ETF Sparplan - ACWI vs World + EM Imi (80 - 20)

Geschrieben

Hallo liebe Gemeinde,

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen: Nur eingelesen, keine aktiven Erfahrungen bisher

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben): iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH (800 €/Monat)

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage: so wenig wie möglich

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: keine Erfahrung. Lieber lange Anlagendauer und wenig Beschäftigung damit, sodass man nicht durchdreht.

 

Optionale Angaben: 1. 33 2. Ingenieur 3. Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft? NEIN

Über meine Fondsanlage 1. 800 - 1000 €/Monat 2. Hausbau (in ca. 8 - 10 Jahren) + Atersrücklage 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? SPARPLAN 4. Anlagekapital 800 - 1000€/Monat

 

nachdem ich die Hosen ja schon etwas runtergelassen habe (siehe oben) nun das Thema was mich momenan sehr beschäftigt. Ich habe mich doch ziemlich ausführlich eingelesen, unter anderem das Buch von Herrn Kommer und habe für mich festgelegt, dass ich 1 ETF-Sparplan im Horizont 800 - 1000 € pro Monat tätigen möchte. Erst einmal mit 800 € beginnen und 200 Euro auf ein Tagesgeld-Konto überweisen monatlich als risikofreie Anlage (ich steig bei dem Thema Staatsanleihen nicht so durch, würde außerdem gerne raschen Zugriff auf das Geld haben für Sonderfälle/Notfälle).

 

Ich habe mich nach über 2 Monaten fr den iShares Core MSCI World entschieden ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH und habe vor zwei Tagen den ersten Sparplan gestartet mit 800 € pro Monat bei 1,5 Ordergebühr bei der DKB. Ich wollte diesen eigentlich dann runterstufen auf 600 und 200 € auf den iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF ISIN IE00BKM4GZ66, WKN A111X9 als 2. Sparplan anlegen (bei der DKB muss man immer einen neuen Sparplan für jede neuen ETF machen).

 

Die offensichtlichen Kosten sind daher:

 

- World: Ordergebühr 1,50 € / 600 € = 0,25 % + 0,20 % (Kosten ETF)

- EM Imi: Ordergebühr 1,50 € / 200 € = 0,75 % + 0,25 % (Kosten ETF)

 

Mit dem World bin ich sehr zufrieden. Aber mit dem 1 % beim Imi nicht wirklich. Früher oder später werde ich mit steigendem Gehalt beide Sparpläne nach oben Schrauben und denke dass ich dann die 0,75  % Ordergebühr senken kann. Ich finde die Konditionen der DKB da dennoch besser mit dem Fixpreis von 1,50 €. Ich weiß bei der DIBA sind alle über 500 € kostenlos. Allerdings weiß man da auch nicht wie lange und bin sonst eigentlich auch sehr zufrieden bei der DKB.

 

Mich beschäftigt seit drei Tagen aber folgendes Thema: Warum nicht auf den

 

- SPDR MSCI ACWI UCITS ETF ISIN IE00B44Z5B48, WKN A1JJTC

Oder

- Vanguard FTSE All-World UCITS ETF ISIN IE00B3RBWM25, WKN A1JX52

 

die 800 € pro Monat setzen? Beim SPDR stört mich die "kleine" Fondsgröße und die höheren Kosten von 0,40 %. Beim Vanguard stört mich dass er ausschüttend ist. Ich würde gerne thesaurierend haben, da ich wie oben geschrieben mich sehr wenig damit beschäftigen möchte. Habe Angst dass ich in den Optimierungswahn verfalle und jedes Mal doch etwas neues und vermeintlich "besseres" entdecke. Bei der DKB gibt es meiner Meinung nach keine automatische Wiederanlage von ausschüttenden ETF's.

 

So wie ich das mit meinem Amateurwissen sehe, sind miene Vor- und Nachteile:

 

- EM liegen beim ACWI oder FTSE "lediglich" bei ca. 13 % momentan. Ich würde mit dem EM IMI auf 25 % gehen wollen.

- Ich kann mit 2 unterschiedlichen ETF-Sparplänen besser "reagieren". Sollte EM besser und stabiler werden kann ich umschlichten und ihn höher besparen (Beim ACWI und FTSE muss ich nehmen was kommt)

- Ich brauche beim FTSE und ACWI kein Rebalancing

- Ich habe lediglich einen Sparplan mit FTSE und ACWI was es einfacher, übersichtlicher macht

 

 

Das Problem ist auch, dass ich wie gesagt schon die erste Sparrate auf den World gezahlt habe. Müsste also wieder verkaufen.

 

Was würdet ihr mir in meiner Situation (bitte wirklich bezugnehmend auf meine Fakten und Ziele) raten, bzw. welche Aternativen gäbge es?

 

Momentan tendiere ich eher zu dem World und dem EM Imi als beide Sparer. Stoxx 600 hätte ich jetzt mal ausgeklammert da ich denke/dachte dass die Lösung schon sehr gut verteilt ist. Liege ich da richtig?

 

Freue mich auf euren Imput. Ich bin noch kurz dabei und leider bin ich auf den FTSE und ACWI erst bewusst gestoßen als ich den Sparplan schon festgelegt hatte.

 

Grüße

 

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Geschrieben

warum nicht den MSCI World einfach allein weiterlaufen lassen?  Soviel schenkt sich das   World vs. all-world  vs. ACWI  ja nicht. 

 

chart.jpg

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Danke für Deine Antwort und die Grafik. Meinst du ohne EM? Warum würdest Du auf EM verzichten wollen? Denke dass gerade China, Korea früher oder später interessant sein könnten. Siehst Du das anders?

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Geschrieben

vor 33 Minuten schrieb in10se:

EM Imi: Ordergebühr 1,50 € / 200 € = 0,75 % + 0,25 % (Kosten ETF)

Alternativ: Ausführung 1x pro Quartal mit 600 € -> 0,25% einmalige Kosten

 

Die Prozentwerte von Anschaffungskosten und lfd. Kosten einfach zu addieren, ergibt wenig Sinn (es sei denn, du planst eine Haltedauer von einem Jahr)

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Geschrieben · bearbeitet von OceanCloud

vor 2 Stunden schrieb vanity:

Alternativ: Ausführung 1x pro Quartal mit 600 € -> 0,25% einmalige Kosten

 

Die Prozentwerte von Anschaffungskosten und lfd. Kosten einfach zu addieren, ergibt wenig Sinn (es sei denn, du planst eine Haltedauer von einem Jahr)

oder Ausführung alle 2 Monate, das geht bei DKB auch, wenn @in10se einmal pro Quartal zu wenig ist

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Danke ihr beiden für die Tipps. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Denke alle 2 Monate wäre akzeptabel für mich.

 

Mich würde eure Meinung, oder auch die anderer Leser interessieren bzgl. Den Index. Ist es momentan eher ratsam lediglich den all world oder den ftse zu nehmen oder würdet ihr eher zu der splitting EM und world tendieren? Ich bin da noch unschlüssig.

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Geschrieben

vor 4 Stunden schrieb in10se:

Ich weiß bei der DIBA sind alle über 500 € kostenlos.

das hat sich in den 2 Monaten deines Studiums der Finanzwelt geändert. Diese Kaufmöglichkeit wurde zum Ende des Monats März ersatzlos gestrichen.

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Hallo,

vor 9 Stunden schrieb in10se:

Mich beschäftigt seit drei Tagen aber folgendes Thema: Warum nicht auf den

 

- SPDR MSCI ACWI UCITS ETF ISIN IE00B44Z5B48, WKN A1JJTC

Oder

- Vanguard FTSE All-World UCITS ETF ISIN IE00B3RBWM25, WKN A1JX52

 

die 800 € pro Monat setzen? Beim SPDR stört mich die "kleine" Fondsgröße und die höheren Kosten von 0,40 %. Beim Vanguard stört mich dass er ausschüttend ist. Ich würde gerne thesaurierend haben, da ich wie oben geschrieben mich sehr wenig damit beschäftigen möchte. Habe Angst dass ich in den Optimierungswahn verfalle und jedes Mal doch etwas neues und vermeintlich "besseres" entdecke. Bei der DKB gibt es meiner Meinung nach keine automatische Wiederanlage von ausschüttenden ETF's.

Sind beides gute Fonds, für die es jeweils Gründe gibt, sie zu besparen, oder das nicht zu tun, so wie du es oben ausführst.

Ich sehe das so wie @magicw: viel nimmt sich das im Endeffekt nicht; wenn sie dir also beide nicht gefallen wie du ausgeführt hast, dann bleibt doch bei deiner 'Erstwahl'.

 

vor 10 Stunden schrieb in10se:

Das Problem ist auch, dass ich wie gesagt schon die erste Sparrate auf den World gezahlt habe. Müsste also wieder verkaufen.

Warum musst du den denn wieder verkaufen? Kannst du, wenn du dich dafür entscheidest, nicht weiter zu bespannen, den Sparplan nicht einfach beenden?

 

vor 10 Stunden schrieb in10se:

Ich habe mich nach über 2 Monaten fr den iShares Core MSCI World entschieden ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH und habe vor zwei Tagen den ersten Sparplan gestartet mit 800 € pro Monat bei 1,5 Ordergebühr bei der DKB. Ich wollte diesen eigentlich dann runterstufen auf 600 und 200 € auf den iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF ISIN IE00BKM4GZ66, WKN A111X9 als 2. Sparplan anlegen (bei der DKB muss man immer einen neuen Sparplan für jede neuen ETF machen).

 

So wie ich das mit meinem Amateurwissen sehe, sind miene Vor- und Nachteile:

- EM liegen beim ACWI oder FTSE "lediglich" bei ca. 13 % momentan. Ich würde mit dem EM IMI auf 25 % gehen wollen.

- Ich kann mit 2 unterschiedlichen ETF-Sparplänen besser "reagieren". Sollte EM besser und stabiler werden kann ich umschlichten und ihn höher besparen (Beim ACWI und FTSE muss ich nehmen was kommt)

- Ich brauche beim FTSE und ACWI kein Rebalancing

- Ich habe lediglich einen Sparplan mit FTSE und ACWI was es einfacher, übersichtlicher macht

 

Momentan tendiere ich eher zu dem World und dem EM Imi als beide Sparer. Stoxx 600 hätte ich jetzt mal ausgeklammert da ich denke/dachte dass die Lösung schon sehr gut verteilt ist. Liege ich da richtig?

Was (mehr oder weniger EM) besser laufen wird, wird dir niemand mit Sicherheit sagen können.

Womit du dich wohler fühlst auch nicht; da darfst du dich für das eine oder andere entscheiden, wenn du die entsprechenden (Kauf-)kosten durchgerechnet hast.

 

Von der Performance und Zusammensetzung des Gesamtportfolios macht den größeren Unterschied meiner Meinung nach die Antwort auf die Frage, ob von den 1.000 Euro 200 in RK1 fließen sollen oder mehr (Stichwort: Asset Allokation). Gerade in Anbetracht des Wunschs nach einem Haus in 8 oder zehn Jahren scheint es mir wert zu sein, hier vielleicht noch einen Gedanken drauf zu verwenden.

 

Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter...

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Geschrieben

Danke @Eisbaer78 isbaer78

 

Für deine ausführliche Antwort. Ich könnte mir auch vorstellen 400 ei einzuzahlen auf RK1, allerdings wäre ich dann schon bei einer 60/40 Verteilung. Ich habe mal gelesen Risikobereitschaft sollte ca 100 - Lebensalter sein. Das wären bei mir ungefähr eine 70/30 Verteilung. Du meinst aber wegen dem höheren Eigenkapital Bedarf in 8 bis 10 Jahren sollte ich das evtl hochschrauben sodass ich die Sparpläne länger laufen lassen kann? Habe ich dich da richtig verstanden?

 

Schönen Gruß und würde mich über eine Erläuterung freuen.

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Hallo,

 

Ein Gedanke noch zum Immobilienerwerb in den nächsten Jahren:

Ich halte es für ziemlich wahrscheinlich, dass wir in dem von dir genannten Zeitraum die Aktienkurse auch mal nach unten gehen sehen; daher ist die Frage nach deiner Wunsch-Aufteilung in RK1 und RK3 sicher nicht unwichtig.

 

Ich glaube dieser Faden könnte dir helfen, dich weiter in das Thema (Asset Allocation) einzuarbeiten:

Als Ergänzung zur Fondsaufteilung (damit du dich mit 'deiner' Aufteilung wohl fühlen kannst vielleicht noch dieser hier:

 

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Geschrieben

Danke @Eisbaer78

 das hat wirklich sehr geholfen. Gerade der 2. Thread. Ich denke jetzt habe ich mich festgelegt und bin zufrieden damit.

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Geschrieben

Am 6.4.2018 um 12:03 schrieb in10se:

Hallo liebe Gemeinde,

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen: Nur eingelesen, keine aktiven Erfahrungen bisher

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben): iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH (800 €/Monat)

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage: so wenig wie möglich

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: keine Erfahrung. Lieber lange Anlagendauer und wenig Beschäftigung damit, sodass man nicht durchdreht.

 

Optionale Angaben: 1. 33 2. Ingenieur 3. Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft? NEIN

Über meine Fondsanlage 1. 800 - 1000 €/Monat 2. Hausbau (in ca. 8 - 10 Jahren) + Atersrücklage 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? SPARPLAN 4. Anlagekapital 800 - 1000€/Monat

 

nachdem ich die Hosen ja schon etwas runtergelassen habe (siehe oben) nun das Thema was mich momenan sehr beschäftigt. Ich habe mich doch ziemlich ausführlich eingelesen, unter anderem das Buch von Herrn Kommer und habe für mich festgelegt, dass ich 1 ETF-Sparplan im Horizont 800 - 1000 € pro Monat tätigen möchte. Erst einmal mit 800 € beginnen und 200 Euro auf ein Tagesgeld-Konto überweisen monatlich als risikofreie Anlage (ich steig bei dem Thema Staatsanleihen nicht so durch, würde außerdem gerne raschen Zugriff auf das Geld haben für Sonderfälle/Notfälle).

 

Ich habe mich nach über 2 Monaten fr den iShares Core MSCI World entschieden ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH und habe vor zwei Tagen den ersten Sparplan gestartet mit 800 € pro Monat bei 1,5 Ordergebühr bei der DKB. Ich wollte diesen eigentlich dann runterstufen auf 600 und 200 € auf den iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF ISIN IE00BKM4GZ66, WKN A111X9 als 2. Sparplan anlegen (bei der DKB muss man immer einen neuen Sparplan für jede neuen ETF machen).

 

Die offensichtlichen Kosten sind daher:

 

- World: Ordergebühr 1,50 € / 600 € = 0,25 % + 0,20 % (Kosten ETF)

- EM Imi: Ordergebühr 1,50 € / 200 € = 0,75 % + 0,25 % (Kosten ETF)

 

Mit dem World bin ich sehr zufrieden. Aber mit dem 1 % beim Imi nicht wirklich. Früher oder später werde ich mit steigendem Gehalt beide Sparpläne nach oben Schrauben und denke dass ich dann die 0,75  % Ordergebühr senken kann. Ich finde die Konditionen der DKB da dennoch besser mit dem Fixpreis von 1,50 €. Ich weiß bei der DIBA sind alle über 500 € kostenlos. Allerdings weiß man da auch nicht wie lange und bin sonst eigentlich auch sehr zufrieden bei der DKB.

 

Mich beschäftigt seit drei Tagen aber folgendes Thema: Warum nicht auf den

 

- SPDR MSCI ACWI UCITS ETF ISIN IE00B44Z5B48, WKN A1JJTC

Oder

- Vanguard FTSE All-World UCITS ETF ISIN IE00B3RBWM25, WKN A1JX52

 

die 800 € pro Monat setzen? Beim SPDR stört mich die "kleine" Fondsgröße und die höheren Kosten von 0,40 %. Beim Vanguard stört mich dass er ausschüttend ist. Ich würde gerne thesaurierend haben, da ich wie oben geschrieben mich sehr wenig damit beschäftigen möchte. Habe Angst dass ich in den Optimierungswahn verfalle und jedes Mal doch etwas neues und vermeintlich "besseres" entdecke. Bei der DKB gibt es meiner Meinung nach keine automatische Wiederanlage von ausschüttenden ETF's.

 

So wie ich das mit meinem Amateurwissen sehe, sind miene Vor- und Nachteile:

 

- EM liegen beim ACWI oder FTSE "lediglich" bei ca. 13 % momentan. Ich würde mit dem EM IMI auf 25 % gehen wollen.

- Ich kann mit 2 unterschiedlichen ETF-Sparplänen besser "reagieren". Sollte EM besser und stabiler werden kann ich umschlichten und ihn höher besparen (Beim ACWI und FTSE muss ich nehmen was kommt)

- Ich brauche beim FTSE und ACWI kein Rebalancing

- Ich habe lediglich einen Sparplan mit FTSE und ACWI was es einfacher, übersichtlicher macht

 

 

Das Problem ist auch, dass ich wie gesagt schon die erste Sparrate auf den World gezahlt habe. Müsste also wieder verkaufen.

 

Was würdet ihr mir in meiner Situation (bitte wirklich bezugnehmend auf meine Fakten und Ziele) raten, bzw. welche Aternativen gäbge es?

 

Momentan tendiere ich eher zu dem World und dem EM Imi als beide Sparer. Stoxx 600 hätte ich jetzt mal ausgeklammert da ich denke/dachte dass die Lösung schon sehr gut verteilt ist. Liege ich da richtig?

 

Freue mich auf euren Imput. Ich bin noch kurz dabei und leider bin ich auf den FTSE und ACWI erst bewusst gestoßen als ich den Sparplan schon festgelegt hatte.

 

Grüße

 

Wenn dich die Börse gar nicht interessiert dann bist du mit einem Vanguard FTSE All world sehr gut aufgehoben....also nur ein ETF, der quasi den ganzen Aktienmarkt abdeckt

der SPDR MSCI AWCI hat weniger aktien im portfolio als der Vanguard FTSE ALL WORLD;

die jeweiligen Indizes sind aber fast gleich was die Aktienanzahl betrifft; wie gesagt aber reell hat der SPDR MSCI AWCi weniger als die Hälfte als der Vanguard FTSE All World

der Broker DKB mit einer Sparrate von 1,5 Euro erscheint mir sehr cheap; lass dich nicht zu sehr von den Aktionsrabatten ablenken wie z.B. kostenlose Sparrate für 2 jahre für einen bestimmten ETF oder ähnliches, weil irgendwie müssen die Broker von irgendwas leben also holen sie sich das Geld über andere Wege vom Kunden....und sei es durch falsche Abrechnungen von Dividenden siehe Shell Thread hier im Forum oder Verspätungen beim Auszahlen der Ausschüttungen.....

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von in10se

Danke @MannohneGeld

 

Das war ein sehr hilfreicher Beitrag. Ich muss erst mal Erfahrung sammeln wie leidensfähig ich bin. Interessieren tut mich die Börse schon sehr. Ist halt noch sehr ungewohnte terrain und man will nichts falsch machen. Man legt sich ja immerhin einen sehr langen Zeitraum fest.

 

Momentan haben mich andere Beiträge dahin gebracht dass ich anfange mit

 

50%

iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH

 

30%

iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF ISIN IE00BKM4GZ66, WKN A111X9

 

20%

iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) ISIN DE0002635307, WKN 263530

 

Mit 800 Euro pro Monat. Wobei ich aber das Intervall auf zwei Monate reduziere sodass ich bei den geringeren Raten die order Gebühren halbiere.

 

Ist es ein Risiko dass ale etf bei iShares sind?

 

Ich habe die TD gecheckt und sie sind eigentlich immer in den  vorteilhaften TD  dabei. Die Dreiteilung hat mir der empfohlene Beitrag über die allocation gebracht. Hinzu eben die risikofreien 200 Euro pro Monat auf Tagesgeld Konto.

 

Jetzt ist die Frage ob ich den world mit dem vanguard ftse tauschen soll. Sollte ich die Lust auf die Börse verlieren, oder da nicht so leidensfähig sein, könnte ich dann einfach auf den umschichten und diesen zu hundert Prozent besparen. Sollte ich dabei bleiben, das Interesse nicht verlieren und vor allem did nerven nicht verlieren so könnte ich diese drei mit 55 Prozent ftse, 25 EM und 20 stoxx beibehalten. Leider ist der vanguard aber ausschüttend.

 

Oder soll ich beim World bleiben (der ja einen sehr guten Ruf hat) und kann später beim worst case Szenario alles verkaufen und den ftse investieren? Da kenne ich mich nicht so aus. Dürfte halt den Zinseszins Effekt bzgl Steuern negativ beeinflussen.

 

Aber viel nimmt sich der ftse und der World nicht von der Entwicklung....

EDIT: laut justetf sah es beim ftse im. Letzten Jahr schon deutlich besser aus. Rendite 0,78 % iShares World, 1,62 % ftse

 

 

Bin da hin und hergerissen

 

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Geschrieben

19 minutes ago, in10se said:

Jetzt ist die Frage ob ich den world mit dem vanguard ftse tauschen soll. Sollte ich die Lust auf die Börse verlieren, oder da nicht so leidensfähig sein, könnte ich dann einfach auf den umschichten und diesen zu hundert Prozent besparen. Sollte ich dabei bleiben, das Interesse nicht verlieren und vor allem did nerven nicht verlieren so könnte ich diese drei mit 55 Prozent ftse, 25 EM und 20 stoxx beibehalten.

Eigentlich kannst du auch die drei ETFs weiterbesparen, wenn du die "Lust auf die Börse" verloren hast. Außer beim jährlichen Rebalancing, muss man ja nicht ins Depot schauen und dank Dauerauftrag und Sparplan hat man nichts weiter zu tun - viel "Lust" erfordert das nicht.

20 minutes ago, in10se said:

Oder soll ich beim World bleiben (der ja einen sehr guten Ruf hat) und kann später beim worst case Szenario alles verkaufen und den ftse investieren? Da kenne ich mich nicht so aus. Dürfte halt den Zinseszins Effekt bzgl Steuern negativ beeinflussen.

 

Aber viel nimmt sich der ftse und der World nicht von der Entwicklung....

EDIT: laut justetf sah es beim ftse im. Letzten Jahr schon deutlich besser aus. Rendite 0,78 % iShares World, 1,62 % ftse

Auf lange Sicht, dürfte sich das nicht viel tun bzw. weiß keiner vorher, ob die 3er-Variante oder der FTSE All-World besser abschneidet. Wenn du den Zinseszins-Effekt optimieren möchtest, könnte die 1er-Variante hilfreich sein, um trotz aller Unsicherheiten stets die Kosten niedrig zu halten.

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Geschrieben

Danke @anba

 

Das hat geholfen.

 

Ich glaube ich habe mich nur etwas falsch ausgedrückt. Ich meinte den ftse anstatt dem world in der Dreiervariante. Also ich bleibe bei den drei, würde aber den ftse mit dem World tauschen. Dafür den Anteil von 50 Prozent auf den world auf 55 Prozent beim ftse erhöhen.

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Geschrieben

vor 28 Minuten schrieb in10se:

Sollte ich dabei bleiben, das Interesse nicht verlieren und vor allem did nerven nicht verlieren so könnte ich diese drei mit 55 Prozent ftse, 25 EM und 20 stoxx beibehalten. Leider ist der vanguard aber ausschüttend.

Wenn du eher "zittrig" bist, würde ich die 1-Index-Lösung (FTSE) empfehlen; sonst hast du vielleicht beim Rebalancing Probleme, z.B. den EM nachzukaufen, wenn der überdurchschnittlich viel verloren hat.

 

Zitat

Aber viel nimmt sich der ftse und der World nicht von der Entwicklung....

EDIT: laut justetf sah es beim ftse im. Letzten Jahr schon deutlich besser aus. Rendite 0,78 % iShares World, 1,62 % ftse

Das liegt wohl u.a. daran, dass der FTSE 10% Emerging Markets enthält, die im letzten Jahr sehr gut gelaufen sind.

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Geschrieben

Wie @magicw schrieb, dürfte das nahezu egal bzw. die bessere Entscheidung nicht prognostizierbar sein. :) Insofern: Mach, was dir am besten gefällt und verwende dann die Zeit lieber dafür, regelmäßig Strom-, Gas-, Handyverträge usw. zu checken, um lieber 20 Euro mehr im Monat sparen zu können. Das dürfte auf lange Sicht mehr zum Ergebnis beitragen als (unter Kosten!) zwischen FTSE All World, MSCI ACWI oder MSCI World hin und her zu wechseln.;) 

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Geschrieben

Gerade eben schrieb anba:

Wie @magicw schrieb, dürfte das nahezu egal bzw. die bessere Entscheidung nicht prognostizierbar sein. :) Insofern: Mach, was dir am besten gefällt und verwende dann die Zeit lieber dafür, regelmäßig Strom-, Gas-, Handyverträge usw. zu checken, um lieber 20 Euro mehr im Monat sparen zu können. Das dürfte auf lange Sicht mehr zum Ergebnis beitragen als (unter Kosten!) zwischen FTSE All World, MSCI ACWI oder MSCI World hin und her zu wechseln.;) 

Genau das. Außerdem würde ich mir viel eher über die 80% Aktienquote bei einem geplanten Hausbau in 8-10 Jahren Gedanken machen als über die Verteilung der 80% auf defakto gleichwertige Produkte. Eigenmittel wirst Du mit 200 Euro Taggeld keine nennenswerten (max 24k) in 10 Jahren aufbauen.

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Geschrieben · bearbeitet von in10se

Danke für die Hilfestellungen. Dann werde ich mal in mich gehen.

 

Die 200 Euro sind das was monatlich fix weggeht. Ich habe schon Eigenkapital von 15k. Hinzu kommen jährliche Bonuszahlungen die meist ca. 5000 Euro betragen (Ergebisbeteiligung am Unternehmen). Diese schwanken von Jahr zu Jahr aber bewegen sich im Schnitt bei 3k bis 6k. Hinzu wird auf das Tages Geld alles eingezahlt was übrig bleibt im Monat.

 

Also kann man sagen dass minimum 500 Euro (200 € monatlich + worst case Bonus Zahlung von 3600 fürs Jahr) monatlich auf das Tagesgeld gehen (nicht eingerechnet Sonderraten wenn was übrig bleibt im Monat), maximal ca. 700 Euro (best case von 6k Bonuszahlung). Aber eben nicht als fixe Rate sonder manches als jährliche Einmalzahlung. Daher habe ich das oben auch nicht aufgeführt.

 

Hört sich das besser an bzgl meinen Zielen?

 

Ich wollte das aber nicht in mein Portfolio. Mit einrechnen da es variable Einzahlungen sind die schwanken. Vom Portfolio her mit den fixen Raten bin ich bei einer 80/20 Verteilung was der Regel von 100 - Jahre (33) sehr nahekommt.

 

Tatsächlich werde ich aber wohl eher zwischen 60/40 oder sogar 50/50 schwanken bis zum Hausbau

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Geschrieben

vor einer Stunde schrieb in10se:

Danke @MannohneGeld

 

Das war ein sehr hilfreicher Beitrag. Ich muss erst mal Erfahrung sammeln wie leidensfähig ich bin. Interessieren tut mich die Börse schon sehr. Ist halt noch sehr ungewohnte terrain und man will nichts falsch machen. Man legt sich ja immerhin einen sehr langen Zeitraum fest.

 

Momentan haben mich andere Beiträge dahin gebracht dass ich anfange mit

 

50%

iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH

 

30%

iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF ISIN IE00BKM4GZ66, WKN A111X9

 

20%

iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) ISIN DE0002635307, WKN 263530

 

Mit 800 Euro pro Monat. Wobei ich aber das Intervall auf zwei Monate reduziere sodass ich bei den geringeren Raten die order Gebühren halbiere.

 

Ist es ein Risiko dass ale etf bei iShares sind?

 

Ich habe die TD gecheckt und sie sind eigentlich immer in den  vorteilhaften TD  dabei. Die Dreiteilung hat mir der empfohlene Beitrag über die allocation gebracht. Hinzu eben die risikofreien 200 Euro pro Monat auf Tagesgeld Konto.

 

Jetzt ist die Frage ob ich den world mit dem vanguard ftse tauschen soll. Sollte ich die Lust auf die Börse verlieren, oder da nicht so leidensfähig sein, könnte ich dann einfach auf den umschichten und diesen zu hundert Prozent besparen. Sollte ich dabei bleiben, das Interesse nicht verlieren und vor allem did nerven nicht verlieren so könnte ich diese drei mit 55 Prozent ftse, 25 EM und 20 stoxx beibehalten. Leider ist der vanguard aber ausschüttend.

 

Oder soll ich beim World bleiben (der ja einen sehr guten Ruf hat) und kann später beim worst case Szenario alles verkaufen und den ftse investieren? Da kenne ich mich nicht so aus. Dürfte halt den Zinseszins Effekt bzgl Steuern negativ beeinflussen.

 

Aber viel nimmt sich der ftse und der World nicht von der Entwicklung....

EDIT: laut justetf sah es beim ftse im. Letzten Jahr schon deutlich besser aus. Rendite 0,78 % iShares World, 1,62 % ftse

 

 

Bin da hin und hergerissen

 

 

Bedenke, es kommen ständig neue Finanzprodukte auf den Finanzmarkt, wenn du ständig umschichtest ohne nennenswerte Gründe; wird es schwer erfolgreich an der Börse zu sein

ishares ETFs sind vom größen Vermögensverwalter der Welt, namens BlackRock

BlackRock hat übrigens auch eigene Aktien emitiert; müsste demnach auch eine Art Aktiengesellschaft sein; wie man das zu bewerten hat muss man selbst entscheiden

Vanguard ist der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt jedoch keine AG, sondern eher sowas wie eine Genossenschaft, deren Eigentümer die Anleger selbst sind, d.h. die haben keinen Druck wie BlackRock was ggf. die Aktionäre betrifft

Vanguard ist tendenziell günstiger als BlackRock, jedoch hat BlackRock minimal größeren EInfluss als Vanguard

Wenn du dir mal bei Einzelaktien die Aktionärsstrukturen anguckst, wirst du fast immer BlackRock und Vanguard unter den topten Anteilseignern finden

Was deine ETF-Auswahl betrifft, musst du für dich entscheiden, aber ich würde nicht ständig hin und her umschichten

Ich persönlich würde Vanguard bevorzugen

Lies am besten regelmäßig hier im Forum und du wirst immer schlauer werden was Börse angeht und überstürzte nichts :D:D

Und nein es ist kein Risiko, wenn alle ETFs vom selben Anbieter sind, vorallem dann nicht wenn diese von iShares sind

 

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vor 9 Stunden schrieb in10se:

Hört sich das besser an bzgl meinen Zielen?

 

.... Vom Portfolio her mit den fixen Raten bin ich bei einer 80/20 Verteilung was der Regel von 100 - Jahre (33) sehr nahekommt.

 

Tatsächlich werde ich aber wohl eher zwischen 60/40 oder sogar 50/50 schwanken bis zum Hausbau

Hallo 10se:,

 

es ist ausgesprochen schwierig, Dir auf diese Frage einen Rat zu geben. Dabei ist die Frage, wie Du Deine Ersparnisse zwischen RK1 (Tages- und Festgeld) und RK3 (ETFs auf Aktien) verteilst, die eigentlich entscheidende Frage. Viel wichtiger als die Frage, welche ETFs Du schließlich für die Umsetzung auswählst. Aber gerade diese Frage mußt Du eigenverantwortlich beantworten.

Von mir nur ein paar Gedanken dazu:

Im Grundsatz bin ich der Meinung, daß die meisten Deutschen einen viel zu geringen Anteil ihres Vermögens in den Aktienmarkt (inkl. Fonds und ETFs) investiert haben. Ich selbst bin weit älter als Du und habe (wenn ich das selbst bewohnte Haus nicht mitrechne) 90 % meines Vermögens in den Aktienmarkt gesteckt. Ich halte von so Regeln "100 - Alter" gar nichts, weil sie die persönliche Situation nicht berücksichtigen, bzw. auf das Lebensalter reduzieren.

Meines Erachtens gibt es zwei hauptsächliche Gründe, um den Aktienanteil signifikant (unter die vollständige Investition in den besser rentierlichen Aktienmarkt) zu senken.

Einerseits die Psychologie. Man muß starke Nerven haben, wenn man zu 100 Prozent in den Aktienmarkt investiert ist und die Kurse rauschen in den Keller. Wenn jemand so wie Du das noch nicht am eigenen Depotauszug erlebt hat, dann sollte man zunächst mit einem niedrigeren Aktienanteil beginnen, um den Stress zu verringern; wenn nicht das gesamte Vermögen um den Prozentsatz des Crashs sinkt, sondern vielleicht nur die Hälfte der eigenen Geldanlage, dann mag das leichter zu ertragen sein. Und nichts ist so schädlich, als im Crash die Nerven zu verlieren. Mit einem Anteil 50/50 magst Du diese Überlegung vielleicht angemessen berücksichtigt haben. Vielleicht, denn ich kenne Deine Nervenstärke nicht! (Du vielleicht auch noch nicht?)

Der zweite Grund ist der vorhersehbare oder erwartbare Liquiditätsbedarf. Nehmen wir mal an, jemand stellt sich vor, vielleicht in zwei oder drei Jahren ein Haus zu bauen oder zu kaufen. Dann würde ich raten, die Aktienquote radikal herunterzufahren. Du aber schreibst, daß Du vielleicht in acht oder zehn Jahren ein Haus möchtest.

Da ist noch lange hin. Der Aufbau von Eigenkapital geht schneller voran, wenn man sein Geld rentierlich angelegt hat. Für den Immobilienerwerb benötigt man aber Eigenkapital. Und über acht bis zehn Jahre können sich auch die eigenen Vorstellungen erheblich ändern. Und acht bis zehn Jahre sind ein Zeitraum, in dem häufig ein ganzer Börsenzyklus durchläuft. Und bei der vagen Angabe "acht bis zehn Jahre" vermute ich, daß es eventuell auch noch zwölf werden könnten? Ich persönlich denke, daß man dann jetzt im Moment noch eine tatsächliche Aktienquote von 60 oder 50 Prozent vertreten kann. Wenn die Kurse in absehbarer Zeit in den Keller gehen: Fein, dann kannst Du billig zukaufen und dann in der zu erwartenden Börsenerholung vermutlich gute Gewinne machen, die Deine Chancen auf den Hauskauf erheblich verbessern. Wenn ich sonst dafür plädiere, ETF-Fonds zu kaufen und einfach liegen zu lassen, so passt das hier aber nicht. Sollten die Börsen in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht wie von vielen vorhergesehen abstürzen, sondern weiter steigen (gut möglich), dann näherst Du Dich immer weiter dem zukünftigen Liquiditätsbedarf an - und daher wäre es dann ratsam, die Quote mit der Annäherung an den Hausbau/-kauf herunter zu fahren. Das könnte wiederum bei steigenden Kursen psychologisch schwer fallen (man will dann ja gerne die letzten Prozentpunkte auch noch mitnehmen). Dennoch wäre es anzuraten!

In Deinem Fall würde ich Dir also nicht zu einer festen Quote des Aktienanteils raten, sondern dazu, jetzt nochmal mutig heranzugehen, in den nächsten Jahren noch mal etwas in den Aktienanteil zu investieren - vielleicht sogar in der Hoffnung auf einen Crash in diesem Sommer - dann aber die Quote zurückzufahren, wenn die Aktienkurse weiter steigen sollten, die Aktienquote aber noch hoch zu halten, wenn die Kurse in absehbarer Zeit fallen sollten. Und den Termin des Hauskaufs/-baus kannst Du dann evtl. etwas variabel davon abhängig machen, wann Du angemessenes Eigenkapital zusammen hast?

 

Meine Ausführungen werden manchem verrückt erscheinen. Ich denke aber, daß Du meinen Gedankengang mal durchdenken solltest. 

Und wenn Du ihn für wirr hältst, dann noch ein weiteres mal lesen und durchdenken.

 

- Und dann mußt Du aus Deinen eigenen Überlegungen heraus Deinen Aktienanteil festlegen.

Wie stark sind Deine Nerven?

Wie fest steht der Hausbauplan? Wie viel Flexibilität gibt es da noch?

 

It's your baby!

 

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Am 8.4.2018 um 21:17 schrieb Nachdenklich:

Ich persönlich denke, daß man dann jetzt im Moment noch eine tatsächliche Aktienquote von 60 oder 50 Prozent vertreten kann. Wenn die Kurse in absehbarer Zeit in den Keller gehen: Fein, dann kannst Du billig zukaufen und dann in der zu erwartenden Börsenerholung vermutlich gute Gewinne machen, die Deine Chancen auf den Hauskauf erheblich verbessern.

Geht es dir dabei darum eine Barreserve zu haben, wenn es zu einer Kurskorrektur kommt?

 

@in10se Wofür hast du dich entschieden?

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Geschrieben

vor 33 Minuten schrieb Sloth:

Geht es dir dabei darum eine Barreserve zu haben, wenn es zu einer Kurskorrektur kommt?

Das ist ein Gesichtspunkt. Aber eben nur einer (und was wir gerade an den Börsen erlebt haben ist nicht die Kurskorrektur, die mich dazu bringen würde, die Barreserve nun auch zu investieren).

 

Dazu kommt diese Aussage des TO:

 

Am 8.4.2018 um 10:43 schrieb in10se:

Ich muss erst mal Erfahrung sammeln wie leidensfähig ich bin.

und seine eigene Einschätzung:

Am 8.4.2018 um 11:33 schrieb in10se:

Tatsächlich werde ich aber wohl eher zwischen 60/40 oder sogar 50/50 schwanken bis zum Hausbau

 

Dazu kommt, daß ich mich mit meinem Beitrag von der Meinung der Forenteilnehmer distanzieren wollte, daß man sich bei der Absicht eine Immobilie zu erwerben, nicht am Aktienmarkt engagieren sollte.

 

@Sloth

Eigentlich habe ich doch im Beitrag hergeleitet, welche Gedanken mich zu meiner Einschätzung geführt haben. Ich weiß nicht, wie ich das noch ergänzen kann.

Am 8.4.2018 um 21:17 schrieb Nachdenklich:

Man muß starke Nerven haben, wenn man zu 100 Prozent in den Aktienmarkt investiert ist und die Kurse rauschen in den Keller. Wenn jemand so wie Du das noch nicht am eigenen Depotauszug erlebt hat, dann sollte man zunächst mit einem niedrigeren Aktienanteil beginnen, um den Stress zu verringern; wenn nicht das gesamte Vermögen um den Prozentsatz des Crashs sinkt, sondern vielleicht nur die Hälfte der eigenen Geldanlage, dann mag das leichter zu ertragen sein. Und nichts ist so schädlich, als im Crash die Nerven zu verlieren. Mit einem Anteil 50/50 magst Du diese Überlegung vielleicht angemessen berücksichtigt haben.

 

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@Nachdenklich

Was ich bei deinem Beitrag spannend fand war die Aussage, dass du mit ca. 90% investiert bist, aber derzeit nur 50-60% investieren würdest oder war letzteres als Empfehlung für Eigenheimaspiranten gedacht?

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Gerade eben schrieb Sloth:

dass du mit ca. 90% investiert bist, aber derzeit nur 50-60% investieren würdest

 

Das ist ein Mißverständnis!

 

Der TO hat signalisiert, daß er sich noch unsicher fühlt. Das ist ein Grund, sich nicht mit zu hoher Aktienquote in den Markt zu begeben, vor allem, wenn man im Hinterkopf hat, daß man das Geld ja für den Kauf/Bau einer Immobilie braucht. Ich sah einfach die Gefahr, daß der TO bei einem Kursrückgang seine Chance auf den Erwerb eines Hauses davon schwimmen sieht und dann im völlig falschen Moment verkauft. Wer dann noch Barreserven hat, der kann auch dem anderen Gedanken folgen, daß der Kursrückgang auch eine Chance ist, nun billiger einzukaufen. Das mag helfen, dem Verkaufsdrang zu widerstehen.

 

Ich würde für mich selber derzeit auch keine signifikante Barreserve zurückhalten.  

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