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moerkman

SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF

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Etfler007
· bearbeitet von Etfler007
Bild

Ich wollte heute Anteile am a1jjtd kaufen , aber auf der ex-ante Preisinformation ist ein "Fehler" bei den laufenden Kosten sowohl bei ING als auch bei DKB. Ich glaube die laufenden Kosten werden ja von SPDR zentral übermittelt? 

Es stehen statt 0,17% TER satte 17% laufende Produktkosten und statt vermutlich 0,02% satte 2% Fonds-Transaktionskosten auf der Kosteninformation. In Summe also stolze 19% jährliche Kosten .... . Da hat wohl ein Praktikant der heimlich vanguard verehrt das Komma versetzt?  

Eigentlich echt stümperhaft... Wenn SPDR so auch ihren ETF rebalancen überlege ich ob ich nicht doch den vanguard nehme.

 

Kann man den so trotzdem kaufen oder sollte ich besser warten bis das korrigiert ist? 

Ist das bei anderen Brokern auch so falsch angegeben? 

Bei 5k Anlage also 957 Euro jährliche Kosten. Schnapper!

IMG_20231204_145651.jpg

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Diamantenhände
vor 25 Minuten von Etfler007:

Kann man den so trotzdem kaufen oder sollte ich besser warten bis das korrigiert ist? 

Das ist egal, was da steht. Die Kosten fallen ja auf Fondsebene an, da zählt das KIID.

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oktavian
vor 11 Stunden von Etfler007:

Eigentlich echt stümperhaft... Wenn SPDR so auch ihren ETF rebalancen überlege ich ob ich nicht doch den vanguard nehme.

habe mal einen anderen broker gestestet. Dort wird es auch falsch angezeigt.

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Etfler007

Anbei die Antwort von SPDR Deutschland:

 

Zitat

besten Dank für Ihre Anfrage und für Ihr Interesse an unseren SPDR ETFs.

Leider gab es bei der Dateneinspeisung der Ex-Ante Kosten durch einen Datendienstleister ein Problem, so dass das Komma offenbar nicht eingelesen wurde und es somit zu dem falschen Kostenausweis kam.

 

Wir sind aktuell dabei den Fehler schnellstmöglich beheben zu lassen.

Zum aktuellen Zeitpunkt muss ich Sie leider noch um ein wenig Geduld bitten.

 

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tobi444
Am 4.7.2023 um 23:56 von Barqu:

Erwarte ich nicht. Meine Befürchtung ist, dass SPDR das Sampling nicht im Griff hat und die niedrige TD durch eine Übergewichtung von DM Large Caps kommt, d. h. die Treiber der letzten Jahre. Sollten mal Small Caps und EM besser laufen, wird es interessant. 

Dass sie das Sampling nicht im Griff haben scheint sich dieses Jahr zu bestätigen.

 

Laut Factsheet zum 30.11. war die TD 0,37 (2023 YTD) bzw. 0,38 (Einjahreszeitraum).

 

An einer Übergewichtung von DM LC scheint es aber nicht zu liegen, schließlich liefen SC und EM in dem Zeitraum deutlich schlechter.

 

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Etfler007
· bearbeitet von Etfler007
Am 8.12.2023 um 18:56 von tobi444:

Dass sie das Sampling nicht im Griff haben scheint sich dieses Jahr zu bestätigen.

 

Laut Factsheet zum 30.11. war die TD 0,37 (2023 YTD) bzw. 0,38 (Einjahreszeitraum).

 

An einer Übergewichtung von DM LC scheint es aber nicht zu liegen, schließlich liefen SC und EM in dem Zeitraum deutlich schlechter.

 

So ich bin jetzt auch am Start im A1JJTD - Kosteninformation wurde angepasst und ich musste 2,20€ / Anteil mehr zahlen als Anfang letzter Woche weil der Kurs gestiegen ist  ;( .

Ich denke die Varianz der TD (+/-) wird sich künftig mit steigendem Fondsvolumen reduzieren da es sich dann einfach lohnt auch Anteile von mehr Unternehmen zu kaufen. Hat Gerd Kommer zB für seine Welt0A und Welt0B ja auch angekündigt - mit steigendem Fondsvolumen werden immer mehr Positionen dazu kommen (vorher lohnt es sich aufgrund Transaktionskosten nicht) - und das sollte positive Auswirkungen auf die TD haben.

Mit der Senkung auf 0,17% TER ist A1JJTD aktuell ja attraktiver als Vanguard FTSE All World meiner Meinung nach.

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Hicks&Hudson

Ich habe diese Aufregung über eine leicht schwankende TD sowieso nie verstanden. Schlimm wäre es, wenn erkennbar wäre, dass die TD dauerhaft schlechter ist oder eine starke Tendenz zur Underperformance hätte, aber das ist beim SPDR ja wirklich nicht der Fall, wenn man sich mal die gesamte Historie ansieht. Mal ist er besser als der Index, mal ist er schlechter, aber insgesamt pendelt die Performance im Bereich von 0 um den Index. Was interessiert mich ein Tracking Error von ca . 1%, wenn er mich dauerhaft nicht ins Minus zieht?

 

Es ist nichts anderes als eine Art von Volatilität, wie sie bei Aktien-/Anleihefonds ja auch da ist. Ist für mich nicht verständlich, wieso man die Volatilität von Aktienkursen ertragen kann, aber dann beim Tracking Error so einen Aufstand macht. Das Hinzunehmen sehr vieler Aktien, um diese Volatilität zu senken, hat nicht nur Vorteile. Die angesprochenen Transaktionskosten wurden schon erwähnt. 

 

Entscheidend ist nur das Ergebnis ganz am Ende der Anlagezeit.

Ob man dieses Ergebnis mit ganz leicht schwankender Trackingdifferenz/etwas Tracking Error erreicht oder einer sehr konstanten TD/ohne T-Error, sollte egal sein. Fragt mal Anleger, die seit 10 Jahren im SPDR investiert sind, ob diese es im Rückblick nervt, dass sie ihre tolle Performance (also besser als der Index) mit leicht schwankender Trackingdifferenz erreicht haben oder ob es sie viel zufriedener gemacht hätte, wenn die TD dauerhaft bei 0 gelegen wäre? Es wird den meisten pfurzegal sein.

 

Wieso muss der exakte Verlauf des Index der Idealfall sein?

 

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PKW
vor 26 Minuten von Hicks&Hudson:

Wieso muss der exakte Verlauf des Index der Idealfall sein?

Behaupten die Fondsgesellschaften im Prospekt nicht, dass sie den Index xyz abbilden, bzw. versuchen abzubilden?
Die TD ist nun mal ein Maß dafür, wie zuverlässig sie ihre selbst gestellte Aufgabe erledigen. Wenn das Management diesbezüglich schlampig arbeitet den Index ungenauer abbildet, dann kann es auch sein, dass er mehrere Jahre in die falsche Richtung abweicht. Nur weil sich die Fehler bisher ausgeglichen habe, heißt das nicht dass es sich in Zukunft ausgleicht.
Die TD ist nur ein Maß von mehreren Maßstäben. Ich kann z.B. nicht voraussagen, wie sich der Index nächstes Jahr entwickelt. Eines der wenigen Dinge, die ich in die Zukunft projezieren würde, ist dass ein ETF, der bisher immer enge TD produziert hat (= seinen Index sehr genau abbildet), dies auch in Zukunft machen wird.

 

Ich will auch gar nicht gegen den SPDR schießen, ich halte seine mäandernden TD für eine zwangsläufige Folge der früher zu geringen Werte (zu Anfang nur dreistellig) und wenn ich es richtig in Erinnerung habe sind die jüngeren TD weit zuverlässiger. Ich stimme dir auch zu, dass er eines der besten Vehikel ist, um eine 1-ETF-Lösung zu realisieren. Es ändert aber nix daran, dass ich die TD als einen Indikator sehe, wie sorgfältig das Fondsmanagement seine Aufgaben erledigt.

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hquw

Mittlerweile hat der SPDR 2600 Positionen, der Vanguard FTSE All-World hat knapp über 3600, der FTSE All-World als Index ca. 4100. Ein MSCI ACWI sollte ca. 2800 Positionen haben. Also bei einigen hundert Positionen wird das Sampling vielleicht schon schwieriger, aber bei fast 3000 Positionen würde ich mir beim Sampling jetzt eher weniger Sorgen machen. Selbst wenn sich am SPDR bei der Menge der Positionen nichts mehr ändert, würde mich das nicht interessieren.

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Vango
vor 2 Minuten von hquw:

MSCI ACWI

Hier geht es um den ACWI IMI Index, dieser beinhaltet ca. 9000 Unternehmen.

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hquw
vor 2 Minuten von Vango:

Hier geht es um den ACWI IMI Index, dieser beinhaltet ca. 9000 Unternehmen.

Ich weiß, das war nur als Vergleich gedacht zwischen den "großen" Indizes. Ich meinte damit auch nur, dass der SPDR ACWI IMI schon mindestens die Anzahl der Positionen eines MSCI ACWI erreicht hat.

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson

Fakt ist, dass der SPDR (im Moment!) billiger ist (0,18% vs. 0,24,% p.a.).

Ja, ich weiß, dass die Wertpapierleihe bei Vanguard mehr an die Anleger gibt. Das holt dann noch einen Basispunkt auf, aber die 0,05% weniger sind eben sicher. Ein Nachteil durch ein wenig Tracking Error ist eben nicht sicher/war es bisher auch nicht.

 

Fakt ist auch, dass der SPDR minimal besser diversifiziert ist als der Vanguard (trotz weniger Aktien). Er ist eben noch einen Tick "mehr Markt" (nach Marktkapitalisierung), siehe z.B. minimal weniger Apple und Microsoft, weil sich alles eben noch etwas mehr verteilen kann.

Ein MSCI World ETF ist dagegen die andere Richtung. Der darf nicht sehr breit verteilen und daher kommt es dann doch "oben" zu mehr Klumpen als bei den "echten" Welt-Indizes.

 

Ist aber alles typische WPF Erbsenzählerei.:w00t:

Und nein, ich bin kein "SPDR  Fanboy".

Ich wechsel sogar meinen bisherigen SPDR Anfang 2024 sehr wahrscheinlich gegen den Vanguard (dis) aus.

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Sapine

Bin gespannt ab wann der Invesco salonfähig wird. Sieht so aus als ob er zum Jahresende noch die 50 Mio Anlagekapital schafft. Mein Tipp ist spätestens sobald die erste TD ein gutes Resultat liefert. 

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market anomaly
· bearbeitet von market anomaly
vor 5 Stunden von Hicks&Hudson:

Herr PKW (geiles Beispiel :thumbsup:) in allen Ehren, aber:

Das Beispiel ist fraglich, weil es Gefahr suggeriert, die hier nicht existiert.

Wie wäre es mit einer Straße irgendwo in der Pampa, in der es außer einem selbst null Verkehr gibt?

Interessiert es mich da, ob perfekt rechts/mittig gefahren wird/ohne leichten Ausschlag nach links u. rechts oder reicht es mir, dass überhaupt auf der Straße gefahren wird und ich sicher ans Ziel komme?

:)

 


Normalerweise kann ich deinen Posts immer folgen aber hier hast du dich etwas verrannt @PKW hat natürlich vollkommen recht mit seinen Argumenten.


Man kauft einen Indexfonds und erwartet, dass dieser den Index abbildet und man sich Jahr für Jahr, unabhängig von der Wirtschaftslage, darauf verlassen kann die Indexperformance zu erhalten.

Selbst wenn hypothetisch, die TD im Mittel nach vielen Jahren identisch ist, wählt man selbstverständlich die Option mit den geringeren Schwankungen! Man wählt den ETF mit den geringsten Schwankungen zum Mittelwert der jährlichen TDs.

 

Wozu das Risiko von Indexabweichungen eingehen? Es macht keinen Sinn und wird nicht durch Rendite prämiert. Das gleiche Spiel wie bei Wechselkursschwankungen.

Unnötig.

 

edit: selbstverständlich sind die Differenzen in dem Beispiel (Vanguard vs spdr) so klein, dass es nicht über Erfolg und Misserfolg der Geldanlage entscheidet. Aber wünschenswert ist eine stabile TD am Index oder leicht darunter (und dann muss man sich schon fragen wo der zusätzliche Ertrag herkommt, schlechtes sampling oder exzessive Wertpapierleihe) ohne Ausreisserjahre.

 

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odensee
vor 12 Minuten von market anomaly:

Selbst wenn hypothetisch, die TD im Mittel nach vielen Jahren identisch ist, wählt man selbstverständlich die Option mit den geringeren Schwankungen! Man wählt den ETF mit den geringsten Schwankungen zum Mittelwert der jährlichen TDs.

Also ich würde ja den ETF wählen, der den von mir gewünschten Index am besten trackt. Und wenn ich "ACWI IMI" haben will, muss ich eben mit den TD-Schwankungen des einzigen ETF, der diesen Index abbildet, leben. TDs von ETF auf unterschiedliche Indizes sind nun mal nicht vergleichbar.

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Sapine
vor 6 Minuten von odensee:

Also ich würde ja den ETF wählen, der den von mir gewünschten Index am besten trackt. Und wenn ich "ACWI IMI" haben will, muss ich eben mit den TD-Schwankungen des einzigen ETF, der diesen Index abbildet, leben. TDs von ETF auf unterschiedliche Indizes sind nun mal nicht vergleichbar.

:thumbsup: +1

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market anomaly
· bearbeitet von market anomaly
vor 20 Minuten von odensee:

Also ich würde ja den ETF wählen, der den von mir gewünschten Index am besten trackt. Und wenn ich "ACWI IMI" haben will, muss ich eben mit den TD-Schwankungen des einzigen ETF, der diesen Index abbildet, leben. TDs von ETF auf unterschiedliche Indizes sind nun mal nicht vergleichbar.

Es ist vergleichbar, der eine ETF ist eben effizienter als der andere in der Abbildung seines jeweiligen Index, ist doch eigentlich leicht zu verstehen.

Dann kann ich subjektiv noch überlegen ob mir die 90-95% Abdeckung der Marktkapitalisierung des AW nicht vielleicht reichen.

 

Hätten alle ETFs auf den all world oder acwi (imi) eine TD von +1% und die langweiligen Worlds eine TD von 0, würde ich zu einem World tendieren (85% Abdeckung) und nicht rumargumentieren „aber miiep das ist nicht vergleichbar :teach:„ 

Ja doch, die all worlds und acwis wären mir zu teuer für einen Indexfonds


edit:

führt zu nichts ;) bin jetzt hier raus. Habt ihr meinetwegen das letzte Wort

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fibonacci
vor 29 Minuten von market anomaly:

bin jetzt hier raus

:thumbsup:

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 11 Stunden von market anomaly:

Man kauft einen Indexfonds und erwartet, dass dieser den Index abbildet und man sich Jahr für Jahr, unabhängig von der Wirtschaftslage, darauf verlassen kann die Indexperformance zu erhalten.

Selbst wenn hypothetisch, die TD im Mittel nach vielen Jahren identisch ist, wählt man selbstverständlich die Option mit den geringeren Schwankungen! Man wählt den ETF mit den geringsten Schwankungen zum Mittelwert der jährlichen TDs.

 

Wozu das Risiko von Indexabweichungen eingehen? Es macht keinen Sinn und wird nicht durch Rendite prämiert. Das gleiche Spiel wie bei Wechselkursschwankungen.

Unnötig.

Es ist eine Ansichtssache, worauf man beim passiven Investieren wert legt.

Deine Argumentation ist nicht falscher als meine. Sie ist nur anders.

Der Vergleich mit Wechselkursschwankungen ist aber nicht passend, weil dort absolut unklar ist, was am Ende herauskommt bzw. bestimmte Grundvoraussetzungen, welche das Risiko insgesamt minimieren, nicht erfüllt sind. Es ist ein unberechenbares Risiko. Das liegt im Falle eines ETF, der einen Tracking Error hat, aber insgesamt nicht ins Minus zieht, nicht vor.

 

Passives Investieren bedeutet für einige Anleger nicht, dass sie ein Produkt haben, welches einfach möglichst perfekt einem Index folgt. Wie oben schon erwähnt - es gibt auch absolut miese Indizes. Da hilft mir nix, wenn ich den super tracke.

Wichtig ist, einen vernünftigen Korb aus Aktien zu haben, breit gestreut und das möglichst günstig.

Was wäre, wenn wir keine Daten hätten, um die Tracking Differenz/den Tracking-Error zu vergleichen?

Würden wir dann auch so viel nachdenken und analysieren? Nein, würden wir nicht. Wir würden einfach nur zwei günstige Fonds (SPDR und Vanguard) miteinander vergleichen und zwar in Sachen Performance, fertig. Es würde uns reichen, dass wir Produkte haben, die weltweit gestreut in Aktien investieren (und das eben neben EM auch zum Teil in SC mit einer vierstelligen Anzahl von Aktien), sehr günstig sind und kein Market Timing betreiben (mehr passiv wie MCAP geht nicht). Diese Dinge würden uns reichen, um Vertrauen in die Produkte zu haben. Der Rest ist Erbsenzählerei nach typischem WPF-Standard.

Der Run und Drang nach möglichst vielen Aktien in einem Produkt/ETF (um den Index 110% perfekt zu tracken), ist eine Sucht, die mit der Zeit rein im WPF entstanden ist. Wenn man sich mal ansieht, wie groß bei den üblichen Welt-ETF alle Positionen sind, welche über 1000 Positionen hinausgehen, dann ist das einfach ein lächerlicher Rattenschwanz, der so gut wie keinen Einfluss auf die Performance ganz am Ende hat, aber eines sicher in der Praxis im Produkt macht: Er verursacht unnötige Kosten. Das alles hat nur minimal Einfluss auf den Tracking Error. Ab 1000 Aktien ist es nicht einmal so, dass der ETF selbst volatiler und damit riskanter ist, er bewegt sich nur nicht 1:1 wie der Index. Davon kann ich mir aber nix kaufen, wenn mein Produkt perfekt jeden Tag zu 110% den Index trifft. Ob das Ding nun 4,11% Apple intus hat an einem Tag oder 4,15%, ist völlig egal für die Kernabsicht meiner Anlage. Das ist kein höheres Risiko, weil ex ante eh völlig unklar ist, ob 4,11% oder 4,15% besser abschneiden werden.

 

vor 11 Stunden von market anomaly:

dann muss man sich schon fragen wo der zusätzliche Ertrag herkommt, schlechtes sampling oder exzessive Wertpapierleihe) ohne Ausreisserjahre.

Ja, das sollte man verstehen, wo das herkommt, denn nur dann wird man erkennen, dass es kein schlechtes "Management" ist, sondern einfach eine logische Konsequenz, die nicht zu verhindern ist. Der Deutschland-Chef von SPDR hat es im Podcast gut erklärt. Es ist wie bei einer Umfrage mit Stichproben. Je weniger genau ich alles abbilde, umso weniger exakt wird jeder Tag getroffen. Im Mittel und auf längere Sicht, muss dies nicht negativ auf die Performance schlagen, da wir hier nicht von 100 Aktien reden, sondern immer noch von vierstellig. Ja, ganz zu Beginn nach Auflage des SPDR war das etwas zu krass mit dreistellig, aber ab vierstellig, breit gestreut über die ganze Welt ohne Market Timing sehe ich kein Risiko, da irgendwie auf die Schnauze zu fallen. Würde der SPDR über mehrere Jahre ständig eine schlechte TD haben, wäre das alles anders. DANN (!!) müsste man skeptisch sein und sich fragen, wieso er mehrere Jahre in Folge immer unter seinem Index bleibt. Dann müssen irgendwo hohe Kosten versteckt sein etc.

 

Aber wie gesagt - muss jeder selbst wissen, auf was er wert legt.

Es gibt hier im Forum einige User, die so versessen auf Tracking Difference und Tracking Error sind, dass sie ihr komplettes Depot rein auf diese Kennzahlen ausrichten. Die haben dann 12 ETFs im Depot mit einzelnen Regionen und suchen sich nicht die besten Indizes heraus und schauen DANACH, welche ETFs am günstigsten sind, sondern sie wählen ZUERST rein nach der Tracking-Differenz/dem Tracking Error aus und ignorieren die Qualität der Indizes. Dann landet man bei so Zeugs wie Nikkei225 anstatt einem vernünftigem MSCI Japan etc oder aber bei einem europäischen Dividenden-ETF anstatt einem vernünftigem FTSE Dev. Europe.

 

vor 10 Stunden von odensee:

Also ich würde ja den ETF wählen, der den von mir gewünschten Index am besten trackt. Und wenn ich "ACWI IMI" haben will, muss ich eben mit den TD-Schwankungen des einzigen ETF, der diesen Index abbildet, leben.

Exakt!

VORHER überlegen, was man will und DANACH schauen, was am günstigsten ist.

Würde es zwei ETFs auf den ACWI IMI geben, würde ich immer den günstigeren nehmen und dort spielen dann TER und auch TD eine Rolle. Was ich nicht tun würde: Ich würde nicht den nehmen, der den geringsten Tracking-Error hat. Ich kann mir von einer 1:1 / 100% Verfolgung des Index nichts kaufen. Geringere laufende Kosten kommen aber ganz sicher bei mir im Depot an.

 

vor 10 Stunden von market anomaly:

Hätten alle ETFs auf den all world oder acwi (imi) eine TD von +1% und die langweiligen Worlds eine TD von 0, würde ich zu einem World tendieren (85% Abdeckung) und nicht rumargumentieren „aber miiep das ist nicht vergleichbar :teach:„ 

Ja doch, die all worlds und acwis wären mir zu teuer für einen Indexfonds

Das ist auch nicht vergleichbar, weil es in diesem Fall einfach wirklich andere Indizes sind (allein das komplette Fehlen der EM ist alles andere als egal). Ich bin nicht mal sicher, ob der normale MSCI World eine 85% Abdeckung hat (ich glaube, es sind sogar nur 75% oder?).

1. Du gehst hier von einer dauerhaften/im Schnitt schlechten TD von +1% aus. Das ist hier beim SPDR aber nicht der Fall. Daher schreibe ich ja immer vom Tracking Error. Ein Tracking Error kann hoch sein, aber das bedeutet nicht automatisch, dass der ETF teuer ist oder schlechter läuft als sein Konkurrent.

2. Du würdest also tatsächlich einen Index wählen, der in deinen Augen "weniger gut/weniger diversifiziert" ist, nur, weil er einen geringeren Tracking-Error hat? Ist das wirklich so? Wieso nimmst du dann nicht gleich einen synthetischen S&P500 ETF?

Der liefert eine TD von um die -0,5%. Das ist noch günstiger. 

 

Wie gesagt, bitte nicht falsch verstehen. Ich kann die Argumentation der TD Fans schon irgendwo verstehen, aber es ist im WPF wirklich so, dass hier Dinge analysiert und kritisiert werden, die in der Praxis für die eigentliche Absicht des vernünftigen Investierens völlig (!!) bedeutungslos sind.

Vielleicht sollte man mal ein bisschen "back to the roots" und sich weniger in 0,0...% Daten vergraben.

Was war gleich wieder der ganze Sinn vom Passiven Investieren?

TDs studieren?

Tracking Errors verfolgen Monat für Monat?

Oder war es, günstig, breit (weltweit) gestreut und prognosefrei zu Investieren, weil eben keiner weiß, was ex ante besser läuft ?

Lest mal eure alten Kommer-Bücher nach und schaut, ob und wie viel sich der gute Herr Kommer mit dem Thema TD oder Tracking Error abgibt. Der Schwerpunkt der ganzen Philosophie (bei Bogle ja auch) liegt ganz woanders. Man benötigt im Grunde nicht einmal einen genauen Index, um super passiv zu investieren. Seit es mehr Indizes wie Aktien gibt, ist das ganze Thema irgendwie ausgeschlachtet ohne Ende.

Schaut euch den UniGlobal an. Der folgt nicht perfekt einem Index, sondern orientiert sich nur grob an einem. Trotz seiner hohen Gebühren hat er die letzten 20 Jahre einem Anleger auch das gebracht, was die Kernabsicht ist. Da interessiert es nicht, ob dieses Ergebnis mit 0,5% mehr Apple als im MSCI World erreicht worden ist.

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 10 Stunden von market anomaly:

edit:

führt zu nichts ;) bin jetzt hier raus. Habt ihr meinetwegen das letzte Wort

Ach komm, brauchst doch net gleich beleidigt nen Abgang machen.

Ist doch eine normale Diskussion zu einem Thema, welches zwar nebensächlich ist, aber einige dann doch wieder etwas "erden" kann finde ich. 

:prost:

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odensee
vor 16 Minuten von Hicks&Hudson:

Was ich nicht tun würde: Ich würde nicht den nehmen, der den geringsten Tracking-Error hat.

So hatte ich das auch nicht gemeint. Hab mich falsch ausgedrückt.

 

vor 18 Minuten von Hicks&Hudson:

aber es ist im WPF wirklich so, dass hier Dinge analysiert und kritisiert werden, die in der Praxis für die eigentliche Absicht des vernünftigen Investierens völlig (!!) bedeutungslos sind.

+1

Siehe auch WPF-Karussell:

 

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson

Eine kleine (Extrem) Grafik noch zum Nachdenken, die den Kern der Sache verdeutlichen soll (wie gesagt hier aber in Extremform).

 

Welchen der beiden Fonds würde man wählen ?

Wo ist das Risiko höher ?

Gehen wir davon aus, dass der blaue Fonds den MSCI World abbildet.

 

1.thumb.png.7c61aa4b922390787e1626e9e0afb870.png

 

Der Tracking-Error des roten Fonds ist massiv.

Ist er deshalb automatisch riskanter oder schlechter als der blaue Fonds ?

 

Wäre die pure Volatilität des SPDR (also unabhängig von der TD etc) deutlich (!!) höher als die des Vanguard, dann könnte ich verstehen, wenn man von einem höheren Risiko sprechen würde. Das würde dann in die Richtung mit dem Wechselkursvergleich gehen.

Das ist aber etwas anderes, als die Volatilität, welche im Vergleich zu einem (eh schon volatilen!) Index berechnet wird.

 

vor 26 Minuten von odensee:
vor 46 Minuten von Hicks&Hudson:

aber es ist im WPF wirklich so, dass hier Dinge analysiert und kritisiert werden, die in der Praxis für die eigentliche Absicht des vernünftigen Investierens völlig (!!) bedeutungslos sind.

+1

Siehe auch WPF-Karussell:

Ja, der Post von dir drüben ist eben wirklich die pure Wahrheit.

 

Dazu auch noch einen Gedanken-Anstoß.

Nehmen wir an (fiktiv!!), eine Fondsgesellschaft würde einen weltweiten Aktienfonds herausbringen, welcher nicht nur sehr günstig ist, sondern dem Anleger jährlich sogar etwas Geld schenkt (sagen wir 1% vom Fondsvolumen).

"Haken" an der Sache: Der Fonds bildet die Welt nach MCAP ab (sogar inkl. EM und SC), aber nur "grob" mit 300 Aktien ab (weil das dann viel günstiger ist innerhalb des Fonds). Der Fonds betreibt kein Market Timing. Er bietet also an, noch günstiger zu sein, als all die bekannten Welt-ETFs, dafür müsste man aber in Kauf nehmen, dass die bekannten Indizes nicht perfekt 1:1 abgebildet werden, sondern vielleicht nur zu 90-95%. Würdet ihr so einen Fonds kaufen ?

Ich für meinen Teil würde es tun. Warum ? Weil die eingesparten Kosten 100% sicher sind. Ob die Performance dieses Fonds langfristig besser oder schlechter ist als ein weltweiter ETF, ist dagegen nicht 100% sicher, aber 300 Aktien würden mir reichen, weil die Kernbedingungen (breit gestreut, prognosefrei) erfüllt sind. 

 

Ich erinnere an das, was ursprünglich (lange vor dem WPF :D) die Grundidee war:

Die Empfehlung, in Indexfonds zu investieren, war nie deshalb, weil diese Fonds den Index sehr gut verfolgen Die Empfehlung war deshalb, weil diese Fonds sehr günstig sind, breit streuen und kein Market Timing betreiben.

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Nachdenklich
vor 13 Minuten von Hicks&Hudson:

Welchen der beiden Fonds würde man wählen ?

Wenn man annimmt, daß es eine solche Wahl wirklich gäbe, dann würde ich als rationaler Sparplansparer immer den blauen Fonds wählen!

Warum wohl?

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 14 Minuten von Nachdenklich:

Wenn man annimmt, daß es eine solche Wahl wirklich gäbe, dann würde ich als rationaler Sparplansparer immer den blauen Fonds wählen!

Warum wohl?

Erklärung bitte. Rational wäre das definitiv nicht.

Und bitte jetzt nicht wieder in Richtung "... weil mich Volatilität im Allgemeinen nicht stört".:D

 

PS:

Ich vermute es:

Weil du beim Blauen mit Sparplan längere Zeit unten nachkaufen kannst oder ?

Das ist aber nicht der Punkt.

Ich hätte ebenso eine andere Grafik posten können, in welcher der blaue Fonds längere Zeit über dem Roten liegt und erst am Ende einknickt nach unten.

Was wäre dann ?

Es ging rein darum, dass beide (machen wir es deutlicher: Bei einer Einmalanlage!) am Ende beim gleichen Ergebnis landen und in diesem Fall der Fonds mit den höheren Tracking Error nicht mehr Risiko hatte als der mit dem geringeren Tracking Error.

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odensee
Gerade eben von Hicks&Hudson:

Erklärung bitte. Rational wäre das definitiv nicht.

So wie du es gezeichnet hast, hatte man bei „blau“ in den meisten Fällen niedrigere Kaufkurse.

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