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Onkel Baldrian

Wasserstoff

Empfohlene Beiträge

Holgerli
vor 4 Minuten von reko:

Wie lange braucht man für eine zusätzliche Oberflächenbeschichtung des bisher verwendeten Ramey Nickels?

Vermutlich Chemical Vapor Deposition oder Physical Vapor Deposition. Das sind industrielle Standardverfahren.

Interessant: Keine der Fragen beantwortet, sondern nur eine Gegenfrage und Mutmaßung (an)gestellt. Heisst für mich: Kosten unbekannt. Industriellle Verfügbarkeit: Kann noch dauern. 

Denn: Wäre es problemlos und kostengünstig möglich, stände das direkt im Artikel, denn auch Wissenschaftler wissen eigentlich, dass das primäre Asset einer wissenschaftlichen Endeckung die wirtschaftliche Verwertbarkeit ist. Es sei denn, dass es halt reine Grundlagenforschung ist und bis zur wirtschaftlichen Verfügbarkeit noch ein langer und teurer Weg ist.

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reko
· bearbeitet von reko

2022/03/30 MPreis bringt mit eigener Elektrolyseanlage Wasserstoff-LKW auf die Straße

Betrieb ab Mai mit 3,2 MW Druck-Alkali-Elektrolyseur von Sunfire.

 

2022/03/08 Air Liquide receives support from French State to its 200 MW electrolyzer project in Normandy, Normand’Hy Betrieb ab 2025 (Siemens PEM)

Air Liquide plant auch 200 MW ELYgator in NL, Betrieb ab 2026 und will 3 GW Elektrolyse bis 2030 installieren.

a_hydrogen_flagship_in_the_center_of_europe_2.jpg?itok=OgARFIsE

 

2022/03/28 China Unveils its First Long-Term Hydrogen Plan

Zitat

.. including the 14th Five-Year Plan (2021–2025), where hydrogen is identified as a “frontier” area and one of the six industries for focused advancement.

.. China is the largest producer of hydrogen today, at about 33 million tons (Mt)

.. China would produce 100,000 to 200,000 tons of renewable-based hydrogen annually and have a fleet of 50,000 hydrogen-fueled vehicles by 2025.

.. China’s current competitiveness lies with alkaline electrolysis technology, .. PEM electrolyzers account for less than 10 percent of the Chinese market

.. As of 2020, China accounted for 8 percent of the global stock of electrolyzers and for 35 percent of the global manufacturing capacity of electrolyzer equipment and components. Chinese companies seek to build out its electrolyzer manufacturing capacity to 1.5–2.5 GW in 2022

 

Lt. Irena's World Energy Transitions Outlook 2022 report (S.234ff) für 1.5°C Scenario 2050:

51% des Energiebedarfs wird durch direkte Stromnutzung, 12% durch Wasserstoff (direkt oder  eFuels) abgedeckt.

Im globalen Energiehandel wird Ammoniak als Träger dominieren, für Europa-Nordafrika und innerhalb Europas Pipelinewasserstoff. Der Anteil von Flüssigwasserstoff wird gering sein. Bis 1000 km ist der Pipelinetranport am günstigsten (8 .. 12 USct /kg /1000 km = 0,2 .. 0,3 USct /kWh /1000 km).

80% des Ammoniaks werden ohne Rückwandung direkt genutzt (als Brennstoff, Treibstoff, Chemierohstoff).

2022/03/29 This is what the massive international clean hydrogen trade may look like in 2050: Irena

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reko
· bearbeitet von reko

Siemens Energy will 1GW/a Produktionskapazität für Elektrolyseure in Berlin aufbauen. Die dort bereits bisher produzierten Gasturbinen werden von aktuell maximal 50% ab 2030 auf maximal 100% Wasserstoff ausgelegt.

2022/03/31 Siemens Energy investiert 30 Millionen Euro in Elektrolyseanlage in Deutschland

"Die Produktion soll 2023 in der Huttenstraße im Werk Moabit in Berlin beginnen."

2022/04/01 Siemens-Energy-Chef über Gas-Ausstieg „Ich verstehe den Wunsch nach einfachen Lösungen, aber so funktioniert es nicht"

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Ramstein
· bearbeitet von Ramstein

Ringvorlesung der TU Darmstadt:  Wasserstoff – Chancen und Herausforderungen für die Energiewende?

 

Donnerstags, 16:45 - 18:15

virtuelle Teilnahme über Zoom; Anmeldung erforderlich

 

Zitat

Wasserstoff ist in aller Munde. Er wird aktuell als wesentlicher Baustein für die Energiewende diskutiert. Das Wasserstoff für den Betrieb von Brennstoffzellen genutzt werden kann, wissen die allermeisten. Aber was muss man noch über Wasserstoff, seine Erzeugung und Nutzung wissen? Die einführende Ringvorlesung richtet sich neben Studierenden als primäre Zielgruppe auch explizit an die interessierte Öffentlichkeit. Fragen ausdrücklich erwünscht! Die Vorträge werden so gehalten, dass anschließend ausreichend Zeit zur Diskussion bleibt.

 

https://www.tu-darmstadt.de/media-einrichtungen/cisp_1/ueberarbeitung_isp/uws_2/h2/Ringvorlesung_H2_Programm.pdf

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reko
· bearbeitet von reko

Lidl tauscht Akku- gegen Brennstoffzellen-Gabelstabler aus.

2022/04/12 German supermarket turns to green hydrogen for logistics platforms

 

2022/04/12 8,000% growth | 'More than 100GW of hydrogen electrolysers to be produced annually by 2031'

Zitat

At least 14 gigawatt-scale electrolyser factories have been announced to date — adding up to 26GW — by the following manufacturers:

Thyssenkrupp (5GW, Germany)

ITM Power (5GW, UK)

Plug Power (1GW in US; 1GW in South Korea; 2GW in Australia, with partner Fortescue Future Industries)

John Cockerill (1GW in France; 2GW in India, in conjunction with Greenko)

Siemens Energy (1GW in Germany, but eventually ‘multi-gigawatt’)

Cummins (1GW in Spain, with Iberdrola; and 1GW in China, with Sinopec)

Nel (2GW, Norway)

Ohmium (India, 2GW)

McPhy (France, 1GW)

Sunfire (Germany, 1GW)

 

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reko
· bearbeitet von reko

2022/04/13 Is extracting water from air the cheapest option for desert-based green hydrogen projects?

"Proprietary equipment will reduce the cost of renewable H2 produced at 10GW project in Australian outback, says developer", Aqua Aerem, hydrogen at less than US $2/kg by 2027

 

2020/04/05 Will Africa become the new green hydrogen “El Dorado”?

"Ten green hydrogen projects are at various stages of development in Africa."

green-hydrogen-projects-in-africa-image-

green-hydrogen-projects-in-africa-image-

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Holgerli
vor 25 Minuten von reko:

"Ten green hydrogen projects are at various stages of development in Africa."

10 verschiedene Stadien von "in development":

- bei 4 von 10 ist noch nicht mal die Größe bekannt

- bei 7 von 10 ist kein geplantes Startdatum bekannt

 

Also sollte das Fazit hier sein: 4 von 10 Projekten werden wohl überhaupt nicht kommen, 3 von 10 sehr wahrscheinlich nicht. Bleiben 3 von 10 Projekten die eine gewisse Realisierungs-Chance haben könnten.

 

Um dann die Frage zu beantworten:

vor 29 Minuten von reko:

Will Africa become the new green hydrogen “El Dorado”?

  Nein, wird der Afrikanische Kontinent wohl eher nicht, wenn man sich die dritte Grafik anschaut, die reko aus irgendeinem Grund bzw. aus einem sehr guten Grund nicht in seim Post gezeigt hat:

cumulative.jpg.6d8d42b26e7148fc0c5acf5210b31176.jpg

Sollte Afrika wirklich eine signifikante Rolle in der von reko progragierten Wasserstoff-Ökonomie spielen, dann müsste ab spätestens 2030 der Punk abgehen. Tut er aber nicht, wenn für einen Großteil der Projekte noch nicht man ein Datum gewürfelt werden kann.

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reko
· bearbeitet von reko

2022/04/20 Iberia fast becoming Europe's green hydrogen hub after fourth large-scale project unveiled this year

"11.4GW of projects already unveiled in region in past three months"

 

2022/04/19 Gigawatt-Wasserstoff-Projekt in Namibia ".. 4.000 km2 .. 8,7-Milliarden-Euro .. 5GW .. Der erste Schritt mit 4.0 Mrd. Euro soll 2026 in Betrieb gehen .. Weitere H2-Projekte deutscher Unternehmen sind mit Ländern wie Ägypten, Marokko, Mauretanien und Südafrika in Vorbereitung"

hyphenafrica.com

Wiki: "Joint Venture .. Enertrag und der Nicholas Holdings .. grünes Ammoniak und grünes Methanol sowie grünes Kerosin für den regionalen und internationalen Schifffahrts- und Luftfahrt-Markt"

 

2022/04/21 Geschafft: Grüner günstiger als grauer Wasserstoff. Nel Plug Power Siemens Energy ThyssenKrupp nucera – bieten die Technik ".. weil der Krieg in der Ukraine zu einer Kostenexplosion beim notwendigen „Rohstoff“ Erdgas geführt hat"

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Dandy

Geht zwar nicht um Wasserstoff direkt, aber dieser Artikel zeigt sehr gut, wie günstig man heute schon Strom in den Wüstengebieten des Nahen Ostens und der Sahara produzieren kann:

 

Strom vom Golf

 

Im Artikel wird schon schön vorgerechnet, dass eine Anlage mit vergleichbarer Kapazität nur etwa das Doppelte eines entsprechenden Kohlekraftwerks kostet. Da aber kaum Kosten für den Betrieb anfallen (im Gegensatz zu den Förderkosten der Kohle und CO2 Abgaben), rechnet sich das dort schon nach wenigen Jahren. Bei den veranschlagten Stromkosten muss man dann noch berücksichtigen, dass die Abschreibungen der Anlagen dort enthalten sind und tendenziell ältere Anlagen irgendwann wesentlich günstiger produzieren können. Dazu kommen natürlich der technologische Fortschritt und Skaleneffekte bei potenziell größeren Anlagen mit der Zeit.

 

Was das mit Wasserstoff zu tun hat? Wenn heute schon für wenige Cent die kwh Strom in diesen Gegenden Strom regenerativ erzeugt werden kann, dann sind die Kosten und Verluste für die Erzeugung und den Transport von Wasserstoff (bzw. synthetische Brennstoffe wie Erdgas oder Methanol) daraus auch kein Problem mehr. Dann kostet es eben das Dreifache, kann dafür aber gelagert, transportiert und vielseitig verwendet werden (Hausbrand, chemische Industrie, Schiffe, Flugzeuge etc.).

 

Das ist genau das was ich immer schon gesagt habe: Der Wirkungsgrad bei der Erzeugung von Wasserstoff und synthetischen Brennstoffen daraus ist nicht der entscheidende Faktor. Entscheidend ist, dass man die dafür benötigte Energie in bestimmten Teilen der Erde im Überfluss zur Verfügung hat. Dazu kommen die riesigen verfügbaren Flächen dort, die geringe Umweltbeeinträchtigung und relativ günstige Arbeitskräfte zum Bau und der Wartung dieser Anlagen (sicher ein großer Faktor bei den Kosten).

 

Das hätte zwei sehr positive Auswirkungen auf die hiesige/europäische Wirtschaft: Wir können/werden/müssen die Technologie für diese Anlagen entwickeln und bereitstellen (diesmal hoffentlich ohne dass uns die Asiaten wieder die Butter vom Brot klauen). Das könnte zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor für unsere Industrie werden, wesentlich größer als die hiesige (teure) regenerative Stromproduktion es könnte. Außerdem können die bestehenden Anlagen der Industrie weiterhin verwendet werden, genauso wie andere bestehende Infrastruktur, von Heizungen, über Gasleitungen, Schiffen, Flugzeugen etc. All das stattdessen durch elektrische/batteriebetriebene Systeme ersetzen zu wollen, wäre stattdessen wesentlich teurer und teils schwierig bis unmöglich.

 

Dem Argument mit der weiterhin vorhandenen Abhängigkeit zu instabilen Staaten würde ich entgegensetzen, dass, im Gegensatz zu Öl und Erdgas heute, die Zulieferung von Wüstenstrom wesentlich diversifizierter über viele Länder stattfinden könnte, da die Vorkommen nicht so konzentriert wie bei Öl und Gas vorhanden sind. Außerdem könnte/sollte die EU Verträge und Investitionen in diese Länder an rechtsstaatliche und menschenrechtliche Bedingungen knüpfen. Als (sehr) guter Kunde kann man schließlich auch Forderungen stellen. Es wird höchste Zeit, den Spieß mal umzudrehen, wie man aktuell an Russland sehen kann.

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YingYang
· bearbeitet von YingYang
vor 40 Minuten von Dandy:

Geht zwar nicht um Wasserstoff direkt, aber dieser Artikel zeigt sehr gut, wie günstig man heute schon Strom in den Wüstengebieten des Nahen Ostens und der Sahara produzieren kann:

 

Strom vom Golf

 

Im Artikel wird schon schön vorgerechnet, dass eine Anlage mit vergleichbarer Kapazität nur etwa das Doppelte eines entsprechenden Kohlekraftwerks kostet. Da aber kaum Kosten für den Betrieb anfallen (im Gegensatz zu den Förderkosten der Kohle und CO2 Abgaben), rechnet sich das dort schon nach wenigen Jahren. Bei den veranschlagten Stromkosten muss man dann noch berücksichtigen, dass die Abschreibungen der Anlagen dort enthalten sind und tendenziell ältere Anlagen irgendwann wesentlich günstiger produzieren können. Dazu kommen natürlich der technologische Fortschritt und Skaleneffekte bei potenziell größeren Anlagen mit der Zeit.

 

Was das mit Wasserstoff zu tun hat? Wenn heute schon für wenige Cent die kwh Strom in diesen Gegenden Strom regenerativ erzeugt werden kann, dann sind die Kosten und Verluste für die Erzeugung und den Transport von Wasserstoff (bzw. synthetische Brennstoffe wie Erdgas oder Methanol) daraus auch kein Problem mehr. Dann kostet es eben das Dreifache, kann dafür aber gelagert, transportiert und vielseitig verwendet werden (Hausbrand, chemische Industrie, Schiffe, Flugzeuge etc.).

Ob Strom dort für 2 Cent produziert wird oder hier für 5 macht in der Endrechnung keinen großen Unterschied. Die 3 Cent Unterschied (vor Transportverluste, Umwandlungsverluste, etc.) sind nichtmal 10% des aktuellen Endkundenstrompreises.

Dafür will man sich in die nächste Abhängigkeit von autoritären Regimen begeben? Ich wusste ja, dass das Gedächtnis der Menschen recht kurz ist. Aber wenige Wochen nachdem man eingesehen hat, dass Abhängigkeit von Despoten nicht Erstrebenswertes ist, im nahen Osten auf die Suche nach der Energie der Zukunft zu gehen ist schon absurd.

 

EDIT: Sorry für die veralteten Zahlen:
Studie zu Stromgestehungskosten: Photovoltaik und Onshore-Wind sind günstigste Technologien in Deutschland - Fraunhofer ISE

"Ab 2030 fallen die Stromgestehungskosten für PV-Anlagen unter 4,7 Cent/kWh für Aufdachanlagen bzw. 2,41 €Cent/kWh für Freiflächenanlagen."

 

Zitat

 

Das ist genau das was ich immer schon gesagt habe: Der Wirkungsgrad bei der Erzeugung von Wasserstoff und synthetischen Brennstoffen daraus ist nicht der entscheidende Faktor. Entscheidend ist, dass man die dafür benötigte Energie in bestimmten Teilen der Erde im Überfluss zur Verfügung hat. Dazu kommen die riesigen verfügbaren Flächen dort, die geringe Umweltbeeinträchtigung und relativ günstige Arbeitskräfte zum Bau und der Wartung dieser Anlagen (sicher ein großer Faktor bei den Kosten).

 

Das hätte zwei sehr positive Auswirkungen auf die hiesige/europäische Wirtschaft: Wir können/werden/müssen die Technologie für diese Anlagen entwickeln und bereitstellen (diesmal hoffentlich ohne dass uns die Asiaten wieder die Butter vom Brot klauen). Das könnte zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor für unsere Industrie werden, wesentlich größer als die hiesige (teure) regenerative Stromproduktion es könnte. Außerdem können die bestehenden Anlagen der Industrie weiterhin verwendet werden, genauso wie andere bestehende Infrastruktur, von Heizungen, über Gasleitungen, Schiffen, Flugzeugen etc. All das stattdessen durch elektrische/batteriebetriebene Systeme ersetzen zu wollen, wäre stattdessen wesentlich teurer und teils schwierig bis unmöglich.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Stromerzeugung ist keine Hochtechnologie. Das ist inzwischen ein Commodity wie Backsteine herstellen. Und gerade in Regionen wie dem nahen Osten spielt es überhaupt keine Rolle ob du z.B. PV Module hast, die 5% mehr Leistung erbringen. Das Geschäft macht dort, wer möglichst wenig auf Menschenrechtsverletzungen hinweist. Und da hat China eindeutig die Nase vorn.

Zitat

 

Dem Argument mit der weiterhin vorhandenen Abhängigkeit zu instabilen Staaten würde ich entgegensetzen, dass, im Gegensatz zu Öl und Erdgas heute, die Zulieferung von Wüstenstrom wesentlich diversifizierter über viele Länder stattfinden könnte, da die Vorkommen nicht so konzentriert wie bei Öl und Gas vorhanden sind. Außerdem könnte/sollte die EU Verträge und Investitionen in diese Länder an rechtsstaatliche und menschenrechtliche Bedingungen knüpfen.

Könnte man. Dann wird man ein freundliches Lächeln bekommen und den Weg zur Tür gezeigt bekommen. Als ob wir in der Lage wären Forderungen zu stellen...

Zitat

Als (sehr) guter Kunde kann man schließlich auch Forderungen stellen. Es wird höchste Zeit, den Spieß mal umzudrehen, wie man aktuell an Russland sehen kann.

Energiemarkt ist ein Verkäufermarkt. Heute mehr den je und Morgen (i.S.v. in einigen Jahren) wird das Ganze noch dramatischer. Der Energiehunger steigt rapide. Deshalb ist derjenige, der autark agieren kann ist der Poleposition. Alle anderen sind Bittsteller. 

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Dandy
vor 39 Minuten von YingYang:

Ob Strom dort für 2 Cent produziert wird oder hier für 5 macht in der Endrechnung keinen großen Unterschied. Die 3 Cent Unterschied (vor Transportverluste, Umwandlungsverluste, etc.) sind nichtmal 10% des aktuellen Endkundenstrompreises.

Wenn man daraus dann mit einem deutlich niedrigeren Wirkungsgrad Wasserstoff und dann weiter synthetische Brennstoffe erzeugt, dann spielt es sehr wohl eine Rolle. Diese konkurrieren schließlich mit fossilen Quellen.

vor 39 Minuten von YingYang:

Dafür will man sich in die nächste Abhängigkeit von autoritären Regimen begeben? Ich wusste ja, dass das Gedächtnis der Menschen recht kurz ist. Aber wenige Wochen nachdem man eingesehen hat, dass Abhängigkeit von Despoten nicht Erstrebenswertes ist, im nahen Osten auf die Suche nach der Energie der Zukunft zu gehen ist schon absurd.

So oder so werden wir unsere Energie, auch regenerativ, nicht nur aus Demokratien beziehen können. Wir können aber die Weichen stellen und Energie aus Ländern bevorzugt beziehen, die gewisse rechtsstaatliche Prinzipien beherzigen. Wie schon erwähnt ist der große Vorteil von regenerativen Quellen der, dass sie deutlich gleichmäßiger auf viele Länder verteilt sind als große fossile Vorkommen. Das Hauptproblem ist aktuell nicht, dass wir Energie aus autokratischen Ländern beziehen, sondern dass wir relativ einseitig auf wenige Länder angewiesen sind, was die Druckmittel unsererseits einschränkt. Würde Russland nur 5% unserers Gases bereitstellen, dann wäre der Wechsel zu einem anderne Land, das gewillt ist unsere Bedingungen zu akzeptieren, wesentlich leichter.

vor 39 Minuten von YingYang:

 

EDIT: Sorry für die veralteten Zahlen:
Studie zu Stromgestehungskosten: Photovoltaik und Onshore-Wind sind günstigste Technologien in Deutschland - Fraunhofer ISE

"Ab 2030 fallen die Stromgestehungskosten für PV-Anlagen unter 4,7 Cent/kWh für Aufdachanlagen bzw. 2,41 €Cent/kWh für Freiflächenanlagen."

Egal wie du es drehst und wendest: Die Solarenergie in Wüstenregionen wird immer wesentlich günstiger und in wesentlich höhere Menge zur Verfügung stehen als bei uns hierzulande. Ich halte es für eine Utopie, dass Deutschland ein Selbstversorger in Sachen Energie werden könnte. Die Hürden bezüglich verfügbarer Fläche, konkurrenzfähiger Ressourcen (im globalen Kontext) und Arbeitskosten sind aus meiner Sicht viel zu hoch. Bei der Stromerzeugung macht es sicherlich bis zu einem gewissen Grad Sinn, bei dem hohen Energiebedarf für Heizung, Schwertransport, Flugzeugen und Industrie stelle ich das absolut in Frage.

vor 39 Minuten von YingYang:

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Stromerzeugung ist keine Hochtechnologie. Das ist inzwischen ein Commodity wie Backsteine herstellen. Und gerade in Regionen wie dem nahen Osten spielt es überhaupt keine Rolle ob du z.B. PV Module hast, die 5% mehr Leistung erbringen. Das Geschäft macht dort, wer möglichst wenig auf Menschenrechtsverletzungen hinweist. Und da hat China eindeutig die Nase vorn.

Das halte ich für zu vereinfacht. Im Energie in sehr großem Maß zu produzieren, reicht es nicht, ein paar Dächer mit Solarpaneelen auszustatten oder die Wüste damit vollzufplastern. Es gibt effizientere und bessere Alternativen im großen Maßstab, bspw. eben mit Spiegeln. Technologisch noch viel aufwändiger ist die Wasserstoffgewinnung und Weiterverarbeitung von Wasserstoff zu synthetischen Brennstoffen, die man gut lagern und transportieren kann. Das im Maßstab von Großanlagen hinzubekommen ist technologisch weder einfach noch irgendwie aktuell beherrscht. Ganz andere Nummer als nur ein paar Solarpaneele aufzustellen.

vor 39 Minuten von YingYang:

Könnte man. Dann wird man ein freundliches Lächeln bekommen und den Weg zur Tür gezeigt bekommen. Als ob wir in der Lage wären Forderungen zu stellen...

Energiemarkt ist ein Verkäufermarkt. Heute mehr den je und Morgen (i.S.v. in einigen Jahren) wird das Ganze noch dramatischer. Der Energiehunger steigt rapide. Deshalb ist derjenige, der autark agieren kann ist der Poleposition. Alle anderen sind Bittsteller. 

Europa ist ein sehr großer Verbraucher und kann damit sehr wohl Forderungen stellen. Wer die Forderungen nicht akzeptiert, muss eben mit anderen Kunden vorlieb nehmen. Die sind in der Nähe von Nordafrika aber eher Mangelware.

 

Bei den Golfstaaten mag man da auf Granit beißen, bei den ärmeren Staaten in der Saharazone dürfte es ganz anders aussehen, zumal es dort auch funktionierende Demokratien gibt, wie Tunesien bspw.

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YingYang
vor 3 Minuten von Dandy:

So oder so werden wir unsere Energie, auch regenerativ, nicht nur aus Demokratien beziehen können.

Es gibt sogar Studien, die sagen dass wir Strom nicht nur aus Demokratien beziehen könnten, sondern die einzige Demokratie von der wir ihn beziehen unsere eigene ist.

vor 3 Minuten von Dandy:

Wir können aber die Weichen stellen und Energie aus Ländern bevorzugt beziehen, die gewisse rechtsstaatliche Prinzipien beherzigen. Wie schon erwähnt ist der große Vorteil von regenerativen Quellen der, dass sie deutlich gleichmäßiger auf viele Länder verteilt sind als große fossile Vorkommen. Das Hauptproblem ist aktuell nicht, dass wir Energie aus autokratischen Ländern beziehen, sondern dass wir relativ einseitig auf wenige Länder angewiesen sind, was die Druckmittel unsererseits einschränkt. Würde Russland nur 5% unserers Gases bereitstellen, dann wäre der Wechsel zu einem anderne Land, das gewillt ist unsere Bedingungen zu akzeptieren, wesentlich leichter.

Wenn man "diversifiziert" auf Quatar, Saudi Arabien, Dubai und Oman. Ist das schlicht keine Diversifikation.

Beispiel: Die vier genannten (oder auch nur einer davon) beschließen, dass Israel jetzt aber wirklich lange genug existiert hat. Und nun?

vor 3 Minuten von Dandy:

Egal wie du es drehst und wendest: Die Solarenergie in Wüstenregionen wird immer wesentlich günstiger und in wesentlich höhere Menge zur Verfügung stehen als bei uns hierzulande. Ich halte es für eine Utopie, dass Deutschland ein Selbstversorger in Sachen Energie werden könnte.

Du hälst das für Utopie. Viele nicht. Und auch hier gibt es nicht nur schwarz und weiß. Jede kWh, die wir selbst erzeugen ist besser als eine, die wir zukaufen müssen.

Von vorne herein auf externe Partner zu setzen und damit den heimischen Ausbau ausbremsen ist eine fatale Fehlentscheidung. Wenn man irgendwann an die Grenzen der eigenen Stromerzeugung kommen sollte (wovon wir noch sehr weit entfernt sind), kann man meinetwegen grünen Wasserstoff zukaufen.

vor 3 Minuten von Dandy:

Die Hürden bezüglich verfügbarer Fläche, konkurrenzfähiger Ressourcen (im globalen Kontext) und Arbeitskosten sind aus meiner Sicht viel zu hoch. Bei der Stromerzeugung macht es sicherlich bis zu einem gewissen Grad Sinn, bei dem hohen Energiebedarf für Heizung, Schwertransport, Flugzeugen und Industrie stelle ich das absolut in Frage.

Verfügbare Flächen haben wir mehr als genug. Es scheitert an der Ideologie der handelnden Personen.

vor 3 Minuten von Dandy:

Bei den Golfstaaten mag man da auf Granit beißen, bei den ärmeren Staaten in der Saharazone dürfte es ganz anders aussehen, zumal es dort auch funktionierende Demokratien gibt, wie Tunesien bspw.

Sehr wackelige Demokratien.

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Dandy
vor 2 Minuten von YingYang:

Es gibt sogar Studien, die sagen dass wir Strom nicht nur aus Demokratien beziehen könnten, sondern die einzige Demokratie von der wir ihn beziehen unsere eigene ist.

Strom ist aber nur ein Bruchteil unser gesamten Energie, die wir derzeit verbrauchen. Alle Energie aus dem Stromnetz zu beziehen würde einen massiven Ausbau desselben erfordern und massive Investitionen in Infrastruktur. Stell dir mal vor, was es alleine bedeuten würde, alle unsere Gebäude mit Wärmepumpen auszustatten. Es wären horrende Investitionen nötig, in unser Stromnetz, die (regenerative) Stromerzeugung und den Umbau und das alles in einem Hochlohnland. Mit dem Geld kann man sehr viel sinnvolleres leisten. Dazu kommen die Bereiche, für die es schlicht keine Lösung ist, sie über das Stromnetz (und Batterien) zu versorgen, bspw. Schiffe und Flugzeuge, wie auch Teile der Industrie (die bspw. Erdgas als direkten Rohstoff benötigen). Das alles in Deutschland von Solarpaneelen auf Dächern und Windrädern machen zu wollen - schlicht utopisch. Wenn man eh eine andere/bessere Lösung braucht, kann man gleich voll darauf setzen.

vor 2 Minuten von YingYang:

Wenn man "diversifiziert" auf Quatar, Saudi Arabien, Dubai und Oman. Ist das schlicht keine Diversifikation.

Beispiel: Die vier genannten (oder auch nur einer davon) beschließen, dass Israel jetzt aber wirklich lange genug existiert hat. Und nun?

Diversifiziert meint halt nicht nur die Golfstaaten, habe ich doch ziemlich klar ausgedrückt. Alleine Nordafrika hat ein Riesenpotenzial. Dazu auch Regionen in Asien. Auch Australien kommt als sehr großer Produzent in Frage (sinnvollerweise aber eher für den Pazifikraum). Kanada hat sehr große Ressourcen im Bereich der Wasserkraft und Geothermie ist auch in vielen Regionen der Welt verfügbar. Das wäre wesentlich stärker diversifiziert als wir es heute bei fossilen Brennstoffen sind und damit das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Ländern deutlich geringer.

vor 2 Minuten von YingYang:

Du hälst das für Utopie. Viele nicht. Und auch hier gibt es nicht nur schwarz und weiß. Jede kWh, die wir selbst erzeugen ist besser als eine, die wir zukaufen müssen.

Sehe ich anders, wenn es eben anderswo günstiger und in viel größerer Menge geht, dann ist es wenig sinnvoll, hier mit Biegen und Brechen zu versuchen, sehr teuer die Energie zu erzeugen, die am Ende eh nicht reichen wird. Größer und globaler denken ist die Lösung. Selbstversorgung ist und bleibt eine Utopie, spätestens seit dem Fall der Sowjetunion. Einseitige Abhängigkeiten gilt es dagegen zu vermeiden und hier ist die Politik gefragt. Das lässt sich lösen.

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YingYang
· bearbeitet von YingYang
vor 11 Minuten von Dandy:

Sehe ich anders, wenn es eben anderswo günstiger und in viel größerer Menge geht, dann ist es wenig sinnvoll, hier mit Biegen und Brechen zu versuchen, sehr teuer die Energie zu erzeugen, die am Ende eh nicht reichen wird. Größer und globaler denken ist die Lösung. Selbstversorgung ist und bleibt eine Utopie, spätestens seit dem Fall der Sowjetunion. Einseitige Abhängigkeiten gilt es dagegen zu vermeiden und hier ist die Politik gefragt. Das lässt sich lösen.

Wir haben ja auch keine einseitige Abhängigkeit von Russland. Sind doch nur 30% unseres Gases, das wir von dort beziehen. Also kein Problem, oder? Schon wenige Prozent adhoc ersetzen zu müssen, stellt uns vor riesige Aufgaben (siehe Thematik Raffinerie Schwedt)

Und wie geschrieben, so viel günstiger ist es im Nahen Osten nicht.

Wenn man dann die Kette genau anschaut Strom-Wasserstoff-Strom, stellt man fest, dass einheimische Stromerzeugung durchaus Konkurrenzfähig ist, weil sie eben keine Verluste durch Umwandlung verursacht.

Klar, bei Treibstoffen etc. kann man das anders sehen. Und wenn Treibstoffe im Ausland produziert werden, wird man ohnehin nicht drum herum kommen, diese zu importieren. Es sei denn man verhängt Zölle o.ä..

Aber alleine die Umstellung des Stromverbrauches ist ein Projekt an dem in den letzten 20 Jahren das Scheitern quasi täglich zu beobachten war.

Zu Thema Netze und Wärmepumpen. So hoch ist der Verbrauch von Wärmepumpen nicht. Ein Einfamilienhaus mit WP zu heizen erzeugt keine höhere Last als den Ofen auf 200 Grad zu heizen.

Diese Last trägt unsere aktuelle Infrastruktur ohne Probleme.

Und wer Infrastrukturausbau scheut, sollte sich schon gar nicht danach sehnen, Energie aus dem Ausland zu importieren. Oder wie kommt die nach Deutschland? Per Beamer?

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Dandy
vor 17 Minuten von YingYang:

Wir haben ja auch keine einseitige Abhängigkeit von Russland. Sind doch nur 30% unseres Gases, das wir von dort beziehen. Also kein Problem, oder?

Wären es nur 5%, wäre es kein so großes Problem, ganz sicher sogar. Alleine die Wüstenrepubliken südlich von Europa würden eine solche Diversifikation schon ermöglichen und es gibt auch noch weitere Quelle, wie schon erwähnt.

vor 17 Minuten von YingYang:

Und wie geschrieben, so viel günstiger ist es im Nahen Osten nicht.

Zwangläufig, weil in diesen Ländern die Sonne deutlich stärker scheint als bei uns. In großen Anlagen möglichst effizient gewonnen (eher nicht über Photovoltaik), sind wir in einer ganz anderen Liga im Vergleich zu ein paar Solarpanels auf deutschen Dächern mit dezentraler Einspeisung (und entsprechender Verluste).

vor 17 Minuten von YingYang:

Wenn man dann die Kette genau anschaut Strom-Wasserstoff-Strom, stellt man fest, dass einheimische Stromerzeugung durchaus Konkurrenzfähig ist, weil sie eben keine Verluste durch Umwandlung verursacht.

Man kann das aber nicht 1:1 vergleichen, weil Wasserstoff die Möglichkeit der verlustarmen Speicherung und Transport von Energie ermöglicht, die Strom fehlt. Man kann schon deshalb Strom nicht für alles heranziehen, das hat inzwischen schon (fast) jeder begriffen. Wenn man diese Lösung ohnehin benötigt, kann man auch gleich voll darauf setzen und die Ressourcen darauf konzentrieren, statt kostpspielige nationale Einzelgänge mit Gewalt durchzupeitschen, wie schon lange bei unseren international überhaupt nicht konkurrenzfähigen Strompreisen. Das ist auch ein Standortnachteil und hat uns schon etliche Industriezweige hierzulande gekostet, so sie denn nicht durch Ausnahmen hier gehalten wurden (statt mit dreckigem Kohlestrom in Asien produzieren zu lassen).

vor 17 Minuten von YingYang:

Klar, bei Treibstoffen etc. kann man das anders sehen. Und wenn Treibstoffe im Ausland produziert werden, wird man ohnehin nicht drum herum kommen, diese zu importieren. Es sei denn man verhängt Zölle o.ä..

Genau. Dann braucht man andere Bereiche auch nicht krampfhaft auf Strom umstellen, was einfach viel zu teuer ist bei uns.

vor 17 Minuten von YingYang:

Aber alleine die Umstellung des Stromverbrauches ist ein Projekt an dem in den letzten 20 Jahren das Scheitern quasi täglich zu beobachten war.

Auch wegen des Widerstandes in der Bevölkerung, sie Nord Süd Trasse oder Windkraftausbau. Da hilft es auch nicht über Bornhiertheit zu schimpfen. Es ist halt einfach so bei uns.

vor 17 Minuten von YingYang:

Zu Thema Netze und Wärmepumpen. So hoch ist der Verbrauch von Wärmepumpen nicht. Ein Einfamilienhaus mit WP zu heizen erzeugt keine höhere Last als den Ofen auf 200 Grad zu heizen. Diese Last trägt unsere aktuelle Infrastruktur ohne Probleme.

Möchte mal wissen, wie du zu der Aussage kommst. Selbst wenn es so wäre, laufen bei uns in allen Haushalten zu bestimmten Zeiten die Heizungen fast ausnahmslos gleichzeitig. Das ist bei Öfen schlicht nicht der Fall und selbst dann schaltet die Wärmepumpe ja nicht ab, nur weil der Ofen eingeschaltet wird. Es handelt sich also um zusätzliche Verbraucher für die unsere Netze ausgebaut werden müssen, eben weil sie für diese Verbraucher (und viele andere, wie Elektroautos) schlicht nicht dimensioniert wurden. Das sind immense Investitionen die dafür benötigt werden und die werden über den Strompreis bezahlt. Schon verschiebt sich der Vergleich mit Wasserstoff und synthetisch erzeugten Brennstoffen wieder deutlich, bezüglich der Kosten. Wenn die kwh Wüstenstrom in Form von Wasserstoff unter 10 Cent kosten würde, was bei den Wirkungsgradverluste durch die Wasserstoffproduktion und dessen Transport problemlos möglich sein sollte, dann wäre das heute augenscheinlich schon sehr konkurrenzfähig zu den Stromkosten, die hierzulande vom Endverbraucher zu zahlen sind. Selbst für Steuern wäre da noch Luft.

vor 17 Minuten von YingYang:

Und wer Infrastrukturausbau scheut, sollte sich schon gar nicht danach sehnen, Energie aus dem Ausland zu importieren. Oder wie kommt die nach Deutschland? Per Beamer?

Bestehende Infrastruktur kann eben weiterverwendet werden, bspw. Wasserstoff, welcher heute schon dem Erdgasnetz hinzugefügt wird. Natürlich benötigt das auch Investitionen, aber hier reden wir halt immer noch von einer Weiterverwendung eines großen Teils der bestehenden Infrastruktur, wie bestehender Gasheizungen und Netze, Speicher für Erdgas etc. Bei dem Umstieg auf Strom für all diese Anwendungen muss man das alles ersetzen. Utopisch!

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YingYang
· bearbeitet von YingYang
vor 57 Minuten von Dandy:

Wären es nur 5%, wäre es kein so großes Problem, ganz sicher sogar. Alleine die Wüstenrepubliken südlich von Europa würden eine solche Diversifikation schon ermöglichen und es gibt auch noch weitere Quelle, wie schon erwähnt.

Zwangläufig, weil in diesen Ländern die Sonne deutlich stärker scheint als bei uns. In großen Anlagen möglichst effizient gewonnen (eher nicht über Photovoltaik), sind wir in einer ganz anderen Liga im Vergleich zu ein paar Solarpanels auf deutschen Dächern mit dezentraler Einspeisung (und entsprechender Verluste).

Die 12% Öl für Schwedt sind augenscheinlich ein sehr großes Problem. 

Zitat

Man kann das aber nicht 1:1 vergleichen, weil Wasserstoff die Möglichkeit der verlustarmen Speicherung und Transport von Energie ermöglicht, die Strom fehlt.

Verlustarme Speicherung von Energie?

Bei der Elektrolyse gehen Stand heute mindestens 20% der Energie verloren. Bei Rückgewinnung mittels Brennstoffzelle hat man einen Wirkungsgrad von ca. 60%.

Heißt du steckst 100% Strom rein und bekommst am Ende 48% Strom wieder raus. Kosten für Transport, Verflüchtigung, etc. noch gar nicht einbezogen.

Verlustarm ist für mich anders.

Zitat

Man kann schon deshalb Strom nicht für alles heranziehen, das hat inzwischen schon (fast) jeder begriffen. Wenn man diese Lösung ohnehin benötigt, kann man auch gleich voll darauf setzen und die Ressourcen darauf konzentrieren, statt kostpspielige nationale Einzelgänge mit Gewalt durchzupeitschen, wie schon lange bei unseren international überhaupt nicht konkurrenzfähigen Strompreisen. Das ist auch ein Standortnachteil und hat uns schon etliche Industriezweige hierzulande gekostet, so sie denn nicht durch Ausnahmen hier gehalten wurden (statt mit dreckigem Kohlestrom in Asien produzieren zu lassen).

Unsere Strompreise sind deshalb nicht konkurrenzfähig, weil andere Länder massiv subventionieren. z.B. Frankreich.

Oder zahlen die 240 Mrd. Schaden aus Fukushima zum Beispiel die japansichen Stromkunden? Nein, tun sie nicht.

Zitat

Genau. Dann braucht man andere Bereiche auch nicht krampfhaft auf Strom umstellen, was einfach viel zu teuer ist bei uns.

Auch wegen des Widerstandes in der Bevölkerung, sie Nord Süd Trasse oder Windkraftausbau. Da hilft es auch nicht über Bornhiertheit zu schimpfen. Es ist halt einfach so bei uns.

Weil der Widerstand so groß ist, steigen die Wahlergebnisse der Grünen bei jeder Wahl?

Die Mehrheit in Deutschland ist für ein Tempolimit. Und ändert das was?

Man sieht ja gerade am Benzinpreis welche Lenkungsfunktion man über den Preis erreichen kann. Das funktioniert aber nicht wenn man Kohle und Co. massiv subventioniert.

 

Zitat

Möchte mal wissen, wie du zu der Aussage kommst. Selbst wenn es so wäre, laufen bei uns in allen Haushalten zu bestimmten Zeiten die Heizungen fast ausnahmslos gleichzeitig. Das ist bei Öfen schlicht nicht der Fall und selbst dann schaltet die Wärmepumpe ja nicht ab, nur weil der Ofen eingeschaltet wird.

Wieso nicht? Wärmeerzeugung kann man sehr gut steuern. Bekannte z.B. lassen ihre Wärmepumpe nur Tagsüber laufen, weil da der PV Strom vom Dach zur Verfügung steht. Funktioniert ohne Probleme. Alles eine Frage des Wollens.

Dass Öfen nicht gleichzeitig laufen ist auch ein gutes Märchen. Meines Wissens ist in Deutschland Mittags überall um die gleiche Zeit.

Zitat

Es handelt sich also um zusätzliche Verbraucher für die unsere Netze ausgebaut werden müssen, eben weil sie für diese Verbraucher (und viele andere, wie Elektroautos) schlicht nicht dimensioniert wurden. Das sind immense Investitionen die dafür benötigt werden und die werden über den Strompreis bezahlt.

Hast du dafür einen Beleg?

In keinen einzigem Bericht zur Versorgungssicherheit ist die dicke der Leitungen überhaupt ein Thema. Die meisten Hausanschlüsse sind so "dick", dass sie niemals auch nur in die Nähe ihrer Nennleistung kommen.

Zitat

Schon verschiebt sich der Vergleich mit Wasserstoff und synthetisch erzeugten Brennstoffen wieder deutlich, bezüglich der Kosten. Wenn die kwh Wüstenstrom in Form von Wasserstoff unter 10 Cent kosten würde, was bei den Wirkungsgradverluste durch die Wasserstoffproduktion und dessen Transport problemlos möglich sein sollte, dann wäre das heute augenscheinlich schon sehr konkurrenzfähig zu den Stromkosten, die hierzulande vom Endverbraucher zu zahlen sind.

Nein, denn zu den 10 Cent kommen ebenfalls Netzkosten. Wie gesagt, aktuell kostet PV unter 4 Cent und Wind unter 6 Cent. Wenn du Wüstenstrom für 10 Cent in H2 umwandeln willst, wieso dann nicht Nordseestrom zu 6 Cent?

 

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Fondsanleger1966
vor 3 Stunden von Dandy:

Geht zwar nicht um Wasserstoff direkt, aber dieser Artikel zeigt sehr gut, wie günstig man heute schon Strom in den Wüstengebieten des Nahen Ostens und der Sahara produzieren kann:

 

Strom vom Golf

 

Im Artikel wird schon schön vorgerechnet, dass eine Anlage mit vergleichbarer Kapazität nur etwa das Doppelte eines entsprechenden Kohlekraftwerks kostet. Da aber kaum Kosten für den Betrieb anfallen (im Gegensatz zu den Förderkosten der Kohle und CO2 Abgaben), rechnet sich das dort schon nach wenigen Jahren. Bei den veranschlagten Stromkosten muss man dann noch berücksichtigen, dass die Abschreibungen der Anlagen dort enthalten sind und tendenziell ältere Anlagen irgendwann wesentlich günstiger produzieren können. Dazu kommen natürlich der technologische Fortschritt und Skaleneffekte bei potenziell größeren Anlagen mit der Zeit.

 

Was das mit Wasserstoff zu tun hat? Wenn heute schon für wenige Cent die kwh Strom in diesen Gegenden Strom regenerativ erzeugt werden kann, dann sind die Kosten und Verluste für die Erzeugung und den Transport von Wasserstoff (bzw. synthetische Brennstoffe wie Erdgas oder Methanol) daraus auch kein Problem mehr. Dann kostet es eben das Dreifache, kann dafür aber gelagert, transportiert und vielseitig verwendet werden (Hausbrand, chemische Industrie, Schiffe, Flugzeuge etc.).

Es ist leider weitaus mehr, siehe https://www.welt.de/wirtschaft/article238302679/Wasserstoff-So-sinnvoll-ist-es-Wasserstoff-aus-Australien-nach-Deutschland-zu-transportieren.html und dort besonders die Grafik DWO-WS-Wasserstoff-Australien-js.jpg

 

1 kg Wasserstoff entspricht rund 33 kWh. Der Preis pro kWh beträgt also fast 20 Cents.

 

 

 

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Dandy
vor 11 Minuten von YingYang:

Die 12% Öl für Schwedt sind augenscheinlich ein sehr großes Problem. 

Ich hatte von 5% geschrieben, du von 12% und den Auswirkungen an einem einzigen Standort. Außerdem hat das Problem mit Pipelines zu tun. Da sollte man sich natürlich auch nicht zu sehr abhängig machen, egal ob jetzt fossil oder regenerativ. Wenn man aber 5% von einem Land durch eine geringfügig höhere Menge aus anderen Ländern ersetzen kann, dann ist es kein Problem, ja. Wenn natürlich die einzige Pipeline aus dem Land kommt, wird es wieder schwierig. Unser Stromnetz ist aber auch alles andere als autark und stark von anderen Ländern abhängig.

vor 11 Minuten von YingYang:

Verlustarme Speicherung von Energie?

Ja, verlustarm und transportabel im Vergleich zu Strom aus der gleichen Region definitiv

vor 11 Minuten von YingYang:

Unsere Strompreise sind deshalb nicht konkurrenzfähig, weil andere Länder massiv subventionieren. z.B. Frankreich.

Das ist wohl etwas einfach. Unsere Strompreise sind so hoch weil wir den Ausbau der regenerativen Energien hierzulande teuer bezahlen und es offenbar am Ende doch nicht so günstig geht wie gerne behauptet. Es kommen halt Kosten für den Ausbau der Netze, dem teuren Ausgleich von Stromengpässen durch ausländische Anbieter etc. hinzu. Fakt ist, dass der Endkunde hierzulande deutlich mehr zahlt als in vielen anderen Ländern und das ganz sicher nicht nur wegen Subventionen in anderen Staaten.

vor 11 Minuten von YingYang:

Wieso nicht? Wärmeerzeugung kann man sehr gut steuern. Bekannte z.B. lassen ihre Wärmepumpe nur Tagsüber laufen, weil da der PV Strom vom Dach zur Verfügung steht. Funktioniert ohne Probleme. Alles eine Frage des Wollens.

Also ich lasse meinen Ofen auch tagsüber laufen.

vor 11 Minuten von YingYang:

Dass Öfen nicht gleichzeitig laufen ist auch ein gutes Märchen. Meines Wissens ist in Deutschland Mittags überall um die gleiche Zeit.

Ganz sicher nicht alle, das wirst du ja wohl zugeben.

vor 11 Minuten von YingYang:

In keinen einzigem Bericht zur Versorgungssicherheit ist die dicke der Leitungen überhaupt ein Thema. Die meisten Hausanschlüsse sind so "dick", dass sie niemals auch nur in die Nähe ihrer Nennleistung kommen.

Ach so, unser Stromnetz besteht nur aus Leitungen und deren Dicke bestimmt, wie hoch die maximale Leistung in einem Bereich ist, die man aus dem Netz beziehen kann. Dann geh mal hin und schließe bei dir zuhause an jede Steckdose einen Verbraucher mit 3600W und schau was passiert.

 

Unser Stromnetz ist absolut nicht so dimensioniert, dass man jedem Knoten die theoretische Spitzenlast gleichzeitig abrufen kann. Das gibt unser Netz überhaupt nicht her.

vor 11 Minuten von YingYang:

Nein, denn zu den 10 Cent kommen ebenfalls Netzkosten. Wie gesagt, aktuell kostet PV unter 4 Cent und Wind unter 6 Cent. Wenn du Wüstenstrom für 10 Cent in H2 umwandeln willst, wieso dann nicht Nordseestrom zu 6 Cent?

10 Cent nach Umwandlung in Wasserstoff, also Wasserstoff mit dem Energiegehalt von einer kWh Strom.

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Fondsanleger1966
vor 16 Minuten von YingYang:

aktuell kostet PV unter 4 Cent und Wind unter 6 Cent.

Onshore-Wind für unter 6 Cents gab es kaum (die Auktionen in den vergangenen Jahren fanden meistens nicht genügend Interessenten, weil der Preis zu niedrig ist) und gibt es inzwischen vermutlich gar nicht mehr: Anlagenhersteller canceln derzeit die Angebote und gehen von Mehrkosten bei neuen Anlagen von mindestens 25% aus.

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Dandy
vor 6 Minuten von Fondsanleger1966:

Australien ist erst mal das Extrembeispiel und man darf die Kosten heute nicht mit den Kosten in der Zukunft gleichsetzen, wenn die Technologie etabliert ist und Skaelenffekte greifen. Eine Halbierung des Preises ist da locker drin vom heutigen Stand aus gesehen. Wenn man dann noch Pipelines einsetzt, dann sinken die Kosten langfristig noch deutlich stärker. Ist ja mit ein Hauptgrund, warum Gas und Öl aus Russland so günstig für uns ist. Aus Australien heraus geht das natürlich nicht.

 

Im Gegenteil finde ich das schon erstaunlich konkurrenzfähig zu dem Preis.

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YingYang
· bearbeitet von YingYang
vor 23 Minuten von Dandy:

Ich hatte von 5% geschrieben, du von 12% und den Auswirkungen an einem einzigen Standort. Außerdem hat das Problem mit Pipelines zu tun. Da sollte man sich natürlich auch nicht zu sehr abhängig machen, egal ob jetzt fossil oder regenerativ. Wenn man aber 5% von einem Land durch eine geringfügig höhere Menge aus anderen Ländern ersetzen kann, dann ist es kein Problem, ja. Wenn natürlich die einzige Pipeline aus dem Land kommt, wird es wieder schwierig. Unser Stromnetz ist aber auch alles andere als autark und stark von anderen Ländern abhängig.

Wenn ich mir unsere Import/Export-Statistik anschaue, sind andere Länder weit mehr von uns abhängig, als andersrum. Unter anderem die Franzosen mit ihrem Zappelatomstrom:

2022 8,7 TWh nach Frankreich exportiert, 1,6 TWh importiert.

Zitat

Ja, verlustarm und transportabel im Vergleich zu Strom aus der gleichen Region definitiv

Ja, wer will schon Strom direkt auf Dubai importieren. Kein Mensch. Im vergleich zu Strom vom Mond, ist Wasserstoff super. Ok, Punkt für dich.

Zitat

Das ist wohl etwas einfach. Unsere Strompreise sind so hoch weil wir den Ausbau der regenerativen Energien hierzulande teuer bezahlen und es offenbar am Ende doch nicht so günstig geht wie gerne behauptet.

Nein. Die EEG-Umlage erzeugt aktuell Überschüsse. Also daran liegt es schonmal nicht.

Die Strompreise sind so hoch, weil wir extrem teuere fossile Energieträger verfeueren.

Zitat

Es kommen halt Kosten für den Ausbau der Netze, dem teuren Ausgleich von Stromengpässen durch ausländische Anbieter etc. hinzu. Fakt ist, dass der Endkunde hierzulande deutlich mehr zahlt als in vielen anderen Ländern und das ganz sicher nicht nur wegen Subventionen in anderen Staaten.

Das behauptest du. Ich behaupte das Gegenteil.

Zitat

Also ich lasse meinen Ofen auch tagsüber laufen.

Und jetzt? Was soll mir das sagen?

Zitat

Ganz sicher nicht alle, das wirst du ja wohl zugeben.

Ganz sicher müssen auch nicht alle ihre WP gleichzeitig laufen lassen. 

Zitat

Ach so, unser Stromnetz besteht nur aus Leitungen und deren Dicke bestimmt, wie hoch die maximale Leistung in einem Bereich ist, die man aus dem Netz beziehen kann. Dann geh mal hin und schließe bei dir zuhause an jede Steckdose einen Verbraucher mit 3600W und schau was passiert.

Und? Weiter?

Ein Verbraucher mit 3,6kW macht aber überhaupt gar nichts. Und mehr zieht eine WP nicht.

Zitat

Unser Stromnetz ist absolut nicht so dimensioniert, dass man jedem Knoten die theoretische Spitzenlast gleichzeitig abrufen kann. Das gibt unser Netz überhaupt nicht her.

Muss man auch nicht. Zur Spitzenlast ist es noch sowas von weit, dass die Aussage unser Netz lässt das nicht zu nichts als Panikmache ist.

Zitat

10 Cent nach Umwandlung in Wasserstoff, also Wasserstoff mit dem Energiegehalt von einer kWh Strom.

Ja. Und wenn ich in Deutschland 1 kWh Strom zu 6 Cent in Wasserstoff umwandle kostet mich das: 6 Cent / 0,8 = 7,5 Cent

Was ist mehr? 7,5 oder 10 Cent?

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BWL0815

Ich habe eine kleinere Summe in diesen Wasserstoff ETF investiert, ich selber bin recht skeptisch was Wasserstoff angeht, aber ich sehe durchaus langfristiges Potential darin, sollte man im globalen Maßstab wirklich von fossilen Brennstoffen wegkommen wollen:

 

https://www.finanzen.net/etf/lg-hydrogen-economy-etf-ie00bmydm794

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YingYang
· bearbeitet von YingYang

 

 

vor 8 Minuten von Fondsanleger1966:

Onshore-Wind für unter 6 Cents gab es kaum (die Auktionen in den vergangenen Jahren fanden meistens nicht genügend Interessenten, weil der Preis zu niedrig ist) und gibt es inzwischen vermutlich gar nicht mehr: Anlagenhersteller canceln derzeit die Angebote und gehen von Mehrkosten bei neuen Anlagen von mindestens 25% aus.

image.png.524041d90ff16f390e03308ccce2984e.png

 

Das liegt aber am mangelndem Angebot an ausgewiesenen Flächen und nicht an den Gestehungskosten.

Hätte ich mir eine von 6 verfügbaren Flächen in Bayern gesichert würde ich mich auch nicht mit 6 Cent zufrieden geben, sondern mir mein Quasimonopol teuer bezahlen lassen.

 

 

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Fondsanleger1966
vor 13 Minuten von YingYang:

 

 

image.png.524041d90ff16f390e03308ccce2984e.png

 

Das liegt aber am mangelndem Angebot an ausgewiesenen Flächen und nicht an den Gestehungskosten.

Hätte ich mir eine von 6 verfügbaren Flächen in Bayern gesichert würde ich mich auch nicht mit 6 Cent zufrieden geben, sondern mir mein Quasimonopol teuer bezahlen lassen.

Das stimmt nicht. Das ertragsrelevante Windaufkommen ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten in Deutschland um durchschnittlich ca. 20% zurückgegangen mit dem Tiefpunkt im vergangenen Jahr (ca. -35% ggü dem Durchschnitt der 1990er Jahre). Die Gestehungskosten sind entsprechend gestiegen. Normale Binnenland-Flächen können nicht für 6 Cents/kWh oder weniger produzieren. Ausnahme sind windstarke Standorte z.B. an der Küste, die auf deutlich mehr als 2.000 Volllaststunden kommen.

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