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enduro

Altersvorsorge als Besserverdiener, Riestern?

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enduro
· bearbeitet von enduro

Hallo zusammen,

 

ich mache mir gerade Gedanken über meine Altersvorsorge. Zusätzlich zur gesetzlichen Rente und einer arbeitgeberfinanzierten bAv möchte ich ggf. eine arbeitnehmerfinanzierte bAv oder einen Riester-Vertrag abschließen oder privat mit einem ETF vorsorgen. Ich würde hier gerne herausfinden und diskutieren, was in meiner Situation die "beste" bzw. am besten zu mir passende Option ist.

 

- Option 1: Entgeltumwandlung in eine bAv des Arbeitgebers, rückversichert bei der AXA. Dabei kann jedes Jahr erneut über die Teilnahme an der Umwandlung entschieden werden. Pro 1000€ umgewandelten Entgelts wird eine gewisse Rentenhöhe garantiert. Der konkrete Betrag hängt vom Alter bei der Einzahlung und vom Überschuss des Rückversicherers ab. Mein Arbeitgeber garantiert mir eine Verzinsung von 0,9% plus zusätzlich die Hälfte der prognostizierten Überschüsse des Rückversicherers. Sollten die Überschüsse größer sein, erhalte ich den entsprechenden höheren Betrag.

 

- Option 2: bAv als Direktversicherung bei der Allianz. Zur Auswahl stehen die Tarife Perspektive, Komfort Dynamik, Index Select und Invest Flex.

 

- Option 3: Riester-Vertrag bei einem beliebigen Anbieter. Bei der Allianz gibt es zu Gruppenkonditionen ebenfalls die Tarife Perspektive, Komfort Dynamik, Index Select und Invest Flex.

 

- Option 4: Selbst mit einem All-World ETF vorsorgen

 

Hier die Randbedingungen:

2.1 Alter, Familienstand, Kinder, geplanter Renteneintritt:

30, ledig, keine Kinder, Renteneintritt mit 65, also in 35 Jahren

 

2.2 Berufliche Situation / Bruttojahreseinkommen / wieviel Geld bleibt bei Abzug aller Kosten im Monat übrig

momentan noch befristet Angestellt, gut Aussicht auf Festanstellung. Bruttoeinkommen: 89206€. Momentan bleiben davon ca. 2500€ netto pro Monat übrig

 

2.3 mtl. reserviertes Kapital für Altersvorsorge insgesamt

schwierig. So viel wie nötig, um die Rentenlücke zu schließen. Den Rest stecke ich in einen ETF zur Vermögensbildung.

 

2.4 Risikotyp / Risikobereitschaft / Umgang mit Verlusten

durchschnittliche Risikobereitschaft. Umgang mit Verlusten kann ich schwer einschätzen, da ich erst kurz nach dem Corona-Dip/Crash an der Börse eingestiegen bin. Auf mein ETF-Depot schaue ich aber zur Zeit nur sehr selten.

 

2.5 bisherige Risikovorsorge / Falls nicht: Personen und Sachversicherungen im Überblick

Privathaftpflicht und BU vorhanden

 

2.6 Umfang der Absicherung (Einzelperson, Familie, Lebenspartner)

nur ich

 

2.7 bisherige Erfahrung mit Altersvorsorgeanlagen

keine

 

3. Das 3-Säulenmodell und bisherige Ansprüche

 

3.1 Gesetzliche Rente

Mein letzter Rentenbescheid bezieht sich noch auf mein Einkommen aus einer Beschäftigung an der Uni, daher ist dieser wohl nicht repräsentativ. Dort werden eine bisherige Anwartschaft auf eine Rente von 168,95€ genannt sowie 4,9416 Rentenpunkte

 

3.2 kapitalbasierende, staatlich geförderte Rente wie Riester, Rürup, Eichel

noch keine

 

3.3 Arbeitgeberfinanzierte Rente (bAV), AVWL-Zahlung möglich ?

Arbeitgeberfinanzierte bAv vorhanden. Sollte ich bis 65 so weiter verdienen wie bisher, betrüge die Rente je nach Unternehmenserfolg zwischen 319€ und 3729€

AVWL in Höhen von 26,59€ erhalte ich bei Option 2 und 3, also bei Direktversicherung und bei einem Riester-Vertrag

 

3.4 private Vorsorge aus Eigenmitteln (Lebensversicherungen, Fonds, ETFs usw. bei Fondspolicen bitte die WKN / ISIN des Fonds angeben)

Ich bespare die Vanguard Developed-World und Emerging-Markets ETFs (A12CX1/A1JX51) im Verhältnis 70/30 mit momentan 2000€ pro Monat. Derzeitiger Depotwert sind 60000€.

 

3.5 Zusammenfassung / Umrechnung in monatliches Rentenäquivalent

Traue ich mir nur bedingt zu. Nach einer groben Abschätzung käme ich auf eine gesetzliche Rente von ~2400€, sollte ich weiter wie bisher verdienen. Bei der arbeitgeberfinanzierten bAv ist die mögliche Rentenspanne sehr groß. Gehe ich von einem mittleren Wert von ~2000€ aus, ergäbe sich momentan eine Rente von ~4400€.

 

3.6 benötigte Rente und erwartete Rentenlücke nach bisheriger Kalkulation

Gehe ich von einem Bedarf von 70% meines derzeitigen Einkommens aus, komme ich auf eine Rentenlücke von ca. 400€. 

 

4. Sonstige Vermögenssituation (Wünsche und Ziele)

 

4.1 aktuelle Sparleistungen

s.o., momentan fließen 2000€ pro Monat in die ETFs. Aktueller Depotwert sind 60000€

 

4.2 Schulden (Bitte Kredithöhe, Kreditzinsen und Gesellschaft nennen)

keine

 

4.3 absehbare Investitionen und preisliche Vorstellung der Wünsche und Ziele in x Jahren (Urlaub, Auto, Wohnung, Haus)

im Moment nichts größeres geplant

 

5. Bestehende Verträge oder Angebote (Nur angeben, wenn AV Policen bestehen)

- Angebot für Option 1 (bAv bei Arbeitgeber): Bei einer monatlichen Brutto-Entgeltumwandlung von 200€ über die nächsten 35 Jahre wird eine Rente in Höhe von 340,77€ garantiert.

- Angebot für Option 2 (Direktversicherung im Tarif Komfort Dynamik): Bei der selben Umwandlung von 200€ erhalte ich zusätzlich die AVWL in Höhe von 26,59€. Insgesamt wird dann nach 35 Jahren eine Rente von 232,80€ garantiert.

- Angebot für Option 3 (Riester im Tarif Komfort Dynamik): Bei einer Netto-Einzahlung von 175€ (2100€ im Jahr) wird eine Rente von  216,32€ garantiert

 

Meine bisherigen Überlegungen:

- Wenn ich nichts übersehe, sollte die bAv beim Arbeitgeber steuerlich genau wie die Direktversicherung behandelt werden. Obwohl ich bei der bAv beim Arbeitgeber die AVWL nicht einbringen kann, ist die garantierte Rente deutlich höher, da ja die Hälfte der prognostizierten Überschüsse garantiert werden. Außerdem finde ich das Angebot wesentlich transparenter, als das der Direktversicherung.

 

- Riester könnte sich hauptsächlich wegen des Steuervorteils lohnen (Förderquote maximal 47%). Vermutlich gibt es aber bessere Tarife als den Komfort Dynamik der Allianz. Könnt ihr Einschätzen, ob sich ein "guter" Riester in meiner Situation mehr lohnt, als die bAv beim Arbeitgeber?

 

- Alles in einen ETF stecken würde ich tendneziell ungern, da ich das Langlebigkeitsrisiko absichern möchte. Sollte sich aber unter realistischen Annahmen ergeben, dass sich eine laufende Rente z.B. erst ab einer Lebenserwartung von 100 Jahren lohnt, wäre das Argument natürlich hinfällig.

 

Ich würde mich über eure Einschätzung sehr freuen. Falls ihr zu den vorhandenen Angeboten noch weitere Infomationen möchtet, kann ich die gerne nachliefern.

 

Viele Dank schon mal und viel Grüße

enduro

 

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dw_

Eine weitere Option in der gesetzlichen Rentenversicherung hast du wahrscheinlich noch nicht auf dem Schirm: Nachzahlung von freiwilligen Beiträgen für Ausbildungszeiten. Die Rentenversicherung berät dich dazu.

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hilflos

habe ich übersehen was der Arbeitgeber zur Direktversicherung dazu gibt? Dann wohl nur die gesetzlichen 15%. Dann würde ich diesen Teil kpl. vergessen. Riester ist bei den Gehalt nur Peanuts und kann man machen. Dein Renteneintritt ist 67, ev bis dahin noch später und wenn du nicht auf die 35 Jahre kommt ist nichts mit früher und mit Abschläge

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Peter23
vor 10 Stunden von enduro:

3.5 Zusammenfassung / Umrechnung in monatliches Rentenäquivalent

Traue ich mir nur bedingt zu. Nach einer groben Abschätzung käme ich auf eine gesetzliche Rente von ~2400€, sollte ich weiter wie bisher verdienen. Bei der arbeitgeberfinanzierten bAv ist die mögliche Rentenspanne sehr groß. Gehe ich von einem mittleren Wert von ~2000€ aus, ergäbe sich momentan eine Rente von ~4400€.

 

3.6 benötigte Rente und erwartete Rentenlücke nach bisheriger Kalkulation

Gehe ich von einem Bedarf von 70% meines derzeitigen Einkommens aus, komme ich auf eine Rentenlücke von ca. 400€. 

Vielleicht habe ich etwas überlesen, aber wenn Dir nur 400 € fehlen, dann kannst Du in der Tag:

vor 10 Stunden von enduro:

Alles in einen ETF stecken

Weil Dir für diese Rentenlücke doch locker so ca. 150k (400*12*30; zur Not auf 200k aufrunden) Vermögen ausreichen. Du hast jetzt schon 60k und wenn Du so weiter sparst, dann erreichst Du ohne locker die 200k. Sprich: Es gibt bei Dir mE keine Rentenlücke.

 

Ggf habe ich was übersehen, dann sorry für die vl unpassende Antwort.

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OceanCloud
· bearbeitet von OceanCloud

Man kann ja schon mal ausrechnen, was das an Rente bedeutet:

Die höchste Anzahl an Entgeltpunkten pro Kalenderjahr ist auf das Verhältnis der Beitragsbemessungsgrenze (2021: 85200) zum Durchschnittseinkommen (2021: 41541) begrenzt.

 

2021 könntest du maximal 2.05 Rentenpunkte bekommen (das Gehalt über 85200€ zählt nicht mehr zur Rente, du verdienst zu viel :-) )

2,05* 37 Jahre (du musst bis 67 arbeiten) * 34,19€ (aktueller Rentenwert) = 2593 € Rente

Um konkretere Aussagen machen zu können, ist es noch viel zu früh.

Es kann sich viel verändern jedes Jahr (Beitragsbemessungsgrenze, Durchschnittsentgeld, Erhöhung Rentenwert über Rentenerhöhungen, Gehalt).

 

Mit deiner Sparrate wirst du aber so viel Vermögen aufbauen, dass du auf die Rente fast nicht mehr angewiesen sein musst zum leben

 

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Peter23
vor 6 Minuten von OceanCloud:

Mit deiner Sparrate wirst du aber so viel Vermögen aufbauen, dass du auf die Rente fast nicht mehr angewiesen sein musst zum leben

+1

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mark89
vor 11 Stunden von enduro:

Gehe ich von einem Bedarf von 70% meines derzeitigen Einkommens aus, komme ich auf eine Rentenlücke von ca. 400€. 

Wohl eher „Lücke“, meinst du nicht? Wenn du von aktuell 4.000€+ netto 2.500€ zur Seite legst, hast du auch mit einer Rente von 2.400€ mehr als du eigentlich brauchst. 

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cjdenver
· bearbeitet von cjdenver

@endurohab ich richtig verstanden dass du bei Entgeltumwandlung in die bAV die Moeglichkeit einer Allianz RV hast, der AG aber abgesehen von den €25 VwL nix beisteuert? Da wuerde ich mir an deiner Stelle mal im Detail die Kosten des Produktes anschauen und ob das sinnvoll ist. Die Allianz ist meist eher teuer, und bei so einer minimalen AG-Foerderung weiss ich nicht ob da ueberhaupt was haengen bleibt.

 

Die AG-finanzierte bAV solltest du natuerlich mitnehmen (machst du ja wohl auch schon). Wobei mich hier der spread moeglicher Renten doch etwas verwundert, ist das auch ueber ein Allianz/AXA Produkt abgebildet? 

 

Riester waere wohl eher peanuts, aber du kannst dir ja mal eine sinnvolle Nettopolice raussuchen und schauen ob dir das gefaellt. Und wenn du da zum Steuervorteil und der Zulage noch die VwL mitnehmen kannst, ok warum nicht ;)

 

Ansonsten haben die Vorposter schon geschrieben - sieht alles locker aus. 

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enduro

Vielen Dank für die Antworten!

Schon mal eins vorneweg: Mir ist durchaus bewusst, dass meine finanzielle Situation momentan recht gut aussieht. Aber niemand kann garantieren, dass das auch in Zukunft so bleibt. Zudem wäre es schön, wenn ich im Alter oder vielleicht auch schon im mittleren Alter die Arbeitszeit reduzieren könnte. Ein weiterer Punkt ist, dass eine Rente Hartz IV sicher ist und vielleicht auch eher von einer künftigen Vermögenssteuer o.Ä. verschont bliebe. Daher würde ich gerne jetzt schon etwas Geld in eine bAv oder eben den Riester stecken.

 

Jetzt zu euren Antworten im Detail:

vor 21 Stunden von dw_:

Eine weitere Option in der gesetzlichen Rentenversicherung hast du wahrscheinlich noch nicht auf dem Schirm: Nachzahlung von freiwilligen Beiträgen für Ausbildungszeiten. Die Rentenversicherung berät dich dazu.

Ich habe mit 19 Abi gemacht und direkt im Anschluss mein Studium begonnen, das ich in knapp 5 Jahren abgeschlossen habe. Wenn ich es richtig verstehe, könnte ich dann nur für ein Jahr (als ich 16-17 war) Beiträge nachzahlen. Was würde mir das bringen? Die 35 Jahre Wartezeit hätte ich auch so mit 60 erfüllt und auf die 45 Jahre wird das eine Jahr doch sowieso nicht angerechnet? Auch die Rentenerhöhung von 70,12€ bei der Nachzahlung des Maximalbetrags (15847€) scheint mir wenig attraktiv. Übersehe ich da etwas?

 

vor 11 Stunden von hilflos:

habe ich übersehen was der Arbeitgeber zur Direktversicherung dazu gibt? Dann wohl nur die gesetzlichen 15%. Dann würde ich diesen Teil kpl. vergessen. Riester ist bei den Gehalt nur Peanuts und kann man machen. Dein Renteneintritt ist 67, ev bis dahin noch später und wenn du nicht auf die 35 Jahre kommt ist nichts mit früher und mit Abschläge

Der Arbeitgeber gibt außer dem AVWL nichts dazu. Auch nicht die 15%, da es sich um ein IG-Metall Unternehmen handelt und dort der (nicht vorhandene) Arbeitgeberzuschuss im Tarifvertrag geregelt ist. Wie gesagt, ich habe mit 25 angefangen zu "arbeiten" (Promotion, aber mit Anstellung an der Uni), daher sollten die 35 Jahre kein Problem sein.

 

vor 11 Stunden von Peter23:

Weil Dir für diese Rentenlücke doch locker so ca. 150k (400*12*30; zur Not auf 200k aufrunden) Vermögen ausreichen. Du hast jetzt schon 60k und wenn Du so weiter sparst, dann erreichst Du ohne locker die 200k. Sprich: Es gibt bei Dir mE keine Rentenlücke.

Siehe oben. Ich weiß nicht, ob ich 30 Jahre lang so weiter sparen kann, wie bisher. Zudem ist der ETF auch ehere zur allgemeinen Vermögensbildung gedacht und nicht nur zur Altersvorsorge. Vielleicht will ich in der Midlife-Crisis plötzlich einen Porsche kaufen :D. Zu Beachten ist auch, dass die AG-finanzierte bAv deutlich geringer ausfallen kann, als der Mittelwert von 2000€.

 

vor 10 Stunden von mark89:

Wenn du von aktuell 4.000€+ netto 2.500€ zur Seite legst, hast du auch mit einer Rente von 2.400€ mehr als du eigentlich brauchst. 

Ich lebe momentan noch fast wie zu Studentenzeiten, aber das kann sich ja auch ändern. Es wäre, wie oben geschrieben, ja auch schön, Arbeitszeit zu reduzieren oder früher in Rente zu gehen und trotz Abschlägen ein ausreichendes Auskommen zu haben.

 

vor 9 Stunden von cjdenver:

@endurohab ich richtig verstanden dass du bei Entgeltumwandlung in die bAV die Moeglichkeit einer Allianz RV hast, der AG aber abgesehen von den €25 VwL nix beisteuert? Da wuerde ich mir an deiner Stelle mal im Detail die Kosten des Produktes anschauen und ob das sinnvoll ist. Die Allianz ist meist eher teuer, und bei so einer minimalen AG-Foerderung weiss ich nicht ob da ueberhaupt was haengen bleibt.

Genau, es gibt die Möglichkeit zur Entgeltumwandlung bei der Allianz oder eben in die bAv des Arbeitgebers (zusätzlich zur AG-finanzierten bAv). Und ja, zu der Direktversicherung steuert der AG nichts bei. Die Gesamtkostenquote liegt, ja nach Wertentwicklung, bei 0,77-0,82%. Aufgrund der höheren Garantierente wäre aber doch die bAv beim Arbeitgeber attraktiver, oder nicht? Dann wäre die Frage nur noch, ob diese auch attraktiver als ein Riester-Vertrag wäre.

 

vor 9 Stunden von cjdenver:

Die AG-finanzierte bAV solltest du natuerlich mitnehmen (machst du ja wohl auch schon). Wobei mich hier der spread moeglicher Renten doch etwas verwundert, ist das auch ueber ein Allianz/AXA Produkt abgebildet?

Die AG-finanzierte bAv bekommt man automatisch. Der spread kommt daher, dass die Rentenhöhe relativ stark an den Unternehmenserfolg gekoppelt ist. Es handelt sich um eine Direktzusage des AG über einen CTA und entspricht keinem Allianz oder AXA-Produkt.

vor 9 Stunden von cjdenver:

Riester waere wohl eher peanuts, aber du kannst dir ja mal eine sinnvolle Nettopolice raussuchen und schauen ob dir das gefaellt. Und wenn du da zum Steuervorteil und der Zulage noch die VwL mitnehmen kannst, ok warum nicht

Das hatte ich noch vergessen: Natürlich handelt es sich bei der Riester-Rente am Ende nur um einen kleinen Zusatzbaustein. Aber da meine ggf. vorhandene Rentenlücke ja auch überschaubar sein dürfte, könnte das ganz gut passen. Ich tue mir allerdings schwer, eine "sinnvolle Nettopolice" zu finden. Bei den meisten Anbietern kann ich die Rente nicht direkt berechen lassen, sondern müsste wohl einen Beratungstermin vereinbaren. Oder nach welchen Kriterien sollte ich die Police aussuchen? Ich finde die Angebote irgendwie sehr unübersichtlich...

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Feranda
vor 45 Minuten von enduro:

Natürlich handelt es sich bei der Riester-Rente am Ende nur um einen kleinen Zusatzbaustein. Aber da meine ggf. vorhandene Rentenlücke ja auch überschaubar sein dürfte, könnte das ganz gut passen. Ich tue mir allerdings schwer, eine "sinnvolle Nettopolice" zu finden. 

Was spricht denn gegen einen ETF Rürup Vertrag? Gleiche Förderkonstellation wie Riester, nur ohne Cap und ohne Beitragsgarantie :rolleyes:.

Nettotarif Rürup mit Minimalbesparung (300€ Jähresbeitrag) und dann flexibel zuzahlen, wenns im jeweiligen Jahr passt. Und die Steuerrückerstattung ins Depot.

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Tschek
· bearbeitet von Tschek

Wenn Du vorhast etwas früher als gestzlich angedacht in Ruhestand zu gehen, dann könntest Du auch das Thema "Zeitarbeitskonto" in Betracht ziehen. Es könnte nochmal deutlich renditestärker sein, als eine klassische BAV, bei der Du dann im Alter Krankenversicherung abführen musst.

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enduro
vor 3 Stunden von Feranda:

Was spricht denn gegen einen ETF Rürup Vertrag? Gleiche Förderkonstellation wie Riester, nur ohne Cap und ohne Beitragsgarantie :rolleyes:.

Nettotarif Rürup mit Minimalbesparung (300€ Jähresbeitrag) und dann flexibel zuzahlen, wenns im jeweiligen Jahr passt. Und die Steuerrückerstattung ins Depot.

Darüber habe ich tatsächlich noch nicht nachgedacht. Die Förderkonstellation ist aber in soweit anders, als dass die 175€ Riester-Grundzulage wegfallen, oder? Aber natürlich wäre der Hauptvorteil ja die Steuerersparnis.

Wie sähe es bei einem ETF-Rürup-Vertrag denn aus, wenn kurz vor Renteneintritt ein Crash käme? Ist die Rente dann weg? Oder wird "rechtzeitig" vom Anbieter in sichere Anlagen umgeschichtet?

 

vor 3 Stunden von Tschek:

Wenn Du vorhast etwas früher als gestzlich angedacht in Ruhestand zu gehen, dann könntest Du auch das Thema "Zeitarbeitskonto" in Betracht ziehen. Es könnte nochmal deutlich renditestärker sein, als eine klassische BAV, bei der Du dann im Alter Krankenversicherung abführen musst.

 

Naja, "vorhaben" kann ich jetzt noch nicht sagen. Im Moment macht mir meine Arbeit Spaß und vielleicht will ich am Ende bis 67 arbeiten. Es wäre halt schön, zumindest die Option zu haben, vorzeitig in Rente oder Teilzeit zu gehen, ohne das das zu "müssen". Eine weitere Sache, die mir beim Zeitarbeitskonto nicht klar ist, ist die Übertragbarkeit bei Arbeitgeberwechsel. Dazu habe ich widersprüchlich Angaben im Netz gefunden. Kannst du dazu was sagen?

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Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 4 Stunden von enduro:

Ich habe mit 19 Abi gemacht und direkt im Anschluss mein Studium begonnen, das ich in knapp 5 Jahren abgeschlossen habe. Wenn ich es richtig verstehe, könnte ich dann nur für ein Jahr (als ich 16-17 war) Beiträge nachzahlen. Was würde mir das bringen? Die 35 Jahre Wartezeit hätte ich auch so mit 60 erfüllt und auf die 45 Jahre wird das eine Jahr doch sowieso nicht angerechnet? Auch die Rentenerhöhung von 70,12€ bei der Nachzahlung des Maximalbetrags (15847€) scheint mir wenig attraktiv. Übersehe ich da etwas?

Es würde Dir bringen, dass Du dann mehr Rentenpunkte hast und durch mehr Rentenpunkte bekommst Du eine höhere Rente.

vor 4 Stunden von enduro:

Siehe oben. Ich weiß nicht, ob ich 30 Jahre lang so weiter sparen kann, wie bisher. Zudem ist der ETF auch ehere zur allgemeinen Vermögensbildung gedacht und nicht nur zur Altersvorsorge. Vielleicht will ich in der Midlife-Crisis plötzlich einen Porsche kaufen :D. Zu Beachten ist auch, dass die AG-finanzierte bAv deutlich geringer ausfallen kann, als der Mittelwert von 2000€.

Es klingt trotzdem weiterhin so, als ob Du ein Problem lösen möchtest, was es eigentlich gar nicht gibt. Klar kannst Du Dir durch zusätzliche Produkte wie Riester und Rürup noch mehr garantierte Zahlungen bis Lebensende sichern. ch würde das allerdings nicht empfehlen, weil das meist teuer ist und sich nur lohnt, wenn Du wirklich sehr alt wirst. Es macht schlussendlich nur Sinn, wenn man damit ein tatsächliches Risiko vermeidet und ich bin weiterhin der Meinung, dass Du kaum ein Risiko hast. Daher kannst Du Dich mit dem restliche nGeld in Richtung Vermögensaufbau orientieren.

 

Kleine Ergänzung: Es mag sein, dass Du (ich zB nicht) es wichtig findest, dass das Thema Altersvorsorge erledigt ist, um dann genau zu wissen, dass Du alles weitere einfach verprassen kannst. Wenn dem so sein sollte, dann mach Dir doch ein Depot, was klar für die Altersvorsorge vorgesehen ist, in das Du einen monatlichen Betrag einzahlst, um ein bestimmtes Sparziel zu erreichen. Wenn Du zB der Meinung bist, dass Dir 400 € garantierte Rente fehlt, dann würde ich dafür konservativ 400*12*40 = 192.000 € vorsehen. Den Betrag kann man dann noch regelmäßig (zB alle 5 Jahre) an Inflation und/oder eine Neuberechnung der Rentenlücke anpassen. Inflationsanpassung wird bestenfalls nicht notwendig, weil der Wert auch entsprechend steigt.

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Feranda
vor 5 Minuten von enduro:

Darüber habe ich tatsächlich noch nicht nachgedacht. Die Förderkonstellation ist aber in soweit anders, als dass die 175€ Riester-Grundzulage wegfallen, oder? Aber natürlich wäre der Hauptvorteil ja die Steuerersparnis.

Wie sähe es bei einem ETF-Rürup-Vertrag denn aus, wenn kurz vor Renteneintritt ein Crash käme? Ist die Rente dann weg? Oder wird "rechtzeitig" vom Anbieter in sichere Anlagen umgeschichtet?

Der richtige Anbieter frägt ein paar Jahre vor Rentenbeginn, ob phasenweise umgeschichtet werden soll.

Alternativ kannst du jederzeit selbst umschichten oder, sollte der Rentenbeginn in einem Crash sein, die Rente einfach erst später starten lassen.

Optionen über Optionen.

Richtig, es gibt keine Zulage. Dafür sind die Kosten deutlich geringer (z.B. kein Verwaltungsaufwand mit der Zulagenstelle) und du hast keine 100% Bruttobeitragsgarantie. Heißt die Anlage kann sich auch entwickeln. Und du bist nicht auf 2100€ pro Jahr beschränkt.

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fgk
· bearbeitet von fgk
vor 2 Stunden von enduro:

Wie sähe es bei einem ETF-Rürup-Vertrag denn aus, wenn kurz vor Renteneintritt ein Crash käme? Ist die Rente dann weg? Oder wird "rechtzeitig" vom Anbieter in sichere Anlagen umgeschichtet?

 

vor 2 Stunden von Feranda:

Der richtige Anbieter frägt ein paar Jahre vor Rentenbeginn, ob phasenweise umgeschichtet werden soll.

Das hängt ja nun vom Vertrag/Anbieter ab.

 

vor 2 Stunden von Feranda:

Richtig, es gibt keine Zulage. Dafür sind die Kosten deutlich geringer (z.B. kein Verwaltungsaufwand mit der Zulagenstelle) und du hast keine 100% Bruttobeitragsgarantie. Heißt die Anlage kann sich auch entwickeln. Und du bist nicht auf 2100€ pro Jahr beschränkt.

Es gibt schon ein "Cap", zumindest was die steuerliche Berücksichtigung angeht: Aktuell €25.787 Altersvorsorgeaufwendungen, von denen die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung inkl. Arbeitgeberanteil abgezogen werden. Bei Einzahlung des Maximalbetrags in die GRV bleiben also noch knapp €10.000 für Einzahlungen in andere Versicherungen übrig, die steuerlich mit aktuell 92% berücksichtigt werden können.

 

vor 2 Stunden von enduro:

Die Förderkonstellation ist aber in soweit anders, als dass die 175€ Riester-Grundzulage wegfallen, oder? Aber natürlich wäre der Hauptvorteil ja die Steuerersparnis.

Die Einzahlungen in einen Riester-Vertrag sind demgegenüber bereits heute zu 100% absetzbar. Allerdings gibt es effektiv gar keine Riester-Zulage, wenn der Steuervorteil größer ist (die gezahlte Zulage wird von der Steuererstattung wieder abgezogen), insofern kann die Zulage hier kein Entscheidungskriterium sein.

Sobald der Steuervorteil greift, ist die Basisrente deshalb eine überlegenswerte Alternative zu Riester.

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enduro
vor 33 Minuten von Peter23:

Es würde Dir bringen, dass Du dann mehr Rentenpunkte hast und durch mehr Rentenpunkte bekommst Du eine höhere Rente.

Okay, das ist schon klar. Die Frage ist, ob es sich lohnt. Laut Stiftung Warentest (https://www.test.de/Ausbildungszeiten-Mit-Nachzahlungen-die-Rente-erhoehen-5795025-0/) würde sich die monatliche gesetzliche Rente nach heutigem Stand um 70,12€ erhöhen, wenn ich den Maximalbetrag von 15847€ nachzahle. Nach heutigem Stand müsste ich also knapp 19 Jahre Rente beziehen, bis es sich lohnt. Natürlich ist davon auszugehen, dass die Rente steigen wird, aber genauso könnte ich ja auch die 15847€ anlegen. Gehe ich für eine Überschlagsrechnung davon aus, dass die Rente genauso steigt wie meine Anlage der 15847€, sollte sich an der Dauer, ab wann sich die Rente lohnt, nichts ändern. Jetzt habe ich aber nicht berücksichtigt, dass die Rente ja versteuert werden muss und SV-pflichtig ist. Dann sieht es doch so aus, als ob sich das ganze nur bei einer sehr hohen Lebenserwartung lohnt, oder mache ich einen Denkfehler? Die Besteuerung des Gewinns bei einer privaten Anlage der 15847€ ist ja viel geringer als die der Rente.

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Feranda
vor 26 Minuten von fgk:

Das hängt ja nun vom Vertrag/Anbieter ab.

Deswegen der "richtige" Anbieter.

vor 26 Minuten von fgk:

Es gibt schon ein "Cap", zumindest was die steuerliche Berücksichtigung angeht: Aktuell €25.787 Altersvorsorgeaufwendungen, von denen die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung inkl. Arbeitgeberanteil abgezogen werden. Bei Einzahlung des Maximalbetrags in die GRV bleiben also noch knapp €10.000 für Einzahlungen in andere Versicherungen übrig, die steuerlich mit aktuell 92% berücksichtigt werden können.

Naja, rein theoretisch kann man auch mehr einzahlen :rolleyes:. Aber ja, das wäre dann das Cap. Was in der Regel mehr als nur ausreicht. 

Und bzgl. 92%, deswegen mit Mini Rürup anfangen und Jahr für Jahr individuell entscheiden ob Einzahlung Sinn macht.

vor 21 Minuten von enduro:

Okay, das ist schon klar. Die Frage ist, ob es sich lohnt. Laut Stiftung Warentest (https://www.test.de/Ausbildungszeiten-Mit-Nachzahlungen-die-Rente-erhoehen-5795025-0/) würde sich die monatliche gesetzliche Rente nach heutigem Stand um 70,12€ erhöhen, wenn ich den Maximalbetrag von 15847€ nachzahle. 

Naja, rechne doch mal, wie viel kapital zur Verfügung steht, wenn du 15847€ bis zur Rente an den Kapitalmarkt zur Seite packst. Fairerweise müsste man dann mit einer Basisrentenversicherung rechnen.

Selbst wenn ich da nur mit 5% Rendite p.a. nach Kosten rechne kommt man bei 37 Jahren Laufzeit auf knapp 100.000€ Kapital. Bei einem Rentenfaktor von 25 sind das 250€ Rente. 

Muss man jetzt kein Mathegenie sein, um festzustellen, was mehr Sinn macht.:D

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odensee
vor 39 Minuten von fgk:

Das hängt ja nun vom Vertrag/Anbieter ab.

Ich habe einen Rürup bei einem Direktversicherer. Da ist ein jährlicher Wechsel der Fonds kostenlos möglich. Habe ich vor Vertragsabschluß auch drauf geachtet. Machst du das nicht? :P

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fgk
· bearbeitet von fgk
vor einer Stunde von odensee:

Ich habe einen Rürup bei einem Direktversicherer. Da ist ein jährlicher Wechsel der Fonds kostenlos möglich. Habe ich vor Vertragsabschluß auch drauf geachtet. Machst du das nicht?

Ich persönlich habe ein Raisin Pension Rürup, dort kann ich jederzeit bei Bedarf alle Fonds wechseln und vor allem jederzeit einzahlen, ohne daß dadurch Zusatzkosten entstehen. Hier bin ich als Kunde allerdings selber fürs Ablaufmanagement verantwortlich. Bei anderen Anbietern ist es anders, bis hin zur klassischen, nicht fondsgedeckten Rentenversicherung, wo sich diese Problematik gar nicht stellt.

 

vor einer Stunde von Feranda:

Naja, rein theoretisch kann man auch mehr einzahlen

Beim Riester ja nun auch. Überzahlen ist bei der Basisrente aber noch ungünstiger als bei Riester, da die Rente zum Schluß vollständig versteuert werden muß. Es macht meistens wenig Sinn, mehr als die steuerlich zu berücksichtigten Beträge einzuzahlen.

vor einer Stunde von Feranda:

Selbst wenn ich da nur mit 5% Rendite p.a. nach Kosten rechne kommt man bei 37 Jahren Laufzeit auf knapp 100.000€ Kapital. Bei einem Rentenfaktor von 25 sind das 250€ Rente. 

Eine Fondsbasierte Rente hängt in erster Linie von der Performance der Fonds ab. 5% nach Kosten liegen sicherlich über dem Niveau der GRV.

Wir lesen hier im Forum aber immer wieder auch von Leuten, deren Rendite im negativen Bereich liegt, insofern hängt eben viel vom Auswahl der Versicherung und der Anlage dahinter ab.

Der Wert eines Rentenpunktes wird vor. auch in Zukunft noch steigen und bleibt nicht 37 Jahre lang bei €70,12.

 

vor 1 Stunde von enduro:

Natürlich ist davon auszugehen, dass die Rente steigen wird, aber genauso könnte ich ja auch die 15847€ anlegen. Gehe ich für eine Überschlagsrechnung davon aus, dass die Rente genauso steigt wie meine Anlage der 15847€, sollte sich an der Dauer, ab wann sich die Rente lohnt, nichts ändern. Jetzt habe ich aber nicht berücksichtigt, dass die Rente ja versteuert werden muss und SV-pflichtig ist. Dann sieht es doch so aus, als ob sich das ganze nur bei einer sehr hohen Lebenserwartung lohnt, oder mache ich einen Denkfehler? Die Besteuerung des Gewinns bei einer privaten Anlage der 15847€ ist ja viel geringer als die der Rente.

Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, eine höhere Rendite außerhalb der GRV zu erzielen, hängt aber eben von der gewählten Anlage ab. Da die Rente oft noch weit in der Zukunft liegt, sind die dann dort gelten Parameter wie Einkommen, aber vor allem steuerliche Regelungen, schwierig zu planen. Ich persönlich habe mich für die Nachzahlung in der GRV entschieden um einfach den nicht kapitalmarktabhängigen Teil der Rente anzuheben. Wie die gesetzliche Rente im Vergleich zur Basisrente und Depot performt hat, sehe ich dann allerdings erst in der Rentenphase, genauso kann ich erst dann feststellen, wie hoch die Steuern dann sind und ob es sich steuerlich gelohnt hat....

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Peter23
vor einer Stunde von enduro:

Natürlich ist davon auszugehen, dass die Rente steigen wird, aber genauso könnte ich ja auch die 15847€ anlegen.

Das antwortest Du gerade mir, obwohl ich Dir oben doch ganz klar dazu geraten habe einfach direkt in einem Depot anzusparen. Wenn Du das nicht willst, dann ist mE die GKV keine schlechte Lösung.

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enduro
vor 18 Minuten von Peter23:

Das antwortest Du gerade mir, obwohl ich Dir oben doch ganz klar dazu geraten habe einfach direkt in einem Depot anzusparen. Wenn Du das nicht willst, dann ist mE die GKV keine schlechte Lösung.

Da hast du natürlich recht. Ich wollte lediglich abschätzen, wie viel mich die Sicherheit durch die GKV im Vergleich zur ETF-Anlage kostet. Für mich scheint der Preis für diese Sicherheit zu hoch. Das bedeutet aber ja nicht, dass ich jetzt alles in das ETF-Depot stecken muss. Vielleicht hat ja eine der anderen Optionen ein für mich besser passendes Rendite-Risiko-Verhältnis. Meiner Meinung nach wären dabei die von Feranda vorgeschlagene Rürup-Lösung, ein Riester-Vertrag und die bAv des AGs im Rennen. Zu letzterer habe ich noch gar keine Meinungen gehört. Ist die Garantie der Hälfte der prognostizierten Überschüsse nicht ein Riesenvorteil im Vergleich zu einem Riester-Vertrag? Ich meine, wenn die Kapitalmärkte schlechter laufen als erwartet, wäre das ja auf jeden Fall Vorteil, und wenn sie gut laufen, sollten es zumindest kein gravierender Nachteil sein...

 

 

vor einer Stunde von Feranda:

Selbst wenn ich da nur mit 5% Rendite p.a. nach Kosten rechne kommt man bei 37 Jahren Laufzeit auf knapp 100.000€ Kapital.

Also 5% Rendite halte ich auch für äußerst optimistisch. Aber klar, niemand kann in die Zukunft sehen und vielleicht hast du Recht.

vor 2 Stunden von Peter23:

Kleine Ergänzung: Es mag sein, dass Du (ich zB nicht) es wichtig findest, dass das Thema Altersvorsorge erledigt ist, um dann genau zu wissen, dass Du alles weitere einfach verprassen kannst. Wenn dem so sein sollte, dann mach Dir doch ein Depot, was klar für die Altersvorsorge vorgesehen ist, in das Du einen monatlichen Betrag einzahlst, um ein bestimmtes Sparziel zu erreichen. Wenn Du zB der Meinung bist, dass Dir 400 € garantierte Rente fehlt, dann würde ich dafür konservativ 400*12*40 = 192.000 € vorsehen. Den Betrag kann man dann noch regelmäßig (zB alle 5 Jahre) an Inflation und/oder eine Neuberechnung der Rentenlücke anpassen. Inflationsanpassung wird bestenfalls nicht notwendig, weil der Wert auch entsprechend steigt.

Wenn ich dieses Extra-Depot eröffnen würde, dann doch mit der klaren Einschränkung, dass dessen gesamter Wert der Altersvorsorge dient und ansonsten nicht angetastet wird. Hätte ich dann nicht eine sehr ähnliche Situation wie mit einem Rürup-Vertrag auf ETF-Basis geschaffen, nur ohne die damit verbundenen Steuervorteile?

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Peter23
vor 7 Minuten von enduro:

Da hast du natürlich recht. Ich wollte lediglich abschätzen, wie viel mich die Sicherheit durch die GKV im Vergleich zur ETF-Anlage kostet. Für mich scheint der Preis für diese Sicherheit zu hoch. Das bedeutet aber ja nicht, dass ich jetzt alles in das ETF-Depot stecken muss. Vielleicht hat ja eine der anderen Optionen ein für mich besser passendes Rendite-Risiko-Verhältnis. Meiner Meinung nach wären dabei die von Feranda vorgeschlagene Rürup-Lösung, ein Riester-Vertrag und die bAv des AGs im Rennen. Zu letzterer habe ich noch gar keine Meinungen gehört. Ist die Garantie der Hälfte der prognostizierten Überschüsse nicht ein Riesenvorteil im Vergleich zu einem Riester-Vertrag? Ich meine, wenn die Kapitalmärkte schlechter laufen als erwartet, wäre das ja auf jeden Fall Vorteil, und wenn sie gut laufen, sollten es zumindest kein gravierender Nachteil sein...

Ich verstehe immer noch nicht, welches Problem, Du überhaupt lösen möchtest. Selbst wenn man annimmt, dass Du sofort aufhörst zu sparen und alles verprasst, dann hast Du höchstens eine sehr kleine Rentenlücke. Um diese sehr kleine (und eher theoretische) Rentenlücke zu schließen, willst Du jetzt ein Produkt kaufen, was natürlich teuer sein wird, weil es ja eine entsprechende Garantie gibt und alles nur, weil theoretisch die Kapitalmärkte noch schlechter abschneiden könnte als das teure Produkt. Wenn man dann noch dazu nimmt, dass es quasi ausgeschlossen ist, dass Du über die 40 Jahre (!) Anlagehorizont am Kapitalmarkt schlecht abschneidest, dann verstehe ich wirklich beim besten Willen nicht, worauf Du hier hinaus willst.

 

Und nochmal explizit „zu kein gravierender Nachteil“: Riester- und Rürup-Verträge sind sehr, sehr teuer.

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Schimmelprinz
· bearbeitet von Schimmelprinz

Mahlzeit,

 

sollte man bei der Betrachtung der Möglichkeiten "Aufzahlung Rente" vs. "Selber Anlegen" nicht auch/stärker auf die Rahmenbedingungen achten ?!

 

- Rente sichert einem das Langlebigkeitsrisiko ab (was für ein stumpf materielles Wortungetüm)

- Ansprüche in der GRV können helfen bei : Frühverrentung/Erhöhung der Witwenrente, wenn Mann früher das zeitliche segnet und die Rahmenbedingungen dies nach sich ziehen

- Die Verfügbarkeit der Kohle beim "Selber machen" kann Fluch und Segen sein. Je nachdem halt.

- Der praktische Nutzen von.... 8.000 € für nen ..sagen wir 60-jährigen gilt es dann abzuwägen gegen den zu erwartenden Nutzen von rund 30 Euro brutto ab Break even irgendwann mit Anfang 80. Also ich kenne  eh nur wenige 80-jährige, aber von den paar würde es keiner merken, wenn die ab morgen nen Hunni weniger im Monat auslegen können. 

 

Mein Fazit bei solchen Überlegungen: Wenn ich mit meiner Rente halbwegs angenehm über die Runden kommen werde (so ab 1,5K mtl), so würde ich da keinen Taler mehr in die GKV stecken sondern dafür sorgen, dass ich die Verfügungsgewalt über den "Rest" habe. 

 

SG

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enduro
· bearbeitet von enduro
vor 15 Minuten von Peter23:

Ich verstehe immer noch nicht, welches Problem, Du überhaupt lösen möchtest.

Ganz einfach: Ich persönlich ziehe zumindest in Betracht, dass ich in Zukunft vielleicht schlechter verdiene (ich könnte z.B. wieder in den öffentlichen Dienst wechseln oder in Teilzeit gehen). Daher finde ich es zu optimistisch, die auf Basis von meinem aktuellen Einkommen prognostizierte gesetzliche und betriebliche Rente als mehr oder weniger gesichert anzusehen. Daher würde ich gerne gegen dieses Risiko etwas vorsorgen.

Das mit dem "kein gravierender Nachteil" bezog sich lediglich auf den Vergleich Riester zu bAv beim Arbeitgeber nach dem im Ausgangspost als Option 1 genannten Modell.

vor 29 Minuten von enduro:

Wenn ich dieses Extra-Depot eröffnen würde, dann doch mit der klaren Einschränkung, dass dessen gesamter Wert der Altersvorsorge dient und ansonsten nicht angetastet wird. Hätte ich dann nicht eine sehr ähnliche Situation wie mit einem Rürup-Vertrag auf ETF-Basis geschaffen, nur ohne die damit verbundenen Steuervorteile?

Darauf bist du leider nicht eingegangen, was ich natürlich auch nicht verlangen kann.

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fgk
· bearbeitet von fgk
vor 50 Minuten von enduro:

Wenn ich dieses Extra-Depot eröffnen würde, dann doch mit der klaren Einschränkung, dass dessen gesamter Wert der Altersvorsorge dient und ansonsten nicht angetastet wird. Hätte ich dann nicht eine sehr ähnliche Situation wie mit einem Rürup-Vertrag auf ETF-Basis geschaffen, nur ohne die damit verbundenen Steuervorteile?

Wie lange soll das Geld reichen? Wenn nicht versichert wird, ist für einen Auszahlungsplan die zentrale Frage, wie viele Jahre gezahlt werden soll.

Ansonsten entfällt die Steuerersparnis in der Anzahlungsphase, aber auch die Steuerlast in der Rentenphase.

Zuletzt hat die Basisrente wie die gesetzliche Rentenversicherung die (hier immer wieder kritisierte) Besonderheit, daß das Kapital zu Renteneintritt garantiert zur Verrentung zur Verfügung steht.

 

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