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beamer2

Schweiz - welcher Kanton hat die niedrigsten Steuern?

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Bolanger
Rotenstein

@Bolanger @beamer2 

Bei Aktien-ETFs wird in der Schweiz streng unterschieden zwischen Dividenden und Kursgewinnen im engeren Sinne. Die dem ETF zugeflossenen Dividenden gelten als Einkommen und müssen vom Anleger mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden, unabhängig davon, ob diese Dividenden an den Anleger ausgeschüttet oder im Fonds thesauriert werden. Quellensteuern werden auf Antrag voll angerechnet.

 

Bei thesaurierenden ETFs muss also bestimmt werden, wie viel Erträge thesauriert wurden. Das hört sich komplex an, ist aber letztlich ganz einfach, denn die Eidgenössische Steuerverwaltung veröffentlicht die Vorjahreserträge für alle möglichen Fonds:

https://www.ictax.admin.ch/extern/de.html#/search

 

Auf "echte" Kursgewinne von Aktien fallen in der Regel keine Steuern an, egal, ob man die Aktien direkt hält oder indirekt über einen Fonds. 

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Rotenstein

Davon abgesehen, warne ich davor, nur aus Steuergründen in die Schweiz zu ziehen, oder auch seinen Kanton nur aus Steuergründen auszusuchen. Natürlich können diese Überlegungen eine Rolle spielen, aber letztlich gibt es viele andere Aspekte, die wichtiger sind. Man sollte Land & Leute mögen und die Bereitschaft mitbringen, sich anzupassen, einzugliedern und zum Gemeinwesen beizutragen. 

 

Die Schweiz ist ausserdem schon sehr dicht besiedelt und ich kann immer mehr nachvollziehen, dass viele Schweizer eine weitere ungebremste Zuwanderung kritisch sehen, auch wenn diese der Schweiz zusätzlichen Wohlstand verschafft hat.  

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Bolanger
vor 13 Minuten von Rotenstein:

Die dem ETF zugeflossenen Dividenden gelten als Einkommen und müssen vom Anleger mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden,

Sowas in der Art habe ich mir auch vorgestellt. Ich weiß nicht, ob das eine neue Erkenntnis für den TE ist und damit die Idee, in die Schweiz auszuwandern, hinfällig geworden ist. Zumindest haben wir das hier nun geklärt. Dividenden, egal ob aus Aktieninvestments oder aus Fonds müssen versteuerrt werden. da dürfte es schwer sein ein Depot über mehrere Millionen EUR zu halten, ohne irgendwas regelmäßig versteuern zu müssen. Mag gehen, dürfte aber kein mainstream-Investment sein.

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Rotenstein
vor 5 Minuten von Bolanger:

Mag gehen, dürfte aber kein mainstream-Investment sein.

Gibt natürlich für alles Lösungen, etwa hier der XDIV S&P 500® No Dividend Target ETF: 

https://www.roundhillinvestments.com/etf/xdiv/

 

Ich würde die Diversifikation nicht aufgeben, nur, um weniger Steuern zahlen zu müssen. Allerdings muss ich eingestehen, dass ich zeitweise darüber nachgedacht habe, Growth gegenüber Value überzugewichten, etwa in Form eines NASDAQ-100-ETFs. Was sich in der Schweiz auf jeden Fall weniger lohnt sind Dividenden-ETFs oder auch Anleihen mit hohem Kupon, womöglich noch in Fremdwährung. 

 

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beamer2
Am 8.5.2026 um 08:34 von beamer2:

Ja. Man lässt sich vom Steuerberater beraten.

 

Trotzdem kann man ja vorher schon mal schauen, in welcher Gemeinde die Vermögenssteuer am niedrigsten ist. Der Steuerberater wird sicherlich nicht im Internet suchen, welche Gemeinde die niedrigste Vermögenssteuer hat.

 

Wenn man z.B. die Gemeinde 8832 Wollerau nimmt:

 

Folgende Daten:

 

Vermögen von 15 Mio Euro,

0 € Einkommen

Alleinstehend

keine Kinder

45 Jahre alt

keine Religion

-----

Da zahlt man insgesamt 15.530 CHF Steuern.

 

Stimmt das so?

 

Ist die Berechnung mit dem Steurrechner ungefähr richtig?

https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth-tax

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Bast
vor 11 Minuten von beamer2:

Ist die Berechnung mit dem Steurrechner ungefähr richtig?

https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth-tax

Du hast ein Vermögen von 15 Millionen Euro und verlässt Dich auf Informationen aus diesem Forum? Warum lässt Du Dich nicht von Profis beraten? 

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beamer2
vor 32 Minuten von Bast:

Du hast ein Vermögen von 15 Millionen Euro

Ich habe nicht gesagt, dass ich 15 Mio habe.

vor 33 Minuten von Bast:

Warum lässt Du Dich nicht von Profis beraten? 

Für jemanden, der sich in der Schweiz auskennt, ist die Frage vermutlich nicht so schwer zu beantworten.

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M_aus_G
vor 45 Minuten von beamer2:

 

Ist die Berechnung mit dem Steurrechner ungefähr richtig?

https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth-tax

Ja, das sieht mir im Prinzip richtig aus.

 

Bist Du sicher, dass Du 0 € Einkommen hast? Also auch keine thesaurierenden Fonds oder Mining, Staking oder Lending? 

In deiner Konstellation müsstest Du aufpassen, dass das nicht als selbständige Erwerbstätigkeit klassifiziert wird.

 

Dazu kommen dann noch AHV und Krankenversicherung und die Mieten sind nicht gerade niedrig.

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satgar
vor 17 Minuten von beamer2:

Ich habe nicht gesagt, dass ich 15 Mio habe.

Du fragst also nur für einen Freund?

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beamer2
· bearbeitet von beamer2
vor 2 Stunden von M_aus_G:

Also auch keine thesaurierenden Fonds oder Mining, Staking oder Lending?

Richtig. In so etwas wird nicht investiert.

 

Dafür aber in Futures.

vor 2 Stunden von M_aus_G:

Dazu kommen dann noch AHV und Krankenversicherung

Kann man ungefähr sagen, wie hoch die Kosten für AHV und Krankenversicherung sind?

 

Wenn möglich würde eine private Krankenversicherung gewählt werden.

 

Die private Krankenversicherung, die man in Deutschland hat, kann man ja nicht behalten, oder?

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beamer2
· bearbeitet von beamer2

https://www.ahv-iv.ch/de/sozialversicherungen/alters-und-hinterlassenenversicherung-ahv/online-rechner/nichterwerbstaetige

 

Ich habe hier ausgerechnet, dass der AHV Beitrag 26.500 CHF pro Jahr beträgt. Das wäre ja sehr teuer.

(Bei 15 Mio € Vermögen und 0 € Einkommen)

 

Stimmt das? Ist der in jedem Kanton gleich hoch?

 

Ich habe es so verstanden, dass man die AHV-Beiträge später wieder ausbezahlt bekommt (quasi als Rente später wieder erhält). Dann sind die 26.500 Euro also nicht verloren, sondern man bekommt sie später wieder vollständig zurück.

Ist das so?

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M_aus_G
· bearbeitet von M_aus_G
vor 10 Stunden von beamer2:

https://www.ahv-iv.ch/de/sozialversicherungen/alters-und-hinterlassenenversicherung-ahv/online-rechner/nichterwerbstaetige

 

Ich habe hier ausgerechnet, dass der AHV Beitrag 26.500 CHF pro Jahr beträgt. Das wäre ja sehr teuer.

(Bei 15 Mio € Vermögen und 0 € Einkommen)

 

Stimmt das? Ist der in jedem Kanton gleich hoch?

 

Ich habe es so verstanden, dass man die AHV-Beiträge später wieder ausbezahlt bekommt (quasi als Rente später wieder erhält). Dann sind die 26.500 Euro also nicht verloren, sondern man bekommt sie später wieder vollständig zurück.

Ist das so?

Ja, der Betrag von 26.500 CHF ist korrekt und er wird auf Bundesebene festgelegt, ist also in jedem Kanton gleich hoch.

 

Die AHV Beiträge finanzieren die 1. Säule des Schweizer Rentensystems. Diese Säule ist umlagenfinanziert. 

Man bekommt die Beiträge als nicht vollständig zurück, sondern erwirbt damit Beitragsjahre für die Grundrente. Die Höhe der Rente richtet sich nach dem versicherten Jahreseinkommen. Wie das berechnet wird, wenn jemand kein Jahreseinkommen hat, sondern nur Vermögen und ob Du dann überhaupt eine Grundrente bekämst oder Deine Beiträge verfallen, kann ich Dir leider nicht sagen. 

vor 10 Stunden von beamer2:

Richtig. In so etwas wird nicht investiert.

 

Dafür aber in Futures.

 

Mit Futures läufst Du Gefahr als gewerbsmässiger Wertpapierhändler eingestuft zu werden.

Die Kriterien um nicht als gewerbsmässiger Wertpapierhändler eingestuft zu werden sind:

 

Kriterien für private Anleger (kein gewerbsmässiger Handel):

- Keine Fremdfinanzierung: Die Wertschriftenkäufe werden nicht durch Kredite finanziert, oder die steuerbaren Vermögenserträge (Dividenden, Zinsen) sind höher als die anteiligen Schuldzinsen.

- Geringer Derivateeinsatz: Der Handel mit Derivaten (Optionen, Futures) beschränkt sich ausschließlich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen (Hedging), nicht auf Spekulation.

- Niedrige Transaktionsfrequenz: Der Handel ist nicht extrem häufig. Eine hohe Frequenz deutet auf Gewerbsmässigkeit hin.

- Einkommensquelle: Kapitalgewinne aus Wertschriftengeschäften bilden nicht die Notwendigkeit, um fehlende Einkünfte zur Lebenshaltung zu ersetzen (oft als Richtwert: weniger als 50% des Reineinkommens).

- Keine Verwaltung für Dritte: Es werden keine Gelder von Kunden oder Dritten angenommen oder verwaltet. 

 

  

vor 10 Stunden von beamer2:

Kann man ungefähr sagen, wie hoch die Kosten für AHV und Krankenversicherung sind?

 

Wenn möglich würde eine private Krankenversicherung gewählt werden.

 

Die private Krankenversicherung, die man in Deutschland hat, kann man ja nicht behalten, oder?

Die deutsche Krankenversicherung kann man, ausser in Spezialfällen, nicht behalten. 

Es gibt in der Schweiz nur private Krankenversicherungen und die Kosten sind von vielen Faktoren abhängig. Am besten schaust Du bei comparis nach, wieviel die Versicherung in deinem Fall kosten würde.

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beamer2
· bearbeitet von beamer2
vor 8 Stunden von M_aus_G:

Wie das berechnet wird, wenn jemand kein Jahreseinkommen hat, sondern nur Vermögen und ob Du dann überhaupt eine Grundrente bekämst oder Deine Beiträge verfallen, kann ich Dir leider nicht sagen. 

OK Danke.

 

Gibt es einen Link, wo man herausfinden kann, ob die gezahlten AHV-Beiträge verfallen?

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die gezahlten AHV-Beiträge einfach verfallen. Man bekommt dann später vermutlich einfach eine Rente ausbezahlt. Keine Ahnung wie hoch.

 

 

vor 8 Stunden von M_aus_G:

Kriterien für private Anleger (kein gewerbsmässiger Handel):

1) Keine Fremdfinanzierung: Die Wertschriftenkäufe werden nicht durch Kredite finanziert, oder die steuerbaren Vermögenserträge (Dividenden, Zinsen) sind höher als die anteiligen Schuldzinsen.

2) Geringer Derivateeinsatz: Der Handel mit Derivaten (Optionen, Futures) beschränkt sich ausschließlich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen (Hedging), nicht auf Spekulation.

3) Niedrige Transaktionsfrequenz: Der Handel ist nicht extrem häufig. Eine hohe Frequenz deutet auf Gewerbsmässigkeit hin.

4) Einkommensquelle: Kapitalgewinne aus Wertschriftengeschäften bilden nicht die Notwendigkeit, um fehlende Einkünfte zur Lebenshaltung zu ersetzen (oft als Richtwert: weniger als 50% des Reineinkommens).

5) Keine Verwaltung für Dritte: Es werden keine Gelder von Kunden oder Dritten angenommen oder verwaltet. 

Richtig. Das sind die Kriterien.

 

Nur weil man Futures handelt, ist man aber noch kein gewerbsmässiger Wertpapierhändler.

 

Wenn man von den oben genannten Kriterien nur Nr. 2 und Nr.3 nicht erfüllt, ist man dann ein gewerbsmässiger Wertpapierhändler?

 

Also man erfüllt nur die Kriterien Nr. 1, Nr.4 und Nr.5.

 

Soweit ich weiß, entscheidet ja immer die Gesamtschau der Kriterien. Nicht ein einzelnes Kriterium.

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M_aus_G
vor 3 Stunden von beamer2:

Gibt es einen Link, wo man herausfinden kann, ob die gezahlten AHV-Beiträge verfallen?

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die gezahlten AHV-Beiträge einfach verfallen. Man bekommt dann später vermutlich einfach eine Rente ausbezahlt. Keine Ahnung wie hoch.

Am besten rufst du bei der Informationsstelle AHV/IV, bzw. der  Schweizerischen Ausgleichskasse SAK an. Dein Fall ist ja nicht gerade alltäglich. Und gib bitte Feedback, wenn Du Infos bekommst.

 

Du könntest Dich auch in das Mustachian Post Forum einlesen. Das dürfte wohl die beste Anlaufstelle für Dich sein. In dem Forum geht es um FIRE und es gibt einige die bereits in der RE Phase sind.

Ein häufig wiederkehrendes Thema ist auch die Befürchtung als gewerbsmässiger Wertpapierhändler eingestuft zu werden.

 

vor 3 Stunden von beamer2:

Richtig. Das sind die Kriterien.

 

Nur weil man Futures handelt, ist man aber noch kein gewerbsmässiger Wertpapierhändler.

 

Wenn man von den oben genannten Kriterien nur Nr. 2 und Nr.3 nicht erfüllt, ist man dann ein gewerbsmässiger Wertpapierhändler?

 

Also man erfüllt nur die Kriterien Nr. 1, Nr.4 und Nr.5.

 

Soweit ich weiß, entscheidet ja immer die Gesamtschau der Kriterien. Nicht ein einzelnes Kriterium.

Jedes kantonale Steueramt entscheidet autonom, wie die Kriterien ausgelegt werden. 

Im oben genannten Forum gibt es einen eigenen Thread der sich mit dem Thema Professional investor/trader status beschäftigt.

 

Wenn ich das richtig sehe verletzt Du 4 der 5 Kriterien für private Anleger. Dein Fall dürfte also interessant werden und wie Dir schon zuvor geraten wurde: Bevor Du eine Entscheidung fällst, solltest Du Dich dringendst professionell beraten lassen.

 

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beamer2
· bearbeitet von beamer2
vor 26 Minuten von M_aus_G:

Wenn ich das richtig sehe verletzt Du 4 der 5 Kriterien für private Anleger.

Es wären nur die Kriterien Nr. 2 und Nr.3 nicht erfüllt.

 

Kriterium Nr.4 ist erfüllt, denn es wären Mieteinnahmen aus Wohnungen in Deutschland vorhanden, die für den Lebensunterhalt ausreichen.

Kriterium Nr. 1 ist auch erfüllt.

 

Zusätzlich kann man ja sagen, dass die Futures hauptsächlich zur Absicherung gekauft werden. Dann wäre Kriterium Nr.2 auch erfüllt.

Es ist ja vermutlich auch Ansichtssache / Auslegungssache, ob man einen Future zur Absicherung oder zur Spekulation gekauft hat.

 

Prüft das kantonale Steueramt, ob man einen Future zur Absicherung oder Spekulation gekauft hat?

Wie wollen die das feststellen?

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M_aus_G
vor 9 Minuten von beamer2:

Es wären nur die Kriterien Nr. 2 und Nr.3 nicht erfüllt.

 

Kriterium Nr.4 ist erfüllt, denn es wären Mieteinnahmen aus Wohnungen in Deutschland vorhanden, die für den Lebensunterhalt ausreichen.

Kriterium Nr. 1 ist auch erfüllt.

 

Zusätzlich kann man ja sagen, dass die Futures hauptsächlich zur Absicherung gekauft werden. Dann wäre Kriterium Nr.2 auch erfüllt.

Es ist ja vermutlich auch Ansichtssache / Auslegungssache, ob man einen Future zur Absicherung oder zur Spekulation gekauft hat.

 

Prüft das kantonale Steueramt, ob man einen Future zur Absicherung oder Spekulation gekauft hat?

Wie wollen die das feststellen?

 

Zu Punkt 1: Du hattest anfangs erwähnt, dass Du eine Hypothek hast. Die Schuldzinsen werden anteilig in der Schweiz angerechnet und da Du keine Dividenden oder Zinsen erzielst, dürfte Punkt 1 verletzt sein.

Zu Punkt 2: Da du keine Wertschriftenpositionen hast, können die Futures auch nicht zur Absicherung dieser nicht-existenten Positionen eingesetzt werden.

Zu Punkt 4: Erstens ist die Schwyz ein teures Pflaster. Hast Du schon mal geschaut wo die Mieten in Wollerau liegen? Dazu kommen dann ja noch Steuer, AHV, KV, Mobilität, etc. Zweitens gilt als Richtwert, dass die Kapitalgewinne weniger als 50% des Reineinkommens betragen sollen.

 

Wenn jemand angibt ein Vermögen im mehrstelligen Bereich zu haben, aber keine Einkünfte daraus erzielt, wird die Steuerbehörde schon sehr genau nachschauen.

 

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beamer2
· bearbeitet von beamer2

OK Danke.

 

Ich verstehe, was du meinst.

 

vor 33 Minuten von M_aus_G:

Zu Punkt 1: Du hattest anfangs erwähnt, dass Du eine Hypothek hast. Die Schuldzinsen werden anteilig in der Schweiz angerechnet und da Du keine Dividenden oder Zinsen erzielst, dürfte Punkt 1 verletzt sein.

Dann würde man einfach zusätzlich eine Aktie kaufen, die Dividenden ausschüttet, so dass die Dividenden höher sind als die Schuldzinsen. Dann ist Punkt 1 nicht mehr verletzt, oder?

(Solange die Einnahmen aus den Dividenden abzüglich der Schuldzinsen den Freibetrag bei der Einkommensteuer nicht übersteigen, zahlt man immer noch 0 CHF Steuern, richtig?)

 

Mir ging es mehr um diese Sache:

 

Es ist ja vermutlich auch Ansichtssache / Auslegungssache, ob man einen Future zur Absicherung oder zur Spekulation gekauft hat.

 

Prüft das kantonale Steueramt, ob man einen Future zur Absicherung oder Spekulation gekauft hat?

Wie wollen die das feststellen?

 

vor 33 Minuten von M_aus_G:

Zu Punkt 2: Da du keine Wertschriftenpositionen hast, können die Futures auch nicht zur Absicherung dieser nicht-existenten Positionen eingesetzt werden.

Soweit ich weiß, habe ich nicht gesagt, dass ich keine Wertschriftenpositionen habe.

Ich hätte Aktien, die keine Dividende ausschütten. Dann können die Futures zur Absicherung eingesetzt werden.

 

vor 33 Minuten von M_aus_G:

Dazu kommen dann ja noch Steuer, AHV, KV, Mobilität

Die Steuer ist ja nicht so hoch. Ich hatte ja oben ausgerechnet, dass die Steuer 15.530 CHF im Jahr ist. 

AHV ist ja 26.500 CHF.

Und von der AHV bekommt man ja später einen großen Teil zurück (vermute ich mal).

Die Krankenversicherung ist sogar günstiger als in Deutschland, wenn ich es richtig gesehen habe. Die KV ist aber auch nicht so wichtig.

Mobilität ist ja auch nicht so teuer.

vor 33 Minuten von M_aus_G:

Wenn jemand angibt ein Vermögen im mehrstelligen Bereich zu haben, aber keine Einkünfte daraus erzielt, wird die Steuerbehörde schon sehr genau nachschauen.

Man kann ja problemlos nachweisen, dass genug laufendes Einkommen aus den Mieteinnahmen aus Deutschland kommt, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

 

Wenn man dann auf die 15 Mio € im Wertpapierdepot 10% Rendite erhält, also 1,5 Mio €, spricht das dann dafür, dass man als professioneller Wertpapierhändler eingestuft wird?

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M_aus_G
vor 13 Stunden von beamer2:

Dann würde man einfach zusätzlich eine Aktie kaufen, die Dividenden ausschüttet, so dass die Dividenden höher sind als die Schuldzinsen. Dann ist Punkt 1 nicht mehr verletzt, oder?

(Solange die Einnahmen aus den Dividenden abzüglich der Schuldzinsen den Freibetrag bei der Einkommensteuer nicht übersteigen, zahlt man immer noch 0 CHF Steuern, richtig?)

 

 

Im Prinzip stimmt das. Bei der Ermittlung des Steuersatzes wird allerdings das Welteinkommen herangezogen, also auch die Mieteinnahmen aus Deutschland, auch wenn die deutschen Mieteinnahmen nicht in der Schweiz versteuert werden müssen.

 

vor 13 Stunden von beamer2:

Es ist ja vermutlich auch Ansichtssache / Auslegungssache, ob man einen Future zur Absicherung oder zur Spekulation gekauft hat.

 

Prüft das kantonale Steueramt, ob man einen Future zur Absicherung oder Spekulation gekauft hat?

Wie wollen die das feststellen?

 

Soweit ich weiß, habe ich nicht gesagt, dass ich keine Wertschriftenpositionen habe.

Ich hätte Aktien, die keine Dividende ausschütten. Dann können die Futures zur Absicherung eingesetzt werden.

Die Futures müssen zum Hedging deiner Wertschriftenpositionen eingesetzt werden und die Auslegung erfolgt durch die kantonale Steuerverwaltung

 

vor 13 Stunden von beamer2:

Die Steuer ist ja nicht so hoch. Ich hatte ja oben ausgerechnet, dass die Steuer 15.530 CHF im Jahr ist. 

AHV ist ja 26.500 CHF.

Und von der AHV bekommt man ja später einen großen Teil zurück (vermute ich mal).

Die Krankenversicherung ist sogar günstiger als in Deutschland, wenn ich es richtig gesehen habe. Die KV ist aber auch nicht so wichtig.

Mobilität ist ja auch nicht so teuer.

Man kann ja problemlos nachweisen, dass genug laufendes Einkommen aus den Mieteinnahmen aus Deutschland kommt, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die Steuer in Wollerau ist in der Tat nicht hoch, allerdings ist die Miete auch entsprechend. Dies dürfte dein grösster Ausgabenposten sein. Mach für Dich mal mal eine Beispielrechnung und schau dann, ob die Mieteinahmen aus D reichen.

Es würde mich zudem wundern, wenn die Schweizer KV günstiger wäre als in Deutschland. Wieviel zahlt man denn in D?

 

vor 13 Stunden von beamer2:

Wenn man dann auf die 15 Mio € im Wertpapierdepot 10% Rendite erhält, also 1,5 Mio €, spricht das dann dafür, dass man als professioneller Wertpapierhändler eingestuft wird?

Es kommt darauf an wie die Rendite erzielt wird. Wenn Du in einem guten Jahr 10% über ETFs erzielst, ist das kein Problem. 

 

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Churgast
vor 14 Stunden von beamer2:

Wenn man dann auf die 15 Mio € im Wertpapierdepot 10% Rendite erhält, also 1,5 Mio €, spricht das dann dafür, dass man als professioneller Wertpapierhändler eingestuft wird?

In der Schweizer Steuererklärung gibst Du alle Wertpapiertransaktionen eines Jahres an. Wenn Du das Depot für Deine 10% Rendite mehrfach umschichten musst, lieferst Du Argumente für einen professionellen Handel. Bestimmte Strategien, die Du Dir in früheren Postings ausgedacht hast (z.B. langlaufende Zerobonds) funktionieren in der Schweiz nicht. Obwohl die Schweiz bei Privatanlegern eigentlich keine Kursgewinne besteuert, muss sie bei Zerobonds natürlich irgendwie eine Ausnahme machen. Details sind von Kanton zu Kanton verschieden.

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beamer2
· bearbeitet von beamer2
vor 21 Stunden von M_aus_G:

Du könntest Dich auch in das Mustachian Post Forum einlesen. Das dürfte wohl die beste Anlaufstelle für Dich sein. In dem Forum geht es um FIRE und es gibt einige die bereits in der RE Phase sind.

Ein häufig wiederkehrendes Thema ist auch die Befürchtung als gewerbsmässiger Wertpapierhändler eingestuft zu werden.

Danke für den Tipp.

Ich habe diesen Thread gefunden:

https://forum.mustachianpost.com/t/professional-investor-trader-status/1328/34

 

Kennst du noch mehr Threads zu dem Thema, wo besprochen wird, ab wann man in der Schweiz als professioneller Wertpapierhändler eingestuft wird? Ich habe nur diesen einen Thread gefunden.

 

Bezüglich der Wahrscheinlichkeit als professioneller Wertpapierhändler eingestuft zu werden:

Am besten scheint der Kanton Zürich zu sein. Da wird man kaum als professioneller Wertpapierhändler eingestuft.

Der Kanton Schwyz scheint nicht so gut zu sein.

Gibt es Erfahrungen zum Kanton Nidwalden?

Oder zu anderen Kantonen?

 

vor 7 Stunden von M_aus_G:

Es würde mich zudem wundern, wenn die Schweizer KV günstiger wäre als in Deutschland. Wieviel zahlt man denn in D?

In Deutschland zahlt man für eine PKV durchaus 870 € + 78 € Pflegeversicherung pro Monat.

Da ist die Krankenversicherung in der Schweiz gemäß der Seite comparis.ch deutlich günstiger.

vor 7 Stunden von M_aus_G:

Im Prinzip stimmt das. Bei der Ermittlung des Steuersatzes wird allerdings das Welteinkommen herangezogen, also auch die Mieteinnahmen aus Deutschland, auch wenn die deutschen Mieteinnahmen nicht in der Schweiz versteuert werden müssen.

Auch wenn zur Ermittlung des Steuersatzes die Mieteinnahmen aus Deutschland herangezogen werden, dann muss man trotzdem 0 Euro Einkommensteuer in der Schweiz zahlen, richtig?

 

Wie hoch der Steuersatz für die Einkommensteuer ist, ist ja egal.

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beamer2
· bearbeitet von beamer2

Noch eine wichtige Frage:

 

Ich habe jetzt lange gesucht, in welcher GEMEINDE in der Schweiz die Vermögenssteuer am niedrigsten ist.

Das Ergebnis:

 

In der Gemeinde 6052 Hergiswil in Nidwalden ist die Vermögenssteuer am niedrigsten.

 

Stimmt das?

Oder kommt ihr zu einem anderen Ergebnis?

Ich habe in der gesamten Schweiz keine Stadt gefunden, wo man weniger Vermögenssteuer bezahlt.

 

Ich habe mit dieser Seite gesucht. Ich weiß nicht, ob das alles stimmt, was diese Seite sagt:

https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth-tax

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Eine bessere Frage wäre: in welcher Gemeinde wird die Vermögenssteuer in den nächsten 10 oder 20 Jahren am niedrigsten sein...

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M_aus_G
vor 13 Stunden von beamer2:

Danke für den Tipp.

Ich habe diesen Thread gefunden:

https://forum.mustachianpost.com/t/professional-investor-trader-status/1328/34

 

Kennst du noch mehr Threads zu dem Thema, wo besprochen wird, ab wann man in der Schweiz als professioneller Wertpapierhändler eingestuft wird? Ich habe nur diesen einen Thread gefunden.

 

Bleib bei diesem Thread und schildere Deine Situation, dann wirst Du die besten Antworten bekommen.

 

Du hattest ja auch noch die Frage was mit Deinen Zahlungen an die AHV geschieht. Hierzu würde ich mal das Forum durchlesen. Vielleicht wird Deine Frage dann schon beantwortet. Ansonsten kannst Du im passenden Thread nachfragen.

 

Ich würde übrigens im Forum auf die deutsche Übersetzung verzichten. Es ist ein englischsprachiges Forum. Deutsch wird von vielen nicht verstanden und bläht die Beiträge nur auf.

vor 13 Stunden von beamer2:

Bezüglich der Wahrscheinlichkeit als professioneller Wertpapierhändler eingestuft zu werden:

Am besten scheint der Kanton Zürich zu sein. Da wird man kaum als professioneller Wertpapierhändler eingestuft.

Der Kanton Schwyz scheint nicht so gut zu sein.

Gibt es Erfahrungen zum Kanton Nidwalden?

Oder zu anderen Kantonen?

Es gibt nur anekdotische Berichte, ob jemand als professioneller Wertpapierhändler eingestuft wird oder nicht. Das ganze bringt Dir aber eh nichts, wenn Du in jedem Kanton als solcher eingestuft würdest.

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M_aus_G
vor 13 Stunden von beamer2:

Wie hoch der Steuersatz für die Einkommensteuer ist, ist ja egal.

 

vor 13 Stunden von beamer2:

Noch eine wichtige Frage:

 

Ich habe jetzt lange gesucht, in welcher GEMEINDE in der Schweiz die Vermögenssteuer am niedrigsten ist.

Das Ergebnis:

 

In der Gemeinde 6052 Hergiswil in Nidwalden ist die Vermögenssteuer am niedrigsten.

 

Stimmt das?

Oder kommt ihr zu einem anderen Ergebnis?

Ich habe in der gesamten Schweiz keine Stadt gefunden, wo man weniger Vermögenssteuer bezahlt.

 

Die Wahrscheinlichkeit als professioneller Wertpapierhändler eingestuft zu werden dürfte bei Dir ziemlich gross sein.

Daher solltest also eher darauf achten wieviel Du jeweils als professioneller Wertpapierhändler versteuern musst.

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