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Onkel Baldrian

Wasserstoff

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YingYang

2035. Alle neu zugelassenen. Sehr gut. Damit wird de facto der Punkt MIV bis 2050 nicht CO2-neutral werden.

Das sind also die ambitionierten Ziele, die man braucht gegen den Klimawandel.

 

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reko
· bearbeitet von reko

2021/08/20 Wasserstoff-Pojektpipeline wächst auf 500 Mrd. US-Dollar an

"Seit Februar 2021 .. weltweit 131 Großprojekte angekündigt". Studie von McKinsey und Hydrogen Council

2021/07 Hydrogen-Insights-July-2021-Executive-summary.pdf

"An updated perspective on hydrogen investment, market development and momentum in China"

 

2021/08/19 Vom Ölscheich zum Wasserstoffscheich

"Das neue Öl heißt Wasserstoff .. der Wettlauf zwischen den Golfstaaten hat längst begonnen"

 

Warum sollte ich Netzstrom verwenden, wenn ich die Energie mit Wasserstoff deutlich billiger bekomme? Man kann jetzt mit einer Solardachpflicht noch etwas Kosten auf Immobilienbesitzer und Mieter umverteilen. Ein massiver Ausbau der Stromnetze und notwendiger Overbuild und Backupkraftwerke wird trotzdem sehr teuer. Ein erhöhter Eigenstromverbrauch und vermehrte Stromnutzung z.B. durch Wärmepumpen (ich heize im Winter) würde den Netzstrombedarf bei schlechten Wetter im Winter weiter erhöhen. Die Kosten fallen für Watt peak an, mit Watt peak kann man aber wenig anfangen wenn die Sonne nicht scheint oder der Strom nicht gebraucht wird. Durch derartige Regulierungen wird die heimische Stromproduktion noch weniger konkurrenzfahig zum internationalen Energiemarkt. Strom wird in manchen Regionen für 1 ct pro kWh produziert und ich muß über 30 ct bezahlen.

Bei einer Solardachpflicht würde ich die Solarthermie wählen. Smart Meter werden zukünftig dafür sorgen, dass der Strom dann wenn die Sonne scheint nichts wert ist.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
Am 21.8.2021 um 21:11 von reko:

Und wieso wird jetzt Agrarland der Nahrungsmittelproduktion entzogen statt die Straßen zu überbauen?

Strom statt Brot? Unseren Nahrungsmittelbedarf können wir dann aus spanischen Gewächshäusern decken.

Wird Brandenburg jetzt die deutsche Wüste?

2021/03 Solarparks auf fruchtbaren Äckern – Flächenfraß für die Umwelt?

Du hast doch sonst immer von grünen wasserstoff erzählt der aus PV-Überschussstrom im Sommer erzeugt wird.

Jetzt willst Du also keinen PV-Strom mehr also auch keinen grünen Wasserstoff?

Außerdem kann man sich für Deutschland und Europa die Polemik "Strom statt Brot" sparen. Wir haben eine landwirtschaftliche Überproduktion.

Nicht umsonst sind die Preise für Getreide so niedrig, dass die Landwirte lieber zu höheren Pachten an PV-Anlagen-Betreiber verpachten, statt Getreide für Brot anzubauen.

Und ganz ehrlich: Mir sind spanische Lebensmittel lieber als nahöstlicher Wasserstoff von Regimen, die Menschen- und Frauenrechte mit füssen treten und noch dazu den Terrorismus finanzieren, der uns bekämpft.

 

vor einer Stunde von reko:

2021/08/20 Wasserstoff-Pojektpipeline wächst auf 500 Mrd. US-Dollar an

"weltweit 131 Großprojekte". Studie von McKinsey und Hydrogen Council

Wenn man dann weiterliest, sind es schätzungsweise 500 Mrd.

 

Liest man noch weiter: Von den Gesamtinvestitionen können der Studie zufolge 150 Mrd. USD bzw. 30 % als "ausgereift" betrachtet werden, d. h. die Investitionen befinden sich entweder in der Planungsphase, haben eine endgültige Investitionsentscheidung getroffen oder sind mit einem Projekt verbunden, das bereits im Bau, in Betrieb oder in Betrieb ist.

 

Als 150 Mrd von 500 Mrd sind "ausgereift". Heisst: Die anderen 350 Mrd. sind einfach mal so dahergelabert. Also quasi: Jemand hat was mit Wasserstoffgesagt und wir zählen es dazu.

Und wenn "Planungsphase" schon "ausgereift" ist und "endgültige Investitionsentscheidung" auch schon ausgereift , dann kann man sich fragen wieviel davon wirklich gebaut werden oder wirklin Betrieb oder in Betrieb gehen. Keine Ahnung warum da doppelt "in Betrieb" in dem Artikel steht, aber wenn die Informationen genauso sorgsam zusammengetragen wurden wie der Artikel hingeschlunzt wurde...

 

vor einer Stunde von reko:

2021/08/19 Vom Ölscheich zum Wasserstoffscheich

"Das neue Öl heißt Wasserstoff .. der Wettlauf zwischen den Golfstaaten hat längst begonnen"

Nach blauen, grünen und türisem Wasserstoff also nun auch roter Wasserstoff, gefärbt mit dem Blut der FRauen und Männer die in Saudi Arabien gefoltert und hingerichtet wurden, nur damit wir billige Energie bekommen und wir uns deswegen nach der Erdölabhängigkeit in eine Wasserstoffabgängigkeit begeben wollen.

 

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reko
· bearbeitet von reko

Namibia hat ebenfalls günstige Bedingungen

2021/08/26 Hier soll der grüne Kraftstoff für deutsche Lkw entstehen

"Wasserstoff-Partnerschaft" mit Namibia  .. 40 Millionen Euro in Machbarkeitsstudien, Pilotprojekte und die Aus- und Weiterbildung namibischer Fachkräfte

 

An der Monash University will man Abwasser zur Elektrolyse nutzen.

2021/08/25 Australian project to examine potential of using wastewater in hydrogen production

Zitat

Australia’s government says it wants to grow its hydrogen industry and produce “clean” hydrogen at under 2 Australian dollars ($1.45) per kilogram.

Earlier this month, U.K. oil and gas giant BP said “the production of green hydrogen and green ammonia using renewable ‎energy” was now technically feasible at scale in Australia.

 

Australia’s National Hydrogen Strategy, u.a. 136 Seiten pdf

"Much of how this opportunity will evolve remains uncertain, but there are risks in not acting early.

.. A key element of Australia’s approach will be to create hydrogen hubs – clusters of large-scale demand."

Australische Wasserstoffprojekte: hydrogen production regions in Australia using Geoscience Australia’s interactive tool

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Holgerli

Und wer direkt mal wissen möchte was uns dann da an Wasserstoff aus Australien  blüht, der möge einfach mal auf die schicke, interaktive Karte klicken:

 

Statt grünem Wasserstoff, oder türkisem Wasserstoff (aus mit dem Energieträger Gas, was ja schon schlimm genug ist), kommt dann aus Australien brauner Wasserstoff. Wasserstoff aus Braunkohle.

 

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Krause76

Abwarten. Die Australier werden mit der größte renewable Hub der Welt werden.

 

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Dandy
· bearbeitet von Dandy

Könnte ich mir auch gut vorstellen. Die idealen Bedingungen dafür haben sie ja eh. Allerdings werden sie wohl eher Asien beliefern als Europa. Für uns wird die arabische Halbinsel und Nordafrika die Quelle sein, für Nordamerika eher deren Süden. Es gibt ja auch noch massive regenerative Quellen jenseits von Solarenergie, wie kanadische Wasserkraft, Geothermie etc. Energie ist mehr als genug vorhanden, wir müssen nur anfangen sie (umweltfreundlich) zu nutzen.

 

Deutschland tut gut daran, größere Projekte zur Erschließung dieser Quellen zu unterstützen und die Technologie zu erarbeiten, die dafür nötig ist. Das können erstmal Projekte hier vor Ort sein oder in der Nähe in Europa. Langfristig geht es aber nicht darum, die Energie hier zu gewinnen, sondern um die Entwicklung des nötigen Know-Hows. Später können die Anlagen dann dort gebaut werden, wo die höchsten Energiemengen, die günstigsten Flächen und Arbeitskräfte zum Bau der Anlagen vorhanden sind. Ein lohnendes Geschäft für alle Seiten.

 

Wer dabei dann nur den Wirkungsgrad Wasserstoff zu elektrischer Energie im Kopf hat, ist viel zu kurzsichtig.

 

Es mag heute noch wie eine Utopie klingen, aber ich kenne keine sinnvolle echte Alternative derzeit. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir (bzw. unsere Nachkommen) in hundert Jahren auf die heutige Zeit schauen werden, wie wir heute auf die Ölgewinnung aus Walfang Ende des 19 Jahrhunderts schauen. Als vollkommener Irrsinn (der es auch ist). Hoffen wir, das es so kommt.

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Cai Shen

Darf man nicht so ernst nehmen, unseren Wasserstoff-Rezo.

Natürlich wird nicht das 7,5 Tonnen / Jahr Solarprojekt nebenan erwähnt, sondern 2 dicke Pfeile ans 1-3 Tonnen Pilotprojekt gezeichnet.
Unerwähnt selbstverständlich, dass die 2 Punkte sich in Produktion und Transport (Schiff) aufteilen.

Sämtliche bunten Punkte drumherum sind ebenfalls Solar / Windprojekte aber das passt nicht ins geframte Weltbild.

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reko
· bearbeitet von reko

2021/08/24 The Hydrogen Stream: Green hydrogen for Italy’s Apennine railway, new plans from Ukraine, Estonia, Canada

Zitat

.. Iberdrola .. green hydrogen conversion of Italy's Apennine railway axis

.. NJSC Naftogaz .. green hydrogen industry and derivatives such as ammonia, produced in Ukraine.

.. The Port of Tallinn wants to be the hub of Baltic Sea green infrastructure in Estonia

.. British Columbia (BC) has presented a 63-point hydrogen strategy

.. Rio Tinto .. hydrogen pilot plant at the former's Yarwun alumina refinery in Gladstone

.. Proton Motor .. expand series production of hydrogen fuel cells

.. ACME Group .. construct one of the world's largest green ammonia projects

ACME Solar’s green bonds (334 Mio$, 5 Jahre @ 4.7%) were oversubscribed by over three times

 

2021/08/24 Siemens Energy supports Egypt to develop Green Hydrogen Industry

 

Das 'Fit for 55' Programm (55% weniger CO2 in 2030) zurückgerechnet auf den Strombedarf (vgl Eurostat)

2021/08/23 Hydrogen targets in EU 2030 climate package will need huge renewable power

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
Am 30.8.2021 um 08:27 von Cai Shen:

Natürlich wird nicht das 7,5 Tonnen / Jahr Solarprojekt nebenan erwähnt, sondern 2 dicke Pfeile ans 1-3 Tonnen Pilotprojekt gezeichnet.

Dann einfach mal eine Frage: Wozu braucht man noch ein Braunkohle-Wasserstoffpilotprojekt, wenn es angeblich nur um grünen Wasserstoff geht?

 

Am 30.8.2021 um 08:27 von Cai Shen:

Sämtliche bunten Punkte drumherum sind ebenfalls Solar / Windprojekte aber das passt nicht ins geframte Weltbild.

Genau, z.B. der 0,075 MW Elekorlyzer in Camberra. Das ist dann woghl für Dich "industrielle Massenproduktion".

Nur für Dich zur Erinnerung: Die vielen blauen Punkte sind "in Development". Also bisher heisste Luft. Und die violetten sind "Research center". Also nicht "sind ebenfalls Solar / Windprojekte".

Du darfst gerne von "geframten Weltbild" reden und viele bunte Punkte sehen. Du musst allerdings auch die vielen bunten Punkte verstehen. Dann wüsstest Du, wer hier das "geframte Weltbild" hat.

 

Am 30.8.2021 um 08:27 von Cai Shen:

Darf man nicht so ernst nehmen, unseren Wasserstoff-Rezo.

Naja, ernst nehmen tue ich Dich nun auch schon lange nicht mehr. Von daher ist es mir relativ egal was Du meinst oder glaubst.

 

Und wenn der Wasserstoff den Weg nimmt, den die von Rezo analysierte Partei gerade nimmt.... :D Läuft. :D

Obwohl um den Weg zu nehmen, hätte man irgendwann mal ganz oben sein müssen. Und das war Wasserstoff noch nie.

 

 

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reko
· bearbeitet von reko

Spanien plant mit Abstand die größte Electrolyzerkapazität, 72 GW bis 2030. Die Niederlande wollen 10 GW installieren.

2021/08/31 ees Europe Restart 2021: Grüner Wasserstoff im Fokus

Zitat

So soll im europäischen Projekt HyDeal solar erzeugter Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen per Pipelines von der Iberischen Halbinsel nach Spanien, Frankreich und Deutschland gebracht werden. In den EU-Ländern seien 176 Elektrolyseur-Projekte bis 2030 angekündigt, bis zum Jahr 2040 mehr als 230 Power-to-Hydrogen-Projekte mit einem Umfang von rund 136 GW. Ein wichtiges Partnerland der Europäer könnte die Ukraine werden. Dort sollen bis 2030 zehn GW Erzeugungskapazitäten für grünen Wasserstoff geschaffen und bestehende Gasfernleitungsnetze zum Transport nach Europa genutzt werden.

1000

 

BP will in Australien eine Raffinerie (BP-Kwinana) zum "green fuels hub" umrüsten

2021/09/08 WA firms as green hydrogen frontier: McGowan’s new $50 million fund and bp’s plans to repurpose oil refinery

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Ramstein
vor 2 Stunden von reko:

Spanien plant mit Abstand die größte Electrolyzerkapazität, 72 GW bis 2030. Die Niederlande wollen 10 GW installieren.

2021/08/31 ees Europe Restart 2021: Grüner Wasserstoff im Fokus

Presseinfo eines Messeveranstalters. In meinen Augen ungefähr so werthaltig, wie die Zielsetzung der Grünen zur Decarbonisierung Deutschlands.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 1 Stunde von Ramstein:

Presseinfo eines Messeveranstalters. In meinen Augen ungefähr so werthaltig, wie die Zielsetzung der Grünen zur Decarbonisierung Deutschlands.

Quelle: Hydrogen Europe.

Ist natürlich ein Branchenverband (260+ companies, 27 National Associations)

, aber von Branchenfremden wird man keine seriösen Zahlen erwarten können.

Was hat ein Messeveranstalter davon Spanien sehr viel und Österreich sehr wenig zuzuschreiben.

Man kann die vielen Projekte auch selbst zusammenzählen. Der Mehrwert hier ist die graphische Aufbereitung. Sicher wird auch nicht jedes Projekt realisiert. Dafür kommen neue dazu.

Mir reicht die Größenordnung. Falls jemand bessere Zahlen kennt, ich bin sehr interessiert.

 

Mit CO2 Preis wird Wasserstoff (zuerst blau und später grün) billiger als Erdgas. Es ist absehbar, dass Wasserstoff Erdgas ersetzen wird.

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Holgerli
vor 26 Minuten von reko:

aber von Branchenfremden wird man keine seriösen Zahlen erwarten können.

Komisch, in (allen) anderen Branchen, sind es unabhängige Marktbeobachter die die Zahlen der Branchenvertreter dann seriös und realitätsnah einordnen.

Nur beim Wasserwasserstoff soll das nicht gehen.

Ein Schelm wer dabei böses denkt.

 

vor 28 Minuten von reko:

Mir reicht die Größenordnung. Falls jemand bessere Zahlen kennt, ich bin sehr interessiert.

Genau. Schön groß, schön langer Zeitraum. In 10 Jahren erinnert sich eh keiner mehr daran. Was interessiert Die Lobby dann das Geschwätz von vor 10 Jahren, wenn man die Ziele nicht annähernd erreicht hat.

 

vor 30 Minuten von reko:

Mit CO2 Preis wird Wasserstoff (zuerst blau und später grün) billiger als Erdgas. Es ist absehbar, dass Wasserstoff Erdgas ersetzen wird.

Bisher hat Wasserstoff noch nicht mal Kohle oder Öl ersetzt....

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Walter White
· bearbeitet von Walter White

Ich denke das Wasserstoff nichts ersetzen wird, es ist wie damals der Kampf um VHS und BETA MAX; BETA MAX war immer besser, verschwand aber vom Markt. Vielleicht wird es in dem ein oder anderem LKW oder Lokomotive verbaut und genutzt, für den PKW Einsatz bleibt es ungeeignet meiner Meinung nach. Für den Übergang in die nächste Technologie in den nächsten 30 bis 50 Jahren wird das Strom Auto dominieren, bevor es von der nächsten Generation wieder überholt wird.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 9 Stunden von Walter White:

Ich denke das Wasserstoff nichts ersetzen wird, es ist wie damals der Kampf um VHS und BETA MAX; BETA MAX war immer besser, verschwand aber vom Markt. Vielleicht wird es in dem ein oder anderem LKW oder Lokomotive verbaut und genutzt, für den PKW Einsatz bleibt es ungeeignet meiner Meinung nach. Für den Übergang in die nächste Technologie in den nächsten 30 bis 50 Jahren wird das Strom Auto dominieren, bevor es von der nächsten Generation wieder überholt wird.

Die benötigte Energiemenge für das Auto ist für die Wasserstoffwirtschaft völlig irrelevant. Strom wird für Teile des Tansportsektors und für einige Regionen nicht in Frage kommen. Was in Deutschland gemacht wird hat für die Welt wenig Bedeutung. Wenn es einen Bedarf an anderen Antriebsformen gibt, dann wird der auch gedeckt.

 

Wasserstoff wird für die Industrie, zum Heizen und für die Backupkraftwerke gebraucht und wird kommen. Wir werden mit den Energieerzeugungskosten in anderen Teilen der Welt nicht konkurrieren können. Wasserstoff und Derivate sind der einzig gangbare Weg um an diese billige Energie zu kommen. Wir werden nicht aus Autarkiebestrebungen darauf verzichten. Zumal unser Stromnetz überaltert und am Anschlag ist und die Kosten dafür riesig sein werden. 

Im Gegensatz zu Gastransport  gibt es beim Stromtransport ab 1 GW keinen Skalenvorteil mehr. Das größte Manko sind aber die fehlenden Speichermöglichkeiten für Strom.

2021/03/30  Bericht Bundesrechnungshof „Umsetzung der Energiewende im Hinblick auf die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit bei Elektrizität“ (Auszug).

Wir müßten unseren Primärenergiebedarf auf den heute verfügbare Stromanteil reduzieren. Das sehe ich als völlig unrealistisch an, wenn man nicht die gesamte Industrie ins Ausland verlagern will. Ohne konkurrenzfähige Energiepreise wird sie das von selbst tun. Das würde  dann auch nichts am  Weltenergiebedarf ändern (2014: 574 Exajoule, etwa 160 Petawattstunden (PWh)).

umweltbundesamt.de/daten/energie/primaerenergieverbrauch

 

2_abb_primaerenergieverbrauch_2021-05-10

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Holgerli
vor 3 Stunden von reko:

Die benötigte Energiemenge für das Auto ist für die Wasserstoffwirtschaft völlig irrelevant.

Nun, auf das Auto runtergebrochen stimmt das.nicht aber für die 50 Mio. Autos in Deutschland oder die über 1Mrd. weltweit.

 

Andersrum hast du schon Recht: bei der Handvoll Wasserstoffautos die real auf der Welt rumfahren, ist deren Verbrauch wirklich völlig irrelevant und wird es auch zukünftig bleiben.

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reko
· bearbeitet von reko
vor einer Stunde von Holgerli:

für die 50 Mio. Autos in Deutschland oder die über 1Mrd. weltweit.

1 Mrd Autos * 20 kWh/100 km * 15000 km =  3 PWh vs 160 PWh Weltenergiebedarf = 1,9% Anteil.

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Holgerli

Und wann willst du die 160 PWh mit Wasserstoff erreicht haben? Im Jahre 2612?

Das war jetzt wieder ein typischer realitätsferner Äpfel mit Birnen-Vergleich von dir.

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herbert_21

 

Zitat

 

Netzwerk-A.de Nikola eröffnet Werk in Ulm (16.9.2021)

 

Mit einem großen Festakt ist am Iveco-Zentrum in Ulm das neue Werk von Nikola eröffnet worden. Der Lkw-Hersteller fertigt hier ab diesem Herbst das Modell Tre in der Batterievariante. 2023 soll zusätzlich der Tre FCEV, also die Brennstoffzellen-Version dazukommen. Bei der Eröffnung der Fabrik war unter anderem auch der CEO von Nikola, Mark Russell zu Gast.

 

Obwohl die Fertigung in Ulm stationiert ist, werden die ersten Modelle des Tre nicht in Europa zu sehen sein. Russell kündigte an, dass die ersten Lkw in die USA geliefert werden, da dort in Kürze eine Erprobungsphase mit ansässigen Kunden starten soll. Allerdings unterzeichneten Russel und sein Amtskollege von Iveco, Gerrit Marx, eine Absichtserklärung über eine Lieferung von 25 Batterie-Nikolas an den Hamburger Hafen.

 

 

Berichte:

https://www.heise.de/news/Elektro-Lkw-Iveco-und-Nikola-eroeffnen-Produktionswerk-in-Ulm-6192915.html

https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/nikola-iveco-cnh-industrial-joint-venture-elektro-lkw/

https://www.pressebox.de/inaktiv/iveco-magirus-aktiengesellschaft/IVECO-und-NIKOLA-eroeffnen-in-Ulm-gemeinsames-Produktionswerk-fuer-batterieelektrische-und-brennstoffzellenbetriebene-Lkw/boxid/1076335

https://www.elektroniknet.de/automotive/elektromobilitaet/e-lkw-produktion-in-ulm-eroeffnet.189757.html

 

Juhu, Wasserstoff LKWs von Nikola. Was soll da schon schief gehen?

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reko
· bearbeitet von reko

Insbesondere die Gaspreise stiegen dramatisch. Bei solchen Gaspreis (66 €/MWh) und CO2-Preis kann grüner Wasserstoff  z.B. in Spanien bereits konkurrenzfähig produziert werden.

2021/09/16 Skyrocketing energy, carbon prices already make green hydrogen competitive

Zitat

“In the short term, of course, green hydrogen is not immediately available, but if we consider the current gas price and add it to the carbon price, we can already say that green hydrogen is already competitive,”

.. power futures for 2031 are currently being sold at around €30/MWh, which he describes as a great opportunity for big energy consumers, as they could close very profitable PPAs with a 10-year duration.

thumbnail_JKMV2021_2021-09-15_14-21-44.p

Title_Transfer_Facility TTF (orange) = Gaspreis Rotterdam

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reko
· bearbeitet von reko

2021/09/20 EnBW-Chef will das Gas- zum Wasserstoffgeschäft umbauen: „Das wird ein fundamental wichtiges Geschäftsfeld“

 „Jedes Kohlekraftwerk, das wir auf Gas umstellen, können wir später auf Wasserstoff umstellen.“

 

2021/09/20 Uniper und Ørsted schmieden Wasserstoff-Bündnis

"Der für die Elektrolyse notwendige erneuerbare Strom soll perspektivisch aus Offshore-Windkraftanlagen vom dänischen Wind-Spezialisten Ørsted kommen. Übertragungsnetzbetreiber Tennet will als Partner helfen, den auf hoher See produzierten Strom an Land zu bringen."

 

2021/09/14 Gas-Studie „Die Rolle von Wasserstoff im Wärmemarkt“ zeigt, dass Gas-Verteilnetze unverzichtbar sind für eine zügige und möglichst sozialverträgliche Wärmewende

Zitat

Kernergebnisse der Studie

  • Gasförmige Energieträger sowie die Gasinfrastruktur sind besonders gut geeignet, um die erwartbar steigenden und kritische Höhen erreichende Strom-Spitzenlasten im Wärmebereich aufzufangen.
  • Die Abdeckung der Spitzenlasten durch das Gassystem führt nicht zu Effizienzverlusten im Wärmebereich.
  • Der steigende Anteil wetterabhängiger erneuerbarer Energien im Wärmesektor muss mit dem saisonal stark schwankenden Wärmebedarf in Einklang gebracht werden. Um die Wärmewende versorgungssicher zu machen, müssen die für die Wärmeerzeugung benötigte erneuerbaren Energien auch in Form von Wasserstoff eingesetzt werden. Notwendig dafür sind die deutschen Gasverteilnetze, weil sie den Wärmemarkt mit Fernleitungen und Gasspeichern verbinden.

frontier_-_fnb_gas_-_h2_im_waermemarkt.pdf

"Im Großteil der Bestandsgebäude sind Wasserstoff-basierte Heiztechnologien an kalten Heiztagen ähnlich effizient wie Wärmepumpen .. In 87 % des Gebäudebestands, d. h. in nicht oder nur teilweise sanierten Altbauten, sind Wärmepumpen hingegen ungeeignet."

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Holgerli
vor 24 Minuten von reko:

„Jedes Kohlekraftwerk, das wir auf Gas umstellen, können wir später auf Wasserstoff umstellen.“

Wie stellt man den bitte eine Kohlekraftwerk auf Gas um? Das kann eigentlich nur heissen, dass das Kohlekraft komplett dicht gemacht wird und ein neues Gaskraftwerk gebaut wird.

Und hier sieht man dann was hinter dem Gedankengang steckt: Da, wenn überhaupt, bei weitem deutlich weniger Gaskraftwerke als Kohlekraftwerke in der Zukunft gebraucht werden, ist der Gedanke wohl, dass die Allgemeinheit dann wieder für unnötig gewordene Gas- oder Wasserstoffkraftwerke zahlen soll.

 

vor 26 Minuten von reko:

"Der für die Elektrolyse notwendige erneuerbare Strom soll perspektivisch aus Offshore-Windkraftanlagen vom dänischen Wind-Spezialisten Ørsted kommen.

Übersetzung "persppektivisch": 2025 will man beginnen eine 70 MW Elektrolye zu installiere. 70 MW = lächerlich klein. Weitere Daten oder Fahrpläne gibt es nicht. Selbst auf die Träumerei ab 2030ff hat man verzichtet.

 

vor 30 Minuten von reko:

Gas-Studie „Die Rolle von Wasserstoff im Wärmemarkt“ zeigt, dass Gas-Verteilnetze unverzichtbar sind für eine zügige und möglichst sozialverträgliche Wärmewende

Eine Studie des "Vereinigung der Vereinigung der Ferngasnetzbetreiber Gas e.V" (heisst das wirklich "Vereinigung der Vereinigung" oder ist der Artikel nur so grottig?) zeigt: Gasnetzte sind unverzichtbar.

Die Vereinigung der Brieftaubenfreunde e.V. sagt: Brieftauben sind unverzichtbar für die reibungslose Umstellung des Postwesens auf eine zügige und möglichst sozialverträgliche Postwende.

 

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