCI World

1/4 = MSCI Emerging Markets

 

Der Streit um die richtige Gewichtung ist ja schon so alt wie das Forum. Schlussendlich gilt doch, dass man es einfach nicht weiß, was optimal ist. Es gibt Gründe für eine Aufteilung nach MCap und Gründe für eine Aufteilung nach BIP. Die Mischung ist schlussendlich ein Kompromiss aus beiden Welten, der mich aber nicht wirklich mehr überzeugt als die anderen Ansätze. Schlussendlich bedeutet ja eine Aufteilung nach MCap, dass meine Portfoliozusammensetzung und das Rebalancing neben dem Wachstum auch von der IPO-Aktivität in einem Land abhängt. Aber danke für den Punkt, ich werde es noch einmal überdenken und vielleicht ein paar Testszenarien durchspielen.

 

 

Mir schmeckt es ganz und gar nicht, dass ich im Krisenfall (Bankencrash) dem Kreditrisiko der Bundesrepublik Deutschland ausgesetzt bin

 

Also ein bisschen mehr Sachverstand wäre schon nötig. Die Anleihen gehören zum sichersten Asset auf der Welt. Warum denkst du zahlen aktuell große institutionelle Investoren Geld, damit die Bundesrepublik Deutschland ihr Geld nimmt?

 

 

Aktuell sind es sicherlich mit die sichersten Wertpapiere. Aber wenn ich die Entwicklung bei der Staatsverschuldung weltweit betrachte, frage ich mich schon, ob das ganze System zukunftsfähig ist. Bei einer Investition mit einem Zeitrahmen bis zur Rente (45 Jahre), die zu 100% von den entsprechenden Papieren gedeckt ist, sollte es das meiner Ansicht nach durchaus sein. Und ich möchte nur zu bedenken geben, dass man vor der Finanzkrise auch vieles kategorisch ausgeschlossen hat, was dann eingetreten ist.

Ich lehne Anleihen ja auch nicht komplett ab. Das Portfolio hat 25% Anleihen und den Arero werde ich voraussichtlich in kleinerem Umfang auch behalten. Ich will nur meine Sicherheiten nicht zu 100% auf Anleihen basiert wissen.

Ich habe nur ein Problem mit dem Arero: Die Sicherheit im Krisenfall.

Ich würde an deiner Stelle zuerst den Berufseinstieg erfolgreich abschließen und bis dahin weiter Grundlagen von Geldanlagen durch lesen lernen.

 

Wenn ein Krisenfall eintritt, an dem deutsche Bundesanleihen ihren Wert verlieren werden aus meiner Sicht mindestens viele weitere gängige Wertpapiere großflächig an Wert verloren haben.

 

In dem Fall hilft dir vielleicht auch kein Gold mehr. Du kannst dann möglicherweise einen Barren Gold gegen ein Brot oder etwas Munition eintauschen.

 

Gegen was genau willst du dich absichern? Das Szenario solltest du meiner Meinung genauer durchdenken. Einfach so aus einem diffusen Angstgefühl heraus einem Fonds das Vertrauen zu entziehen und dann in andere Fonds umschichten zu wollen ergibt aus meiner Sicht wenig Sinn.

 

Edit: noch am Rande: wie hoch ist denn deine versicherte monatliche Berufsunfähigkeitsrente? Bis zu welcher Summe leistet deine private Haftpflichtversicherung bei Personenschäden? Da du ja Angst und kein Vertrauen hast... Dann hast du hoffentlich deine eigenen Risiken zumindest grundsätzlich abgesichert.

Erstmal danke für die Hinweise. An den Versicherungen bin ich ebenfalls dran. Die ausreichende Haftpflicht läuft aktuell noch über meine Eltern, nach dem Studienende in einigen Monaten, brauche ich aber natürlich eine eigene. BU hatte ich mir vor einigen Jahren ebenfalls schon überlegt, aber damals verworfen, da ich sie mir nicht leisten konnte. Sobald das erste Gehalt kommt, werde ich aber definitiv eine abschließen.

 

Das Krisenszenario ist zugegebenermaßen etwas diffus. Ich bin kein Weltuntergangsprophet und kann auch nicht hellsehen. Zudem findet man sehr wenig seriöses Material zu dem Thema, wenn man danach sucht, daher ist das Bilden einer vernünftigen Meinung sehr schwer. Falls du Literaturempfehlungen hast, wäre ich dafür dankbar!

 

Zum Szenario: Sagen wir es so: Ich sorge für eine Zeit vor, in der die staatliche Ordnung bestehen bleibt, das Finanzsystem aber temporär zusammengebrochen ist. Ich stelle mir das so vor: In meinem Szenario würde das Gold wahrscheinlich durch die Decke gehen, die Anleihen ihren Wert größtenteils verloren haben und die Aktien ebenfalls. Allerdings würden sich die Aktien nach einigen Jahren erholen, während die Staaten bei den Anleihen 1:10 / 1:20 abwerten, um die zukünftigen Generationen nicht zu stark zu belasten. In einem solchen Szenario können sich die BRD-Anleihen meines Erachtens auch nicht halten und werden von der Masse an weniger solventen Staaten mit in die Tiefe gerissen.

 

 

 

Das Steuerthema ist doch hier noch gar nicht von Belang.

... und wird es auch nicht werden:

- Ausländische Thesaurierer sind okay. Der Arero ist es sowieso und Hexenwerk ist die richtige Steuererklärung auch nicht, solange die Anzahl der Fonds überschaubar bleibt.

 

Hier kommen viel grundsätzlichere Fragen hoch.

:thumbsup: Mich wundert, dass überhaupt jemand antwortet bei einer so sicher vorgetragenen festen Meinung.

Ja, den Aufwand bei den Steuern sehe ich nicht so eng wie viele hier im Forum. Vielleicht mache ich hier einen Fehler, aber ich traue mir die selbstständige Angabe für die nächsten Jahre / Jahrzehnte durchaus zu.

Und bitte weiterhin antworten - ich bin für jeden konstruktiven Kommentar dankbar!

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Das Steuerthema ist doch hier noch gar nicht von Belang. Hier kommen viel grundsätzlichere Fragen hoch.

 

 

... und wird es auch nicht werden:

 

Mich wundert, dass überhaupt jemand antwortet bei einer so sicher vorgetragenen festen Meinung.

 

Eben, die Überlegungen scheinen bereits abgeschlossen zu sein. Es geht lediglich darum, ein "okay" einzuholen.

 

Daher wollte ich nur darauf hinweisen, dass man in vielen Punkten auch die Wahl von steuereinfachen ETFs hat.

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Posted · Edited by odensee

Also ein bisschen mehr Sachverstand wäre schon nötig. Die Anleihen gehören zum sichersten Asset auf der Welt. Warum denkst du zahlen aktuell große institutionelle Investoren Geld, damit die Bundesrepublik Deutschland ihr Geld nimmt?

 

Aktuell sind es sicherlich mit die sichersten Wertpapiere. Aber wenn ich die Entwicklung bei der Staatsverschuldung weltweit betrachte, frage ich mich schon, ob das ganze System zukunftsfähig ist. Bei einer Investition mit einem Zeitrahmen bis zur Rente (45 Jahre), die zu 100% von den entsprechenden Papieren gedeckt ist, sollte es das meiner Ansicht nach durchaus sein. Und ich möchte nur zu bedenken geben, dass man vor der Finanzkrise auch vieles kategorisch ausgeschlossen hat, was dann eingetreten ist.

 

Du gehst ernsthaft davon aus, dass dein Depot so, wie du es jetzt anlegst, in 45 Jahren noch besteht? Halte ich für unrealistisch.

 

Vor 45 Jahren gab es noch gar keine ETFs, wer weiß, welche Anlageprodukte in 20Jahren am Markt sind. Vor der Finanzkrise waren offene Immobilienfonds hui ("Tagesgeldersatz"), jetzt sind sie pfui. Vielleicht ergeht es ETFs ähnlich... Steuerliche Rahmenbedingungen können (und werden 2018) sich ändern. Persönliche Lebenplanung: Familie und Häuschen im Grünen mit Garten für die drei Kinder (nach dem ersten kommen die Zwillinge :rolleyes:) schon kategorisch ausgeschlossen? Sieht die Lebenspartnerin das auch so? Auch dann noch, wenn die biologische Uhr tickt?

 

Ich lehne Anleihen ja auch nicht komplett ab. Das Portfolio hat 25% Anleihen und den Arero werde ich voraussichtlich in kleinerem Umfang auch behalten. Ich will nur meine Sicherheiten nicht zu 100% auf Anleihen basiert wissen.

 

Selbst der Anleihe-Papst :rolleyes: des WPF rät von Anleihe-ETFs für Kleinanleger ab http://www.wertpapie...post__p__979899 und viele hier im Forum setzen auf Tagesgeld und Festgeldleiter statt auf Anleihen und warum das so ist, kann man beim Sparfux nachlesen: http://www.wertpapie...geldsparbriefe/ (nicht durch das Alter des Threads irritieren lassen!).

 

Ja, den Aufwand bei den Steuern sehe ich nicht so eng wie viele hier im Forum. Vielleicht mache ich hier einen Fehler, aber ich traue mir die selbstständige Angabe für die nächsten Jahre / Jahrzehnte durchaus zu.

 

Ich verweise nur ungerne auf den Finanzwesir, aber hier mache ich es mal: http://www.finanzwes...saurierende-etf Wenn man sich einige Arbeit wirklich LEICHT ersparen kann, warum sollte man das nicht tun? Und: wie sieht es ab 2018 steuerlich aus?

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Posted · Edited by thaistatos

Ja, den Aufwand bei den Steuern sehe ich nicht so eng wie viele hier im Forum. Vielleicht mache ich hier einen Fehler, aber ich traue mir die selbstständige Angabe für die nächsten Jahre / Jahrzehnte durchaus zu.

 

Und bitte weiterhin antworten - ich bin für jeden konstruktiven Kommentar dankbar!

 

vielleicht hast du dich in das thema noch nicht eingelesen.

es geht nicht darum, jährlich eine Steuerklärung abzugeben und den Depotauszug einzutippen, sondern darum (Stand heute) in 45 Jahren (du planst ja in so großen Zeiträumen) der Finanzbehörde klarzumachen, dass du damals schon Steuern gezahlt hast und die Doppelbesteuerung vermeiden willst. Wenn du jetzt Mitte 20 bist und vielleicht den Fondsanteil mit 85-90 Jahren verkaufst (in der Hoffnung, dass die geistige Fitness dazu noch reicht), reden wir sogar über Zeiträume von über 60 Jahren.

Selbst wenn man im Alter vielleicht in einfachere und sicherere Geschichten umschichtet, muss man nicht zwangsweise sein komplettes Depot mit Renteneintritt auflösen.

 

Am besten die beiden hier durchlesen:

 

Reform der Besteuerung von Investmentfonds

Steuerstatus und Trackingdifferenzen von Aktien-ETFs auf Standardindizes

 

Siehe auch Link vom Finanzwesir.

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Ich bin kein Weltuntergangsprophet und kann auch nicht hellsehen.

Angst vor einem Krisenszenario hast du dennoch. Wenn man Angst hat, dass eine Investition in Tulpenzwiebeln https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenmanie Risiken birgt bringt es meiner Meinung nach wenig, von Tulpenzwiebeln eines Anbieters auf Tulpenzwiebeln anderer Anbieter umzusteigen. Es bleiben Tulpenzwiebeln.

 

Was man als Privatanleger tun kann: sein Vermögen streuen, auf mehrere Anlageklassen, auf mehrere Arten von Werten. Die Werte sollten verschiedene Risikoprofile haben. Dadurch erhöht sich die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser verschiedenen Risiken, die Auswirkungen auf das Vermögen werden aber hoffentlich auf den Anteil der Anlageklasse am Portfolio begrenzt.

 

Falls du Literaturempfehlungen hast, wäre ich dafür dankbar!

Genial einfach investieren, von Prof. Weber: https://www.arero.de/downloads/#c577

 

Zum Szenario: Sagen wir es so: Ich sorge für eine Zeit vor, in der die staatliche Ordnung bestehen bleibt, das Finanzsystem aber temporär zusammengebrochen ist.

Wenn das Finanzsystem zusammengebrochen ist kann eine staatliche Ordnung so wie wir sie heute haben aus meiner Sicht nicht mehr bestehen bleiben. Womit soll der Staat seine Beamten und Soldaten bezahlen, mit Goldstückchen? Wer organisiert die Bezahlung und die Logistik dahinter? Was kann sich ein Beamter oder Soldat von den Goldstücken noch kaufen, wenn die Wirtschaft ohne ein funktionierendes Finanzsystem zusammengebrochen ist?

 

Du bist da glaube ich auf einer sehr theoretischen Ebene und hast deine Ängste noch nicht kritisch hinterfragt.

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Wenn ich vom ARERO überzeugt wäre, würde ich ihn auch mit einzelnen ETFs nachbauen. Aber nicht wegen der Sicherheit, sondern wegen der Kosten.

 

Und dafür solltest Du in den Holzmeier-Tabellen nach TD-Werten statt TER gucken, um die echten Gesamtkosten besser abschätzen zu können.

 

Beim Rohstoffanteil beschränke ich mich auf Gold. Aber wenn Prof.Weber sagt, dass man Futures nehmen soll, dann musst Du selbst wissen, ob Du ihm vertraust oder nicht.

Eine Frage habe ich zum Unterschied zwischen TD und TER. Wird diese nicht maßgeblich davon beeinflusst wie intensiv ein Fonds Wertpapierleihe betreibt und Erträge daraus erzielt? Und hohe Erträge erzielt man in einem effizienten Markt entweder durch Risiko oder Volumen. Das dachte ich zumindest bisher. Falls dem nicht so ist, muss ich mich definitiv noch einmal mit der TD beschäftigen.

 

Zu den Rohstoffen: Hier hatte ich durchaus auf einige Argumente gehofft, aber ich tendiere aktuell eher zum Gold. Das erscheint mir einfacher und sicherer.

Aktuell sind es sicherlich mit die sichersten Wertpapiere. Aber wenn ich die Entwicklung bei der Staatsverschuldung weltweit betrachte, frage ich mich schon, ob das ganze System zukunftsfähig ist. Bei einer Investition mit einem Zeitrahmen bis zur Rente (45 Jahre), die zu 100% von den entsprechenden Papieren gedeckt ist, sollte es das meiner Ansicht nach durchaus sein. Und ich möchte nur zu bedenken geben, dass man vor der Finanzkrise auch vieles kategorisch ausgeschlossen hat, was dann eingetreten ist.

 

Du gehst ernsthaft davon aus, dass dein Depot so, wie du es jetzt anlegst, in 45 Jahren noch besteht? Halte ich für unrealistisch.

 

Vor 45 Jahren gab es noch gar keine ETFs, wer weiß, welche Anlageprodukte in 20Jahren am Markt sind. Vor der Finanzkrise waren offene Immobilienfonds hui ("Tagesgeldersatz"), jetzt sind sie pfui. Vielleicht ergeht es ETFs ähnlich... Steuerliche Rahmenbedingungen können (und werden 2018) sich ändern. Persönliche Lebenplanung: Familie und Häuschen im Grünen mit Garten für die drei Kinder (nach dem ersten kommen die Zwillinge :rolleyes:) schon kategorisch ausgeschlossen? Sieht die Lebenspartnerin das auch so? Auch dann noch, wenn die biologische Uhr tickt?

 

Ich gehe schon davon aus, dass das Konzept des passiven Investierens ziemlich zeitlos ist. Es gibt vielleicht Trends (bis vor einiger Zeit dachte man da an SC und Value), die eine Abweichung von der reinen Lehre nahelegen, aber grundsätzlich finde ich die Idee zeitlos. Sollte sich schlicht bessere Konkurrenz zum Arero zeigen, könnte sich natürlich das Vehikel für die Strategie ändern. Aber das kostet bei ETFs ja nichts.

 

Zu deinen anderen Fragen: Ein Immobilienkauf ist natürlich nicht ausgeschlossen und neben der Investition ist auch noch ein signifikanter Tagesgeld-Block (ca. 30%) fest eingeplant. Ich sehe es aber nicht als zielführend an, aktuell eine Strategie auf einen möglicherweise kommenden Immobilienkauf in 10-15 Jahren auszurichten.

 

Ich lehne Anleihen ja auch nicht komplett ab. Das Portfolio hat 25% Anleihen und den Arero werde ich voraussichtlich in kleinerem Umfang auch behalten. Ich will nur meine Sicherheiten nicht zu 100% auf Anleihen basiert wissen.

 

Selbst der Anleihe-Papst :rolleyes: des WPF rät von Anleihe-ETFs für Kleinanleger ab http://www.wertpapie...post__p__979899 und viele hier im Forum setzen auf Tagesgeld und Festgeldleiter statt auf Anleihen und warum das so ist, kann man beim Sparfux nachlesen: http://www.wertpapie...geldsparbriefe/ (nicht durch das Alter des Threads irritieren lassen!).

 

Ja, den Aufwand bei den Steuern sehe ich nicht so eng wie viele hier im Forum. Vielleicht mache ich hier einen Fehler, aber ich traue mir die selbstständige Angabe für die nächsten Jahre / Jahrzehnte durchaus zu.

 

Ich verweise nur ungerne auf den Finanzwesir, aber hier mache ich es mal: http://www.finanzwes...saurierende-etf Wenn man sich einige Arbeit wirklich LEICHT ersparen kann, warum sollte man das nicht tun? Und: wie sieht es ab 2018 steuerlich aus?

Was der passive Ansatz verfolgt, ist gerade nicht auf irgendwelche Zinsverläufe zu spekulieren und dementsprechend steigende sowie fallende Kurse stumpf auszusitzen. Neben der Diversifikation wird eben gerade auch kein Market Timing betrieben. Es ist mir damals schon schwer gefallen, die Käufe meines Arero nicht zu timen, daher habe ich eben einen Sparplan eingerichtet (schlussendlich ein Kompromiss).

 

Zum Thema Steuern muss ich mich doch noch mal besser informieren, wie viel Arbeit das auf Dauer ist. Bisher dachte ich, man führt einfach eine saubere Excel-Tabelle, die man einmal im Jahr in ein paar Stunden aktualisiert, speichert die Belege ab und teilt dem Finanzamt die Werte mit. Bei Verkauf macht man dann die bereits bezahlten Steuern geltend, die alle in der Excel-Tabelle verzeichnet sind.

 

Danke für die Hinweise auch an thaistatos!

 

Was man als Privatanleger tun kann: sein Vermögen streuen, auf mehrere Anlageklassen, auf mehrere Arten von Werten. Die Werte sollten verschiedene Risikoprofile haben. Dadurch erhöht sich die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser verschiedenen Risiken, die Auswirkungen auf das Vermögen werden aber hoffentlich auf den Anteil der Anlageklasse am Portfolio begrenzt.

 

Das ist das Konzept passiven Investierens, das mir durchaus geläufig ist. Da aber das Basisportfolio des Arero zu 100% aus Anleihen besteht, ist hier eine Diversifikation gerade nicht gegeben. Und sollte es Probleme mit dem Basisportfolio geben, ist gleich alles betroffen. Da sehe ich eben ein Problem, auch wenn du keines siehst.

 

Falls du Literaturempfehlungen hast, wäre ich dafür dankbar!

Genial einfach investieren, von Prof. Weber: https://www.arero.de/downloads/#c577

 

Zum Szenario: Sagen wir es so: Ich sorge für eine Zeit vor, in der die staatliche Ordnung bestehen bleibt, das Finanzsystem aber temporär zusammengebrochen ist.

Wenn das Finanzsystem zusammengebrochen ist kann eine staatliche Ordnung so wie wir sie heute haben aus meiner Sicht nicht mehr bestehen bleiben. Womit soll der Staat seine Beamten und Soldaten bezahlen, mit Goldstückchen? Wer organisiert die Bezahlung und die Logistik dahinter? Was kann sich ein Beamter oder Soldat von den Goldstücken noch kaufen, wenn die Wirtschaft ohne ein funktionierendes Finanzsystem zusammengebrochen ist?

 

Du bist da glaube ich auf einer sehr theoretischen Ebene und hast deine Ängste noch nicht kritisch hinterfragt.

Das Buch von Prof. Weber kenne ich natürlich, allerdings wird dort ein möglicher Crash gar nicht thematisiert.

 

 

Zu einem zweiten Punkt: Ich glaube nicht an Endzeitszenarien, in denen das Finanzsystem dauerhaft zusammenbricht. Wenn es soweit kommt, bringen einem irgendwelche Finanzanlagen und wahrscheinlich auch Goldbarren in einem Frankfurter Tresor sowieso nichts mehr. Für so etwas kann man sich vielleicht einige sehr kleine Goldmünzen zulegen, das lohnt sich für mich aber aktuell aus Kostengründen nicht.

 

Also wenn ich dich recht verstehe und vorausgesetzt ich bleibe vom Konzept des Arero überzeugt, rätst du mir, entweder den Arero weiterhin zu besparen oder bei einem Nachbau nur auf die Kosten zu achten?

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Posted · Edited by odensee

Zu deinen anderen Fragen: Ein Immobilienkauf ist natürlich nicht ausgeschlossen und neben der Investition ist auch noch ein signifikanter Tagesgeld-Block (ca. 30%) fest eingeplant. Ich sehe es aber nicht als zielführend an, aktuell eine Strategie auf einen möglicherweise kommenden Immobilienkauf in 10-15 Jahren auszurichten.

 

So war das auch nicht gemeint. Ich war etwas irritiert über

Bei einer Investition mit einem Zeitrahmen bis zur Rente (45 Jahre), die zu 100% von den entsprechenden Papieren gedeckt ist, sollte es das meiner Ansicht nach durchaus sein.
edit: (anders formuliert) und da wollte ich darauf hinweisen, dass es wenig realistisch ist, mit Mitte 20 schon eine Planung für die nächsten 45 Jahre zu machen. Da fließt noch viel Wasser den Rhein herunter. (Hervorhebung durch mich)

 

Was der passive Ansatz verfolgt, ist gerade nicht auf irgendwelche Zinsverläufe zu spekulieren und dementsprechend steigende sowie fallende Kurse stumpf auszusitzen. Neben der Diversifikation wird eben gerade auch kein Market Timing betrieben.

Hier hast du meinen Verweis auf Sparbriefe/Festgeld etwas anders verstanden, als er gemeint war. Von Timing ist keine Rede sondern davon, dass du höhere Rendite bei (nahezu) gleichem Risiko erhältst. Das ist etwas, was "normalerweise" nicht möglich ist. Das Renditedreieck kennst du sicher. Diese "Anomalie" (höhere Rendite bei gleichem Risiko) steht nur uns Privatanlegern zur Verfügung. Ein ARERO muss in Anleihen gehen, da die Fondsmanager keine Sparbriefe/Festgeld kaufen können. Und selbstverständlich kannst du auch "passiv" (ohne Timing) in eine Sparbriefleiter investieren. Sparfux macht ja genau das sehr systematisch.

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Zum Thema Umschichten kostet nichts habe ich hier mal was dazu geschrieben.

Da keine korrigierenden Antworten kamen, gehe ich davon aus, dass es nicht so falsch sein kann.

 

http://www.wertpapie...27#entry1022527

 

Möglicherweise (bzw. ziemlich sicher) ändert sich da 2018 was: die "Steuerstundung" auf die du abzielst, wird wahrscheinlich einkassiert, da jährlich versteuert wird (wie auch immer, das Gesetz ist noch nicht durch). Du schreibst zwar "neues Inv. Steuergesetz mal aussen vor" aber du kannst es nicht aussen vor lassen.

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Posted · Edited by xfklu

Eine Frage habe ich zum Unterschied zwischen TD und TER. Wird diese nicht maßgeblich davon beeinflusst wie intensiv ein Fonds Wertpapierleihe betreibt und Erträge daraus erzielt?

Neben Wertpapierleihe spielt auch die Behandlung von ausländischer Quellensteuer mit rein. Lies am besten mal den Holzmeier.

 

Zu den Rohstoffen: Hier hatte ich durchaus auf einige Argumente gehofft, aber ich tendiere aktuell eher zum Gold. Das erscheint mir einfacher und sicherer.

Als Hauptargument für Rohstoffe gilt immer die geringe Korrelation zu Aktien. Für die Zeit, in der es den von Dir genannten Rohstoff-ETF gab (etwa 6 Jahre), komme ich auf folgende Korrelationen:

  • Zwischen "MSCI World" und "Xetra-Gold" = 0.07
  • Zwischen "MSCI World" und "ETFS DJ-UBS Longer Dated All Commodities ETF" = 0.51

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Grundidee des neuen Gesetzes ist ja, dass kontinuierlicher besteuert wird, was durch Vorabpauschalen erreicht werden soll.

Diese sind aber vom Basiszinssatz usw. abhängig, der momentan z.B. <0 ist --> keine Besteuerung.

Ich rechne damit, dass immer noch ein erkläglicher Teil Steuerstundung übrig bleibt.

Es wird ja nur ein risikofreier Anteil besteuert, nicht der komplette realisierte Gewinn (egal, ob durch Kursgewinn oder Ausschüttung).

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Was der passive Ansatz verfolgt, ist gerade nicht auf irgendwelche Zinsverläufe zu spekulieren und dementsprechend steigende sowie fallende Kurse stumpf auszusitzen. Neben der Diversifikation wird eben gerade auch kein Market Timing betrieben.

Hier hast du meinen Verweis auf Sparbriefe/Festgeld etwas anders verstanden, als er gemeint war. Von Timing ist keine Rede sondern davon, dass du höhere Rendite bei (nahezu) gleichem Risiko erhältst. Das ist etwas, was "normalerweise" nicht möglich ist. Das Renditedreieck kennst du sicher. Diese "Anomalie" (höhere Rendite bei gleichem Risiko) steht nur uns Privatanlegern zur Verfügung. Ein ARERO muss in Anleihen gehen, da die Fondsmanager keine Sparbriefe/Festgeld kaufen können. Und selbstverständlich kannst du auch "passiv" (ohne Timing) in eine Sparbriefleiter investieren. Sparfux macht ja genau das sehr systematisch.

Danke für den nochmaligen Hinweis, jetzt habe ich es verstanden. Allerdings habe ich eine ganz grundsätzliche Frage zu dem Thema, die sich auf Diversifikation bezieht.

 

Bisher hatte ich den Wissensstand, dass sich die Renditen / Kurse von Anleihen aus mehreren Gründen ändern.

1. Änderung des Leitzins.

2. Änderung der Einschätzung des Kreditrisikos des Emittenten.

3. Änderung der Nachfrage nach Anleihen (beispielsweise durch eine Flucht aus Aktien).

 

Ist es nicht gerade der dritte Punkt, der Anleihen so wertvoll für das diversifizierte Weltportfolio macht? Dass eben die Korrelation mit dem Aktienmarkt nicht vorhanden ist?

 

Diese Punkte spiegeln sich meiner Ansicht nach in den vorgeschlagenen Festgeldern nur teilweise wider, speziell Punkt 3 gar nicht? Ist es dadurch nicht ungeeignet für ein Weltportfolio? Oder wo liegt mein Fehler?

 

Eine Frage habe ich zum Unterschied zwischen TD und TER. Wird diese nicht maßgeblich davon beeinflusst wie intensiv ein Fonds Wertpapierleihe betreibt und Erträge daraus erzielt?

Neben Wertpapierleihe spielt auch die Behandlung von ausländischer Quellensteuer mit rein. Lies am besten mal den Holzmeier.

 

Zu den Rohstoffen: Hier hatte ich durchaus auf einige Argumente gehofft, aber ich tendiere aktuell eher zum Gold. Das erscheint mir einfacher und sicherer.

Als Hauptargument für Rohstoffe gilt immer die geringe Korrelation zu Aktien. Für die Zeit, in der es den von Dir genannten Rohstoff-ETF gab (etwa 6 Jahre), komme ich auf folgende Korrelationen:

  • Zwischen "MSCI World" und "Xetra-Gold" = 0.07
  • Zwischen "MSCI World" und "ETFS DJ-UBS Longer Dated All Commodities ETF" = 0.51

Über die Rohstoffe habe ich noch einmal nachgedacht, da werde ich mich wohl auf Gold beschränken. Das erscheint mir wesentlich krisenfester als (die vielleicht für die Diversifikation bessere?) Beimischung von breit gestreuten Rohstoffen.

 

Den Thread von Holzmeier bin ich gründlich durchgegangen, sehr hilfreich danke für den Tipp! Ich habe als Konsequenz den MSCI Europe und den MSCI NA durch den Stoxx Europe 600 und den S&P500 ersetzt und passende Fonds herausgesucht. Der Wegfall von Kanada ist durch die wesentlich niedrigeren Gebühren meiner Ansicht nach gerechtfertigt und mit dem Tausch des MSCI Europe habe ich sogar nur gewonnen. Sehr schön.

 

Steuerhässliche Fonds hatte ich vorher schon keine (Zufall, ich hatte nicht darauf geachtet), im aktuellen Depot bleibt das so und es ist immer nur noch der Anleihen-ETF nicht steuereinfach. Dessen Handling traue ich mir zwar zu, wäre aber für Alternativen offen. Falls jemand hier eine interessante Alternative kennt, bitte melden! Unternehmensanleihen möchte ich allerdings keine im Anleihenteil haben.

 

post-33171-0-55612500-1462112610_thumb.jpg

 

Grundidee des neuen Gesetzes ist ja, dass kontinuierlicher besteuert wird, was durch Vorabpauschalen erreicht werden soll.

Diese sind aber vom Basiszinssatz usw. abhängig, der momentan z.B. <0 ist --> keine Besteuerung.

Ich rechne damit, dass immer noch ein erkläglicher Teil Steuerstundung übrig bleibt.

Es wird ja nur ein risikofreier Anteil besteuert, nicht der komplette realisierte Gewinn (egal, ob durch Kursgewinn oder Ausschüttung).

Das Thema Steuerstundung ist aktuell ja insoweit nicht relevant für mich, da ich noch weit weg vom Freibetrag bin. Vor 2018 werde ich den Freibetrag sicher nicht ausgeschöpft haben und bis dahin hat sich ja vielleicht schon wieder alles geändert.

 

 

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Meines Wissens ist der ishares MSCI EM nicht steuereinfach, wie von dir angegeben.

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Meines Wissens ist der ishares MSCI EM nicht steuereinfach, wie von dir angegeben.

 

nicht mehr "nicht steuereinfach", wurde auch schon mehrfach erwähnt

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Anleihen-ETF nicht steuereinfach. Dessen Handling traue ich mir zwar zu, wäre aber für Alternativen offen.

 

https://www.ishares....er=tickerSearch

 

Der sieht steuerlich natürlich aufgrund des Fondsdomizils Deutschland wesentlich besser aus, mich stört aber die Einengung, die er mit sich bringt. So richtig passiv ist das meines Erachtens nicht.

 

Der iShares Core Euro Government Bond UCITS ETF müsste doch inzwischen auch steuereinfach sein, wenn ich die Ankündigung von Blackrock richtig verstehe. Der bezieht sich zwar auf den Barclays Euro Treasury Bond Index, aber der scheint mir von der Idee her identisch mit dem Iboxx EUR Sovereigns Eurozone zu sein.

 

Dann würde ich vielleicht den noch aufnehmen.

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Heute habe ich mich (bei der ersten Auswahl wollte ich mich nicht von Orderkosten beeinflussen lassen) über die Orderkosten bei meiner Depotbank (Comdirect) informiert.

 

Und siehe da, drei der gewählten ETF sind Top-Preis-Angebote der Comdirect. Glücklicherweise sind die beiden ETF mit den höchsten Volumina (iShares EM und iShares Anleihen) dabei, dazu noch der kleine Pacific-ETF von Comstage. Das ist doch erfreulich.

 

Daraufhin habe ich mir noch einmal die drei anderen Produkte angeschaut. Für das ETC-Gold gäbe es sowieso keine Alternative als den normalen Orderpreis + Börsengebühr zu bezahlen. Für den STOXX 600 / MSCI Europe ETF bietet die Comdirect ohnehin keinen vergünstigten ETF an. Allerdings wäre der iShares S&P 500 im Angebot, während es mein gewählter HSBC S&P 500 nicht ist. Der iShares ETF hat allerdings eine deutlich höhere TER (0,4% zu 0,09%) und nach Holzmeier auch TD (0,08% zu -0,25%). Damit wären die höheren Orderkosten schon nach einem Jahr wieder drin. Kennt jemand den Grund, warum der iShares so viel teurer als der HSBC ETF ist? Beides sind nach meinen Informationen replizierende irische Ausschütter.

 

Was haltet ihr von folgender Idee? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich da nicht etwas vergesse, es klingt einfach zu gut: Die Idee wäre, eine Einmalinvestition in die gewählten ETF zu tätigen und zusätzlich den Arero monatlich kostenfrei zu besparen (direkt über Codmirect kaufbar 0% Ausgabeaufschlag und 0% Rücknahmeabschlag). Dann könnte ich das angesammelte Volumen des Arero einmal im Jahr kostenfrei wieder verkaufen und verwenden, um meine ETFs zu rebalancen. So wie ich das verstehe, verdient die Bank am Arero (bis auf die entfallende Depotgebühr) einfach gar nichts?

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