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tomkyle

Langweiliges ETF-Depot

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Stoiker
Am 5.4.2025 um 09:28 von tomkyle:

Seit meiner Anwesenheit im Forum könnte dies der zweite größere Kurseinbruch nach dem "Corona-Crash" werden. Wenn man das viel gepredigte "Zoom out" durchführt, sieht es wie folgt aus, allerdings ist der April nicht eingeschlossen.

Das klingt doch gut. Zoom out und stur seinem Plan folgen. Es dürfte noch einiges tiefer gehen in den nächsten Tagen eventuell Wochen, was wirklich gute Chancen kreiert. Ob es das Ausmaß des Corona-Crashs erreicht oder übersteigt, wird man sehen. 

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tomkyle

(Vorgezogener) Jahresabschluss 2025

 

Performance 2025

Performance gesamt:  7,6  %

Performance ETFs:      12,1 %
Performance Aktien:    8,6 %

 

Interner Zinsfuß: 5,3 %

TTWROR:            3,6 %

 

Asset Allocation

Verhältnis risikoreich/risikoarm: 68/32    (ehemals Ziel: 80/20, nun eher 70/30 wegen Immobilienkauf in den nächsten 2-5 Jahren)
Verhältnis ETF/Einzelaktien:        70/30  
Verhältnis ETF: World/EM/Euro:  52/28/20 (Ziel: 50/30/20)

 

Käufe: Dieses Jahr habe ich primär den FTSE All-World und den Euro600 bespart sowie aus Spieltrieb geringfügig Aktien gekauft (Basilea, Droneshield:shit:, Nachkäufe Novo Nordisk, Rio Tinto, Moderna). 

Verkäufe: Meta (+142%), WBA (-70%), Kraft Heinz (-30%)

 

Allgemein: Hachja, bald ist Weihnachten und ich genieße einen ruhigen Abend (Kinder schlafen, Frau hat Nachtschicht), um mal ein wenig auf das Jahr zurück zu blicken...und ich stelle fest:

Eigentlich ist sehr viel beim Alten geblieben. Wir wohnen noch in derselben Wohnung (seit knapp 10 Jahren, dieses Jahr die erste Mieterhöhung um 15% an den Mietspiegel) und haben kein "Objekt" besichtigt, wie zuvor angekündigt. Dennoch plagt mich die Thematik rund um den Hauskauf und dann auch Standortveränderung stetig. Meistens vertröste ich mich mit dem Gedanken, dass es irgendwann bestimmt ein Zeichen gibt, wo wir uns niederlassen sollen. 09/2027 geht es für die Größere in die Grundschule, das könnte ein möglicher Zeitpunkt sein. Von der Heimkehr in die Heimat habe ich Abstand genommen.

Familienfinanzen: Wir sparen weiterhin für einen möglichen Immobilienerwerb, die Kinder haben Junior-Depots, sogar meine Frau hat mit dem ETF-Sparen begonnen. :w00t: Ich habe unsere Familien-Ausgaben mittels Finanzguru aufgezeichnet und werte in den kommenden Monaten nach einem knappen Jahr aus. Dann schauen wir mal, mit welchem Budget wir rechnen können.

Beruf: Beruflich gab es bei mir keine Veränderung, aber das Arbeitnehmertum und die Teilzeit von 36 Wochenstunden passen aktuell sehr gut zu unserer Situation.

 

Ausblick:  2026 wird meine Frau ihren Facharzt machen, das wird unser Familienfokus sein, also die Monate vorher den Rücken zum Lernen frei halten. Alles andere wird man sehen... leben in der Lage eben! :rolleyes:

 

 

 

 

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tomkyle

Nachtrag Jahresabschluss 2025

Die letzten Börsentage haben die Jahresperformance noch geringfügig verbessert, daher aktualisiere ich sie kurz.

 

Performance gesamt:  8,4 %   21.12.: 7,6  %

Performance ETFs:      13,0 % 21.12.: 12,1 %
Performance Aktien:    10,7 % 21.12.: 8,6 %

 

Interner Zinsfuß seit 03/2016:   5,5 % 21.12.: 5,3 %

TTWROR seit 03/2016:              3,8 % 21.12.: 3,6 %

 

Momentaufnahme

Bei erneuter Durchsicht dieses Threads sind mir die konstruktiven Kommentare aufgefallen, die mir gezeigt haben, warum es sich (schon jetzt) gelohnt hat, in den Austausch den Leuten in diesem Forum zu gehen, vielen Dank dafür!

Einige Kommentare möchte ich einmal für mich hier verewigen:

 

  • 12/2018 ich: "Was zunächst 2016 als ETF-Depot begonnen hat, ist mittlerweile zu einer Mischung aus 70% ETFs und 30% Aktien geworden. Das titulierte "langweilige" ETF-Depot wurde aus Langeweile um ein paar Aktien aufgestockt, deren Auswahl nicht wirklich auf Analysen beruhte."
  • 01/2020 ich: "Ich habe im letzten Jahr auf einen günstigen Zeitpunkt für ETF-Nachkäufe gewartet und dadurch einiges an Rendite liegenlassen. Daher habe ich jetzt zum Jahresbeginn investiert und zum ersten Mal Rebalancing der ETFs auf die angestrebte Verteilung 50/30/20 (World/EM/Europa) betrieben." (Kommentar: Ich habe mich einige Zeit geärgert, dass direkt nach Investition einer für mein damaliges Gefühl großen Summe (3k Stoxx600, 3k EM) der Corona-Crash kam... im Q4 war alles bereits wieder ausgeglichen).
  • 01/2020 Merol Rolod: "Warum tust du dich so schwer mit dem Herstellen der Zielallokation?"
  • 08/2022 Gurki: "Wenn Du also weißt, dass deine Auswahl an Einzelaktien schlechter performen als deine ETFs, wieso vergrößerst Du die Einzelaktiengewichtung?"
  • 08/2022 hattifnatt: "Hmm, wenn du jetzt 4 Jahre unterperformed hast (während einer doch eigentlich ziemlich "einfachen" bullishen Börsenphase), solltest du m.E. deine Einzelaktien-Strategie nicht nur "verschlanken", sondern radikal auf den Prüfstand stellen."
  • 07/2023 Sapine: "Wenn du zu der Überzeugung gekommen bist, dass du auf dem falschen Weg bist, stellt sich die Frage, wann du diese Erkenntnis in entsprechende Handlungen umsetzen wirst und welche das sind."
  • 07/2023 LongtermInvestor:" Setze dich mal kritisch mit der Performance der Einzelaktien Investments auseinander, was war dein Investmentcase, hast Du das jeweilige Geschäftsmodell verstanden und wie sah deine eigene Bewertung dazu aus. Warum ist die bisher nicht eingetreten? Hast du selber das Handwerkszeug um grobe fundamentalen Bewertungen zu berechnen?" (Kommentar: Alles richtige Fragen, an denen ich gemerkt habe, dass mein Wissen und meine Bereitschaft, mir dieses anzueignen, zu gering sind.)
  • 11/2023 Theobuy: "Das Aktieninvestment sieht im Vergleich zu den ETFs nicht sonderlich gut aus, wenn man mal von 2018 und 2023 absieht, oder? Kass ist der Unterschied in 2019. Teures Hobby, scheint mir..."
  • 11/2023 LongtermInvestor: "Danke für die Transparenz und Offenheit. Der Underperformance der Einzelaktien ist bisher schon sehr deutlich gewesen. Hast du für dich Gründe identifiziert und möchtest du diesen Teil in Zukunft noch ausbauen?" (Meine damalige Antwort: Ja, ich werde den Aktienanteil Stück für Stück umschichten. Rational wäre es wahrscheinlich, mich jetzt von allem zu trennen und in ETFs zu investieren, aber es fällt schwierig, die Hoffnung aufzugeben, dass die Kurse sich noch erholen (Alibaba, Fresenius etc.). Daher eher langsameres Vorgehen.)
  • 01/2025 Sapine: "Wenn ihr eine Immobilie plant, wäre zu überlegen, ob Ihr nicht sukzessive die Einzelaktien verkauft wenn sich Gelegenheiten bieten. Es ist immer schlecht, wenn man am Ende unter Druck verkaufen muss in einem kleinen Zeitfenster." (Kommentar: Das werde ich nun angehen.)

Was leite ich aus dieser Sammlung ab?

  • Ich wusste es, als ich 2016 mit dem Investieren gestartet habe, musste es aber anscheinend mehrfach selbst erfahren: ETFs > Stockpicking. Es zieht sich wie ein roter Faden ... durch meinen Faden.
  • Ärger über falsches Timing verfliegt, wenn man ein paar Jahre später darauf zurückblickt.
  • Ich habe zu wenig Zeit, nein, Lust und Motivation, mich intensiv mit einzelnen Unternehmen zu beschäftigen, so dass meine Entscheidungen reine Zockerei waren. 

Die nächsten Schritte:

  • Einzelaktien verkaufen. Ich könnte beim aktuellen Kurswert ca. 200€ sparen, wenn ich von der ING zu Trade Republic wechselte.
  • Verkaufe ich sie schrittweise? Alle auf einmal? Aktuell habe ich 18 Einzelpositionen :help:
  • Erlös aufs Tagesgeld oder auf die ETFs aufteilen? Gerade im Hinblick auf einen Hauskauf in den kommenden 2-5 Jahren wichtige Entscheidung.
     

Wieder einmal bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit, falls du es bis hierhin geschafft hast, und wünsche einen erfolgreichen Start ins neue Jahr! :1st:

 

 

 

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Bast
vor 8 Stunden von tomkyle:

Einzelaktien verkaufen. Ich könnte beim aktuellen Kurswert ca. 200€ sparen, wenn ich von der ING zu Trade Republic wechselte.

Wieviel % sind 200€ vom aktuellen Kurswert? Willst du zügig verkaufen, oder willst du ggf. lange auf die Vollziehung des Depotübertrags warten und eventuell den Taxbox-Daten hinterherlaufen? Für Erfahrungsberichte guck am besten in den TR-Thread.

vor 8 Stunden von tomkyle:

Verkaufe ich sie schrittweise? Alle auf einmal? Aktuell habe ich 18 Einzelpositionen :help:

Ich sehe es wie @Merol Rolod vor mittlerweile 6 Jahren:

vor 8 Stunden von tomkyle:

01/2020 Merol Rolod: "Warum tust du dich so schwer mit dem Herstellen der Zielallokation?"

 

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 2 Stunden von Bast:

Wieviel % sind 200€ vom aktuellen Kurswert?

Irgendwas < 1%, wenn man den Mouseover pi mal Daumen auf 25% Aktienanteil verrechnet und es eine Wertsteigerung seit Juli 2023 gab ;) 

 

Nüchtern betrachtet, ist das weniger als die jährlichen Verwaltungskosten eines Fonds und sollte kein Blocker sein.

 

Ich würde sagen, "Augen zu und durch" - betrachte es als Lehrgeld, es hat bestimmt den Vorteil, dass du keinen potentiellen Ärger mit den Einstandswerten und der Verlustverrechnung hast. (Hoffentlich klappt das mit der Verlustverrechnung noch, nachdem du die Gewinne bei einer der größten Positionen Meta schon im letzten Jahr realisiert hast?)

 

Wenn du jetzt mit den Aktien zu einem Billigbroker wechselst, sehe ich eher das Risiko, dass du mit Aktien weitertradest, um die Verluste wieder reinzuholen.

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tomkyle

Alles klar, Augen zu und durch!

200€ sind 0,5 % vom gesamten Aktienkurswert (aktuell 38k).

Getradet habe ich noch nie wirklich, dieses Risiko besteht nicht. Höchstens, hoffnungsvoll darauf zu warten, dass Aktien dann doch irgendwann wieder ins Plus drehen... ;-) 

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Bast
vor 46 Minuten von tomkyle:

Alles klar, Augen zu und durch!

Na dann los! Aber vorher: Zielallokation festlegen. Sonst stehst Du in einiger Zeit wieder vor der Problematik.

Am 3.1.2026 um 23:05 von tomkyle:

Erlös aufs Tagesgeld oder auf die ETFs aufteilen? Gerade im Hinblick auf einen Hauskauf in den kommenden 2-5 Jahren wichtige Entscheidung.

 

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Theobuy
Am 4.1.2026 um 02:05 von tomkyle:

Die nächsten Schritte:

  • Einzelaktien verkaufen. Ich könnte beim aktuellen Kurswert ca. 200€ sparen, wenn ich von der ING zu Trade Republic wechselte.
  • Verkaufe ich sie schrittweise? Alle auf einmal? Aktuell habe ich 18 Einzelpositionen :help:
  • Erlös aufs Tagesgeld oder auf die ETFs aufteilen? Gerade im Hinblick auf einen Hauskauf in den kommenden 2-5 Jahren wichtige Entscheidung.

Grundsätzlich - Respekt für die Offenheit und nur Mut beim Aufräumen! Ich denke, die Prioritäten in der Familie sind richtig gesetzt und die Schlussfolgerung, dass für das Depot nicht ganz so viel Zeit übrig ist, wie gedacht und dass man daraus Schlüsse ziehen sollte, finde ich richtig. Man kann teilweise verkaufen und z. B. das Mindestkapital für die Immobilienanzahlung in Tagesgeld und/oder Geldmarktfonds packen. Weiteres könnte man in ETFs investieren und schauen, was sich ergibt. Das wäre natürlich ein höheres Risiko.

 

Da ihr bisher kein Haus besichtigt habt, wäre für mich einer der nächsten Schritte, hierüber nochmal genauer in der Familie nachzudenken und vielleicht auch zu prüfen, wie viel Haus ihr bräuchtet und euch leisten könnt/wollt. Etwas mehr Energie müsste man dort nämlich vermutlich reinstecken... Ein Haus in Schuss zu halten kostet nicht nur Geld, sondern vor allem auch Zeit.

 

Mit Disziplin beim Investieren könnte die Flexibilität, die man beim Mieten hat, durchaus ein Argument sein, so weiterzumachen. 

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tomkyle
· bearbeitet von tomkyle

Kleine Zwischenmeldung: Einzelaktien von 18 auf 9 Positionen halbiert und erste Immobilie angeschaut: super Lage, DHH mit 500 qm Grundstück, leider von 1929 und extrem viel Sanierungsbedarf. Finanziell stemmbar (620.000 Euro + ausgiebige Sanierungskosten), das Grundstück sind davon 420.000 Euro nach Bodenrichtwert), allerdings denke ich, dass wir es zeitlich schwer schaffen werden, die ganzen Umbaumaßnahmen zu begleiten, wenn beide nahezu Vollzeit arbeiten mit zwei kleinen Kindern und 45 min Fahrtzeit zum potenziellen Haus. Eigentlich müsste alles vom Dach bis zum Grund gemacht werden, das seh ich mit bloßem Auge; wir haben noch keinen Experten zu Rate gezogen. 

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LongtermInvestor
Am 3.1.2026 um 23:05 von tomkyle:

Was leite ich aus dieser Sammlung ab?

Seine Entscheidungen kritisch zu reflektieren kann nicht jeder und ist m.E. der erste Schritt zur Verbesserung künftiger Entscheidungen. Aus meiner Sicht bist Du vielen damit schon einen Schritt voraus, die entweder extreme Klumpenrisiken (Einzelaktienpositionen >10%) oder asymmetrische Wetten (Krypto mit nennenswerten Anteilen) "spielen".  Wie schwer es ist Aktien zu wählen, die überdurchschnittlich performen wird hier sehr deutlich: https://wpcarey.asu.edu/department-finance/faculty-research/do-stocks-outperform-treasury-bills

 

Am 21.12.2025 um 23:13 von tomkyle:

Dennoch plagt mich die Thematik rund um den Hauskauf und dann auch Standortveränderung stetig.

Lass Dich davon nicht plagen und unter Druck in einen Kauf drücken. Aus meiner Sicht ist es oft gut, nicht dass zu machen was die breite Masse verfolgt, dass gilt sowohl für Entscheidungen in der Berufswahl als auch für für andere Dinge wie Immobilien. Ich sehe immer mehr im Umfeld, dass große Immobilen eher hinderlich sind was Flexibilität anbelangt.

 

Letztlich ist es eine Konsumentscheidung und ab einer gewissen Portfoliogröße, deckst Du ganz entspannt Mietkosten in einem durchschnittlichen Jahr aus der Portfolioentwicklung ab und baust weiter Vermögen auf. Der psychologische Vorteil ist, man wohnt faktisch „umsonst“, behält aber die Freiheit, jederzeit den Standort zu wechseln.

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