PKV um Geld zu sparen

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44 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Mozes

Hallo Zusammen,

 

hier mein zweites Thema, dass hoffentlich genauso eifrig diskutiert wird, wie mein erstes...

 

Ich bin ein junger Mensch (23,m) mit gutem Einkommen (~63t€, brutto, jährlich), unbefristet angestellt bei einem großen TK-Unternehmen (seit dem 17. Lebensjahr dort).

Zum 01.01.2019 dürfte ich in die PKV wechseln, die mich natürlich mit geringen Beiträgen lockt.

 

Jetzt stelle ich mir die Frage ob es heute noch Sinn macht in die PKV zu wechseln. Um damit besser Leistungen zu haben und gleichzeitig Geld zu sparen (die Ersparnis ist der Hauptgrund für einen Wechsel).

Das schließt sich natürlich eigentlich gegenseitig aus - Ich plane allerdings fest damit spätestens im Alter von ~50 Jahre die PKV wieder zu verlassen (über eine Brückenteilzeit oder ein Lebensarbeitszeitkonto, welche es bei unserem Unternehmen gibt).

Ich bin kerngesund (zumindest ist mir nichts bekannt) und hatte noch nie irgendwelche Krankheiten oder Brüche, abgesehen von Erkältungen die aber nie ärtzlich behandelt wurden.

Die Aufnahme sollte daher, so vermute ich ein leichtes sein und die Monatsbeiträge sind, wegen meines Alters, extrem gering.

 

Als Tarif habe ich einen der DKV ins Auge gefasst, eigentlich mit Rund um Top-Leistungen und Bausteinen, jedoch mit einer SB von 800€.

Warum die SB? Ich will darauf setzen meine Versicherung möglichst nicht in Anspruch zu nehmen und die 800€ SB senken den monatlichen Beitrag auf der Arbeitnehmerseite um 60,00€.
Viel zu verlieren gibt es hier also nicht.

 

Wie würdet Ihr Euch entscheiden? In die PKV wechseln oder in die GKV bleiben? Seht ihr ein Risiko?

Beste Grüße und vielen Dank vorab!

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2 minutes ago, Mozes said:

Seht ihr ein Risiko?

 

Die Politik könnte die Rückkehr in die GKV erschweren oder verhindern über die nächsten 27 bzw. 32 Jahre.

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Geschrieben · bearbeitet von Mozes

vor 3 Minuten schrieb Relich:

 

Die Politik könnte die Rückkehr in die GKV erschweren oder verhindern über die nächsten 27 bzw. 32 Jahre.

Guter Punkt! Das würde aber Gesetzesänderungen erfordern, sodass genügend Zeit bleibt Arbeitszeit aufs Lebensarbeitzeitkonto zu schaufeln und raus zu kommen.
Bis zu einer Änderung könnte man damit immernoch gutes Geld sparen...

 

Oder mache ich hier gerade einen Denkfehler?

 

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vor 12 Minuten schrieb Mozes:

Um damit besser Leistungen zu haben und gleichzeitig Geld zu sparen (die Ersparnis ist der Hauptgrund für einen Wechsel).

Das schließt sich natürlich eigentlich gegenseitig aus - Ich plane allerdings fest damit spätestens im Alter von ~50 Jahre die PKV wieder zu verlassen (über eine Brückenteilzeit oder ein Lebensarbeitszeitkonto, welche es bei unserem Unternehmen gibt).

Du solltest davon ausgehen, dass du, je älter du wirst, höheren Bedarf an medizinischer Versorgung haben wirst. Es ist aus Sicht der "besseren Leistungen" also unsinnig, mit 50 in die GKV zu wechseln.

 

Davon abgesehen und nur leicht off-topic bin ich der Meinung: wer zwecks Optimierung der persönlichen Finanzen ein Solidarsystem verlassen will, soll das gerne tun dürfen, dann aber bitte für immer.

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Drücke die Beiträge nicht über eine hohe Selbstbeteiligung. Diese zahlst du zu 100% selbst. Lieber geringe Selbstbeteiligung und den höheren Beitrag 50% mit dem Arbeitgeber teilen, dafür aber eine hohe Rückerstattung bei Nichtinanspruchnahme

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vor einer Stunde schrieb Mozes:

Bis zu einer Änderung könnte man damit immernoch gutes Geld sparen...

 

Oder mache ich hier gerade einen Denkfehler?

Ich finde das ist der Denkfehler, ich bin  PKV versichert, aber an Geld sparen ist das letzte woran ich denken würde bei der KV. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Mit meinen fast 50 Lenzen kann ich aber beruhigt sagen, das die medizinische Versorgung FAST IMMER gewährleistet ist, egal ob PKV oder eben GKV. Lebenswichtige OPs wie z.B. Herzklappen (aktuell bei meiner Schwiegermutter) oder Bypass, und und und kennen kein Kassensystem. Den einzigen Vorteil (momentan) ist leider die Terminvergabe. Wie oft erlebe ich es wenn ich beim Termin auf eine Wartezeit von 2 und mehr Monate vertröstet werde. Hören sie dann das ich privat Patient bin geht alles sofort. Schlimm so was, ekelhaft. Ich habe schon so viel erlebt bei den Ärzten, ich könnte ein Buch schreiben. Das schlimmste was mir passiert ist war vor 3 Jahren, ich wurde ohne Wartezimmer direkt zum Arzt durchgereicht, eine Frau, vor Schmerzen heulend, wurde erst mal zum Hausarzt zurück geschickt wegen der Überweisung.

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vor 6 Minuten schrieb Walter White:

Hören sie dann das ich privat Patient bin geht alles sofort. Schlimm so was, ekelhaft. Ich habe schon so viel erlebt bei den Ärzten, ich könnte ein Buch schreiben.

Ich kann deine Erfahrungen zum Glück nicht teilen. Hatte ich schon mal was zu geschrieben.

https://www.wertpapier-forum.de/topic/52864-in-die-pkv-gehen-lohnt-es-sich-noch-oder-zu-großes-risiko/?do=findComment&comment=1150463

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Gerade eben schrieb odensee:

Ich kann deine Erfahrungen zum Glück nicht teilen. Hatte ich schon mal was zu geschrieben.

https://www.wertpapier-forum.de/topic/52864-in-die-pkv-gehen-lohnt-es-sich-noch-oder-zu-großes-risiko/?do=findComment&comment=1150463

Hatte ich gelesen damals. Wie gesagt, ich könne ein Buch schreiben, auch über das "Feilschen" mit Ärzten, echt unglaublich, mehr PN wenn du magst.

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Geschrieben · bearbeitet von mark89

vor 1 Stunde schrieb Mozes:

sodass genügend Zeit bleibt Arbeitszeit aufs Lebensarbeitzeitkonto zu schaufeln und raus zu kommen

Was heißt das? Verstehe darunter Überstunden aufzubauen, um diese später durch Freizeitausgleich wieder abzubauen. Ist das korrekt? Du etältst doch aber weiterhin dein normales Gehalt in dieser Zeit? Und bist du sicher, mit 50 überhaupt noch bei diesem Unternehmen zu sein? 27 Jahre sind noch lange hin, mehr als dein bisheriges Leben. 

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Geschrieben · bearbeitet von Peter Wolnitza

PKV und Beiträge... spannendes Thema. Beitrag sparen ist in meinen Augen kein sonderlich gutes Motiv, aber sei es drum:
Man sollte, wenn es darum geht, den Beitrag zu optimieren, alle drei wesentlichen Faktoren berücksichtigen:
- Monatlicher Beitrag / 2 (solange 50% vom AG gezahlt werden, was hier anzunehmen ist)

- Selbstbehalt/12
- Steuervorteil

Aussen vor lassen sollte man: Erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (=keine vertraglich garantierte Leistung)
Evtl. kann ein Tarif mit einer garantierten, vertraglich vereinbarten Beitragsrückerstattung diese Rechnung noch weiter aufhübschen.

Im Ergebnis stellt man dann meist fest, dass für einen Angestellten ein hoher Selbstbehalt nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Zudem: Ein Downgrade (=Reduzierung der Leistung) geht IMMER, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Dazu gehört auch eine Erhöhung des Selbstbehaltes.
Ein Upgrade dagegen (=z.B. Reduzierung des Selbstbehaltes) bedarf immer der Zustimmung des Versicherers,die macht er von einer erneuten Gesundheitsprüfung abhängig.

Thema Alterungsrückstellungen
Werden bei einem Tarif mit geringerem SB in höherem Umfang gebildet als bei einer höheren SB.
Wenn man dann später in einen Tarif mit höheren SB wechselt, werden diese Alterungsrückstellungen teilweise sofort frei und reduzieren den Beitrag.

Daher Empfehlung: Solange AG die Hälfte trägt Tarif mit niedrigerem SB

Die Planung auf Endalter 50 abzustellen, halte ich für etwas gefährlich:
- kann eine Gesetzesänderung die Rückkehr verbauen (kann auch plötzlich passieren, ohne grosse vorherige Ankündigung)

- kenne mittlerweile viele Kunden, die das geplant und wieder verworfen haben, nachdem Sie chronisch erkrankten oder sich mit heftigen Diagnosen konfrontiert sahen und 

sie gemerkt haben, welche Vorteile der Selbstzahler in unserem System geniesst.
 

Daher sollte logischerweise neben dem Preis auch immer die verfügbare Leistung mit auf dem Zettel stehen.
Und da stünde DKV nicht auf meiner Liste, weder vom Preis, noch von der Leistung her.

 

Auch wenn ich von den Tarifen eigentlich nichts halte:
Im geschilderten Fall kann u.U. ein Einsteigertarif (=preisgünstige Versicherung, etwa analog GKV Umfang) mit entsprechenden Upgrade Möglichkeiten eine Überlegung wert sein. 

 
 

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Geschrieben

vor 4 Minuten schrieb Peter Wolnitza:

PKV und Beiträge... spannendes Thema. Beitrag sparen ist in meinen Augen kein sonderlich gutes Motiv,

Bitte beachten (anderer Thread...):

 

Am 6.7.2018 um 12:03 schrieb Mozes:
  • Krankhafter Sparfuchs

 

Daher bin ich mittlerweile fast krankhaft am Sparen um die großen Ziele (Neubau Eigenheim) erreichen zu können.

Zahlt die PKV auch bei solchen Vorerkrankungen? o:)

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Geschrieben

Da habe ich eine Menge Feedback bekommen, besten Dank!

Ich gehe nachfolgend mal auf Eure Antworten ein.

 

vor 11 Stunden schrieb NewGuy:

Diese zahlst du zu 100% selbst. Lieber geringe Selbstbeteiligung und den höheren Beitrag 50% mit dem Arbeitgeber teilen, dafür aber eine hohe Rückerstattung bei Nichtinanspruchnahme

Mal angenommen ich wähle einen Tarif mit 800,00€ SB und dieser kostet mich mtl. 200,00€ (reiner Arbeitnehmer-Anteil).
Dagegen steht ein Tarif mit 0€ SB für 260,00€ mtl. (wieder reiner Arbeitnehmeranteil) ergibt ein effektives Risiko von 80,00€ im Jahr.
Jedoch auch die Chance 720,00€ im Jahr zu sparen...

 

vor 11 Stunden schrieb Walter White:

Ich finde das ist der Denkfehler, ich bin  PKV versichert, aber an Geld sparen ist das letzte woran ich denken würde bei der KV.

Ich rede immer von recht üppigen PKV-Tarifen, die Leistungen sollten somit der GKV in keinem Fall nachstehen, sodass ich mich Leistungstechnisch nicht verschlechtern werde.
Es geht mir darum bei gleicher oder sogar besserer Leistung zu sparen.

 

vor 11 Stunden schrieb mark89:

Was heißt das? Verstehe darunter Überstunden aufzubauen, um diese später durch Freizeitausgleich wieder abzubauen. Ist das korrekt? Du etältst doch aber weiterhin dein normales Gehalt in dieser Zeit? Und bist du sicher, mit 50 überhaupt noch bei diesem Unternehmen zu sein? 27 Jahre sind noch lange hin, mehr als dein bisheriges Leben. 

 

Grob gesagt: Du buchst geleistete Stunden in ein Konto und bekommst diese erstmal nicht bezahlt. Meinetwegen von 38h die Woche werden 8h pro Woche auf das Lebensarbeitszeitkonto gebucht.
Der angesammelt Betrag kann dann später genutzt werden um z.B. früher in Ruhestand zu gehen. Die angesammelten Stunden werden dann ganz normal wie geleistete Arbeitszeit bezahlt, obwohl man gar nicht anwesend ist.
Steuerpflichtig ist das Ganze dann auch erst bei Auszahlung.

Wenn ich den Konzern verlassen muss werde ich sehr wahrscheinlich kein Gehalt über der Jahresgrenze mehr erreichen, dann geht es zurück in die GKV.
Dann habe ich aber immer noch etwas an der PKV "verdient".

 

vor 10 Stunden schrieb Peter Wolnitza:

Die Planung auf Endalter 50 abzustellen, halte ich für etwas gefährlich:
- kann eine Gesetzesänderung die Rückkehr verbauen (kann auch plötzlich passieren, ohne grosse vorherige Ankündigung)

- kenne mittlerweile viele Kunden, die das geplant und wieder verworfen haben, nachdem Sie chronisch erkrankten oder sich mit heftigen Diagnosen konfrontiert sahen und 

sie gemerkt haben, welche Vorteile der Selbstzahler in unserem System geniesst.
 

Daher sollte logischerweise neben dem Preis auch immer die verfügbare Leistung mit auf dem Zettel stehen.
Und da stünde DKV nicht auf meiner Liste, weder vom Preis, noch von der Leistung her.

Bzgl. Endalter 50:
- Eine solche Gesetzesänderung wäre natürlich fatal, halte ich für relativ unwahrscheinlich...
- Ich bin mit der Leistung der GKV + aktuell Zahnzusatz sehr zufrieden, von daher werde ich nicht in der PKV verbleiben wenn ich dort Mehrkosten sehe. Dafür bin ich zu sehr Geizhals...

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Geschrieben · bearbeitet von DrFaustus

vor 10 Minuten schrieb Mozes:

Da habe ich eine Menge Feedback bekommen, besten Dank!

Ich gehe nachfolgend mal auf Eure Antworten ein.

 

Mal angenommen ich wähle einen Tarif mit 800,00€ SB und dieser kostet mich mtl. 200,00€ (reiner Arbeitnehmer-Anteil).
Dagegen steht ein Tarif mit 0€ SB für 260,00€ mtl. (wieder reiner Arbeitnehmeranteil) ergibt ein effektives Risiko von 80,00€ im Jahr.
Jedoch auch die Chance 720,00€ im Jahr zu sparen...

Das Milchmädchen wird etwas genauer, wenn du berücksichtigst, dass der Beitrag steuerlich geltend gemacht werden kann, der Selbstbehalt in dieser Größenordnung nicht.

Rechnen wir mal mit Spitzensteuersatz und 100% Anrechnung des Mehrbeitrags auf den Anteil der Basisversorgung:

60 EUR Mehrbeitrag entsprechen dann 33 EUR Nettobeitrag.

Dein "Risiko" liegt also bei 400 EUR im Jahr, nicht bei 80.

Halte mal dagegen einen Tarif mit Beitragsrückerstattung statt Selbstbehalt.

 

 

vor 10 Minuten schrieb Mozes:

 

Grob gesagt: Du buchst geleistete Stunden in ein Konto und bekommst diese erstmal nicht bezahlt. Meinetwegen von 38h die Woche werden 8h pro Woche auf das Lebensarbeitszeitkonto gebucht.
Der angesammelt Betrag kann dann später genutzt werden um z.B. früher in Ruhestand zu gehen. Die angesammelten Stunden werden dann ganz normal wie geleistete Arbeitszeit bezahlt, obwohl man gar nicht anwesend ist.
Steuerpflichtig ist das Ganze dann auch erst bei Auszahlung.

 

Und wie genau willst du dann damit unter die Pflichtversicherungsgrenze rutschen?

Zitat

Bzgl. Endalter 50:
- Eine solche Gesetzesänderung wäre natürlich fatal, halte ich für relativ unwahrscheinlich...

Frag mal die SPD wie unwahrscheinlich gerne sie so etwas einführen würden.

 

Wieso willst du dann überhaupt bessere Tarife, wenn es dir nur ums Sparen geht?

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Geschrieben · bearbeitet von Mozes

vor 7 Minuten schrieb DrFaustus:

60 EUR Mehrbeitrag entsprechen dann 33 EUR Nettobeitrag.

Dein "Risiko" liegt also bei 400 EUR im Jahr, nicht bei 80.

Genau für solche Antworten bin ich hier her gekommen!
Absolut richtig, das Thema steuerliche Absetzbarkeit habe ich in meiner Rechnung vollkommen außer Acht gelassen.

 

Danke!

 

Bzgl. des Lebensarbeitzeitkontos:
Das jährliche Brutto sinkt dann natürlich um die Stunden die auf das Lebensarbeitszeitkonto gespart werden...

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Geschrieben

vor 3 Minuten schrieb Mozes:

 

Bzgl. des Lebensarbeitzeitkontos:
Das jährliche Brutto sinkt dann natürlich um die Stunden die auf das Lebensarbeitszeitkonto gespart werden...

Aha, verstehe. Du willst also während der Ansparphase unter die Grenze rutschen. Kam für mich so rüber als würdest du dann mit 50 oder so weniger arbeiten und glaubst dadurch würdest du unter die Grenze fallen.

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Geschrieben

vor 1 Minute schrieb DrFaustus:

Aha, verstehe. Du willst also während der Ansparphase unter die Grenze rutschen. Kam für mich so rüber als würdest du dann mit 50 oder so weniger arbeiten und glaubst dadurch würdest du unter die Grenze fallen.

Genau so ist es!
So verliere ich unterm Strich nicht so viel wie bei Teilzeit...

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Geschrieben · bearbeitet von B2BFighter

vor 2 Stunden schrieb Mozes:

Genau so ist es!
So verliere ich unterm Strich nicht so viel wie bei Teilzeit...

Per Arbeitszeitkonto zurück in die GKV

 

Korrekt, dass Modell wird momentan von immer mehr Betrieben eingeführt. Die Arbeitnehmer verzichten auf die Auszahlung von Teilen ihrer Arbeitszeit, ihrer Überstunden oder auch auf ihrer Urlaubstage oder Prämien. Die nicht ausgezahlten Bruttobezüge verbucht der Arbeitgeber auf einem Lebensarbeitszeitkonto (entweder in „Zeit" oder in „Geld"). Wer ein Viertel seiner Arbeitszeit auf einem Langzeitkonto anspart, dessen Bruttolohn entspricht dem eines Teil-zeitbeschäftigten mit einer Dreiviertelstelle.  Sozialversicherungsbeiträge werden dann auf Basis des tatsächlich ausgezahlten Brutto-entgelts erhoben – ebenso die Steuer. Anders als bei der Entgeltumwandlung für die Altersvorsorge spart man aber im Lebensarbeitszeitkontomodell keine Sozialversicherungsbeiträge, vielmehr wird die Zahlung in die Zukunft verschoben.

 

Bist du dann also später mal in der GKV und lässt die das Gehalt wieder auszahlen, gehen dir die GKV Beiträge noch verloren, welche du bei Auszahlung zu PKV Zeiten gespart hättest.

 

Für einen Wechsel in die GKV ist das Modell aber derzeit perfekt geeignet. Sinkt das sozialversicherungspflichtige Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze, tritt Versicherungspflicht ein. Der Gesetzgeber hat mit § 7 (1a) SGB IV die Rahmenbedingungen geschaffen, um diese Konten einzurichten. Ich kenne sogar GKV Außendienstmitarbeiter, welche Betriebe und Angestellte über dieses Sozialrecht und eine um eine mögliche GKV Rückkehr beraten. Nicht umsonst verliert die PKV auch zunehmend Bestandskunden.

 

Wichtig jedoch und ein Risiko für die Zukunft: Anders als auf die Entgeltumwandlung für die Alterssicherung besteht auf die Einrichtung eines Langzeitkontos kein Rechtsanspruch. Kein Arbeitnehmer kann also erzwingen, dass sein Arbeitgeber auf eine solche „Ansparlösung" einlässt.

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Geschrieben

vor 38 Minuten schrieb B2BFighter:

Wichtig jedoch und ein Risiko für die Zukunft: Anders als auf die Entgeltumwandlung für die Alterssicherung besteht auf die Einrichtung eines Langzeitkontos kein Rechtsanspruch. Kein Arbeitnehmer kann also erzwingen, dass sein Arbeitgeber auf eine solche „Ansparlösung" einlässt.

Bei mir ist ein solches Langzeitarbeitszeitkonto im Anstellungsvertrag zugesichert...
Bis zu einem gewissen Stundenkontigent.

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Ich schaue mal tief in meine Kristallkugel und sehe folgendes für die nächsten 20 - 30 Jahre:

  1. Das Hin und Her zwischen PKV und GKV wird abgeschafft. Wer in die PKV geht, hat eine Entscheidung fürs Leben getroffen. 
  2. Es wird einmalig eine "freiwillige" Wechselmöglichkeit geben: PKV -> GKV, vertragsbezogene Rückstellungen gehen (mindestens teilweise) an die GKV
  3. Möglich, aber weniger wahrscheinlich, ist eine Bürgerversicherung für alle und mögliche private Zusatzversicherungen.

Was natürlich nicht gegen die PKV spricht für gutverdienende Ledige oder DINKs. 

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Ich bin seit ca. 25 Jahren Mitglied in einer PKV. Seit ein paar Jahren bin ich im Ruhestand.

 

Mein Fazit vorweg: Ich würde es heute genauso wieder machen, also von der GKV weg in die PKV. Trotzdem muss man an das eine oder andere denken.

 

Die Familienplanung ist ganz wichtig. In der GKV hast Du die Möglichkeit, Deine Frau und evtl. Kinder kostenlos mitzuversichern. Immer vorausgesetzt, dass die Familienangehörigen keine eigene Versicherung haben. In der PKV muss Du die Angehörigen gegen Beitragszahlung versichern. Das kann teuer werden. In meinem Fall, war die Familienplanung abgeschlossen. Es ging also nur um eine Versicherung für mich selbst.

 

Die Leistungsvorteile der PKV muss man natürlich auch mit einkalkulieren. Heute bin ich froh, dass ich bessere Leistungen als in der GKV bekomme. Mit zunehmenden Alter ist das Wort "Kerngesund" oftmals nicht mehr wahr. Bezahlung von Brillen, Igelleistungen, Chefarztbehandlung im Krankenhaus, Einbettzimmer sollen nur ein paar Beispiele sein.

 

In jüngeren Jahren hab ich mit der PKV gegenüber der GKV Geld eingespart. Das habe ich mir immer ausgerechnet und die Ersparnis zur Seite gelegt. Nach Jahren war das eine stattliche Summe. Die auch noch gut angelegt, ......

Mit zunehmenden Alter geht der finanzielle Vorteil verloren, weil der Beitrag zur PKV mehr ansteigt als in der GKV. Insgesamt hielt sich das aber in Grenzen. In meinem Fall hat es sich gelohnt, im Rentenalter einen höheren Eigenanteil zu vereinbaren und damit den Beitrag zu drücken. Insgesamt ist aber der PKV-Beitrag immer noch erträglich. Horrormeldungen, die immer wieder durch die Presse geistern, trafen bei mir nicht ein. Das mag aber ja im einen oder anderen Fall auch anders sein. Vielleicht habe ich aber auch eine gute Versicherung gefunden, die genügend Altersrückstellungen bildet.

 

Der Beitrag im Alter hat auch etwas mit einem frühen Eintrittsalter zu tun. Wer erst mit 50 in die PKV einsteigt, wird mit 70 deutlich mehr zahlen, als jemand, der schon mit 30 eingetreten ist.

 

Gruß Padua

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Ich sehe mehrere Risiken in deinem Vorhaben. 27 Jahre ist eine verdammt lange Zeit, da kann sooo viel passieren. Mögliche Szenarien:

 

- Kaum ein Berufseinsteiger arbeitet heute bis zur Rente noch beim gleiche Unternehmen. Viele wechseln 3-5 Jahre nach Berufseinstieg den Arbeitgeber. Kannst du dir ernsthaft vorstellen, bei deinem aktuellen Arbeitgeber noch 27 Jahre zu bleiben?

 

- Insolvenz des Arbeitgebers: Geht dein Arbeitgeber pleite, dann kann die Auszahlung deines Langzeitarbeitszeitkonto in Gefahr sein. 27 Jahre ist eine lange Zeit, sicher, dass das Unternehmen dann noch existiert?

 

- Betriebsbedingte Kündigung: Was ist wenn deine Stelle überflüssig / weg rationalisiert wird?

 

- Gesetzliche Änderungen: Für mich ist es komplett ungewiss, wie sich die gesetzlichen Rahmenbindungen bzgl. der Krankenkassen in den kommenden 27 Jahren ändern. Evt. wird die PKV komplett abgeschafft, evt. wird der Wechsel zurück komplett verboten. Der Wechsel im Alter zurück zur GKV erfreut sich steigender Beliebtheit, allerdings zur Lasten der gesetzlichen Krankenkassen & des Steuerzahlers. Hier wird die Politik in den nächsten Jahren sicherlich härtere Regeln einführen, z.B. dass man nicht mehr zurück wechseln kann wenn man mind. 5 Jahre in der PKV war.

 

- Wertverlust zukünftiger Lohnzahlungen: 1000 Euro heute sind wertvoller als 1000 Euro in 30 Jahren. Bei 2,5% Inflation pro Jahr entsprechen 1000 Euro in 30 Jahren 476 Euro (nach heutigem Wert). Wir hatten auch Zeiten (z.B. 1970er), da war die Inflation deutlich höher und Lag in Deutschland bei guten 6-8%. Gibt es vom Arbeitgeber einen Inflationsausgleich? Falls nicht, bedeutet ein Lohnverzicht von 30 Jahren ein enormer Wertverlust für dich.

 

- Opportunitätskosten: Nicht nur die Inflation im vorherigen Punkt ist relevant, sondern eher die Rendite die du mit 1000 Euro heute machen könntest. Gehen wir von einer Rendite von 4% p.a. aus, dann entsprechen 1000 Euro in 30 Jahren 3243 Euro. Bzw. wenn du vom Arbeitgeber in 30 Jahren deine 1000 Euro Lohn bekommst, dann würde das einem heutigem Wert von 308 Euro entsprechen. Bist du bereit auf 70% deines Gehalts durch die aufgeschobene Auszahlung zu verzichten?

 

 

Aussagen über 27 Jahren zu treffen ist komplett unsinnig und nicht möglich. Daher solltest du den Fall auf alle in Betracht ziehen, dauerhaft in der PKV bleiben zu müssen. Wäre es dann für dich auch okay, jetzt in die PKV zu wechseln?

 

 

Die Politik ist nicht unbedingt dumm (manchmal nur langsam) und das Schlupfloch in jungen Jahren in der PKV und im Alter zurück in GKV zu wechseln wird es vermutlich nicht mehr so lange geben.

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vor 3 Stunden schrieb Yoko:

- Wertverlust zukünftiger Lohnzahlungen: 1000 Euro heute sind wertvoller als 1000 Euro in 30 Jahren. Bei 2,5% Inflation pro Jahr entsprechen 1000 Euro in 30 Jahren 476 Euro (nach heutigem Wert). Wir hatten auch Zeiten (z.B. 1970er), da war die Inflation deutlich höher und Lag in Deutschland bei guten 6-8%. Gibt es vom Arbeitgeber einen Inflationsausgleich? Falls nicht, bedeutet ein Lohnverzicht von 30 Jahren ein enormer Wertverlust für dich.

 

- Opportunitätskosten: Nicht nur die Inflation im vorherigen Punkt ist relevant, sondern eher die Rendite die du mit 1000 Euro heute machen könntest. Gehen wir von einer Rendite von 4% p.a. aus, dann entsprechen 1000 Euro in 30 Jahren 3243 Euro. Bzw. wenn du vom Arbeitgeber in 30 Jahren deine 1000 Euro Lohn bekommst, dann würde das einem heutigem Wert von 308 Euro entsprechen. Bist du bereit auf 70% deines Gehalts durch die aufgeschobene Auszahlung zu verzichten?

Ich würde mal vermuten, dass auf dem Langzeitkonto kein Betrag landet, sondern Zeit. Diese dürfte dann bei Einlösung in 25 Jahren auch zu dem dann vorhandenen Stundensatz verrechnet werden. Alles andere wäre natürlich relativ unsinnig und uninteressant, das stimmt.

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Am 9.11.2018 um 13:51 schrieb Ramstein:

Ich schaue mal tief in meine Kristallkugel und sehe folgendes für die nächsten 20 - 30 Jahre:

  1. Das Hin und Her zwischen PKV und GKV wird abgeschafft. Wer in die PKV geht, hat eine Entscheidung fürs Leben getroffen. 
  2. Es wird einmalig eine "freiwillige" Wechselmöglichkeit geben: PKV -> GKV, vertragsbezogene Rückstellungen gehen (mindestens teilweise) an die GKV
  3. Möglich, aber weniger wahrscheinlich, ist eine Bürgerversicherung für alle und mögliche private Zusatzversicherungen.

Was natürlich nicht gegen die PKV spricht für gutverdienende Ledige oder DINKs. 

Naja, also Gutverdiener können es sich auch leisten, ihre Kinder privat zu versichern.

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Am 8.11.2018 um 22:49 schrieb Walter White:

Schlimm so was, ekelhaft. Ich habe schon so viel erlebt bei den Ärzten, ich könnte ein Buch schreiben. Das schlimmste was mir passiert ist war vor 3 Jahren, ich wurde ohne Wartezimmer direkt zum Arzt durchgereicht, eine Frau, vor Schmerzen heulend, wurde erst mal zum Hausarzt zurück geschickt wegen der Überweisung.

Ja, das tut mir auch immer sehr leid - aber die Kassen zahlen weniger und enorm später!

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Geschrieben

vor 4 Stunden schrieb dev:

aber die Kassen zahlen weniger und enorm später!

Meine Erfahrung zeigt, wie es in den Wald rein schallt. Meine Mutter war zu Lebzeiten bei der AOK. Und als nichts mehr ging war ich immer persönlich vor Ort und klärte alles. Es ist eben wie hier überall zu lesen ist, sitzt man sich gegenüber und schaut sich in die Augen, ist es was ganz anderes und auf einmal wird unmögliches wahr.  Viele hier kennen das bestimmt, Empathie funktioniert sehr wohl auch digital, aber nicht zu vergleichen in Auge zu Auge.

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