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piccolo88

Auxilia kündigt Rechtsschutzversicherung. Was tun?

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piccolo88

Hi zusammen,

die Auxilia hat mir fristgerecht eigenständig die Rechtsschutzversicherung gekündigt. 

Ich habe erstmal um Umwandlung in einvernehmliche Kündigung durch mich gebeten und eine die Schadenshistorie angefragt. 

 

In den letzten Jahres hatte ich tatsächlich einige Rechtsstreitigkeiten -die jedoch allesamt zu meinen Gunsten ausgefallen sind falls das irgendwie hilft.

 

Hat jemand Tipps/Empfehlungen was ich nun mache und/oder kann Makler empfehlen, die hier unterstützen können? 

 

Danke euch allen und viele Grüße 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 3 Stunden von piccolo88:

Ich habe erstmal um Umwandlung in einvernehmliche Kündigung durch mich gebeten und eine die Schadenshistorie angefragt. 

Gut so. Das jetzt erstmal abwarten. Mit einer Kündigung durch Versicherer ist es immer fast ausgeschlossen, was neues zu kriegen. Selbst mit breiter Schadenhistorie und "Kündigung durch Versicherungsnehmer" ist es schwer genug. Du solltest auf jedenfall einen Makler einschalten, wenn du eine RSV weiterhin haben willst.  Im schlimmsten Fall wirst du leider bis zu 5 Jahre ganz ohne RSV auskommen müssen, wenn dich keiner will.

 

vor 3 Stunden von piccolo88:

In den letzten Jahres hatte ich tatsächlich einige Rechtsstreitigkeiten -die jedoch allesamt zu meinen Gunsten ausgefallen sind falls das irgendwie hilft.

Leider nicht.

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Holgerli
vor 5 Stunden von piccolo88:

In den letzten Jahres hatte ich tatsächlich einige Rechtsstreitigkeiten -die jedoch allesamt zu meinen Gunsten ausgefallen sind falls das irgendwie hilft.

Dürfte ich fragen: In wie viel Jahren, wie viel Streitigkeiten?

Ich frage deswegen: Ich hatte vor zwei Jahren was und ich laufe jetzt gerade mit Höchstgeschwindigkeit in was Neues rein. Und die ich habe gerade schon bedenken, dass durch den jetzigen Rechtsstreit es eng werden könnte und die Versicherung kündigt.

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Caveman8
vor 8 Minuten von Holgerli:

Dürfte ich fragen: In wie viel Jahren, wie viel Streitigkeiten?

Ich frage deswegen: Ich hatte vor zwei Jahren was und ich laufe jetzt gerade mit Höchstgeschwindigkeit in was Neues rein. Und die ich habe gerade schon bedenken, dass durch den jetzigen Rechtsstreit es eng werden könnte und die Versicherung kündigt.

Ähnlich geht es mir auch gerade. In den letzten 5 Jahren hatte ich mindestens 2 „volle“ Fälle zzgl. einer Vertragseinschätzung. Beide Fälle gewonnen aber das scheint nicht zu helfen. Bin jetzt schon soweit, dass ich vor dem nächsten Fall eine weitere Rechtsschutz abschließe, die dann bei Kündigung der ersten Police zumindest weiter steht. Ob das überhaupt möglich ist? 

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niemals!

Nur aus Interesse: Um welche Streitigkeiten gehts denn immer? Ich überlege schon lange eine Versicherung abzuschließen, aber ich lande immer wieder bei der Frage: Für was brauch ich die Versicherung denn überhaupt wirklich?!?

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 29 Minuten von niemals!:

Nur aus Interesse: Um welche Streitigkeiten gehts denn immer? Ich überlege schon lange eine Versicherung abzuschließen, aber ich lande immer wieder bei der Frage: Für was brauch ich die Versicherung denn überhaupt wirklich?!?

Wenn Du Dich das fragst, solltest besser nicht abschließen.

 

Versicherungen funktionieren dann gut, wenn alle Versicherten das gleiche (oder ein ähnliches) Risiko haben - oder wenn man unterschiedliche Risiken zumindest durch unterschiedliche Prämien ausgleichen kann.  

 

Jeder, der Menschen kennt, weiß, dass es sehr unterschiedliche Temperamente gibt. Viele Menschen sind friedvoll und gehen Konflikten aus dem Weg. Viele von denen haben in ihrem Leben keinen einzigen Rechtsstreit. Dann gibt es sehr temperamentvolle Menschen, die sich gerne streiten und häufig vor Gericht stehen. Rechtsschutzversicherungen sind für letztere sehr interessant, weil sie im Schnitt mehr rausholen, als sie reinstecken. Natürlich versuchen Versicherer, solche Kunden fernzuhalten, beispielsweise mit einer Kündigung bei einer schlechten Zukunftsprognose. Das funktioniert aber eher schlecht als recht...

 

Menschen, die eher friedvoll sind, stecken bei einer Rechtsschutzversicherung im Schnitt mehr rein, als sie rausbekommen, weil sie die Streithandel mitfinanzieren müssen. Sprich: die Prämien sind höher, als sie sein müssten, wenn alle Menschen konfliktavers wären.

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Malvolio

Also ich habe seit Jahren eine Rechtsschutzversicherung, habe sie aber nie genutzt. Ein einziges Mal habe ich versucht sie zu nutzen, aber die Versicherung hat abgelehnt den Fall zu übernehmen, wegen Aussichtslosigkeit. Das war damals die Restrukturierung der Griechischen Staatsanleihen. Die Rechtsanwaltskanzlei wollte Griechenland verklagen. Nachdem die Versicherung die Übernahme der Prozesskosten verweigert hat, wollten die Kanzlei dann die Rechtsschutzversicherung verklagen. Da habe ich dann abgewunken. :D

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Caveman8
vor 35 Minuten von niemals!:

Nur aus Interesse: Um welche Streitigkeiten gehts denn immer?

Bei mir war es:

 

- 1x Prüfung eines Vertrages im Rahmen des Hausbaus,

- 1x Klage gegen eine Airline wegen gestrichenem Rückflug auf Übernahme der Kosten für die Ersatzbeförderung 

- 1x Betrugsfall bei einem privaten Kaufgeschäft 

 

Bei meiner Ex:

- 1x Anzeige / Punkte / Fahrverbot aufgrund Fahrerflucht, da sie einen Unfall nach einer Notbremsung nicht bemerkte (die Autos hinter ihr hatten sich dann gestapelt)

 

Bei meinem Vater: 

- Klage gegen die BU Versicherung auf Zahlung 


Dazu sicher ein Duzend „fast Klagen“ die in letzter Instanz außergerichtlich geklärt werden konnten. Z.B. beim Bau unserer PV Anlage, unseres Hauses, verweigerter Garantie eines Händlers bei teurer HiFi Geräte, Streitigkeiten mit dem Finanzamt usw. 

 

Also mir fallen 1000 Sachen ein bei denen ich klagen würde. Aber da trifft es Stagflation wohl gut mit seinem Post. Das kommt sehr auf das eigene Gemüt an. 

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s1lv3r
vor 2 Minuten von Caveman8:

Also mir fallen 1000 Sachen ein bei denen ich klagen würde. Aber da trifft es Stagflation wohl gut mit seinem Post. Das kommt sehr auf das eigene Gemüt an. 

 

Man muss auch sagen, dass bei den billigen Versicherungen die teuren Fälle bzw. Rechtsgebiete eh ausgenommen sind. Von den hier im Thread genannten fällt dann z.B. schon folgendes oft raus bzw. ist nur in den Premiumtarifen enthalten:

  • Fall mit Griechenland-Anleigen --> Kapitalanlagestreitigikeiten sind oft generell ausgeschlossen.
  • Streitigkeiten im Rahmen des Hausbaus --> Da braucht man oft eine richtige Bauherren-Rechtsschutzversicherung. In der allgemeinen Rechtsschutz ist es oft gar nicht oder nicht vollumfänglich drin.
  • Anzeige wegen Fahrerflucht --> Ist als Vorsatzdelikt wenn überhaupt nur im Erfolgsfall gedeckt, wenn man verliert zahlt man dann also doch komplett.

Der Teufel liegt also wie immer dann doch wieder im Detail ...

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