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reko

Akkus, Brennstoffzellen und Redox Flow Zellen - elektrochemische Energiespeicher

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reko
Posted · Edited by reko
vor 12 Minuten von fancY:

Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Du vergleichst eine offshore Pipeline mit einer onshore Stromleitung. Die 480 Kilometer lange EUGAL- Pipeline soll 3 Mrd. € kosten => 6,25 Mio €/km.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1097696.bau-der-gasleitung-eugal-beginnt.html

 

Auch ist Gas kein Strom. Beim “verstromen“ darf mit einem Wirkungsgrad von 30-40% gerechnet werden, was die Kapazität der Pipline relativiert.

 

Das ist ein anderes Thema. Eine Pipline kann nur nach Power-To-Gas Strom speichern.

 

mehr als 10 Prozent des in die Pipeline eingespeisten Gases für den Betrieb der Pipeline aufgewendet“ steht in der Quelle.

 

Aber eine Vollkostenabschätzung ist das alles nicht. Wartungskosten fehlen z.B.

 

In der Alternative habe ich Offshore mit Offshore verglichen. Lt. Diagramm ist eine Offshore Pipeline teuerer als eine Onshore Pipeline.

Die Gastransportkosten dort sind Marktpreise, es ist sogar der Gewinn der Pipelinebetreiber dabei. Das Äquivalent siehst du auf deiner Stromrechnung.

Wir brauchen uns nicht um einige Prozent streiten bei weit über einer Großenordnung Unterschied. Du könntes ja einen vollständigen alternativen Vergleich bringen.

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fancY
Posted
vor 10 Minuten von reko:

In der Alternative habe ich Offshore mit Offshore verglichen.

Nein hast du nicht, oder wir reden aneinander vorbei. Du schreibst von Erdleitung 4 Mio €/km. Wenn ich deine Quelle richtig interpretiert habe dann kostet das NorNed submarine HVDC cable 0,9 Mio €/km.

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reko
Posted · Edited by reko
vor 30 Minuten von fancY:

Nein hast du nicht, oder wir reden aneinander vorbei. Du schreibst von Erdleitung 4 Mio €/km. Wenn ich deine Quelle richtig interpretiert habe dann kostet das NorNed submarine HVDC cable 0,9 Mio €/km.

Die Abschätzung für Kalkulationen stammt aus offiziellen deutschen Quellen (mit Erdleitung ist onshore gemeint, was  eher billiger sein sollte). Reale Projekte insbesondere in anderen Ländern, können davon abweichen. Eine Trasse durch dichte Besiedelung kann sehr teuer werden.

NorNed müßte man auch Inflationsbereinigen und es sind reine Kabelkosten ohne Umrichter und ohne Nebenkosten. Das hängt auch von der Rechnungslegung, den Schnittstellen und den Verträgen ab. Bei Nordstream habe ich Gesamtkosten genannt - vermutlich aus den Geschäftsberichten der beteiligten deutschen Firmen.

 

Nochmal, es geht bei solchen Vergleichen um die Größenordnung

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fancY
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vor 27 Minuten von reko:

Nochmal, es geht bei solchen Vergleichen um die Größenordnung

Ja, aber es sieht so aus als ob du für Strom die teuerste Variante wählst und für Gas die billigste.

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reko
Posted · Edited by reko
vor 6 Minuten von fancY:

Ja, aber es sieht so aus als ob du für Strom die teuerste Variante wählst und für Gas die billigste.

Ich kann hier keine X Projekte durchrechnen. Ich habe zufällig ausgewählt. Dass ich nicht die für Gas günstigste Version genommen habe sieht man auch an NorNed. Man kann die beiden Abschätzungen als Best- und Worstcase betrachten.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Anbei ein Branchenabriss der NZZ, der vielleicht nicht so viel neues enthält, aber für Neulinge einen guten ersten Überblick vermittelt. In dem Artikel werden auch einige börsennotierte Branchenvertreter genannt. U. a. Nel aus Norwegen, welches hier möglicherweise noch nicht aufgeführt wurde:

 

Zitat

Nel ASA ist ein norwegisches Unternehmen mit Sitz in Oslo.[2] Nel ist ein global operierendes Unternehmen, das Lösungen für die Herstellung, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien[3] liefert. Nel ist im OBX Index der Börse Oslo gelistet.[4] Größter Aktionär mit einem Anteil von 34,84 % ist Clearstream Banking S.A., ein Tochterunternehmen der Clearstream International S.A.[

Quelle: Wikipedia

 

Falls Nel doch schon erwähnt wurde, bitte ich um Entschuldigung und um Löschung des Beitrages. Leider funktioniert die Suchfunktion bei 3 Buchstaben nicht und im Eingangspost wurde die Aktie nicht genannt.

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Halicho
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Gasförmiger Wasserstoff hat eine dreifach geringere Energiedichte als Erdgas H. Damit Drittel sich die Kapazität einer Pipeline. Zudem ist es flüchtiger, was höhere Kosten mit sich bringt. 

 

Auf der Verbraucherseite sorgt die Flüchtigkeit und geringe Energiedichte im Gasförmiger Zustand für sehr teure, schwere und großvolumige Tanks. 

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reko
Posted · Edited by reko

@Halicho

das macht Strom aber noch lange nicht zum überlegenen Energieträger. Der Energieverlust beim Transport von Wasserstoff ist damit dann  ähnlich, die Infrastrukturkosten immer noch mehrfach günstiger als bei Strom. Ein vollständiger Ersatz unserer fossilen Energien durch Strom ist illusorisch.

Die vierfach höhere Diffusion und die geringere Dichte von Wasserstoff gegenüber Erdgas ist technisch kein Problem und hat sicherheitstechnische Vorteile.

Die Energiedichte von Wasserstoff ist volumetrisch geringer, gravimetrisch höher als bei Erdgas:

Wasserstoff:  3,00 kWh/Nm³,   33,33 kWh/kg

Erdgas:   8,8 – 10,4 kWh/Nm³,  10,6 – 3,1 kWh/kg

Rechnen sie mit Wasserstoff, Linde

 

In Hydrogen production by PEM water electrolysis – A review, Table 1 sind zahlreiche alternative erneuerbare Herstellungsverfahren für Wasserstoff aufgelistet. Man braucht dazu nicht zwingend Strom (die besten kommerziellen Solarzellen haben nur 20% Wirkungsgrad).

Genauso brauchen viele Anwendungen keinen Strom z.B. in der Chemie. Man kann mit Strom keine Felder düngen und keine Kunststoffe herstellen. Die Heizung kann mit Gas und Brennstoffzellen (Kraftwärmekopplung) sehr viel besser als nur mit Strom realisiert werden.

Wasserstoff ist vor allem kostengünstig speicherbar. Das ist für einen Teil unseres Energiebedarfs zwingend notwendig und mit Akkus im erforderlichen Umfang unmöglich.

Wasserstoff ist manchmal die hochwertigere Energieform. Der Exergieanteil ist fast 100%.

 

Bei meinen Traumenergieträgern (Methanol, Ammoniak) würde sich die Pipelinekapazität um Größenodnungen erhöhen. Letztlich werden wir mehrere Energieträger brauchen. Ausgangspunkt dieser Diskussion was, dass jetzt die regenerative Wasserstofferzeugung genauso wie die regenerative Stromerzeugung gefördert werden soll. Die Gleichbehandlung ist gerechtfertigt, auch wenn das Verfahren in beiden Fällen nicht optimal ist.

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reko
Posted · Edited by reko

Im chinesischen Staatsfernsehen CCTV, Video chinesisch mit engl. Untertiteln:

2020/02/13  New Opportunities for Methanol Vehicles through Methanol Fuel Cells as Battery EV Range Extenders

@2:10: " next year will see an industry scale of production .. Dongfeng, Enovate and King Long .. "

ebenfalls mit Methanol-Fahrzeugen beschäftigen sich Geely, Aiways

 

methanol.org/automotive-fuel

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reko
Posted · Edited by reko
vor 20 Stunden von fancY:

Nein hast du nicht, oder wir reden aneinander vorbei. Du schreibst von Erdleitung 4 Mio €/km. Wenn ich deine Quelle richtig interpretiert habe dann kostet das NorNed submarine HVDC cable 0,9 Mio €/km.

Wie NorNed nach Holland sind gerade 2 parallele Offshorestromleitungen von Norwegen nach Deutschland im Bau

NorGer: ca 600km, 1400MW, 1,4 Milliarden Euro (kann um ±30 % abweichen)

NordLink: 516 km Seekabel + 107km an Land, 1400MW, 1,5 bis 2 Milliarden Euro

 

Das sind jetzt schon 3 HGÜ Leitungen auf annähernd der gleichen Strecke. In einer 100% elektrischen Zukunft würden wir hunderte brauchen. Das Kabelgewirr im Meer wird dann bei Reparaturen zum Problem. Man kann Leitungen nicht mehr aufnehmen wenn andere Leitungen kreuzen, man kann schadhafte Leitungen dann nur liegen lassen und neue Leitungen bauen.

 

Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung Stand 2019

1024px-HVDC_Europe_svg.thumb.png.734dbb2089eb049ec3502b1f019e6874.png

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fancY
Posted · Edited by fancY
vor 8 Stunden von reko:

Das sind jetzt schon 3 HGÜ Leitungen auf annähernd der gleichen Strecke. In einer 100% elektrischen Zukunft würden wir hunderte brauchen. Das Kabelgewirr im Meer wird dann bei Reparaturen zum Problem.

Das glaubst du, es gibt dazu auch andere Abschätzungen. Was du z.B. nicht berücksichtigst, sind die Wirkungsgradverbesserungen beim Einsatz von Strom anstatt von Brennstoffen.

Beispiel Gebäudewärme: Gas Wirkungsgrad <= 100%, Wärmepumpen 300-450%

Beispiel KFZ: Benzin Verbrauchsbeispiel 70kWh/100km, BEV 20kWh/100km.

 

Hier eine Abschätzung zum Stromverbrauch:

“Bei gleichbleibenden Verhaltens- und Konsummustern steigt dadurch der Stromverbrauch von derzeit rund 600 TWh auf gut 1300 TWh an.“

Studie Sektor­kopplung durch die Energie­wende

 

Grob gesagt, ist bei einem 2,5fachen Stromverbrauch keine Verzehnfachung der Stromtrassen nötig. Der Vorteil von Photovoltaik und Windenergie ist auch, dass er in Deutschland einigermaßen dezentral verteilt hergestellt werden kann. Es sind also keine riesigen Pipelines aus dem Ausland nötig. Die neben anderen Nachteilen auch Abhängigkeit bedeuten.

 

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reko
Posted · Edited by reko
vor 7 Stunden von fancY:

Grob gesagt, ist bei einem 2,5fachen Stromverbrauch keine Verzehnfachung der Stromtrassen nötig. Der Vorteil von Photovoltaik und Windenergie ist auch, dass er in Deutschland einigermaßen dezentral verteilt hergestellt werden kann. Es sind also keine riesigen Pipelines aus dem Ausland nötig. Die neben anderen Nachteilen auch Abhängigkeit bedeuten.

Der deutsche Primärenergiebedarf betrug 2017: 13 594 PJ. Der Bruttostromverbrauch betrug 2017: 654 TWh = 2354 PJ. Nehme ich gleichbleibende Wirkungsgrade an, dann bräuchten wir die 5,88 fache Strommenge um alle anderen Energieträger zu ersetzen.  Ich glaube nicht, dass der Wirkungsgrad verdoppelt werden kann.

 

Mehr Kabeltrassen werden nicht nur durch mehr Stromverbrauch sondern auch durch längere Transportwege gebraucht. Früher wurde der Strom vom 100km entfernten fossilen Kraftwerk geliefert. Wir reden über Saharastrom. Selbst um norddeutschen Windstrom nach Süddeutschland zu bringen brauchen wir zusätzliche Kabeltrassen.

Der weltgrößte Windpark mit 8 GW Nennleistung in China oder der geplante Dogger Banks Windpark mit 9 GW kann kaum dezentral genannt werden.

Eine kleinteilige Wind- und Solarstrom-Erzeugung nützt nichts wenn die produzierte Strommenge regional sehr unterschiedlich ist weil z.B. Nordeutschland für Windräder besser geeignet ist und in Südeuropa nachts gerade Flaute herrscht..

 

Die schwankende erneuerbare Stromerzeugung erzwingt zukünftig einen sehr weiträumigen Stromaustausch und benötigt Speicher.

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Dandy
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Die Kapazitäten müssten nicht nur auf den Haupttrassen ausgebaut werden, sondern bis runter zu den letzten Umspannwerken und Verteilern. Das wollen Viele in ihrer naiven Betrachtung nicht wahrhaben. Die Investitionen in die Infrastruktur für einen solch massiven Ausbau des gesamten Stromnetzes wären gigantisch, ganz abgesehen von den Widerständen in der Bevölkerung, die schon jetzt bei jedem Strommast mit Aluhut vor Gericht ziehen. Das Speicherproblem wäre damit immer noch nicht gelöst (und bitte, man spare sich die "Lösung" Batterie in dem Zusammenhang).

 

Es braucht völlig neue Lösungen und wir brauchen definitiv Energiespeicher, ob nun Wasserstoff, Methanol oder andere Stoffe ist dabei eher sekundär, ebenso wie der Wirkungsgrad bei der Erzeugung.

 

Die Verluste, auch einer HGÜ Übertragung, über eine solch weite Strecke wie aus Nordafrika bis Mitteleuropa muss man auch berücksichtigen, was die Verluste bei der Erzeugung alternativer Energieträger wieder relativiert. Zudem wird man noch weitere regenerative Energiequellen in der Welt anzapfen müssen, nicht nur in Nordafrika. Dazu braucht man einen transportablen Energieträger und keine Stromleitungen. Ein bisschen Realismus in der Frage wäre schon angebracht, wenn es inzwischen sogar einige Politiker kapiert haben.

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fancY
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vor 10 Stunden von fancY:

Hier eine Abschätzung zum Stromverbrauch:

“Bei gleichbleibenden Verhaltens- und Konsummustern steigt dadurch der Stromverbrauch von derzeit rund 600 TWh auf gut 1300 TWh an.“

Studie Sektor­kopplung durch die Energie­wende

Habt ihr die Studie mal angeschaut? Auf eure Einwände wird in der Studie eingegangen.

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reko
Posted · Edited by reko
vor 3 Stunden von fancY:

Habt ihr die Studie mal angeschaut? Auf eure Einwände wird in der Studie eingegangen.

Die Studie sagt, dass die Klimaziele unrealistisch sind - sehe ich auch so.

Die Euphorie für Luftwärmepumpen kann ich nicht teilen. Die angenommene Leistungszahl ist zu hoch und erfordert Niedertemperaturheizkreisläufe und gravierende Gebäudesanierungen (gefordert werden 80% Einsparung). Z.Z. erhöhen Luftwärmepumpen wie Elektroautos den CO2 Ausstoß. Der Verzicht auf KraftWärmeKopplung wäre fatal.

 "Werden die Effizienzmaßnahmen nicht umgesetzt, steigt der Strombedarf auf bis zu 3000TWh an"

 

Auf Leitungs- und Speicherbedarf und Kosten wird nicht eingegangen. Es wird vorausgesetzt, dass ausreichend viel Leitungs- und Speicherkapazität geschaffen wird.

".. in darauf aufbauenden Untersuchungen weiterführende Aussagen zum nötigen Lei-tungsausbau und Speicherbedarf treffen. Dieser Schritt war jedoch nicht Gegenstand der Studie"

 

Gegenvorschlag: WIr verbieten alle fossilen Energieträger, reissen alle bestehenden Gebäude ab und genehmigen nur noch energieautarke Passivhäuser. Das ist genauso realistisch und noch effektiver.

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fancY
Posted
vor 3 Stunden von reko:

Die Studie sagt, dass die Klimaziele unrealistisch sind

"Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Ausbautempo erneuerbarer Energien um den Faktor vier bis fünf gesteigert werden."

Ambitioniert aber nicht unmöglich!

 

vor 3 Stunden von reko:

Gegenvorschlag: WIr verbieten alle fossilen Energieträger, reissen alle bestehenden Gebäude ab und genehmigen nur noch energieautarke Passivhäuser. Das ist genauso realistisch und noch effektiver.

Blödsinn, dass ist nicht nötig!

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reko
Posted · Edited by reko
vor 17 Stunden von reko:

Die Studie .. Es wird vorausgesetzt, dass ausreichend viel Leitungs- und Speicherkapazität geschaffen wird.

vor 14 Stunden von fancY:

Blödsinn, dass ist nicht nötig!

Wegen des saisonalen Gas/Heizungsbedarfs hat Deutschland 227,3 TWh Gasspeicher. Das entspricht 1/4 des jährlichen deutschen Gasverbrauchs.

eu-gasspeicherkapazitaeten-deutschland-vorne

"Die vorhandenen Speicherkapazitäten für Erdgas könnten zum Teil künftig auch für grüne Gase genutzt werden"

 

Wenn wir Erdgas durch Strom ersetzen, werden wird genausoviel Stromspeicher brauchen.

Die Weltproduktion von Li-Ion Akkus lag 2019 bei 289 GWh. Deutschland (1% Weltbevölkerung) bräuchte 787 Weltjahresproduktionen und es würde 22700 Mrd$ kosten (100$/kWh). Dann wären aber auch noch die Ölheizungen zu ersetzen.

Auch mit in der Studie angenommenen 80% Energieeinsparung und Wärmepumpen,, wozu fast der gesamte Gebäudebestand komplett neue Heizungen incl Niedertemperaturheizkörper und Verrohrung und eine energetische Sanierung bräuchte und was in vielen vorhandenen Gebäuden gar nicht möglich ist, wird das nicht funktionieen.

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krett
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Am 4.3.2020 um 08:28 von reko:

Der deutsche Primärenergiebedarf betrug 2017: 13 594 PJ. Der Bruttostromverbrauch betrug 2017: 654 TWh = 2354 PJ. Nehme ich gleichbleibende Wirkungsgrade an, dann bräuchten wir die 5,88 fache Strommenge um alle anderen Energieträger zu ersetzen.  Ich glaube nicht, dass der Wirkungsgrad verdoppelt werden kann.

Deine Zahlen sind richtig und ich verstehe wie du zu deiner Schlussfolgerung kommst. Das Problem ist, das du zwei Größen vergleichst, die man so nicht vergleichen sollte.

 

Der Grund ist folgender:

Wir importieren Steinkohle mit einem Energiegehalt von 100 PJ. Dadurch erhöht sich der Primärenergiebedarf um 100PJ.

Wenn wir 100PJ an elektrischer Energie mit einem Windpark erzeugen, erhöht sich der Primärenergiebedarf ebenfalls um 100PJ.

Soweit die Grundlage.

 

Angenommen wir wollen jetzt die elektrische Energie ersetzen, die mit 100PJ Steinkohlenergie erzeugt wird, wie viel Windenergie brauchen wir? Nur Ca. 30-40PJ. Der Primärenergiebedarf würde also sinken, bei gleichbleibenden Stromverbrauch. Der Primärenergiebedarf ist als eine sehr schlechte Größe wenn es um Erneuerbare Energien und Energiewende geht. Denn der Primärenergiebedarf zählt auch die Energie, die als Abwärme in die Atmosphäre geblasen wird. Bei Erdgas bis zu 50%, Bei Kohle bis zu 70% und bei Öl bis zu 80%!

 

Wenn man auf einen Schlag alle Autos durch Elektroautos ersetzen würde, würde die benötigte Primärenergie um 50-70% sinken!

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reko
Posted · Edited by reko
vor 44 Minuten von krett:

Wenn man auf einen Schlag alle Autos durch Elektroautos ersetzen würde,

dann wäre das ein kleiner Beitrag (jährlich 36 Mt*45GJ + 17 Mt*43GJ/t = 1680 PJ ) und gleiches würde man durch Biokraftstoffe erreichen. Die CO2 Einsparung durch Biokraftstoffe ist z.Z. wesentlich größer als durch Elektroautos. (Quelle)

11961.AEE_Biokraftstoffe_und_fossiler_Kr

 

Deshalb wäre die Studie nicht realistischer. Ich hatte ja sogar die von der Studie geforderte (m.M. unrealistische) 80% Wirkungsgradverbesserung unterstellt. Ich sprach insbesondere über Heizungen, größtenteils Gasheizungen mit nahe 100% Wirkungsgrad. Durch Kraftwärmekopplung können Verlust genutzt werden. Aus 100% Gasenergie werden lokal ohne Infrastukturkosten 60% Strom und 40% Heizenergie. Auch die Elektroheizung im Elektroauto braucht Strom.

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Holgerli
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vor 3 Minuten von reko:

dann wäre das ein Tropfen auf einen heißen Stein (jährlich 36 Mt*45GJ + 17 Mt*43GJ/t = 1,68PJ ) und gleiches würde man durch Biokraftstoffe erreichen. Die CO2 Einsparung durch Biokraftstoffe ist z.Z. wesentlich größer als durch Elektroautos.

Ok, und wo baust Du die an? Und was mit mit Biodiversität? Was ist mit Pflanzenschutzmitteln? Wie wird aus dem Samen eine Pflanze aus der Pflanze Öl/Biofuel? Du tust so alsob "Biofuels" Co2-Neutral und "grün" wären. Sind sie aber bei weitem nicht. Auch EEs verursachen Umweltschäden haben aber nach wenigen Jahren ihre Co2-Emmissionen wieder einefahren und produzieren dann Klimaneutral, während bei "Biofuels" jedes Jahr aufs neue Probleme verursachen.

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reko
Posted · Edited by reko

 

vor 17 Minuten von Holgerli:

Ok, und wo baust Du die an?

Z.B. mit Algen im Meer oder auf Mülldeponien/Kompostieranlagen oder Offshore Wasserstoff/Methanol oder Sahara Wasserstoff/Methanol.

Heute produzieren Kompostieranlagen und Mülldeponien CO2 und Methan!. Die Fa. BioMCN macht daraus Methanol.

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Holgerli
Posted

Ah ok,  und was mit mit Biodiversität? Was ist mit Pflanzenschutzmitteln? Wie wird aus dem Samen eine Pflanze aus der Pflanze Öl/Biofuel? Wie kommt der Sahra-Wasserstoff/Methanol nach Europa? Wo bekommst Du die Mülldeponien her? Zumindest in Westeuropa gibt es die garnicht mehr oder werden deutlich weniger.

Du tust so alsob "Biofuels" Co2-Neutral und "grün" wären. Sind sie aber bei weitem nicht. Auch EEs verursachen Umweltschäden haben aber nach wenigen Jahren ihre Co2-Emmissionen wieder einefahren und produzieren dann Klimaneutral, während bei "Biofuels" jedes Jahr aufs neue Probleme verursachen.

 

Ja, ich weiss: 90% des Textes sind 1 zu 1 kopiert aber Du beantwortest die Fragen ja auch nicht noch gibt Du antworten zu den Problemen.

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reko
Posted · Edited by reko
vor 9 Minuten von Holgerli:

Ah ok,  und was mit mit Biodiversität? Was ist mit Pflanzenschutzmitteln?

Keines der genannten Verfahren schadet der Biodiversität und keines braucht Pflanzenschutzmittel o.ä..

Der Transport geschieht genauso wie bisher mit Öl und Gas. Die Transportwege sind eher kürzer.

Müll verbrennen wir heute meist . schlechte Idee.

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli
vor 5 Minuten von reko:

Keines der genannten Verfahren schadet der Biodiversität und braucht keine Pflanzenschutzmittel,

Ok, wenn unendliche Rapsfelder am Horizont die Biodifersität nicht gefährenden und auch keine Pflanzenschutzmittel brauchen...

 

vor 5 Minuten von reko:

Der Transport geschieht genauso wie bisher mit Öl und Gas.

Ok, also in vielen tausend Kilometer langen Pipelines durch Krisengebiete. Und das soll dann unsere Unabhängigkeit schützen....

 

vor 5 Minuten von reko:

Müll verbrennen wir heute meist . schlechte Idee.

Erklär mir mal wie Du aus Plasikmüll BIOfuels herstellen willst...

Und selbst wenn dieser Müll dann wieder zu NonBioFuel wird: Kennst Du den hohen Energieaufwand?

 

Du tust so alsob "Biofuels" Co2-Neutral und "grün" wären. Sind sie aber bei weitem nicht. Auch EEs verursachen Umweltschäden haben aber nach wenigen Jahren ihre Co2-Emmissionen wieder einefahren und produzieren dann Klimaneutral, während bei "Biofuels" jedes Jahr aufs neue Probleme verursachen.

 

 

 

 

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reko
Posted · Edited by reko
vor 9 Minuten von Holgerli:

unendliche Rapsfelder

ich habe nichts von Rapsfeldern gesagt, aber Solar/Wind-parks sind auch nicht schöner.

 

vor 9 Minuten von Holgerli:

Erklär mir mal wie Du aus Plasikmüll BIOfuels herstellen willst...

Für verrottbaren Müll schau bei BioMCN nach. Bei Plastik ganz einfach mit Pyrolyse, wäre aber fast zu Schade - daraus kann man hochwertigeres herstellen.

 

vor 9 Minuten von Holgerli:

vielen tausend Kilometer langen Pipelines

Die Pipelines nach Saudi Arabien gibt es schon. Man muß nur Methanol/Wasserstoff statt Öl/Gas einspeisen.

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