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Rebalancing ETF-Depot

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41 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Zitat

Der Oktober ist einer der besonders gefährlichen Monate, um in Aktien zu spekulieren. Die anderen gefährlichen Monate sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar. (Mark Twain)

 

Insofern hast du mit September eine gute Wahl getroffen^^

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Geschrieben

vor 5 Stunden schrieb NiceShadow:

Ich habe vor, im September mein jährliches Rebalancing durchzuführen. Der September soll statistisch gesehen ein guter Monat zum Einstieg sein. Das Rebalancing wird mit frischem Geld / Ausschüttung aus Dividenden durchgeführt.

Was haltet ihr davon? Ausser Abstand?

 

Beim Rebalancing geht es vor allem darum, die gewünschte Asset Allocation hinsichtlich Risikotragfähigkeit wiederherzustellen.

Das Rebalancing zu einem festen Zeitpunkt kann man als Krücke betrachten, damit sich der Privat-Anleger überhaupt an seinen Plan hält.

 

Besser ist es, bei prozentualen Abweichungen der Asset Allocation zu rebalancen.

Eine schöne Übersicht gibt es hier: https://www.bogleheads.org/wiki/Rebalancing

 

 

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Geschrieben

vor 6 Stunden schrieb NiceShadow:

Ich habe vor, im September mein jährliches Rebalancing durchzuführen. Der September soll statistisch gesehen ein guter Monat zum Einstieg sein. Das Rebalancing wird mit frischem Geld / Ausschüttung aus Dividenden durchgeführt.

Was haltet ihr davon? Ausser Abstand?

 

Du hast noch nicht einmal angefangen zu sparen.

 

los gehts.jpg

 

Vermutlich wirst du in den ersten Jahren keine so signifikanten Abweichungen haben, dass sich ein Rebalancing lohnt. Und bis dahin hast du deine eigene anekdotische Evidenz gesammelt, die - wie in diesem Beispiel - 

Bildschirmfoto 2017-04-22 um 09.32.22.png

 

sagt, "Ende September". Oder bis dahin etwas anderes.

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vor 12 Stunden schrieb Ramstein:

Zum konkreten Fall (dem noch nicht einmal begonnenen Sparplan):

Da sollte auf absehbare Zeit ein Rebalancing durch Anpassen der Käufe möglich sein. Und das muss man maximal alle halbe Jahr machen, sofern es nicht durch Sonderzahlungen aus Urlaubsgeld, Wehnachtsgeld, Erträgen, etc.) erfolgen kann.

 

Das ist zwar erst mal so korrekt und entspricht auch meiner Erfahrung mit etwa 3-4 "gewöhnlichen" Sparraten-Rebalsncings p.a. Aber deinem damit implizierten Rat, es damit erst mal gut sein zu lassen und nach dem Motto "kommt Zeit kommt Rat" zu verfahren, muss ich heftigst widersprechen, da das selbstgefährdent sein kann.

 

Denn wenn die erste "außergewöhnliche" Rebalancing-Gelegenheit z.B. nahe dem Tiefstpunkt eines Crashs gekommen sein wird, will ich nicht wissen, ob unser unerfahrener Einsteiger dann in der Lage sein wird, einen erheblichen Teil seiner Bankeinlagen und ggf. der weniger gefallenen oder gar gestiegenen Wertpapiere zu verkaufen und seelenruhig in die am stärksten gefallenen zu reinvestieren. Von Null auf absolut antizyklisches Verhalten konträr zum gesamten Markt will für jeden noch so Hartgesottenen gut vorbereitet sein, sonst droht der Schiffbruch zyklischen Verhaltens.

 

Ich war jedenfalls heilfroh, dass ich meine "außergewöhnliche" Rebalancingstrategie gleich zusammen mit der übrigen Anlagestrategie festgelegt habe. Denn nur dadurch war ich in der Lage, im Crash so seelenruhig richtig zu handeln wie o.a. 

 

Warum wohl legen ausnahmslos alle erfolgreichen Trader ihre Exit-Strategien auch VOR ihren ersten Trades fest? Denn um nichts anderes handelt es sich bei diesen "außergewöhnlichen" Rebalancings, die einer milden Form des Market Timings entsprechen, das einem unerfahrenen Einsteiger m.E. nur gelingt, wenn er das lange genug vor dessen Umsetzung intensiv vorbereitet hat. Neben der Entscheidung zur Asset Allocation bedarf es dazu einer weiteren wichtigen "aktiven" Anlageentscheidung, die nicht spontan aus der Situation heraus getroffen werden kann und sollte.

 

Kann den TO in seinem Vorhaben also nur bekräftigen und danke ihm für dieses interessante Threadthema. :thumbsup:

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Geschrieben · bearbeitet von donkey_63
Anpassung

Rebalancing hat mit Market TIming ungefähr soviel zu tun wie aktives Trading mit langfristigem Vermögensaufbau.

 

Das Rebalancing dient in erster Linie der Wiederherstellung der gewählten (und hoffentlich im Investment Policy Statement festgehaltenen) Asset Allocation zur Steuerung des Risikos.

Genau dieses Rebalancing kommt zum Zug, wenn die Asset Allocation aus den vorher festgelegten Bändern ausschert, was insbesondere bei grösseren Marktveränderungen der Fall sein dürfte.

"Aussergewöhnlich" ist daran überhaupt nichts.

Hält man sich an seine Rebalancing-Strategie gewinnt man über lange Zeit, da man quasi automatisch billig kauft und teuer verkauft.

 

Rebalancing hat nichts mit aktiver Anlagestrategie zu tun, sondern ist Teil einer passiven Stategie (Investieren nach festgelegten Regeln).

Es handelt sich um keine "Exit"-Strategie, sondern um ein Instrument zur Steuerung des Risikos.

Es handelt sich nicht um Market Timing, bei welchem man versucht, kurzfristig aufgrund externer Signale (z. B: technische Chart-Analyse, Börsennachrichten) die Rendite auf gut Glück zu verbessern, sondern um eine vorher festgelegte Strategie, das gewählte Risiko zu kontrollieren.

Stellt man fest, dass man seine Asset Allocation anpassen muss (meist, wenn die Kurs fallen) ist dies meist ein Zeichen dafür, dass man seine persönliche Risikofähigkeit überschätzt hat.

 

 

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von Smartinvestor

vor 22 Stunden schrieb donkey_63:

Rebalancing hat mit Market TIming ungefähr soviel zu tun wie aktives Trading mit langfristigem Vermögensaufbau.

 

Das Rebalancing dient in erster Linie der Wiederherstellung der gewählten (und hoffentlich im Investment Policy Statement festgehaltenen) Asset Allocation zur Steuerung des Risikos.

Genau dieses Rebalancing kommt zum Zug, wenn die Asset Allocation aus den vorher festgelegten Bändern ausschert, was insbesondere bei grösseren Marktveränderungen der Fall sein dürfte.

"Aussergewöhnlich" ist daran überhaupt nichts.

Hält man sich an seine Rebalancing-Strategie gewinnt man über lange Zeit, da man quasi automatisch billig kauft und teuer verkauft.

 

Rebalancing hat nichts mit aktiver Anlagestrategie zu tun, sondern ist Teil einer passiven Stategie (Investieren nach festgelegten Regeln).

Es handelt sich um keine "Exit"-Strategie, sondern um ein Instrument zur Steuerung des Risikos.

Es handelt sich nicht um Market Timing, bei welchem man versucht, kurzfristig aufgrund externer Signale (z. B: technische Chart-Analyse, Börsennachrichten) die Rendite auf gut Glück zu verbessern, sondern um eine vorher festgelegte Strategie, das gewählte Risiko zu kontrollieren.

Stellt man fest, dass man seine Asset Allocation anpassen muss (meist, wenn die Kurs fallen) ist dies meist ein Zeichen dafür, dass man seine persönliche Risikofähigkeit überschätzt hat.

 

Aha. Das sehe ich aber ganz anders. Hier wird die Optimierung der Rebalancingstrategie nämlich sehr umfassend diskutiert, nicht ausschließlich hinsichtlich Risikokontrolle, sondern u.a. auch um eine möglichst hohe Zusatzrendite ggü. reinem Buy and Hold zu erzielen. Dieses sogen. "Rebalancing Premium" ist eine direkte Folge der Mean Reversion Anomalie ineffizienter Märkte. Es stellt nach Risikoadjustierung eine hoch interessante nachhaltige und ergiebige Alpha-Quelle in praktisch allen Märkten dar, die alle mehr oder weniger ineffizient sind. Und die wird solange erhalten bleiben, wie es "Dumb Money" in dieser Welt gibt. Dieses verursacht nämlich ineffiziente Übertreibungen bis hin zu Blasen und Crashs, die durch smartes Investieren profitabel genutzt werden können. Ich dachte das hätte ich im Faktor-Thread bereits ausreichend klar erläutert. ;)

 

In deinem interessanten Link wird u.a. auch die Optimierungsrichtung für deren profitable Ausbeutung angegeben:

 

Zitat

Research seems to indicate that

monitoring on a weekly basis (while actually rebalancing very infrequently, e.g. by using large deviation thresholds) could provide the best rebalancing bonus.


... und auf den noch interessanteren Artikel "Opportunistic Rebalancing ..." verwiesen. Danach erntet man ggü. der Krücke jährliches Rebalancing nach Kosten und Steuern eine gut doppelt so hohe risikoadjustierte Prämie, also echtes Alpha, wenn bei 2-wöchigem Monitoring ab einem optimalen Schwellwert von 20 % relativer Sollwertabweichung rebalanced wird. Weiter oben hatte ich dafür nach meiner Erfahrung 25% vorgeschlagen, wie Swedroe (!) mit seiner 5/25 Rule. Diese Prämie wird danach außerdem durch die Allokation in möglichst viele, volatile und gering oder negativ korrelierte Einzelanlagen weiter gesteigert. Die weitere Entwicklung im Portfolio Management geht laut Artikel sogar hin zu "tactical Rebalancing".

 

Nun frage ich, warum sollte man diesen wertvollen Erkenntnissen nicht bereitwillig folgen, wenn man das so gut nachvollziehen und rel. einfach umsetzen kann? Man muss sich dabei aber bewusst sein, dass man damit "aktives" Market Timing praktiziert. Genau wie man "aktives" Strategic Asset Allocation praktiziert, wenn man "aktiv" entscheidet, z.B. nach BSP und gern auch mit Faktor Tilt zu allokieren. Allein die Allokation nach Market Cap wäre näherungsweise "passiv".

 

Also was bleibt nun bei "Opportunistic Rebalancing" an wesentlichen Unterschieden zu Market Timing? Ich meine rein gar nichts. Denn laut Wikipedia:
 

Zitat

Market timing is the strategy of making buy or sell decisions of financial assets (often stocks) by attempting to predict future market price movements. The prediction may be based on an outlook of market or economic conditions resulting from technical or fundamental analysis...

 

Market Timing ist also zum einen völlig unabhängig von der Zeitdauer  bzw. von Kurz- und Langfristigkeit. Zum anderen wird damit versucht, Marktanomalien in ineffizienten Märkten auf analytischer Basis und nach daraus abgeleiteten "festgelegten Regeln" und nicht "auf gut Glück" auszubeuten. "Opportunistic Rebalancing" als ein m.E. spezieller Market Timing Ansatz beutet dementsprechend sehr ähnlich eben die langfristige Mean Reversion Anomalie gemäß o.a. Def. für Market Timing durch "buy or sell decisions" aus. Dazu versucht man ebenso, "to predict future market price movements" dahingehend, dass man erwartet, dass diese weiterhin der Mean Reversion Anomalie folgend konvergieren werden. Und ich bin überzeugt, dass das nicht nur zufällig "auf gut Glück" sondern weiterhin sehr zuverlässig auch "based on an outlook from analysis" erfolgen wird.

 

Denn diese Anomalie würde es nur dann nicht mehr geben, wenn die Preisentwicklungen streng dem "Random Walk" folgten. In dem Fall könnten oder müssten sich die Preise sogar zufällig völlig schrankenlos auseinander entwickeln. Das wurde m.W. aber noch nie beobachtet. Das wird auch hier bestätigt: Mean Reversion Effekte auf dem deutschen Aktienmarkt, 2004, Albrecht et al.; Kernzitat, das diese hier behandelte Prognostizierbarkeit der Aktienmärkte belegt:

 

Zitat

 

Und es ist auch keine Tendenz zu schrankenloser Divergenz zu beobachten. Ganz im Gegenteil zeigen z.B. die MSCI Index-Preisentwicklungen der drei Regionen USA, EAFE und Pacific ex Japan über die letzten fast 50 Jahre sogar bei zunehmenden ineffizienten Übertreibungsphasen die typische Konvergenz der Mean Reversion Anomalie bis heute mit sehr hoher Signifikanz, siehe hier.

 

Wenn viele zu Recht auf diese Erwatung über die zukünftige Marktentwickkung ihr gesamtes Vermögen setzen, ist das prinzipiell ähnlich der Wette von Soros gegen die Bank of England mit einer scheinbar irrsinnigen zig. Mrd.-Summe, da er aufgrund seines Verständnisses sicher davon ausgehen konnte, dass England aus dem Währungsverbund ausscheren musste, um im Markt zu überleben. Ein weiteres ähnliches Beispiel ist "The big short" Wette gegen die Subprimes vor 10 Jahren. Alles 3 sind "Sure Bets" auf zwangsläufiges Marktverhalten, aber eben doch Wetten. Um die ohne die typischen Fehler der Dumb Money Besitzer abzuwickeln, nimmt man das Ganze als aktives Trading wahr und nutzt am besten bewährtes Tradingwissen und -techniken zum eigenen Nutzen. Ignore this at your peril, s.u. P.s.

 

Du bestätigst das eigentlich auch alles:

 

Zitat

Hält man sich an seine Rebalancing-Strategie gewinnt man über lange Zeit, da man quasi automatisch billig kauft und teuer verkauft.

 

Nur mit dem "automatisch" ist das so eine Sache, s.u. P.s. Wenn das alles so einfach automatisch funktionieren würde, gäbe es diese Marktanomalie einschließlich der Crashs wahrscheinlich gar nicht. Denn wer würde sich so leichtes Geld einfach so entgehen lassen? Nein, im scheinbar bodenlosen Crash kommt es dann nämlich auf das tiefe Verständnis und den festen Glauben an die hier dargestellten Zusammenhänge sowie auf gestandene Traderqualitäten an. Ignore this at ...

 

Also kurz zusammengefasst: Weil diese Preisentwicklungen trotz ansteigender Übertreibungsphasen noch nie schrankenlos divergiert sind, sind die Märkte diesbezüglich zunehmend so derartig ineffizient, dass diese quasi auf der Straße liegende Alphaquelle sogar von Normalanlegern mit den relativ einfachen Mitteln des Rebalancings ausgebeutet werden kann. Mit der optimierten Form des "opportunistic Rebalancing" gelingt das besonders gut. Seien wir froh darüber und nutzen das nicht nur völlig risikolos, sondern sogar sehr effizient zum ursprünglichen Zweck der effektiven Risikokontrolle.

 

P.s.: Mit "außergewöhnlich" ist hier nur gemeint, dass die Rebalancingart mit gleichzeitigen Käufen und Verkäufen wesentlich seltener vorkommt als die "gewöhnliche" regelmäßige Art des reinen Kauf-Rebalancings mit den Sparraten. Und für den Normalanleger stellt ersteres m.E. schon eine "außergewöhnliche" Herausforderung hinsichtlich Trading-Fertigkeit und insbes. Psyche dar. Schau dir dazu mal Beiträge hier im WPF um 2008/2009 an. Da haben manche vermeintlich Passive hier m.E. schon sehr "außergewöhnlich" und sehr kurzfristig und kurzsichtig getradet. Hast du denn schon mal nennenswerte eigene Anlagen voll investiert mit den hier diskutierten "außergewöhnlichen" Trading- = Rebalancingansätzen erfolgreich durch solche kritischen Marktphasen gesteuert? Dann wüsstest du, wie "außergewöhnlich" konträr deine Trades dann für fast alle anderen anmuten würden. Wenn du zur Unterscheidung bessere Begriffe hast, dann lass uns die doch einfach wissen.

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Geschrieben

So, ich war jetzt etwas länger weg, Danke für alle Antworten bisher! Interessant zu lesen, wie andere das mit dem Rebalancing regeln. Auch die genannten Artikel fand ich hilfreich, da ist mir beim Einlesen wohl ein bisschen was durch die Lappen gegangen.

 

Das Ziel ist für den Anfang 40% Tagesgeld/Festgeld und 60% ETFs (50/20/30 World/Europe/EM Standardaufteilung).

 

Über Sparpläne lässt sich das leider nun alles doch nicht regeln, da mein Kontoantrag bei der DKB (kostenlose Comstage- und iShares-ETFs) aus unerfindlichen Gründen abgelehnt wurde.  Ich werde nun notgedrungen vorerst bei der Ing-DiBa bleiben, auch wenn das mit den 500€  "Mindestbestellwert" etwas unpraktisch ist...

 

Das Rebalancing wird dann so aussehen, dass ich immer am Monatsanfang 500€-Käufe, wenn das Verhältnis Festgeld/ETF es erlaubt/erfordert. Dabei wird dann natürlich immer der ETF gekauft, der gerade am weitesten unter seinem Soll-Anteil liegt.

 

Ein Rebalancing durch Verkäufe wird es in den ersten Jahren eher nicht geben, da das bei so geringen Summen zu teuer ist und sich eh noch keine vernünftigen Grenzen ziehen lassen.

Der Europe-ETF hat ja nur 12% Anteil am Depot, das sind wenn ich irgendwann mal 20.000€ Depotvolumen zusammen habe gerade mal 2400€. Hätte er plötzlich 15,6% Anteil (30% rel. Abweichung) müsste ich ETFs im Wert von 720€ verkaufen, um zurück zur Soll-Allokation zu kommen. Da sind einfach die Kosten zu hoch und ich werde stattdessen einfach die Käufe für den ETF-aussetzen, bis es wieder passt.

 

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Geschrieben

vor 33 Minuten schrieb zweckform:

---

Das Ziel ist für den Anfang 40% Tagesgeld/Festgeld und 60% ETFs (50/20/30 World/Europe/EM Standardaufteilung).

...

Ein Rebalancing durch Verkäufe wird es in den ersten Jahren eher nicht geben, da das bei so geringen Summen zu teuer ist und sich eh noch keine vernünftigen Grenzen ziehen lassen.

Der Europe-ETF hat ja nur 12% Anteil am Depot, das sind wenn ich irgendwann mal 20.000€ Depotvolumen zusammen habe gerade mal 2400€. Hätte er plötzlich 15,6% Anteil (30% rel. Abweichung) müsste ich ETFs im Wert von 720€ verkaufen, um zurück zur Soll-Allokation zu kommen. Da sind einfach die Kosten zu hoch und ich werde stattdessen einfach die Käufe für den ETF-aussetzen, bis es wieder passt.

 

 

Da du ja die Lage sehr gut zusammengefasst hast, würdest du objektiv betrachtet jemanden deine Anlageaufteilung (für den Anfang, was denn noch :wacko:) bei deiner Ausgangslage empfehlen?

Oder wäre eine einfache Aufteilung TAGESGELD - MSCI World (oder noch besser MSCI ACWI) nicht für den Anfang sinnvoller?

 

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Geschrieben

vor 33 Minuten schrieb zweckform:

So, ich war jetzt etwas länger weg, Danke für alle Antworten bisher! Interessant zu lesen, wie andere das mit dem Rebalancing regeln. Auch die genannten Artikel fand ich hilfreich, da ist mir beim Einlesen wohl ein bisschen was durch die Lappen gegangen.

 

Das Ziel ist für den Anfang 40% Tagesgeld/Festgeld und 60% ETFs (50/20/30 World/Europe/EM Standardaufteilung).

 

Über Sparpläne lässt sich das leider nun alles doch nicht regeln, da mein Kontoantrag bei der DKB (kostenlose Comstage- und iShares-ETFs) aus unerfindlichen Gründen abgelehnt wurde.  Ich werde nun notgedrungen vorerst bei der Ing-DiBa bleiben, auch wenn das mit den 500€  "Mindestbestellwert" etwas unpraktisch ist...

 

Das Rebalancing wird dann so aussehen, dass ich immer am Monatsanfang 500€-Käufe, wenn das Verhältnis Festgeld/ETF es erlaubt/erfordert. Dabei wird dann natürlich immer der ETF gekauft, der gerade am weitesten unter seinem Soll-Anteil liegt.

 

Ein Rebalancing durch Verkäufe wird es in den ersten Jahren eher nicht geben, da das bei so geringen Summen zu teuer ist und sich eh noch keine vernünftigen Grenzen ziehen lassen.

Der Europe-ETF hat ja nur 12% Anteil am Depot, das sind wenn ich irgendwann mal 20.000€ Depotvolumen zusammen habe gerade mal 2400€. Hätte er plötzlich 15,6% Anteil (30% rel. Abweichung) müsste ich ETFs im Wert von 720€ verkaufen, um zurück zur Soll-Allokation zu kommen. Da sind einfach die Kosten zu hoch und ich werde stattdessen einfach die Käufe für den ETF-aussetzen, bis es wieder passt.

 

 

Da sind wir wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen. Aber schadet nicht für dich, wenn du dir lange vor dem Ermstfall schon weitreichende Gedanken machst. Und für uns Diskutanten gab es wohl auch wieder etwas zu lernen bei diesem grundlegenden Thema.

 

Ansonsten Vernünftiges Vorgehen. Noch ein Tipp: Wenn du später am einem möglichst hohen Rebalancing Premium interessiert bist, wäre es besser, wenn du ETFs wählst, die nur unterschiedliche Aktien emthalten. Das ist bei World und Europe nicht der Fall. Beim späteren Rebalancing hättet du bei den beiden weniger Prämien-treibende Kursunterschiede und würdest die europäischen Aktien bei einem ETF verkaufen und beim anderen gleich wieder kaufen. Sind zwar nur 1/10 % Unterschiede, aber wenn man sie einfach vermeiden kann warum nicht?

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Geschrieben

vor 38 Minuten schrieb Smartinvestor:

Noch ein Tipp: Wenn du später am einem möglichst hohen Rebalancing Premium interessiert bist, wäre es besser, wenn du ETFs wählst, die nur unterschiedliche Aktien emthalten.

Das ist logisch, aber daran hatte ich gar nicht gedacht! Mit Sparplänen wäre das sogar noch recht leicht umzusetzen, aber da ich jetzt wohl bei der ing-diba bleiben muss wird das schwer. Ein ETF (Pazifik) der dann nur 6% vom gesamtportfolio ausmacht, ist bei Einzelkäufen von mindestens 500€ ja kaum umzusetzen (zumindest bei den Sparraten von Ottonormalverbraucher)

 

Egal, ich fange jetzt im Mai mit den drei genannten ETFs an und optimiere nicht weiter rum, sonst denke ich in drei Monaten immernoch über dieses Problem nach

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Geschrieben · bearbeitet von marky2k

Andrew Ang schreibt zu dem Thema: "In my opinion all of these technical considerations in rebalancing are precisely that - technical. The most important thing is to rebalance".

 

Ob du jetzt monatlich, quartalsweise oder jährlich rebalancest. Macht dann wohl auch keinen Unterschied. Die hier sagen quartalsweise, aber naja: http://www.efmaefm.org/0EFMAMEETINGS/EFMA ANNUAL MEETINGS/2013-Reading/papers/EFMA2013_0189_fullpaper.pdf

 

vor 19 Stunden schrieb Smartinvestor:

Aha. Das sehe ich aber ganz anders. Hier wird die Optimierung der Rebalancingstrategie nämlich sehr umfassend diskutiert, nicht ausschließlich hinsichtlich Risikokontrolle, sondern u.a. auch um eine möglichst hohe Zusatzrendite ggü. reinem Buy and Hold zu erzielen. Dieses sogen. "Rebalancing Premium" ist eine direkte Folge der Mean Reversion Anomalie ineffizienter Märkte. Es stellt nach Risikoadjustierung eine hoch interessante nachhaltige und ergiebige Alpha-Quelle in praktisch allen Märkten dar, die alle mehr oder weniger ineffizient sind. Und die wird solange erhalten bleiben, wie es "Dumb Money" in dieser Welt gibt. Dieses verursacht nämlich ineffiziente Übertreibungen bis hin zu Blasen und Crashs, die durch smartes Investieren profitabel genutzt werden können. Ich dachte das hätte ich im Faktor-Thread bereits ausreichend klar erläutert. ;)

 

Das Rebalancing premium ist keine Folge der mean reversion anomalie ineffezienter Märkte. Nicht zwangsweise zumindest. Auch in effizienten Märkten kann es mean reversion geben. Rebalancing ist eine short-volatility strategie und eine Strategie mit mehr Risiko als buy and hold. Stell dir vor die Aktienmärkte werden innerhalb des nächsten Jahres so volatil, dass sie entweder i) komplett ausgelöscht werden oder ii) in den Himmel schießen. In beiden Fällen ist Rebalancing uncool, denn in i) kaufst du eine aussterbende Assetklasse immer weiter nach und in ii) verkaufst du sie immer wieder obwohl sie nach oben schießt. Deswegen short volatility oder short regime changes.

 

Also mehr Risiko, deswegen gibt's mehr Rendite: das rebalancing premium.

 

Mit der Aussage, dass mean reversion impliziert, dass Märkte ineffizient sind, liegst du also (völlig) falsch. Du schaust nur auf die Rendite und siehst, dass Rebalancing eine höhere bringt -- aber über das Risiko denkst du nicht nach. Aber für eine 'Ineffienzanalyse' gehört offensichtlich sowohl Rendite als auch Risiko, wie auch immer man das am Ende misst.

 

Deine Aussage widerspricht zudem gefühlt den letzten 30 Jahren Research in Finanzwissenschaften und drölfzig Nobelpreisträgern. Aktienpreise sind die diskontierte Summe aller zukünftigen cash-flows. Shiller 1980 sagt, dass die Fluktuationen in die erwarteten cash-flows nicht konsistent (zu klein) mit den empirisch observierten Aktienpreisen sind (excess volatility puzzle). Was die Leute dann später gemerkt haben, dass es ja auch Varation in der Diskontrate geben kann. Dass also erwartete Aktienrenditen zeitabhängig sind, und nicht immer gleich. Also ist das equity premium nicht immer zB 6%. In Rezessionen höher (8% zB), in guten Zeiten niedriger (4% zB). Und alleine zeitabhängige Renditen reichen ja schon für mean-reversion: negativer shock heute an die erwarteten Rendite, Preise gehen hoch (da die Diskontrate im Nenner ist). Aber der shock war ja negativ, deswegen sind die ewarteten Renditen in der Zukunft kleiner -> mean reversion. Und das ohne irgendein Model um Marktineffizienz zu bemessen.

 

 

 

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von Smartinvestor

vor 1 Stunde schrieb marky2k:

Andrew Ang schreibt zu dem Thema: "In my opinion all of these technical considerations in rebalancing are precisely that - technical. The most important thing is to rebalance".

 

Ob du jetzt monatlich, quartalsweise oder jährlich rebalancest. Macht dann wohl auch keinen Unterschied. Die hier sagen quartalsweise, aber naja: http://www.efmaefm.org/0EFMAMEETINGS/EFMA ANNUAL MEETINGS/2013-Reading/papers/EFMA2013_0189_fullpaper.pdf

 

 

Das Rebalancing premium ist keine Folge der mean reversion anomalie ineffezienter Märkte. Nicht zwangsweise zumindest. Auch in effizienten Märkten kann es mean reversion geben. Rebalancing ist eine short-volatility strategie und eine Strategie mit mehr Risiko als buy and hold. Stell dir vor die Aktienmärkte werden innerhalb des nächsten Jahres so volatil, dass sie entweder i) komplett ausgelöscht werden oder ii) in den Himmel schießen. In beiden Fällen ist Rebalancing uncool, denn in i) kaufst du eine aussterbende Assetklasse immer weiter nach und in ii) verkaufst du sie immer wieder obwohl sie nach oben schießt. Deswegen short volatility oder short regime changes.

 

Also mehr Risiko, deswegen gibt's mehr Rendite: das rebalancing premium.

 

Mit der Aussage, dass mean reversion impliziert, dass Märkte ineffizient sind, liegst du also (völlig) falsch. Du schaust nur auf die Rendite und siehst, dass Rebalancing eine höhere bringt -- aber über das Risiko denkst du nicht nach. Aber für eine 'Ineffienzanalyse' gehört offensichtlich sowohl Rendite als auch Risiko, wie auch immer man das am Ende misst.

 

Deine Aussage widerspricht zudem gefühlt den letzten 30 Jahren Research in Finanzwissenschaften und drölfzig Nobelpreisträgern. Aktienpreise sind die diskontierte Summe aller zukünftigen cash-flows. Shiller 1980 sagt, dass die Fluktuationen in die erwarteten cash-flows nicht konsistent (zu klein) mit den empirisch observierten Aktienpreisen sind (excess volatility puzzle). Was die Leute dann später gemerkt haben, dass es ja auch Varation in der Diskontrate geben kann. Dass also erwartete Aktienrenditen zeitabhängig sind, und nicht immer gleich. Also ist das equity premium nicht immer zB 6%. In Rezessionen höher (8% zB), in guten Zeiten niedriger (4% zB). Und alleine zeitabhängige Renditen reichen ja schon für mean-reversion: negativer shock heute an die erwarteten Rendite, Preise gehen hoch (da die Diskontrate im Nenner ist). Aber der shock war ja negativ, deswegen sind die ewarteten Renditen in der Zukunft kleiner -> mean reversion. Und das ohne irgendein Model um Marktineffizienz zu bemessen.

 

Oha. Steht aus meiner Sicht irgendwie im Widerspruch zu den beden Papers, die ich in meinem Beitrag zitiert und versucht habe zu interpretieren. Sind also meine laienhaften Interpretationen falsch? Oder habe ich falsche Aussagen in den Papers richtig interpretiert und die Aussagen wurden von Scharlatanen verfasst? Würde mir sehr bei der wohl oder übel notwendigen Reinterpretation helfen.

 

Der Aussage von Andrew Ang kann ich voll zustimmen. D.h. dass ich zumindest mal vom Grundsatz des konsequent regelmäßigen Rebalancings her richtig liege, egal wie ich rebalance. Aber wenn man das seit Jahrzehnten macht, dann ist man natürlich um Optimierung bemüht, auch wenn die im 1/10 % Bereich liegt. Aber durch jahrzehntelangen Zinseszins macht Kleinvieh dann doch viel Mist. 

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Geschrieben · bearbeitet von Smartinvestor

vor 2 Stunden schrieb zweckform:

Das ist logisch, aber daran hatte ich gar nicht gedacht! Mit Sparplänen wäre das sogar noch recht leicht umzusetzen, aber da ich jetzt wohl bei der ing-diba bleiben muss wird das schwer. Ein ETF (Pazifik) der dann nur 6% vom gesamtportfolio ausmacht, ist bei Einzelkäufen von mindestens 500€ ja kaum umzusetzen (zumindest bei den Sparraten von Ottonormalverbraucher)

 

Egal, ich fange jetzt im Mai mit den drei genannten ETFs an und optimiere nicht weiter rum, sonst denke ich in drei Monaten immernoch über dieses Problem nach

 

Ja, der Pazifikanteil würde dann sehr klein und läge mit 6% an der unteren Relevanzgrenze. Da er damit eh kaum einen ErgebnisEinfluss hätte, kannst du ihn vorerst auch getrost ganz weglassen. So mache ich das jedenfalls auch. Dann könnst du auch sofort mit 3 sauber abgegrenzten ETFs USA, Europe und EM beginnen. Vor allem jede Sparrate immer nur in den einen am weitesten unter Soll liegenden Anteil investieren, um dich an vorteilhaftes antizyklisches Investieren zu gewöhnen, bis es auch im Crash zur selbstverständlichen Gewohnheit geworden ist. Dann überstehst du die dann aufkommenden Anfechtungen besser. Kann man sich ohne die Erfahrung kaum vorstellen. Aber das fühlt sich zumindest beim ersten Mal an, wie seinen teuersten Wein oder Wiskey in den Gully zu kippen.

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Geschrieben · bearbeitet von Mvp

vor 3 Stunden schrieb Smartinvestor:

Das ist bei World und Europe nicht der Fall

 

vor 21 Minuten schrieb Smartinvestor:

Dann könnst du auch sofort mit 3 sauber abgegrenzten ETFs USA, Europe und EM beginnen. Vor allem jede Sparrate immer nur in den einen am weitesten unter Soll liegenden Anteil investieren

 

Wenn man mal von Pazifik absieht kann man auch in der 3er-Kombi alles rebalancen wie man will. Heißt nur weil der MSCI World auch Europa beinhaltet kann man trotzdem die Europaquote durch den extra ETF immer wieder herstellen und damit auch die USA/NA Quote. Kritisch würde es nur werden wenn die vorgesehene USA Quote auf einmal ÜBER der USA-MK Gewichtung im MSCI World liegen würde.

 Auf was anderes kommt es ja nicht an, da EM sowieso einzeln abgedeckt ist. 

 

Ich würde mir keine Umstände machen und a) über Pazifik nachdenken müssen (beschränkte Auswahl, eine Position mehr) b) eventuell einen Kompromiss für einen North-America ETF eingehen müssen (entweder Kanada raus oder beschränkte Auswahl) nur um einmal im Jahr nicht kurz um die Ecke denken/rechnen zu müssen... 

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Geschrieben

vor 2 Stunden schrieb Smartinvestor:

Oha. Steht aus meiner Sicht irgendwie im Widerspruch zu den beden Papers, die ich in meinem Beitrag zitiert und versucht habe zu interpretieren. Sind also meine laienhaften Interpretationen falsch? Oder habe ich falsche Aussagen in den Papers richtig interpretiert und die Aussagen wurden von Scharlatanen verfasst? Würde mir sehr bei der wohl oder übel notwendigen Reinterpretation helfen.

Sorry, ich kann mir nicht immer alles durchlesen und dann alles erklären...Im Zweifel sind die Studien einfach schlecht ;). Aber wenn du die Büchse der Pandora öffnest und die Markteffizienz in Frage stellst, dann muss ich meinen Senf dazu geben. Nicht, dass ich denke, dass es keine Marktineffizienten gäbe -- aber ich denke nicht, dass wir sie durch einfaches Rebalancing ausnutzen können, das ist irgendwie ein bisschen zu einfach. 

 

Trotzdem rebalance ich natürlich auch, einfach um das Risikoverhältnis wiederherzustellen und einen kleinen Renditebonus gibt's vermutlich auch, mit ein bisschen extra Risiko dazu. Es ist witzig, denn Rebalancing ist eigentlich eine Faktorstrategie, also bist du auch ein Faktorinvestor und harvested das Rebalancing-premium -- wer hätte das gedacht :D. Rebalancing loadet negativ auf den Faktor 'Gesamtmarktvolalität' (hohe Volatilität -> doof für Rebalancing) und der hat ein negatives Risikopremium (Aktien mit großen, positiven Sensitivitäten zu Volatility-shocks haben niedrigere Renditen. Klassisches hedging Argument.). 

 

Ich will den Thread hier nicht mit ewigen Diskussionen zumüllen so wie den Faktorthread, also halte ich mich jetzt hier raus (außer du holst die Keule der Marktineffizienz wieder raus :D). 

 

 

 

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Geschrieben

vor 8 Stunden schrieb marky2k:

Sorry, ich kann mir nicht immer alles durchlesen und dann alles erklären...Im Zweifel sind die Studien einfach schlecht ;). Aber wenn du die Büchse der Pandora öffnest und die Markteffizienz in Frage stellst, dann muss ich meinen Senf dazu geben. Nicht, dass ich denke, dass es keine Marktineffizienten gäbe -- aber ich denke nicht, dass wir sie durch einfaches Rebalancing ausnutzen können, das ist irgendwie ein bisschen zu einfach. 

 

Trotzdem rebalance ich natürlich auch, einfach um das Risikoverhältnis wiederherzustellen und einen kleinen Renditebonus gibt's vermutlich auch, mit ein bisschen extra Risiko dazu. Es ist witzig, denn Rebalancing ist eigentlich eine Faktorstrategie, also bist du auch ein Faktorinvestor und harvested das Rebalancing-premium -- wer hätte das gedacht :D. Rebalancing loadet negativ auf den Faktor 'Gesamtmarktvolalität' (hohe Volatilität -> doof für Rebalancing) und der hat ein negatives Risikopremium (Aktien mit großen, positiven Sensitivitäten zu Volatility-shocks haben niedrigere Renditen. Klassisches hedging Argument.). 

 

Ich will den Thread hier nicht mit ewigen Diskussionen zumüllen so wie den Faktorthread, also halte ich mich jetzt hier raus (außer du holst die Keule der Marktineffizienz wieder raus :D). 

 

 

Ja Markteffizienz ist das Thema das mich bewegt. Werde die m.E. hierfür relevanten Papers oben also nochmal mit deiner Kritik im Hinterkopf beleuchten und dann Stellung nehmen. Das Thema ist für TO zwar erledigt aber m.E. wert, mit weiterer Substanz angereichert zu werden. In dem Sinne bis bald.

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