Meinungen zu meiner TauRes GmbH Beratung für Altersvorsorge und Sparplan

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45 posts in this topic

Posted · Edited by themaninblack

Hallo liebe Leute,

 

ich habe kürzlich ein Beratungsgespräch bei der TauRes gehabt und bin voller Unwissen, aber mit gehöriger Skepsis darein gegangen und wurde gleich durch gute Rhetorik überwältigt und habe nun eine Reihe Produkte bekommen. Nun habe ich dieses Forum entdeckt und fühle mich, nach einiger Recherche, in meiner anfänglichen Skepsis bestätigt und würde gerne nochmal eure Meinungen zu meinem konkreten Fall hören. 

Zunächst meine Ausgangslage:

Ich bin 23, Masterstudent in Bioinformatik und habe monatlich etwa 1200€ zur Verfügung davon einen Überschuss von etwa 400 Euro. Zusätlich habe ich noch eine Risikorücklage von ca. 5000€ die mir für meinen derzeitigen Lebensstandard ausreichend erscheint. Unfallversicherung und Haftpflicht läuft derzeit noch über meine Mutter. Kfz Versicherung habe ich bei der Allianz (mein Berater empfahl mir einen Tarif von der VHV, welcher allerdings teurer war).

Es geht allerdings um die folgenden Produkte:

Ich sollte die Basler BU abschließen, habe mich aber aufgrund einer Ausschlussklausel für Wirbelsäule (Bandscheibenprobleme) erstmal dagegen entschieden.

 

Dann habe ich eine fondsgebundene Rentenversicherung bei der Continentale abgeschlossen. Das Produkt nennt sich Rente Invest und beinhaltet:

  • Robeco BP Global Premium EQUTIES (F88)    50%
  • Vontobel Fund Global Equity B USD (F46)      50%

Monatlicher Einzahlung wären ursprünglich 75€ gewesen. Nach der Absage der BU wurde ich angehalten den Betrag doch auch noch in die Continentale zu stecken, also haben wir den Beitrag auf 110€ per Monat erhöht. Desweiteren gibt es eine 5% Dynamik mit der Möglichkeit, diese nicht mitzugehen.

 

Für mittel- und langfristige Sparziele haben wir ein Depot bei der FFB eröffnet (das gab wohl auch nochmal Provision) und folgenden Sparplan: 

  • FvS SICAV-Multiple Opportun. R (A0M430)    50%
  • Allianz Strategiefds Wachstum A (979726)    50%

Mit einer anfänglichen Zahlung von 500 Euro und dann 100 Euro monatlich.

 

Was mich jetzt erschreckt/wachgerüttelt hat ist der folgende Thread:

 https://www.wertpapier-forum.de/topic/52303-fondssparplan-continentale-rente-invest-gut-beraten/#comment-1113379. Hier wird bei völlig anderer Ausgangslage EXAKT dasselbe empfohlen. Diese Ähnlichkeit lässt bei mir alle Alarmglocken schrillen, weil ich scheinbar nur ein Standardpaket bekommen habe. 

Ich bin im Moment noch gar nicht bewandert mit Investment etc., bin allerdings gewillt mich diesbezüglich zu belesen. Hier soll es erstmal um Schadensbegrenzung gehen, da ich mich noch innerhalb der Widerrufsfrist befinde (bis 10.12.18). Ich hätte deswegen gerne eine schnelle Antwort auf folgende Fragen (und bitte um das Vermeiden von Kommentaren die auf meine Dummheit anspielen s. verlinkter Thread):

  • Hat jemand Erfahrungen mit der TauRes? So wie ich jetzt erfahren habe ist es ein klassischer Strukturvertrieb, was ja nicht zwangsläufig heißt, dass man schlecht beraten wird oder sehe ich das falsch? Oder lieber selbst in die Hand nehmen?
  • Die Rentenversicherung macht erst Sinn wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist (so habe ich das gelesen). Kann man denn die Fonds auch im Depot bei der FFB halten und dann bei einem größeren Volumen in eine fondsgebunden RV migrieren?
  • Ist das Depot bei der FFB wirklich zu empfehlen? (Mein Berater sagt: "Die Konditionen sind eh überall gleich", aber ich vermute Provision)
  • Ist der Sparplan für einen Laien generell in Ordnung? Mir persönlich ist eine kleine Volatilität nicht so wichtig. Ich würde mich allerdings ungern jeden zweiten Tag um mein Portfolio kümmern müssen. Die gewählten Fonds sind wohl sehr teuer, stimmt das?

Ich weiß das sind alles sehr allgemeine Fragen, aber aus eigener Unwissenheit und der Notwendigkeit zügig eine Entscheidung über den Widerruf treffen zu müssen, bitte ich um Nachsicht. 

 

Beste Grüße!

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Posted · Edited by intInvest

vor 23 Minuten schrieb themaninblack:

Hat jemand Erfahrungen mit der TauRes? So wie ich jetzt erfahren habe ist es ein klassischer Strukturvertrieb, was ja nicht zwangsläufig heißt, dass man schlecht beraten wird oder sehe ich das falsch? Oder lieber selbst in die Hand nehmen?

Keine Erfahrung, aber ein provisionsbasierter Strukturvertrieb wird vermutlich eher öfter ein Standardpaket anbieten als eine wirklich individuelle Beratung. Muss natürlich nicht immer so sein.

 

vor 23 Minuten schrieb themaninblack:

Ist das Depot bei der FFB wirklich zu empfehlen? (Mein Berater sagt: "Die Konditionen sind eh überall gleich", aber ich vermute Provision)

Kenne die Konditionen dort nicht, aber die Konditionen sind natürlich nicht überall gleich. Normalerweise sucht man sich erst die Produkte die man haben möchte und wählt danach passend dazu das am besten dafür geeignete Depot.

 

vor 23 Minuten schrieb themaninblack:

Ist der Sparplan für einen Laien generell in Ordnung? Mir persönlich ist eine kleine Volatilität nicht so wichtig. Ich würde mich allerdings ungern jeden zweiten Tag um mein Portfolio kümmern müssen. Die gewählten Fonds sind wohl sehr teuer, stimmt das?

Die Fonds haben laufende Kosten zwischen 1,59% p.a. und 2,04% p.a. + Performance Fee beim Flossbach. Im Vergleich dazu liegt ein ETF auf einen breiten Index bei ~ 0,3% p.a.

Die Frage ist ob du aktive oder passive Fonds bevorzugst und ob es Mischfonds sein sollen oder ob nicht z.B. Aktienfonds + Tagesgeld/Festgeld ausreicht.

 

Beschäftige dich etwas mit: 

 

und

 

 

 

Man muss sich etwas mit dem Thema beschäftigen und dann entscheiden in welche Richtung man gehen möchte.

 

Was ICH persönlich machen würde:

Alles widerrufen und mich dann erstmal eine Zeit mit dem Thema Vermögensaufbau beschäftigen.

Dann kann man mit etwas Abstand und Wissen das Thema nochmals besprechen. Es kommt so rüber, als wüsstest du nicht genau was du da abgeschlossen hast und was eigentlich für dich Sinn machen würde.

 

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Posted · Edited by bondholder

vor 51 Minuten schrieb themaninblack:

Hier soll es erstmal um Schadensbegrenzung gehen, da ich mich noch innerhalb der Widerrufsfrist befinde (bis 10.12.18).

Tu dir einen Gefallen und widerrufe die Versicherung jetzt sofort – nicht morgen oder irgendwann später!

(Wichtig: Nimm nicht etwas Kontakt mit dem Strukki auf, sondern sende den Widerruf an den Vertragspartner.)

 

vor 51 Minuten schrieb themaninblack:

Ist das Depot bei der FFB wirklich zu empfehlen? (Mein Berater sagt: "Die Konditionen sind eh überall gleich", aber ich vermute Provision)

Erzähl' mal, zu welchen Konditionen diese Fondssparpläne laufen sollen. Fällt dir ein guter Grund ein, ausgerechnet in diese [teuren] Investmentfonds Geld zu investieren?

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Danke erstmal für die Meinungen. Ihr scheint da ja schon übereinzustimmen :)

vor 9 Minuten schrieb intInvest:

Was ICH persönlich machen würde:

Alles widerrufen und mich dann erstmal eine Zeit mit dem Thema Vermögensaufbau beschäftigen.

Dann kann man mit etwas Abstand und Wissen das Thema nochmals besprechen. Es kommt so rüber, als wüsstest du nicht genau was du da abgeschlossen hast und was eigentlich für dich Sinn machen würde.

Genau das trifft es auf den Punkt. Meine Unwissenheit wurde ausgenutzt, aber hat mich dazu angestoßen jetzt mehr Zeit in Recherche zu stecken und mehr über Anlagen nachzudenken, das ist ja auch schonmal was! Ich werde es also machen, wie ihr vorschlagt. Dass es zu einfach ist zu irgendjemandem zu gehen und der kümmert sich darum, hätte ich auch vorher merken können. :stupid:

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vor 31 Minuten schrieb themaninblack:

Hat jemand Erfahrungen mit der TauRes? So wie ich jetzt erfahren habe ist es ein klassischer Strukturvertrieb, was ja nicht zwangsläufig heißt, dass man schlecht beraten wird oder sehe ich das falsch? Oder lieber selbst in die Hand nehmen?

 

Natürlich selbst in die Hand nehmen! Mit etwas Interesse kannst Du das selbst besser!

 

vor 33 Minuten schrieb themaninblack:

Die Rentenversicherung macht erst Sinn wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist (so habe ich das gelesen). Kann man denn die Fonds auch im Depot bei der FFB halten und dann bei einem größeren Volumen in eine fondsgebunden RV migrieren?

 

Natürlich kann man diese Fonds auch direkt im Depot halten. Aber willst Du wirklich genau diese Fonds? Oder hast Du die nur, weil der Verkäufer wollte, daß Du diese Fonds nimmst? Und warum solltest Du diese Fonds später in eine fondsgebundene RV migrieren wollen?

 

 

vor 39 Minuten schrieb themaninblack:

Ist das Depot bei der FFB wirklich zu empfehlen? (Mein Berater sagt: "Die Konditionen sind eh überall gleich", aber ich vermute Provision)

 

Ich habe dort mein Depot und ich bin zufrieden, aber natürlich sind die Konditionen nicht überall gleich. Widerrufe, überlege Dir dann, was Du machen willst (ohne Verkäufer) und such Dir dann das passende Depot.

 

vor 1 Minute schrieb themaninblack:

irgendjemandem zu gehen und der kümmert sich darum, hätte ich auch vorher merken können.

 

Er will nur Dein bestes, Dein Geld.

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vor 17 Minuten schrieb Nachdenklich:

Warum sollte man die beiden vorgeschlagenen Fonds wählen? Gibt es eine Begründung vom Verkäufer?

 

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B4L5Y983,DE0009797266,LU0323578657

Die Begründung ist auf die Kosten gar nicht eingegangen. Angeführt wurde nur:

  • großes Fondsvolumen entspricht mehr Sicherheit
  • gute Performance über die letzten Jahre bei mittelgroßer Volatilität
  • breite Mischung, die auch bei Marktcrash eine gewisse Sicherheit bieten soll (wobei die 20% die keine Aktien sind, da auch nicht viel ausmachen nehme ich an?)

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Posted · Edited by Studi24

Hallo themaninblack,

 

vor einer Stunde schrieb themaninblack:

TauRes

Strukturvertrieb und unabhängige Beratung sind meistens nicht in Einklang zu bringen.

 

vor einer Stunde schrieb themaninblack:

Ich sollte die Basler BU abschließen, habe mich aber aufgrund einer Ausschlussklausel für Wirbelsäule (Bandscheibenprobleme) erstmal dagegen entschieden.

Wo wurden denn überall Risikovoranfragen gestellt? Die Ausschlussklausel für die Wirbelsäule wird schwer zu umgehen sein bei Bandscheibenproblemen.

Das sollte dich aber nicht vom Abschluss einer BU abhalten.

 

vor einer Stunde schrieb themaninblack:

Dann habe ich eine fondsgebundene Rentenversicherung bei der Continentale abgeschlossen. Das Produkt nennt sich Rente Invest und beinhaltet:

  • Robeco BP Global Premium EQUTIES (F88)    50%
  • Vontobel Fund Global Equity B USD (F46)      50%

Der Tarif gehört auf jeden Fall zu den besseren Tarifen im Markt (mit der richtigen Fondsauswahl). Mit der aktuell hinterlegten Fondsauswahl ist der Tarif aber schon sehr teuer.

Welche Tarife wurden denn besprochen?

 

vor einer Stunde schrieb themaninblack:

Nach der Absage der BU wurde ich angehalten den Betrag doch auch noch in die Continentale zu stecken, also haben wir den Beitrag auf 110€ per Monat erhöht. Desweiteren gibt es eine 5% Dynamik mit der Möglichkeit, diese nicht mitzugehen.

5,00 % Dynamik sind absoluter Schwachsinn und erzeugen nur jedes Jahr neue Abschlusskosten. Beitragsbefreiung bei BU wäre eine sinnvollere Ergänzung im Vertrag gewesen.

 

vor einer Stunde schrieb themaninblack:

Die Rentenversicherung macht erst Sinn wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist (so habe ich das gelesen). Kann man denn die Fonds auch im Depot bei der FFB halten und dann bei einem größeren Volumen in eine fondsgebunden RV migrieren?

Darüber wird teilweise kontrovers diskutiert und das Ganze hängt auch viel von der zukünftigen Entwicklung der Besteuerung ab. Ich halte einen zweigleisigen Weg für

durchaus sinnvoll.

 

vor 14 Minuten schrieb themaninblack:

Die Begründung ist auf die Kosten gar nicht eingegangen. Angeführt wurde nur:

  • großes Fondsvolumen entspricht mehr Sicherheit
  • gute Performance über die letzten Jahre bei mittelgroßer Volatilität
  • breite Mischung, die auch bei Marktcrash eine gewisse Sicherheit bieten soll (wobei die 20% die keine Aktien sind, da auch nicht viel ausmachen nehme ich an?)

Ich bin da zu 100,00 % der Meinung von @Nachdenklich, aber ein Performancevergleich von einem Aktienfonds mit zwei Mischfonds ist nicht wirklich aussagekräftig.

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE0009797266,LU0323578657,LU0360863863

Man kann es auch so drehen.

 

Gruß

Studi24

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vor 9 Minuten schrieb themaninblack:

Die Begründung ist auf die Kosten gar nicht eingegangen. Angeführt wurde nur:

  • großes Fondsvolumen entspricht mehr Sicherheit

 

Vergleiche doch bitte mal mit Hilfe des von mir verlinkten Vergleiches das Fondsvolumen des Allianz Strategiefonds mit dem Fondsvolumen des MSCI World ETF.

Und die Performance ist seit 2010 bei beiden vorgeschlagenen Fonds auch nicht besser als die des MSCI World ETFs.

Und eine größere Mischung als sie ein MSCI World bietet, kann keiner der beiden Fonds anbieten.

 

Die angeführten Argumente sind in meinen Augen wenig überzeugend.

 

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Gibt es überhaupt eine "unabhängige" Beratung, der man vertrauen kann? Irgendeinen seriösen Finanzdienstleister muss es doch geben...

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vor 11 Minuten schrieb Studi24:

Ich bin da zu 100,00 % der Meinung von @Nachdenklich, aber ein Performancevergleich von einem Aktienfonds mit zwei Mischfonds ist nicht wirklich aussagekräftig.

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE0009797266,LU0323578657,LU0360863863

Man kann es auch so drehen.

 

 

Hallo Studie24, man kann es natürlich auch so drehen, stimmt.

;)

 

Und wer glaubt, daß ein Investment in Rohstoffe Sinn macht, der kann sich den Vergleich auch gerne ansehen.

Ich persönlich allerdings würde einen Verkäufer, der mir den ARERO als "Benchmark" vorstellt, ohnehin vor die Tür setzen.

Aber das ist nur meine ganz persönliche Geschmackssache.

 

 

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vor 1 Minute schrieb themaninblack:

Gibt es überhaupt eine "unabhängige" Beratung, der man vertrauen kann? Irgendeinen seriösen Finanzdienstleister muss es doch geben...

 

Warum muß es eine seriösen Finanzdienstleister geben?

 

Angeblich sollen Honorarberater unabhängiger sein. Aber auch ein Honorarberater wird Dir niemals eine ganz einfache Lösung vorschlagen, denn dann könntest Du ja erkennen, daß Du dafür keinen Berater brauchst. Und dann fällt auch sein Honorar weg.

 

Du studierst auf einen Master in Bioinformatik? Dann hast Du sicherlich die geistige Kapazität, ganz ohne Berater auszukommen.

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" I. Kant

 

 

 

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Gerade eben schrieb Nachdenklich:

Du studierst auf einen Master in Bioinformatik? Dann hast Du sicherlich die geistige Kapazität, ganz ohne Berater auszukommen.

Geistige Kapazität ist absolut nicht das Problem. Momentan hapert es an zeitlicher Kapazität. Aber bei Geld etwas so zu überstürzen, wie ich es jetzt durch diese "Beratung" gemacht habe, ist sicherlich auch nicht der richtige Weg. Ich setze dann mal die Widerrufe auf! :) Vielen lieben Dank! Ich habe großes Interesse mich mehr in die Thematik reinzuarbeiten und es dann nochmal richtig anzugehen!

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Posted · Edited by bondholder

vor 13 Minuten schrieb themaninblack:

Gibt es überhaupt eine "unabhängige" Beratung, der man vertrauen kann? Irgendeinen seriösen Finanzdienstleister muss es doch geben...

Wie sieht es mit deiner Zahlungsbereitschaft aus?

 

vor 6 Minuten schrieb Nachdenklich:

Angeblich sollen Honorarberater unabhängiger sein. Aber auch ein Honorarberater wird Dir niemals eine ganz einfache Lösung vorschlagen, denn dann könntest Du ja erkennen, daß Du dafür keinen Berater brauchst. Und dann fällt auch sein Honorar weg.

 

Im Gegenteil: Das Honorar wird unabhängig davon fällig, ob die ganz einfache Lösung tatsächlich umgesetzt wird oder nicht...

 

Der Finanzwesir bietet für diejenigen, die sich sonst alleine doch nicht trauen würden, ein Finanzcoaching an:

Finanzcoaching mit dem Finanzwesir

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vor 1 Minute schrieb bondholder:

Im Gegenteil: Das Honorar wird unabhängig davon fällig, ob die ganz einfache Lösung tatsächlich umgesetzt wird oder nicht...

 

Das ist sicherlich richtig, aber es wird vielleicht zu keinem Folgeauftrag mehr kommen.

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vor 6 Minuten schrieb Nachdenklich:

Das ist sicherlich richtig, aber es wird vielleicht zu keinem Folgeauftrag mehr kommen.

So jemand wie der Finanzwesir wäre darüber nicht traurig...

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Posted · Edited by Studi24

vor 16 Minuten schrieb bondholder:

Der Finanzwesir bietet für diejenigen, die sich sonst alleine doch nicht trauen würden, ein Finanzcoaching an:

Finanzcoaching mit dem Finanzwesir

"Preis: 200 Euro pro Stunde (inkl. MwSt.)"

Aaaaaallles klar :D

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Posted · Edited by Studi24

vor 41 Minuten schrieb themaninblack:

Gibt es überhaupt eine "unabhängige" Beratung, der man vertrauen kann? Irgendeinen seriösen Finanzdienstleister muss es doch geben...

Warum soll es die nicht geben? Es ist nur für einen Laien ziemlich schwer zu erkennen, der kein eigenes Basiswissen hat. Viele der absoluten Fachleute

haben sich hier im Forum leider weitestgehend zurückgezogen, da der teilweise enorme Aufarbeitungsaufwand einiger Thematiken kaum wertgeschätzt

wurde.

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Posted · Edited by bondholder

vor 22 Minuten schrieb Studi24:

"Preis: 200 Euro pro Stunde (inkl. MwSt.)"

Aaaaaallles klar :D

So what? Neidisch?

 

Andere Berater (mein Rechtsanwalt z.B.) nehmen höhere Stundensätze und sind damit gut ausgelastet. So ein Stundensatz kann hilfreich sein, um auf den Punkt zu kommen und sinnloses Gelaber zu vermeiden.

Für nette Unterhaltungen gibt es andere Anlaufstellen.

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Posted · Edited by Studi24

vor 14 Minuten schrieb bondholder:

So what? Neidisch?

 

Andere Berater (mein Rechtsanwalt z.B.) nehmen höhere Stundensätze und sind damit gut ausgelastet. So ein Stundensatz kann hilfreich sein, um auf den Punkt zu kommen und sinnloses Gelaber zu vermeiden.

Für nette Unterhaltungen gibt es andere Anlaufstellen.

Nö, ist doch ein absolut normaler Stundensatz für eine Honorarberatung. Aber wo liegt jetzt genau der Unterschied zwischen einem "normalen" Honorarberater und

bspw. dem Finanzwesir? Nur weil er das Ganze "Finanzcoaching" schimpft? Kommt mir vor wie bei anderen Bloggern, erstmal einen auf ehrenamtlicher Helfer machen und

später Fanartikel und Coachings verkaufen wollen...

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vor 1 Minute schrieb Studi24:

Aber wo liegt jetzt genau der Unterschied zwischen einem "normalen" Honorarberater und

bspw. dem Finanzwesir?

Hier wurde die Vermutung geäußert, dass Honorarberater dazu neigen könnten, unnötig komplizierte Konzepte zu basteln, um damit ihr Honorar zu rechtfertigen und dafür zu sorgen, dass der Kunde auf Dauer kostenpflichtige Leistungen in Anspruch nimmt.

Diese Problematik sehe ich [als Außenstehender ohne eigene Erfahrung] beim Finanzwesir nicht.

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Hallo,

 

mir ist es sehr wichtig meine Erfahrungen mit TauRes zu äußern. Deswegen habe ich mich mal angemeldet und hoffe, dass ich möglich vielen Personen von TauRes abraten kann!

 

Im nachfolgenden erzähle ich die gesamte Geschichte. Fazit: Geht nicht mal zum Erstgespräch bei TauRes! Das Internet informiert euch um Längen besser.

Ich habe exakt die gleiche "Beratung" erhalten, also exakt die gleichen Produkte mit den gleichen Raten etc. Das Ressort von TauRes beobachte den Markt und dort säßen Leute die "wirklich mega Ahnung haben".

 

Zu mir: Ich bin 22 Jahre alt und habe zum Zeitpunkt der Beratung erst knapp einen Monat in meinem Job nach dem Studium gearbeitet, befand mich also noch in der Probezeit (da hätte ich beim Thema langfristiges Investment schon stutzig werden sollen..) und hatte keinerlei Barvermögen. Zu TauRes kam ich durch einen alten Schulkameraden, der dort als Trainee angefangen hat. "Komm einfach mal vorbei. Ich mache dir einen Termin bei jemandem klar, der wirklich mega Ahnung hat". Die Einladung kam per Mail und mit vielen Smileys. Ich hätte vor dem Termin (und natürlich danach :D) keine Ahnung von Investment und Versicherungen. Auch das Modell Strukturvertrieb war mir kein Begriff. Ich war also das perfekte Ziel.

 

Der erfahrene Berater war ein junger Typ (im Nachhinein: klassischer Strukki) und empfing mich in einem kleinen, modernen Büro ohne großen Schnick-Schnack. Von Anfang an wurde maximalen Wert auf den Aufbau einer Beziehung gelegt. Gleiche Interessen, beide total digital unterwegs, etc. War mir natürlich sofort sympathischer als irgendein 40+ Bankberater in einer alten Filiale.

 

Ich kann mich nicht mehr zu 100% erinnern was in welchem Termin (es gab vier) besprochen wurde, ich gebe aber alle Erinnerungen in chronologischer Reihenfolge. Mir wurde TauRes vorgestellt und wie unabhängig sie sind, da sie zu keiner Gesellschaft gehören und auch keine AG sind. Man wolle mir etwas Gutes tun (hier hätte ich das zweite Mal stutzig werden sollen) Nachdem meine Einkünfte und Ausgaben aufgeschlüsselt wurden, wurde der Markt durch das Ressort maßgeschneidert für meine Anforderungen durchsucht und ein super individuelles Konzept vorgestellt (Ergebnis: siehe Post des TO :D). Viele Graphen und die rhetorische/manipulative Art des Verkaufsgesprächs veranlassten mich dazu die angebotenen Produkte im vierten Termin abzuschließen ohne sie komplett verstanden zu haben (Hierfür schäme ich mich in Grund und Boden). Ich habe mich durch die Präsentation, die entstandene persönliche Beziehung und das sehr gute Verhältnis zu meinem ehemaligen Klassenkameraden blenden lassen. Eine etwa 300€ teure Lehre fürs Leben.... Als ich nach dem Abschluss das Büro verließ, fühlte ich mich wie der King und dachte, dass ich jetzt alles richtig gemacht habe. Jeder der es nicht so macht ist einfach dumm und mein Vermögen wird durch die einfachen Tricks von TauRes in astronomische Höhen steigen. Genau so ein Quatsch ging mir Tage lang durch den Kopf. Die TauRes-internen Schulungen zum Thema Gehirnwäsche hatten sich offenbar ausgezahlt.

 

Warum ist die Beratung jetzt so schlecht? Ich empfahl TauRes weiter und mein Kollege war etwas kritischer als ich (GOTT SEI DANK). Er bekam übrigens auch exakt das gleiche Konzept präsentiert. Da wurde ich auch misstrauisch und stellte alles in Frage. Vor allem das Depot und die Rentenpolice. Aber fangen wir mit dem Depot an. Im Gespräch wurde mir das FFB-Depot als das günstigste Depot am Markt verkauft. Ist es nicht. 5 Minuten googlen und man findet günstigere (ja sehr peinlich für mich!). Am Depot störten mich vor allem die 0,5% des Depotwertes, die jährlich an TauRes gehen. Richtig gehört. Vom Depotwert nicht der Rendite. Aktive Fonds seien deutlich besser als ETFs, da ETFs nur mit dem Index wachsen können und aktive Fonds mehr Renditepotenzial haben. Das war das einzige Argument gegen ETFs, danach wurde nur noch über die Fonds von oben gesprochen, die das Ressort ja durch die speziellen Kriterien von TauRes und meine Anforderungen herausgefiltert hätten. Tatsächlich ist es einfach so, dass ETFs deutlich weniger Provision bringen. Spoiler: Das ist die Grundlage jeder Empfehlung durch TauRes.

Bei der Rentenpolice wird es interessanter! Diese wurde mir im Gespräch als "formaler Mantel Versicherung" aus reinen Steuergründen empfohlen. Von Abschluss- und vor allem PROVISIONSKOSTEN war nie die Rede. Diese stehen auch nur in den 129 Seiten Bedingungen und nicht im Antrag oder der Police.

Als ich mal etwas zu viel Zeit hatte, habe ich - angestoßen durch meinen kritischen Kollegen - das Produkt genauer unter die Lupe zu nehmen und wunderte mich über die massive Renditeminderung aufgrund der Kosten der Police. Auf Nachfrage wurde mir ein Excel präsentiert, welches einen normalen Fondsparplan (mit den gleichen Fonds wie in der Police) im Depot und er Continentale Rente Invest gegenüber stellte. Das Ergebnis war, dass die Versicherung nach knapp 20 Jahren wirtschaftlicher ist als ein Depot. Nach 20 Jahren. Das ist aber nicht das Ende. Wieder zu Hause bemerkte ich, dass eine falsche Laufzeit der Police zugrunde gelegt wurde (die Laufzeit ist maßgeblich für die Kosten der Versicherung). Auf Basis der Laufzeit wie sie in meinem Vertrag steht, verlängert sich der Zeitraum der Unwirtschaftlichkeit im Vergleich zum normalen Fondsparplan auf 35 Jahre (!!!) Das bedeutet, mein Geld ist für 35 Jahre erstmal damit beschäftigt die Provision für TauRes zu bezahlen :D "Best Advice" - wohl kaum!

 

Ich habe alle meine Produkte, die mir von TauRes verkauft wurden, gekündigt und den Maklervertrag sowie die Vollmacht widerrufen.

 

Bleibt weg von jeglicher Art der provisionsbasierten Beratung und informiert euch selber! Niemand ist neutral, wenn es ums Geld geht.

 

Ich empfehle ebenfalls:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/30108-personen-und-sachversicherungen-im-überblick/

https://www.wertpapier-forum.de/topic/49689-investieren-für-einsteiger/

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Alles in allem scheinst du ja noch günstig rausgekommen zu sein.

 

Danke das du deine Story geteilt hast.:thumbsup:

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Tröste Dich: 300 Euro Lehrgeld (war in Deinem Falle ja auch kein Leergeld) sind noch Recht wenig. Bei mir war es ein kleiner 4-stelliger Betrag bei nur einem Vertrag bei einer großen deutschen Bank.

Du bist noch jung und das Lehrgeld sehr gut angelegt. Den Fehler macht Du sicher nie wieder.

 

Und: Danke für die Story.

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Posted · Edited by LBO1987

Dank Internet dachte ich immer das so etwas nur noch Älteren Menschen passiert. Bevor ich doch viel Geld ausgebe, gucke ich jedenfalls erst mal ins Internet und schaue nach welchen Produkt die beste Preis/Leistung hat. Egal ob bei einem TV oder einer Versicherung. Seid ihr zu viel mit facebook beschäftigt das ihr das nicht macht? Grade wenn es vier Termine waren, war doch dazwischen doch Zeit und man wird nicht überrumpelt und kann in Ruhe zu Hause nachschauen.

Ich finde es trauchig das solche wichtigen Themen nicht in der Schule angesprochen werden. Da sieht man mal was diese Wert ist. 

So würde es am Ende solche Abzockerbuden gar nicht mehr geben. 

 

Danke dennoch für die Story. Ich hoffe der eine oder andere findet durch google diesen Thread vor Abschluss.

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