Geld-Klaus Montag um 23:27 · bearbeitet Dienstag um 00:56 von Geld-Klaus vor 5 Stunden von PapaPecunia: Berechtigter Einwand. Mit Sicherheit viel wahrscheinlicher als politische Risiken. Ich hatte wenige Zeilen drüber extra noch einmal explizit geschrieben, dass politische Risiken nicht gleichbedeutend mit Totalverlust sind. Und anscheinend bist du relativ jung oder recht West-Deutschland fixiert, weil allein in den letzten Jahrzehnten hat es in Europa jede Menge deutlicher Umwälzungen gegeben, Zusammenbruch der Sowjetunion und in der Folge extrem Inflation Hyperinflation & Wirtschaftskollaps & Krieg in Jugoslawien (1992–1994) Schwarzer Mittwoch in Italien (1992) Griechenland: Staatsschuldenkrise (2008) Im Zuge der Finanzkrise wurden in Irland die Gehälter im öffentlichen Dienst massiv gekürzt und auf Island die Renten Ach ja, die Megainflation in der Türkei ist auch erst wenige Jahre her Ich finde, dass bei den Risiken das Thema Inflation hier etwas überbewertet wird, solange man weltweit investiert ist und das Depot im Vergleich zur Rente den weitaus größeren Teil ausmacht. Bei einem klassischen All World ETF/ Anleihen/ viele Einzelaktien in diversen Ländern ist es doch letztendlich fast egal wie sich die (lokale) Inflation in Deutschland entwickelt. Wenn man sich weiter absichern möchte, dann sollte man einen Teil des Depots zu einer oder mehreren ausländischen Banken übertragen. Zur "Geo"- und politischen Absicherung sind am besten Nicht-EU Länder sinnvoll, wie z.B. die Schweiz, hier hätte man zumindest auch keine Sprachbarrieren. Dieses Spiel kann man natürlich noch weiter treiben: Singapur gilt beispielsweise als sicherer Hafen in Asien usw. Ich würde diesbezüglich darauf achten, dass die Depot-Länder erbschaftfreundliche Regelungen haben. Das ist bei der Schweiz durch ein Erbschaftsteuer-Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und - im Vergleich zu unserem - sehr ähnlichen Rechts- und Gesetzesrahmen der Fall. Singapur hat z. B. gar keine Erbschaftsteuer. Allerdings sind ausländische Depots für spätere Erben je nach Land (mal abgesehen von z. B. der erwähnten Schweiz) kein Spaß. Je nach Land kann es sehr bürokratisch und kompliziert werden, es können Monate bis Jahre vergehen und es können größere Summen für diverse Beglaubigungen, Übersetzungen usw. aufgewendet werden, bis man als Erbe überhaupt über das Depot verfügen kann. Sollte z. B. das Testament im jeweiligen Depot-Land aufgrund eines anderen Rechtsrahmens von Anfang an nicht gültig sein, kann man nur viel Glück wünschen, wenn das lokale Gesetz und folgend das lokale Gericht eine andere Erbreihenfolge vorsieht. Über so manchen verzweifelten Erben könnte man ganze Bücher schreiben und so mancher Erblasser wird sich im Grabe umdrehen... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt Dienstag um 05:46 vor 6 Stunden von Geld-Klaus: Wenn man sich weiter absichern möchte, dann sollte man einen Teil des Depots zu einer oder mehreren ausländischen Banken übertragen. Zur "Geo"- und politischen Absicherung sind am besten Nicht-EU Länder sinnvoll, wie z.B. die Schweiz, hier hätte man zumindest auch keine Sprachbarrieren. Dazu schreiben Kommer/Gierhake in Kapitel 5 von "Souverän Vermögen schützen": "Vermögensschutzmaßnahmen, die nicht oder nur beschränkt helfen": Zitat Fazit Ein Konto oder Depot im Ausland ist als alleinige Maßnahme aus Vermögensschutzperspektive in der Regel nutzlos, verursacht aber zusätzlich Kosten und Arbeitsaufwand. Dazu gibt es auch Youtube-Videos, z.B.: Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
t.klebi Dienstag um 07:00 vor 11 Stunden von PapaPecunia: Und anscheinend bist du relativ jung oder recht West-Deutschland fixiert, .... Weder noch. vor 11 Stunden von PapaPecunia: Zusammenbruch der Sowjetunion und in der Folge extrem Inflation Hyperinflation & Wirtschaftskollaps & Krieg in Jugoslawien (1992–1994) Schwarzer Mittwoch in Italien (1992) Griechenland: Staatsschuldenkrise (2008) Im Zuge der Finanzkrise wurden in Irland die Gehälter im öffentlichen Dienst massiv gekürzt und auf Island die Renten Ach ja, die Megainflation in der Türkei ist auch erst wenige Jahre her Nicht eines deiner regional stark begrenzten Beispiele, hätte einen global und breit diversifizierten Kapitalanleger mit Ansässigkeit in aufgezählten Ländern in einem relevanten Maße tangiert. PS: Der schwarze Mittwoch 1992 war vor allem eine britische Finanzkrise die zu einer Krise des EWS mutierte. In der Folge schied UK aus dem EWS aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leviathan73 Dienstag um 07:04 vor 16 Stunden von Lazaros: Eigentlich ist die Berücksichtigung schon ein Scheidungsgrund". Daher: Divorce Planning: Damit die Scheidung nicht zum finanziellen Alptraum wird https://boekerpaul.de/2023/07/17/divorce-planning-damit-die-scheidung-nicht-zum-finanziellen-alptraum-wird/ Meine Frau hat akzeptiert, dass ich ein Mathematiker mit Statistikfetisch bin. Der Verweis darauf, ob sie glaube, dass die durchaus zahlreichen sich trennenden Pärchen in unserem Bekanntenkreis vor ein paar Jahren nicht auch der Meinung waren, dass deren Beziehung ewig hält,, hat sie dann doch zum schmunzeln gebracht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stolper Dienstag um 08:09 vor 13 Stunden von LongtermInvestor: Aber heute weiß ich, man kann das Leben nicht komplett vorausplanen. Die beste Absicherung nützt nichts, wenn man sich von der Angst vor der Zukunft beherrschen lässt. Man muss die Zahlen im Hintergrund laufen lassen und das Hier und Jetzt leben. ...sehr weise, danke dafür. Man sollte sich - in Demut und Dankbarkeit - die Bedeutung dessen für sein eigenes Leben wirklich jeden einzelnen Tag vergegenwärtigen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Geld-Klaus Dienstag um 09:28 vor 3 Stunden von hattifnatt: Dazu schreiben Kommer/Gierhake in Kapitel 5 von "Souverän Vermögen schützen": "Vermögensschutzmaßnahmen, die nicht oder nur beschränkt helfen": "Fazit Ein Konto oder Depot im Ausland ist als alleinige Maßnahme aus Vermögensschutzperspektive in der Regel nutzlos, verursacht aber zusätzlich Kosten und Arbeitsaufwand." Dazu gibt es auch Youtube-Videos, z.B.: Der Gierhake verkauft hauptberuflich Liechtenstein Stiftungen. Das Buch "Souverän Vermögen schützen" werte ich entsprechend als eine nette Verkaufsshow ein. Welche Qualifikation bringt denn darüber hinaus Gerd Kommer in diesem Bereich mit? Er ist doch ehemaliger Investmentbanker und kein Rechtsanwalt. Das Youtube-Video von dem Steuerberater ist auch nett gemacht mit den zwei Herren vom zitierten Buch, aber die darin erläuterten Themen, wie dass kein Schutz bei eigener Privatinsolvenz besteht und dass keine Steuerhinterziehung möglich sei, ist doch selbstverständlich. Also auch hier die Lösung, gib doch bitte dein Geld in eine Stiftung im Monarchenzwergstaat Liechtenstein ab, verliere die Kontrolle über dein Vermögen, bereichere fortlaufend deine Stiftungsräte und der sich umgebende Filz in Liechtenstein, um bei einer möglichen Privatinsolvenz geschützt zu sein. Kann man machen, muss man aber nicht. Wenn man natürlich in krumme Machenschaften verwickelt ist, dann lohnt sich eine solche Stiftung wohl überdurchschnittlich. Benko hat z. B. auch Liechtenstein Stiftungen, er wusste wohl warum. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leviathan73 Dienstag um 09:51 vor 19 Minuten von Geld-Klaus: Der Gierhake verkauft hauptberuflich Liechtenstein Stiftungen. Das Buch "Souverän Vermögen schützen" werte ich entsprechend als eine nette Verkaufsshow ein. Welche Qualifikation bringt denn darüber hinaus Gerd Kommer in diesem Bereich mit? Er ist doch ehemaliger Investmentbanker und kein Rechtsanwalt. Das Youtube-Video von dem Steuerberater ist auch nett gemacht mit den zwei Herren vom zitierten Buch, aber die darin erläuterten Themen, wie dass kein Schutz bei eigener Privatinsolvenz besteht und dass keine Steuerhinterziehung möglich sei, ist doch selbstverständlich. Also auch hier die Lösung, gib doch bitte dein Geld in eine Stiftung im Monarchenzwergstaat Liechtenstein ab, verliere die Kontrolle über dein Vermögen, bereichere fortlaufend deine Stiftungsräte und der sich umgebende Filz in Liechtenstein, um bei einer möglichen Privatinsolvenz geschützt zu sein. Kann man machen, muss man aber nicht. Wenn man natürlich in krumme Machenschaften verwickelt ist, dann lohnt sich eine solche Stiftung wohl überdurchschnittlich. Benko hat z. B. auch Liechtenstein Stiftungen, er wusste wohl warum. Das kann man so sehen. In meinem Umfeld kenne ich einige, die den Weg über die Stiftungen gegangen sind. Das scheint ein plausibler und etablierter Weg zu sein. Der Weg über ein Auslandskonto ist sicher sinnvoll, wenn man den steuerlichen Wohnsitz ebenfalls ins Ausland verlegt. Es gibt aber durchaus viele Menschen, die ihr Zuhause und Umfeld nicht aufgeben wollen. Dann kann die Stiftung eine gute Option sein. Klar ist die mit Kosten verbunden. Den Case muss letztendlich jeder für sich selbst aufmachen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES Dienstag um 11:01 vor 4 Stunden von hattifnatt: Dazu schreiben Kommer/Gierhake in Kapitel 5 von "Souverän Vermögen schützen": "Vermögensschutzmaßnahmen, die nicht oder nur beschränkt helfen": Dazu gibt es auch Youtube-Videos, z.B.: Ich habe mir das nicht angeschaut, ChatGPT hats für mich zusammengefasst. Ich habe ja Konten in verschiedenen Ländern und die Schlussfolgerungen sind vermutlich zu pauschal: - Es gibt Einlagensicherungsmechanismen auch in anderen Ländern - Steuerlich macht es wenig Unterschied, kann im Detail aber Mehrkosten verursachen, muss man sich genau anschauen. Ein DBA ist da maximal ein erster Hinweis. - Bei einem Wegzug kann das Vorteile bringen (Aussensteuergesetzt) - Es kann Zugriff auf sonst nicht handelbare Anlageformen geben, ist natürlich dann immer etwas tricky, weil man die Wechselkurse nicht vergessen darf. - Ein richtiger Insolvenzschutz ist es nicht, da auch grenzübergreifend gehandelt wird, sprich Vermögen im Ausland (und andersrum) können eingefroren werden. (Lassen wir mal illegale Methoden aussen vor). ABER, wann immer ein "Land" Zugriff auf die Konten in dem anderen Land haben will, muss das ueber ein aufwändiges Rechtshilfeverfahren gehen. Sprich eine Kontensperrung findet nicht ueber Nacht statt. Weitere "Interessante" Komponenten: - Im Falle von Kontensperrungen wegen "Kriegsfall" oder "Wirtschaftskriese" oder "Sonderabgaben" oder ... ist der Zugriff des einen Staates auf die Konten im anderen Staat extrem schwer bis unmöglich. Also was interessiert es die Deutschen, wenn man in Argentinien nur xxx USD abheben darf. Im Falle von Brasilien sitzt der Schock den Älteren immernoch tief in den Knochen, als die Bankkonten teilgesperrt wurden und Zugriff auf die Sparbuecher nicht mehr vorhanden war. Theoretisch war es keine Enteignung, weil man halt nur nicht 18 Monate an die Knete kam, in der Praxis hat die Inflation alles aufgefressen. Am Ende hatte man nichts mehr. - Es gibt extreme Beispiele (Enteignungen, etc) die dann Gegenseitig nicht anerkannt und damit auch nicht durchgesetzt werden können. - Oder Kontensperrungen um Zwangsmaßnahmen durchzusetzten. Das sind natuerlich extreme Fälle aber mal ein Beispiel: D im Verteidigungsfall und friert die Konten von Männern im wehrfähigen Alter ein um sie an der Ausreise zu hindern (weil finanzielle Mittel zur Flucht fehlen). Deine Knete ist nicht weg, aber liquide halt auch nicht. Sowas setzten aussereuropäische Banken zu 99.9% nicht durch, und wenn, dann nur mit aufwändigen Verfahren die wahrscheinlich Jahre dauern. - Andersrum: In D nicht so üblich, im Ausland schon: Rueckwirkend zu einem Datum irgendwelche Steuergesetzgebungen und das quasi ohne Ankuendigung ueber Nacht. Brasilien hatte quasi von jetzt auf gleich eine Steuer auf Finanzgeschäfte erhoben, die vor allem eine Zusatzsteuer auf Devisengeschäfte erhob: 3,5% auf AUslandsberweisungen (oder auch nutzen der KK im Ausland). Aber das kann auch uebler passieren. Zugegeben, viel Doomsday" dabei, und ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das geben würde, wenn ich nicht eh im Ausland leben würde. Wobei wenn, dann eher kein Konto in der Schweiz oder Österreich Schon bissi weiter weg. Ich hedge halt ganz bewusst mit US und D Werten, habe aber auch Anlagen in Brasilien. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Dienstag um 11:15 vor 14 Stunden von mem: Es nutzt auch nichts, wenn man mit 50 feststellt, dass man mehr Kohle braucht, da man die Entscheidung FIRE bereits mit 25 getroffen hat. Woher das Geld kommt, ist auch in meiner Überlegung egal. Und wenn Du mit 25 Jahren eine FIRE-Entscheidung triffst und mit 50 dann feststellst, dass die Annahmen von vor 25 Jahren nicht mehr gelten, dann ist das kein Beinbruch. Dann arbeitet man halt weiter. vor 14 Stunden von mem: Dann war die Entscheidung falsch und lässt sich nicht mehr korrigieren. Dass die Entscheidung falsch war, sehe ich nicht so. Sie war halt vor 25 Jahren nur unter anderen Voraussetzungen getroffen. Und hätte man Dich mit 5 Jahren gefragt was Deine Meinung zu FIRE ist, dann hättest Du gesagt, dass Du das nie willst, weil Du ein Leben lang Feuerwehrmann oder Astronaut sein willst. Ich habe mir mit 32 auch noch unter dem Gelächter meines Chefs reinschreiben lassen, dass ich Überstunden total klasse finden. Damals war die Entscheidung richtig. Heute würde ich das auch nicht mehr machen. War es falsch? Nein. Damals hat es gepasst. Lässt/Liess es sich korrigieren? Natürlich. Meine Aussagen sind halt: 1.) Solange man noch nicht (lange) die arbeitsfreie FIRE-Phase eingetreten ist, kann man immer durch weiterarbeiten gegensteuern 2.) Man braucht IMO auch keine 50 Jahre Zeit um festzustellen, welcher Konsumtyp man ist. Das weiss man IMO relativ früh. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt Dienstag um 16:31 · bearbeitet Dienstag um 16:40 von hattifnatt vor 7 Stunden von Geld-Klaus: Das Youtube-Video von dem Steuerberater ist auch nett gemacht mit den zwei Herren vom zitierten Buch, aber die darin erläuterten Themen, wie dass kein Schutz bei eigener Privatinsolvenz besteht und dass keine Steuerhinterziehung möglich sei, ist doch selbstverständlich. Und was bleiben dann für reale Vorteile bei deiner Empfehlung: vor 17 Stunden von Geld-Klaus: sollte man einen Teil des Depots zu einer oder mehreren ausländischen Banken übertragen Ich sehe da nur zusätzlichen Aufwand bei der Steuererklärung und höhere Kosten. Dein Argument vor 17 Stunden von Geld-Klaus: Zur "Geo"- und politischen Absicherung sind am besten Nicht-EU Länder sinnvoll scheint mir reichlich vage und letztlich irreführend. Der Hinweis auf die EU ist z.B. rechtlich ziemlich irrelevant - wo die Bundesrepublik Zugriff auf Vermögensdaten hat, fällt auch jeder Vermögensschutz vor weiteren (vermuteten) Risiken weg. Es bleiben nur einige Staaten mir fragwürdigen Rechtsverhältnissen: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Internationales_Steuerrecht/Allgemeine_Informationen/2020-07-01-FKAustG-finale-Staatenaustauschliste.pdf?__blob=publicationFile&v=2 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Geld-Klaus Dienstag um 16:44 vor 2 Minuten von hattifnatt: Und was bleiben dann für reale Vorteile bei deiner Empfehlung: Ich sehe da nur zusätzlichen Aufwand (Steuererklärung) und Kosten. Dein Argument scheint mir reichlich vage und letztlich irreführend. Es geht im Wesentlichen um eine erheblich erweiterte Handlungsfähigkeit, dies ist ein hohes Gut, insbesondere in Krisenzeiten. Natürlich vermag das jeder anders zu sehen und jeder muss selbst entscheiden, ob ihm die potenziellen Mehrkosten und der Mehraufwand die ganze Sache wert sind. Ich würde nicht alles auf eine Karte (Land) setzen wollen. @PEOPLES hat es in seinem Beitrag gut zusammengefasst: vor 5 Stunden von PEOPLES: Ich habe ja Konten in verschiedenen Ländern und die Schlussfolgerungen sind vermutlich zu pauschal: - Es gibt Einlagensicherungsmechanismen auch in anderen Ländern - Steuerlich macht es wenig Unterschied, kann im Detail aber Mehrkosten verursachen, muss man sich genau anschauen. Ein DBA ist da maximal ein erster Hinweis. - Bei einem Wegzug kann das Vorteile bringen (Aussensteuergesetzt) - Es kann Zugriff auf sonst nicht handelbare Anlageformen geben, ist natürlich dann immer etwas tricky, weil man die Wechselkurse nicht vergessen darf. - Ein richtiger Insolvenzschutz ist es nicht, da auch grenzübergreifend gehandelt wird, sprich Vermögen im Ausland (und andersrum) können eingefroren werden. (Lassen wir mal illegale Methoden aussen vor). ABER, wann immer ein "Land" Zugriff auf die Konten in dem anderen Land haben will, muss das ueber ein aufwändiges Rechtshilfeverfahren gehen. Sprich eine Kontensperrung findet nicht ueber Nacht statt. Weitere "Interessante" Komponenten: - Im Falle von Kontensperrungen wegen "Kriegsfall" oder "Wirtschaftskriese" oder "Sonderabgaben" oder ... ist der Zugriff des einen Staates auf die Konten im anderen Staat extrem schwer bis unmöglich. Also was interessiert es die Deutschen, wenn man in Argentinien nur xxx USD abheben darf. Im Falle von Brasilien sitzt der Schock den Älteren immernoch tief in den Knochen, als die Bankkonten teilgesperrt wurden und Zugriff auf die Sparbuecher nicht mehr vorhanden war. Theoretisch war es keine Enteignung, weil man halt nur nicht 18 Monate an die Knete kam, in der Praxis hat die Inflation alles aufgefressen. Am Ende hatte man nichts mehr. - Es gibt extreme Beispiele (Enteignungen, etc) die dann Gegenseitig nicht anerkannt und damit auch nicht durchgesetzt werden können. - Oder Kontensperrungen um Zwangsmaßnahmen durchzusetzten. Das sind natuerlich extreme Fälle aber mal ein Beispiel: D im Verteidigungsfall und friert die Konten von Männern im wehrfähigen Alter ein um sie an der Ausreise zu hindern (weil finanzielle Mittel zur Flucht fehlen). Deine Knete ist nicht weg, aber liquide halt auch nicht. Sowas setzten aussereuropäische Banken zu 99.9% nicht durch, und wenn, dann nur mit aufwändigen Verfahren die wahrscheinlich Jahre dauern. - Andersrum: In D nicht so üblich, im Ausland schon: Rueckwirkend zu einem Datum irgendwelche Steuergesetzgebungen und das quasi ohne Ankuendigung ueber Nacht. Brasilien hatte quasi von jetzt auf gleich eine Steuer auf Finanzgeschäfte erhoben, die vor allem eine Zusatzsteuer auf Devisengeschäfte erhob: 3,5% auf AUslandsberweisungen (oder auch nutzen der KK im Ausland). Aber das kann auch uebler passieren. Zugegeben, viel Doomsday" dabei, und ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das geben würde, wenn ich nicht eh im Ausland leben würde. Wobei wenn, dann eher kein Konto in der Schweiz oder Österreich Schon bissi weiter weg. Ich hedge halt ganz bewusst mit US und D Werten, habe aber auch Anlagen in Brasilien. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor Dienstag um 16:51 vor 1 Minute von Geld-Klaus: Es geht im Wesentlichen um eine erheblich erweiterte Handlungsfähigkeit, dies ist ein hohes Gut, insbesondere in Krisenzeiten. Natürlich vermag das jeder anders zu sehen und jeder muss selbst entscheiden, ob ihm die potenziellen Mehrkosten und der Mehraufwand die ganze Sache wert sind. Depotbanken in Jurisdiktionen außerhalb der EU können bei einem Zugriffsszenario einen zusätzlichen rechtlichen und praktischen Schutz bieten, da eine unmittelbare Vollstreckung deutscher Maßnahmen regelmäßig nicht ohne weiteres möglich ist und zunächst die jeweiligen internationalen Rechtshilfe- und Vollstreckungsmechanismen greifen. Einen umfassenden Schutz vor staatlichem Zugriff gewährleisten sie jedoch nicht. Eine echte Selbstverwahrung von Kryptowerten mittels Cold Wallet kann demgegenüber einen deutlich höheren Schutz gegen einen unmittelbaren technischen oder institutionellen Zugriff bieten, da keine zentrale Verwahrstelle existiert. Hinzu kommen die erheblichen Eigenverwahrungsrisiken, insbesondere Verlust oder wie auch immer geartete Kompromittierung von Private Keys. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt Dienstag um 17:13 vor 28 Minuten von Geld-Klaus: @PEOPLES hat es in seinem Beitrag gut zusammengefasst "Zufällig" jemand auf meiner Ignore-Liste - die "Argumente" sind entsprechend. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Geld-Klaus Dienstag um 20:36 vor 3 Stunden von hattifnatt: "Zufällig" jemand auf meiner Ignore-Liste - die "Argumente" sind entsprechend. Wer auf Deiner Ignore Liste ist kann ich nicht wissen. Dann schau Dir eben den Post direkt über Dir von @LongtermInvestor an. Ich bin hier nicht der Einzige der in diese Richtung denkt. Auch hatte ich betont, dass dies jeder für sich abwägen muss. Am besten du wickelst Deine Bankgeschäfte mit nur einer einzigen Bank ab. Dann bist du schon handlungsunfähig, wenn die eine Bank nur ein "einfaches" technisches Problem hat. Ich halte es für sinnvoll, dass man bei seinen Banken so verfährt - wie auch beim Investieren: Nicht alle Eier in einen Korb. Eine Diversifizierung mit nicht nur einem Depot-Land (am besten Nicht-EU) macht es noch wesentlich robuster. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini Mittwoch um 06:12 Zitat In Deutschland sind schätzungsweise 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung Millionäre. Davon sind viele mit Immobilien in DE. Die Durchschnittsrente ist bei 1500€ und nur 20% der Rentner liegen über 2000 €. Alles brutto vor KV. Und hier wird sich Gedanken über Zusatzdepots im Nicht-EU‑Land oder Stiftungen gemacht? Man kann es auch übertreiben. Ich glaube, die Themen sind uns ausgegangen. Ich bin hier, glaube ich, nicht ganz richtig bei den Multi-Millionären. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Mittwoch um 07:23 Also ich hab' ja mal "gelernt", dass man unter Millionären Einkommensmillionäre versteht..... Zitat Einkommen vs. Vermögen: Die amtliche Steuerstatistik des Statistischen Bundesamtes zählt im Gegensatz dazu nur die sogenannten "Einkommensmillionäre" (Menschen, die mehr als 1 Million Euro im Jahr verdienen). Das waren zuletzt rund 34.500 Personen. Dann sind wir bei ca. 0,04% der Bevölkerung...... aus der Kategorie: traue keiner Statistik...... Im Vergleich zum "verarmten Durchschnittsrentner" (Rente = Einkommen) sollte man das vielleicht mit berücksichtigen..... vor einer Stunde von Der Heini: Ich glaube, die Themen sind uns ausgegangen. .... sieht mir auch so aus..... nach den drei Apokalypsen Krieg - Enteignung - Scheidung ....Reihenfolge ggfls. etwas anders... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leviathan73 Mittwoch um 07:25 vor einer Stunde von Der Heini: Davon sind viele mit Immobilien in DE. Die Durchschnittsrente ist bei 1500€ und nur 20% der Rentner liegen über 2000 €. Alles brutto vor KV. Und hier wird sich Gedanken über Zusatzdepots im Nicht-EU‑Land oder Stiftungen gemacht? Man kann es auch übertreiben. Ich glaube, die Themen sind uns ausgegangen. Ich bin hier, glaube ich, nicht ganz richtig bei den Multi-Millionären. Ich finde das durchaus einen wichtigen Punkt. Die Anzahl der Millionäre ist in der Realität deutlich größer. Das sieht deshalb so wenig aus, weil die Renten- oder Pensionsanspruch nicht berücksichtigt sind. Nun haben nicht alle diese Ansprüche oder nur rudimentäre und haben sich ihre Vorsorge anders aufgebaut. Und wer sich das aufgebaut hat, lässt es sich nur ungern wegnehmen. Aber Du hast recht, das macht jemanden noch nicht zum Multimillionär. Dass aber finanzielle Repression und Enteignung über Steuern bei der selbst verschuldet immer schlechter werdenden finanziellen Lage des Staates bzw. der meisten Staaten in Europa ein Risiko für die finanzielle Unabhängigkeit ist, finde ich dennoch unbestritten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini Mittwoch um 07:51 vor 22 Minuten von Wishmueller: Also ich hab' ja mal "gelernt", dass man unter Millionären Einkommensmillionäre versteht..... Schau mal Hier: https://www.diw.de/de/diw_01.c.793802.de/publikationen/wochenberichte/2020_29_1/millionaerinnen_unter_dem_mikroskop__datenluecke_bei_sehr_ho___geschlossen______konzentration_hoeher_als_bisher_ausgewiesen.html Da sind es noch weniger bzgl. Vermögen. Soviele sind es gar nicht, war auch überrascht. WPF ist da keine Grundlage. vor 21 Minuten von leviathan73: Die Anzahl der Millionäre ist in der Realität deutlich größer. Das sieht deshalb so wenig aus, weil die Renten- oder Pensionsanspruch nicht berücksichtigt sind. Bin ich mir nicht so sicher, Beamte im gehobenen Dienst vielleicht, ansonsten ist Rente erst ab 67 Jahre und der Durchschnitt hat nur 20 Jahre. Abz. Steuern usw. ist das gar nicht so viel. 100 Jahre werden wenige, 3000€ hat kaum noch einer. vor 24 Minuten von leviathan73: Dass aber finanzielle Repression und Enteignung über Steuern bei der selbst verschuldet immer schlechter werdenden finanziellen Lage des Staates bzw. der meisten Staaten in Europa ein Risiko für die finanzielle Unabhängigkeit ist, finde ich dennoch unbestritten. Wenn ich jetzt dorthin auswandere, wo DE oder europäische Staaten keinen Einfluss haben, ist das in Ländern, in denen das Risiko nicht kleiner ist. Da muss man aufpassen, nicht vom Regen in die Traufe zu kommen und das Risiko unwissenderweise zu erhöhen. Für mich keine wirkliche Option, da ich Risiken in fremden Ländern kaum einschätzen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger Mittwoch um 07:56 vor 33 Minuten von Wishmueller: .... sieht mir auch so aus..... nach den drei Apokalypsen Krieg - Enteignung - Scheidung ....Reihenfolge ggfls. etwas anders... Aber nein, es gibt doch das AVD ;-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leviathan73 Mittwoch um 08:05 vor 5 Minuten von Der Heini: Bin ich mir nicht so sicher, Beamte im gehobenen Dienst vielleicht, ansonsten ist Rente erst ab 67 Jahre und der Durchschnitt hat nur 20 Jahre. Abz. Steuern usw. ist das gar nicht so viel. 100 Jahre werden wenige, 3000€ hat kaum noch einer. Wenn ich jetzt dorthin auswandere, wo DE oder europäische Staaten keinen Einfluss haben, ist das in Ländern, in denen das Risiko nicht kleiner ist. Da muss man aufpassen, nicht vom Regen in die Traufe zu kommen und das Risiko unwissenderweise zu erhöhen. Für mich keine wirkliche Option, da ich Risiken in fremden Ländern kaum einschätzen kann. Schau Dir an, was ein Rentenpunkt kostet und wieviele angespart wurden. Das ist Verbindung mit einer ETW macht viele schon allein zum Millionär. Bzgl. der der Länder ist m.E. korrekt, was Du schreibst. Ich selbst plane auch nicht ausserhalb der EU ansässig zz werden. Von der Risikoperspektive wäre das sicher der interessantere Weg. Ich plane eher mal eine Zeit lang in eine Region zu gehen, wo ich mir beine Depots steuerfrei ausschütten kann. Du hast in Tschechien, Kroatien, Luxemburg interessante Spekulationsfristen. Du kannst genauso gut Sonderstati nutzen wie in Zypern, Malta, GB, Spanien. Da ich eh nochmal in ein oder zwei anderen Ländern leben möchte, wird das sehr sicher Teil der Auswahlkriterien sein. Das Thema "raus aus Europe" ist bei mir aktuell nicht akut. Ein bisschen Hoffnung habe ich ja noch. Und wenn ich in einem der o.g. Länder bei der Ausschüttung Puffer aufbauen kann, wäre ja auch schonmal ein Zusatzpolster geschaffen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini Mittwoch um 08:53 vor 43 Minuten von leviathan73: Schau Dir an, was ein Rentenpunkt kostet und wieviele angespart wurden. Das ist Verbindung mit einer ETW macht viele schon allein zum Millionär. 9600€ x 60RP = 576.000€. Was für eine ETW hast du? Die wenigsten haben in Großstädten eine, sondern wohnen zur Miete. Auf dem Land bist du bei 150 T€, mehr nicht. Zudem ist selbstbewohnt nur die eingesparte Miete wirklich anrechenbar. Ist aber egal, ob 2 oder 4%, viele sind es nicht. vor 46 Minuten von leviathan73: Du hast in Tschechien, Kroatien, Luxemburg interessante Spekulationsfristen. Du kannst genauso gut Sonderstati nutzen wie in Zypern, Malta, GB, Spanien. War da nicht mal was mit Zwangsbesteuerung, wenn man sein Depot ins Ausland transferiert? Bzw. wird es dann nicht als Verkauf und Neukauf gewertet? Hatte ich schon, wenn der ETF (Amundi) unpassend umgezogen ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leviathan73 Mittwoch um 09:42 vor 44 Minuten von Der Heini: 9600€ x 60RP = 576.000€. Was für eine ETW hast du? Die wenigsten haben in Großstädten eine, sondern wohnen zur Miete. Auf dem Land bist du bei 150 T€, mehr nicht. Zudem ist selbstbewohnt nur die eingesparte Miete wirklich anrechenbar. Ist aber egal, ob 2 oder 4%, viele sind es nicht. Schau mal hier: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Vermoegen-Schulden/Aktuell.html?utm_source=chatgpt.com Der durchschnittliche Verkehrswert des Immobilienbesitzes betrug 2023 190.800 € je deutschem Haushalt. Dieser Betrag wird aber über alle Haushalte gerechnet, also einschließlich derjenigen ohne Immobilien. Umgerechnet auf Haushalte mit Immobilienbesitz dürfte der durchschnittliche Bruttowert grob bei 400.000 bis 430.000 €liegen. Davon müssen für den Nettovermögenswert noch Immobilienkredite abgezogen werden. Ich schätze entsprechend eher über 20%. Das ist immer noch einen Minderheit. Aber es ist eine beachtliche. Von vernachlässigbar kann m.E. keine Rede sein. vor 49 Minuten von Der Heini: War da nicht mal was mit Zwangsbesteuerung, wenn man sein Depot ins Ausland transferiert? Bzw. wird es dann nicht als Verkauf und Neukauf gewertet? Hatte ich schon, wenn der ETF (Amundi) unpassend umgezogen ist. Wahrscheinlich vermischst Du hier Themen. Was wahrscheinlich mit dem Amundi Fonds passiert ist: Amundi hat in den vergangenen Jahren ETFs zusammengelegt, umbenannt und teilweise Fondsdomizile bzw. Anteilsklassen verändert. Das kann steuerliche Konsequenzen haben. Bei einer qualifizierten Fondsverschmelzung werden die alten Anschaffungskosten fortgeführt; es liegt kein steuerpflichtiger Tausch vor. Erfüllt die Verschmelzung die Anforderungen des § 23 InvStG nicht, was bei bestimmten grenzüberschreitenden Verschmelzungen vorkommen kann, könnte die Ausbuchung des alten und Einbuchung des neuen ETF tatsächlich als Veräußerung und Neuanschaffung behandelt werden. Ansonsten muss man bei Wegzug das Depot nicht verlagern. Aber auch das wäre kein Problem. Die Anschaffungskosten einzelner ETF dürfen nicht über 500k liegen. Ansonsten fällt Wegzugssteuer an. Ich habe aber aktuell eh ausschließlich Einzelwerte. Das würde ich nach Realisierung wahrscheinlich ändern. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Beginner81 Mittwoch um 10:09 vor 17 Stunden von Geld-Klaus: Zugegeben, viel Doomsday" dabei, Vielleicht besser einen eigenen Thread aufmachen, "FinPrepper unter sich" oder so. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor Mittwoch um 11:00 Ich frage mich auch ob das wirklich ernst gemeinte Themen sind...naja. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Mittwoch um 11:23 · bearbeitet Mittwoch um 11:25 von Holgerli vor 25 Minuten von LongtermInvestor: Ich frage mich auch ob das wirklich ernst gemeinte Themen sind...naja. Naja, der Begriff der "German Angst" kommt nicht von ungefähr. Und im Endeffekt ist so ein Thema doch nur die die konsequente Weiterführung der, hier im Thread geführten, seiten- und monatelangen Diskussion um von 5% über 4% über 3,x% schlussendlich auf 2,x% wirklich, wirklich sichere Entnahmerate zu kommen und um dann dran anzuschließen inwieweit bzw. ob überhaupt man sich noch auf die GRV verlassen sollte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag