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Sapine

Neue Index Regeln - Auswirkungen auf Euer Anlegerverhalten

Ändert ihr Euer Anlegerverhalten oder nicht?   

107 Stimmen

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor einer Stunde von W.Heisenberg:

Mit 1. Mio hat man Elon Musk mit 700 Euro gesponsert, nicht gerade wenig, wenn man es nicht wollte.

 

Wenn die Prognosen von Elon Musk zutreffen, wird SpaceX in zwei Jahren einen Anteil zwischen 1% und 4% vom MSCI World haben (zum Vergleich: Nvidia und Apple sind bei 5%, Microsoft bei 4%). 

 

Bei 1 Million Euro Investitionssumme wären das nicht 700 €, sondern zwischen 10.000 € und 40.000 €. Und die nächsten Mega-Börsengänge sind schon geplant (Anthropic, OpenAI)...

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Bigwigster
vor 2 Stunden von stagflation:

Faktoren interessieren mich an dieser Stelle nicht.

Du erreichst mit Equal weight zwar grob deine Ziele, erkaufst dir das aber mit drei massiven Nachteilen:

- Informationsverlust: Du ignorierst alle in der Marktkapitalisierung steckenden Marktinformationen völlig und gewichtest stattdessen blind.

- Hohe Kosten: Das zwingende Rebalancing erzeugt einen enormen Portfolioumschlag und damit Transaktionskosten.

- Faktor-Beifang: Du kaufst dir unweigerlich Value und Size ein. Auch wenn sie dich nicht interessieren genau diese Faktoren bestimmen das Rendite-Risiko-Profil von Equal Weight Produkten.

- Wenn es dir wirklich um ‚weniger IPOs‘ geht (SpaceX / Elon Musk und Nachahmer), erreichst du mit Equal Weight exakt das Gegenteil. Da die meisten neuen Unternehmen im Vergleich zu den Mega-Caps eher klein sind, werden sie durch die Gleichgewichtung deutlich höher gewichtet als im normalen Index.

 

Ein 'ex-US'-ETF ist super, um den USA-Anteil zu senken. Für weniger Mag-7 ist ein Small-Cap-ETF (oder der Kommer-ETF) allerdings die viel präzisere Wahl. Was ich mir sparen würde: Einen Equal-Weight-ETF, der dir ungewollt einen Value-Tilt ins Depot spült und noch andere Nachteile mit sich bringt. Das es nur ein Teilumschichtung ist ändert an all dem ja auch nichts. 

 

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hattifnatt
vor 24 Minuten von stagflation:

Wenn die Prognose von Elon Musk zutreffen

Aus der historischen Erfahrung würde ich sagen: Das ist sehr unwahrscheinlich :P

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Someone
vor 51 Minuten von stagflation:

Wenn die Prognosen von Elon Musk zutreffen, wird SpaceX in zwei Jahren einen Anteil zwischen 1% und 4% vom MSCI World haben (zum Vergleich: Nvidia und Apple sind bei 5%, Microsoft bei 4%). 

Bei 1 Million Euro Investitionssumme wären das nicht 700 €, sondern zwischen 10.000 € und 40.000 €. Und die nächsten Mega-Börsengänge sind schon geplant (Anthropic, OpenAI)...

Ich glaube, ich habe ein Verständnisproblem: falls (da marktkapitalisiert) aus den 700 EUR 10-40 kEUR würden, wäre das doch super, oder? SpaceX ist "dabei" und würde (evtl. überproportional) wachsen...

 

Oder glaubst Du, dass der Anteil auf 1%-4% wächst, weil der Freefloat so sehr anwächst und damit die ETF Anleger wegen den notwendigen Anpassungskäufen benachteiligt werden? Ist sowas schonmal passiert?

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

@Someone: eher letzteres. Zurzeit sehen wir bei SpaceX folgende Daten:

  • Kurs: 138 US-$
  • Shares Outstanding: 13.2 Mrd.
  • Marktkapitalisierung: 1,8 Billionen US-$
  • Freefloat vor dem 6.8. : ca. 5%
  • Anteil am iShares Core MSCI World ETF vor dem 6.8. : 0,08% (oder, wenn man 1 Mio. Euro in einen iShares Core World-ETF investiert, hätte man SpaceX Aktien im Wert von 800 €) 

Wenn in den nächsten 12 Monaten alle SpaceX Aktien auf den Markt kommen (was ich noch nicht sehe), erhöht sich der Freefloat auf 100%. Wenn der Kurs gleich bleibt, würde sich der Anteil von SpaceX am MSCI World auf 1,6% erhöhen.

 

Realistischer halte ich einen Freefloat von 60% für Ende 2027. Der Anteil am MSCI World würde dann bei 1% liegen (wenn der Kurs der SpaceX Aktie ungefähr gleich bleibt). Wenn man 1 Mio. Euro in einen iShares Core World-ETF investiert, hätte man dann SpaceX Aktien im Wert von 10.000 €.

 

Technisch passiert die Anpassung von (voll replizierenden) World- und All-World ETFs folgendermaßen: wenn der Freefloat von SpaceX erhöht wurde, wird beim nächsten Rebalancing-Termin ein kleiner Teil aller Aktien außer SpaceX verkauft und vom Erlös werden SpaceX Aktien gekauft. Das Rebalancing ändert Kurs und Wert der ETF-Anteile nicht. Der ETF-Anleger hat durch das Rebalancing keine direkten Vor- oder Nachteile.

 

Für den ETF-Anleger ändert sich erst etwas, wenn sich der Kurs der SpaceX Aktie ändert. Dann steigt bzw. fällt der Kurs seines ETF entsprechend dem Anteil von SpaceX am ETF.

 

Die Besonderheit bei SpaceX ist, dass Fundamentalanalyse einen sehr viel niedrigen Firmenwert als 1,8 Billionen US-$ ergibt. Man braucht also viel Zukunfts-Phantasie, um auf diesen Firmenwert zu kommen. Richtig profitieren kann man als B&H Anleger aber erst von SpaceX, wenn es noch zusätzliche und dauerhafte Kurszuwächse gibt. Meines Erachtens ist diese Annahme gewagt. Ich halte es für wahrscheinlich, dass die ETFs jetzt SpaceX Aktien bei einem hohen Kurs kaufen und der Kurs der SpaceX Aktie in den nächsten Jahren fallen wird.

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Someone
vor 5 Stunden von stagflation:

@Someone: eher letzteres. 

Danke für Deine Erläuterung. Noch eine Anschlussfrage: was wäre jetzt signifikant anders, wenn die Regeln nicht geändert worden wären?

 

Wenn z.B. nach ca. 6 Monaten nach einem IPO eine Aktie in einen Index wandern würde, müsste der ETF den Freefloat dann anteilig voll kaufen. Das Risiko ist also nach den neuen Regeln, dass die Verkaufsstory des IPOs schon vorher in sich zusammen fällt und damit Anteile  teurer gekauft würden als nach 6 Monaten (das können wir bei SpaceX bald nachrechnen). Sonst würde sich für einen Anleger nicht viel ändern.

 

Ich teile Deine Einschätzung dass SpaceX eine „Luftnummer“ sein kann (wie auch die nächsten „Mega“-IPOs evtl. stark überbewertet sein könnten) - allerdings habe ich grosse Zweifel, dass die „Luftnummern“ schon 6 oder 12 Monate nach den IPOs so viel Luft verlieren werden, das es durch die Regeländerungen für Indexanleger nachteilig würde.


Zweifel, ob MSCI oder FTSE Indexe die richtigen Verpackungen für eine Anlagestrategie sind, oder ob eine gewählte Anlagestrategie für mich die richtige ist, haben mit dieser Regeländerung meiner Meinung nach wenig nichts zu tun (Du schreibst in solchen Fällen von einem X-Y Problem).

 

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Joker_19
vor 7 Stunden von stagflation:

Wenn in den nächsten 12 Monaten alle SpaceX Aktien auf den Markt kommen (was ich noch nicht sehe), erhöht sich der Freefloat auf 100%. Wenn der Kurs gleich bleibt, würde sich der Anteil von SpaceX am MSCI World auf 1,6% erhöhen.

Seine 42 % Aktienanteil wird Elon Musk behalten, um sein die Mehrheit der Stimmrechte über die SpaceX zu bahalten. 100 % Free Float werden daher wohl nie erreicht werden.

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voxk
Zitat

Kontrolle als Knackpunkt

Geplant ist eine Aktienstruktur mit zwei Klassen. Die B-Aktien sollen je zehn Stimmen tragen. Damit käme Musk auf rund 80 Prozent der Stimmrechte.

Sein wirtschaftlicher Anteil liegt bei etwa 43 Prozent. Genau diese Lücke irritiert institutionelle Investoren. Öffentliche Pensionsfonds aus New York und Kalifornien äußern ernste Bedenken.

Ein weiterer Punkt wiegt schwer: Eine Auslaufklausel für die Sonderrechte ist bislang nicht vorgesehen. Musk könnte also die Kontrolle behalten, selbst wenn sein Aktienanteil später deutlich sinkt.

Quelle.

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monstermania
Am 9.8.2026 um 18:19 von stagflation:
  • 50% L&G Gerd Kommer ETF. Vorteile: IPO-Filter, Deckelung auf max. 1% Anteil, USA-Anteil: 50%, bisher sehr ähnliche Wertentwicklung wie World- und All-World ETFs

Die 1% Kappung greift aber nur beim quartalsmäßigen Rebalancing. Zwischen den Rebalancing-Terminen kann der Anteil eines Unternehmens im Kommer-ETF auch deutlich größer als 1% werden:
 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
Am 11.8.2026 um 09:41 von monstermania:

Die 1% Kappung greift aber nur beim quartalsmäßigen Rebalancing. Zwischen den Rebalancing-Terminen kann der Anteil eines Unternehmens im Kommer-ETF auch deutlich größer als 1% werden:

 

Du hast völlig recht. Das Rebalancing (auf 1% bei Kommer, 0,2% bei S&P 500 Equal Weight, 0,08% bei MSCI World Equal Weight) wird nicht jeden Tag durchgeführt, sondern in größeren Abständen.

 

Micron im Gerd Kommer ETF ist ein schönes Beispiel. Eigentlich sollte es beim Kommer ETF eine Kappung bei 1% geben. Micron lag am 30.6. aber bei 2,8%. Also fast beim Dreifachen! Wie ist Micron auf einen so hohen Anteil gekommen? Im MSCI World lag der Micron-Anteil am 30.6. bei 1,05% 1,46%. Sie können doch eigentlich nicht viel höher sein? Hat jemand eine Idee?

 

Haben wir schon einen Thread, in dem wir über die Auswirkungen von Kappungen diskutieren? Wenn nicht, sollten wir demnächst einen starten. Es ist mathematisch interessant, zu untersuchen, wie sich verschiedene Kursbewegungen (z.B. schnelles und langsames Steigen einer Aktie oder schnelles und langsames Fallen eine Aktie) auf einen Index mit Kappung auswirken. Ich vermute, dass dort ganz andere Dinge passieren, als man sich vorstellt, wenn man an eine Kappung auf 1% oder an einen Equal Weight ETF denkt... Vielleicht kennt jemand einen Artikel, in dem das untersucht und erklärt wird?

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monstermania
vor 5 Stunden von stagflation:

Micron im Gerd Kommer ETF ist ein schönes Beispiel. Eigentlich sollte es beim Kommer ETF eine Kappung bei 1% geben. Micron liegt jetzt aber bei 2,9%. Also fast beim Dreifachen! Wie ist Micron auf einen so hohen Anteil gekommen? Im MSCI World sind sie bei 1,05%. Sie können doch eigentlich nicht viel höher sein? Hat jemand eine Idee?

Ich vermute einfach mal, dass sich Micron seit dem letzten Rebalancing im Kommer-ETF so stark entwickelt hat.
In den aktuellen Value-Faktor-ETF ist Micron ja aktuell teilweise mit > 12% die größte Position. Und Value ist ja einer der 5-Faktoren, die der Kommer-Index berücksichtigt.
Wie auch immer. Da merkt man, dass sich eine Begrenzung besser liest als es sich in der Realität umsetzten lässt.

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Rotenstein

Ich habe dreimal mit "Nein"" abgestimmt. Dass das Thema überhaupt eine Rolle zu spielt, verwundert, ist aber wohl auf die in Deutschland übliche kritische Haltung gegenüber den USA und ihrem Kapitalmarkt zurückzuführen. 

 

Für mich ist das grosse Ganze wichtiger als irgendwelche Indexdetails, von denen ich ohnehin nur ein sehr oberflächliches Verständnis habe. Ich habe Vertrauen darauf, dass es genügend kompetente und mächtige Akteure mit widerstreitenden Interessen gibt, die letztlich dafür sorgen werden, dass die Sache am Ende passt. Nicht perfekt und nicht ohne Kämpfe, Skandale und Übertreibungen, aber halt doch eben so, dass ich damit als passiver Investor leben kann. 

 

Dass man hier mit spitzem Bleistift und deutschem Perfektionismus einen Blumentopf gewinnen kann, bezweifle ich. Man kann mal Glück haben und durch eine komplexe Aufstellung eine Überrendite erzielen, in den meisten Fällen aber wird man sich verheddern und teure Verhaltensfehler begehen. Selbst wenn man die Komplexität auslagert, droht eine Unterrendite, so wie sie der Gerd-Kommer-ETF gegenüber dem FTSE All-World eingefahren hat, trotz all der tollen Regeln, um IPOs und einen angeblichen US-Klumpen zu umgehen.

 

Die meisten Kleinanleger dürften von daher mit einem Welt-ETF auf gängige Indizes bestens bedient sein, um passiv ihre Marktrendite abzuholen. Weiteres Herumbasteln führt in der Regel zu einer Unterrendite, wie sie ja auch in vielen gängigen Untersuchungen gezeigt wird. Der gute Wille, der spitze Bleistift, der intellektuelle Reiz, die eigene Expertise, das Bauchgefühl, das Rechthabenwollen - all dies zählt bei der Endabrechnung nicht. 

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stagflation
vor 3 Stunden von monstermania:

In den aktuellen Value-Faktor-ETF ist Micron ja aktuell teilweise mit > 12% die größte Position. 

Danke für Deinen Post. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass Micron in Value ETFs mittlerweile so stark vertreten ist (Quelle). Das ist schon ziemlich verrückt!

 

vor 4 Stunden von monstermania:

Wie auch immer. Da merkt man, dass sich eine Begrenzung besser liest als es sich in der Realität umsetzten lässt.

Das ist wohl so. Wenn man durch den Umbau seines Portfolios ein Problem lösen will, kann es sein, dass man durch die Hintertür 5 neue Probleme hereinbekommt. 

 

Für diejenigen, die schon länger in einen MSCI World Value ETF investiert sind, war es vermutlich gut, dass Micron mittlerweile einen Anteil von 12% hat. Diese Anleger haben stark von den Micron Kursgewinnen profitiert. Da es aber nichts geschenkt gibt, gibt es für jeden Vorteil auch einen Nachteil. Pech werden diejenigen haben, die jetzt einsteigen. Wenn die Kurse von Micron wieder fallen (ohne dass vorher rebalanced wird), werden sie überproportional unter den Kursrückgängen leiden.

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PEOPLES

Ich raff das auch nicht, warum das genau jetzt der Aufreger ist. 

 

1. Das sich Elon Musk da so "reingeschummelt" hat, ist unschön, macht aber abseits von NASDAQ fast nichts und im NASDAQ wars dann 1% Gewichtung. Also ich da nun nicht, dass das Geschäftsmodell Kapitalmarkt damit den Bach runter geht. 

 

2. Und das muss man getrennt sehen: Das SpaceX in die Indizes kommt, ist ja irgendwie normal, es ist schliesslich eine grosse AG. Geschäftsmodell (lt KI) sind: 65% Starlink, 20% Raumfahrt ansich und 15% KI, Robotik kommt dazu.

 

Die MAG7 machen alle KI und sind zugegeben etabliert, machen da aber 20% aus. Das war also bisher ok und kein Grund zur Sorge und nun kommt SpaceX und hat 0.1% aktuell und mag auf 1-2% gehen (wahrscheinlich wenn FSD bei Tesla dann funktioniert *Ironie*), und man muss das komplette Konzept des MSCI World in Frage stellen?

Warum war vorher nicht schon Tesla oder die ganze KI-Truppe Grund fuer Sorge und man musste das Depot grundlegend umstellen?

 

Fuer mich sieht das aus wie emotionsgetriebener Aktionismus. Wer das Konzept MSCI World, etc. nicht mag, der war schon vorher nicht gut damit bedient. SpaceX ändert da technisch wenig. Davon abgesehen halte ich die Geschäftsmodelle von SpaceX prinzipiell für recht tragfähig, also die Launch Services wie auch Starlink. Beides funktioniert gut, sind bezahlbar und nachgefragt. 

Jupp, das KUV ist (sehr) hoch, aber das ist bei den anderen Tech-Buden prinzipiell auch so. Also selbst wenn das in den nächsten 1-2 Jahren runter kommt und die Aktien dann "normal" bewertet ist, macht das in den gängigen Indizes doch nichts aus, das geht um Grundrauschen unter. 

 

Da macht man am Ende mehr mit einem "schlechten" ETF kaputt, der eine hohe Tracking-Differenz hat, oder ein etwas höheres TER oder oder oder. 

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Lazaros
Am 9.8.2026 um 13:06 von Schwachzocker:

Sicher ist, dass MSCI bereits 2007 die Fast-Entry-Regel für große Unternehmen eingeführt hat. ...

Im übrigen handelt es sich nicht um eine Manipulation, sondern um eine bessere Abbildung der Realität, wie sie sich nun einmal am Markt darstellt. Das ist auch gut und richtig so, ...

 

Die Kritik und die Bedenken sind wohl dem Umstand geschuldet, dass manchen Anleger die Realität am Markt nicht in den Kram passt. Das sind eben aktive Anleger, mit ihren typischen Problemen. Da kann ein Indexanbieter auch nichts dafür.

 

 

:thumbsup:

 ->http://buechnerportal.de/werke/dantons-tod

Zitat

Die Staatsform muß ein durchsichtiges Gewand seyn, das sich dicht an den Leib des Volkes schmiegt. Jedes Schwellen der Adern, jedes Spannen der Muskeln, jedes Zucken der Sehnen muß sich darin abdrücken. Die Gestalt mag nun schön oder häßlich seyn, sie hat einmal das Recht zu seyn wie sie ist, wir sind nicht berechtigt ihr ein Röcklein nach Belieben zuzuschneiden.

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor einer Stunde von PEOPLES:

Fuer mich sieht das aus wie emotionsgetriebener Aktionismus

Wie so oft im WPF eben. Das ist zudem natürlich auch ansteckend und das Schicksal nimmt seinen Lauf, denn der Mensch sucht eben unterbewusst ständig nach Haaren in der Suppe:D. Der kleine Privatanleger denkt, er könne die böse Welt ändern und verliert sein eigentliches Ziel etwas aus den Augen. Kontrolldrang, ständiger Verbesserungsdrang, Risikominimierungsdrang. Das Loslassen fällt eben schwer.

 

Die Folge ist dann manchmal das hier:

vor 1 Stunde von stagflation:

Wenn man durch den Umbau seines Portfolios ein Problem lösen will, kann es sein, dass man durch die Hintertür 5 neue Probleme hereinbekommt. 

Wobei das "Problem" oft kein Wirkliches ist, sondern ein selbst Geschaffenes.

Aber solange es Spaß macht...;).

 

Buchempfehlung:

https://www.amazon.de/Wie-wirklich-ist-die-Wirklichkeit/dp/3492243193

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Schwachzocker
vor 45 Minuten von Puppi:

Wobei das "Problem" oft kein Wirkliches ist, sondern ein selbst Geschaffenes.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich kaum jemals andere Probleme.

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GuyInborito
vor 2 Stunden von stagflation:

Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass Micron in Value ETFs mittlerweile so stark vertreten ist (Quelle). Das ist schon ziemlich verrückt!

Der Wahnsinn oder? Da flieht der schlaue Anleger aus der Technik/US Blase und stolpert in eine andere. Man könnte fast meinen man entkommt ihnen nicht egal wie man sich anstrengt oder umschichtet...

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Holgerli
vor 2 Stunden von PEOPLES:

Die MAG7 machen alle KI und sind zugegeben etabliert, machen da aber 20% aus. Das war also bisher ok und kein Grund zur Sorge und nun kommt SpaceX und hat 0.1% aktuell und mag auf 1-2% gehen (wahrscheinlich wenn FSD bei Tesla dann funktioniert *Ironie*), und man muss das komplette Konzept des MSCI World in Frage stellen?

Entweder ich verstehe die Aussage nicht, oder Du vergleichst Äpfel mit Birnen:

- Tesla und SpaceX haben noch nicht fusioniert und sind deswegen getrennte Unternehmen 

- Der Anteil von Tesla (als Einzelwert) im MSCI/FTSE Developed World liegt bei rund 1,3%, in einem All World irgendwas um 1+%. 

 

Nur als Einwurf, nicht als Wertung über die Sinnhaftigkeit von ETFs (bin selber in MSCI/FTSE World ETFs, NASDAQ und Tesla investiert.

Und BTW: FSD funktioniert. (ohne Ironie)

 

Ein Einwand zur ganzen Diskussion: Könnte diese Diskussion ggfs. eine Diskussion sein, die um 1910 bezüglich Kutschen- vs Automobil-Aktien geführt worden wäre?

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HHanseat
vor 40 Minuten von GuyInborito:

Der Wahnsinn oder? Da flieht der schlaue Anleger aus der Technik/US Blase und stolpert in eine andere. Man könnte fast meinen man entkommt ihnen nicht egal wie man sich anstrengt oder umschichtet...

Genau, nicht mal die Emerging Markets helfen, MSCI Emerging Markets Index Ende Juli :

image.png.c030c881c5a5cbd0689097267ffc0c28.png

Im MSCI Europe ASML größter Wert, im Nikkei225  ADVANTEST mit über 12 %, beides Anlagenhersteller zur Halbleiterproduktion. 

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Der Heini
vor 43 Minuten von GuyInborito:

Der Wahnsinn oder? Da flieht der schlaue Anleger aus der Technik/US Blase und stolpert in eine andere. Man könnte fast meinen man entkommt ihnen nicht egal wie man sich anstrengt oder umschichtet...

:thumbsup: Vor Wochen hab ich mal nachgesehen, warum mein Value ETF so stark gestiegen ist, besser als der Momentum YTD. Und siehe da Micron...

Da niemand die Zukunft kennt, kann man nur raten oder nach eigener Meinung schichten, daher am besten gar nichts machen. Hatte ja Gründe, warum man so gekauft hatte.

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Puppi
vor einer Stunde von Schwachzocker:
vor 1 Stunde von Puppi:

Wobei das "Problem" oft kein Wirkliches ist, sondern ein selbst Geschaffenes.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich kaum jemals andere Probleme.

https://hansmann.at/2010/07/13/die-zerkratzten-windschutzscheiben-von-seattle/

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Schwachzocker
vor 1 Stunde von GuyInborito:

Der Wahnsinn oder? Da flieht der schlaue Anleger aus der Technik/US Blase und stolpert in eine andere. Man könnte fast meinen man entkommt ihnen nicht egal wie man sich anstrengt oder umschichtet...

Man entkommt den Aktienmarktrisiken - über nichts anderes reden wir hier - nicht. Man kann aber beim Tagesgeld bleiben. Aber nicht über 3% Verzinsung; das könnte wieder eine Blase sein.

 

vor 49 Minuten von Der Heini:

Da niemand die Zukunft kennt, kann man nur raten oder nach eigener Meinung schichten, daher am besten gar nichts machen....

Man könnte sich auch der Mehrheitsmeinung anschließen und nach Marktkapitalisierung investieren. Das Problem ist einfach nur, dass es zu einfach ist; so einfach, dass man meint: "Das kann nicht sein!"

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PEOPLES
vor einer Stunde von Holgerli:

Entweder ich verstehe die Aussage nicht, oder Du vergleichst Äpfel mit Birnen:

- Tesla und SpaceX haben noch nicht fusioniert und sind deswegen getrennte Unternehmen 

Es war mehr eine Anspielung auf Elon Musks vollmundige versprechen, was wann wo in welcher Zukunft alles funktionieren wird. Und was in den meisten Fällen arg optimistisch gewählt wird. So wie eben 2015 die Aussage kam, dass FSD "demnächst" vollautonom ist, was aber bis heute nicht so ist. Naja, wie man sich das halt zurecht legt. 

So hatte ich das auf die Marktkapitalisierung von SpaceX gemünzt, je nachdem wen man halt fragt :)

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Yerg
vor 4 Stunden von PEOPLES:

Ich raff das auch nicht, warum das genau jetzt der Aufreger ist.

Weil es der typischen Social-Media-Empörungsdynamik folgt: es gibt eine vermeintlich einfache Erklärung, über die man sich aufregen kann ("wir werden abgezockt") und wer darüber schreibt, bekommt Aufmerksamkeit von den Themen/Personen ab, die ohnehin schon Aufmerksamkeit bekommen und kontrovers gesehen werden (SpaceX, Elon Musk).

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