Aktionismus bekämpfen?

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35 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Jonas1990
Persönliche Angaben ergänzt

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Recht viel Erfahrung vorhanden. Beruflich und privat bin ich seit einigen Jahren eng mit dem Finanzmarkt verzahnt.

 

2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen (Fondsbezeichnung und ISIN angeben)

Habe vor circa 2 Jahren die „klassische“ 30/30/30/10-Besparung begonnen. Da ich jedoch sowohl mit dem Kauf einer ETW geliebäugelt habe sowie bewusst unterinvestiert sein wollte (aufgrund der damals wie heute vorhandenen Höchststände), habe ich „lediglich“ meine Sparraten investiert, nicht aber mein vorhandenes Kapital.

ComStage MSCI Emerging Markets (LU0635178014)

ComStage MSCI North America (LU0392494992)

ComStage STOXX Europe 600 (LU0378434582)

ComStage MSCI Pacific (LU0392495023)

> In Summe sind hier ziemlich genau 18.000 Euro investiert.

 

3. Darstellung anderer Geldanlagen

Betriebliche Altersvorsorge aktuell mit dem Höchstbeitrag für die Sozialversicherungsfreiheit i.H.v. 3.120 Euro pro Jahr. Hierbei werden 3% Garantieverzinsung angeboten sowie eventuelle Überschüsse, die das Unternehmen am Kapitalmarkt erzielt.

 

4. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für Fondsanlage

Mehrmals wöchentlich

 

5. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

Grundsätzlich risikoaffin. Daher die Frage, welcher Risikograd angemessen wäre (s. unten).

 

Optionale Angaben

Alter: 27

 

Berufliche und private Situation

Studiert, unbefristet angestellt mit einem Nettogehalt von 3.200€/Monat. Partnerin aktuell Studentin (Nebenjobs mit ca. 300 – 700 Euro Nettogehalt pro Monat). Wir zahlen zusammen 900 Euro warm inkl. Strom und DSL, wobei ich die gesamten Kosten zahle und sie den Haushaltseinkauf bezahlt (circa 300 Euro pro Monat).

 

Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft?

Nein, da bis letztes Jahr nur thesaurierende ETFs aufgebaut wurden. Durch die Umstellung von ComStage sind diese nun ausschüttend, wobei der Pauschbetrag damit wohl nicht ausgenutzt werden wird.

 

Versicherungen / Finanzielle Situation im Generellen / Sparrate

BU-Versicherung mit 1.600 Euro Absicherungssumme pro Monat ist vorhanden, sowie PHV und UV. Darüber hinaus zwei Bausparverträge:

a)      3.700 Euro Guthaben auf 10.000 Euro Bausparsumme mit noch 1% Guthabenverzinsung und 2,08% Darlehnszins

b)      300 Euro Guthaben auf 50.000 Euro Bausparsumme mit 3,16% Darlehnszins. Dieser wird nicht aktiv bespart, da aktuelle Finanzierung günstiger wäre. Ggf. ist es eine Überlegung bei steigenden Zinsen, den zweiten Vertrag per Einmalzahlung mit den benötigten 40% Guthaben zu befüllen.

ETFs wie genannt im Wert von ca. 18.000 Euro.

Tagesgeld in Höhe von 40.000 Euro inklusive 10.000 Euro „Liquiditätsreserve“.

In Summe sprechen wir also von ca. 62.000 Euro inkl. 10.000 Euro eiserner Reserve.

Meine monatliche Sparrate für mich persönlich beträgt 1.500 Euro.

Kredite sind nicht vorhanden.

 

1. Anlagehorizont

3 bis 10 Jahre

 

2. Zweck der Anlage

Immobilienkauf und Altersvorsorge

 

3. Sparplan mit Einmalanlagen gemischt

 

4. Anlagekapital:

62.000 Euro

------

 

Hallo zusammen,

ich habe mich mit diversen Suchbegriffen durchs Forum gekämpft (unter anderem https://www.wertpapier-forum.de/topic/53285-vermögensaufbau-mittrotz-immobilien-familienplanung/#comment-1140706

https://www.wertpapier-forum.de/topic/53102-aktienausstieg-vor-hauskauf/?page=2

https://www.wertpapier-forum.de/topic/53648-haus-oder-wohnung-kaufen-oder-doch-mieten/?page=2#comment-1150108

https://www.wertpapier-forum.de/topic/52188-sparen-für-eigenheim/?page=2) und suche noch ein wenig Unterstützung bei der „typischen“ Frage, wie man eine selbstgenutzte Immobilie und Vermögensbildung unter einen Hut bringen kann. Bedingt durch meine persönliche Situation befinde ich mich in dem Dilemma zwischen „Ich würde gerne (weitere) Investments tätigen: Schließlich spielt Zeit eine nicht zu unterschätzende Rolle beim Vermögensaufbau“ und „Rational betrachtet sollte ich gerade keine Anlagen höherer Risikoklassen durchführen“

Die Frage dahinter also: Muss ich aktiv gegen Investitions-Aktionismus ankämpfen?

 

Kurz noch einmal zum Hintergrund: Ich bin 27 Jahre alt und habe durch ein duales Studium im Finanzbereich sowohl eine gewisse Affinität zur Finanzwelt als auch seit nun acht Jahren ein geregeltes Einkommen, welches ich – unter anderem durch ein berufsbegleitendes Master-Studium in Finance – stetig steigern konnte. Meine „bessere“ Hälfte ist fünf Jahre jünger und befindet sich derzeit im Übergang zwischen Bachelor und Master eines Vollzeitstudiums und verdient durch einige Nebenjobs zwischen 300 und 700 Euro netto pro Monat. Ihre Ersparnisse liegen bei circa 14.000 Euro und werden von uns beiden nicht weiter betrachtet für den Fall, dass die Beziehung auseinander geht, sie sich eine eigene Wohnung mieten muss, den Master in einer anderen Stadt machen muss usw.

Grundsätzlich gehen wir aber davon aus, dass die Beziehung hält, d.h. wir sehen Stand heute gemeinsame Familienplanung, Immobilienerwerb etc.

Seit Jahren habe ich den Vermögenaufbau fest im Blick, bin durch meine Eltern aber quasi mit „Null“ gestartet (erste studierte Generation aus einer „Arbeiterfamilie“). Meine Eltern besitzen zwar ein schuldenfreies Reihenhaus, aber das dient ihnen selbst zur Finanzierung des Ruhestandes (wahrscheinlich durch späteren Verkauf).

Meine erste Idee war immer „nie zur Miete zu wohnen“. Entsprechend habe ich während meines berufsbegleitenden Masterstudiums (bei dem ich noch zu Hause wohnen konnte und in der Zeit selber Kapital aufbauen konnte) circa eineinhalb Jahre intensiv nach Wohnungen gesucht, jedoch zu 90% nicht das Richtige gefunden und zu 10% nicht „die Eier in der Hose gehabt“ zuzuschlagen. Kurzum: Am Ende stand für uns beide eine Mietwohnung, bei der wir nun 900 Euro warm inklusive Strom und DSL zahlen.

 

Nun bewegen wir uns in Richtung des Problems: Meine Freundin hat weder ein abgeschlossenes Studium noch einen festen Arbeitsplatz – das heißt der Gedanke der ETW ist mittlerweile eh verflogen aufgrund des unnötig hohen Risikos, eventuell verkaufen zu müssen. Meinen Arbeitsplatz werde ich definitiv nicht wechseln wollen, da ich sehr zufrieden bin. Stattdessen haben wir beide das „Lebensziel“ ein schönes Haus mit Garten zu besitzen – und die ETW hätte sowieso immer als „Kapitalerhalt“ dienen sollen. Sprich: Zehn Jahre und mehr drin wohnen, verkaufen und in ein Haus umziehen. Unsere aktuelle Idee ist es also, die nächsten drei bis zehn Jahre abzuwarten, EK zu sparen und eine entsprechende Immobilie (dann ein Haus statt einer Wohnung) zu kaufen, sobald meine Partnerin auch einen festen Arbeitsplatz und ein geregeltes Einkommen hat. Denn auch erst dann können wir ja beurteilen, wie viel Geld wir für eine Finanzierung zur Verfügung haben. Um das Geld bis dahin möglichst zu maximieren, suchen wir derzeit nach einer günstigeren Mietwohnung (ohne die Wohnqualität drastisch zu reduzieren), wodurch wir wahrscheinlich 100 – 150 Euro pro Monat zusätzlich sparen könnten.

 

Durch meine Affinität zum Finanzmarkt habe ich auch eine sehr detaillierte Aufstellung meiner Finanzen durchgeführt. 10.000 Euro sehe ich als absolute „Liquiditätsreserve“ an – diese würde ich auch in eine Immobilienfinanzierung nicht einbringen. Darüber hinaus berücksichtigt meine Sparrate bereits

a) alle Versicherungen

b) Konsumausgaben von derzeit 350 Euro pro Monat „für mich“ sowie

c) 125 Euro pro Monat für Urlaub, so dass ich im Folgejahr den Urlaub aus einem 1.500 Euro-„Topf“ bezahlen kann.

Die aktuelle Sparrate von 1.500 Euro pro Monat ist also tatsächlich nachhaltig.

 

Die konkreten Fragen lauten wie folgt:

 

a)      Was sollte mit dem Geld gemacht werden? Nach Durchsuchen des Forums komme ich eher zu dem Entschluss, alle ETFs zu verkaufen und nur TG-Sparen zu betreiben. Dagegen steht eben der Drang zum Aktionismus: Während der Arbeit und des Studiums geht / ging es immer um Optimierungen des CashFlows. Soll ich mein Geld wirklich unproduktiv auf dem Konto liegen lassen? Das fühlt sich für mich so an als würde ich diese Entscheidung später in meinem Leben bereuen. Also weiterhin in ETFs investieren? Viele Kollegen / Freunde besitzen Immobilien, leisten die maximale Sondertilgung pro Jahr und investieren den restlichen Betrag in ETFs. Wenn ich alles auf TG umschichte frisst die Inflation ja schließlich auch meine Kaufkraft.

 

b)      Wo liegt der optimale Verschuldungsgrad später? Die Frage können wir natürlich nur beantworten, wenn die Variablen meiner Partnerin bekannt sind. Aber folgende Dinge bewegen uns schon: Finanzielle Unabhängigkeit ist anzustreben. Mit Ende 40 schuldenfrei zu sein, klingt sehr verlocken (wir kennen von unseren Eltern nur das Prinzip: Die Schulden müssen zur Rente bezahlt worden sein). Dies geht am ehesten (unter der Beibehaltung des Immobilienwunsches) durch eine günstige Immobilie. Diese mag dann aber sanierungsanfällig sein – oder wäre unter dem Stichpunkt „Flucht aufs Land“ zu subsumieren (wenn wir zum Beispiel das Reihenhaus meiner Eltern übernehmen würden – hier müsste ich meine Geschwister auszahlen und hätte somit inklusive Sanierungen wahrscheinlich Kosten i.H.v. 200.000 Euro). Für uns beide ist es eine weniger schöne Vorstellung seine Kinder permanent zu Hobbies fahren zu müssen. Wer würde seine Kinder nicht gerne so aufziehen, dass sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen können und selbstständig werden? Solche Lagen kosten aber natürlich entsprechend mehr Geld. Nur basierend auf dem Gedanken „maximal 30 Minuten Fahrweg zur Arbeit“ würde man günstigere Objekte in unserer Gegend bekommen, allerdings dann in einem Dorf mit den o.g. Nachteilen. Grundsätzlich möchten wir schon gerne bauen. Unser „Wunsch“ sind ca. 700qm Grundstück – bei ca. 250€ den Quadratmeter Bauland in unserer Region macht das allein 175.000 Euro für das Grundstück sowie ca. 400.000 Euro für ein Haus, wie wir es gerne hätten. Bei dann ca. 600.000 Euro Gesamtkosten könnten wir bei einem guten Job meiner Partnerin vielleicht die nötigen 120.000+ Euro EK in den nächsten drei bis zehn Jahren aufbringen. Aber das ist ehrlicherweise ja auch nur die halbe Wahrheit. Es wäre wahrscheinlich der maximale Betrag, den wir uns leisten könnten (mit „nur“ 20% EK würden wir also maximal viel Haus konsumieren) – müssten uns dann aber jahrzehntelang verschulden und das Ziel finanzieller Unabhängigkeit aufgeben. Und wenn ich erst in zehn Jahren mit der Abbezahlung anfange, bin ich ja auch schon um die Ende 30 – das heißt, eine Verschuldung bis zum Renteneintritt wäre sehr wahrscheinlich, so dass kein Kapital bleibt für nachhaltigen Vermögensaufbau. Wenn meine Freundin keinen entsprechenden Job bekommt oder andere Lebensumstände sich ändern, wäre der „Traum“ der 600.000 Euro-Immobilie sowieso ausgeträumt. 480.000 Euro Darlehn und mit Ende 40 schuldenfrei zu sein funktioniert natürlich nicht. Realistisch ist es also, sich von der „Traumimmobilie“ zu verabschieden und in ein paar Jahren etwas Passenderes zu finden, welches den idealen Grad zwischen „Wunschimmobilie“ und „Verschuldungsgrad“ gut trifft. Die Frage bleibt also: Was soll mit dem bisherigen Geld angestellt werden und habt ihr Meinungen zur idealen Verschuldung?

 

Wie ihr seht, setze ich mich sehr gerne mit dem Thema „Finanzen“ auseinander. Da es für mich fast schon ein „Hobby“ ist, investiere ich gerne private Zeit zur Optimierung der Situation (zum Beispiel günstigere Mietwohnung derzeit). Im Moment habe ich aber das Gefühl, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Ich bin grundsätzlich ein sehr sparsamer Mensch und konsumiere kaum (keine unnötigen Anschaffungen, keine teuren Autos), mein einziger Konsumwunsch ist tatsächlich das klassische Haus mit Garten.

 

Bin sehr gespannt auf eure Rückmeldungen. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme? Vielen Dank und beste Grüße

 

Jonas

 

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Geschrieben

Mal ein anderer Blickwinkel: Du verdienst 3200 netto, d.h. 60-70k brutto pro Jahr mit 27 Jahren. Das ist nicht schlecht und wirklich gut für Dein Alter. In Deiner Rechnung nimmst du an, dass die nicht weiter steigen wird. Warum? Was kannst Du machen, um Einkommen weiter zu steigern? (MBA? Neuer Job? Etc.) Ich vermute, dass Du Dein zukünftiges Einkommen unterschätzt und die 600k sehr viel früher zusammenhast, als Du denkst. Jede Investition in Deine Karriere ist jedenfalls viel mehr wert in Deinem Alter als die Frage, welchen ETF du nehmen solltest.

 

Sorry, falls off-topic ;-)

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Geschrieben · bearbeitet von Jonas1990

Hi SunshineDavid,

 

vielen Dank für deine Rückmeldung. Du hast natürlich recht, dass das Einkommen wahrscheinlich weiter steigen wird. Unterbewusst hoffe ich das natürlich auch, aber der "konservative Kaufmann" nimmt natürlich erstmal an, was er hat. So gesehen habe ich in der Vergangenheit ja bereits positiv in meine Karriere investiert. Vielleicht verdiene ich in fünf Jahren 500 Euro netto mehr, aber das würde den Punkt mit der Verschuldung nicht wirklich ändern, oder? Denn wenn ich einen Tilgungsrechner befrage, brauche ich bei 480.000 Euro Volltilger-Darlehn in zwanzig Jahren eine monatliche Bankrate von 2.500 Euro (und das mit "nur" 2,5% Zinsen). Wenn meine Partnerin Geld verdient wäre das vielleicht möglich, aber dann kommen ja irgendwann auch noch Kinder hinzu (höhere Ausgaben sowie Elternzeit einer Person), Reparaturen am Haus und so weiter. Von daher erscheinen mir 2.500 Euro fixe Rate doch sehr hoch. Aus heutiger Sicht stelle ich mir vor, dass eine Verschuldung > 20 Jahre nicht anzustreben sein sollte (dann wäre ich wie gesagt Ende 50).

 

Die Idee des Einkommensteigerns ist in der Tat interessant. Ich hatte bereits ein/zwei Geschäftsideen. Allerdings war der Hauptgedanke, passives Einkommen durch ETFs zu generieren. Genau das ist ja die Kernfrage, ob dies der richtige Weg bei meinem Ziel ist. Meine 18.000 Euro haben jetzt ein Plus von circa 700 Euro - davon kann ich mir nicht mal eine Monatsmiete leisten, d.h. zusätzliches Einkommen ist es nicht wirklich. Wohnung kaufen und vermieten ist auch nicht mein Ding, zumal ich das dort gebundene EK dann ja selbst gerne irgendwann zur Verfügung hätte.

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Geschrieben

Auch wenn Immobilien z.Zt. extrem teuer sind. Für 600k€ zu bauen, heißt sich eine Luxusvilla hinzustellen. Ich weiß, daß ich mein kleines Häuschen auf dem Land für 150k nicht als Maßstab nehmen kann, aber bei dem 4-fachen Preis stellt sich doch die Frage "Tut das Not?"
Ein eigenes Haus ist sicher was schönes, aber wenn das bedeutet, alles, was man über Jahrzehnte spart, nur in das Haus zu stecken, dann sollte man seine Prioritäten vielleicht überdenken. Gerade wenn Kinder geplant sind, ist es vielleicht schöner in einer guten Mietwohung zu wohnen und der Kindern ein schönes Lebes und eine gute Ausbildung zu ermöglichen, anstatt in einem Statussymbol zu wohnen und an allen Ecken sparen zu müssen.

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Geschrieben

vor 32 Minuten schrieb Jonas1990:

Was sollte mit dem Geld gemacht werden?

Wenn du in der Finanzbranche arbeitest, solltest du doch für diese Frage bereits die Lösung kennen. Je nachdem was du beruflich machst und dich die Thematik interessiert, kannst du dir auch das Value Investing aneignen, statt den langweiligen ETFs. Dann hast du gleichzeitig deinen Aktionismus befriedigt und zusätzlich, wenn du es richtig machst, eine gute Rendite. 

 

vor 34 Minuten schrieb Jonas1990:

Wo liegt der optimale Verschuldungsgrad später?

Die Frage ist nicht zu beantworten. Wenn ich aus für einen Kredit 500 € monatlich zahle, dafür aber 600 € einnehme, wäre der optimale Verschuldungsgrad unendlich. Wenn du für deinen Kredit keine Einnahmen erzielst, dann sollte dein Cashflow nicht stärker als ein Drittel belastet werden. (alte Bankregel) 

Das Wichtigste: Wenn du in keinen ländlichen Rahmen leben willst, dann tu es auch nicht! Egal ob es teurer oder billiger wird. Du wirst es nur bereuen und schlussendlich die Schnauze voll haben und doch umziehen.

vor 40 Minuten schrieb Jonas1990:

einziger Konsumwunsch ist tatsächlich das klassische Haus mit Garten

Dann kauf eines! Willst du irgendwann mal im Sterbebett liegen und sagen: "ich hätte damals lieber ein Haus gekauft statt mein Leben in einer kleinen Wohnung zu leben. Aber es war halt billiger und mein Geiz lies es nicht zu" 

Meines Erachtens ist das die Schlimmste Vorstellung überhaupt. Und wenn dadurch die "finanzielle Unabhängigkeit" 5 oder 10 Jahre später erreicht wird, ist es eben so. Aber es ist eine Investition in dein Glück. Eine bessere Rendite bekommt man nirgends.

vor 3 Minuten schrieb marcel:

Für 600k€ zu bauen, heißt sich eine Luxusvilla hinzustellen.

Wenn man die 600k € annimmt inklusiv Grund, inklusiv Einrichtung, inklusiv Ausschattung,... ist das schon eher ein Mittelklassehaus in der Stadt. Und an der Schreibweise des TE erkennt man, dass er ein Anhänger des "arm rechnens" ist. Kosten werden aufgerundet, Cashflows abgerundet. ;)

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Geschrieben

Hallo Marcel,

 

auch dir vielen Dank für deine Einschätzung. Wie schon geschrieben sind die 600k sicherlich "wünsch dir was", allerdings sind für mich circa 100qm "Nutzgarten" sowie ein energetisch wirkungsvolles Haus und damit entsprechend niedrige Nebenkosten tatsächlich der einzige Konsumwunsch, den ich habe - Status spielt dabei keine Rolle. Allerdings fällt somit die Stadtwohnung (egal ob Miete oder Eigentum) raus.

Aber ich stimme dir grundsätzlich zu: Diese beiden Ziele (Nutzgarten und energieeffizientes Haus) kann man sicherlich auch mit weniger Geld erreichen. Stellt sich dann die Frage, wie sinnvoll es ist eine Bestandsimmobilie zu sanieren (die dann wahrscheinlich mit um die 300k bis 400k zzgl. NK und Sanierungskosten zu Buche schlägt).

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Geschrieben · bearbeitet von Jonas1990

vor 19 Minuten schrieb JosefSpa:

Wenn du in der Finanzbranche arbeitest, solltest du doch für diese Frage bereits die Lösung kennen. Je nachdem was du beruflich machst und dich die Thematik interessiert, kannst du dir auch das Value Investing aneignen, statt den langweiligen ETFs. Dann hast du gleichzeitig deinen Aktionismus befriedigt und zusätzlich, wenn du es richtig machst, eine gute Rendite. 

 

Die Frage ist nicht zu beantworten. Wenn ich aus für einen Kredit 500 € monatlich zahle, dafür aber 600 € einnehme, wäre der optimale Verschuldungsgrad unendlich. Wenn du für deinen Kredit keine Einnahmen erzielst, dann sollte dein Cashflow nicht stärker als ein Drittel belastet werden. (alte Bankregel) 

Das Wichtigste: Wenn du in keinen ländlichen Rahmen leben willst, dann tu es auch nicht! Egal ob es teurer oder billiger wird. Du wirst es nur bereuen und schlussendlich die Schnauze voll haben und doch umziehen.

Dann kauf eines! Willst du irgendwann mal im Sterbebett liegen und sagen: "ich hätte damals lieber ein Haus gekauft statt mein Leben in einer kleinen Wohnung zu leben. Aber es war halt billiger und mein Geiz lies es nicht zu" 

Meines Erachtens ist das die Schlimmste Vorstellung überhaupt. Und wenn dadurch die "finanzielle Unabhängigkeit" 5 oder 10 Jahre später erreicht wird, ist es eben so. Aber es ist eine Investition in dein Glück. Eine bessere Rendite bekommt man nirgends.

Wenn man die 600k € annimmt inklusiv Grund, inklusiv Einrichtung, inklusiv Ausschattung,... ist das schon eher ein Mittelklassehaus in der Stadt. Und an der Schreibweise des TE erkennt man, dass er ein Anhänger des "arm rechnens" ist. Kosten werden aufgerundet, Cashflows abgerundet. ;)

Hi JosefSpa,

 

auch dir natürlich vielen Dank für deine Einschätzung. Den "konservativen Kaufmann" hast du in mir schon vollkommen richtig erkannt ;) Und ich stimme dir auch zu: Ich habe mich von relativ viel Materialismus losgesagt und liebe es eher zu investieren. Warum sollte ich mir dann nicht diesen einen Konsumwunsch erfüllen, wenn er Teil meines Lebensziels ist (auch wenn es gleich der teuerste Konsum ist :D)? Aber gleichzeitig ist TG-Sparen nicht wirklich Investieren (und Haus kaufen zur Eigennutzung eben auch nicht).

Value Investing habe ich tatsächlich mal probiert, allerdings ist das ja auch eine gewisse Glaubensfrage. Mein Wohlfühlgebiet sind eher ETFs, bei denen ich den Zeitpunkt des Investierens bestimme (also Einmalkäufe bei Kursrücksetzern als stetig am 1. mit der Masse mitzuschwimmen). Auch hier ist es natürlich Glaubensfrage, ob man damit am Ende besser oder schlechter fährt.

Aber wie siehst du das übergeordnete Problem? Selbst wenn ich Value Investing betreiben würde: Peter Lynch in "One up on Wall Street" plädiert ganz klar dafür: Erst Haus, dann Aktien. Und auch Warren Buffett spricht vernünftigerweise von jahrelangen Haltedauern. Dies widerspricht natürlich dem Gedanken, dass das Geld in einigen Jahren verfügbar sein sollte.

 

Wie seht ihr das Thema zweiten Bausparvertrag nutzen?

 

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Geschrieben

vor 1 Minute schrieb Jonas1990:

Auch hier ist es natürlich Glaubensfrage, ob man damit am Ende besser oder schlechter fährt.

Richtig. Es gibt sowohl für das eine als auch das andere zahlreiche Studien. Wenn du mit ETFs besser schlafen kannst, ists auch gut.

vor 3 Minuten schrieb Jonas1990:

Peter Lynch in "One up on Wall Street" plädiert ganz klar dafür: Erst Haus, dann Aktien.

Das Buch von Lynch ist hervorragend und eines der Besten die es in diesem Bereich gibt. Fraglich ist ob er diese Aussage auch heute noch so von sich geben würde. Das Buch ist 30 Jahre alt. In diesem Zeitraum lag der Leitzins um die 8 %. Die Zinskosten waren bekanntlich also noch um Welten höher als heute. Man müsste also permanent eine starke Rendite erzielen um sein Geld effektiver anzulegen als einfach seinen Kredit abzubezahlen. Damals war die Aussage deshalb absolut richtig. Heute sehe ich die Lage etwas anders. Habe selbst noch einen Kredit mit 1,2 % p. a. am laufen. Warum sollte ich diesen möglichst schnell tilgen? Es macht rein aus renditetechnischer Sicht keinen Sinn, wenn ich mein Geld am Markt deutlich besser Anlegen kann. Natürlich habe ich dafür keine Garantie. Doch die Chance dass ich diese Zinskosten mit meiner Aktienanlage überflügeln kann, schätze ich als sehr hoch ein.

vor 12 Minuten schrieb Jonas1990:

Warren Buffett spricht vernünftigerweise von jahrelangen Haltedauern.

Warren Buffett hält jedoch seine Aktien nicht so lange wie oft behauptet. Seine durchschnittliche Haltedauer liegt auch "nur" bei ca. 5 Jahren. Nur einige Ausnahmen wie Coca Cola hat er seit Ewigkeiten im Depot.

 

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Geschrieben · bearbeitet von marcel

vor 30 Minuten schrieb JosefSpa:

Wenn man die 600k € annimmt inklusiv Grund, inklusiv Einrichtung, inklusiv Ausschattung,... ist das schon eher ein Mittelklassehaus in der Stadt. Und an der Schreibweise des TE erkennt man, dass er ein Anhänger des "arm rechnens" ist. Kosten werden aufgerundet, Cashflows abgerundet. ;)

Selbst wenn die Grundstückspreise hoch sind. Allein 400k für das Haus ist alles andere als Mittelklasse. Und wer kein 5-stelliges Monatseinkommen hat, sollte meiner Meinung nach gar nicht darüber nachdenken.
Für das Geld des Hauses kann man 50 Jahre zu 1000€ kalt wohnen und spart sich dabei eine Menge Aufwand und Ärger.
Wenn es denn der Traum ist, ok. Dann darf man aber auch keine anderen Träume mehr haben.

 

P.S.: Wenn man die Kreditzinsen gegen die Gewinne aus freiem Kapital rechnet, kann man sogar ein gutes Stück mehr, als 1000€ kalt für den Wohnsitz ausgeben.

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Geschrieben · bearbeitet von Jonas1990

vor 21 Minuten schrieb JosefSpa:

Es macht rein aus renditetechnischer Sicht keinen Sinn, wenn ich mein Geld am Markt deutlich besser Anlegen kann.

Auch hier stimme ich dir zu. Würde ich heute eine ETW für z.B. 150k kaufen, so würde ich nicht "maximales" EK einbringen, sondern nur das notwendige, um einen guten Zins bei der Bank zu bekommen und 20 Jahre Laufzeit wählen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in zehn Jahren auf dem Tagesgeld einen höheren Zins bekomme als ich dann zahle, schätze ich als hoch ein. Aber ich denke, dass der Grundtenor in diesem Forum schon ist: Aktienanlagen während offenen Immobilienschulden sind WP-Anlagen auf Kredit (kann also ein Renditeboost sein, kann aber auch nach hinten losgehen). Ausnahme natürlich, wenn die Immobilie vermietet ist und ich mit dem Cashflow des Mieters Rücklagen und Bankdarlehn bedienen kann - dann brauche ich nicht notwendigerweise zusätzlich tilgen, sondern freue mich über die steuerliche Anrechenbarkeit der Kreditzinsen.

 

vor 20 Minuten schrieb marcel:

Allein 400k für das Haus ist alles andere als Mittelklasse.

Das ist wie gesagt auch unter dem Aspekt "Wünschdirwas" zu sehen. Carport mit Batterieladung, PV-Anlage auf dem Dach, KfW-sonstwas-Haus. Also der Klassiker "ich schaue mal in den Katalog, was mir gefällt". Selbst wenn am Ende die Immobilie an sich nur 250.000 Euro kostet, dann sprechen wir noch von ca. 450.000 Euro Investition bzw. 330.000 Euro Darlehn bei 120.000 Euro EK.

 

Wenn wir die Gretchenfrage außen vor lassen, ob die Gesamtinvestition nun 300k, 400k oder 600k beträgt (dafür gibt es ja auch einfach noch zu viele Unbekannte): Was wäre das Investmentvehikel eurer Wahl? TG, ETFs, Bausparvertrag oder ganz was anderes? Würdet ihr die bestehenden Fonds verkaufen?

 

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vor 21 Minuten schrieb marcel:

Für das Geld des Hauses kann man 50 Jahre zu 1000€ kalt wohnen und spart sich dabei eine Menge Aufwand und Ärger.

Den Ärger hast du, wenn dir der Vermieter nach 50 Jahren an die Gurgel springt, weil er bereits vor 40 Jahren die Miete angehoben hat und du weiterhin nur 1000 € bezahlst . :thumbsup:

vor 24 Minuten schrieb marcel:

Allein 400k für das Haus ist alles andere als Mittelklasse.

Orientiere mich aktuell was ich z. B. bei immoscout in Frankfurt für um die 500k finde. Häuser für diesen Preis würde ich durchaus als Mittelklasse definieren. https://www.immobilienscout24.de/wohnen/hessen,frankfurt-am-main/haus-kaufen.html

Luxus sehe ich dort eher ab einer Million. Ist zwar auch Ansichtssache, aber auf dem Land mag es absolut richtig sein, dass man Luxus bereits für um die 400k erhalten kann.

 

vor 3 Minuten schrieb Jonas1990:

TG, ETFs, Bausparvertrag oder ganz was anderes?

TG und ETFs, aber weg von dämlichen Finanzprodukten, die nur der Bank helfen.

 

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Geschrieben

vor 5 Minuten schrieb JosefSpa:

aber weg von dämlichen Finanzprodukten

Ich nehme an, das war eine allgemeine Formulierung? ;) Die würde ich nämlich auch nie kaufen.

Sprich: Ansatz wie bisher beibehalten und die ETFs nicht verkaufen? TG weiterhin übergewichten?

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Geschrieben · bearbeitet von pillendreher

vor 20 Minuten schrieb Jonas1990:

 

Wenn wir die Gretchenfrage außen vor lassen, ob die Gesamtinvestition nun 300k, 400k oder 600k beträgt (dafür gibt es ja auch einfach noch zu viele Unbekannte): Was wäre das Investmentvehikel eurer Wahl? TG, ETFs, Bausparvertrag oder ganz was anderes? Würdet ihr die bestehenden Fonds verkaufen?

 

 

Einerseits: ... Gesamtinvestition nun 300k, 400k oder 600k...

Andererseits:  In Summe sind hier ziemlich genau 18.000 Euro investiert.

 

Merkst du wie unerheblich das ist?

Aber wie du schon sagst
 

Zitat

 

Sprich: Ansatz wie bisher beibehalten und die ETFs nicht verkaufen?  TG weiterhin Übergewichten?)

 

 

PS: Möglicherweise das Problem in Angriff nehmen

Zitat

Nun bewegen wir uns in Richtung des Problems: Meine Freundin ...

 

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vor 16 Minuten schrieb Jonas1990:

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in zehn Jahren auf dem Tagesgeld einen höheren Zins bekomme als ich dann zahle, schätze ich als hoch ein.

Diese Wette würde ich nicht eingehen. Davon abgesehen: die Rendite durch geringere Zinszahlungen ist steuerfrei. Und diese Rendite musst du mit TG NACH Steuern erreichen. Achtung: demnächst möglicherweise bei einem Steuersatz von deutlich über 25%

 

vor 19 Minuten schrieb Jonas1990:

sondern freue mich über die steuerliche Anrechenbarkeit der Kreditzinsen.

Auf was kannst du die Kreditzinsen anrechnen?

 

vor 1 Minute schrieb Jonas1990:

Ich nehme an, das war eine allgemeine Formulierung? ;) Die würde ich nämlich auch nie kaufen.

Gemeint (von @JosefSpa) ist wohl der Bausparvertrag.

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Geschrieben

vor 3 Minuten schrieb Jonas1990:

Die würde ich nämlich auch nie kaufen.

Punkt zum BSV: Der wurde mal ohne Abschlussgebühr besorgt und wenn ich mich recht erinnere, geht die Bausparkasse im Grundbuch nur an zweite Rangordnung (erleichtert somit die Kreditaufnahme bei der kreditgebenden Bank). Von daher habe ich bis heute noch keine Kosten gehabt, sondern sehe das Produkt eher als "Festzinssparen" an mit der Option meine Baufinanzierung irgenwann mal zu optimieren.

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Geschrieben

Hi Jonas,

 

würde TG deutlich übergewichten und mir das nötige EK schnellstmöglich zusammensparen. Dann hast Du auch bessere Transparenz über Deine Einkommenssituation (wieso nur 500 Euro netto mehr pro Monat? Warum in 5 Jahren nicht 2000 Euro mehr? Es ist doch immer wieder erstaunlich wieviel Führungskräfte in der Wirtschaft verdienen). Muss dann Voltilgerdarlehen und 20 Jahre sein? Den Extra Prozent Zinsen würde ich lieber in die Tilgung stecken. 600k ist (leider) kein Luxushaus mehr (Baukosten kann ich nicht beurteilen, aber in der Stadt gibt es dafür sicher kein Luxus mehr).

 

Viel Erfolg

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Geschrieben · bearbeitet von Jonas1990

vor 4 Minuten schrieb odensee:
vor 25 Minuten schrieb Jonas1990:

sondern freue mich über die steuerliche Anrechenbarkeit der Kreditzinsen.

Auf was kannst du die Kreditzinsen anrechnen?

Hi odensee,

 

nagel mich nicht fest. Ich habe es bisher so verstanden, dass wenn ich 4.000 Euro durch Vermietung einnehme, aber 2.000 Euro Zinslast in dem Kalenderjahr hatte, ich nur 2.000 Euro als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung versteuern muss (weitere Effekte außen vor gelassen). Ähnlich wie Werbungskosten in der Steuererklärung für Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit. Aber da eine Vermietung nicht zur Debatte steht, ist es hier wohl auch nicht relevant wie es genau funktioniert.

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Geschrieben

Ok, alles klar...

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Geschrieben

vor 19 Minuten schrieb SunshineDavid:

Es ist doch immer wieder erstaunlich wieviel Führungskräfte in der Wirtschaft verdienen

Stellt sich natürlich die Frage, ob dieser Status anzustreben ist. Höhere Stufe bedeutet eben auch weniger Zeit, meine Familie, meine Hobbies, meine Freunde und mein Haus zu "konsumieren". Die schlimmste Vorstellung wäre für mich, wenn ich all das nicht genießen könnte. Sollten meine Lebensziele sich so verändern, dass ich in zehn Jahren gerne Führungskraft werden möchte (aus intrinsischer Motivation!), weil mein Job mir zu langweilig wird, und ich die Möglichkeit dazu habe, dann sieht es natürlich anders aus. Zeit ist allerdings das wertvollste Gut - und dieses ist nicht refinanzierbar :)

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Geschrieben · bearbeitet von SunshineDavid

vor 8 Stunden schrieb Jonas1990:

Stellt sich natürlich die Frage, ob dieser Status anzustreben ist. Höhere Stufe bedeutet eben auch weniger Zeit, meine Familie, meine Hobbies, meine Freunde und mein Haus zu "konsumieren". Die schlimmste Vorstellung wäre für mich, wenn ich all das nicht genießen könnte. Sollten meine Lebensziele sich so verändern, dass ich in zehn Jahren gerne Führungskraft werden möchte (aus intrinsischer Motivation!), weil mein Job mir zu langweilig wird, und ich die Möglichkeit dazu habe, dann sieht es natürlich anders aus. Zeit ist allerdings das wertvollste Gut - und dieses ist nicht refinanzierbar :)

Ja, hier hast du natürlich einen wichtigen Punkt angesprochen. Häufig bedeutet Karriere auf andere Sachen verzichten zu müssen, entweder durch Umzug (dann bringt Dir eine Immobilie in der Tat wenig) oder mehr Arbeitszeit. Das muss natürlich nicht zwangsläufig so sein, würde dann allerdings auch eher nach dem "vorsichtigem Kaufmann" investieren. 

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Nur eine Anmerkung. Das haben wir gerade wieder bei Bekannten erlebt:

(eventuell hast du es in deiner Berechnung drin und nur nicht erwähnt)

 

Du kalkulierst die Kosten für das Grundstück und für das Haus. Aber du möchtest ein Haus mit Garten.

Und ich würde schätzen, dass du/ihr nicht mit einer wilden Blumenwiese zufrieden seid.

 

Vielleicht hier noch mal pauschal 50.000 (+) kalkulieren. Je nach euren Ansprüchen kann das deutlich zu hoch sein. Gerade wenn man den Garten als Hobby sieht und vieles selbst macht.

Aber im Fall unserer Bekannten kam die Summe recht schnell zusammen. (Zaun, neuer Mutterboden nach Bauarbeiten, kleine Mauer, Terrasse inkl. Markise, Pflanzen) 

 

Lg Susi

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50k für Garten erscheint mir doch sehr viel. Zumal man das ja zeitlich strecken kann.

Bei Mauer(!) aber auch Terrasse und Markise würde ich erstmal schauen, was da überhaupt zulässig ist (Nachbarschaftsrecht des Bundeslandes etc).

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vor 13 Stunden schrieb JosefSpa:

Den Ärger hast du, wenn dir der Vermieter nach 50 Jahren an die Gurgel springt, weil er bereits vor 40 Jahren die Miete angehoben hat und du weiterhin nur 1000 € bezahlst . :thumbsup:

Wenn du 400k in ein breites Aktienportfolio steckst, kannst du höchstwahrscheinlich monatlich 1k entnehmen ohne dass dein Gesamtvermögen real sinkt. Eine jährliche Anpassung an die Inflation ist dann vermutlich auch drin und somit sollten auch mögliche Mietsteigerungen abgedeckt sein.

 

Man sollte auch berücksichtigen, dass ein Haus mit entsprechender Arbeit daherkommt. Das wird von Vielen unterschätzt und ich kenne nicht wenige Leute die kontinuierlich nach dem Hausbau darüber jammern. Ganz zu schweigen von den vielen kleinen Nebenkosten die man am Anfang nicht auf dem Schirm hat. Man spart halt nicht 100% der Miete, sondern meist eher nur 75%.

 

Ich persönliche bin in einer ähnlichen Situation wie du und habe mich so langsam von der eigenen Immobilie verabschiedet. Man sollte dabei auch berücksitigen, dass man beim Kauf/Bau einer Immobilie immer vorausschauend ist und (für die aktuelle Situation) zu groß kauft/baut. Beim Mieten bist du da viel flexibler. Nichtsdestotrotz halte ich eine EK Reserve in Cash falls es in Zukunft doch mal ein Schnäppchen geben sollte und der Rest wird entsprechend in ein ETF Portfolio angelegt.

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Ich gebe Susi und whister Recht.

 

Zur Situation Garten:

Kalkuliere/plane den Garten zur selben Zeit wie den Hausbau und schließ das Projekt Garten kurz nach Hausbau ab.

Du möchtest ab dann deinen Garten genießen und hast noch genug Arbeit mit der "Bestandspflege" von Haus und Garten. Du wirst dich nur ärgern, wenn du etwas nicht gleich umgesetzt hast.

Ich finde auch, wenn man von der Arbeit/aus dem Urlaub kommt sollte der erste Blick auf einen Wohlfühl-Garten fallen und nicht auf die "Baustelle" die es noch fertigzustellen gilt.

Und 50.000 sind keinesfalls zu hoch geschätzt. Man liest teilweise von 10-15% Kosten der Bausumme oder 50-100€ pro QM Garten. Aber das wirst du dann sehen, wie die Situation ist wenn du ein geeignetes Grundstück gefunden hast.

Wichtig ist nur, dass du das auf dem Schirm hast.

 

Und ja, ein Haus macht dauerhaft Arbeit. Das wird dir jeder bestätigen der eins hat. Aber, zumindest geht es mir so, kann die Arbeit auch Spaß machen. Du weißt wofür du es tust.

Ich habe die Entscheidung bisher nicht bereut und genieße das sehr!!

 

Es gibt einen Blog (zendepot) - dort wird ein wenig über Pro/Kontra zum Thema Miete/Eigentum geschrieben.

Wenn ich mich richtig erinnere ist der Blog aber eher pro Miete ausgerichtet.

 

Grüße vom Bär

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Geschrieben · bearbeitet von pillendreher

vor 25 Minuten schrieb DerBär:

Zur Situation Garten:

Kalkuliere/plane den Garten zur selben Zeit wie den Hausbau und schließ das Projekt Garten kurz nach Hausbau ab.

Du möchtest ab dann deinen Garten genießen und hast noch genug Arbeit mit der "Bestandspflege" von Haus und Garten. Du wirst dich nur ärgern, wenn du etwas nicht gleich umgesetzt hast.

 

 

O je - da komm ich aus dem Garten, schau ins WPF und finde mich ich Kleingärtnerforum.

 

Aber wenn wir schon in Kleingärtnerforum sind.

Das Projekt Garten kannst du nicht abschließen. Er ist ständig im Wandel, aktuell stirbt der Buchs und wird langsam ersetzt, teilweise lasse ich auch die toten Kugel erstmal stehen.

Jeder Zustand ist beeindruckend, am schönsten ist die Veränderung mit der Zeit.

Man muss dem Garten und sich selbst Zeit geben. Du wirst dich nur ärgern, wenn du etwas nicht alles gleich umgesetzt hast.

Auch da ist das Motto: Aktionismus bekämpfen.

Geld braucht es sehr wenig, meine Pflanzen stammen zum Großteil von dem, was andere wegwerfen.

 

 

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