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ETF - Nur ein gefährlicher Hype?

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Schwachzocker
vor 13 Minuten von Mojo-cutter:

Der ETF macht doch Rotation (-Anpassung an den Indexverlauf) intern. Da bekommst du als Halter des ETF nichts mit. Du zahlst keine Steuer und hast keine Handelskosten. Dafür bezahlst du die Gebühr (TER) an den ETF-Herausgeber.

Und die Fondsgesellschaft ist so nett und bezahlt Steuern und Gebühren für mich?! Finde ich nett!

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Holgerli
vor 10 Minuten von Martie:

Oder habe ich einen Denkfehler?

Aber das Problem hättest Du als aktiver Anleger auch.

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Martie
· bearbeitet von Martie
vor 25 Minuten von Holgerli:

Aber das Problem hättest Du als aktiver Anleger auch.

Richtig. Nur dass du am Ende in dem einfachen Beispiel als aktiver Anleger eben immer noch einen deutlichen Gewinn hättest, während der passive Anleger einen Verlust erleidet. Obwohl das Geld auf den ersten Blick den "Kreislauf" des ETF nie verlassen hat (das Kapital wurde nur von einem Unternehmen in das andere umgeschichtet). Dass es auch aktive Anleger mit Verlusten gibt steht dabei außer Frage. Es geht hier nur um den Punkt, ob das Geld tatsächlich kapitalneutral umgeschichtet werden kann und der ETF Anleger entsprechend "nichts davon mitbekommt". Und das ist aus meiner Sicht nicht der Fall. Oder ich habe eben wie gesagt einen Denkfehler (?)

 

Anders ausgedrückt: Der Wert des ETF bemisst sich durch die gebündelte Nachfrage nach den enthaltenen Werten. Und die Nachfrage wird maßgeblich beeinflusst durch das zur Verfügung stehende Kapital. Wenn durch große Umschichtungen nun viel Steuern gezahlt werden steht am Ende weniger Geld für eine Neuinvestition zur Verfügung. Und weniger Geld = weniger Nachfrage = ein ETF Anteil ist am Ende weniger wert. Oder nicht?

 

Und nochmal anders ausgedrückt: Wenn man dem "Markt" einen Wert von 100 entzieht (-100), aber nach Steuer dann nur noch 75 wieder zurück investieren kann (+75), dann ist das Ergebnis nicht Null.

 

Ich halte übrigens keine einzige Einzelaktie sondern investiere auch nur über ETF. Insofern würde ich mich wünschen, dass ich mich irre und das Kapital sehr wohl (zumindest annähernd) kapitalneutral umgeschichtet werden kann. Ich wüsste allerdings nicht wie das gehen soll.

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bertl
· bearbeitet von bertl
vor 19 Minuten von Martie:

Wenn durch große Umschichtungen nun viel Steuern gezahlt werden steht am Ende weniger Geld für eine Neuinvestition zur Verfügung.

Stimme dir im Grundsatz zu. Frage ist nur: Werden wirklich viel Steuern gezahlt? Aus der Perspektive eines deutschen Privatanlegers ja, aber der Aktienmarkt wird ja bestimmt durch weltweite Aktienanleger (privat und institutionell) und da gilt das vermutlich nicht.

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monstermania

Zahlen denn die wirklich großen Kapitalanleger (Staats- und Pensionfonds, Hedgefonds, usw.) überhaupt im gleichen Maße Steuern oder auch Transaktionskosten wie ein Kleinanleger? 
Wie gesagt, keine Ahnung meierseits.

Ich finde es nur merkwürdig, dass in meinem Bekanntenkreis manche über Ihre 'Verluste' jammern die Sie in den letzten Tagen gemacht hätten und wenn ich mir meinen ACWI IMI ansehe, da gerade mal -1,5% auf die letzten 30 Tage zu Buche stehen. Das sehe ich eher als völlig normales 'Kursrauschen' an. Sieht für mich als Laie dann so aus, dass das Kapital, dass aus den 'Hype-Aktien' abfließt 1 zu 1 in andere Unternehmen investiert wird.

PS: Muss ein marktkapitalisierter ETF überhaupt z.B. Alphabet-Aktien kaufen/verkaufen wenn der Kurs dieser Aktie abrauscht? Der ETF bzw. der Anbieter muss doch nur aktiv werden, wenn ETF-Anteile neu hinzukommen oder aufgelöst werden. Oder sehe ich das falsch? Wenn keine ETF Anteile gekauft/verkauft werden fallen doch auf ETF-Ebene auch gar keine Transaktionskosten/Steuern für den Aktienhandel an? Ok, die Dividenden die dem ETF zufließen müssen versteuert werden.


 

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Martie
vor 2 Minuten von monstermania:

PS: Muss ein marktkapitalisierter ETF überhaupt z.B. Alphabet-Aktien kaufen/verkaufen wenn der Kurs dieser Aktie abrauscht? Der ETF bzw. der Anbieter muss doch nur aktiv werden, wenn ETF-Anteile neu hinzukommen oder aufgelöst werden. Oder sehe ich das falsch? Wenn keine ETF Anteile gekauft/verkauft werden fallen doch auf ETF-Ebene auch gar keine Transaktionskosten/Steuern für den Aktienhandel an? Ok, die Dividenden die dem ETF zufließen müssen versteuert werden.

Nein, der ETF verkauft keine Aktien wenn der Kurs sich verändert. Aber auch hier ein einfaches Beispiel: Wenn der ETF (marktkapitalisiert) wie von dir genannt nur aus dem Unternehmen "Alphabet" bestünde und die aktiven Anleger zuhauf die Aktie abstoßen, dann fällt der ETF in genau dem Ausmaß wie die Aktie abrauscht. Breite ETF sollen das auffangen, indem sie auch alle anderen Aktien halten und dementsprecht auch die Unternehmen, die stattdessen im Wert steigen. Aber komplett auffangen könnte man den Rutsch nur wenn das gesamte Kapital am Aktienmarkt bleibt und komplett Kapitalneutral umgeschichtet werden kann - und genau hier wüsste ich nicht, wie das gehen soll.

 

Ob für institutionelle Investoren etc. andere Regeln gelten weiß ich tatsächlich auch nicht. Aber so ganz umsonst können die sicher auch nicht agieren. Und auch in anderen Ländern zahlt man Steuern, nicht nur in Deutschland.

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monstermania
vor 4 Minuten von Martie:

Ob für institutionelle Investoren etc. andere Regeln gelten weiß ich tatsächlich auch nicht. Aber so ganz umsonst können die sicher auch nicht agieren. Und auch in anderen Ländern zahlt man Steuern, nicht nur in Deutschland.

AFAIK können 401k-Anleger in den USA steuerfrei umschichten. Erst wenn im Ruhestand tatsächlich Kapital aus dem 401k entnommen wird, werden Steuern fällig. Ich könnte mir vorstellen, dass ähnliche Regelungen auch für andere Anlageformen gelten, die für/innerhalb von Pensionsfonds genutzt werden. 
Im Prinzip bekommen wird so etwas mit den kommenden AV-Depots ja auch (steuerfreies umschichten). Nur, dass z.B. keine Einzelaktien erlaubt sind.

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Martie
vor 1 Minute von monstermania:

AFAIK können 401k-Anleger in den USA steuerfrei umschichten. Erst wenn im Ruhestand tatsächlich Kapital aus dem 401k entnommen wird, werden Steuern fällig. Ich könnte mir vorstellen, dass ähnliche Regelungen auch für andere Anlageformen gelten, die für/innerhalb von Pensionsfonds genutzt werden. 
Im Prinzip bekommen wird so etwas mit den kommenden AV-Depots ja auch (steuerfreies umschichten). Nur, dass z.B. keine Einzelaktien erlaubt sind.

In deinem Beispiel wird die Steuer aber auch nur gestundet und nicht aufgehoben. Das heiß die Problematik ändert sich dadurch nur bedingt.

 

Vielleicht noch ein anderes Beispiel: 

Ein ETF hält wie oben geschrieben nur eine einzige Aktie: Alphabet

Der gesamte Aktienmarkt besteht auch nur aus diesem einen Unternehmen.

Wenn nun alle aktiven Anleger ihren Gewinn realisieren und sich dann aber, aus welchen Gründen auch immer, direkt danach entschließen das Kapital wieder in genau diese Aktie zu investieren - dann ist der Kurs der Alphabet Aktie am Ende des Tages trotzdem niedriger als davor. Weil das Geld, das durch die Steuer und Handelskosten verloren gegangen ist, nicht mehr investiert werden kann. Wodurch der ETF am Ende des Tages ebenso weniger Wert ist und die passiven Anleger einen Verlust erlitten haben. Das könnte man nur umgehen indem keinerlei Steuern anfallen - was aber eben nicht der Wahrheit entspricht.

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reko
vor 2 Stunden von monstermania:

Ich bin kein Profi, aber wenn die Anleger aus Hype-Aktien flüchten und Ihr Kapital 1zu1 in andere Aktien umschichten, müsste es dann nicht kapitalneutral ablaufen? 

Wenn eine Hype-Aktie korrigiert, fallen die Kurse, wodurch auch der Indexfonds an Wert verliert. Aktiv verkauft werden Aktienanteile im marktkapitalisierungsgewichteten Indexfonds erst beim zyklischen Rebalancing – beispielsweise um das reduzierte Zielgewicht anzupassen, veränderte Streubesitz-Verhältnisse auszugleichen oder wenn die Aktie komplett aus dem Index fällt.

Damit ist das Platzen einer Hype-Blase für dich immer ein Verlust. Eigentlich halten ETFs den Verlust durch Diversifikation klein, doch genau diese Diversifikation fehlt gerade.

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monstermania
vor 8 Minuten von reko:

Eigentlich halten ETFs den Verlust durch Diversifikation klein, doch genau diese Diversifikation fehlt gerade.

Der S&P 500 Information Technology Sektor hat in den letzten 30 Tagen 5,4% verloren.
Der S&P 500 hat in den letzten 30 Tagen 0,6% zugelegt. Stand 30.10.26.

Also müssen doch andere Sektoren im S&P 500 den Verlust ausgeglichen haben? 
Und für mich bedeutet das doch, dass zumindest generell keine großen Kapitalabflüsse aus dem Aktienmarkt gegeben hat. 
 

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Schwachzocker

Der All-World hat in den letzten 30 Tagen 1,5% verloren. Platzt da jetzt etwas?

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Martie

Das sagt die KI:

(klingt auf der einen Seite einleuchtend, aber vielleicht kann jemand mit ein bissl Verständnis das nochmal bestätigen?)

 

Zitat

Gedanke zum Thema Markteffizienz und Liquidität. Du betrachtest hier nicht die Steuern des ETF-Anlegers, sondern das Steuerleck im gesamten globalen Finanzsystem, das durch die Transaktionen anderer (aktiver) Marktteilnehmer entsteht.

 

Um deine Frage direkt zu beantworten: Die Logik ist theoretisch völlig korrekt, aber in der Realität der globalen Finanzmärkte ist dieser Effekt so verschwindend gering, dass er den Wert deines ETFs nicht messbar beeinflusst.

 

Hier ist die detaillierte Erklärung, warum diese "Steuerlücke" den Kurs der neuen Aktie nicht am Steigen hindert:

 

1. Der Denkfehler: Kurse entstehen durch Angebot und Nachfrage, nicht durch Geldvolumen

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man für eine Kurssteigerung um 1 Million Euro auch exakt 1 Million Euro neues Geld in eine Aktie stecken muss. Das stimmt nicht.

Kurse entstehen am Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage (dem Orderbuch).

Wenn ein aktiver Investor Aktie A im Wert von 100 Millionen Euro verkauft, treibt das den Kurs nach unten, weil viel Angebot auf den Markt kommt.

Nun zahlt er (fiktiv) 25 Millionen Euro Steuern. Er hat nur noch 75 Millionen Euro übrig.

Wenn er diese 75 Millionen Euro nun in Aktie B investiert, kann Aktie B trotzdem um genau den gleichen Prozentsatz (oder sogar mehr) steigen, wie Aktie A gefallen ist. Warum? Weil es entscheidend ist, wie viele Verkäufer bei Aktie B zu diesem Zeitpunkt bereitstehen. Wenn bei Aktie B kaum jemand verkaufen will, reichen schon die 75 Millionen Euro aus, um den Kurs massiv nach oben zu treiben. Das Geldvolumen spiegelt sich nicht 1:1 im Kurs wider.

 

2. Das Steuerrecht aktiver Großanleger (Institutionelle)

Der wichtigste Punkt ist jedoch: Die Akteure, die die Kurse an den Weltmärkten bewegen (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen, Hedgefonds), zahlen völlig andere Steuern als du und ich.

Keine Abgeltungsteuer: Institutionelle Anleger in Deutschland oder den USA zahlen bei Umschichtungen keine 25 % pauschale Abgeltungsteuer.

Holding-Privileg & Steuerbefreiungen: In Deutschland sind Kursgewinne aus dem Verkauf von Aktien für Kapitalgesellschaften (z. B. eine Trading-GmbH oder eine Fondsgesellschaft) nach § 8b KStG zu 95 % steuerfrei. Es fallen effektiv nur ca. 1,5 % Steuern auf den Gewinn an.

Steueroasen und steuerfreie Vehikel: Riesige US-Pensionsfonds (401k) oder Staatsfonds (wie der norwegische Ölfonds) sind in ihren Heimatländern oft komplett von der Steuer auf Kursgewinne befreit, solange das Geld im System bleibt.

Das bedeutet: Das Geld, das durch Umschichtungen aktiver Großanleger aus dem Markt gezogen wird, ist verschwindend gering.

 

3. Arbitrage und unendliche Liquidität

Selbst wenn durch Steuern etwas Kapital den Markt verlässt, wird diese Lücke sofort von anderen Marktteilnehmern geschlossen. Wenn Aktie B fundamental unterbewertet ist (weil der umschichtende Anleger "zu wenig" Geld hatte, um sie auf den fairen Wert zu kaufen), stehen sofort tausende andere Investoren, Algorithmen und Market Maker bereit. Diese schießen frisches Kapital nach, um die Aktie auf ihren fairen Wert zu kaufen. An den globalen Märkten mangelt es nicht an Liquidität.

 

Fazit

Deine Überlegung beschreibt ein theoretisches Phänomen: Steuern entziehen dem Wirtschaftskreislauf Liquidität. Da die großen Kursbeweger an den Börsen ihre Gewinne aber entweder gar nicht, kaum oder erst Jahrzehnte später versteuern, entsteht bei einer Umschichtung kein "Vakuum", das die Kurse der neuen Unternehmen spürbar deckelt. Für deinen Welt-ETF bleibt der Markt damit ein hocheffizientes Abbild der echten Unternehmenswerte.

 

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Yerg
vor 6 Stunden von Martie:

Ein ETF hält wie oben geschrieben nur eine einzige Aktie: Alphabet

Der gesamte Aktienmarkt besteht auch nur aus diesem einen Unternehmen.

Wenn nun alle aktiven Anleger ihren Gewinn realisieren und sich dann aber, aus welchen Gründen auch immer, direkt danach entschließen das Kapital wieder in genau diese Aktie zu investieren - dann ist der Kurs der Alphabet Aktie am Ende des Tages trotzdem niedriger als davor. Weil das Geld, das durch die Steuer und Handelskosten verloren gegangen ist, nicht mehr investiert werden kann. Wodurch der ETF am Ende des Tages ebenso weniger Wert ist und die passiven Anleger einen Verlust erlitten haben. Das könnte man nur umgehen indem keinerlei Steuern anfallen - was aber eben nicht der Wahrheit entspricht.

Das ist Quatsch. Wenn "alle aktiven Anleger" Gewinne realisieren – an wen verkaufen sie dann? Und angenommen es gäbe diesen Käufer, warum sollte er den aktiven Anlegern die Aktien anschließend für weniger zurück verkaufen? Aus Mitleid, weil sie jetzt weniger Geld haben?

 

Du wirst dir die Funktionsweise des Markets nicht sinnvoll erklären können mit absurd reduzierten Beispielen, bei denen "alle aktiven Anleger" mit einer hypothetischen Gegenpartei handeln, die keinerlei wirtschaftliche Motivation hat, diesen Handel überhaupt zu machen.

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reko
vor 8 Stunden von monstermania:

keine großen Kapitalabflüsse aus dem Aktienmarkt

Es reichen bereits sehr kleine Kapitalabflüsse um das Kursniveau zu senken. Der Hype lebt von Kapitalzuflüssen.

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Martie
vor 12 Stunden von Yerg:

Das ist Quatsch. Wenn "alle aktiven Anleger" Gewinne realisieren – an wen verkaufen sie dann? Und angenommen es gäbe diesen Käufer, warum sollte er den aktiven Anlegern die Aktien anschließend für weniger zurück verkaufen? Aus Mitleid, weil sie jetzt weniger Geld haben?

 

Du wirst dir die Funktionsweise des Markets nicht sinnvoll erklären können mit absurd reduzierten Beispielen, bei denen "alle aktiven Anleger" mit einer hypothetischen Gegenpartei handeln, die keinerlei wirtschaftliche Motivation hat, diesen Handel überhaupt zu machen.

Deswegen hatte ich ja geschrieben die Beispiele sind zum einen extrem vereinfacht, zum anderen braucht man natürlich mehrere Marktteilnehmer und drittens wird es auch aktive Anleger geben, die bei der Sache Verlust machen (nicht nur solche mit Gewinnen).

 

Es ging hier nur um die Frage, ob der Abfluss der Steuer aus dem Aktienmarkt im Endeffekt dafür sorgt, dass der Kurs eines ETF sinkt. Und dazu trägt deine Antwort in keiner Weise bei. Die KI hat da wie oben schon geschrieben eine Erklärung parat, die man wohl zusammen fassen kann mit: Ja, der Kurs des ETF sinkt, aber um einen so geringen Wert, dass er für uns als Anleger keine nennenswerte Rolle spielt.

Zumindest, wenn das alles so stimmt. Ich gebe ganz ehrlich zu, dass mit das nötige Hintergrundwissen fehlt um den Abschnitt selbst so verifizieren zu können.

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geeman
vor 23 Stunden von Martie:

...

Wenn man eine Aktie für 10 Euro kauft und sie am Ende bei 110 Euro verkauft bleiben einem durch die Steuer am Ende "nur" 85 Euro um sie woanders zu investieren. Man kann also nicht einfach sagen dass es egal ist wenn große Beträge von A nach B fließen. Zumindest das Kapital, das der Fiskus einbehalten hat, ist definitiv weg und fehlt dementsprechend auch im breiten ETF.

...

Wenn Du eine für 100 Euro gekaufte Aktie für 110 Euro verkaufst, bekommst Du ohne Kirche und ohne Handelsgebühren (110 € - 100 €) * (1 - 0,26375) = 107,36 € zurück. 

Steuern fallen nur auf Gewinne an. :teach:

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Martie
vor 2 Minuten von geeman:

Wenn Du eine für 100 Euro gekaufte Aktie für 110 Euro verkaufst, bekommst Du ohne Kirche und ohne Handelsgebühren (110 € - 100 €) * (1 - 0,26375) = 107,36 € zurück. 

Steuern fallen nur auf Gewinne an. :teach:

Bitte nochmal lesen. In dem zitierten Beispiel wurde die Aktie für 10 Euro gekauft und am Ende bei für 110 Euro verkauft. Von den 100 Euro Gewinn bleiben einem dadurch nur grob 75 Euro + 10 Euro für den ursprünglichen Preis = 85 Euro. Deine Rechnung stimmt, genauso wie meine, wenn du richtig gelesen hättest.

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finisher
· bearbeitet von finisher
vor 22 Stunden von Martie:

Weil das Geld, das durch die Steuer und Handelskosten verloren gegangen ist, nicht mehr investiert werden kann.

Die Geld für die Steuer löst sich nicht in Luft auf, sondern der Staat bekommt es und er macht was damit. Die Handelskosten bekommen die Banken/Börsen.

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Malvolio
· bearbeitet von Malvolio
Am 2.11.2026 um 10:46 von Martie:

Ich zahle natürlich keine Steuer. Aber angenommen man stellt ein ganz einfaches Beispiels auf:

- es gibt nur zwei Firmen

- es gibt nur zwei Anleger: einen Aktiven (hält Einzelaktien) und einen Passiven (hält einen ETF)

Wenn nun die eine Aktie sich vervielfacht und der aktive Anleger sein Geld komplett umschichtet, dann wird der ETF des passiven Anlegers an Wert verlieren. Eben weil der aktive Anleger weniger Geld zum anlegen in die andere Firma zur Verfügung hat, als er aus der ersten abgezogen hat (Abzüge durch Steuer auf den Gewinn und Handelkosten).

 

Dass man natürlich mehrere Anleger für das obige Beispiel braucht ist klar, weil sonst auch kein Handel stattfindet, es dient nur zur Veranschaulichung.

 

Oder habe ich einen Denkfehler?

Was genau willst du denn hier veranschaulichen? Der passive Anleger verliert (auch), weil der aktive Anleger Steuern und Transaktionskosten zahlt?  Sicher fließt dadurch Geld aus dem System ab. Aber das ganze Modell ist doch einfach unzulänglich. Woher kommt der große Kursgewinn der einen Aktie? Durch den realisierten Kursgewinn hat der aktive Anleger doch jetzt viel mehr Geld um es in die andere Aktie zu investieren, oder? Wer kauft dem aktiven Anleger seine Aktien ab und wie finanziert dieser Käufer das? Usw. usw. ....

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Martie
vor 23 Minuten von finisher:

Die Geld für die Steuer löst sich nicht in Luft auf, sondern der Staat bekommt es und er macht was damit. Die Handelskosten bekommen die Banken/Börsen.

Das ist mir klar. Aber ebenso klar ist vermutlich auch, dass der Staat (besonders der Deutsche) es nur sehr bedingt wieder am Aktienmarkt anlegen wird um damit irgendwelche Kurse zu stützen.

 

vor 21 Minuten von Malvolio:

Der passive Anleger verliert, weil der aktive Anleger Steuern und Transaktionskosten zahlt?

Das wurde in der Theorie ja oben eigentlich schon bestätigt. Nur eben mit der Einschränkung, dass der Effekt so klein ist, dass man ihn vernachlässigen kann.

 

Ich sehe das in etwa wie bei einem Spiel mit Freunden, bei dem man auch ständig miteinander handelt. Und dann gibt es da eben einen Zähler, der genau trackt was an Vermögenswerten im Umlauf ist und zu welchem Preis (= der ETF). Wenn nun kapitalneutral miteinander gehandelt werden kann, dann bleibt der Wert des ETF immer stabil, da nur der Besitzer wechselt, das im System enthaltene Vermögen aber gleich bleibt. Sobald aber für jede Transaktion ein Betrag X aus dem Spiel genommen wird, dann muss sich das eigentlich zwangsläufig auch im Wert des ETF widerspiegeln. 

 

Laut KI findet dieser Steuerabfluss auch so statt, mit den beschriebenen Konsequenzen. Nur eben in einer Größenordnung, die für einen normalen Anleger nicht relevant ist. Was man mit dieser Information nun macht, keine Ahnung. Ich werde nichts ändern. Mich hat nur die Logik dahinter interessiert.

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Barqu
· bearbeitet von Barqu
8 minutes ago, Martie said:

Mich hat nur die Logik dahinter interessiert.

Die Logik dahinter ist v. a., dass das Kauf- bzw Verkaufvolumen nicht den Preis bestimmt. 

Wenn einhundert Leute je eine Aktie haben, die bei 100€ steht, und einer verkauft sie für 200€, bekommt der Verkäufer netto ggf weniger als 200€, sagen wir mal 150€, die Aktie steht nun aber bei 200€, und wenn der Verkäufer sich nun eine 20€-Aktie für 150€ kauft, steht die nun bei 150€.

Es wurden 50€ "Steuern" gezahlt und trotzdem sind alle Kurse nun höher. 

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Martie
vor 3 Minuten von Barqu:

Die Logik dahinter ist v. a., dass das Kauf- bzw Verkaufvolumen nicht den Preis bestimmt. 

Wenn einhundert Leute je eine Aktie haben, die bei 100€ steht, und einer verkauft sie für 200€, bekommt der Verkäufer netto ggf weniger als 200€, sagen wir mal 150€, die Aktie steht nun aber bei 200€, und wenn der Verkäufer sich nun eine 20€-Aktie für 150€ kauft, steht die nun bei 150€.

Es wurden 50€ "Steuern" gezahlt und trotzdem sind alle Kurse nun höher. 

Ich verstehe was du meinst. Aber wenn man das zu Ende denkt würde das ja eigentlich auch bedeuten, dass es überhaupt keine Rolle spielt wie viel Geld überhaupt im System ist. Sondern dass sich die Kurse gewissermaßen losgelöst davon bewegen. Oder nicht? Wenn das der Fall wäre tun sich in meinem Kopf ehrlich gesagt nur noch mehr Fragezeichen auf. Vielleicht sollte ich es einfach dabei belassen :lol:

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Barqu
· bearbeitet von Barqu
1 hour ago, Martie said:

Ich verstehe was du meinst. Aber wenn man das zu Ende denkt würde das ja eigentlich auch bedeuten, dass es überhaupt keine Rolle spielt wie viel Geld überhaupt im System ist. Sondern dass sich die Kurse gewissermaßen losgelöst davon bewegen. Oder nicht? Wenn das der Fall wäre tun sich in meinem Kopf ehrlich gesagt nur noch mehr Fragezeichen auf. Vielleicht sollte ich es einfach dabei belassen :lol:

Selbstverständlich spielt "die Geldmenge" (ich meine, es gibt mehrere) eine Rolle. Das wiederum ist kompliziert und uebersteigt mein Verständnis. Aber generell steigt die Geldmenge. 

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geeman
vor 4 Stunden von Martie:

Bitte nochmal lesen. In dem zitierten Beispiel wurde die Aktie für 10 Euro gekauft und am Ende bei für 110 Euro verkauft. Von den 100 Euro Gewinn bleiben einem dadurch nur grob 75 Euro + 10 Euro für den ursprünglichen Preis = 85 Euro. Deine Rechnung stimmt, genauso wie meine, wenn du richtig gelesen hättest.

Okay, hast recht. Ein Anstieg von 10 auf 110 Euro kommt in meiner (ETF-)Welt wohl nicht vor. :D

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Mojo-cutter
Am 2.11.2026 um 10:50 von Schwachzocker:

Und die Fondsgesellschaft ist so nett und bezahlt Steuern und Gebühren für mich?! Finde ich nett!

Ein Index-ETF auf MSCI World oder FTSE All-World handelt intern deutlich weniger, als die Frage annimmt. Mittelzu- und -abflüsse bewältigt er größtenteils nicht selbst, sondern über sogenannte Authorised Participants (APs, meist Market Maker). Der AP zahlt die Handelskosten und Gebühren und zusätzlich eine Gebühr an den ETF-Anbieter. Der Fonds selbst handelt nur bei Indexänderungen und Rebalancings.

Steuern im Fonds
Gewinne aus Wertpapierverkäufen sind auf Fondsebene steuerfrei. Steuern fallen erst beim Anleger an, nämlich auf Ausschüttungen, Vorabpauschale und Verkaufsgewinne.

Nach deutschem InvStG zahlt ein Fonds nur auf inländische Erträge 15 % Körperschaftsteuer, vor allem auf deutsche Dividenden. Zinsen, ausländische Dividenden und Wertpapierveräußerungsgewinne sind auf Fondsebene steuerfrei. [belegt: Haufe zu § 6 InvStG, Rechtsstand seit 2018] Zum Ausgleich gibt es beim Privatanleger die Teilfreistellung.

Die meisten MSCI-World-ETFs liegen in Irland. Dort sind Erträge, Gewinne und Nettoinventarwert des ETFs von irischer Steuer befreit. Auch Ausgabe und Rücknahme von Anteilen lösen keine Steuer aus. [belegt: ETF Stream unter Berufung auf die Irish Funds Industry Association]

Eine echte Steuerlast im Fonds bleibt aber: Quellensteuer auf Dividenden. Ein irischer Fonds zahlt auf Dividenden von US-Firmen in der Regel 15 % US-Quellensteuer, ein Fonds ohne entsprechenden Abkommenszugang 30 %. Diese Steuer kann der Anleger sich nicht anrechnen lassen. [belegt: taxesforexpats, 2026]

 

Zusammenfassung von claude

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