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Madame_Q

Das (einfache) Depot von Madame_Q

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

Lange habe ich überlegt, ob es Sinn macht, mein/unser (da Ehemann mit an Bord ist) Depot hier nochmal extra vorzustellen.

Zuerst dachte ich, dass es kaum Sinn macht, da es im Endeffekt zu 99% einfach der Performance des Arero-Fonds entsprechen wird.

 

Auf der anderen Seite ist vielleicht für einige interessant, warum wir uns (nach einigen anderen Varianten davor) dann nach und nach für dieses absolut einfache Depot entschieden haben.

 

Zuerst also das Depot samt (und das ist definitiv nicht unwichtig) der Summen, die darin enthalten sind:

 

- riskanter Depotteil: 552.000 Euro (Arero Fonds) Durchschnittskaufkurs beträgt ca. 205 Euro

- risikoarmer Depotteil: 50.000 Euro (BMW Festgeld mit 1,0%)

- zusätzlich Notgroschen: ca. 16.000 Euro (Girokonto und Bargeld)

 

Zählt man den Notgroschen nicht zum eigentlichen Depot, ergibt sich im Moment eine Verteilung von ca. 8% RK1 und 92% RK3.

Sobald das BMW Festgeld fällig ist, wird dieses Geld ebenfalls in den Arero investiert, so dass wir letztendlich tatsächlich bei vollen 100% RK3 landen.

Wer meine Posts gelesen hat, weiß, dass der größte Teil des Geldes aus einem Erbe stammt.

Auch die sonstigen Rahmendaten sind absolut nicht unwichtig für unsere Entscheidung:

 

- eigene Immobile ist abbezahlt

- monatliche Sparrate beträgt im Schnitt ca. 1000-1200 Euro (sofern sich hier 10.000 Euro angesammelt haben, wird es auch wieder dem Arero-RK3 zugeführt und das gänzlich ohne Market-Timing)

 

Nun ist es nicht so, dass mein Mann und ich Leute sind, die bereit sind, höchstes Risiko zu gehen. Wieso ergibt sich also ein 100% RK3-Teil für unser Depot?

Die Begründung liegt hier in folgenden Punkten:

 

1. Wir werden das angelegte Geld bei normalem Lebensverlauf (kein Unglück usw.) kaum mehr benötigen bzw. nur in der Rente vielleicht einen kleinen Teil.

2. Schuldenfreiheit

3. Unsere Sparrate ermöglicht uns weiterhin viel Spielraum für zukünftige, größere Ausgaben.

4. Sollte über den Notgroschen/die Sparrate hinaus aus irgendeinem Grund ein größerer Batzen Geld nötig sein, kann man diesen jederzeit aus dem Arero entnehmen, ohne, dass dessen Gesamtsituation dramatisch beeinträchtigt wird (30.000 Euro aus 400.000-600.000 entnehmen, wirkt sich, egal zu welchem Zeitpunkt, kaum spürbar auf die Performance aus).

5. Das Produkt in RK3 ist nicht so risikoreich wie 100% Aktien. Zwar bekleckert sich der Arero seit Auflegung in Sachen Performance nicht mit übermäßigem Ruhm (was aber seine Gründe hat, wenn man die Entwicklungen der einzelnen Komponenten analysiert). Er ist aber als 1-Fonds-Lösung in unseren Augen einigermaßen gut auf jegliches, kommende Szenario vorbereitet. Die 30% Teilfreistellung und das automatische Rebalancing innerhalb des Fonds finden wir außerdem sehr vorteilhaft.

6. Letztendlich ist unser Depot so simpel aufgestellt, dass es kaum einfacher geht. Wir haben einen großen Topf (Arero), in den jederzeit kostenlos Ein- und Auszahlungen erfolgen können und daneben nur das übliche Girokonto. Die Zeiten von Tages- und Festgeldhopping sind vorbei. 99% des Vermögens stecken in Sondervermögen und die Frage nach RK1 (welche meinerseits in einem anderen Thread ja diskutiert wurde), hat sich in Luft aufgelöst.

 

So - nun noch kurz zur auch so wichtigen, psychologischen Komponente (wie viel Buchverlust hält man aus).

Mein Mann und ich haben uns darüber sehr viele Gedanken gemacht.

Wir rechnen im schlimmsten Szenario (ausgehend vom Kaufkurs) mit einem vorübergehenden Buchverlust von ca. 30% beim Arero und damit mit 150 bis 200t Euro minus.

Betrachtet man nur die Euro-Zahlen, kann einem übel werden. Betrachtet man, dass selbst dann noch 400-450t übrig sind, die weiter immer mehr werden durch Sparen, dann ist das schon erträglicher. Was außerdem noch helfen kann: Nicht ständig die Kurse beobachten, sondern einfach nur 1-2x im Jahr reinschauen und selbst das wäre nicht nötig, da wir keinerlei Rebalancing machen müssen.

 

Unterm Strich muss man ganz eindeutig sagen:

Gerade, weil es so viel Geld ist, können wir so viel RK3 nehmen (so unsere Sichtweise), denn selbst im schlimmsten Szenario werden wir immer noch genug Geld übrig haben.

 

So. Mehr fällt mir im Moment nicht ein.

Vielleicht ergänze ich noch etwas, sofern mir etwas sinnvoll erscheint.

Fragen dürft ihr gerne alles, was ihr wollt.

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Schwachzocker
Posted
vor einer Stunde von Madame_Q:

...

Nun ist es nicht so, dass mein Mann und ich Leute sind, die bereit sind, höchstes Risiko zu gehen. Wieso ergibt sich also ein 100% RK3-Teil für unser Depot?

Ich würde den Anleihenanteil im Arero nicht als RK3 ansehen. Jedenfalls würde ich das Risiko deutlich unter Aktien ansiedeln.

Immerhin handelt es sich um Investmentgrade Staatsanleihen in Heimatwährung. Das ist für mich der Klassiker im Risikobereich zwischen sicheren Anlagen und Aktien. Dazu zähle ich übrigens auch deutsche Staatsanleihen, wenn es keine Kurzläufer sind. Klassisches RK2.

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herbert_21
Posted

Hallo Madame_Q

 

Sehr interessant. Ich hatte ja andernorts schon mal kommentiert. Die wesentliche Frage aus meiner Sicht ist: wieviel "genug" ist genug? 

 

In seinem Buch "Global Asset Allocation" geht Meb Faber bzw. der Gastautor, Larry Swedroe ganz zum Schluss, erst im Nachwort, auf den Fall eines Paars mit 14 Mio ein. Diese wurden von einem Fondmanager etwas recht riskantes empfohlen (irgendwelche Fonds, weiß nicht welche, tut nichts zur Sache), nur um eine höhere Rendite zu erreichen. Sie verloren zwei Drittel, bis sie zu ihm kamen... 

Das Buch ist sehr empfehlenswert und preiswert erhältlich. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob's wirklich das Buch war. Der Beitrag war jedenfalls von Larry Swedroe, und hier im PDF kann ich nicht finden. Das Buch ist anscheinend auf der Website von Meb Faber gratis verfügbar.

 

"Can you ever have enough money?"

There's a worthwhile appendix at the end of Larry Swedroe and Kevin Grogan's new book Reducing the Risk of Black Swans: Using the Science of Investing to Capture Returns with Less Volatility (BAM Alliance Press), that presents a potent way to alleviate money anxiety.

https://www.forbes.com/sites/johnwasik/2014/05/30/how-much-money-is-enough/#692456cf3366

 

Zitat

Those with sufficient wealth to meet all their needs should consider that the strategy to get rich is entirely different from the strategy to stay rich.

 

The strategy to get rich is to take risks, and concentrate them, typically in one’s own business.

 

However, the strategy to stay rich is to minimize risk, diversify the risks you take and to avoid spending too much. In other words, if you have already won the game — have a large enough portfolio to meet all your needs — it’s time to change strategy and develop a new investment plan.

 

Ich sage jetzt nicht, eine halbe Mio ist genug usw. das wisst ihr selbst am besten. Und zum Produkt mag ich jetzt auch nichts schreiben, da Ihr sicher Gründe dafür habt, warum ein Arero für euch besser/einfacher ist, als ein einfacher FTSE All-World.

 

Daher meine Frage: Wann ist es genug? Was würdet ihr mit 100% Cash bis zu eurem Lebensabend machen. Warum investiert ihr überhaupt?

Wenn hier ein Vertrauen besteht, dass sich der Arero bei Kursverlusten immer wieder erholt, sehe ich null Optimierungsbedarf - alles richtig gemacht.

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Madame_Q
Posted
vor 45 Minuten von Schwachzocker:

Ich würde den Anleihenanteil im Arero nicht als RK3 ansehen. Jedenfalls würde ich das Risiko deutlich unter Aktien ansiedeln.

Immerhin handelt es sich um Investmentgrade Staatsanleihen in Heimatwährung. Das ist für mich der Klassiker im Risikobereich zwischen sicheren Anlagen und Aktien. Dazu zähle ich übrigens auch deutsche Staatsanleihen, wenn es keine Kurzläufer sind. Klassisches RK2.

Da gebe ich dir völlig recht.

Daher ist die Formulierung "Arero =RK3" etwas schwammig sagen wir mal.

Als Gesamtprodukt bildet er aber trotzdem den riskanten Teil ab.

 

Aber stimmt schon. "RK3" ist nicht so passend. "Riskanter Depotteil" ist wohl treffender. Daher hab ich es hier ja so aufgelistet:

vor 1 Stunde von Madame_Q:

- riskanter Depotteil: 552.000 Euro (Arero Fonds)

 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
Am 1.10.2020 um 15:46 von herbert_21:

Die wesentliche Frage aus meiner Sicht ist: wieviel "genug" ist genug? 

Du sagst es.

Ein sehr wichtiger Satz.

Ich weiß aber auch, dass einige hier in unserer Lage zu 100% in einen Vanguard All World investieren würden. Uns ist das zu heftig.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 18 Minuten von herbert_21:

Daher meine Frage: Wann ist es genug? Was würdet ihr mit 100% Cash bis zu eurem Lebensabend machen. Warum investiert ihr überhaupt?

Wenn hier ein Vertrauen besteht, dass sich der Arero bei Kursverlusten immer wieder erholt, sehe ich null Optimierungsbedarf - alles richtig gemacht.

100% Cash bedeutet 600t auf Bankkonten und allein das ist nicht gut (besprochen im anderen Thread).

Dabei ist es nicht mal die Inflation, die uns so stören würde.

 

Und ja...besonders beim Arero besteht SEHR Vertrauen, dass er sich immer wieder erholt, eher als bei einem 100% Aktien-ETF. Diese Wahl kostet uns zwar vermutlich einiges an Rendite, aber das ist ja logisch.

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herbert_21
Posted · Edited by herbert_21
ich

Bei den genannten Beträgen würde ich, wenn es passiv sein soll:

- Rücklage und risikoarmen Teil so lassen wie es ist (kann man nicht besser machen m.E.)

- 250k in den Vanguard All-World, 50k in Gold und den Rest (250k) auf Taggeld

 

Und ja nix optimieren, ja nix umschichten, alleine schon wegen der Steuer.

 

P.S. Ihr dürft mich jetzt lynchen ... ;-)

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Madame_Q
Posted
vor 2 Minuten von herbert_21:

Rücklage und risikoarmen Teil so lassen wie es ist (kann man nicht besser machen m.E.)

- 250k in den Vanguard All-World, 50k in Gold und den Rest (250k) auf Taggeld

Auch eine von vielen (guten) Möglichkeiten. Uns sind es zu viele Positionen/Banken.

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Kezboard
Posted

Eine Einfondslösung kann man sicherlich machen, wenn ihr euch damit wohlfühlt. Was ich allerdings nicht ganz verstanden habe, warum ihr den risikoarmen Teil auflösen wollt:

vor 3 Stunden von Madame_Q:

Sobald das BMW Festgeld fällig ist, wird dieses Geld ebenfalls in den Arero investiert, so dass wir letztendlich tatsächlich bei vollen 100% RK3 landen.

Warum keine Wiederanlage? Liegt es am Zinsniveau? Evtl. könnte man über eine Festgeldleiter mit 1-5 Jahren nachdenken. Dann hätte man nur einmal im Jahr Arbeit bei der Wiederanlage für 5 Jahre. 10-20% vom Gesamtdepot sollte dann das Zielbild sein.

 

Ansonsten: seid ihr beide fit in der Geldanlage? Was ist, wenn einer von euch verstirbt oder ihr aus Altersgründen das Depot nicht mehr führen könnt? Vermutlich machen sich die wenigsten von uns Gedanken, wer ihren über die Jahre aufgebauten "Zoo" später mal verwalten soll. Mich eingeschlossen :rolleyes:

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
Am 1.10.2020 um 17:17 von Kezboard:

Was ich allerdings nicht ganz verstanden habe, warum ihr den risikoarmen Teil auflösen wollt:

Wofür soll es gut sein, 50t sicher anzulegen bei unseren Verhältnissen?

Ob wir nun 180 oder 160t Euro maximalen Drawdown haben, ist egal.

 

Das FG war schon vor der Erbschaft angelegt mit komplett anderem Depot. Wir können da erstmal nicht raus.

Wäre es nicht so, hätten wir sofort alles in den Arero.

 

Am 1.10.2020 um 17:17 von Kezboard:

Liegt es am Zinsniveau? Evtl. könnte man über eine Festgeldleiter mit 1-5 Jahren nachdenken

Die 1% auf 18 Monate waren eine Aktion.

Ich bin/war noch nie (k)ein Freund von FG über einem Jahr (die 18 Monate waren schon etwas Ausnahme), erst recht nicht bei diesen Mickrig-Zinsen.

 

Am 1.10.2020 um 17:17 von Kezboard:

Ansonsten: seid ihr beide fit in der Geldanlage? Was ist, wenn einer von euch verstirbt oder ihr aus Altersgründen das Depot nicht mehr führen könnt?

Alles geregelt.

Seit 1999 an der Börse dabei.

Kinder fast alle erwachsen und bilden schon selbst ihre Depots. Risiko-Lebensversicherungen vorhanden usw.

Schuldenfrei wurde schon erwähnt.

 

Am 1.10.2020 um 17:17 von Kezboard:

Vermutlich machen sich die wenigsten von uns Gedanken, wer ihren über die Jahre aufgebauten "Zoo" später mal verwalten soll.

Unser Zoo ist da sehr einfach und besteht eben nicht aus zig Bankkonten, Depots und Produkten. Auch das haben wir bedacht und daher diese Einfach-Variante gewählt. Geht es denn simpler für die Nachkommen, als ein Depot mit einem Produkt + Girokonto?

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hattifnatt
Posted
vor 3 Minuten von Madame_Q:
vor 12 Minuten von Kezboard:

Vermutlich machen sich die wenigsten von uns Gedanken, wer ihren über die Jahre aufgebauten "Zoo" später mal verwalten soll.

Unser Zoo ist da sehr einfach und besteht eben nicht aus zig Bankkonten, Depots und Produkten. Auch das haben wir bedacht und daher diese Einfach-Variante gewählt. Geht es denn simpler für die Nachkommen, als ein Depot mit einem Produkt + Girokonto?

Nein - und einen solchen Einwand hätte ich jetzt auch am allerwenigsten erwartet ;)

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Madame_Q
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Ich sehe, dass die meisten hier sofort verstanden haben, was der Sinn dieses Threads ist. Das freut mich.

Es geht hier nicht um Performance (-Vergleiche) zu anderen Depots usw.

 

Die Kernfrage unseres Depots war, ob man es schafft, so ein großes Vermögen so anzulegen, dass es in möglichst jedem Szenario nie total versagt und das so einfach es geht. Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass man mit Einzel-ETFs (EM-Bonds, Gold, High Yield, Immobilienfonds usw) eine noch breitere Diversifikation erreicht.

Sicherlich kennen viele auch die Videos von Andreas Beck, in dem er sein seiner Meinung nach stabilstes Portfolie vorstellt, welches aus extrem breit gestreuten Aktien-ETFs (=die Welt-AG) und einem ganz kleinen Teil Kurzläufer-Anleihen-ETFs besteht. Auch dieses Depot soll in jeglichem Szenario stand halten.

Wir glauben eben einfach, dass die Wahrscheinlichkeit, mit "nur Aktien" etwas geringer ist, jeglichem Szenario stand zu halten als mit ein paar Beimischungen. Und nochmals muss ich hier das Rebalancing erwähnen, welches ja im Arero immer statt findet. Dies sollte immer dafür sorgen, dass sich die drei Asset-Klassen über kurz oder lang gegenseitig "helfen", damit der Fonds insgesamt nie komplett abstürzt und nie wieder hoch kommt.

 

Bankeinlagen ist ja auch so ein Thema (zuerst hatten wir ja viel Geld darin).

Mehrere Konten bis 100t Euro zu halten und trotzdem irgendwie nicht 100% sicher sein zu können, ob das so 100%ig sicher ist (anderer Thread), ist für einige auch ein Thema. Wir haben nun fast alles in Sondervermögen drin und ja - auch das mag nicht 1000%ig sicher sein, aber wir halten es in Hinblick auf einen Totalausfall für sicherer als Bankeinlagen.

 

Ich bin für jeden Gedanken, der hier noch nicht aufgeführt wurde, dankbar und diskutiere gerne weiter (muss ja nicht jeder gleicher Meinung sein).

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Hansolol
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Keine teuren Hotels? Keine Weltreisen? Keine Michelin Restaurants? Irgendwas muss man mit dem Geld doch machen, oder nicht? 

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Madame_Q
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Gerade eben von Hansolol:

Keine teuren Hotels? Keine Weltreisen? Keine Michelin Restaurants? Irgendwas muss man mit dem Geld doch machen, oder nicht? 

Keine Sorge.

Wir genießen unser Leben aktuell auch so gut es geht oder anders gesagt: würden wir wollen, könnten wir nochmal 500 pro Monat mehr sparen.

Nur brauchen wir keinen 60000 Euro Wagen oder 250qm im Haus samt Pool, um glücklich zu sein. Später in Rente erst recht nicht. Nur weil jede Menge Geld da ist, muss man es nicht mit Zwang im Über-Luxus verprasseln.

Was aber Sinn hätte: Früher in Rente gehen. 

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Walter White
Posted

Das ist doch mal ein schöner Faden der zeigt, das einfach einfach einfach ist. Nicht nur empfehlenswert für Anfänger, die sich in einen ETF Zoo verstrickt haben sondern auch für diejenigen die sich fragen, ich habe nun die 100k, 200k, 500k erreicht; sollte ich höher schneller breiter werden und noch breiter streuen. Wer es einfach haben möchte so wie ihr, ist doch alles schick. Aktien sind alternativlos, von daher alles richtig gemacht.

 

Und vielleicht kommt dann irgendwann bei euch doch mal das "Zocker Gen" auf das sagt, mal schauen ob ich 20k in x Monaten/Jahren verdoppeln kann, denn ich habe ja nichts zu verlieren. Aber alles gut, wenn nicht ist das ja auch voll ok. Der eine sucht den "Kick", der andere ist genügsam, lässt alles laufen, genießt das Leben und das ist auch gut so das wir alle unterschiedlich sind. Ansonsten wäre es ja auch langweilig auf dem Parkett.

 

Meine Frau sammelt ihr Geld lieber auf dem Girokonto, mir gefällt das zwar nicht, aber ihr, und mir ist wichtig, was ihr wichtig ist. Mehr ist das nicht, leben und leben lassen.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 24 Minuten von Walter White:

Das ist doch mal ein schöner Faden der zeigt, das einfach einfach einfach ist. Nicht nur empfehlenswert für Anfänger, die sich in einen ETF Zoo verstrickt haben sondern auch für diejenigen die sich fragen, ich habe nun die 100k, 200k, 500k erreicht; sollte ich höher schneller breiter werden und noch breiter streuen. Wer es einfach haben möchte so wie ihr, ist doch alles schick.

Danke:)

Vielleicht haben wir es am Ende auch deshalb so gemacht, weil wir eingesehen haben, dass wir keine Experten sind. Man will das nicht oft zugeben, aber Einsicht hilft vielleicht doch manchmal.

 

vor 24 Minuten von Walter White:

Und vielleicht kommt dann irgendwann bei euch doch mal das "Zocker Gen" auf das sagt, mal schauen ob ich 20k in x Monaten/Jahren verdoppeln kann, denn ich habe ja nichts zu verlieren. Aber alles gut, wenn nicht ist das ja auch voll ok. Der eine sucht den "Kick", der andere ist genügsam, lässt alles laufen, genießt das Leben und das ist auch gut so das wir alle unterschiedlich sind. Ansonsten wäre es ja auch langweilig auf dem Parkett.

Haben wir schon hinter uns mit Einzelaktien usw....2000 und 2008.

Nie wieder.:D

 

vor 24 Minuten von Walter White:

Meine Frau sammelt ihr Geld lieber auf dem Girokonto, mir gefällt das zwar nicht, aber ihr, und mir ist wichtig, was ihr wichtig ist. Mehr ist das nicht, leben und leben lassen.

Auch ein Punkt.

Mit (Ehe-)Partner muss es eben für beide passen.

 

Mich hätte noch interessiert, wer hier in unserer Lage sagen würde:

 

"Ist mir zu viel Risiko mit 100% riskantem Teil trotz der Summe"

oder 

"Ich hätte die 100% voll in Aktien hinein nach dem Motto "Wenn schon, denn schon" ".

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Walter White
Posted
vor 4 Minuten von Madame_Q:

Mit (Ehe-)Partner muss es eben für beide passen.

Vielleicht bekomme ich sie ja irgendwann mal zum Arero, wenn ja dann ist Dein Faden schuld. ;)

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

Es würde mich freuen. Stück für Stück vielleicht. Es reichen ja erstmal 10% Arero aus und dann....:thumbsup:

 

Was ich noch in Bezug auf Risiko anmerken wollte:

Danken möchte ich noch @Nachdenklich für einige sehr gute Gedanken zum ganzen Thema und auch für seinen damaligen Thread hier:

Zwar haben wir den vermutlich maximal möglichen Drawdown eines Depots natürlich auch im Geiste durchgespielt und halten ihn für ein wichtiges Risiko-Maß, aber nur deshalb, weil dieses Maß die Psyche am ehesten auf die Probe stellt. Dagegen ist die Volatilität an sich in unseren Augen kein besonders gutes Mess-Instrument für Risiko. Hier widersprechen wir auch dem ansonsten sehr geschätzten Herrn Prof. Weber, der auch im neuesten Buch ständig die Sharpe Ratio und die Volatilität als Risiko-Indikator heranzieht.

Ein offenener Immobilienfonds ist ein gutes Beispiel, wie einem extrem geringe Volatilität Sicherheit vorgaukeln kann. 

Es gibt Produkte, die ewig, teils über Jahrzehnte wenig schwanken und dann in einem schlechten Szenario einbrechen wie ein Kartenhaus. Anders herum gibt es (und da hoffe ich einfach mal, dass der Arero dazu gehört) Produkte, die doch mehr schwanken, als es die Rendite vermuten lässt, aber in Extrem-Szenarien dann doch etwas besser standhalten, als man es anhand der Sharpe Ratio erwarten würde.

Ob ein Produkt 5 oder 10% nach oben und unten abweicht über unzählige Jahre, belastet die Psyche unserer Meinung nach nicht so sehr, wie ein Produkt, welches schlagartig um 40-50% einbricht.

 

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Bigwigster
Posted
vor 4 Stunden von Madame_Q:

Wir rechnen im schlimmsten Szenario (ausgehend vom Kaufkurs) mit einem vorübergehenden Buchverlust von maximal 30% beim Arero und damit mit 150-knapp 200t Euro Minus.

Schön, dass du dein Depot hier vorstellst, zum 30% Buchverlust beim ARERO hätte ich allerdings einen Einwand ;)

Bei 60% max. Drawdown bei Aktien und 60% Aktienanteil hat man alleine hierdurch schon Buchverluste von bis zu 36%. Da die Rohstoffe nicht unbedingt negativ korrelieren kann es auch mal deutlich mehr werden. Ausgehend vom oben genannten Meb Faber Buch und den ähnlichen Asset Allocations "El-Erian" und "7twelve" ist ein nominaler Drawdown von 40-45% realistisch.

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Walter White
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Ich denke mal bis Ende des Jahres darüber nach, ohne Ironie! Der alte Mann ist sehr gewissenhaft, in dem was er macht. B-)

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hattifnatt
Posted
vor 11 Minuten von Madame_Q:

Mich hätte noch interessiert, wer hier in unserer Lage sagen würde:

 

"Ist mir zu viel Risiko mit 100% riskantem Teil trotz der Summe"

oder 

"Ich hätte die 100% voll in Aktien hinein nach dem Motto "Wenn schon, denn schon" ".

Ja, hier, letzteres - die Kinder bekommen dann eben ein mehr oder weniger fettes Erbe ;)

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 29 Minuten von Bigwigster:

Schön, dass du dein Depot hier vorstellst, zum 30% Buchverlust beim ARERO hätte ich allerdings einen Einwand ;)

Bei 60% max. Drawdown bei Aktien und 60% Aktienanteil hat man alleine hierdurch schon Buchverluste von bis zu 36%. Da die Rohstoffe nicht unbedingt negativ korrelieren kann es auch mal deutlich mehr werden. Ausgehend vom oben genannten Meb Faber Buch und den ähnlichen Asset Allocations "El-Erian" und "7twelve" ist ein nominaler Drawdown von 40-45% realistisch.

Deine Bedenken sind tatsächlich berechtigt.

Warum wir grob 30% schätzen, kann ich dir zumindest erklären (ob wir richtig liegen, ist dann natürlich ein anderes Blatt Papier):

 

Der max. Drawdown wird ja immer vom absolute Top aus berechnet.

Beim Arero lag dieser bei knapp 221 Euro (Kurs).

Unser Kauf ist bei ca. 205 Euro.

30% Drawdown bei 205 Euro ergibt ca. 143 Euro.

143 Euro zu 221 Euro ergibt einen Drawdown von ca. 35%. 

Ungefähr so viel (33-35%) hat der Arero in der Finanzkrise 2008 eingebüßt an max. DD. Dies war ein Szenario, in dem ein MSCI World um knapp 60% eingebrochen ist. Das hat gezeigt, dass es klappen kann, dass sich die Rohstoffe und Anleihen gegen den Absturz der Aktien wehren können.

Sicherlich kann niemand wissen, ob die beiden anderen Asset-Klassen (Anleihen und Rohstoffe) im nächsten Crash nicht auch deutlich mit nach unten gerissen werden und dann kommen wir deinen 40-45% schon näher. 

Gewiss ist aber:

Alle drei Assetklassen werden niemals gleich tief fallen (ich behaupte sogar nicht mal zwei davon).

Das bedeutet, je tiefer es geht für Aktien, desto größer ist die Chance, dass die drei Assets weit auseinandergehen.

Daraus folgt, dass das Rebalancen nach und nach mehr Effekt hat. 

 

Es sind letztendlich grobe Schätzungen, um sich psychologisch einigermaßen auf das Schlimmste einzustellen.

Viel wichtiger ist aber, wie sehr man daran glaubt, dass sich das eigene Produkt nach einer immensen Krise wieder erholt und da sehen wir im Arero einfach extrem gute Karten und natürlich noch mehr als bei "nur Aktien". Läuft alles ungefähr historisch wie immer, werden sich auch "nur Aktien" wieder erholen. Das ist aber nicht der Punkt, weil uns rein psychologisch mit drei Assets im riskanten Teil der Glaube an eine Erholung weitaus leichter fällt. Das führt dann dazu, dass wir uns mehr trauen und das Depot auch wirklich eher voll durchhalten können. Ich halte das für nicht unwichtig. Den Siemens Diversified Growth (sehr guter Mischfonds für das Pensionsvermögen von Siemens-Angestellte) hatten wir auch sehr auf dem Schirm (waren ja auch kurz investiert mit einem Teil), aber das Vertrauen war hier trotzdem nicht so groß aufgrund der doch recht aktiven Verwaltung. Bei aktiven Produkten (und seien sie noch so günstig und diszipliniert wir z.B. die Siemens-Mischfonds) besteht immer die Gefahr, dass sich irgendetwas Elementares ändert (Fondsmanager, Ausrichtung, Strategie). Der Arero wird sehr unwahrscheinlich von seinem Prinzip abweichen. Vielleicht verbessern/ändern sie hier und da Nuancen, aber passiv wird er immer bleiben und er wird immer mehrere Assets beinhalten mit Rebalancing und 30% Teilfreistellung.

 

Betonen müssen wir nochmals, dass uns absolut klar ist, dass diese Gedankengänge uns definitiv sehr wahrscheinlich etwas Rendite kosten werden (ein Arero wird zu 90% nie so performen wie ein Vanguard All World, vermutlich nicht mal zu 2/3), aber wer weiß - vielleicht auch doch nicht so sehr, wie die meisten hier vermuten. Es weiß eben keiner, was noch kommt. 

 

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Mato
Posted · Edited by Mato

Ein wirklich einfaches Depot, keine Frage. Das Einzige, was mir auffällt: Ihr braucht das Geld weder jetzt noch später. Nur ein kleiner Teil wird vielleicht für die Rentenzeit benötigt. Insofern könnte man auch sagen, dass es weitestgehend egal ist, wie das Geld angelegt wird, denn der Großteil wird nicht benötigt. Mehr Risiko wäre demnach ohne Probleme machbar, weniger Risiko ebenfalls :-)

 

Du hattest Kinder erwähnt und darauf läuft es dann wohl letztlich hinaus. Eventuell würden die sich schon heute über ein Geldgeschenk freuen.

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Madame_Q
Posted
vor 3 Minuten von Mato:

Ihr braucht das Geld weder jetzt noch später.

Wahrscheinlich richtig.

Aber wer weiß? Sicher ist doch nix im Leben.

Warum also volles Risiko (100% Aktien) oder null Risiko (0% Aktien etc).

Ich denke, wir liegen irgendwo in der Mitte. Das ist nicht perfekt oder ideal, aber weit weg von komplett falsch.

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Madame_Q
Posted
vor 6 Minuten von Mato:

Du hattest Kinder erwähnt und darauf läuft es dann wohl letztlich hinaus. Eventuell würden die sich schon heute über ein Geldgeschenk freuen.

Sie sollen sich erst selbst ihr Leben etarbeiten mit allem Fleiß, der dazu gehört. Keine Sorge. Das Geld wird warten auf sie, bis sie soweit sind.

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