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stagflation

ETF - Nur ein gefährlicher Hype?

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Moneycruncher
vor 5 Stunden von GuyInborito:

Ist man dagegen 75 und will sein Vermögen absichern kann ich es ein Stück weit verstehen weil man ein paar Jahre auch Glück haben kann mit seinem Bauchgefühl.

Klingt plausibel, aber ich halte es für gefährlich. Am Ende der Investitionsphase ist das Vermögen meistens auf dem höchsten Stand. Gerade dann können "Bauchanlagen" und dessen Wirkungen große Verluste mit sich bringen. Fehler zu Beginn des Investitionszyklus lassen sich i.d.R. gut korrigieren ohne allzu große Verluste.

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LongtermInvestor
Am 20.6.2026 um 20:51 von stagflation:

Das zweite Problem ist der große Tech-Klumpen, der sich an der Spitze vieler Indexe gebildet hat. Dieses Problem ist viel schwerwiegender!

Es gibt noch ein drittes Problem. Durch die starke Tech-Gewichtung konzentriert sich das Investment komplett auf denselben Zukunftsmarkt. Wenn alle Positionen im exakt gleichen Segment ihre Gewinne erwirtschaften müssen, kann das zwar gutgehen, das Risiko einer herben Enttäuschung ist jedoch deutlich erhöht. 

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piojsoeiprjfvor
· bearbeitet von piojsoeiprjfvor
On 6/23/2026 at 9:56 AM, reko said:

Die KI versteht mich. Meine Logik und mein Nachdenken scheint nicht sonderlich exotisch zu sein.154652126_probability-weightedsuccess.png.fa9ba3bb10aa337d2626de2b127bc177.png

Wenn ich Dir folgende Wette anbieten würde, würdest Du sie eingehen?

Wir nehmen einen 10-seitigen Würfel. Bei "1" verelffachst Du Dein Gesamtvermögen. Bei "2" bis "10" verlierst Du Dein Gesamtvermögen.

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Schwachzocker

 

Am 26.6.2026 um 07:15 von LongtermInvestor:
Am 20.6.2026 um 20:51 von stagflation:

 

  1. Das zweite Problem ist der große Tech-Klumpen, der sich an der Spitze vieler Indexe gebildet hat. Dieses Problem ist viel schwerwiegender!

Es gibt noch ein drittes Problem. Durch die starke Tech-Gewichtung konzentriert sich das Investment komplett auf denselben Zukunftsmarkt. Wenn alle Positionen im exakt gleichen Segment ihre Gewinne erwirtschaften müssen, kann das zwar gutgehen, das Risiko einer herben Enttäuschung ist jedoch deutlich erhöht. 

Vielleicht handelt es sich ja um dasselbe "Problem"?

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finisher
· bearbeitet von finisher
vor 37 Minuten von piojsoeiprjfvor:

Wenn ich Dir folgende Wette anbieten würde, würdest Du sie eingehen?

Wir nehmen einen 10-seitigen Würfel. Bei "1" verelffachst Du Dein Gesamtvermögen. Bei "2" bis "10" verlierst Du Dein Gesamtvermögen.

Du müsstest es ihm so verpacken, dass er nicht erkennt, dass es ein Würfel ist.
Verpacke den Würfel als Unternehmen mit Vergangenheitsdaten mit zufälligen Mustern, die er als Zyklen identifiziert, Geschäftsberichte und weitere nutzlose Informationshaufen. Er muss seine Kontrollillussion bekommen.
Dann würde er vermutlich die Wette eingehen.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Stunden von piojsoeiprjfvor:

Wir nehmen einen 10-seitigen Würfel. Bei "1" verelffachst Du Dein Gesamtvermögen. Bei "2" bis "10" verlierst Du Dein Gesamtvermögen.

EW = 10*0,10 - 1* 0,9 = 0,1

Bei dem geringen erwartbaren Gewinn hätte ich vermutlich bessere Deals. Wenn, dann würde ich mir den Würfel sehr genau ansehen und eine längere Serie von Würfen auswerten - d.h. eine fundamentale Analyse durchführen.

Ich würde nie mein Gesamtvermögen auf ein Würfelspiel einsetzen. Das Kelly-Kriterium bestimmt den theoretisch sinnvollen Einsatz. Bei Aktien ist eine höhere Diversifikation sinnvoll (z.B. Half-Kelly), aber auch keine 1000 kapitalgewichtet weit überwiegend hochkorrelierten Aktien (= Illusion der Diversifikation = ETF-Hype). Da Korrelation in den Indexregeln keine Rolle spielt kann ich mit Einzelaktien eine bessere Diversifikation als mit jeden Index erreichen. Ich kann insbesondere die Idee des Kelly-Kriteriums (beste != maximale Diversifikation) besser umsetzen.

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Schwachzocker
vor einer Stunde von reko:

...Wenn, dann würde ich mir den Würfel sehr genau ansehen und eine längere Serie von Würfen auswerten - d.h. eine fundamentale Analyse durchführen.

:'(

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piojsoeiprjfvor
21 hours ago, reko said:

EW = 10*0,10 - 1* 0,9 = 0,1

Bei dem geringen erwartbaren Gewinn hätte ich vermutlich bessere Deals. Wenn, dann würde ich mir den Würfel sehr genau ansehen und eine längere Serie von Würfen auswerten - d.h. eine fundamentale Analyse durchführen.

Ich würde nie mein Gesamtvermögen auf ein Würfelspiel einsetzen. Das Kelly-Kriterium bestimmt den theoretisch sinnvollen Einsatz. Bei Aktien ist eine höhere Diversifikation sinnvoll (z.B. Half-Kelly), aber auch keine 1000 kapitalgewichtet weit überwiegend hochkorrelierten Aktien (= Illusion der Diversifikation = ETF-Hype). Da Korrelation in den Indexregeln keine Rolle spielt kann ich mit Einzelaktien eine bessere Diversifikation als mit jeden Index erreichen. Ich kann insbesondere die Idee des Kelly-Kriteriums (beste != maximale Diversifikation) besser umsetzen.

Das Kelly-Kriterium maximiert nicht den erwarteten Gewinn eines Spiels, sondern die erwartete Wachstumsrate des nach festem Anteil eingesetzen Kapitals bei unendlich wiederholbarem und wiederholtem Spiel.

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stagflation

Schöner Artikel bei der NZZ, der einige der Kritikpunkte an den ETFs, die wir in der letzten Woche diskutiert haben, zusammenfasst:

Zitat

Kritik an ETF und Indexfonds: SpaceX-Börsengang und starke Tech-Konzentration von Börsenindizes polarisieren

Es werden auch ein paar Lösungsmöglichkeiten skizziert. Beimischungen von ETFs auf Schweizer oder Europäische Indexe. Oder von Value-ETFs, Dividenden-ETFs oder gleichgewichteten ETFs.

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 46 Minuten von stagflation:

Schöner Artikel bei der NZZ, der einige der Kritikpunkte an den ETFs, die wir in der letzten Woche diskutiert haben, zusammenfasst:

In diesem Forum vornehmlich wohl Du.

Ich habe den Eindruck, da versucht jemand zwanghaft krampfhaft, alle Nachrichten rauszufiltern, die zu seiner These passen.

 

Wie nennt man das noch mal in der Verhaltenspsychologie? Richtig: Bestätigungsfehler (oder Confirmation Bias).

Zitat

https://www.eneuro.org/content/11/10/ENEURO.0415-24.2024 

Stop Fooling Yourself! (Diagnosing and Treating Confirmation Bias)    Richard T. Born    eNeuro 22 October 2024,

Abstract

Confirmation bias (CB) is a cognitive bias that allows us to fool ourselves by selectively filtering data and distorting analyses to support favored beliefs or hypotheses.

 

In this article, I will briefly review some classic experiments from cognitive psychology that illustrate what a powerful, pernicious, and insidious force CB is. I will then discuss how to recognize CB in our own thinking and behavior and describe specific elements of good experimental design that can mitigate its effects. These elements—such as randomization and blinding—are conceptually straightforward but often difficult in practice and therefore not as widely implemented as they should be.

 

Problem dabei: 

Wenn man Dinge (auch Kuriositäten) nur lange genug wiederholt, dann entfalten sie ein Eigenleben und werden schließlich auch von anderen (man sieht das ganz gut in diesem Forum) für bare Münze genommen.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 22 Stunden von piojsoeiprjfvor:

Das Kelly-Kriterium maximiert nicht den erwarteten Gewinn eines Spiels, sondern die erwartete Wachstumsrate des nach festem Anteil eingesetzen Kapitals bei unendlich wiederholbarem und wiederholtem Spiel.

Das habe ich auch nicht geschrieben. Börse ist nicht ein Spiel sondern viele Spiele. Die Spiele sind nicht exakt gleich, sondern es sind viele ähnliche Spiele. Der Grundgedanke des idealisierten (damit berechenbaren) Kelly-Kriteriums tritt auch an der Börse auf. Es kommt auf den Gesamtgewinn nach vielen Jahren an.

Das Kelly-Kriterium – Der mathematische Weg zur optimalen Positionsgröße

Zitat

Oft wird Kelly als Methode für Glücksspiele oder spekulative Wetten abgetan. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall: Das Kriterium wird heute von professionellen Fondsmanagern, Portfoliotheoretikern und algorithmischen Händlern genutzt – in vielen Fällen als Kernprinzip für Kapitalallokation.

 

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 4 Stunden von reko:
Am 28.6.2026 um 10:39 von piojsoeiprjfvor:

Das Kelly-Kriterium maximiert nicht den erwarteten Gewinn eines Spiels, sondern die erwartete Wachstumsrate des nach festem Anteil eingesetzen Kapitals bei unendlich wiederholbarem und wiederholtem Spiel.

Das habe ich auch nicht geschrieben. Börse ist nicht ein Spiel sondern viele Spiele. Die Spiele sind nicht exakt gleich, sondern es sind viele ähnliche Spiele. Der Grundgedanke des idealisierten (damit berechenbaren) Kelly-Kriteriums tritt auch an der Börse auf. Es kommt auf den Gesamtgewinn nach vielen Jahren an.

Das Kelly-Kriterium – Der mathematische Weg zur optimalen Positionsgröße

Im Kelly-Problem sind die Zustände + Eintrittswahrscheinlichkeiten bekannt. In der Realität ist das offenkundig nicht der Fall, weshalb das reale Anlageproblem von fundamental anderer Natur ist.

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reko

In der Realität schätzt man

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 4 Minuten von reko:

In der Realität schätzt man

Und wie gut schätzen Anleger? Besser oder schlechter als ein Dartpfeile werfender Affe?
https://www.forbes.com/sites/rickferri/2012/12/20/any-monkey-can-beat-the-market/

 

Selbst wenn alles bekannt wäre, wäre das Kelly-Kriterium verkürzt, da es das Risiko außer Betracht lässt, und nur im Limes unendlicher Zeiten konvergiert.

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reko
· bearbeitet von reko
Zitat

“Malkiel was wrong,” stated Rob Arnott, CEO of Research Affiliates, while speaking at the IMN Global Indexing and ETFs conference earlier this month. “The monkeys have done a much better job than both the experts and the stock market.”

Wenn der Affe besser ist als der Markt dann muss es zwangsläufig eine Anlegergruppe geben die noch besser ist.

Falls mit Markt der Durchschnitt gemeint ist geht das rein logisch nicht.

Gäbe es niemanden der davon überzeugt ist besser als ein Index zu sein, dann gäbe es nur Indexanleger und damit auch keine Börse.

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

 

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 55 Minuten von reko:

Wenn der Affe besser ist als der Markt dann muss es zwangsläufig eine Anlegergruppe geben die noch besser ist.

Klar, bei der riesigen Grundgesamtheit aller Anleger wirst du so gut wie immer jemanden finden können, der besser abgeschnitten hat als du selbst.

vor 55 Minuten von reko:

Falls mit Markt der Durchschnitt gemeint ist geht das rein logisch nicht.

Steht doch im Artikel drin, wie es geht.

vor 55 Minuten von reko:

Gäbe es niemanden der davon überzeugt ist besser als ein Index zu sein, dann gäbe es nur Indexanleger und damit auch keine Börse.

Darum ein Hoch auf alle aktiven Anleger!

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