Bolanger gestern um 09:49 Uhr vor einer Stunde von beamer2: Wieso kannst du dir das nicht vorstellen? Vielleicht verstehe ich diesen nahezu willkürlich ausgewählten Artikel falsch: Sie müssen die Erträge als Einkommen versteuern, auch wenn Sie sie gar nicht ausgezahlt erhalten. Vom Fonds erhalten Sie eine Aufstellung, aus der hervorgeht, wie hoch die steuerbaren Erträge aus Zinsen und Dividenden sind. Diese Aufstellung brauchen Sie für Ihre Steuererklärung. Wenn Sie sie elektronisch ausfüllen, errechnet das System das automatisch aufgrund der Valorennummer. Ob die Erträge ausgezahlt oder sofort reinvestiert werden, spielt steuerlich betrachtet keine Rolle. Mit einem sogenannt thesaurierenden Fonds, bei dem die Erträge nicht ausgeschüttet, sondern zum Kauf neuer Fondsanteile verwendet werden, zahlen Sie also nicht weniger Steuern als mit einem ausschüttenden Fonds. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein gestern um 10:36 Uhr @Bolanger @beamer2 Bei Aktien-ETFs wird in der Schweiz streng unterschieden zwischen Dividenden und Kursgewinnen im engeren Sinne. Die dem ETF zugeflossenen Dividenden gelten als Einkommen und müssen vom Anleger mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden, unabhängig davon, ob diese Dividenden an den Anleger ausgeschüttet oder im Fonds thesauriert werden. Quellensteuern werden auf Antrag voll angerechnet. Bei thesaurierenden ETFs muss also bestimmt werden, wie viel Erträge thesauriert wurden. Das hört sich komplex an, ist aber letztlich ganz einfach, denn die Eidgenössische Steuerverwaltung veröffentlicht die Vorjahreserträge für alle möglichen Fonds: https://www.ictax.admin.ch/extern/de.html#/search Auf "echte" Kursgewinne von Aktien fallen in der Regel keine Steuern an, egal, ob man die Aktien direkt hält oder indirekt über einen Fonds. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein gestern um 10:48 Uhr Davon abgesehen, warne ich davor, nur aus Steuergründen in die Schweiz zu ziehen, oder auch seinen Kanton nur aus Steuergründen auszusuchen. Natürlich können diese Überlegungen eine Rolle spielen, aber letztlich gibt es viele andere Aspekte, die wichtiger sind. Man sollte Land & Leute mögen und die Bereitschaft mitbringen, sich anzupassen, einzugliedern und zum Gemeinwesen beizutragen. Die Schweiz ist ausserdem schon sehr dicht besiedelt und ich kann immer mehr nachvollziehen, dass viele Schweizer eine weitere ungebremste Zuwanderung kritisch sehen, auch wenn diese der Schweiz zusätzlichen Wohlstand verschafft hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger gestern um 10:51 Uhr vor 13 Minuten von Rotenstein: Die dem ETF zugeflossenen Dividenden gelten als Einkommen und müssen vom Anleger mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden, Sowas in der Art habe ich mir auch vorgestellt. Ich weiß nicht, ob das eine neue Erkenntnis für den TE ist und damit die Idee, in die Schweiz auszuwandern, hinfällig geworden ist. Zumindest haben wir das hier nun geklärt. Dividenden, egal ob aus Aktieninvestments oder aus Fonds müssen versteuerrt werden. da dürfte es schwer sein ein Depot über mehrere Millionen EUR zu halten, ohne irgendwas regelmäßig versteuern zu müssen. Mag gehen, dürfte aber kein mainstream-Investment sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein gestern um 11:01 Uhr vor 5 Minuten von Bolanger: Mag gehen, dürfte aber kein mainstream-Investment sein. Gibt natürlich für alles Lösungen, etwa hier der XDIV S&P 500® No Dividend Target ETF: https://www.roundhillinvestments.com/etf/xdiv/ Ich würde die Diversifikation nicht aufgeben, nur, um weniger Steuern zahlen zu müssen. Allerdings muss ich eingestehen, dass ich zeitweise darüber nachgedacht habe, Growth gegenüber Value überzugewichten, etwa in Form eines NASDAQ-100-ETFs. Was sich in der Schweiz auf jeden Fall weniger lohnt sind Dividenden-ETFs oder auch Anleihen mit hohem Kupon, womöglich noch in Fremdwährung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
beamer2 vor 23 Stunden Am 8.5.2026 um 08:34 von beamer2: Ja. Man lässt sich vom Steuerberater beraten. Trotzdem kann man ja vorher schon mal schauen, in welcher Gemeinde die Vermögenssteuer am niedrigsten ist. Der Steuerberater wird sicherlich nicht im Internet suchen, welche Gemeinde die niedrigste Vermögenssteuer hat. Wenn man z.B. die Gemeinde 8832 Wollerau nimmt: Folgende Daten: Vermögen von 15 Mio Euro, 0 € Einkommen Alleinstehend keine Kinder 45 Jahre alt keine Religion ----- Da zahlt man insgesamt 15.530 CHF Steuern. Stimmt das so? Ist die Berechnung mit dem Steurrechner ungefähr richtig? https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth-tax Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bast vor 23 Stunden vor 11 Minuten von beamer2: Ist die Berechnung mit dem Steurrechner ungefähr richtig? https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth-tax Du hast ein Vermögen von 15 Millionen Euro und verlässt Dich auf Informationen aus diesem Forum? Warum lässt Du Dich nicht von Profis beraten? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
beamer2 vor 23 Stunden vor 32 Minuten von Bast: Du hast ein Vermögen von 15 Millionen Euro Ich habe nicht gesagt, dass ich 15 Mio habe. vor 33 Minuten von Bast: Warum lässt Du Dich nicht von Profis beraten? Für jemanden, der sich in der Schweiz auskennt, ist die Frage vermutlich nicht so schwer zu beantworten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
M_aus_G vor 23 Stunden vor 45 Minuten von beamer2: Ist die Berechnung mit dem Steurrechner ungefähr richtig? https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth-tax Ja, das sieht mir im Prinzip richtig aus. Bist Du sicher, dass Du 0 € Einkommen hast? Also auch keine thesaurierenden Fonds oder Mining, Staking oder Lending? In deiner Konstellation müsstest Du aufpassen, dass das nicht als selbständige Erwerbstätigkeit klassifiziert wird. Dazu kommen dann noch AHV und Krankenversicherung und die Mieten sind nicht gerade niedrig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar vor 22 Stunden vor 17 Minuten von beamer2: Ich habe nicht gesagt, dass ich 15 Mio habe. Du fragst also nur für einen Freund? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
beamer2 vor 21 Stunden · bearbeitet vor 20 Stunden von beamer2 vor 2 Stunden von M_aus_G: Also auch keine thesaurierenden Fonds oder Mining, Staking oder Lending? Richtig. In so etwas wird nicht investiert. Dafür aber in Futures. vor 2 Stunden von M_aus_G: Dazu kommen dann noch AHV und Krankenversicherung Kann man ungefähr sagen, wie hoch die Kosten für AHV und Krankenversicherung sind? Wenn möglich würde eine private Krankenversicherung gewählt werden. Die private Krankenversicherung, die man in Deutschland hat, kann man ja nicht behalten, oder? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
beamer2 vor 20 Stunden · bearbeitet vor 20 Stunden von beamer2 https://www.ahv-iv.ch/de/sozialversicherungen/alters-und-hinterlassenenversicherung-ahv/online-rechner/nichterwerbstaetige Ich habe hier ausgerechnet, dass der AHV Beitrag 26.500 CHF pro Jahr beträgt. Das wäre ja sehr teuer. (Bei 15 Mio € Vermögen und 0 € Einkommen) Stimmt das? Ist der in jedem Kanton gleich hoch? Ich habe es so verstanden, dass man die AHV-Beiträge später wieder ausbezahlt bekommt (quasi als Rente später wieder erhält). Dann sind die 26.500 Euro also nicht verloren, sondern man bekommt sie später wieder vollständig zurück. Ist das so? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
M_aus_G vor 10 Stunden · bearbeitet vor 10 Stunden von M_aus_G vor 10 Stunden von beamer2: https://www.ahv-iv.ch/de/sozialversicherungen/alters-und-hinterlassenenversicherung-ahv/online-rechner/nichterwerbstaetige Ich habe hier ausgerechnet, dass der AHV Beitrag 26.500 CHF pro Jahr beträgt. Das wäre ja sehr teuer. (Bei 15 Mio € Vermögen und 0 € Einkommen) Stimmt das? Ist der in jedem Kanton gleich hoch? Ich habe es so verstanden, dass man die AHV-Beiträge später wieder ausbezahlt bekommt (quasi als Rente später wieder erhält). Dann sind die 26.500 Euro also nicht verloren, sondern man bekommt sie später wieder vollständig zurück. Ist das so? Ja, der Betrag von 26.500 CHF ist korrekt und er wird auf Bundesebene festgelegt, ist also in jedem Kanton gleich hoch. Die AHV Beiträge finanzieren die 1. Säule des Schweizer Rentensystems. Diese Säule ist umlagenfinanziert. Man bekommt die Beiträge als nicht vollständig zurück, sondern erwirbt damit Beitragsjahre für die Grundrente. Die Höhe der Rente richtet sich nach dem versicherten Jahreseinkommen. Wie das berechnet wird, wenn jemand kein Jahreseinkommen hat, sondern nur Vermögen und ob Du dann überhaupt eine Grundrente bekämst oder Deine Beiträge verfallen, kann ich Dir leider nicht sagen. vor 10 Stunden von beamer2: Richtig. In so etwas wird nicht investiert. Dafür aber in Futures. Mit Futures läufst Du Gefahr als gewerbsmässiger Wertpapierhändler eingestuft zu werden. Die Kriterien um nicht als gewerbsmässiger Wertpapierhändler eingestuft zu werden sind: Kriterien für private Anleger (kein gewerbsmässiger Handel): - Keine Fremdfinanzierung: Die Wertschriftenkäufe werden nicht durch Kredite finanziert, oder die steuerbaren Vermögenserträge (Dividenden, Zinsen) sind höher als die anteiligen Schuldzinsen. - Geringer Derivateeinsatz: Der Handel mit Derivaten (Optionen, Futures) beschränkt sich ausschließlich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen (Hedging), nicht auf Spekulation. - Niedrige Transaktionsfrequenz: Der Handel ist nicht extrem häufig. Eine hohe Frequenz deutet auf Gewerbsmässigkeit hin. - Einkommensquelle: Kapitalgewinne aus Wertschriftengeschäften bilden nicht die Notwendigkeit, um fehlende Einkünfte zur Lebenshaltung zu ersetzen (oft als Richtwert: weniger als 50% des Reineinkommens). - Keine Verwaltung für Dritte: Es werden keine Gelder von Kunden oder Dritten angenommen oder verwaltet. vor 10 Stunden von beamer2: Kann man ungefähr sagen, wie hoch die Kosten für AHV und Krankenversicherung sind? Wenn möglich würde eine private Krankenversicherung gewählt werden. Die private Krankenversicherung, die man in Deutschland hat, kann man ja nicht behalten, oder? Die deutsche Krankenversicherung kann man, ausser in Spezialfällen, nicht behalten. Es gibt in der Schweiz nur private Krankenversicherungen und die Kosten sind von vielen Faktoren abhängig. Am besten schaust Du bei comparis nach, wieviel die Versicherung in deinem Fall kosten würde. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
beamer2 vor 2 Stunden · bearbeitet vor 2 Stunden von beamer2 vor 8 Stunden von M_aus_G: Wie das berechnet wird, wenn jemand kein Jahreseinkommen hat, sondern nur Vermögen und ob Du dann überhaupt eine Grundrente bekämst oder Deine Beiträge verfallen, kann ich Dir leider nicht sagen. OK Danke. Gibt es einen Link, wo man herausfinden kann, ob die gezahlten AHV-Beiträge verfallen? Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die gezahlten AHV-Beiträge einfach verfallen. Man bekommt dann später vermutlich einfach eine Rente ausbezahlt. Keine Ahnung wie hoch. vor 8 Stunden von M_aus_G: Kriterien für private Anleger (kein gewerbsmässiger Handel): 1) Keine Fremdfinanzierung: Die Wertschriftenkäufe werden nicht durch Kredite finanziert, oder die steuerbaren Vermögenserträge (Dividenden, Zinsen) sind höher als die anteiligen Schuldzinsen. 2) Geringer Derivateeinsatz: Der Handel mit Derivaten (Optionen, Futures) beschränkt sich ausschließlich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen (Hedging), nicht auf Spekulation. 3) Niedrige Transaktionsfrequenz: Der Handel ist nicht extrem häufig. Eine hohe Frequenz deutet auf Gewerbsmässigkeit hin. 4) Einkommensquelle: Kapitalgewinne aus Wertschriftengeschäften bilden nicht die Notwendigkeit, um fehlende Einkünfte zur Lebenshaltung zu ersetzen (oft als Richtwert: weniger als 50% des Reineinkommens). 5) Keine Verwaltung für Dritte: Es werden keine Gelder von Kunden oder Dritten angenommen oder verwaltet. Richtig. Das sind die Kriterien. Nur weil man Futures handelt, ist man aber noch kein gewerbsmässiger Wertpapierhändler. Wenn man von den oben genannten Kriterien nur Nr. 2 und Nr.3 nicht erfüllt, ist man dann ein gewerbsmässiger Wertpapierhändler? Also man erfüllt nur die Kriterien Nr. 1, Nr.4 und Nr.5. Soweit ich weiß, entscheidet ja immer die Gesamtschau der Kriterien. Nicht ein einzelnes Kriterium. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag