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Randa-Michi

Strompreise: Wo geht die Reise hin? (cum Atomstrom)

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slowandsteady

 

vor 9 Minuten von MCThomas0215:

Ein letztes Mal: Es geht nicht um den Endkundenpreis!

Der Strompreis an der Börse ist aktuell in ganz D identisch und die Stadtwerke Schongau können ihren Strom genauso gut in Norddeutschland einkaufen. Es wird quasi angenommen, dass Strom kostenlos transportiert werden kann. Egal ob der in Rostock produzierte Strom von den Rostockern Stadtwerken oder von den Schongauern Stadtwerken gekauft wurde, der Einkaufspreis ist gleich.

 

Die Netznutzungsentgelte sind dagegen aktuell noch regional unterschiedlich. Paradoxerweise benachteiligt das im Moment aber Norddeutschland die in manchen dünn besiedelten Gebieten mehr EEG als nötig ausgebaut haben, und daher jetzt höhere Entgelte für ihr Netzgebiet zahlen, dass überdimensioniert sein muss, weil der Strom regelmäßig nach Süden transportiert werden muss. Daher werden die Netznutzungsentgelte aktuell so geändert, dass sie überall gleich hoch werden und die Bayern den Netzausbau im Norden in Zukunft mitbezahlen. Ist schon beschlossen und offensichtlich auch nicht verfassungswidrig. Sollte das nicht ausreichen, kann es genauso gut aber auch sein, dass irgendwann die Gebühren in Bayern noch weiter steigen, ist nur eine simple Gesetzesänderung. Daher verstehe ich das Argument nicht und schon gar nicht was verfassungswidrig sein soll.

vor 12 Minuten von reko:

Dann solltest du dort investieren. Sonst tut es keiner.

Es wird aktuell gar kein Windrad in Bayern mehr beantragt, das liegt aber an 10h und nicht am Mangel von Investoren: Windenergie: Umstrittene Mindestabstandsregel bremst in Bayern Ausbau von Windkraft | ZEIT ONLINE 

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YingYang
vor 27 Minuten von reko:

Orkan „Zeynep“ peitscht über Bayern: Warnung vor „Gefahr für Leib und Leben“

"Sturmtief „Ylenia“: Orkanböen in Bayern (siehe Update vom 17. Februar, 8.31 Uhr).

DWD warnt weiter: Nach „Yelenia“ folgt „Zeynep“, eine Region besonders betroffen. (siehe Update vom 18. Februar, 8.24 Uhr)"

8:31 Uhr, ja wann kam der "Einbruch"? Bei mir in Bayern war es gestern Abend fast windstill..

vor 27 Minuten von reko:

 

Mag sein, dass es in Norddeutschland genügend Windstrom gab, das nützt uns in Bayern wenig. Bei Windböen könnte ich theoretisch die meiste Zeit Windstrom erzeugen. Als Windanlagenbesitzer werde ich aber nicht meine Anlage riskieren und vorsorglich rechtzeitig aus dem Wind drehen. Wenn das Reservekraftwerk dann nicht im Regelbereich ist, kann es auch kurzfristig keinen Strom liefern. Es muß keinen Windkraftausfall geben, alleine die Möglichkeit reicht aus damit man Brennstoffe verbraucht.

Die gleichen Märchen immer wieder erzählt machen sie nicht zu Fakten.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 8 Minuten von YingYang:

Die gleichen Märchen immer wieder erzählt machen sie nicht zu Fakten.

Fakt ist, es gab einen starken Einbruch der Windstromerzeugung der durch erhöhte fossile Stromproduktion kompensiert wurde und es gab Warnungen des Wetterdienstes. Märchen sind die Verschwörungstheorien, dass die Netzbetreiber unnötig Reservekraftwerke anfordern.

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reko
· bearbeitet von reko

@YingYang Willst du mal zur Kenntnis nehmen, dass man ein Kraftwerk nicht in Minuten anfahren kann und dass man vorher anfahren muß?

Als Netzbetreiber würde ich mir lieber vorwerfen lassen ein Reservekraftwerk unnötig angefordert zu haben als für einen Blackout verantwortlich zu sein.

Gäbe es eine sichere Windstromversorgung, dann gäbe es auch keine fossilen Kraftwerke. Ein Reservekraftwerk hat kein wirtschaftliches Interesse in Betrieb zu gehen, es wird fürs nichts tun bezahlt, das Anfahren verursacht nur Kosten.

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YingYang
· bearbeitet von YingYang

Wieso sollte man das auch müssen. Die Wetterprognosen sind gut genug. Ein paar Stunden reichen vollkommen.

 

Übrigens ist für heute Nachmittag wieder im Norden Orkanwarnung ausgegeben, die Bahn stellt den Betrieb in Niedersachsen ein. Und die Windprognose?

Die müsste laut dir ja in den Keller gehen. Komischerweise nicht, sondern die steigt an. Ja sowas? Orkan und der Windertrag steigt? Wie gibt´s denn das? Müssen die Betreiber nicht ihre Windräder aus dem Wind drehen?

 

Stromproduktion | Energy-Charts

 

vor 15 Minuten von reko:

Fakt ist, es gab einen starken Einbruch der Windstromerzeugung der durch erhöhte fossile Stromproduktion kompensiert wurde und es gab Warnungen des Wetterdienstes. Märchen sind die Verschwörungstheorien, dass die Netzbetreiber unnötig Reservekraftwerke anfordern.

Die Warnung des Wetterdienstes bezog sich nicht auf den Zeitraum, als der Windertrag eingebrochen ist! Gestern Abend war schlicht der Orkan durch. Deshalb weniger Windertrag.

Stell dir vor: Es weht weniger Wind und dadurch wird weniger Windstrom erzeugt.

 

Übrigens ist der Windstrom um rund 20GW eingebrochen. Die fossilen Kraftwerke wurden aber gar nicht hochgefahren. Warum? Weil man dick Überschüsse produziert hat und nach Frankreich teuer verkauft hat.

Jede Prognose hat diesen "Einbruch" vorhergesehen. Es kam genau wie vorhergesehen. Es musste keine "Reserve" in Höhe von 10GW vorgehalten werden. Das ist schlicht humbug.

 

Gibt es eigentlich noch eine Entschuldigung für die dreißte Lüge, gestern hätte es keinen Windstrom und keinen Solarstrom gegeben?

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady

Volatile but predictable: Forecasting renewable power generation

Zitat

Exact figures on deviations are hard to come by, but for its control area in north-eastern Germany 50Hertz currently deals with an average deviation of 2-4 percent for wind power and 5-7 percent for PV on the day-ahead forecasts (RMS error).

Übrigens fallen auch fossile Kraftwerke oder Atomkraftwerke immer mal wieder ungeplant aus. Das sind dann zwar seltenere, aber deutlich größere prozentuale und vor allem unvorhergesagte Schwankungen. Das alle Windräder in Deutschland gleichzeitig ausfallen, wird dagegen nicht passieren.

 

Und wenn das passiert, dann braucht man eben ein Reservekraftwerk, dafür ist es da. Vielleicht musste das Reservekraftwerk im Schongau (mit übrigens lächerlicher Leistung) am 13.2 ja auch angeschalten werden, weil spontan ein anderes fossiles Kraftwerk in der Nähe ausgefallen ist? Das geht aus deinem Artikel nicht hervor.

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reko

Es gibt einen Einspeisevorrang für Wind- und Solarstrom. Wenn fossile Kraftwerke Strom liefern, dann weil Wind und Sonne es nicht können.

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slowandsteady
vor 4 Minuten von reko:

Es gibt einen Einspeisevorrang für Wind- und Solarstrom. Wenn fossile Kraftwerke Strom liefern, dann weil Wind und Sonne es nicht können.

Und? Dafür brauche ich aber keine Reservekraftwerke, solange ich das im Voraus weiß. Die Sonne hört nicht spontan auf zu scheinen genauso wenig wie eine Flaute überraschend kommt. Ohne Speicher werden wir wohl immer fossile Kraftwerke brauchen, aber aktuell ist jede Stunde, in der die Sonne scheint und daher kein Gaskraftwerk läuft, besser für die CO2-Bilanz und aktuell auch besser für den Strompreis. 

vor 6 Minuten von reko:

Es gibt einen Einspeisevorrang für Wind- und Solarstrom.

Nur bei alten oder kleinen PV-Anlagen. Sämtliche neue (große) PV-Anlagen und Windräder können vom Netzbetreiber jederzeit abgeschalten werden. Eine Vergütung ist unabhängig von der Einspeisung und selbst diese wird bei Direkvermarktung eben nicht mehr garantiert sondern ist das Risiko des Anlagenbetreibers.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 4 Minuten von slowandsteady:

. Sämtliche neue (große) PV-Anlagen und Windräder können vom Netzbetreiber jederzeit abgeschalten werden.

Mit weitgehender Erstattung des Ertragsausfalls. Wird man nur machen, wenn andernfalls das Netz zusammenbricht.

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Ramstein
· bearbeitet von Ramstein
vor 19 Minuten von reko:

Es gibt einen Einspeisevorrang für Wind- und Solarstrom. Wenn fossile Kraftwerke Strom liefern, dann weil Wind und Sonne es nicht können.

Das ist so falsch. Die fossilen Kraftwerke können mittlerweile zwar etwas besser geregelt werden, aber einfach so abschalten lassen sie sich nicht. Sie produzieren auch, wenn wir 100% durch erneuerbaren Strom decken können. Was also passiert: Wir exportieren den nicht gebrauchten Strom (auch aus nuklearen und fossilen Kraftwerken) zu Ramschpreisen in die Schweiz, die pumpen Wasser hoch, und wenn wir Strom brauchen, kaufen wir den jetzt grünen Strom deutlich teurer zurück.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 16 Minuten von Ramstein:

Das ist so falsch. Die fossilen Kraftwerke können mittlerweile zwar etwas besser geregelt werden, aber einfach so abschalten lassen sie sich nicht. Sie produzieren auch, wenn wir 100% durch erneuerbaren Strom decken können. Was also passiert: Wir exportieren den nicht gebrauchten Strom (auch aus nuklearen und fossilen Kraftwerken) zu Ramschpreisen in die Schweiz, die pumpen Wasser hoch, und wenn wir Strom brauchen, kaufen wir den jetzt grünen Strom deutlich teurer zurück.

Das habe ich die ganze Zeit versucht klarzumachen. Man muss thermische Kraftwerk im Regelbereich halten oder ganz abschalten (Mindestlast 20 .. 50%). Es dauert u.U. Tage bis sie an/abgefahren sind, dabei wird CO2 emittiert ohne Strom abzugeben. 

Das sind Randbedingungen, die man mit nicht vorhandenen Stromspeichern entschärfen könnte. Solange wir die Speicher nicht haben müssen wir die Strombilanz in jeder Sekunde ausgleichen.

 

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YingYang
· bearbeitet von YingYang
vor 17 Minuten von Ramstein:

Das ist so falsch. Die fossilen Kraftwerke können mittlerweile zwar etwas besser geregelt werden, aber einfach so abschalten lassen sie sich nicht. Sie produzieren auch, wenn wir 100% durch erneuerbaren Strom decken können. Was also passiert: Wir exportieren den nicht gebrauchten Strom (auch aus nuklearen und fossilen Kraftwerken) zu Ramschpreisen in die Schweiz, die pumpen Wasser hoch, und wenn wir Strom brauchen, kaufen wir den jetzt grünen Strom deutlich teurer zurück.

Import aus der Schweiz 2021: 311 Mio. EUR (4,01TWh, macht einen Preis von 77 Mio. EUR je TWh)

Export in die Schweiz 2021: 1.395 Mio. EUR (14,75 TWh, macht einen Preis 94,6 Mio. EUR je TWh)

Aussenhandelsstatistik | Energy-Charts

 

Also wir verkaufen den Strom in die Schweiz teuerer, als wir ihn zurück kaufen. Soviel zu "verramschen" und "deutlich teuerer zurückkaufen"

 

Ich frage mich ernsthaft wie Leute sowas droppen ohne sich auch nur einmal halbwegs darüber informiert zu haben, ob das tatsächlich stimmt. So viel Vertrauen in die eigene Bubble kann man doch gar nicht haben.

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slowandsteady
vor 5 Minuten von reko:

Das habe ich die ganze Zeit versucht klarzumachen. Man muss thermische Kraftwerk im Regelbereich halten oder ganz abschalten. Es dauert u.U. Tage bis sie an/abgefahren sind, dabei wird CO2 emittiert ohne Strom abzugeben.

Das sind Randbedingungen, die man mit nicht vorhandenen Stromspeichern entschärfen könnte. Solange wir die Speicher nicht haben müssen wir die Strombilanz in jeder Sekunde ausgleichen.

Und ich habe die ganze Zeit gesagt, dass nicht die Erzeuger das Problem sind, sondern zu wenig Netzausbau (um die schwankende Erzeugung über Länder hinweg zu mitteln) und fehlende Anreize für Speicher. Offensichtlich kann man das deutsche Stromnetz durch Regelung aktuell noch stabil halten, also scheint der noch kein wirtschaftlicher Bedarf für große Speichermöglichkeiten notwendig.

Kann sich ändern wenn wir weiter zubauen, aber wir müssen nicht erst alle Speichermöglichkeiten bauen, bevor die Erzeuger gar nicht da sind.

vor 6 Minuten von reko:

Wir exportieren den nicht gebrauchten Strom (auch aus nuklearen und fossilen Kraftwerken) zu Ramschpreisen in die Schweiz, die pumpen Wasser hoch, und wenn wir Strom brauchen, kaufen wir den jetzt grünen Strom deutlich teurer zurück.

Ich sehe da kein Problem. So funktioniert Marktwirtschaft. Die Schweizer haben halt bessere geographische Voraussetzungen für Pumpspeicherkraftwerke bzw. bauen sogar noch neue. Und Pumpspeicherkraftwerke sind nunmal die mit Abstand billigsten und vom Wirkungsgrad effizientesten Speicher um Schwankungen über wenige Tage auszugleichen.

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YingYang
· bearbeitet von YingYang
vor 9 Minuten von slowandsteady:

Ich sehe da kein Problem. So funktioniert Marktwirtschaft. Die Schweizer haben halt bessere geographische Voraussetzungen für Pumpspeicherkraftwerke bzw. bauen sogar noch neue. Und Pumpspeicherkraftwerke sind nunmal die mit Abstand billigsten und vom Wirkungsgrad effizientesten Speicher um Schwankungen über wenige Tage auszugleichen.

Bitte nicht die fakenews auch noch bestätigen! Siehe oben.

 

Auch Frankreich mit seinem hochsubventioniertem "stabilen" Atomstrom kauft von uns den Strom teuerer ein, als es ihn uns wieder verkauft:
 

Import aus Frankreich: 776 Mio. EUR (9,49 TWh) = 81,77 Mio. EUR je TWh

Export nach Frankreich: 287 Mio. EUR (3,36 TWh) = 85,42 Mio. EUR je TWh

 

Wenn man sich die Zahlen so anschaut, verstehe ich auch warum nicht schon längst dicke Speiche gebaut werden. Es ist viel lukrativer das Ausland als Speicher zu nutzen.

Ökologisch komplett unsinnig, aber wirtschaftlich sinnvoll.

 

In Summe D letztes Jahr:

5,34 Mrd. EUR eingenommen aus Exporten (61,99 TWh) = 86,14 Mio. EUR je TWh

3,93 Mrd. EUR ausgegeben für Importe (47,02 TWh) = 83,58 Mio. EUR je TWh

 

Der teuere Verkauf von Strom ans Ausland ist ein relevanter Wirtschaftszweig geworden.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 11 Minuten von slowandsteady:

Kann sich ändern wenn wir weiter zubauen, aber wir müssen nicht erst alle Speichermöglichkeiten bauen, bevor die Erzeuger gar nicht da sind.

Hätte man genügend schnellen Speicher um mindestens die Anfahrdauer der Reservekraftwerke abzupuffern, dann bräuchte man sie nicht prophylaktisch anfahren.

Auch mit einen europäischen Kupferplattennetz (das niemand bezahlen kann) ist man vor Dunkelflauten nicht sicher und braucht Backupkraftwerke.

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odenter
· bearbeitet von odenter

Als Endverbraucher der von Strom keine Ahnung hat, abgesehen davon das er aus der Steckdose kommt und für ein Kribbeln sorgt wenn man bei Modelleisenbahnen was falsch macht, glaube ich an die Energiewende nicht. Die Gründe dafür sind relativ einfach.

Bisher kann niemand die Frage beantworten wo der Strom, bei tendenziell steigendem Bedarf herkommen soll. Es gibt zwar Ideen auf welche Art er erzeugt werden könnte. Aber wo und wie das umgesetzt wird steht in den Sternen und soll "nur" beschleunigt geplant werden. Effizienz verbessern ist auch so ein Thema. Ja ist toll. Machen!

Aber wir haben die Effizienz an so vielen Stellen verbessert und der Bedarf steigt trotzdem weiter.

Als Bürger verstehe ich also das wir eigentlich noch gar nicht wissen was wir wie machen wollen. 

 

Die Verkehrswende von der ständig fabuliert wird ist nur ein weiteres Thema, was die Beantwortung der Fragen zur Energiewende nur noch verkompliziert. Im übrigen hat die für Verkehr zuständige Senatorin in der Stadt in der ich lebe geäußert Sie sieht den Staat nicht in der Verantwortung für eine Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge zu sorgen. Weil die wollen eine Mobilitätswende und nicht eine Antriebsart durch eine andere ersetzen. Ja gut das ich die nicht gewählt habe.

 

Und natürlich hoffe ich auf den technologischen Fortschritt usw. aber naja er ist halt noch nicht da. Und statt wie seit Jahrzehnten zu fordern Geld in die Bildung zu pumpen machen wir das halt seit Jahrzehnten auch nicht. Wie soll der technische Durchbruch denn da erreicht werden. Für mich als 0815 Bürger passt das vorne und hinten alles nicht zusammen. Aber viele Leute sind damit beschäftigt. Das ist doch auch was tolles.

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YingYang
vor 1 Minute von odenter:

Als Endverbraucher der von Strom keine Ahnung hat, abgesehen davon das er aus der Steckdose kommt und für ein Kribbeln sorgt wenn man bei Modelleisenbahnen was falsch macht, glaube ich an die Energiewende nicht. Die Gründe dafür sind relativ einfach.

Bisher kann niemand die Frage beantworten wo der Strom, bei tendenziell steigendem Bedarf herkommen soll. Es gibt zwar Ideen auf welche Art er erzeugt werden könnte. Aber wo und wie das umgesetzt wird steht in den Sternen und soll "nur" beschleunigt geplant werden. Effizienz verbessern ist auch so ein Thema. Ja ist toll. Machen!

Aber wir haben die Effizienz an so vielen Stellen verbessert und der Bedarf steigt trotzdem weiter.

Als Bürger verstehe ich also das wir eigentlich noch gar nicht wissen was wir wie machen wollen. 

 

Die Verkehrswende von der ständig fabuliert wird ist nur ein weiteres Thema, was die Beantwortung der Fragen zur Energiewende nur noch verkompliziert. Im übrigen hat die für Verkehr zuständige Senatorin in der Stadt in der ich lebe geäußert Sie sieht den Staat nicht in der Verantwortung für eine Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge zu sorgen. Weil die wollen eine Mobilitätswende. Ja gut das ich die nicht gewählt habe.

 

Und natürlich hoffe ich auf den technologischen Fortschritt usw. aber naja er ist halt noch nicht da. Und statt wie seit Jahrzehnten Geld in die Bildung zu pumpen machen wir das halt seit Jahrzehnten halt auch nicht. Wie soll der technische Durchbruch denn da erreicht werden. Für als 0815 Bürger passt das vorne und hinten alles nicht zusammen.

Du glaubst nicht an die Energiewende, weil du nicht siehst wie die umgesetzt werden soll (wobei es da recht konkrete Maßnahmen gäbe, die tun weh sicherlich, aber möglich wäre es)

Du glaubst aber auch nicht an den technologischen Fortschritt der das Problem löst.

 

Also was ist deine Lösung? Weiter wie bisher und jedes Jahr die 20 Mrd. Fluthilfe einfach per Dauerauftrag und Inflationsanpassung überweisen?

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odenter
· bearbeitet von odenter
vor 6 Minuten von YingYang:

Du glaubst nicht an die Energiewende, weil du nicht siehst wie die umgesetzt werden soll (wobei es da recht konkrete Maßnahmen gäbe, die tun weh sicherlich, aber möglich wäre es)

Du glaubst aber auch nicht an den technologischen Fortschritt der das Problem löst.

 

Also was ist deine Lösung? Weiter wie bisher und jedes Jahr die 20 Mrd. Fluthilfe einfach per Dauerauftrag und Inflationsanpassung überweisen?

Ich glaube die Mehrheit der Bevölkerung will keine Maßnahmen die es gäbe aber wehtun. ;) Deshalb glaube ich nicht daran. Es wäre theoretisch auch möglich den Import von Erdöl auf 0 zu reduzieren. Wollen wir aber auch nicht.

Ich glaube nicht an den Willen das Problem durch technologischen Fortschritt zu lösen. An technologischen Fortschritt glaube ich schon. 

Ich habe keine Lösung. Ich muss aber auch keine liefern. Die Fluthilfe hat damit ja nun wenig zu tun.

 

Die 20 Mrd. müssen ja so oder so inkl. Inflationsanpassung bezahlt werden. Völlig egal was wir machen. Der Klimawandel hört ja nicht auf nur weil in DE Windräder und PV-Anlagen aufgestellt werden. Und in dem Zusammenhang. Ich glaube auch nicht das wir nur allen zeigen müssen das es geht. ;) und wie es geht.

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reko
· bearbeitet von reko

Es dürfte klar sein, dass ein Blackout in Deutschland nicht nur extrem teuer sondern auch das globale Aus für die Energiewende und alle CO2 Ziele sein würde.

Ich bin gespannt wie viel Risiko man hier in Kauf nimmt.

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slowandsteady

 

vor 17 Minuten von reko:

Hätte man genügend schnellen Speicher um mindestens die Anfahrdauer der Reservekraftwerke abzupuffern, dann bräuchte man sie nicht prophylaktisch anfahren.

Daher: Anreize schaffen, dass Speicher ausgebaut werden. Überspitzt: Das Ahrtal wieder neu aufbauen war wahrscheinlich genauso teuer wie vorne einen Damm hinbauen und einmal volllaufen lassen. Ist halt nur politisch nicht durchsetzbar (und würde Enteignungen voraussetzen, die zum "Wohl der Gemeinschaft" aber ok wären).

vor 20 Minuten von reko:

Auch mit einen europäischen Kupferplattennetz (das niemand bezahlen kann) ist man vor Dunkelflauten nicht sicher und braucht Backupkraftwerke.

Das bestreitet niemand. Für saisonale Speicher mit Ladezyklus von 1/Jahr lohnt sich weder Batterie noch Pumpspeicher - hier braucht man andere Ansätze. Tendenziell kommt eine transnationale Dunkelflaute über 48h oder länger aber nur sehr selten vor. Außerdem weiß man sie - wie ich oben dargelegt hat - auch schon im Voraus.

 

Aber auch eine Dunkelflaute von 1 Woche wird sich 1) über den Preis regeln lassen - es gibt immer ein paar Großverbraucher die dann bei hohen Strompreisen freiwillig ein paar Tage lang abschalten können und 2) hat man schon einen riesigen potenziellen Langzeitspeicher in Form vom Gasnetz/speichern, man braucht nur noch Power2Gas-Anlagen für die Zeiten mit Überschuss.

vor 12 Minuten von odenter:

Ich glaube die Mehrheit der Bevölkerung will keine Maßnahmen die es gäbe aber wehtun. ;)

Teuer wird es so oder so. Die Frage ist nur, ob wir die Schäden vom Klimawandel oder die vom Umbau bezahlen wollen. Außerdem ist es ein gutes Konjunkturprogramm und Windkraft ist aktuell noch eine Sparte, wo die Deutschen noch einigermaßen mithalten können, auch wenn auf gutem Weg sind, unsere letzten paar Windkraft-Hersteller gerade alle insolvent gehen/abwandern zu lassen wie wir es davor auch schon mit den PV geschafft haben.

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reko
vor 5 Minuten von slowandsteady:

Überspitzt: Das Ahrtal wieder neu aufbauen war wahrscheinlich genauso teuer wie vorne einen Damm hinbauen und einmal volllaufen lassen.

Für einen Pumpspeicher braucht man 2 Seen und die Speicherkapazität in Deutschland würde sich wohl um wenige Sekunden erhöhen. Es gibt nicht mal theoretisch eine Möglichkeit mit Pumpspeichern einen signifikanten Anteil unseres Speicherbedarfs zu decken auch nicht mit Pumpspeichern in der Schweiz und in Norwegen.

Es gibt dazu auch eine Studie.

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odenter
vor 13 Minuten von slowandsteady:

Teuer wird es so oder so. Die Frage ist nur, ob wir die Schäden vom Klimawandel oder die vom Umbau bezahlen wollen. Außerdem ist es ein gutes Konjunkturprogramm und Windkraft ist aktuell noch eine Sparte, wo die Deutschen noch einigermaßen mithalten können, auch wenn auf gutem Weg sind, unsere letzten paar Windkraft-Hersteller gerade alle insolvent gehen/abwandern zu lassen wie wir es davor auch schon mit den PV geschafft haben.

Ist für mich keine Frage sondern völlig klar. Es müssen natürlich beide bezahlt werden, da man scheinbar den Umbau will. 

Nur mit dem Umbau fallen ja nicht die Kosten durch Schäden sofort weg. Also vielleicht irgendwann in der Zukunft wenn die ganze Welt auf regenerative Energien umgestellt hat und einige Zeit um den Globus gegangen ist und sich das Klima "erholt" hat. Vielleicht ab dem Jahr 2100? Keine Ahnung, ist auch egal.

 

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slowandsteady

  

vor 4 Minuten von reko:

Für einen Pumpspeicher braucht man 2 Seen und die Speicherkapazität in Deutschland würde sich wohl um wenige Sekunden erhöhen.

Pumpspeicherleistung ist laut Wikipedia aktuell etwa 7 GW und die Speicherkapazitäten reichen täglich für 4–8 Stunden Dauerbetrieb. Pumpspeicher eignen sich aber optimal, um schwankende Erzeugung zu regeln und Intraday auszugleichen. Optimalerweise werden sie nachts (geringer Verbrauch) und mittags (hohe Erzeugung von PV) gefüllt und früh/abends geleert. Aktuell sind sie aber wie weiter oben schon erwähnt absolut unrentabel - das sollte dringend geändert werden. Für längere Speicherung sind Pumpspeicher denkbar schlecht. 

 

Hier benötigt man andere Ideen wie Power2Gas und Bedarfsmanagement: Vllt. kann ich ja in Zukunft abends beim Einstecken wählen ob ich mein E-Auto jetzt sofort für XX/kWh oder irgendwann in den nächsten 24h für Y/kWh vollmachen will. Das muss natürlich vollautomatisch und mit einem Hersteller-einheitlichen Standard passieren, beides ist aktuell nicht der Fall.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 4 Minuten von slowandsteady:

Vllt. kann ich ja in Zukunft abends beim Einstecken wählen ob ich mein E-Auto jetzt sofort für XX/kWh oder irgendwann in den nächsten 24h für Y/kWh vollmachen will.

oder man läd sein E-Auto im nächsten Sommer. Die täglichen Schwankungen sind Kinderkram. Das Problem sind nicht die GW sondern die TWh.

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 3 Minuten von reko:

Das Problem sind nicht die GW sondern die TWh.

Was das Gasnetz jetzt schon kann, siehe "Langzeitspeicher" hier: Dunkelflaute – Wikipedia

Zitat

Für den Fall, dass die gesamte benötigte Jahreshöchstlast in Deutschland in Höhe von 85 GW vollständig mit grundlastfähigen Gasturbinenkraftwerken abgesichert würde, würden sich die Stromkosten um ca. 0,5 ct/kWh erhöhen.[30] Da dieser Weg durch den recht geringen Wirkungsgrad der Energiekette Strom – Wasserstoff/Methan – Strom mit recht hohen Energieverlusten behaftet ist, was wiederum zu einem Mehrbedarf an Windkraft- und Photovoltaikanlagen führt, sollte ein zukünftiges Energiesystem so ausgelegt sein, dass nur ein geringer Langfristspeicherbedarf besteht.

Es ist nicht so, dass das eine das andere ausschließt - wir brauchen alle Speicher, egal ob kurzfristig oder langfristig. Und dafür sehe ich aktuell keine guten Regelungen - die Regierung sollte diese anpassen, damit mittelfristig keine Marktverzerrungen entstehen.

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