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korbi

Ultrastabilität nach Andreas Beck

Empfohlene Beiträge

Geldhaber
vor 3 Minuten von Fondsanleger1966:

Wie lauten die Werte für den statischen 80/20-Mix mit jährlichem Rebalancing?

Würde mich auch interessieren. Außerdem @Autonomeswas in dem "Protokoll" ist A. Becks GPO? "Regime-Portfolio (80 / 90 /100)"?

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LongtermInvestor

Meines Erachtens kann man sich in der Optimierung leicht verlieren. Ob ich mein Vermögen nach 30 Jahren nun um den Faktor 11x oder 14x gesteigert habe, dürfte das reale Leben in der Praxis kaum verändern.

 

Der entscheidende Punkt ist, überhaupt mit dem Vermögensaufbau zu starten. Was den weiteren Verlauf verändert, ist m.E. eher die stetige absolute Entwicklung, die ab einem bestimmten Zeitpunkt sowohl den Jahresbedarf als auch die Möglichkeiten aus Erwerbsarbeit deutlich in den Schatten stellt. Der Drang, immer das beste, also günstigste und renditestärkste Portfolio haben zu wollen, ist dafür wenig entscheidend.

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FlintheartG.

Einordnung meiner KI:

Das Modell ist ein regelbasierter, antizyklischer Beta-Overlay auf ein Aktien-Kernportfolio. Die Aktienquote liegt nur zwischen 80 und 100 %. Die Reserve verändert die Aktienquote also um maximal 20 Prozentpunkte. Bei einem Aktien-Drawdown von etwa -55 % bleibt ein Portfolio-Drawdown von grob -35 bis -50 %, je nach Regime und Reservequalität. Das ist kein Drawdown-Schutz, sondern ein Rebalancing mit Hysterese.

 

Es hat drei Stärken:

  • Wenige Parameter und klare Trigger sind transparent und schwer wegzuinterpretieren.
  • Die Hysterese bei der Rückkehr (C→B bei +50 %, B→A bei +25 %) verhindert Flip-Flops.
  • Antizyklisch zu handeln ist verhaltensstabilisierend: Du kaufst, wenn es psychologisch am schwersten ist.

Schwächen

1. Statistische Aussagekraft: Die Bedingung "-20 % vom 3-Jahres-Hoch UND Vola > 1,5× Langfristschnitt" tritt in der Praxis kaum auf, nämlich 2000–03, 2008/09, 2020 und eventuell 2022. Das sind etwa 3–4 unabhängige Ereignisse, und Regime C feuert eventuell nur 1–2 Mal. Ein Mehrwert gegenüber einer konstanten 85/15-Mischung ist damit statistisch nicht nachweisbar. Die Schwellen (20 %, 25 %, 1,5×, 1 Jahr, 3 Jahre) sind sehr wahrscheinlich aus der Historie kalibriert, also anfällig für Overfitting.

2. "Prognosefrei" stimmt nur eingeschränkt. Die Schwellenwerte kodieren die implizite Annahme von Mean Reversion nach Drawdowns. Die KGV/KBV-Gewichtung ist ein Value-Tilt und damit ebenfalls eine (schwache) Renditeprognose. Das ist legitim, aber nicht neutral.

3. Gegenläufig zu Vola-Management und Trendfolge. Das Modell erhöht das Risiko in Hochvolatilitätsphasen. Die Literatur zu volatility-managed portfolios (Moreira/Muir) und Trendfolge (z. B. 200-Tage-Linie) macht das Gegenteil, mit besserer Sharpe-Ratio in der Stichprobe. Die Out-of-sample-Evidenz ist allerdings umstritten (Cederburg et al.). Gegen Trendfolge spricht die Whipsaw-Last. Das Modell trifft also eine bewusste Wette auf Mean Reversion, die in V-förmigen Crashs (2020) funktioniert, in schleichenden Bärenmärkten (2000–03, Japan ab 1990) aber nur teilweise.

4. Diskrete Schwellen erzeugen Cliff-Effekte. Ob Du bei -19,9 % oder -20,1 % bist, entscheidet über 10 % Portfolio-Umschichtung. Das macht das Ergebnis pfadabhängig und anfällig für Schwellenzufälligkeit.

5. Das rollierende 3-Jahres-Hoch erzeugt Artefakte. Wenn ein altes Hoch aus dem Fenster fällt, ändert sich die Drawdown-Messung ohne Kursbewegung. Regimewechsel können so rein mechanisch durch den Fensterrand entstehen.

6. Vola-Definition unterspezifiziert. Welcher Schätzer (realisiert 21/63 Tage, EWMA, implizit)? Welcher "Langfristschnitt" (Mittel statt Median, Fenster)? Das Mittel ist durch Crash-Phasen selbst nach oben verzerrt.

7. Reservequalität ist der eigentliche Hebel. Bei nur 10–20 % Reserve entscheidet deren Zusammensetzung. 2022 haben lange Anleihen und Aktien gleichzeitig verloren. Auch dass die Reserve verbraucht wird, ist ein Problem: Nach Regime C gibt es keine Munition mehr für eine zweite Welle (Japan-Pfad).

8. Look-ahead bei der Fundamentalgewichtung. Backtests mit KGV/KBV brauchen Point-in-time-Daten. Mit restated Daten ist das Ergebnis verzerrt.

9. Steuer (Deutschland). Im Fonds sind Umschichtungen steuerfrei, beim privaten Nachbau mit ETFs nicht. Jede Umschichtung realisiert Gewinne (26,375 % abzüglich Teilfreistellung bei Aktien-ETFs). Gold-ETCs und Anleihen-ETFs werden anders behandelt, und die Vorabpauschale kommt hinzu. Die Wirkung ist wegen der geringen Handelsfrequenz überschaubar, aber nicht null. Mit Sparplan-Zuflüssen statt Verkäufen lässt sich rebalancen.

 

Die KI hat einige Verbesserungsvorschläge für das Regiment:

image.thumb.png.3c20894d98115f959aa4964a6e181bad.png

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Schwachzocker

Kann eine KI eigentlich auch geistige Störungen haben?

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Fetz
· bearbeitet von Fetz

Tabelle: #4 ...Krisenalpha? 

:'(

 

Also Herr Dr. Beck, Democratic Alpha ins GPO!

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Autonomes

Das größte Risiko des GPO-Systems bleibt das Ausführungsrisiko durch den Faktor Mensch.

Wenn Beck sich nicht an die selbst verfassten Regeln hält, oder diese ändert, so wird es ein buy+hold mit 20% Anleihenreserve.

Am 2.10.2026 um 20:36 von Geldhaber:

Würde mich auch interessieren. Außerdem @Autonomeswas in dem "Protokoll" ist A. Becks GPO? "Regime-Portfolio (80 / 90 /100)"?

irgend wie musste ich ja das GPO historisch berechnen.

 

image.png.7f4b93edbc7446a77ecb77a9532228f9.png

 

 

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Autonomes
· bearbeitet von Autonomes
Am 30.9.2026 um 19:52 von Fetz:

?

Wissenschaftler schreiben halt lieber 50 Seiten darüber, warum die Hummel theoretisch nicht fliegen kann.

Ich gucke mir lieber den Kaffeesatz an, sehe, dass sie fliegt, und wette drauf. 

Während die Wissenschaft noch rum rechnet, zähle ich schon mein Geld!

Am 3.10.2026 um 19:22 von Fetz:

Tabelle: #4 ...Krisenalpha? 

:'(

 

Also Herr Dr. Beck, Democratic Alpha ins GPO!

& Beck kratzt sich dann wieder hinten am Kopf rum, wenn er aktive Managed-Futures-Fonds , Bitcoins oder Volatilitäts-Optionen in sein wissenschaftliches 80/20-Regime einbauen soll. :D

Am 2.10.2026 um 18:12 von Fetz:

@Autonomes

Ich verstehe weiterhin nicht Deine Vorliebe für Backtests.

Meine Frage dazu hast Du schon zweimal ignoriert.

Du hältst also Backtests für aussagekräftiger als wiss. Studien (s.o.) und postest Grafiken die offensichtlich nur Dir etwas sagen.

 

Nach meiner Erfahrung findet man mit genug Dataming immer einen "Beleg", und nicht umsonst werden sie vor allem von Anbietern (Verkäufern) deswegen gerne eingesetzt.

Wenn Du es besser kannst als Beck: Gerne zeigen, das würde uns alle interessieren. Oder überzeug die Industrie und bring das Produkt.

(Ich interessiere mich nicht für Becks Produkte und Marketing, wohl aber für die eine oder andere Analyse von ihm).

 

Was willst Du denn nun aussagen? 

Ich lerne gerne dazu. Also? 

Ich ignoriere dich nicht, ich genieße nur das Gespräch! :D

Mir sagen Grafiken nun mal mehr als 100 Seiten Uni-Theorie – das spart stundenlanges Labern.

Becks GPO-Logik und seine Investitionsreserve basieren übrigens auf genau demselben ‚Kaffeesatz‘: historischer Backtests.

Er nennt es nur ‚wissenschaftlich‘, ich nenne es Backtest. 

Ich schaue den Guru nur unter den Rock, um zu sehen, ob sein Marketing-Versprechen hält.

Ich sage nicht, dass das GPO schlechter ist. Ich sage nur: Rechnet euch die Investitionsreserve nicht schöner, als sie ist.

Wer die Grafiken lesen kann, sieht eben den Preis, den man für gefühlte Sicherheit bezahlt.

 

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Beginner81
· bearbeitet von Beginner81
vor 3 Stunden von Autonomes:

Becks GPO-Logik und seine Investitionsreserve basieren übrigens auf genau demselben ‚Kaffeesatz‘: historischer Backtests.

Er nennt es nur ‚wissenschaftlich‘, ich nenne es Backtest.


Ich glaube mich zu erinnern, die Grundlogigk entstand aus der Beobachtung, dass Institutionelle in Krisen den riskanteren Aktienteil aufgrund von Regulatorik verkaufen müssen. Und er kauft diese halt stattdessen antizyklisch.
Die 10/20% Reserve sind m.W. nicht stark durch Backtests optimiert.

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Schwachzocker
vor 7 Minuten von Beginner81:


Ich glaube mich zu erinnern, die Grundlogigk entstand aus der Beobachtung, dass Institutionelle in Krisen den riskanteren Aktienteil aufgrund von Regulatorik verkaufen müssen. Und er kauft diese halt stattdessen antizyklisch....

Tja, und wenn Beck, der ja ein Institutioneller ist, das kann, dann sollte man doch annehmen, dass andere institutionelle Investoren das auch können, oder?

Der eine hat diese Regulatorik, der andere eine andere Regulatorik.

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Autonomes
vor 21 Minuten von Schwachzocker:

Tja, und wenn Beck, der ja ein Institutioneller ist, das kann, dann sollte man doch annehmen, dass andere institutionelle Investoren das auch können, oder?

Der eine hat diese Regulatorik, der andere eine andere Regulatorik.

ja, das sehe ich auch so und das ist Becks Lieblingsthema beim Mario im YT.

Die echten dicken Staatsfonds oder riesige Pensionskassen – haben knallharte Rebalancing-Regeln.

Krachen die Kurse, kaufen die massiv nach die warten nicht ob Dr. Beck das Signal zum Regimewechsel gibt.

Das GPO ist nicht die einzige schlaue Autobahn für Geisterfahrer. 

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Autonomes

Ok, dann befassen wir uns mit dem Kern der Grafiken. Über mit TradingView erstellten Grafiken zu diskutieren ist halt anstrengender.

Die TradingView-Auswertungen zeigen einfach nur das, was im Prospekt gerne verschwiegen wird:

Wer in langen Bullenmärkten ständig 10–20 % Cash mit niedriger Verzinsung als Investitionsreserve herumliegen lässt, verliert massiv durch den Zinseszins-Effekt.

In einem schleichenden Bärenmarkt (2000–2003) ballert das Modell die ganze Reserve beim ersten Dip raus. Danach ist die Munition weg und man läuft schutzlos weiter.

Ob der Markt bei -19,9 % oder -20,1 % steht, entscheidet willkürlich über eine fette 10 %-Umschichtung. Beispiel: Wenn ich im Zollstreit die Spanne zwischen dem High und dem Low der Tageskerzen bewerte, dann gab es den Regimewechsel. Wenn ich den Close-to-Close-Ansatz nehme, so wie es normalerweise jeder gemacht hat, dann eben nicht. Das ist reine Schwellenzufälligkeit.


Im Ergebnis schöpft das GPO keine geheime Markt-Ineffizienz ab – es verkauft stinknormales aber gebündeltes Rebalancing unter der Tarnung von nicht transparent nachvollziehbaren und somit unvollständig definierten Regimes als exklusives Hexenwerk.

 

Die Grafiken belegen mathematisch, dass Becks System auf schnelle, V-förmige Crashs konzipiert ist (Buy-the-Dip für die Investitionsreserve). Erhöht man beispielhaft diese Investitionsreserve zahlt man proportional drauf. Selbst ein „Gott-Investor“, der historisch immer perfekt den absolut tiefsten Punkt eines Crashs traf, verliert in über 70 % der Fälle gegen jemanden, der sein Geld einfach sofort komplett investiert hat (Buy-and-Hold)

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LongtermInvestor
vor 9 Stunden von Autonomes:

Selbst ein „Gott-Investor“, der historisch immer perfekt den absolut tiefsten Punkt eines Crashs traf, verliert in über 70 % der Fälle gegen jemanden, der sein Geld einfach sofort komplett investiert hat (Buy-and-Hold)

Welche Relevanz hat das eigentlich für seine festgelegten Ziele und die daraus abgeleitete Asset Allocation? Es wird immer ein Szenario geben, das im Nachhinein „besser“ abschneidet. Die entscheidende Frage ist doch vielmehr passt die gewählte Asset Allocation zum Investor, seinen Zielen und seiner Risikotragfähigkeit? Beck ist ein Produktverkäufer, dass sollte mittlerweile jedem klar sein. 

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leviathan73
vor 11 Stunden von Autonomes:

Die Grafiken belegen mathematisch, dass Becks System auf schnelle, V-förmige Crashs konzipiert ist (Buy-the-Dip für die Investitionsreserve). Erhöht man beispielhaft diese Investitionsreserve zahlt man proportional drauf. Selbst ein „Gott-Investor“, der historisch immer perfekt den absolut tiefsten Punkt eines Crashs traf, verliert in über 70 % der Fälle gegen jemanden, der sein Geld einfach sofort komplett investiert hat (Buy-and-Hold)

Da magst Du recht haben. Was ist aber, wenn das Endvermögen nach x Jahren bei einer unterstellten Entnahme von Null nicht die maßgebliche Größe ist? Was ist, wenn man vom Depot lebt? Dann sind sowohl der max. DD und insbesondere die Zeit bis zur Erholung wesentlich. Man könnte auch über andere Proxis diskutieren. Du nimmst die Dir wichtige Messgröße und unterstellst eine allgemeingültige Aussage daraus ziehen zu können. Ich könnte für mich sagen, dass Deine Messung interessant, aber nicht zielführend ist. Ich will mit meinem Depot einen relativ sicheren und hohen Lebensstandard finanzieren. Dafür wäre Deine Messung sicher nicht das Maß der Dinge.

 

Ich kann die von @LongtermInvestoraufgeworfenen Fragen nur unterstreichen.

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Autonomes
vor 10 Stunden von leviathan73:

Da magst Du recht haben. Was ist aber, wenn das Endvermögen nach x Jahren bei einer unterstellten Entnahme von Null nicht die maßgebliche Größe ist? Was ist, wenn man vom Depot lebt? Dann sind sowohl der max. DD und insbesondere die Zeit bis zur Erholung wesentlich. Man könnte auch über andere Proxis diskutieren. Du nimmst die Dir wichtige Messgröße und unterstellst eine allgemeingültige Aussage daraus ziehen zu können. Ich könnte für mich sagen, dass Deine Messung interessant, aber nicht zielführend ist. Ich will mit meinem Depot einen relativ sicheren und hohen Lebensstandard finanzieren. Dafür wäre Deine Messung sicher nicht das Maß der Dinge.

 

Ich kann die von @LongtermInvestoraufgeworfenen Fragen nur unterstreichen.

Ja, der max. DD als auch die U-Boot-Zeiten sind dann vermutlich geringer, und ja, meine Messung sind nicht das Maß der Dinge. So einfach ist das in der Praxis nicht.

Gerade wenn du vom Depot lebst, fliegt dir die GPO-Logik mathematisch komplett um die Ohren wenn du sie falsch einschätzt.

Beispiel: Start der Entnahmephase zu Beginn der 2000er (Regime A). Es folgt ein schleichender Bärenmarkt.

Wenn du jetzt versuchst, das GPO beim privaten Nachbau klug zu steuern, passiert dir genau das:

Um den Aktienanteil zu schonen, lebst du zuerst von der Investitionsreserve.

Der Crash zieht sich über Jahre. Das GPO-Modell schaltet irgendwann verzögert in Regime C um – aber deine Reserve ist durch die monatlichen Entnahmen bereits komplett leer, weil du damit ja deinen sicheren und hohen Lebensstandard finanziert hast.

Genau dann, wenn du billig nachkaufen möchtest, ist kein Pulver mehr da. Das Modell versagt exakt im kritischen Moment deiner Eigenkapitalknappheit.

Dieses Problem lässt sich logisch nur dadurch lösen, dass man die Investitionsreserve eben nicht für Entnahmen anrührt. Dann hast du aber wieder das ursprüngliche Problem: Du musst die Aktien mitten im Tief verkaufen, realisierst dauerhafte Verluste und wir sind im Ergebnis wieder bei einem max. DD sowie U-Boot-Zeiten im Bereich des 100 % Buy-and-Hold.

Selbst wenn du das fertige GPO-Produkt kaufst, rettet dich das nicht: Da die Investitionsreserve im Regime C vollständig in Aktien umgeschichtet ist, wird bei laufenden monatlichen Entnahmen zwangsläufig die 100 %-Aktienquote angezapft – du verkaufst im Crash also die vollen Aktienanteile am Tiefpunkt.

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Sapine
vor 3 Minuten von Autonomes:

Ja, der max. DD als auch die U-Boot-Zeiten sind dann vermutlich geringer, und ja, meine Messung sind nicht das Maß der Dinge. So einfach ist das in der Praxis nicht.

Gerade wenn du vom Depot lebst, fliegt dir die GPO-Logik mathematisch komplett um die Ohren wenn du sie falsch einschätzt.

Leere Behauptung! 

vor 3 Minuten von Autonomes:

Beispiel: Start der Entnahmephase zu Beginn der 2000er (Regime A). Es folgt ein schleichender Bärenmarkt.

Wenn du jetzt versuchst, das GPO beim privaten Nachbau klug zu steuern, passiert dir genau das:

Um den Aktienanteil zu schonen, lebst du zuerst von der Investitionsreserve.

Der Crash zieht sich über Jahre.

Deine Annahmen sind hypothetisch und haben mit der Realität wenig zu tun. Wenn ich versuchen würden den GPO nachzubauen, hätte ich eine Investitionsreserve für 12,5 Jahre. Das macht für mich sowas von NULL Sinn! Daher ist das kein Modell für meine Entnahmephase und vermutlich für viele andere auch nicht. Der ist ja auch nicht für die Entnahme konstruiert sondern für Leute, denen 100 % Aktien zu viel sind. 

vor 3 Minuten von Autonomes:

Das GPO-Modell schaltet irgendwann verzögert in Regime C um – aber deine Reserve ist durch die monatlichen Entnahmen bereits komplett leer, weil du damit ja deinen sicheren und hohen Lebensstandard finanziert hast.

Wann hatten wir das letzte mal eine Flaute von mehr als 12 Jahren? Und selbst wenn Du eine so lange Flaute hast, wirst Du zu den Tiefstständen nie Aktien verkaufen müssen. 

vor 3 Minuten von Autonomes:

Genau dann, wenn du billig nachkaufen möchtest, ist kein Pulver mehr da. Das Modell versagt exakt im kritischen Moment deiner Eigenkapitalknappheit.

Vielleicht bei Dir, weil Du zu knapp kalkuliert hast. Wenn Dir 1/5 Deines Vermögens nur für wenige Jahre reicht, hast Du Defizite beim Rechnen. Entweder entnimmst Du zu viel oder Du hast zu wenig angespart, such es Dir aus. 

vor 3 Minuten von Autonomes:

Dieses Problem lässt sich logisch nur dadurch lösen, dass man die Investitionsreserve eben nicht für

Entnahmen anrührt.

Einfach sachlich falsch. Bei extrem langen Flauten (Bsp. 2000 ff) erholen sich die Aktienkurse am Ende des Zeitraums nicht innerhalb weniger Tage vom Tief zum neuen ATH. Du konstruierst hier ein Problem, was es in der Realität nicht gibt. 

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Autonomes
vor 13 Stunden von LongtermInvestor:

Welche Relevanz hat das eigentlich für seine festgelegten Ziele und die daraus abgeleitete Asset Allocation? Es wird immer ein Szenario geben, das im Nachhinein „besser“ abschneidet. Die entscheidende Frage ist doch vielmehr passt die gewählte Asset Allocation zum Investor, seinen Zielen und seiner Risikotragfähigkeit? Beck ist ein Produktverkäufer, dass sollte mittlerweile jedem klar sein. 

Ja das ist individuell abhängig vom Investor. Ich bezweifle aber dass der einfache Privatinvestor das Problem mit dem Etikettenschwindel erkennt.

Als Produktverkäufer behauptet er, über seine Investitionsreserve eine wissenschaftlich fundierte, quasi prognosefreie Markt-Ineffizienz auszubeuten. Er verkauft dem Kunden das Gefühl, im Crash ein geheimes Schutzschild zu besitzen.

In Wahrheit ist es aber ein ganz normales, defensives 80/20 Mischportfolio mit einem psychologischen Rebalancing. Wenn der Anleger die 10–20 % Cash-Quote braucht, um nachts ruhig zu schlafen – wunderbar. Dann soll man das Kind aber beim Namen nennen und nicht als exklusive Ultrastabilitäts-Wissenschaft vermarkten, die in der Realität der Entnahmephase mathematisch in sich zusammenbricht.

 

Und das dicke Ende kommt erst noch, wenn du die Gebühren anschaut.

Das Global Portfolio One verlangt für die Retail-Tranche eine TER von 0,76 % p.a. Wenn du bedenkst, dass im Normalzustand dauerhaft 20 % als Investitionsreserve unproduktiv herumliegen, bezahlst du hierfür ein hohes Management-Honorar für den risikolosen Anteil mit Staatsanleihen und Cash. 

Du finanzierst also mit satten Gebühren ein System, das dir im Bullenmarkt durch die Cash Quote die Performance bremst und dich in der Entnahmephase auch noch im Stich lässt. 

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Sapine
vor 3 Minuten von Autonomes:

Ja das ist individuell abhängig vom Investor. Ich bezweifle aber dass der einfache Privatinvestor das Problem mit dem Etikettenschwindel erkennt.

Harte Worte für eine sehr dünne Argumentation. 

vor 3 Minuten von Autonomes:

Als Produktverkäufer behauptet er, über seine Investitionsreserve eine wissenschaftlich fundierte, quasi prognosefreie Markt-Ineffizienz auszubeuten. Er verkauft dem Kunden das Gefühl, im Crash ein geheimes Schutzschild zu besitzen.

Geheimnisse? Kopfschüttel!

vor 3 Minuten von Autonomes:

In Wahrheit ist es aber ein ganz normales, defensives 80/20 Mischportfolio mit einem psychologischen Rebalancing.

So so - vielleicht liest Du noch mal nach, was Rebalancing wirklich bedeutet. 

vor 3 Minuten von Autonomes:

Wenn der Anleger die 10–20 % Cash-Quote braucht, um nachts ruhig zu schlafen – wunderbar. Dann soll man das Kind aber beim Namen nennen und nicht als exklusive Ultrastabilitäts-Wissenschaft vermarkten, die in der Realität der Entnahmephase mathematisch in sich zusammenbricht.

Bisher habe ich nur gesehen, dass Deine Mathematik zusammengebrochen ist. 

vor 3 Minuten von Autonomes:

Und das dicke Ende kommt erst noch, wenn du die Gebühren anschaut.

Das Global Portfolio One verlangt für die Retail-Tranche eine TER von 0,76 % p.a. 

Die Kritik an den Gebühren ist berechtigt. Er betont aber auch immer wieder, dass man die sich beim Eigenbau sparen kann. 

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Autonomes
vor 5 Minuten von Sapine:

Leere Behauptung! 

Deine Annahmen sind hypothetisch und haben mit der Realität wenig zu tun. Wenn ich versuchen würden den GPO nachzubauen, hätte ich eine Investitionsreserve für 12,5 Jahre. Das macht für mich sowas von NULL Sinn! Daher ist das kein Modell für meine Entnahmephase und vermutlich für viele andere auch nicht. Der ist ja auch nicht für die Entnahme konstruiert sondern für Leute, denen 100 % Aktien zu viel sind. 

Wann hatten wir das letzte mal eine Flaute von mehr als 12 Jahren? Und selbst wenn Du eine so lange Flaute hast, wirst Du zu den Tiefstständen nie Aktien verkaufen müssen. 

Vielleicht bei Dir, weil Du zu knapp kalkuliert hast. Wenn Dir 1/5 Deines Vermögens nur für wenige Jahre reicht, hast Du Defizite beim Rechnen. Entweder entnimmst Du zu viel oder Du hast zu wenig angespart, such es Dir aus. 

Einfach sachlich falsch. Bei extrem langen Flauten (Bsp. 2000 ff) erholen sich die Aktienkurse am Ende des Zeitraums nicht innerhalb weniger Tage vom Tief zum neuen ATH. Du konstruierst hier ein Problem, was es in der Realität nicht gibt. 


Wenn deine Reserve die ja nur 20 % des Depots ausmacht für 12,5 Jahre reichen soll, darfst du pro Jahr gerade einmal mickrige 1,6 % von deinem Ersparten abheben. (20 % / 12,5)

Wer so extrem vorsichtig ist, braucht überhaupt kein kompliziertes GPO-System.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor 9 Minuten von Autonomes:

Wenn deine Reserve die ja nur 20 % des Depots ausmacht für 12,5 Jahre reichen soll, darfst du pro Jahr gerade einmal mickrige 1,6 % von deinem Ersparten abheben. (20 % / 12,5)

Wer so extrem vorsichtig ist, braucht überhaupt kein kompliziertes GPO-System.

Wozu auch, wenn ich das Risiko reduzieren will, dann baue ich das selber. 

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Autonomes
vor 8 Minuten von Sapine:

Harte Worte für eine sehr dünne Argumentation. 

Geheimnisse? Kopfschüttel!

So so - vielleicht liest Du noch mal nach, was Rebalancing wirklich bedeutet. 

Bisher habe ich nur gesehen, dass Deine Mathematik zusammengebrochen ist. 

Die Kritik an den Gebühren ist berechtigt. Er betont aber auch immer wieder, dass man die sich beim Eigenbau sparen kann. 

Die Investitionsreserve schiebt einfach nur Geld nach festen Regeln hin und her. Das nennt man mathematisch regelbasiertes Rebalancing. Kein Hexenwerk, keine Markt-Ineffizienz.


Im tiefsten Crash (Regime C) hat der GPO-Fonds eine 100 % Aktienquote. Wer dann Geld entnimmt, muss Aktien am Tiefpunkt spottbillig verkaufen. Das ist ein unumstößlicher Fakt der Produktmechanik. Das viel beschworene Schutzschild ist dann einfach weg.


Schön, dass wir uns bei der teuren 0,76 % TER einig sind. Aber der private Nachbau schützt dich nicht vor den Konstruktionsfehlern.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor 2 Minuten von Autonomes:

Die Investitionsreserve schiebt einfach nur Geld nach festen Regeln hin und her. Das nennt man mathematisch regelbasiertes Rebalancing. Kein Hexenwerk, keine Markt-Ineffizienz.

Schlicht falsch! 

Zitat

Im tiefsten Crash (Regime C) hat der GPO-Fonds eine 100 % Aktienquote. Wer dann Geld entnimmt, muss Aktien am Tiefpunkt spottbillig verkaufen. Das ist ein unumstößlicher Fakt der Produktmechanik. Das viel beschworene Schutzschild ist dann einfach weg.

Vielleicht gehört die Liquiditätsreserve nicht in einen Aktienfonds? Falsches Portfolio - Fehler des Anlegers. 

Zitat

Schön, dass wir uns bei der teuren 0,76 % TER einig sind. Aber der private Nachbau schützt dich nicht vor den Konstruktionsfehlern.

Die Du erst mal nachweisen müsstest - bisher nicht gelungen. 

 

Für mich ist dieser Ausflug in eine Diskussion mit Dir damit beendet. Ich habe schlicht keinen Bock drauf, jeden Unsinn von Dir zu kommentieren. Dies hier war einfach nur exemplarisch. 

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Autonomes
vor 1 Minute von Sapine:

Wozu auch, wenn ich das Risiko reduzieren will, dann baue ich das selber. 

Hast Du dir auch mal die Selbstbauanleitung genau angesehen und genau da wird die angebliche Wissenschaft zum reinen Ratespiel:

Schwammige Vola-Regel: Beck bleibt bei den exakten Werten für den Vola-Langfristschnitt völlig unpräzise. Welcher Schätzer? Welches Zeitfenster? 

Weil die Regeln auf harten Schwellen basieren (-20 % vom 3-Jahres-Hoch), entscheidet das pure Messglück. Im Zollstreit gab es den Regimewechsel nur, wenn man das Tagestief (Low) nimmt. Beim normalen Schlusskurs (Close-to-Close) passierte gar nichts. Ob du 10 % des Depots umschichtest, ist also reiner Zufall.

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Autonomes
vor 7 Minuten von Sapine:

Schlicht falsch! 

Vielleicht gehört die Liquiditätsreserve nicht in einen Aktienfonds? Falsches Portfolio - Fehler des Anlegers. 

Die Du erst mal nachweisen müsstest - bisher nicht gelungen. 

 

Für mich ist dieser Ausflug in eine Diskussion mit Dir damit beendet. Ich habe schlicht keinen Bock drauf, jeden Unsinn von Dir zu kommentieren. Dies hier war einfach nur exemplarisch. 

Rebalancing bleibt Rebalancing, nur weil Beck es Investitionsreserve nennt, ändert das nichts an der mathematischen Mechanik.

Du sagst selbst: Vielleicht gehört die Liquiditätsreserve nicht in einen Aktienfonds? Exakt! Genau das ist die Fehlkonstruktion des GPO für jeden, der im Ruhestand vom Depot leben will. Das Produkt vermarktet sich als ultrastabil für den Vermögensaufbau und -erhalt, zwingt dich aber in der Entnahmephase zum dümmsten aller Fehler: Aktien am Tiefpunkt zu verkaufen.

Die Schwellenzufälligkeit im Zollstreit (Auslöser nur bei Tagestief Low, aber nicht beim normalen Schlusskurs Close) ist der Beweis für das Overfitting des Modells. Dass man auf diese handfesten Fakten mit Unsinn antwortet und die Diskussion beendet, erklärt mir vieles.

Gute Reise! Wenn du die nackten Zahlen meiner Backtests nicht widerlegen kannst, flüchtet du dich eben lieber zurück in die heile YouTube-Welt. Der Screenshot für die Ewigkeit ist auf jeden Fall im Kasten.

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Amnesty
vor 17 Minuten von Sapine:

Ich habe schlicht keinen Bock drauf

Ich hätte auch keinen Bock, mit einer KI zu diskutieren...

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Autonomes
vor 2 Minuten von Amnesty:

Ich hätte auch keinen Bock, mit einer KI zu diskutieren...

Da liefert man fehlerfreie Backtests abseits des Prospekt-Marketings, und es fliegen nur noch mit Flucht und KI Ausreden.

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