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Moneycruncher

Depotmanagement vs. Depotgröße

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MCThomas0215
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Es bildet ein Portfolio ab gewichtet nach Marketcap und somit nach Bewertungen. Überbewertete Unternehmen werden übergewichtet! Unterbewertete Unternehmen untergewichtet! Nun stelle sich jeder Passivinvestor die Frage: Möchte ich das?

Schau mal bei Robert Arnott vorbeit.

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DrFaustus
Posted

- jedem inflow entspricht wertmäßig ein entsprechender outflow

[/Quote]

Angenommen es möchte jemand kaufen und niemand verkaufen. Was passiert mit dem Kurs? Er steigt so lange bis einer zuckt. Typisches Short Squeeze Szenario.

 

- die Gewichtung der Aktien eines Index ändert sich nicht laufend sondern nur bei den jeweiligen Überprüfungsterminen (oder bei besonderen Ereignissen die im Regelwerk festgelegt sind)

Zumindest für den DAX ist das nicht richtig. Denn es werden die aktuellen Preise mit den Preisen zum Zeitpunkt der Indexanspassung verglichen. Heißt, steigt ein Wert um 100% und alle anderen Werte bleiben gleich, verdoppelt sich sein Gewicht im DAX bis zur nächsten Anpassung:

http://dax-indices.com/DE/MediaLibrary/Document/Leitfaden_Aktienindizes.pdf (Seite 38)

 

VW hatte zum Höhepunkt des Short Squeeze eine Gewichtung von über 1/4 des DAX. Erst aufgrund dessen hat man die Regeln geändert und ein 10% Cap eingezogen.

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Mvp
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Es bildet ein Portfolio ab gewichtet nach Marketcap und somit nach Bewertungen. Überbewertete Unternehmen werden übergewichtet! Unterbewertete Unternehmen untergewichtet! Nun stelle sich jeder Passivinvestor die Frage: Möchte ich das?

 

Richtige Frage wäre: Weiß ich es besser? Und wenn ja, wie setze ich das um?

 

 

 

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odensee
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Und jemand, der sich nicht intensiv damit beschäftigen will, kommt dann nach welchem Zeitraum hierher zurück und fragt nach einer Anpassung seiner Asset Allokation?

Guter Einwand. Da sollte Leonhard_E noch nachbessern und ein "Kapitel 9" schreiben: "Jährliche Überprüfung der getroffenen Entscheidungen". Im Laufe der Jahre wird man mindestens an der Aufteilung "sicher" / "spekulativ" Änderungen vornehmen.

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DrFaustus
Posted · Edited by DrFaustus

Es bildet ein Portfolio ab gewichtet nach Marketcap und somit nach Bewertungen. Überbewertete Unternehmen werden übergewichtet! Unterbewertete Unternehmen untergewichtet! Nun stelle sich jeder Passivinvestor die Frage: Möchte ich das?

 

Richtige Frage wäre: Weiß ich es besser? Und wenn ja, wie setze ich das um?

 

Nein. Man muss es nicht "besser wissen". Man muss Fehler vermeiden. Dazu muss man sich mit der Materie beschäftigen. Das ist wohl wahr. Oder man delegiert diese Aufgabe an jemand der das für einen macht (ich stimme zu: das Finden dieser Person ist sicher nicht die leichteste Aufgabe). Wenn man es selbst machen will ist meine Erfahrung, dass man mit einer strengen Antizyklik sehr gut fährt. Ich meine damit nicht Rebalancing sondern tatsächlich das kaufen, was abgestraft wird und das Verkaufen was alle haben möchten. Keine zu großen Wetten mit hohen Gewichtungen auf einzelne Risiken.

 

Schaut euch mal alle Aktienindizes an, die man mit China findet. Möchtet ihr diese Sektorallokation in China tatsächlich spielen?

Beispiele:

MSCI China: 30% Financials.

MSCI China Large Cap: fast 50% Financials

CSI 300: 30% Financials, 4% Immobilien

 

Da gibt es sicher Leute, die glauben man partizipiert mit einem ETF auf China an der Wirtschaftsentwicklung dort. Stattdessen partizipiert man zu 1/3 am Bankensektor, der am seidenen Faden des dortigen Immobilienmarktes hängt (Hallo Immobilienkrise?).

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stolper
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Meine Meinung und Beobachtung dazu:

  • Schisser bleibt Schisser, egal ob 5.000 oder 500.000 Euro Depotvolumen.
  • Entscheidungsunfähigkeit ebenfalls.
  • Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen ebenfalls.

 

...unerreicht prägnant auf den Punkt gebracht. Ich sehe es auch so. Ein Mensch ändert sich nicht, schon mal gar nicht aufgrund seines Depotvolumens.

 

 

 

 

 

 

 

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Fondsanleger1966
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Es bildet ein Portfolio ab gewichtet nach Marketcap und somit nach Bewertungen. Überbewertete Unternehmen werden übergewichtet! Unterbewertete Unternehmen untergewichtet! Nun stelle sich jeder Passivinvestor die Frage: Möchte ich das?

Richtige Frage wäre: Weiß ich es besser?

Das muss ich nicht unbedingt, wenn ich z.B. auf Gleichgewichtung setze. Siehe z.B. http://prof-soehnhol...iversifikation/ :

 

- "In den meisten mir bekannten Studien, die verschiedene Faktor-Indexmethoden vergleichen, schneiden kapitalgewichtete Indizes am schlechtesten ab, zumindest in Bezug auf Rendite und Sharpe-Ratios, also risikoadjustierte Renditen."

 

- "Interessanterweise schneiden in solchen Vergleichsstudien gleichgewichte Aktienportfolios fast immer gut ab."

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DrFaustus
Posted

 

Richtige Frage wäre: Weiß ich es besser?

Das muss ich nicht unbedingt, wenn ich z.B. auf Gleichgewichtung setze. Siehe z.B. http://prof-soehnhol...iversifikation/ :

 

- "In den meisten mir bekannten Studien, die verschiedene Faktor-Indexmethoden vergleichen, schneiden kapitalgewichtete Indizes am schlechtesten ab, zumindest in Bezug auf Rendite und Sharpe-Ratios, also risikoadjustierte Renditen."

 

- "Interessanterweise schneiden in solchen Vergleichsstudien gleichgewichte Aktienportfolios fast immer gut ab."

 

Reden wir dabei von einer Gleichgewichtung einzelner Aktien oder ganzer Regionen/Länder/Sektoren.

Bei Ersterem bin ich bei dir.

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tyr
Posted · Edited by tyr

 

Richtige Frage wäre: Weiß ich es besser?

Das muss ich nicht unbedingt, wenn ich z.B. auf Gleichgewichtung setze. Siehe z.B. http://prof-soehnhol...iversifikation/ :

 

- "In den meisten mir bekannten Studien, die verschiedene Faktor-Indexmethoden vergleichen, schneiden kapitalgewichtete Indizes am schlechtesten ab, zumindest in Bezug auf Rendite und Sharpe-Ratios, also risikoadjustierte Renditen."

 

- "Interessanterweise schneiden in solchen Vergleichsstudien gleichgewichte Aktienportfolios fast immer gut ab."

Equal Weight ist auch nur eine weitere Aktien-Anlagestrategie, die nur noch nicht so weit ausgebeutet und in Fonds abgebildet ist wie andere Strategien. Wenn genügend Anleger auf den Equal-Weight-Zug aufgesprungen sind finden sich diese wie alle anderen in der Marktrendite wieder, abzüglich Kosten.

 

Wie lange Equal Weight noch gut läuft, ob es jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um noch dort einzusteigen und wann man wieder damit aufhören sollte weiß niemand.

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Mvp
Posted

 

 

Schaut euch mal alle Aktienindizes an, die man mit China findet. Möchtet ihr diese Sektorallokation in China tatsächlich spielen?

Beispiele:

MSCI China: 30% Financials.

MSCI China Large Cap: fast 50% Financials

CSI 300: 30% Financials, 4% Immobilien

 

Da gibt es sicher Leute, die glauben man partizipiert mit einem ETF auf China an der Wirtschaftsentwicklung dort. Stattdessen partizipiert man zu 1/3 am Bankensektor, der am seidenen Faden des dortigen Immobilienmarktes hängt (Hallo Immobilienkrise?).

 

Anscheinend weißt du es besser, da nach deiner Aussage z.B. chinesische Financials (20-30% Financials stecken eig in jedem Standard-Index) ein schlechtes Investment sind. Sie werden zur Zeit zu teuer gehandelt, der Kurs spiegelt das Risiko nicht wider? Das ist so ziemlich die Definition von "es besser wissen", oder?

 

Zum zweiten: Ich bin ein großer Freund der Equal Weight Idee, denn wenn zwei Unternehmen fair am Markt bewertet sind und ihre Wachstums- und Ertragsaussichten im Kurs abgebildet sind, dann ist die schiere Größe des einen kein für mich logischer Grund es anders zu gewichten als das kleinere. Aber zur Zeit ist das nicht so gut darstellbar.

Den einzigen ETF den ich da z.Z. nehmen würde wäre der S&P500 EW von db-x.

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tyr
Posted

Zum zweiten: Ich bin ein großer Freund der Equal Weight Idee, denn wenn zwei Unternehmen fair am Markt bewertet sind und ihre Wachstums- und Ertragsaussichten im Kurs abgebildet sind, dann ist die schiere Größe des einen kein für mich logischer Grund es anders zu gewichten als das kleinere. Aber zur Zeit ist das nicht so gut darstellbar.

Den einzigen ETF den ich da z.Z. nehmen würde wäre der S&P500 EW von db-x.

Es gibt auch noch den Ossiam Stoxx Europe 600 EW. Wurde schon diskutiert:

 

Den Ossiam Stoxx Europe 600 Equal Weight LU0599613147 gibt es immerhin schon über 5 Jahre. Vergleichen wir mal mit dem Forenliebling iShares Stoxx Europe 600, DE0002635307. KIID-Performancewerte, jeweils in Währung Euro:

 

Jahr	Ossiam Stx. Eurpe. 600 EW	iShares Stx. Eurpe. 600
2012	23.45				17.7
2013	23.67				21.0
2014	7.04				7.4
2015	13.42				10.8

Vermutlich wird es sein wie immer: wenn irgendeine Strategie in der Vergangenheit einige Zeit lang eine Outperformance hingelegt hat investieren Hinz und Kunz so lange in diese Strategie, bis man sich wieder gemeinsam in der Marktperformance wieder findet, abzüglich Kosten.

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DrFaustus
Posted

 

Anscheinend weißt du es besser, da nach deiner Aussage z.B. chinesische Financials (20-30% Financials stecken eig in jedem Standard-Index) ein schlechtes Investment sind. Sie werden zur Zeit zu teuer gehandelt, der Kurs spiegelt das Risiko nicht wider? Das ist so ziemlich die Definition von "es besser wissen", oder?

 

[/Quote]

 

Quatsch. Wo habe ich geschrieben, dass sie ein schlechtes Investment sind? Financials könen super laufen, die nächsten 2-3 Jahre. Will ich sie im Portfolio haben? Vielleicht. Will ich sie mit 30% in meinem Chinaanteil haben? Nein! Will ich sie zu aktuellen Bewertungen mit 30% im Chinaportfolio haben. No way!

Ich gebe keine Prognose ab. Ich bewerte das Risiko. Und 30% Financials zu aktuellen Bewertungen ist ein Klumpenrisiko. Und ein schlecht bezahltes noch dazu.

Nur weil in jedem Standardindex 20-30% Financials stecken, muss ich das gut finden? ...muss ich das so hinnehmen weil: "Ist halt der Markt"?

 

Man muss sich Gedanken machen über die Risiken in seinem Portfolio. Nicht irgendwelche dummen Indizes kaufen. Wenn noch 15 Banken in China an die Börse gehen und alle mit ein paar Milliarden bewertet werden. Kauft ihr dann auch noch Indizes mit 50-60-70% Financials?

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Mvp
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Nochmal: Du stellst fest, dass es am Markt zu Bewertungen kommt, die sich im Nachhinein als falsch erweisen und korrigiert werden.

Dann stellst du die Frage: Will ich das ?

 

Natürlich will das keiner, aber man muss sich die Frage stellen, ob man es besser weiß und daher von Vornherein korrigierend eingreifen kann.

Daher habe ich deine Frage abgewandelt.

 

Deine Beispiele verdeutlichen doch nur, dass du eine feste Meinung über die aktuelle Marktbewertung hast (Das ist eine Blase!) und diese in deine Investmententscheidungen einfließen lässt.

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DrFaustus
Posted · Edited by DrFaustus

Nochmal: Du stellst fest, dass es am Markt zu Bewertungen kommt, die sich im Nachhinein als falsch erweisen und korrigiert werden.

[/Quote]

Nein, tue ich nicht. Ich stelle fest, dass die Bewertung weit gelaufen sind. Können sie noch weiter laufen? Klar.

Dann stellst du die Frage: Will ich das ?

[/Quote]

Ich stelle die Frage: Will ich 30% Financials zu diesen Bewertungen? Oder suche ich nach etwas, was vielleicht abgestraft wurde und nicht so hoch bewertet ist und nicht dieses Klumpenrisiko bildet.

Und noch hinzugefügt: Alleine 30% in Unternehmen zu haben, deren Bilanzen kaum jemand versteht, außer derjenige, der sie geschrieben hat (und selbst da habe ich Zweifel), erzeugt bei mit Schüttelfrost...

 

Natürlich will das keiner, aber man muss sich die Frage stellen, ob man es besser weiß und daher von Vornherein korrigierend eingreifen kann.

[/Quote]

 

Nochmal: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Ich vermeide Risiken und suche Chancen. Ob das im Nachhinein immer alles richtig war? Sicher nicht! Aber ich kaufe lieber Aktien, die gerade 20% verloren haben, als solche die gerade 20% gewonnen haben. Und ich kaufe nie eine Aktie oder einen Index weil ich gerade Geld über habe, das angelegt werden muss.

Und mit dieser Strategie fahre ich gut.

Deine Beispiele verdeutlichen doch nur, dass du eine feste Meinung über die aktuelle Marktbewertung hast (Das ist eine Blase!) und diese in deine Investmententscheidungen einfließen lässt.

Wo habe ich geschrieben, dass das eine Blase ist?

Ich habe keine Meinung über die aktuelle Marktbewertung. Die PEs/Kurse und ihre höhe im historischen Vergleich, sehe ich. Da brauche ich keine Meinung. Eine Meinung wäre es, wenn ich sage: Ich glaube China verliert nächstes Jahr ggü. MSCI Welt. Das mache ich aber nicht. Ich kaufe aufgrund aktueller Daten, nicht aufgrund Prognosen. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Beispiele für Anlageentscheidungen:

 

Ich kaufe BP nachdem die Ölplattform explodiert ist.

Ich kaufe VW Aktien und Bonds, als sie abgestraft wurden.

Ich kaufe lokale Schwellenländeranleihen (und Aktien) nach der Trump Wahl, weil sie 10% verloren haben.

Ich baue seit 1-2 Jahren die Aktien, die jeder haben will (als Zinsersatz), ab: Nestlé und Co.

 

Zur Verdeutlichung. Das sind keine riesen Wetten. Das sind 1-2% Positionen. Alles Anlageentscheidungen auf Basis aktueller Daten und nicht auf Basis von Prognosen.

Verliere ich oft weiter nachdem ich gekauft habe? Klar! Deswegen kaufe ich im ersten Schritt nie mehr als 50% der Zielposition.

Verpasse ich oft Gewinne weil ich nicht bis zum Ende dabei bin? Natürlich! aber auch hier baue ich Schrittweise ab.

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MCThomas0215
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Ich habe keine Meinung über die aktuelle Marktbewertung. [..] Eine Meinung wäre es, wenn ich sage: Ich glaube China verliert nächstes Jahr ggü. MSCI Welt. Das mache ich aber nicht. Ich kaufe aufgrund aktueller Daten, nicht aufgrund Prognosen. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Beispiele für Anlageentscheidungen:

 

Ich kaufe BP nachdem die Ölplattform explodiert ist.

Ich kaufe VW Aktien und Bonds, als sie abgestraft wurden.

Ich kaufe lokale Schwellenländeranleihen (und Aktien) nach der Trump Wahl, weil sie 10% verloren haben.

Ich baue seit 1-2 Jahren die Aktien, die jeder haben will (als Zinsersatz), ab: Nestlé und Co.

Deine Meinung, dass passive Investments auf Daten und aktive Investments aufgrund Prognosen arbeiten ist natürlich Hanebüchen.

Deine Beispiele sind klar aktive Entscheidungen und du traust dem Markt nicht zu den "wahren" Wert zu bestimmen.

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DrFaustus
Posted · Edited by DrFaustus

Deine Meinung, dass passive Investments auf Daten und aktive Investments aufgrund Prognosen arbeiten ist natürlich Hanebüchen.

[/Quote]

Wo soll ich denn so einen Unsinn geschrieben haben?

Meiner Meinung nach gibt es keine passiven Investments. Das ist eine Illusion, der sich viele Leute hingeben, um es sich möglichst einfach zu machen.

Jede Anlageentscheidung ist eine bewusste aktive Entscheidung zu der es auch Alternativen gibt. Sei es die Investition in eine Aktie, einen Index oder einen französischen Weinberg.

Also entscheide ich mich aktiv für etwas. Und sei es in einen möglichst zufällig zusammengewürfelten Index zu investieren.

Deine Beispiele sind klar aktive Entscheidungen und du traust dem Markt nicht zu den "wahren" Wert zu bestimmen.

 

 

Wer oder was ist für dich "der Markt"?

Für mich gibt es "den Markt" nicht. Und schon gar nicht kaufe ich "den Markt" indem ich dumm zufällig zusammengesetzte Indizes kaufe.

Wir können gerne diskutieren was für dich eine geeignete Gewichtung in einem Index ist. Für mich gibt es keine geeignete Gewichtung.

MarketCap: Ich habe ggf. Branchen, die nur minimal vertreten sind, weil viele Unternehmen dieser Branche einfach nicht an der Börse sind. Bestes Beispiel: Deutschland verarbeitendes Gewerbe. Schlechtes Beispiel: Banken China

BIP gewichtet: Ein Land hat ein hohes BIP aber einen unterrepräsentierten Kapitalmarkt, an dem es auch noch Klumpenrisiken einzelner Branchen gibt: China, Indien

Gleichgewichtet: Zufälliger geht es wohl kaum, wieso machen wir nicht gleich einen Index, der die Unternehmen nach der durchschnittlichen Schuhgröße ihrer Vorstände gewichtet?

 

Am Kapitalmarkt gibt es immer wieder Übertreibungen in beide Richtungen aufgrund gewisser Umstände (technische Marken, Psychologie, etc.). Schau nur mal den Markt nach dem Brexit und nach der US Wahl. Und dann erläutere mir mal was sich fundamental nach der US Wahl innerhalb von 4 Stunden (8 Uhr MEZ zu 12 UHR MEZ) geändert hat.

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MCThomas0215
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Wo soll ich denn so einen Unsinn geschrieben haben?

Meiner Meinung nach gibt es keine passiven Investments. Das ist eine Illusion, der sich viele Leute hingeben, um es sich möglichst einfach zu machen.

Jede Anlageentscheidung ist eine bewusste aktive Entscheidung zu der es auch Alternativen gibt. Sei es die Investition in eine Aktie, einen Index oder einen französischen Weinberg.

Also entscheide ich mich aktiv für etwas. Und sei es in einen möglichst zufällig zusammengewürfelten Index zu investieren.

Du verwechselst denke ich einen passiven Investitionsstil mit einer passiven Handlungsweise. Jeder Passive Anleger entscheided sich natürlich aktive für seinen Investitionsstil. Er nimmt aber keine aktive Bewertung der Aktien vor, sondern will nur den ganzen Markt besitzen und von allen Aktien einen Anteil besitzen.

 

Wer oder was ist für dich "der Markt"?

Für mich gibt es "den Markt" nicht. Und schon gar nicht kaufe ich "den Markt" indem ich dumm zufällig zusammengesetzte Indizes kaufe.

Wir können gerne diskutieren was für dich eine geeignete Gewichtung in einem Index ist. Für mich gibt es keine geeignete Gewichtung.

MarketCap: Ich habe ggf. Branchen, die nur minimal vertreten sind, weil viele Unternehmen dieser Branche einfach nicht an der Börse sind. Bestes Beispiel: Deutschland verarbeitendes Gewerbe. Schlechtes Beispiel: Banken China

BIP gewichtet: Ein Land hat ein hohes BIP aber einen unterrepräsentierten Kapitalmarkt, an dem es auch noch Klumpenrisiken einzelner Branchen gibt: China, Indien

Gleichgewichtet: Zufälliger geht es wohl kaum, wieso machen wir nicht gleich einen Index, der die Unternehmen nach der durchschnittlichen Schuhgröße ihrer Vorstände gewichtet?

Der Markt is die marktkapitalisierungsgewichtete Gesamtheit aller Firmen. Alle anderen Indizes sind nicht vollkommen passiv.

Diese Definition macht meines Erachtens Sinn, denn die Marktkapitalisierung einer Firma gibt Auskunft über die zukünftige Produktionsfähgikeit von Gütern und Dienstleistungen. Wenn die Merheit der Anleger denkt, dass die Firma in Zukunft weniger erwirtschaftet (EON, D Telekom) wird die Marktkapitalisierung kleiner. Natürlich sind nicht alle Firmen über die Börse erreichbar, aber was soll man denn machen mit der guten Frau Schaeffler? Zwangsenteignen?

 

Am Kapitalmarkt gibt es immer wieder Übertreibungen in beide Richtungen aufgrund gewisser Umstände (technische Marken, Psychologie, etc.). Schau nur mal den Markt nach dem Brexit und nach der US Wahl. Und dann erläutere mir mal was sich fundamental nach der US Wahl innerhalb von 4 Stunden (8 Uhr MEZ zu 12 UHR MEZ) geändert hat.

Die Diskussion ist doch müssig, entweder man akzeptiert die Effizenzmarkthypothese oder nicht. Auserdem versucht ein Passivist nicht den Markt zu verstehen, geschweige denn zu erklären.

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Moneycruncher
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Meine Meinung und Beobachtung dazu:

  • Schisser bleibt Schisser, egal ob 5.000 oder 500.000 Euro Depotvolumen.
  • Entscheidungsunfähigkeit ebenfalls.
  • Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen ebenfalls.

 

...unerreicht prägnant auf den Punkt gebracht. Ich sehe es auch so. Ein Mensch ändert sich nicht, schon mal gar nicht aufgrund seines Depotvolumens.

 

Das mag zwar auf den Punkt gebracht sein, geht aber wie 99% der Beiträge leider am Thema vorbei. :'(

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Pfennigfuchser
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Um noch einmal auf die ursprüngliche Fragen zurückzukommen, die ich durchaus interessant finde. Meiner Meinung nach gibt es mehrere Aspekte. Einer ist sicher der Lerneffekt, der aber eher mit der Größe des Portfolios korreliert ist als tatsächlich eine Auswirkung der Größe zu sein:

 

Ich kann nur für mich sprechen, aber als mein Depot klein war, habe ich mich sehr intensiv damit beschäftigt, dabei auch dieses Forum gefunden, viel gelesen und gelernt. Ich habe dann meine Strategie festgelegt und mache seitdem kaum noch etwas, außer durch Zukäufe von ETFs bei der DiBa das Depot zu vergrößern und gleichzeitig auszubalancieren. Das Depot ist inzwischen aber mehr als zehnmal so groß, wie am Anfang, ich stecke aber nur noch einen Bruchteil der Zeit hinein. (Ich habe allerdings auch insgesamt weniger Zeit als früher.)

So geht es vielen.

 

Ein zweiter Punkt ist technischer Natur: Bestimmte Strategie/Investitionen rechnen sich eben erst ab einer gewissen Größe, da Transaktionskosten etc. sonst zu hoch werden.

 

Den dritten Punkt halte ich für den interessantesten: das Anlageziel ändert sich mit der Größe des Vermögens. Platt gesagt: Je größer, desto werterhaltender. Wenn ich nur wenig Geld einsetzen kann, habe ich im Grunde zwei Möglichkeiten: entweder ich brauche das wenige tatsächlich dringend, dann sollte man außer zur langfristigen Altersvorsorge aber eher nicht großartig in Aktien investiert sein. Oder es ist mein Spielgeld, eine der wenigen Chancen, die ich habe, dann kann ich auch eine "alles oder nichts" Strategie fahren und sehr riskant investieren. Wenn mein Vermögen hingegen riesig ist, wäre ich nicht bereit, das Risiko einzugehen, es zu verlieren, zugunsten von ein paar %-Punkten mehr. Da geht es zuallererst um Absicherung des Erreichten. Ein wenig Rendite zusätzlich ist nett, aber kein Muss.

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Smartinvestor
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Den dritten Punkt halte ich für den interessantesten: das Anlageziel ändert sich mit der Größe des Vermögens. Platt gesagt: Je größer, desto werterhaltender. Wenn ich nur wenig Geld einsetzen kann, habe ich im Grunde zwei Möglichkeiten: entweder ich brauche das wenige tatsächlich dringend, dann sollte man außer zur langfristigen Altersvorsorge aber eher nicht großartig in Aktien investiert sein. Oder es ist mein Spielgeld, eine der wenigen Chancen, die ich habe, dann kann ich auch eine "alles oder nichts" Strategie fahren und sehr riskant investieren. Wenn mein Vermögen hingegen riesig ist, wäre ich nicht bereit, das Risiko einzugehen, es zu verlieren, zugunsten von ein paar %-Punkten mehr. Da geht es zuallererst um Absicherung des Erreichten. Ein wenig Rendite zusätzlich ist nett, aber kein Muss.

meinung.gif

Das glaube ich nicht. Wie schon angesprochen wird sich das Investitionsverhalten über das Leben kaum verändern. Wer es aus eigener Kraft zu einem riesen Vermögen gebracht hat, der hat ein ganz anderes Verhältnis zu Chance und Risiko als der Erbsenzähler mit ein bis 3 ETF Standard BasisAnlage. Ersterer kann das nur mit großen Spaß am riskanten Investieren geschafft haben und wird diesen Spaß später bestimmt nicht verlieren. Im Gegenteil, je oller je doller. Denn mit eigentlich überflüssigem Kapital Polster kann man noch ganz andere Risiken eingehen. Da man dabei dann viel weniger von Emotionen getrieben wird, wird das Handeln zunehmend überlegter und dadurch treffsicherer und profitabler. Damit potenziert sich das riesen Vermögen weiter und man betreibt es mit umso mehr Spaß an der reinen Freude des Geld und damit Einfluss Vermehrens.

 

 

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Cef
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@ smarti

 

Doch - das Anlageverhalten ändert sich.

 

Es gibt hier auch ein paar gute Fäden dazu.

Die Pfennigfuchserin hat da schon recht.

 

Und da in der Regel ein höheres Alter mit höherem Vermögen einhergeht

dürften die meisten mit abnehmendem Humankapital dann deutlich konservativer agieren.

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Smartinvestor
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@ smarti

 

Doch - das Anlageverhalten ändert sich.

 

Es gibt hier auch ein paar gute Fäden dazu.

Die Pfennigfuchserin hat da schon recht.

 

Und da in der Regel ein höheres Alter mit höherem Vermögen einhergeht

dürften die meisten mit abnehmendem Humankapital dann deutlich konservativer agieren.

Das hängt vielleicht auch vom Alter und Höhe des Vermögens ab. Ich selber habe zwar ein recht ordentliches aber kein riesen Vermögen und bin auch nur älter aber noch nicht alt aber ich habe jetzt Bock auf Trading am Terminmarkt bekommen und damit begonnen und keinerlei Stress mit Schwankungen im 5-stelligen Bereich, nach oben und unten.

Hättest du Links auf die erwähnten Threads?

 

 

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IRRer-Zins
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Die Theorie dahinter wird in Nutzenfunktionen behandelt.

Daher ist die Frage, ob relative oder absolute Änderungen betrachtet werden sollen.

Bei der häufig genutzten CRRA Nutzenfunktion beeinflusst das Vermögen nicht die Risikoaversion, da sie nur relative Änderungen misst. Es gibt aber auch absolute Nutzenfunktionen.

Mit steigendem Vermögen sinkt jedoch allgemein die Risikoaversion.

Einfaches Beispiel: Es wird ein immer geringerer Anteil des Vermögens für den eigenen Konsum benötigt. Der Rest kann deshalb riskanter angelegt werden.

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Cef
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@ Smarti

 

Gerne

 

Gibt noch mehr, mal selbst suchen. Auch bei Schinzilord (wird zitiert) und auch bei Sapine.

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Smartinvestor
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Die Theorie dahinter wird in Nutzenfunktionen behandelt.

Daher ist die Frage, ob relative oder absolute Änderungen betrachtet werden sollen.

Bei der häufig genutzten CRRA Nutzenfunktion beeinflusst das Vermögen nicht die Risikoaversion, da sie nur relative Änderungen misst. Es gibt aber auch absolute Nutzenfunktionen.

Mit steigendem Vermögen sinkt jedoch allgemein die Risikoaversion.

Einfaches Beispiel: Es wird ein immer geringerer Anteil des Vermögens für den eigenen Konsum benötigt. Der Rest kann deshalb riskanter angelegt werden.

 

Danke, genau das habe ich gemeint. Steigendes Vermögen braucht man immer weniger für den täglichen Konsum. Mit dem Rest geht man immer entspannter d.h. weniger emotional Gier-Angst-getrieben aber erfahrener und Risiko-bewusster um, was sogar die Rendite verbessert. Richtig? Ist das allgemein statistisch erfasst und nachgewiesen?

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