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piccolo88

Auxilia kündigt Rechtsschutzversicherung. Was tun?

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Nachdenklich
vor 5 Stunden von piccolo88:

Da frage ich mich, wozu ich überhaupt eine Rechtsschutz habe...

Du bist auf dem Weg der Erkenntnis!

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Flughafen
Am 15.6.2026 um 17:31 von Malvolio:

Ein einziges Mal habe ich versucht sie zu nutzen, aber die Versicherung hat abgelehnt den Fall zu übernehmen, wegen Aussichtslosigkeit. Das war damals die Restrukturierung der Griechischen Staatsanleihen. Die Rechtsanwaltskanzlei wollte Griechenland verklagen. Nachdem die Versicherung die Übernahme der Prozesskosten verweigert hat, wollten die Kanzlei dann die Rechtsschutzversicherung verklagen. Da habe ich dann abgewunken. :D

 

Ich wollte vor ein paar Jahren eine RSV abschließen (Privat+Beruf+Verkehr), aber die Beiträge waren mir zu hoch, viel höher als vor ca. 15-20 Jahren. Bei einem Jahresbeitrag von ca. 350 Euro und Kosten für einen außergerichtlichen Rechtsfall von ca. 650-900 Euro habe ich mir gesagt, dass ich von gesparten Beiträgen selbst alle 2-3 Jahre einen Rechtsanwalt bezahlen kann.  Dazu kann ich dann auch Fälle bezahlen, die eine Versicherung eh nicht übernehmen würde, z.B. zwischen Familienangehörigen. Ein Makler sagte, dass die Beiträge nach den Griechenland-Anleihen so stark gestiegen waren, weil sehr viele Kunden geklagt haben. Es waren wohl nicht alle Kunden so vernünftig wie Du. ;)

 

In den letzten 10 Jahren habe ich viermal Streitigkeiten gehabt, im vorausgegangenen Leben keine. Es hat sich so ergeben, dass ich mich in dieser Zeit von meinem langjährigen Arbeitgeber und zwei Familienangehörigen trennen musste. Die Rechtsanwälte haben mir gut geholfen, diese Trennungen sauber durchzuführen und klare Grenzen zu ziehen. Statt eine RSV abzuschließen bin ich dann dem Mieterschutzverein beigetreten.

 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 30 Minuten von Flughafen:

Es hat sich so ergeben, dass ich mich in dieser Zeit von meinem langjährigen Arbeitgeber und zwei Familienangehörigen trennen musste.

Aber genau das sind doch die Fälle die teuer werden: Wenn eine Abfindung von einem oder mehr Jahresgehältern im Raum stehen oder eine Scheidung oder Erbschaftsstreitigkeiten (wobei ich bei denen nicht weiss, ob die überhaupt abgedeckt sind), dann wird es schnell extrem teuer.  Und dann können schnell 10+ Jahresprämien Kosten auflaufen.

 

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Flughafen
vor 26 Minuten von Holgerli:

Aber genau das sind doch die Fälle die teuer werden: Wenn eine Abfindung von einem oder mehr Jahresgehältern im Raum stehen oder eine Scheidung oder Erbschaftsstreitigkeiten (wobei ich bei denen nicht weiss, ob die überhaupt abgedeckt sind), dann wird es schnell extrem teuer.  Und dann können schnell 10+ Jahresprämien Kosten auflaufen.

Die Abfindung hat tatsächlich mehrere Tausend Euro gekostet, nicht 650-900€. Da gab es auch eine Gerichtsverhandlung. Allerdings sehe ich diese Kosten in Relation zur Abfindungssumme und zu Steuern sehr moderat. Sie sind ziemlich nebensächlich.  Mein RA hat bei der gegnerischen Seite noch ca. +5K ausgehandelt, nach Steuern deckt diese Summe ungefähr die Kosten.

 

Familienrecht und Scheidungen sind standardmäßig vom Versicherungsschutz tatsächlich ausgeschlossen. 

 

Grundsätzlich habe ich zu allen Versicherungen die Einstellung: kann ich es mir leisten, das selbst zu bezahlen, oder nicht? Wenn ja, trage ich dieses Risiko lieber selbst, weil die Versicherung über die Beiträge genau die gleiche Summe von mir holen würde plus ihre eigene Marge oben drauf. Es ist billiger, nicht zu versichern (wenn man sich das leisten kann), Du hats zwar die gleichen Kosten, sparst aber die Marge des Versicherers. ;)

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oktavian
vor 19 Stunden von Flughafen:

Es ist billiger, nicht zu versichern (wenn man sich das leisten kann), Du hats zwar die gleichen Kosten, sparst aber die Marge des Versicherers. ;)

Es ist aber leider so, dass man nicht nach Aufwand zahlt, sondern nach Streitwert. Man könnte aber auch weniger fordern Schadensersatz fordern, um Kosten zu optimieren. Ich sehe es aber auch so warum versichern, wenn man mit fünfstelligen Summen hin kommt? Das hängt vom Gesamtvermögen ab. Ich finde es lohnt in Schadensprävention zu investieren (Notar, Anwalt/Ki-Modell bevor man Gericht braucht).

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Flughafen
vor 5 Stunden von oktavian:

Ich finde es lohnt in Schadensprävention zu investieren (Notar, Anwalt/Ki-Modell bevor man Gericht braucht).

Ein sehr guter Punk! :thumbsup:

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Nachdenklich
vor 6 Stunden von oktavian:

Ich finde es lohnt in Schadensprävention zu investieren.

Ich finde es lohnt sich in Versicherungsaktien zu investieren.

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Holgerli

Ein KI-Modell (eigentlich waren es Modelle die ich habe parallel laufen lassen)  wird zwar aktuell nicht den Anwalt ersetzen, aber hat mir in meiner jetzigen Situation erst einmal klar gemacht, dass ich überhaupt einen Anwalt brauche.  

Auch haben mich die KIs unabhängig voneinander darauf aufmerksam gemacht, dass meine Rechtsauffassung falsch sei und mein Fall anders gelagert sei (in Übereinstimmung mit dem Anwalt).

Das war schon eine unheimliche Hilfe, dass ich in die richtige Richtung dirigiert wurde.

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Pacu
Am 15.6.2026 um 17:03 von niemals!:

Nur aus Interesse: Um welche Streitigkeiten gehts denn immer? 

Streiche das immer. Das ist individuell. 

 

Schimmel in Mietwohnung. 2x. Unverschuldet jeweils. Man wundert sich, wie motiviert die plötzlich bei einem Anwalt werden.

 

Laufe auch in Gefahr gekündigt zu werden. Jahrelang nichts und brav Beiträge gezahlt und dann 2x in kurzen Abständen. Das ist alles schon ungerecht. Aber wenn die andere Seite nicht will. 

 

Ohne Rechtsschutz geht's nicht. Irgendwas ist immer. Du kannst dich vorbildlich verhalten, wie du willst. Wenn die Gegenseite blockt, stehst du dumm da. 

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Nachdenklich
vor 9 Stunden von Pacu:

Ohne Rechtsschutz geht's nicht.

Schon seltsam, was manche Menschen so von sich geben. Es geht nicht ohne? Was für eine Behauptung!

Ich lebe nun schon über 70 Jahre ohne Rechtsschutzversicherung. 

Und erstaunlicherweise geht es - es geht sogar gut!

 

Womit die Behauptung schon mal falsifiziert ist.

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Pacu
vor 6 Stunden von Nachdenklich:

Schon seltsam, was manche Menschen so von sich geben. Es geht nicht ohne? Was für eine Behauptung!

Junge, Junge. Typisch deutsche Antwort.

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Joker_19
vor 38 Minuten von Pacu:

Junge, Junge. Typisch deutsche Antwort.

Ich weiß nicht, was an der Antwort "typisch deutsch" sein soll, aber inhaltlich stimme ich "Nachdenklich" zu. Ich befinde mich inzwischen auch im Ruhestand, habe in meinem Leben mehrfach Immobilien gekauft und verkauft, war berufsbedingt des öfteren Mieter von Zweitwohnungen und habe vermutlich 800.000 km auf deutschen Straßen zurückgelegt. Ich bin nicht ein einziges Mal auch nur in die Nähe einer Rechtsstreitigkeit gekommen. Es gibt sicher Berufe, Tätigkeiten oder auch Charaktereigenschaften, die die Wahrscheintlichkeit von Rechtsstreitigkeiten erhöhen. Wenn du für dich persönlich eine Rechtsschutzversicherung als norwendig erachtest, ist das okay. Aber die pauschale Aussage, es ginge nicht ohne, ist meines Erachtens falsch. Es geht sehr gut ohne.

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Holgerli
vor einer Stunde von Joker_19:

Aber die pauschale Aussage, es ginge nicht ohne, ist meines Erachtens falsch. Es geht sehr gut ohne.

Hier stimme ich Dir zu aber wie immer: Der Ton macht die Musik. 

Du hast Deine Argumentation sachlich und neutral rübergebracht.

 

Wenn es hingegen direkt persönlich wird mit:

Zitat

Schon seltsam, was manche Menschen so von sich geben.

 

Dann kann ich die Antwort 

vor 1 Stunde von Pacu:

Junge, Junge. Typisch deutsche Antwort.

sehr gut verstehen. 

 

Ich würde hier aber sagen: Typische Antwort in Zeiten des Internet. Vielleicht in Deutschland etwas stärker als in anderen Ländern aber dieses "Er hat eine andere Meinung als ich und deswegen nehme ich das persönlich und werde auch deswegen direkt persönlich das ist so erst in den letzten 10, 15 Jahren aufgekommen. 

 

Und das erklärt dann auch Deine Aussage:

vor einer Stunde von Joker_19:

Ich befinde mich inzwischen auch im Ruhestand, habe in meinem Leben mehrfach Immobilien gekauft und verkauft, war berufsbedingt des öfteren Mieter von Zweitwohnungen und habe vermutlich 800.000 km auf deutschen Straßen zurückgelegt. Ich bin nicht ein einziges Mal auch nur in die Nähe einer Rechtsstreitigkeit gekommen.

Auch der würde ich, aus Deiner Sicht zustimmen, denn für die ersten 35, 40 Jahre meines Lebens hätte ich genau das gleiche gesagt. In den letzten 10, 15 Jahren hingegen ist das Klima rauer geworden. Diese kleinen "Gelegenheit macht Diebe"-Momente (i.S.v. "man kann es ja mal versuchen, vielleicht ist er so dumm) nehmen bei mir, im Familien- und Freundeskreis signifikant zu. Viel konnte ich durch Dashcam-Aufnahmen, Beweisfotos und Zusammenfassungs-Mails ("Ich fasse nochmal zusammen, was wir hier heute besprochen haben...") die Öffentlichkeit hergestellt haben abfangen. Aber es ist definitiv härter geworden. Und ich kann Dir versichern, dass ich eigentlich der Harmonie-Typ bin, weil Stress mit anderen, bedeutet Stress für mich und ich hasse Stress.

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Joker_19
vor 9 Minuten von Holgerli:

Auch der würde ich, aus Deiner Sicht zustimmen, denn für die ersten 35, 40 Jahre meines Lebens hätte ich genau das gleiche gesagt. In den letzten 10, 15 Jahren hingegen ist das Klima rauer geworden. Diese kleinen "Gelegenheit macht Diebe"-Momente (i.S.v. "man kann es ja mal versuchen, vielleicht ist er so dumm) nehmen bei mir, im Familien- und Freundeskreis signifikant zu. 

Naja, sooo lange bin ich noch nicht im Ruhestand - etwa seit einem Jahr. Und damit endet nicht das aktive Leben, sondern nur das Berufleben B-)

 

Mag sein, dass die Menschen im Schnitt ruppiger werden, aber diesen Menschschlag gab es früher auch schon. Ich meine, dass ich auch daher ohne Rechtsstreitigkeit durchs Leben gekommen bin, weil ich einen feinen Riecher für solche Menschen und Situationen habe und mich im Zweifelsfall davon fern halte. Man kann die Eintrittswahrscheinlichkeit von Rechtsstreitigkeiten durch sein eigenes Verhalten signifikant reduzieren, wenngleich sicherlich nicht vollständig ausschließen.

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Nachdenklich
· bearbeitet von Nachdenklich
vor 3 Stunden von Pacu:

Junge, Junge. Typisch deutsche Antwort.

Lassen wir mal die Überlegung beiseite, ob "Typisch deutsche Antwort" Lob oder Kritik ist, ich kann mir ja denken, wie @Pacu es wohl verstanden haben wird.

 

Ich weiß aber nicht, wieso es ein persönlicher Angriff sein sollte, wenn ich feststelle, daß ich es als seltsam empfinde, wenn manche Menschen ihre eigene Auffassung mit "Ohne was auch immer  geht's nicht." für allgemeingültig erklären.

 

Daß es ohne nicht ginge, ist einfach sachlich falsch! Und das Menschen sich nicht scheuen, so offensichtlich falsche Dinge zu behaupten, finde ich halt einfach seltsam.

 

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Pacu
· bearbeitet von Pacu
vor 6 Stunden von Joker_19:

Aber die pauschale Aussage, es ginge nicht ohne, ist meines Erachtens falsch. Es geht sehr gut ohne.

Meine ursprüngliche Aussage mag stark zugespitzt gewesen sein. Ja. 

 

Streng genommen ist sie auch falsch. 

 

Mir ging es um dem Ton und auch darum, dass meine Aussage auf die Goldwaage gelegt wurde. 

 

Mit Glück geht's auch ohne Rechtsschutzversicherung. Ohne den aktuellen Vermieter hätte ich wahrscheinlich keinen Anwalt bemühen müssen. Auch hat nicht jeder Mieter Schimmel in seinen Wohnungen im Leben. Letztlich weiß man sowas im Vorfeld nicht. Es muss beides zusammen treffen. Das Problem und eine Partei, die nicht will. Wie wahrscheinlich das ist? Vielleicht nicht so wahrscheinlich. Individuell. 

 

Ob es sehr gut ohne RSV geht, ist letztlich auch eine Frage des Geldes. Man kann auch sehr gut ohne RSV einen Anwalt nehmen. Das kann teuer werden, muss es aber nicht. Genauso gut kann es sich rechnen, wenn man lebenslang die Beiträge für die RSV gespart hat und einmal selber aus der eigenen Tasche zahlt. 

 

Leider kann man nicht alles abfangen. Wenn auf der Gegenseite trotz Dokumentation mit Fotos und Logik kein Wille vorhanden ist, das Problem abzustellen, kannst du noch so höflich sein. Es passiert nichts.

 

Es kann stressiger sein, sich mit einer widerwilligen Partei auseinander zu setzen als die Angelegenheit einem Anwalt zu übergeben. 

 

Dr Ton ist insgesamt rauer geworden, aber auch das ist stark personenabhängig, insbesondere im anonymen Internet.

 

Es hat sich eine Mentalität bei manchen Vermietern entwickelt, ich kassiere gerne Miete, aber biete keine oder eine unzureichende Gegenleistung, wenn Mängel auftreten. Insbesondere nach Corona habe ich festgestellt, dass dort vieles zum Negativen geändert wurde. Mein alter Vermieter wurde laut Google Rezensionen nach Corona massenhaft verklagt und ich hatte keinerlei Probleme mit ihm. Ich war stark verwundert. Beim aktuellen Vermieter lese ich nur positives und ich kann das nicht nachvollziehen. 

 

Ob es sehr gut ohne RSV geht, ist letztlich auch eine individuelle oder subjektive Sicht auf die Dinge.

 

Möglicherweise gibt es auch Menschen, die im Schimmel leben, weil sie es nicht so schlimm finden, lieber selber leiden oder weil sie direkt ausziehen und keinen Anwalt einzuschalten. Jeder Jeck ist anders. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 20 Minuten von Pacu:

Ob es sehr gut ohne RSV geht, ist letztlich auch eine individuelle oder subjektive Sicht auf die Dinge.

Letztlich ist das doch das übliche Paradoxon von Versicherungen. Man kann auch Leute finden, die 70 Jahre nie einen Privathaftpflichtschaden hatten und sich irgendwann mal fragen, wozu sie die eigentlich haben und warum sie die so lange schon bezahlen. Und die andere Person macht mit 20 nach der ersten Ausbildung die erste eigene Haftpflichtversicherung und hat 5 Tage später einen 10k Sachschaden angerichtet. Diese Person wird wohl sagen, wie sinnvoll das alles gewesen sei. 
 

Und diese Erfahrung hat jeder Mensch zu jeder einzelnen Versicherung entweder selbst schon, oder im direkten Umfeld von Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen gespiegelt bekommen. Hat und hatte man nichts, sieht man die Notwendigkeit auch „eher nicht“. Und hat man selbst schon mal was gehabt oder das direkte Umfeld, sieht man die Notwendigkeit „eher schon“. Und diese Art von Meinungen prallen halt auch im Forum aufeinander. Und manchmal ändern sich Meinungen ja auch. Ich glaube @Caveman8 ist so ein Beispiel zum Thema BU. Und selbst eine Person wie @Nachdenklich könnte bei einem morgen eintretenden teuren Streitfall seine Meinung ändern, im Sinne davon, dass man doch der Meinung sei, dass das sinnvoll ist. Das ist halt dynamisch und von den o.g. Dingen, auch von außen, beeinflusst.

 

Man kann in seinem Leben jeden Scheiß versichern, oder man kann auch „so gut wie“ gar nichts versichern. Hat man nicht mal ein Auto, kommt man auch sogar ganz ohne private Versicherungen aus. Und zwischen diesen beiden Extremen pendelt jeder Mensch irgendwo hin und her. Jeder jeck is anders.

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Nachdenklich
· bearbeitet von Nachdenklich
vor 56 Minuten von Pacu:

Meine ursprüngliche Aussage mag stark zugespitzt gewesen sein. Ja. 

 

Streng genommen ist sie auch falsch. 

 

Mir ging es um dem Ton und auch darum, dass meine Aussage auf die Goldwaage gelegt wurde. 

"Ob es sehr gut ohne RSV geht, ist letztlich auch eine individuelle oder subjektive Sicht auf die Dinge."

 

Genau!

 

Und deshalb fand ich es seltsam, daß jemand behauptet, ohne geht gar nicht.

 

Was nun wiederum typisch deutsch daran ist, eine solch einseitige Aussage zu hinterfragen, weiß ich aber immer noch nicht.

 

Vielleicht sollten wir alle (ich auch) Aussagen anderer als deren Meinung ansehen. In diesem Fall hatte ich den Eindruck, daß eine Meinung als feststehender Sachverhalt hingestellt wurde. Das wollte ich in Frage stellen.

 

Im Internet, in den Medien und auch hier im Forum, werden ohnehin viel zu oft "gefühlte Wahrheiten" so dargestellt als seien sie die wirkliche Wahrheit. Das betrifft jetzt gar nicht in erster Linie Dich. Aber die Selbstverständlichkeit, mit der viel Unsinn immer wieder als Wahrheit wiederholt und verbreitet wird, führt halt dazu, daß ich solchen Aussagen immer mal wieder ein Fragezeichen hinzufüge .....  mit dem Begriff "seltsam" meine Verwunderung ausdrücke.

 

Dir noch ein schönes Wochenende ...

 

nachdenkliche Grüße

 

:prost:

  

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satgar
· bearbeitet von satgar

Auch wieder ein Fall mit offenem Ausgang ;) https://www.agrarheute.com/energie/strom/falschparker-e-auto-ladesaeule-kriegt-recht-gericht-urteilt-total-ueberraschend-635067

 

Streitwert 472,10€

 

Gesamtkosten 1 Instanz 529,79€

mit zusätzlich zweiter Instanz 1.080,59€

mit zusätzlich dritter Instanz 1.793,95€

 

Hätte er nach der ersten Instanz verloren, wäre er auf seine 472 und 529 Kosten sitzen geblieben. 

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fgk

Da der Kläger hier schließlich gewonnen hat, hätte er grundsätzlich keine Rechtsschutzversicherung gebraucht.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 10 Stunden von fgk:

Da der Kläger hier schließlich gewonnen hat, hätte er grundsätzlich keine Rechtsschutzversicherung gebraucht.

Wie immer bei einer Versicherung. Wenn du vorher weisst, dass der Schaden nicht eintritt,  brauchst du sie nicht.

 

Zumindest der Journalist hält das Urteil für überraschend. Das war wohl also nicht absehbar, wer gewinnen würde.

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sedativ
Am 15.6.2026 um 16:47 von Holgerli:

Ich hatte vor zwei Jahren was und ich laufe jetzt gerade mit Höchstgeschwindigkeit in was Neues rein. Und die ich habe gerade schon bedenken, dass durch den jetzigen Rechtsstreit es eng werden könnte und die Versicherung kündigt.

 

Eine Versicherung leiht dir einen Regenschirm, wenn die Sonne scheint und will ihn zurück, wenn es regnet.

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