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Sapine

Neue Index Regeln - Auswirkungen auf Euer Anlegerverhalten

Ändert ihr Euer Anlegerverhalten oder nicht?   

107 Stimmen

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Schwachzocker
vor 8 Minuten von Wishmueller:

Der historische Gegenpol: Fama vs. Shiller

 

...Shiller ist das exakte Gegenteil von Fama: Er gilt als Pionier der Verhaltensökonomie (Behavioral Finance) und erlangte Weltruhm, weil er sowohl die Dotcom-Blase im Jahr 2000 als auch die US-Immobilienblase vor 2008 treffend prognostizierte. 

 

:D:thumbsup:

 

Shiller selbst sagt aber, dass er keinen Zeitpunkt prognostizieren kann. 

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Wishmueller

"Der Markt kann länger irrational bleiben, als du solvent bleiben kannst.“ (John Maynard Keynes)

:D

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Puppi
Gerade eben von Wishmueller:

"Der Markt kann länger irrational bleiben, als du solvent bleiben kannst.“ (John Maynard Keynes)

:D

So ungefähr :D.

 

Btw... vielleicht sollten wir im Blasen-Thread weitermachen bzw vielleicht kann ein Mod die letzten Post dorthin verschieben;).

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Schwachzocker
vor 5 Minuten von Puppi:

Btw... vielleicht sollten wir im Blasen-Thread weitermachen bzw vielleicht kann ein Mod die letzten Post dorthin verschieben;).

Gibt es nicht bereits einen Thread "dumme, nichtssagende Börsensprüche"? Dort können wir weitermachen.

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Nachdenklich
vor 23 Minuten von Puppi:

Was viele Anleger immer noch nicht checken ist, dass man nicht zuverlässig erkennen kann, wann diese Übertragungen der Fall sind

Man kann auch nicht zuverlässig vorhersagen, wann das nächste Erdbeben San Francisco erschüttern wird.

 

Dennoch bemühen sich manche Bauunternehmen so zu bauen, daß die Bauten es möglichst gut aushalten können.

Kein vernünftiger Mensch würde sagen, daß es keine Erdbeben in San Francisco gibt, wenn man das Datum nicht präzise vorhersagen kann.

Nur wenige würden sagen, daß es sich nicht lohnt, sich auf ein Erbeben einzustellen, wenn man den Zeitpunkt nicht kennt.  

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Schwachzocker
vor 11 Minuten von Nachdenklich:

Dennoch bemühen sich manche Bauunternehmen so zu bauen, daß die Bauten es möglichst gut aushalten können.

Genau so mache ich das in meinem Portfolio auch, und ich empfehle das auch.

 

vor 12 Minuten von Nachdenklich:

Kein vernünftiger Mensch würde sagen, daß es keine Erdbeben in San Francisco gibt, wenn man das Datum nicht präzise vorhersagen kann.

Und genau so hat auch niemand gesagt, dass es keine Kursrückgänge geben kann, nur weil man den Zeitpunkt nicht vorhersagen kann. Wirklich niemand!

Kann es sein, dass Du nicht verstanden hast, worum es geht?

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 39 Minuten von Nachdenklich:

Man kann auch nicht zuverlässig vorhersagen, wann das nächste Erdbeben San Francisco erschüttern wird.

 

Dennoch bemühen sich manche Bauunternehmen so zu bauen, daß die Bauten es möglichst gut aushalten können.

Kein vernünftiger Mensch würde sagen, daß es keine Erdbeben in San Francisco gibt, wenn man das Datum nicht präzise vorhersagen kann.

Nur wenige würden sagen, daß es sich nicht lohnt, sich auf ein Erbeben einzustellen, wenn man den Zeitpunkt nicht kennt.  

Ich weiß, was du meinst.

Der Vergleich hinkt aber, weil die Geldanlage in erster Linie Rendite erzeugen soll.

Wer ständig Angst vor Blasen hat (in einem weltweit gestreuten Index!), und sich doppelt und dreifach absichert bzw. regelmäßig sein Depot umwirft, läuft sehr Gefahr, viel Rendite liegen zu lassen.

Genau das war ja doch das Problem auch hier im Forum seit mittlerweile fast 15 Jahren, als es los ging mit "Oh mein Gott...die USA ist überbewertet!".

 

Selbst wenn eine angebliche Blase irgendwann platzen sollte, ist es durchaus wahrscheinlich, dass der Rückschlag kleiner ist als die entgangenen Renditen für die Anleger, welche ständig versucht haben, Blasenrisiken zu vermeiden und dafür haben sie meist auch noch höhere Kosten durch ständiges aktives Eingreifen oder aktive Fonds gezahlt.

Das ist doch eigentlich der Kern der Sache.

 

Natürlich muss jeder selbst für sich entscheiden, wie sehr und wie lange er sich absichert gegen mögliche Blasen-Crashs.

Statistisch glaube ich aber eher, dass diese Absicherungen auf Dauer zu teuer sind oder neue Probleme/Risiken erschaffen.

Ist denn gesichert, dass beim nächsten großen schwarzen Schwan samt Mega-Crash die fetten US-Tech-Unternehmen als erstes oder am größten leiden? Vielleicht erwischt es den ganzen Rest der Unternehmen weltweit weitaus heftiger als diese Big Player... eben weil deren Marktmacht und -Stellung mittlerweile so stabil und unvermeidbar ist. Es weiß halt keiner. 

 

Und nicht vergessen:

Nicht nur wir hier im WPF bedenken das mit einer möglichen KI-Blase samt massiver Überbewertung oder Korrekturgefahr bei den Mag7. 

Da gibt es sehr viele, auch Institutionelle, die das auf dem Schirm haben, aber deren Meinung ist eben auch schon in der Marktkapitalisierungsgewichtung enthalten. Wie würden wir dann die Anleger bezeichnen, die auf der anderen Seite der Waage stehen und voll auf 100% Mag7 setzen? Komplett verrückt/inkompetent?:D

Oder aber wissen sie Dinge oder haben Zugriff auf Etwas, welches wir hier nicht mal ansatzweise verstehen?

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CorMaguire
vor 38 Minuten von Puppi:

...Btw... vielleicht sollten wir im Blasen-Thread weitermachen bzw vielleicht kann ein Mod die letzten Post dorthin verschieben;).

Das wäre schön :thumbsup:

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Yerg
Am 5.8.2026 um 09:36 von Sapine:

Nachdem sich Indices wie MSCI und FTSE zu Melkkühen für Großunternehmer gemacht haben, [...]

vor 22 Stunden von Sapine:

@stagflationHier sachlich zu diskutieren ist leider nicht möglich. Es geht zu vielen nur um Polemik.

Ob ein sachlicher Ausgangsbeitrag geholfen hätte?

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Megatron

Interessanterweise hat Fama das ganze weit entspannter gesehen als die meisten Anleger die es heute interpretieren. Zwei Zitate aus Interviews mit Eugene Fama über die EMH:

 

"It’s a model, so it’s not completely true. No models are completely true. They are approximations to the world. The question is: 'For what purposes are they good approximations?'

 

oder noch kürzer

 

"Efficient markets is a hypothesis. It's not reality. It's got to be wrong to some extent."

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor einer Stunde von Yerg:

Ob ein sachlicher Ausgangsbeitrag geholfen hätte?

Es steht jedem frei, sich auf die Schlachtbank zu legen. Ich fand und finde das Verhalten der Indexanbieter erbärmlich und anbiedernd zum Schaden der Anleger. Von der amerikanischen Regierung kann man derzeit auch keine Unterstützung erwarten. Insofern ist der Text mein eigenes Statement was mir meiner Ansicht nach absolut zusteht.

 

Auch wenn ich meinen ersten Beitrag aus meiner Position geschrieben habe, sind die Fragen und Antwortmöglichkeiten sehr neutral gehalten. Wäre schön gewesen, wenn Du auch diesen Part wahrgenommen hättest. 

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AKC
Am 5.8.2026 um 10:00 von Sapine:

Wenn ich heute ein Depot aufbauen müsste würde es aus den Bausteinen USA und Ex-USA bestehen. Die einfachste Version sieht dann so aus und ist auch noch extrem kostengünstig

50 % S&P 500 
50 % FTSE ex USA 

 

Mit welchem Produkt würdest du das Umsetzen? auf den FTSE ex USA gibt es meines Wissens nur einen UCITS-ETF von XTRACKERS mit sehr geringem Volumen.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Der FSTE ex USA vom April des laufenden Jahres ist noch sehr neu und bisher der einzige auf diesen Index: ETF IE000YKHGYN2 Xtrackers FTSE All World ex USA. Leider bisher nur als thesaurierenden ETF. Aber vielleicht kommt ja noch einer nach. Das geringe Volumen würde mich nicht ängstigen, hier kannst Du sehen, dass er schubweise stark wächst. In einem Jahr werden die 100 Mio meiner Einschätzung nach deutlich hinter uns liegen und die gelten als kritische Masse für einen profitablen ETF.

 

Beim S&P 500 würde ich mich an einer guten Tracking Differenz Historie orientieren. Aktuell ist es der Invesco S&P 500 dist IE00BYML9W36 mein persönlicher Favorit als Ausschütter. Als Swapper sollte er besonders von der steuerlichen Situation profitieren und auch die TER ist niedrig. https://www.trackingdifferences.com/ETF/ISIN/IE00BYML9W36

 

In einem Altersvorsorgedepot würde ich die folgenden kombinieren, um Reinvestitionen zu vermeiden. Umtausch ist im Altersvorsorgedepot ja steuerlich unproblematisch, falls mal ein Rebalancing erforderlich wäre: 
IE000YKHGYN2 Xtrackers FTSE All World ex USA
LU0490618542 Xtrackers S&P 500 Swap 1C

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PEOPLES
vor 19 Stunden von Sapine:

Es steht jedem frei, sich auf die Schlachtbank zu legen. Ich fand und finde das Verhalten der Indexanbieter erbärmlich und anbiedernd zum Schaden der Anleger.

 

Ich schätze deine Beiträge generell, aber der Faden hier hat schon einen subjektiven "Touch". Liest sich ein wenig so, als hättest du dir mehr Zuspruch gewünscht und festgestellt, dass doch recht viele Anleger nach Zahlen gehen und versuchen rational zu investieren. Das geht dir bissi auf den Kecks.

 

Ich halte mich vom VAG-Konzern fern, weder kaufe ich die Aktien, noch fahre ich eines der Autos, nach würden die bei mir irgendwie in eine Auswahl kommen, wenn ich für eine Firma Fahrzeuge kaufen müsste. Das Gebaren im und nach dem Dieselskandal fand ich so dreist, dass ich der Firma eigentlich den Untergang wünsche. Jetzt wo es soweit ist, sehe ich das etwas anders, aber kaufen würde ich den Mist immer noch nicht.
Das macht die Autos aber nicht schlecht und nicht jeder so ne VAG-Schleuder fährt, ist ein schlechter Mensch. Ich würde behaupten, die absolute Mehrheit sagt auch, was VW damals geliefert hatte war Mist und noch mistiger, wie Deutsche Kunden behandelt wurden. Dennoch kaufen die gleichen Leute einen VW wenn er ihnen in das Profil passt. 

 

Insofern legt sich hier keine auf die Schlachtbank, oder ist zu doof um zu raffen, was die abziehen. Nur sind die Auswirkungen am Ende so gering, dass es für die Meisten wenig Sinn macht, das Portfolio zu ändern, bzw. die "korrigierenden Maßnahmen" machen am Ende eher mehr kaputt.

 

Das Gute ist, es gibt einige andere Investmentvehikel fr Leute, die keine Lust auf US-Indizes haben.

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Sapine
vor 1 Stunde von PEOPLES:

Ich schätze deine Beiträge generell, aber der Faden hier hat schon einen subjektiven "Touch". Liest sich ein wenig so, als hättest du dir mehr Zuspruch gewünscht und festgestellt, dass doch recht viele Anleger nach Zahlen gehen und versuchen rational zu investieren. Das geht dir bissi auf den Kecks.

Tut mir leid, wenn so ein Eindruck entsteht. Ich habe keine Erwartung an Zuspruch oder ähnlichem. 

vor 1 Stunde von PEOPLES:

Insofern legt sich hier keine auf die Schlachtbank, oder ist zu doof um zu raffen, was die abziehen. Nur sind die Auswirkungen am Ende so gering, dass es für die Meisten wenig Sinn macht, das Portfolio zu ändern, bzw. die "korrigierenden Maßnahmen" machen am Ende eher mehr kaputt.

Und wieder tut es mir leid, ich wollte nicht zum Ausdruck bringen, dass andere zu doof sind und es geht mir auch nicht um die Frage US-Aktien zu vermeiden. 

 

Was den Dieselskandal angeht, musst Du allerdings noch mehr Automarken als die der VAG vermeiden wenn ich mich recht erinnere. 

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AKC

Interessant. Ich sehe die Entwicklung kritisch, aber das Problem nicht als groß/relevant genug als dass ich mein Depot deshalb umstellen würde. Das kann sich aber ggf. irgendwann ändern.

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LaRoth
vor 53 Minuten von AKC:

Interessant. Ich sehe die Entwicklung kritisch, aber das Problem nicht als groß/relevant genug als dass ich mein Depot deshalb umstellen würde. Das kann sich aber ggf. irgendwann ändern.

Dito. Wenn ich jetzt auf ex-US und S&P 500 umstellen würde ... ich käme kaum noch aus der Rebalancinghölle heraus. Vor allem aber wäre es dann noch viel leichter für mich, mein Depot zu 'optimieren'. Ich bleibe daher lieber beim Dickschiff All-World und mische möglichst wenig dazu.

 

Möge der Markt mit Euch sein :)

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Sapine
vor 2 Minuten von LaRoth:

Dito. Wenn ich jetzt auf ex-US und S&P 500 umstellen würde ... ich käme kaum noch aus der Rebalancinghölle heraus.

Das mit dem Rebalancing Aufwand ist ein gedanklicher Irrtum. Du musst nur den S&P 500 auf das aktuelle Gewicht im World einstellen. 

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LaRoth
vor einer Stunde von Sapine:

gedanklicher Irrtum

Da hast Du Recht. Wenn man bei beim 500er und dem Ex-US bleibt - easy. Ich hatte gleichzeitig noch an Europa und sonstige Gebiete gedacht, die man hinzumischen könnte.

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Megatron
vor 2 Stunden von Sapine:

Das mit dem Rebalancing Aufwand ist ein gedanklicher Irrtum. Du musst nur den S&P 500 auf das aktuelle Gewicht im World einstellen. 

Öhmmm, welchen Vorteil habe ich denn dann?

Das Gewicht von Space X (darum geht es bezgl. Index Änderung ja eigentlich)  im MSCI World liegt aktuell bei 0,08%

Wegen so einem "Fliegenschiss" macht man doch kein Fass auf?

 

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Zugegeben, es ist ein Optimieren im Kleinen. Für mich ist die Qualitätsprüfung beim S&P 500 anlegerfreundlich, wobei ich das nicht nur, ja nicht mal vorrangig auf Space X beziehe. 

 

Tatsächlich spart man auch noch ein paar Kosten, weil es ETFs auf den S&P 500 extrem günstig gibt.

 

Auf keinen Fall werde ich aber deshalb mein Depot umstrukturieren!

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finisher
· bearbeitet von finisher

Ich kann mich noch gut an Facebook erinnern, da waren die S&P 500 Regeln anlegerunfreundlich:

https://www.cbsnews.com/news/facebook-points-out-flaw-in-sp-500-index-funds/

 

Zitat

KI Zusammenfassung: Facebook wurde am 20. Dezember 2013 in den US-Leitindex S&P 500 aufgenommen, was von Kritikern und Index-Experten oft als „zu spät“ bezeichnet wird. Da das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt bereits eine Marktkapitalisierung von rund 121 Milliarden US-Dollar aufwies, verpassten ETF- und Index-Investoren die enormen Kursgewinne der ersten 19 Monate nach dem Börsengang (IPO) im Mai 2012.

 

Selbst wenn die spätere Aufnahme von SpaceX einen Performancevorteil bringen sollte, dann gibt es wieder andere Aktien, wo die späte Aufname einen Nachteil bringt.

Ihr kämpft an der falschen Front.

 

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voxk

Weil im Thread wird wiederholt: Nein, das Problem ist nicht die 0,08% oder SpaceX. Wenn man wollte, könnte das der Anfang eines möglichen Problems sein.

Irgendwie komisch, dass sich keiner der hier Besorgnis geäußert hat, über diese 0,08% Promille beschwert hat, aber sie werden mit diesem Argument belächelt. Auch hat hier niemand empfohlen, steuerschädlich zu verkaufen. Nur ein User hat seine Strategie umgekrempelt und bezahlt kaum Steuern, weil seine persönliche Situation das ermöglicht.

 

Ich habe noch keine vernünftige Erklärung gelesen, wozu die Veränderung gut ist. Das war nur der Wille einer kleine Gruppe in den USA, nicht mehr.

 

Man muss die Problematik als Konstellation betrachten und nicht nur auf ein 0,0% Promille oder Musk schauen. Versuche mal mit ein paar Zitaten:

#17

Am 5.8.2026 um 15:06 von stagflation:

@Marklam: es geht nicht um Elon Musk, sondern darum, dass wir zwei Effekte sehen, die dazu führen können, dass passives Anlegen in marktkapitalisierten ETFs in Zukunft nicht mehr (so gut) funktionieren wird:

  1. Es gibt offenbar eine Möglichkeit, sich mit IPOs Geld von Anlegern zu holen, die sich nicht wehren können. Wenn Elon Musk damit Erfolg hat, werden andere es nachmachen.
  2. Die Spreizung innerhalb der Indexe nimmt zu. An der Spitze tummeln sich wenige Großunternehmen, am anderen Ende viele kleine Krümel. Dadurch funktioniert Diversifikation nicht mehr so gut. Bei den World- und All-World ETFs hat das schon bedenkliche Ausmaße angenommen. Geradezu absurde Auswüchse gab es im Juni bei  EM und beim KOSPI. EM war im Wesentlichen eine Wette auf TSMC, SK Hynix und Samsung, KOSPI eine Wette auf SK Hynix und Samsung. Das hatte nichts mehr mit breiter Diversifikation zu tun.

#22

Am 5.8.2026 um 17:23 von Nachdenklich:

Mir geht es primär weder um einen eventuellen persönlichen Schaden in meinem Depot, noch darum, wie viel Geld in Musks (private?) Kasse wandert.

 

In meinen Augen ist dies nur ein Element in einer Reihe von Ereignissen der letzten Zeit, die in Summe geeignet sind, das positive Bild vom US-Kapitalmarkt zu beschädigen.

in vielen Diskussionen hier im Forum wurden Sorgen um einen Klumpen von 70% im US-Markt mit dem Argument abgewiegelt, daß der US-Markt besonders "seriös" sei: Der beste Kapitalmarkt der Welt.

 

[...]

 

Ich schichte wegen dieser Angelegenheit nun natürlich mein Depot nicht um. 

#24

Am 6.8.2026 um 04:26 von Sapine:

Solange marktbreite ETFs nur ein Nischendasein darstellten, wäre keiner auf die Idee gekommen, sie gezielt zur eigenen Gewinnerzielung einzusetzen. Mittlerweile hat sich die Bedeutung von ETFs erheblich verstärkt, womit eine Einflussnahme auf die Indexersteller interessant wird für IPOs. Es kam ja nicht von ungefähr, dass IPOs nur mit zeitlicher Verzögerung und Erfüllung bestimmter Kriterien in die Indices wanderten. Diese Regeln sollten genau solche Marktmanipulationen verhindern. Mich erinnert das ganze an mafiöse Strukturen und passt gut in den aktuellen politischen Rahmen der USA - leider! Die Frage ist wo fängt das an und wo hört es auf? 

 

Auch wenn es aktuell einen nur kleinen Einfluss auf das Vermögen jedes einzelnen hat, ist der Vorgang ja noch nicht abgeschlossen und die hoch gepushten Bewertungen wirken nach bei jedem zukünftigen Verkauf von (Alt)Anteilen. Insgesamt summieren sich die kleinen Beträge eines jeden einzelnen zu immensen Beträgen bei den Verkäufern. 

#35

Am 6.8.2026 um 12:17 von Flapsch:

Ich finde das Thema schon ziemlich wichtig, auch wenn es für mich ein bisschen eine Zwickmühle ist, da ich letztendlich nur passiv anlegen möchte (und dazu zähle ich auch einen systematisch-aktiven ETF, um den es aber nicht geht) und niemand weiß, welche Index-Änderungen in Zukunft noch kommen.

#112

Zitat

The IPO is the small part

Let’s start with magnitude. SpaceX, OpenAI and Anthropic raising US$200–250 billion at listing is around 0.3% of a ~US$75 trillion market: real money, but not enough to move it. The bigger number comes later, once lockups expire and insiders sell, and as further capital is raised. An initial free float of around a quarter typically reaches 70% within two years; applied to the ~US$4 trillion here, that’s a 4% expansion of US public equity, last seen in 1999. The real impact lands in 2027 and later.

Zitat

2 The deals are being structured to grow the tradable float rapidly. SpaceX, for one, replaced the standard 180-day lock-up with a staggered schedule of releases. The combination matters because index inclusion obliges passive funds to buy at whatever weight the float dictates, and a rising float means rising forced demand. Insiders are thus increasingly selling into the mechanical, price-insensitive bid that index membership creates, after years in which the index has performed spectacularly.

Zitat

EM (especially China) investors have seen this before

The mechanism we documented in emerging markets is the one now assembling in the US. In the 2010s, index investors were obliged to absorb a decade of dilutive inclusions, much of it Chinese and often at cyclical valuation peaks: stocks entering MSCI China were typically added at a premium averaging close to 78% in the years after 2011, up from around 15% before then (Figure 10). Market composition changes from IPOs and MSCI index inclusion events, combined with negative revaluation, erased close to five to six percentage points of return a year. In the US today, index providers’ rule-bending risks making the obligation more acute rather than less. 

 

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Wegerich

Es war schon immer so, daß Dinge die an der Börse funktionierten und allgemein bekannt wurden irgendwann nicht mehr funktionierten. Vielleicht sind jetzt ETFs dran.

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