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reko

Kernenergie

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HHanseat
· bearbeitet von HHanseat
vor einer Stunde von Hotzenplotz2:

wir endlich klimaneutrale und unabhängige Energieerzeugung brauchen

So sieht klimaneutrale, unabhängige und bezahlbare Energierzeungung übrigens in der Praxis aus, aktuell Frankreich:

image.thumb.png.488cb87b908478feaed720fcd7c271c7.png

Schöne Ergänzung durch (gelb dargestellte) PV für die Tagesspitzen, Grundlast zuverlässig durch rot dargestellte KKW. Funktioniert gut, auch wenn hier einige immer wieder gern wiederholen, das Kernkraft und Solar/EE nicht zusammenpassen und im Sommer die KKW an Kühlwassermagel darben. Die KKW sind auch regelbar, wird ja auch gern bezweifelt.

 

Zum Vergleich D, das braune ist die dreckige Braunkohle, dunkelbraun Steinkohle. Wird auch bei viel Sonne gebraucht, da als Kompensation für den nächtlichen PV-Totalausfall gebraucht und schlecht regelbar. Die EE sichern also die Kohleverstromung. :narr: Mehr PV (gelb dargestellt) hilft auch nicht mehr wirklich.

image.thumb.png.93f92637fc08b514e15a480aa281c07c.png

Ich wundere mich immer wieder, dass so stark gegen Kernkraft polemisiert wird. Es sollte doch dabei mal um Klimaschutz gehen, und dafür ist es halt maximal dämlich die KKW abzuschalten und dafür die Braunkohle weiterlaufen zu lassen. Oder sind die Treibhausgase und der ganze Dreck, der noch aus dem Schornstein kommt,  nicht mehr so wichtig?

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Hotzenplotz2
· bearbeitet von Hotzenplotz2
vor 51 Minuten von HHanseat:

unabhängige und bezahlbare Energierzeungung

Unabhängig? Wo hat Frankreich denn seine Uranminen sowie die Anreicherung dafür?

Bezahlbar? Ist ein absolutes Märchen. kontrast.at/atomenergie-frankreich-kosten/
Der Staat subventioniert einfach so stark, dass es günstig aussieht aber das ist eine Milchmädchenrechnung. Du zahlst es halt an anderer Stelle.

vor 51 Minuten von HHanseat:

Ich wundere mich immer wieder, dass so stark gegen Kernkraft polemisiert wird. Es sollte doch dabei mal um Klimaschutz gehen, und dafür ist es halt maximal dämlich die KKW abzuschalten und dafür die Braunkohle weiterlaufen zu lassen. Oder sind die Treibhausgase und der ganze Dreck, der noch aus dem Schornstein kommt,  nicht mehr so wichtig?

Natürlich ist das wichtig. Und zwar heute. Wir brauchen jetzt sofort massive Reduktion von Treibhausgasen. Dabei hilft weder, wenn wir in 20-25 Jahren ein neues Atomkraftwerk irgendwo hinstellen, noch, Milliarden in den Erhalt bestehender maroder KKWs zu investieren damit dieser weiterhin mit wenig Auslastung nur minimal Energie im Energiemix bereitstellen, wenn wir mit diesen Milliarden in den EEs viel mehr erreichen könnten. 

 

 

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Holgerli
vor 2 Stunden von reko:

Jeder Standort muss seine natürlichen Gegebenheiten nutzen, um die Systemkosten für Speicher und Netze so gering wie möglich zu halten.

Und da zeigt ja das aktuelle Wetter, dass sich auch die Klimasituation im noch milden Europa radikal ändert und Atomkraft selbst am Anfang (und ja, wir sind erst am Anfang) der Klimaänderungen komplett aus dem Tritt kommt. 

 

vor 1 Stunde von Hotzenplotz2:

Im Norden kommt noch relevant Wasserkraft dazu.

Und überall Biomasse.

 

vor 2 Stunden von reko:

Es wird immer auf einen Mischung verschiedener Energiebereitstellungsarten hinauslaufen mit je nach Standort unterschiedlichen Anteilen. Es gibt keine weltweite Universallösung.

Das ist korrekt. Dann lass uns schauen: Wir haben:

 

- PV

- Windkraft

- Wasserkraft

- Biomasse

- Stromspeicher

 

vor 2 Stunden von Hotzenplotz2:

Es gibt nirgendwo auch nur eine Technologie, die in gleichem Maße ausgebaut würde, weil sie so günstig ist wie EE. 

Letztes Jahr sind weltweit 60% aller Investitionen im Strombereich direkt in PV & Wind gegangen. Weitere 20% in den Ausbau von Netze und Speichern. Der Rest in alle anderen Energieträger. 

Wenn wir davon ausgehen, dass der Großteil des Ausbaus von Netzen und Speicher mit EEs zu tun hatte sollte klar sein: Bei 75% der globalen Investitionen in EEs hat der Markt entschieden. 

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Holgerli

Thema "Flatterstrom". Hier hat mal einer Fakten und Mathe genutzt und sich mit dem Thema "Flatterstrom" beschäftigt:

 

Diagramm 1: Die Schwankung von Produktion zu installierter Kapazität. Atomkraft (Frankreich) zu PV & Wind (Deutschland):

Juli.thumb.jpg.31314804839f7fbd555e3d762bb1eedd.jpg

 

Wir sehen: Bei Frankreichs AKWs geht es in den letzten 12 Jahren deutlich runter im Juli. Deutscher PV & Wind: Stabil

 

Jahr.thumb.jpg.4b355df7b9872e9ba8e9436ab42e12b4.jpg

 

Das gleiche Bild auf Jahressicht: Frankreichs Atomstrom-Produktion fällt gewaltig.

Deutscher Wind + PV sind stabil.

 

Schwankung.thumb.jpg.7ba3b3167c6f2cad48eb0367c86f548b.jpg

 

Und wenn wir uns die Schwankung anschauen. Frankreichs AKWs schwanken mehr als deutscher Wind & PV.

 

Hier die Quelle:

 

Und weil der man zu seinen Zahlen steht und nicht nur irgend ein Zeug erzählt hat er gleich noch eine Quellenliste per PDF gemacht: GesternKleberFails_20260809_Quellennverzeichnis.pdf

 

 

 

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HHanseat
vor einer Stunde von Hotzenplotz2:

Natürlich ist das wichtig. Und zwar heute. Wir brauchen jetzt sofort massive Reduktion von Treibhausgasen.

Da sind wir doch einer Meinung. Und nach zwanzig Jahren Energiewende kann man vor dem Sprengen weitere Kühltürme ja mal schauen, ob es funktioniert wie geplant oder ob die Nachbarn es vielleicht besser machen. D hat EU-weit noch immer weit überdurchschnittlich hohen CO2-Austausch. Und die Kostenprognose aus 2004 wurde leicht verfehlt: "Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet - so viel wie eine Kugel Eis." Quelle"  

 

vor 1 Stunde von Hotzenplotz2:

Bezahlbar? Ist ein absolutes Märchen. 8 % der Baukosten 
Der Staat subventioniert einfach so stark, dass es günstig aussieht aber das ist eine Milchmädchenrechnung. Du zahlst es halt an anderer Stelle.

Naja, laut deinem Link ca. 8 % der Baukosten, dafür haben die Franzosen in zwanzig Jahren 50 KKW an Netz gebracht und sind seitdem CO2-arm unterwegs. 

Kosten Energiewende in D ca. 20 Mrd Euro pro Jahr, auch auf mehrere Stellen verteilt, neben den Strompreisen auch über den Bundeshaushalt:

Zitat

Das Subventionsvolumen steigt im Berichtszeitraum von 45 Mrd. Euro im Jahr 2023 auf veranschlagte 77,8 Mrd. Euro im Jahr 2026.

Der Anstieg der Subventionen im Berichtszeitraum beruht maßgeblich auf der erstmaligen Berücksichtigung des Finanzierungsbedarfs gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Bundeshaushalt. 

 

vor 5 Minuten von Holgerli:

Und wenn wir uns die Schwankung anschauen. Frankreichs AKWs schwanken mehr als deutscher Wind & PV.

Das weißt Du doch besser, oder? Im Stromnetz muss in jedem Moment soviel bereitgestellt wie abgerufen werden, nicht nur im Jahresmittel. Sonst bricht erst die Frequenz ein und dann gehen die Lichter aus, wie neulich in Spanien.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 18 Minuten von HHanseat:
vor 22 Minuten von Holgerli:

Und wenn wir uns die Schwankung anschauen. Frankreichs AKWs schwanken mehr als deutscher Wind & PV.

Das weißt Du doch besser, oder? Im Stromnetz muss in jedem Moment soviel bereitgestellt wie abgerufen werden, nicht nur im Jahresmittel. Sonst bricht erst die Frequenz ein und dann gehen die Lichter aus, wie neulich in Spanien.

Und wenn Kernkraft die schwankende Solarenergie ausgleichen soll, dann muß natürlich auch die Kernkraft schwanken - kann man im Bild Post #2452 gut sehen. Ob man die teueren Kühltürme baut oder eine Abschaltung toleriert ist eine rein ökonomische Entscheidung. Da im Hochsommer der im Übermaß vorhandene Solarstrom die Preise ev sogar negativ werden läßt ist es verständlich, dass Kernkraftwerke lieber die Leistung reduzieren oder ohnehin notwendige Revisionen in diese Zeit verlegen.

 

Es gibt eine Abstimmung mit den Füßen: "94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine Abwanderung weiterer Unternehmen ihrer Branche aus Deutschland für wahrscheinlich, mehr als die Hälfte (56 Prozent) sogar für sehr wahrscheinlich"

 

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magicw
vor 6 Minuten von Holgerli:

Flatterstrom

das ist doch kein Flatterstrom - das sind jährliche Schwankungen in der Ausbringung - so ein Chart gibt es für jede Stromerzeugungskategorie. Egal ob Kern-, Wind-, Solar oder Kohlekraft. 
Flattern tuts im Minuten- oder evtl. im Stundenbereich  - aber ein Chart auf Monats- oder Jahresbasis 

das ist Flatterstrom für die letzten 7 Tage offshore wind. 

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Was für dich "deutlcih runter" geht ist für mich die logische Konsequenz, dass die AKWs zugunsten von Erneuerbaren halt zurückgefahren werden. Die AKWs baut man ja nicht einfach ab sondern drosselt sie halt, wenn nochmal ein paar Quadratkilometer Solar und ein paar GW Wind zusätzlich geerntet werden.  D.h. installierte Kapazität bleibt bei weniger Ausbringung. Hat nix mit Performance, Effizienz oder Klimawandel zu tun. 

Auch der Knick in der Kurve zw. 2020 und 2022  ordne ich eifnach Corona zu.  Da wurde den Erneuerbaren auf 100% Ausbringung gehalten und Konventionelle Kraftwerke haben den Wirtschaftseinbrauch aka weniger Stromverbrauch abgefangen. Das hat nix mit Flattern zu tun. 



 

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Holgerli
vor 1 Minute von reko:

Und wenn Kernkraft die schwankende Solarenergie ausgleichen soll,

Und wieviel Prozent Anteil macht PV-Strom in Frankreich aus?

Gerade eben von magicw:

das ist Flatterstrom für die letzten 7 Tage offshore wind. 

Und jetzt nimmst Du Onshore-Wind, PV, Biomasse und Wasserkraft hinzu und dann?

Immer diese Pseudoargumente.

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oktavian
vor 4 Stunden von Hotzenplotz2:

Für Atomstrom sind ebenso hohe Netzkosten vorhanden, denn ich habe eine zentrale Quelle und muss den Strom verteilen. Natürlich brauche ich für EE mehr Speicher, da aber alle anderen Kosten so absurd niedrig sind im Verhältnis, gewinnen die EEs und das quasi flächendeckend weltweit. Im Norden kommt noch relevant Wasserkraft dazu.

Wind gibt es viel im Norden. AKWs kann man auch im Süden bauen. Wieso sind da die Netzkosten gleich? Bitte erklären.

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WOVA1
vor 2 Stunden von reko:

Man spricht bei Solar und Wind zwar von dezentraler Stromerzeugung. Man muß die Netze aber für den worst Case bauen. Das bedeutet der sonnenreiche Süden muß durch den windreichen Norden versorgt werden. Die Stromversorgung hat dann extrem lange Transportwege. Dieses Missverständnis kommt aus der üblichen Betrachtung des Stromnetzes als eine Kupferplatte, die falsch ist. Wir haben keine Kupferplatte.

Ja - die Kupferplatte baut man gerade. Wie dies praktisch aussieht, kan man etwa auf der Amprion-Seite studieren.  

Da gibt es das Projekt Rhein-Main-Link ( Link ; amprion.net/Netzausbau/Unsere-Projekte/Rhein-Main-Link/ ). Gebündelt vier Gleichstrom-Erdleitungen a 2 GW ( macht dann gleich 12 Kabel nebeneinander), die von der Gegend südlich des Jadebusen kommen und sich im Rhein-Main / Rhein-Neckar-Gebiet auffächern. Der südliche Endpunkt ist Bürstadt - da speiste ehedem das KKW Biblis ein.

Kosten 15 Mrd. EUR + X - ich vermute mal ein beträchtliches X, da man im westlichen Rhein-Main-Gebiet ( woanders wahrscheinlich auch ) so einige teure Zugeständisse machen musste. Die billige Version ( Graben ausheben, Leitungen verlegen, Graben wieder zuschütten )

hat den Nachteil, dass man während der Bauzeit so 70 Meter Trassenbreite braucht. Wenn's fertig ist, hinterlässt man einen 30 - 40 Meter breiten Schutzstreifen, auf dem nichts Tiefwurzelndes wachsen darf. Bäume oder Weinreben schon gar nicht. Etwa in Hochheim am Main hatte der erste Plan, sich auf diese Art durch die Weinberge arbeiten zu wollen, für viel Stimmung gesorgt hat. Also geht man jetzt in geschlossener Bauweise vor - was entweder Horizontalbohrungen ( geht bis ca. 1 Km -sonst bekommt man die Kabel nicht mehr eingezogen) oder gleich Tunnelbau bedeutet. Ist teurer als die offene Bauweise. 

Witzigerweise wird das westlich Rhein-Main-Gebiet auch noch von einem zweiten Projekt betroffen, was hier teilweise eine ganz ähnliche Trasse verwendet - Ultranet Link: amprion.net/Netzausbau/Unsere-Projekte/Ultranet/ 

Läuft zwischen dem Niederrhein und Phillipsburg (Grüsse an das dortige KKW). Man verwendet eine bestehende 380 KV - Freileitung und hängt an die Masten eine 2 GW-Gleichstromleitung. Wobei man zum Teil die Masten erhöht, zum Teil die Trasse verlegt. Geschätze Kosten 1 Mrd.EUR. 

Was man in jedem Fall an den Endpunkten braucht, sind Konverterstationen, die aus dem Gleichstrom wieder Wechselstrom machen, Flächenbedarf pro Stück 10 ha, 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 42 Minuten von WOVA1:

Ja - die Kupferplatte baut man gerade.

Das ist weit entfernt von einer Kupferplatte. Ein HGÜ Kabel ist gemessen am Bedarf ein Tropfen auf einen heißen Stein.

Bei Rhein-Main-Link werden 12 Hochspannungs-Gleichstrom-Kabel in 24 Schutzrohren mit 25 cm Innendurchmesser parallel 570 Kilometern verlegt. Das sind 7.200 Kilometer Kabel mit 288.000 Tonnen (55 % bis 67 % Kupfer) und tausende Schwertransporte mit massiver Überbreite/Überhöhe/Übergewicht. Ich freue mich für meine Kupferaktien.

Die Kabeltrasse benötigt einen 31 Meter breiten Schutzraum das sind 1.860 Hektar Flächenbedarf. In der Bauphase werden 48 Meter (2.880 Hektar) benötigt. Grundstückseigentümer und Pächter müssen finanzielle entschädigt werden. Das sind aber nur 1 bis 2 Prozent der geschätzten Gesamtkosten von mindestens 15 Milliarden Euro. Ich warte auf die Klagen der Grundstückseigentümer und Pächte (Bodenaufheizung, Bodenaustrocknung, Ernteeinbußen). Die Gesetze (Netzausbaubeschleunigungsgesetzes) wurden aber so geändert, dass die Gerichtsverfahren keine aufschiebende Wirkung mehr haben und für keine Bauverzögerungen verantwortlich sind. Ein Paradies wenn es das bei Kernkraftwerken gäbe.

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Hotzenplotz2
vor 34 Minuten von oktavian:

Wind gibt es viel im Norden. AKWs kann man auch im Süden bauen. Wieso sind da die Netzkosten gleich? Bitte erklären.

Ja und ohne Wind mit AKWs im Süden muss der Strom halt in den Norden gebracht werden. Bitte erklären warum es dafür nicht genauso Netze braucht?

Unser aktuelles Netz ist halt für wenige, lokale Großerzeuger gebaut. Das funktioniert aber nicht mehr, egal ob wir 0, 2, 5, 10 oder 20% Atomstrom hätten. 

Das Netz muss ohnehin massiv modernisiert werde z.B. aufgrund der massiv gestiegenen Verbraucherlast wie E-Fahrzeuge und Wärmepumpen. 

 

Wenn man das mit einer vernünftigen Strategie, netzdienlich bauen würde könnte man dort viel reißen. Du erzeugst auch im Süden massiv Energie z.B. durch PV. Es ist also eher eine Frage der Speicherung. 
Mein kleines Dorf hat sicherlich massiven PV Übeschuss, da hier fast nur Einfamilienhäuser stehen. Außerdem hängen wir einer einzelnen Leitung an der nächsten Kleinstadt ebenso wie viele weitere umliegende Dörfer. Das also irgendwo hinter der Kleinstadt zu puffern wäre ideal. Dazu kommen Biogasanlagen und je nach Region mögliche Flächen für Windräder.  Wenn man sowas mit Strategie macht, dann gibt es einfach keinen Fall, wo du über Tage und Wochen 100% des Energiebedarfs von Nord nach Süd oder umgekehrt pumpen musst. 

Und das Problem resultiert ja insbesondere daraus, dass ein einzelnes Bundesland im Süden wirklich so gar nichts für die Energiewende tun möchte, und deren Ministerpräsident ein Fähnchen im Wind ist, was erst zurücktreten möchte wenn ein AKW an bleibt und dann fordert, sofort wieder stillgelegte AKWs zu reaktivieren. 


 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 14 Minuten von Hotzenplotz2:

dass ein einzelnes Bundesland im Süden wirklich so gar nichts für die Energiewende tun möchte,

Bayern erzeugt mit großem Abstand den meisten Solarstrom und hat am meisten Wasserkraft und Stromspeicher in Deutschland. Wind gibt es an der Küste und im Flachland. Davon hat Bayern eben sehr wenig. An den wenigen geeigneten Standorten in Bayern ist der Stromertrag nur halb so hoch wie in Norddeutschland. Die Kosten aber eher höher. Logisch, dass dabei ein anderer Energiemix entsteht.

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Holgerli
vor 3 Minuten von reko:

Bayern erzeugt mit großem Abstand den meisten Solarstrom und hat am meisten Wasserkraft und Stromspeicher in Deutschland. Wind gibt es an der Küste. Davon hat Bayern eben sehr wenig.

Und deswegen hat der Söder was vom Landes-AKW gefaselt bringt aber ohne mit der Wimper zu Zucken den Atommüll nach NRW oder Niedersachsen. Und auch die Urananreicherungsanlagen sind nicht in Bayern. 

Seelig ist der, der den Bierzelt-Populismus zusätzlich mit 2 bis 3 Mass Bier noch etwas populistischer gemacht hat.

 

vor 12 Minuten von Hotzenplotz2:

Ja und ohne Wind mit AKWs im Süden muss der Strom halt in den Norden gebracht werden. Bitte erklären warum es dafür nicht genauso Netze braucht?

Du wiederholst eigentlich nur die Frage die ich schon gestellt habe: Wenn zukünftig nur noch AKWs an Nord- und Ostsee möglich sind, weil der Klimawandel Niedrigwasser in den großen Flüssen nicht auf dem Schirm hatte: "Wie soll der Atomstrom aus dem Norden in den Süden kommen und was ist dann der Unterschied zum Windstrom?". Diese Frage bekommen wir beide nicht beantwortet.

 

Warum? Weil hier trifft dann Realität auf Traum. Und dann ist der atomare Traum schnell ausgeträumt, denn dann muss sich die Atomkraft direkt wieder mit der Windkraft messen. Und da kennen wir die Antwort: Atomstrom ist so dermaßen teuer, dass er nie gegen EES ankommen wird.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 9 Minuten von Holgerli:

deswegen hat der Söder was vom Landes-AKW gefaselt

Im grün regierten Baden-Württemberg sieht die EE-Strom-Landschaft noch schlechter aus. 

Bayern 75 Prozent (deutlich über Bundesdurchschnitt), Baden-Württemberg zuletzt auf knapp 59 Prozent EE-Anteil.

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Holgerli
vor 2 Minuten von reko:

Im grün regierten Baden-Württemberg sieht die EE-Strom-Landschaft noch schlechter aus. 

Bayern 75 Prozent, Baden-Württemberg zuletzt auf knapp 59 Prozent.

Aber die anderen sind noch schlechter als ich!!!

 

Und mal wieder eine sehr selektive Antwort. Deswegen wiederhole ich die Frage:

Wenn zukünftig nur noch AKWs an Nord- und Ostsee möglich sind, weil der Klimawandel Niedrigwasser in den großen Flüssen nicht auf dem Schirm hatte: Wie soll der Atomstrom aus dem Norden in den Süden kommen und was ist dann der Unterschied zum Windstrom?

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reko
· bearbeitet von reko

Bayerns AKWs hatten Kühltürme. Kohle und Gaskraftwerke als Backup benötigen genauso Kühlwasser.

SMRs kann man auch luftgekühlt bauen sogar ohne Kühlmittelpumpen.

Kleine Atomreaktoren: Passive Kühlung im Test

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Holgerli
vor 2 Minuten von reko:

Bayerns AKWs hatten Kühltürme. Kohle und Gaskraftwerke als Backup benötigen genauso Kühlwasser.

Ja, Kohlekraftwerke werden ja auch gedrosselt. Gaskraftwerke laufen aktuell noch weniger, weil nicht nötig und Gas zu teuer ist. Das ist jetzt kein Argument. 

 

vor 3 Minuten von reko:

SMRs kann man auch luftgekühlt bauen.

Lauffähige SMRs muss man erstmal bauen. 

Also halte ich fest: Deine Lösung für eine stabile Stromversorgung trotz Klimawandel und Wassermangel ist eine Technologie, die nur auf dem Papier existiert und praktisch noch nicht umgesetzt ist. 

Und jetzt bitte nicht mit Kriegsschiff-AKWs kommen. Du weisst selber dass SMRs preiswert sein müssen und dass bei Kriegsschiff-AKWs der Preis nicht interessiert.

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reko
Gerade eben von Holgerli:

Gaskraftwerke laufen aktuell noch weniger, weil nicht nötig und Gas zu teuer ist. Das ist jetzt kein Argument. 

und warum willst Du jetzt bei Solarüberschuß Kernkraftwerke in Betrieb nehmen und Solarstrom abregeln?

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 19 Minuten von reko:

und warum willst Du jetzt bei Solarüberschuß Kernkraftwerke in Betrieb nehmen und Solarstrom abregeln?

Will ich doch gar nicht. Ihr erzählt doch immer vom gelobten AKW-Land Frankreich und dass wir Atomkraft brauchen. 

 

Für mich ist klar:

- Atomkraft ist in Deutschland tot und kommt nie wieder (egal wieviel Du und der Söder am lamentieren seid)

- Atomkraft ist in Frankreich tot und schleicht sich langsam (aber hoffentlich schnell genug vor einem Super-GAU) aus.

- Flamanville 3 war höchstwahrscheinlich das letzte AKW was in Frankreich ans Netz ging. Und wahrscheinlich auch der letzte franz. Neubau 

- Olkiluoto 3 war höchstwahrscheinlich das letzte AKW was in Finnland ans Netz ging. Und wahrscheinlich auch der letzte finnische Neubau 

- Hinkley Point C wird auf jeden Fall ein finanzielles Desaster für UK werden 

 

Oder Kurz: Atomkraft ist global tot.

 

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reko
vor 12 Minuten von Holgerli:

gelobten AKW-Land Frankreich

Frankreich hat keinen Strommangel trotz AKW ohne Kühltürme. Frankreich arbeitet im Lastfolgebetrieb. Die Kernkraftwerke werden in der Nacht gebraucht und in der Leistung reduziert wenn die Sonne scheint. Deutschland machen das gleiche nur mit Braunkohlekraftwerken.

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Holgerli
vor 34 Minuten von reko:

Die Kernkraftwerke werden in der Nacht gebraucht und in der Leistung reduziert wenn die Sonne scheint. Deutschland machen das gleiche nur mit Braunkohlekraftwerken.

Danke. Damit hast Du direkt zwei Sachen erklärt: 1. Warum Deutschland keine AKWs mehr braucht. Und 2. Warum RWE den Kohleausstieg auf 2030 vorgezogen hat.

 

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Und 3. sieht man warum Frankreich mit seinen Bröckel-AKWs ziemlich angeschissen ist: Politische Ideologie in Frankreich trifft wirtschaftlich-technolgische Realiätaten in Deutschland.

Das einzige was Frankreich jetzt noch machen kann ist über den eigenen Schatten springen und EEs zubauen. Und da man sich in der strompolitischen Krise befindet, kann der Weg der letzten 25 Jahre in Deutschland mit genug politischen willen wohl auf 10 bis 15 Jahre beschleunigt werden. Zumal Frankreich auch deutlich mehr Küsten als Deutschland hat.

 

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oktavian
vor 16 Stunden von Hotzenplotz2:

Ja und ohne Wind mit AKWs im Süden muss der Strom halt in den Norden gebracht werden. Bitte erklären warum es dafür nicht genauso Netze braucht?

Weil im Süden/Westen größere Verbraucher sind als im Norden inkl offshore (dezentrale Erzeugung). Neue Leitungen nötig. Da der Ausbau in Deutschland nicht so schnell war, hätten die AKWs den Umfang von redispatch insbesondere im Winter verringert.

 

WP und E-Auto machen eher dickere Leitungen erforderlich, wo es schon Leitungen gibt. Die Kosten sind Recht unabhängig von Art der Erzeugungskapazitäten. Mit Batterien kann man Puffern und damit auch mit kleinerer Leitung z.B. E-Auto schneller laden als die Leitung erlaubt.

 

Die AKW Standorte waren schon vorhanden inkl bestehende Netze.

 

vor 16 Stunden von Hotzenplotz2:

Unser aktuelles Netz ist halt für wenige, lokale Großerzeuger gebaut. Das funktioniert aber nicht mehr, egal ob wir 0, 2, 5, 10 oder 20% Atomstrom hätten. 

Man muss am Netz etwas tun. Strom wurde ohne AKWs teurer. Neubau rechnet sich bei AKW nicht. Ich meine hier die abgeschriebenen Anlagen. Problem war, dass gewisse Erzeuger teuer bezahlt werden für jede Strommenge die sie liefern egal ob ihr Strom benötigt wird oder wie der Strompreis ist. 

Wenn man diese Marktmanipulation abstrahiert und objektiv auf die Realität schaut, sieht man was möglich gewesen wäre. Nachdem der Staat diese vertraglichen Zahlungspflichten (wirtschaftlich: Schulden) eingegangen war, rechneten sich die AKWs nicht mehr so sehr,  u.a, weil diese in der Erzeugung auch nicht flexibel waren. Das CO2 Argument sticht gegenüber den abgeschriebenen AKWs auch nicht.

Ob die Lösung korrekt war die Großverbraucher ihre Produktion ins Ausland verlagern zu lassen bzw. im Wettbewerb zu verlieren, wird sich langfristig zeigen.

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reko
· bearbeitet von reko

Im Reactor Pilot Program (RPP) des U.S. Department of Energy haben nun 5 verschiedene Generation IV Reaktortypen erfolgreich eine selbsterhaltende Kettenreaktion mit Prototypen real nachgewiesen.

Alle haben enge Zeitpläne. Volllasttests und kommerzieller Betrieb sind größtenteils für das Jahr 2027 geplant. 

1. Flüssigmetall-Natrium-Reaktor mit Heatpipes (Antares Nuclear)

Modell: R1 Mark-0, 2 MWe / 5 MWth

Technologie: Dieser transportable Reaktor nutzt flüssiges Natrium und passive Metall-Wärmerohre (Heatpipes) anstelle von mechanischen Hochdruckpumpen.

Brennstoff: HALEU-TRISO (High-Assay Low-Enriched Uranium).

Die Auslieferung erster einsatzbereiter Reaktoren an das US-Militär ab September 2028 geplant.

2. Gasgekühlter Hochtemperaturreaktor (Valar Atomics)

Modell: Ward 250, 250 MWth

Technologie: Ein kompakter, kohlenwasserstoff- bzw. gasgekühlter Reaktor, der gezielt für die Erzeugung von industrieller Prozesswärme und die Kohlenwasserstoff-Synthese optimiert ist.

Leistungstests folgen kontinuierlich über den Jahreswechsel bis in das Jahr 2027.

3. Kompakter Gasgekühlter Reaktor (Deployable Energy)

Modell: Deployable Test Reactor,  1..10 MWe

Technologie: Ein extrem mobiler, heliumgekühlter Hochtemperatur-Mikroreaktor. Er ist so konzipiert, dass er schnell per Lkw oder Flugzeug an abgelegene Einsatzorte transportiert werden kann.

Tests unter voller Leistung bis zum 4. Juli 2027 geplant. 

4. Natriumgekühlter schneller Reaktor mit Metallbrennstoff (Aalo Atomics)

Modell: Aalo Pod (Vortest-Konfiguration), 10 MWe / 30 MWth

Technologie: Ein natriumgekühlter, schneller Reaktor (Sodium-Cooled Fast Reactor), der auf bewährter Labor-Technologie basiert, aber für die Fließbandfertigung in Fabriken optimiert wurde.

Ziel: Kommerzielle Stromversorgung für KI-Rechenzentren ab 2028.

Leistungstest unter Volllast in 2027.

5. Schneller Neutronen-Reaktor / Isotopen-Testreaktor (Oklo)

Modell: Groves Isotope Test Reactor, 15 .. 75 MWe

Technologie: Ein kompakter Schneller Reaktor (Fast Neutron Reactor), der ohne Kühlmittelpumpen auskommt und thermische Energie rein passiv überträgt.

Ziel: Kurzfristig (2027) Erprobung von Systemen zur zukünftigen Gewinnung medizinischer und industrieller Isotope. Das erste kommerzielle Kraftwerk (Aurora) 2028.

 

2026/08/06 Oklo’s Groves Becomes Fifth DOE Pilot Reactor to Reach Criticality, First on Private Land

Zitat

But the milestone also extends a rapid sequence of DOE-authorized advanced reactor criticalities this summer. Antares Nuclear’s Mark-0 reactor reached zero-power criticality at Idaho National Laboratory (INL) on June 4, becoming the first advanced reactor to achieve the milestone under the Reactor Pilot Program. Valar Atomics’ Ward 250 reactor reached criticality at the Utah San Rafael Energy Lab on June 18, becoming the second RPP reactor and the first DOE-authorized reactor built and operated outside the national laboratory system. Deployable Energy’s Unity reactor reached zero-power criticality at INL on June 30 through DOE’s Nuclear Energy Launch Pad initiative, while Aalo Atomics’ Critical Test Reactor reached criticality at INL on July 4.

 

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