Alte Werte verkaufen und neues ETF-Depot aufbauen

  • ETF
  • 70/30
  • Umstrukturierung
  • Vermögensaufbau
  • Student

Geschrieben · bearbeitet von 84BPM

Hallo zusammen,

 

ich bin seit kurzem stiller Mitleser hier im Forum und suche nun einige Tipps und Anregungen eurerseits für meine geplante Depot-Umstrukturierung. Es geht vor allem darum den aktuellen Bestand aufzulösen (da gemanagte Fonds und mittlerweile total unpassend zu meiner Asset Allocation bzw. meinen Anlagevorstellungen). Natürlich soll das Geld dann nicht auf dem Girokonto schlummern sondern re-investiert werden. Bevor ich euch meinen kleinen Schlachtplan präsentiere gibts erst mal einige Informationen über mich:

 

Steckbrief

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Um 2010 herum Erfahrungen gemacht mit Unternehmensanleihen,  gemanagten Fonds, ETFs. Seit etwa 5 Jahren das Depot nicht mehr angerührt. Jetzt muss mal wieder was passieren: In Zukunft möchte ich mich aktiver um passive Wertanlagen kümmern ;)

 

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben)

LYXOR EUROMTS ALL-MATURITY INVESTMENT GRADE (DR) UCITS ETF-ACC    WKN: LYX0XK    ISIN: LU1650490474

BNY MELLON EUROLAND BOND FUND   WKN: 348195   ISIN: IE0032722260

DWS GERMAN EQUITIES TYP O   WKN: 847428   ISIN: DE0008474289

Aktie: Infineon Technologies   WKN: 623100    ISIN: DE0006231004

 

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage

Wöchentlich 1 Stunde

 

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

Ich war bisher ein guter "Aussitzer". Das Ersparte ist zu allererst zum Vermögensaufbau gedacht und muss in den kommenden 10 Jahren nicht verfügbar sein.

 

 

Optionale Angaben:

1. Alter: 31, ledig

2. Berufliche Situation: Student, in 2-3 Jahren im Berufsleben

3. Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft? Nein (Verkauf des alten Depots steht an)

 

 

Über meine Fondsanlage

1. Anlagehorizont: Mindestens 10 Jahre

2. Zweck der Anlage: Vermögensaufbau für späteren Immobilienkauf oder Altersvorsorge

3. Einmalanlage und/oder Sparplan?  Zunächst Einmalanlage. Spätestens bei Berufsbeginn (2-3 Jahre) zusätzlicher Sparplan

4. Anlagekapital Derzeit etwa 35.000 (überwiegend Girokonto, teilweise (9k) ältere Papiere [s.o.])

 

 

 

So. Nun habe ich in den letzten Tagen viel Zeit damit verbracht die vielen guten Threads hier im Forum zu lesen, meine Asset Allocation aufzustellen und mein neues Depot zu planen. Mein größtes Fragezeichen steht im Moment noch hinter der Anzahl der ETFs. Doch hier erstmal meine Asset Allocation (Aktienteil ist hier zerlegt in 24/26/10/40, darf aber gerne diskutiert werden [s.u.]):

 

 

Asset Allocation

 

Asset Allocation.png

 

 

 

 

Und nun zu meinen Fragezeichen:

 

-> Welche ETF-Strategie passt zu mir: 4 ETF mit BIP-Gewichtung oder 2 ETF mit klassischer 70/30-Verteilung?

 

Mein Bauchgefühl tendiert zu einer Aufteilung in mehrere ETF. Ich verspreche mir eine bessere Gewichtung nach BIP. Das ist natürlich totale Geschmackssache. Also habe ich mal eine Gegenüberstellung mit dem 70/30-Klassiker gemacht; und siehe da: Im Moment spricht nichts für die Aufteilung in 4 ETF (mehr Orderentgeld, mehr TER und rückblickend weniger Kursgewinn). 

Depotvergleich.png

 

- Mit welchem Grund sollte man vielleicht doch in 4 Indizes investieren? Im Moment fehlt mir da die Begründung für mein Bauchgefühl :D

- Habe ich bei meiner Gegenüberstellung irgendwas ausser Acht gelassen?

 

-> Was sollte ich beachten bei dem Verkauf der alten Depotbestände?

Gerne möchte ich sämtliche aktuellen Papiere verkaufen, da ich mich derzeit damit nicht wohl fühle. Ich habe mithilfe meiner Bank eine Steuersimulation durchgeführt. Gibt es beim Verkauf irgendwas zu beachten, um zB Steuern zu sparen?

Steuersimulation.png

 

Bitte korrigiert mich, wenn ich mit folgenden Annahmen falsch liege:

- Es wundert mich etwas, dass der Gewinn hier so klein ausfällt. Der ursprüngliche Kaufbetrag lag etwa bei 5.131€. Sofern ich das richtig interpretiere, müsste das an dem automatischen Kauf/Verkauf zum Jahreswechsel liegen

- Mit dem Gewinn von 1784€ hätte ich meinen Pauschbetrag nach dem Verkauf vollständig genutzt

 

 

-> Welche Produkte eigenen sich in der Risikoklasse 1 und 2 derzeit?

Die aktuellen Empfehlungen hier im Forum raten vor allem zu Festgeldanlagen. Da gibt es derzeit etwas über 1% bei einer Laufzeit von 5 Jahren. Mit Immobilienwerten habe ich mich bisher nicht beschäftigt. Sind das Produkte die aus eurer Sicht für mich in Frage kämen?

 

 

 

Vielen Dank im Voraus für alle wertvollen Hinweise!

 

Edited:

Die Grafiken für Asset Allocation und den Depotvergleich wurden nach Hinweisen anderer Mitglieder aktualisiert!

 

 

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Geschrieben

als erstes muss man auch mal sagen, sehr schön :thumbsup:, Du hast vieles schon sehr gut erkannt und ausgearbeitet. Viele schreiben immer habe gelesen, aber dieses merkt man dann nicht, bei dir schon.

 

Ich würde die Fonds auch verkaufen. Der DAX Fonds ist noch ganz gut gelaufen, aber passt ja nicht zu dem, was Du möchtest, also raus damit.

Normalerweise würde ich dir eine 1 Fonds Lösung vorschlagen, aber Du möchtest ja unbedingt mehr EM in deinem Depot und dann passt diese nicht. Deswegen würde ich, der Einfachheit wegen, die 2er World / EM 70/30 Lösung nehmen. Wenn Du mit deinem Studium fertig bist, einen geregelten Job hast und Geld verdienst, kann man das Depot immer noch weiter ausbauen. Bis dahin, einfach und übersichtlich.

 

Festverzinsliches als Festgeld anzulegen mache ich auch so, als Festgeldleiter.

Allerdings trenne ich konsequent Depot und Giro. Von daher ist z.B. dein Punkt Liquidität bei mir nicht in der Depotübersicht enthalten. Das würde bei dir jetzt 83% Aktien und 17% Festverzinslich ergeben. Kann man machen, musst halt selber herausfinden, welches Risiko Du eingehen möchtest.

 

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Geschrieben

Mir fehlen beim bisherigen Vortrag vor allem Überlegungen für den berühmten Notgroschen, der immer ( ! ) außerhalb des Depots zu betrachten ist.

Und sei es nur , um einen Umzug nach Studienabschluss zu finanzieren.

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Geschrieben · bearbeitet von Dudelinode

Das sieht doch schon sehr gut aus!

 

Zu deiner 70/30 vs 30/30/30/10 Frage - ich habe mir vor 3-4 Jahren genau diese auch gestellt. Habe mich fuer 30/30/30/10 entschieden. Gruende waren die Portfoliogroesse welche ich anstrebe. Aktuell bei ca. 100k im ETF-Teil passt dies auch aufgrund der Frontier und SC Erweiterungen. Bis ~60k im ETF Teil wuerde ich ueber nichts anderes als 70/30 nachdenken. Gerade da man hier auch weniger Aufwand hat und aufgrund der konstanten Aenderungen der "Freebuy" Aktionen e.g. DiBa flexibler ist. Ich finde z.B. aktuell keinen kostenlosen ETF auf AP inklusive Japan. 

 

Wuerde auch den Altbestand verkaufen, trenn dich davon und gut ist. Festgeldleiter fuer die RK1 aufbauen und fertig. 

 

Hast du noch etwas vergessen?

1. Du bist Student - denk daran das Investitionen in dein Humankapital die allerhoechste Rendite abwerfen (sollten) und zu priorisieren sind. 

2. Sind deine Ausgaben wirklich so gut planbar? Lebensortwechsel nach Studium e.g. in 2-3 Jahren schreibst du oder Ausland etc. 

3. Denk daran die Asset allocation so zu waehlen das du sie auch durchhaelst wenn der Markt einknickt und nicht aus Angst alles verkaufst. 

 

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vor 12 Minuten schrieb troi65:

Mir fehlen beim bisherigen Vortrag vor allem Überlegungen für den berühmten Notgroschen, der immer ( ! ) außerhalb des Depots zu betrachten ist.

Die sind doch da, 5k auf dem Giro. Dass die immer außerhalb der Allokation zu betrachten wären, halte ich für eine durchaus vertretbare Meinung, keinesfalls aber für ein unumstößliches Gesetz. (ich mache das z. B. nicht und fühle mich nicht als Finanz-Gesetzesbrecher - Diskussion schwappte kürzlich im Forum mit kontroversen Meinungen hoch)

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vor 1 Stunde schrieb 84BPM:

 

...

Mein Bauchgefühl tendiert zu einer Aufteilung in mehrere ETF. Ich verspreche mir eine bessere Gewichtung nach BIP. Das ist natürlich totale Geschmackssache. Also habe ich mal eine Gegenüberstellung mit dem 70/30-Klassiker gemacht; und siehe da: Im Moment spricht nichts für die Aufteilung in 4 ETF (mehr Orderentgeld, mehr TER und rückblickend weniger Kursgewinn). 

Depotvergleich.png  11   403 kB

 

- Mit welchem Grund sollte man vielleicht doch in 4 Indizes investieren? Im Moment fehlt mir da die Begründung für mein Bauchgefühl :D

...

 

In erster Linie macht man es wohl, um die Regionen nach eigenem Gusto aufteilen zu können, also wohl ein Zugeständnis an das Bauchgefühl. Ich mache es auch.

Gebracht hat es über länger Zeiträume aber bisher nichts, wie uns Otto03 lehrt:

 

 

Das 4er-Depot sollte man aber durchaus günstiger hinbekommen als Du es getan hast. Außerdem solltest Du nicht die TER als Maßstab für die Kosten nehmen, sondern die TD (Trackingdifferenz). Siehe dazu Holzmeierthread:

 

 

Wenn ich das richtig sehe, bezeichnest Du die Mischung MSCI World (70%) und StoxxEurope600 (30%) als Klassiker. Das habe ich aber so noch nie gesehen. Der Klassiker wäre es mit 70% World und 30% EM. Dumm ist Deine Variante deshalb aber nicht unbedingt. Man hätte Europa dann aber insgesamt sehr stark gewichtet.


 

Zitat

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Um 2010 herum Erfahrungen

 

Zitat

Ich war bisher ein guter "Aussitzer".

Kein Wunder, wenn es nichts auszusitzen gab.

 

Was Deine alten Fonds betrifft: Rücksichtslos verkaufen, wenn Du vor Dir selbst nicht sachlich erklären kannst, warum Du sie halten möchtest.

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vor einer Stunde schrieb west263:

als erstes muss man auch mal sagen, sehr schön :thumbsup:, Du hast vieles schon sehr gut erkannt und ausgearbeitet. Viele schreiben immer habe gelesen, aber dieses merkt man dann nicht, bei dir schon.

 

Normalerweise würde ich dir eine 1 Fonds Lösung vorschlagen, aber Du möchtest ja unbedingt mehr EM in deinem Depot und dann passt diese nicht. Deswegen würde ich, der Einfachheit wegen, die 2er World / EM 70/30 Lösung nehmen.

 

Danke für das Lob ;) 

 

 

vor einer Stunde schrieb troi65:

Mir fehlen beim bisherigen Vortrag vor allem Überlegungen für den berühmten Notgroschen, der immer ( ! ) außerhalb des Depots zu betrachten ist.

Und sei es nur , um einen Umzug nach Studienabschluss zu finanzieren.

 

Oh, guter Punkt! Danke für den Hinweis. Ich habe meine AA entsprechend aktualisiert. Ich fühle mich wohl auch mit dieser Regelung besser. Nachkaufen kann man ja immer ;)

 

 

vor einer Stunde schrieb Dudelinode:

Hast du noch etwas vergessen?

1. Du bist Student - denk daran das Investitionen in dein Humankapital die allerhoechste Rendite abwerfen (sollten) und zu priorisieren sind. 

2. Sind deine Ausgaben wirklich so gut planbar? Lebensortwechsel nach Studium e.g. in 2-3 Jahren schreibst du oder Ausland etc. 

3. Denk daran die Asset allocation so zu waehlen das du sie auch durchhaelst wenn der Markt einknickt und nicht aus Angst alles verkaufst. 

 

Während des Studiums wird mein Vermögen weiter anwachsen. Die nächsten Jahre sind gut planbar und Auslandsaufenthalte etc. sind nicht vorgesehen. Der Hinweis mit dem Humankapital ist gut, danke!

 

 

vor 2 Minuten schrieb Schwachzocker:

Kein Wunder, wenn es nichts auszusitzen gab.

 

Doch, doch ;) Habe mit den Unternehmensanleihen manchmal hoch gepokert und auch einiges in den Sand gesetzt :D

 

 

vor 4 Minuten schrieb Schwachzocker:

Der Klassiker wäre es mit 70% World und 30% EM. Dumm ist Deine Variante deshalb aber nicht unbedingt. Man hätte Europa dann aber insgesamt sehr stark gewichtet.

 

Uuuups, unbeabsichtigter Fehler von mir. Hab es oben korrigiert! Bis auf den zuvor ausgewählten MSCI EM ETF sind meines Erachtens nur Titel mit guter TD aufgeführt (Vergleich mit trackingdifferences.com), oder habe ich etwas übersehen?

 

 

Habt ihr vielleicht noch Anregungen zum Verkauf der Altbestände? Gibt es einen spezifischen Zeitpunkt zu dem sich der Verkauf mehr lohnt (ja ich weiß, die Glaskugel :D)?

 

 

Viele Grüße und Danke für die Tipps!

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vor 9 Minuten schrieb 84BPM:

...

Uuuups, unbeabsichtigter Fehler von mir. Hab es oben korrigiert! Bis auf den zuvor ausgewählten MSCI EM ETF sind meines Erachtens nur Titel mit guter TD aufgeführt...

Stimmt! Ich hatte das nicht überprüft. In Deiner Tabelle ist ja nur die TER aufgeführt.

Warum nimmst Du in der 4er-Variante für die Schwellenländer den UBS und in der 2er Variante den von ComStage?

 

Normalerweise würde ich sagen: Ein klarer Fall für die Allzweckwaffe FTSE All-World. Aber Du möchtest ja wohl einen größeren Anteil bei den Schwellenländern.

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vor 2 Minuten schrieb Schwachzocker:

Stimmt! Ich hatte das nicht überprüft. In Deiner Tabelle ist ja nur die TER aufgeführt.

Warum nimmst Du in der 4er-Variante für die Schwellenländer den UBS und in der 2er Variante den von ComStage?

 

Normalerweise würde ich sagen: Ein klarer Fall für die Allzweckwaffe FTSE All-World. Aber Du möchtest ja wohl einen größeren Anteil bei den Schwellenländern.

 

Im Moment habe ich mich gedanklich auf die 70/30-Variante festgelegt und den aktualisiert. Aber du hast recht, zur Vergleichbarkeit sollte ich den anderen auch ändern.

 

Wow, den FTSE All-World habe ich noch gar nicht in Betracht gezogen. Der hat ja eine beachtliche Performance hingelegt in der Vergangenheit. Wo ist der Haken?

 

VG

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vor 20 Minuten schrieb 84BPM:

Habt ihr vielleicht noch Anregungen zum Verkauf der Altbestände? Gibt es einen spezifischen Zeitpunkt zu dem sich der Verkauf mehr lohnt (ja ich weiß, die Glaskugel :D)?

Ja, Glaskugel. Oder sofort verkaufen und gleich danach (bzw. nach Wertstellung der Verkaufserlöse auf dem Verrechnungskonto) in die gewünschten Anlageprodukte umschichten. Das erspart den Market Timing Regret (gibt's das Wort überhaupt?).

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vor 38 Minuten schrieb 84BPM:

Oh, guter Punkt! Danke für den Hinweis. Ich habe meine AA entsprechend aktualisiert. Ich fühle mich wohl auch mit dieser Regelung besser. Nachkaufen kann man ja immer ;)

 

 

Versteh ich nicht . Was hat denn Nachkaufen mit der Liquidität - z.B. für die in #3 und 4 eingeführten Kosten für den Lebensortwechsel - zu tun ?

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vor 2 Stunden schrieb 84BPM:

-> Welche Produkte eigenen sich in der Risikoklasse 1 und 2 derzeit?

Die aktuellen Empfehlungen hier im Forum raten vor allem zu Festgeldanlagen. Da gibt es derzeit etwas über 1% bei einer Laufzeit von 5 Jahren.

 

 

Persönlich würde ich keine FG-Leiter mit einer Laufzeit von 5 Jahren basteln. Die Zinswende wird zwar bereits seit Jahren prognostiziert, und wer vor z.B. drei Jahren ein FG mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen hat, kann sich heute glücklich schätzen. Doch dass wir uns in zwei, drei Jahren nicht mehr auf diesem Zinsniveau bewegen werden, ist derzeit sehr wahrscheinlich. Von daher würde ich keine FG mit einer Laufzeit von mehr als 3 Jahren abschließen.

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Geschrieben · bearbeitet von OceanCloud

Müsste es in der Tabelle mit den 4 ETFs  nicht der ComStage MSCI Pacific TRN (ETF 114) sein, statt nur Japan ETF 117 ?

 

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vor 4 Stunden schrieb 84BPM:

Bitte korrigiert mich, wenn ich mit folgenden Annahmen falsch liege:

- Es wundert mich etwas, dass der Gewinn hier so klein ausfällt. Der ursprüngliche Kaufbetrag lag etwa bei 5.131€. Sofern ich das richtig interpretiere, müsste das an dem automatischen Kauf/Verkauf zum Jahreswechsel liegen

- Mit dem Gewinn von 1784€ hätte ich meinen Pauschbetrag nach dem Verkauf vollständig genutzt

Irgndwas stimmt da nicht oder ist unvollständig. Wenn die Fonds jetzt 9k wert sind, du aber nur 5k dafür bezahlt hast (und zwar nach 2008! - entnehme ich aus "aktiv seit 2010"), dann sind aus Bankensicht 4k zu versteuern. Falls diese Simulation nur den Wertzuwachs seit Anfang 2018 umfassen sollte, dann ist (1) der ein bisschen hoch (+25%?) und (2) trotzdem der gesamte Wertzuwachs zu versteuern.

 

Etwas seltsam muten auch die 6,x € Steuern auf einen Gewinn von 1.800 € an. Pauschbetrag geht weg, aber weiter? 1.000 € im Verlusttopf? Ich würde mich da nicht auf eine Simulation verlassen, sondern selbst nachrechnen.

 

Nachdem du mit deinem neuen Set-up vermutlich den Pauschbetrag zukünftig (noch) nicht ausfüllen kannst, wäre zu überlegen, anstehende Verkäufe und damit Gewinnrealisierungen auf zwei (oder mehr?) Jahre zu strecken.

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Geschrieben · bearbeitet von 84BPM

vor 1 Stunde schrieb OceanCloud:

Müsste es in der Tabelle mit den 4 ETFs  nicht der ComStage MSCI Pacific TRN (ETF 114) sein, statt nur Japan ETF 117 ?

 

Ich bin da dem Finanfzwesir gefolgt. Beim MSCI Japan gibt es eine größere Auswahl und zudem wird der MSCI Pacific quasi nur durch MSCI Japan getragen.

 

vor einer Stunde schrieb vanity:

Irgndwas stimmt da nicht oder ist unvollständig.

Rätsel ist gelöst: Es fehlt der Verlustvortrag aus meinen schlecht gelaufenen Papieren :D 

 

Hier ist eine aktuelle (korrekte) Steuersimulation:

Steuersimulation_2.PNG

 

Es bleiben also noch 588€ vom Freibetrag übrig. Also steht für mich fest:

- Ich verkaufe sämtliche alten Bestände zum Zeitpunkt des ETF-Kaufs.

- Ausschüttende Fonds werden bevorzugt

 

 

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vor 4 Stunden schrieb troi65:

Versteh ich nicht . Was hat denn Nachkaufen mit der Liquidität - z.B. für die in #3 und 4 eingeführten Kosten für den Lebensortwechsel - zu tun ?

 

Es ging darum, zunächst "nur" 70% vom gesamten Depotvolumen in ETF zu investieren. Sollte ich später 70% meines Gesamtvermögens investieren wollen (weil sich meine Risikobereitschaft erhöht), so könnte ich entsprechend nachkaufen und damit meine Liquidität verringern, so wie es im ersten Post angedacht war. Aber es stimmt natürlich, dass das zusätzliche Volumen auch aus den Festzinspapieren stammen kann. Kurzum: Mit 60% des Gesamtvermögens in Aktien fühle ich mich wohl :)

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Geschrieben · bearbeitet von troi65

vor 8 Stunden schrieb 84BPM:

 

Es ging darum, zunächst "nur" 70% vom gesamten Depotvolumen in ETF zu investieren. Sollte ich später 70% meines Gesamtvermögens investieren wollen (weil sich meine Risikobereitschaft erhöht), so könnte ich entsprechend nachkaufen und damit meine Liquidität verringern, so wie es im ersten Post angedacht war. Aber es stimmt natürlich, dass das zusätzliche Volumen auch aus den Festzinspapieren stammen kann. Kurzum: Mit 60% des Gesamtvermögens in Aktien fühle ich mich wohl :)

Warum sollte man/frau mit zunehmendem Lebensalter seine/ihre Risikobereitschaft erhöhen ?

Mal den Fall einer Millionenerbschaft weggelassen.;)

60 % Aktienquote sind doch "völlig in Ordnung".

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Geschrieben · bearbeitet von 84BPM

Guten Morgen und danke an alle die sich hier in der vergangenen Woche beteiligt haben.

 

Ich bin zu folgenden Erkenntnissen und Entscheidungen gelangt:

- Meine ständig verfügbare Liquidität halte ich aus den "Depot-Berechnungen" raus.

- Die "sicheren" 30% des Anlagevermögens werde ich in Festzinsanlagen parken

- Für die spekulativen 70% des Vermögens habe ich ein Depot bei der onVista-Bank eröffnet

- Ich verkaufe sämtliche alten Bestände zum Zeitpunkt des ETF-Kaufs, dadurch wird mein Freibetrag nur unwesentlich genutzt

- Ausschüttende Fonds werden (daher) bevorzugt

 

 

Nun frage ich mich nur noch welche ETF-Strategie am besten zu mir passt

Hier habe ich mal einige Quellen dazu zusammengefasst:

 

http://www.morningstar.de/de/news/154060/etf-portfolios-zwischen-performance-perspektiven-und-anlegererwartungen.aspx

https://www.wertpapier-forum.de/topic/43810-etf-depot-aufbauen/?do=findComment&comment=1052952

https://www.wertpapier-forum.de/topic/44783-verschiedene-indexkombinationen/

https://www.wertpapier-forum.de/topic/44765-einsteiger-portfolio-mit-drei-etfs/

 

Letzendlich halte ich mich bei meiner Strategie wohl an den Vorschlägen von euch, die der Finanzwesir hier nocheinmal ausführt:

https://www.finanzwesir.com/blog/etf-sparplan-diversifikation

 

Also:

- Es wird ein Depot aus 2 ETF mit der Gewichtung 70/30 World/EM

- Bis zum Ende des Studiums wird meine (eventuelle) Sparrate unter 100€/Monat bleiben. Auch hier empfehlen sich 2 ETF

 

 

Dazu habe ich mich nochmal mit der BIP-Gewichtung auseinander gesetzt. Ich habe das 70/30-Depot mal mit dem Morningstar X-ray unter die Lupe genommen und die IMF-Daten dagegen gehalten.

BIP-Gewichtung.png

 

Ich habe mich etwas schwer dabei getan die Regionen aus dem Morningstar X-ray den korrekten Regionen der IMF-Daten zuzuordnen, aber so müsste es ziemlich gut passen.

- Europa und EM sind etwas schwach gewichtet

- Dafür fällt Nordamerika stärker ins Gewicht

 

 

Einwände? Anregungen Tipps?

Viele Grüße

 

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Geschrieben

vor 53 Minuten schrieb 84BPM:

Ich bin zu folgenden Erkenntnissen und Entscheidungen gelangt:

- Meine ständig verfügbare Liquidität halte ich aus den "Depot-Berechnungen" raus.

- Die "sicheren" 30% des Anlagevermögens werde ich in Festzinsanlagen parken

- Für die spekulativen 70% des Vermögens habe ich ein Depot bei der onVista-Bank eröffnet

- Ich verkaufe sämtliche alten Bestände zum Zeitpunkt des ETF-Kaufs, dadurch wird mein Freibetrag nur unwesentlich genutzt

- Ausschüttende Fonds werden (daher) bevorzugt

naja, das hört sich doch gar nicht so schlecht an.

 

vor 55 Minuten schrieb 84BPM:

- Bis zum Ende des Studiums wird meine (eventuelle) Sparrate unter 100€/Monat bleiben. Auch hier empfehlen sich 2 ETF

diese "geringe" Sparrate würde ich in nur einen ETF Sparplan, World, stecken.

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Geschrieben

vor 16 Minuten schrieb west263:

naja, das hört sich doch gar nicht so schlecht an.

 

diese "geringe" Sparrate würde ich in nur einen ETF Sparplan, World, stecken.

Sorry, da fehlte eine 0 :D 

 

Also meine Sparrate wird unter 1000€/Monat bleiben, jedoch mindestens 500€ betragen.

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Geschrieben

vor 10 Minuten schrieb 84BPM:

Sorry, da fehlte eine 0 :D 

 

Also meine Sparrate wird unter 1000€/Monat bleiben, jedoch mindestens 500€ betragen.

ok, das hört sich schon mal anders an. Das kann man dann schon auf 2 ETF aufteilen.

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