Zum Inhalt springen
Sapine

Neue Index Regeln - Auswirkungen auf Euer Anlegerverhalten

Ändert ihr Euer Anlegerverhalten oder nicht?   

107 Stimmen

Du hast keine Berechtigung, an dieser Umfrage teilzunehmen oder die Umfrageergebnisse zu sehen. Bitte melde dich an oder registriere dich, um an dieser Umfrage teilzunehmen.

Empfohlene Beiträge

Schwachzocker
vor 7 Minuten von Martie:

... Aber es wird so getan als können man nur verlieren wenn man von MCAP abweicht, und zwar "garantiert".

Nein, so wird nicht getan!

Es wird aber so getan als wenn das Gewinnen reines Glück wäre, und so ist es auch.

 

Wer Glücksspiel mag...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 10 Minuten von Martie:

Da MCAP ja den Durchschnitt abbildet, hat man hier mehr oder weniger eine 50/50 Chance besser oder schlechter abzuschneiden.

Nach Kosten und Praxiseffekte für Privatanleger eben nicht umd je länger es dauert, noch weniger, weil die 50% "oben" eben ständig wechseln.

Das ist doch der Kern der ganzen Geschichte. Reine Mathematik und Wahrscheinlichkeit.

Hast du mal ein paar Sachen von J. Bogle gelesen? Der erklärte das gut. Notfalls kannst du auch @Glory_Daysfragen...der kann das auch sehr gut :D.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 1 Minute von Nachdenklich:

Bist Du etwa der Auffassung: "Diesmal ist alles anders! Diesmal wirklich!"?

Ich weiß nicht, was das soll? @Puppi hat ja nun nichts geschrieben, was diese Auffassung vermuten lässt. 

Es kann aber alles anders sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 10 Minuten von Nachdenklich:

Bist Du etwa der Auffassung: "Diesmal ist alles anders! Diesmal wirklich!"?

Nein. Ich gebe gar keine Prognosen ab. Es scheint aber so, als ob andere hier Prognosen abgeben "Alles wird auch in Zukunft immer so sein, wie es in der Vergangenheit war!":rolleyes:.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi
· bearbeitet von Puppi

Jeder soll das kaufen, was er will.

 

Ich merke nur leider immer wieder, dass manche die Arithmetik samt der Wahrscheinlichkeitsrechnung einfach immer noch nicht verstanden haben.

Dann werden noch Praxiseffekte vernachlässigt und Performance Chasing mit rein theoretischen Backtests samt rostigen Daten bis in die Steinzeit als Argument gebracht. 

 

Kein Wunder, wenn man dann nicht versteht, warum sich viele bei Aktien an die weltweite Marktkapitalisierung per Billig-ETF

halten und nichts anderes wollen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Martie
vor 3 Minuten von Puppi:

Nach Kosten und Praxiseffekte für Privatanleger eben nicht umd je länger es dauert, noch weniger, weil die 50% "oben" eben ständig wechseln.

Das ist doch der Kern der ganzen Geschichte. Reine Mathematik und Wahrscheinlichkeit.

Hast du mal ein paar Sachen von J. Bogle gelesen? Der erklärte das gut. Notfalls kannst du auch @Glory_Daysfragen...der kann das auch sehr gut :D.

Das ist es ja. Die 50% oben wechseln ständig. Man muss aber deswegen nicht ständig den oberen 50% nachjagen. Es reicht auch einmal richtig zu liegen, z.B. eben mit EW bei einem Abbau der Konzentration. Und natürlich ist das in dem Moment Market Timing. Mit allen Risiken. Aber zu behaupten man würde nahezu sicher underperformen, wenn zumindest historische Daten nahelegen, dass die Konzentration ungesund wird, halte ich immer noch für überzogen. Nochmal zur Erinnerung: Hätte man während der Dotcom Zeit nach MCAP oder EW in den S&P 500 investiert wäre der Unterschied zu Gunsten EW satte 70% gewesen. 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 27 Minuten von Puppi:

Jeder soll das kaufen, was er will.

Eben nicht! Wir verbieten das bei Androhung der Todesstrafe (angeblich).:w00t:

 

vor 24 Minuten von Martie:

Es reicht auch einmal richtig zu liegen...

Ja, so ist es beim Lotto auch.

Anders als beim Lotto muss man auch nur einmal richtig falsch liegen und dann...

 

vor 24 Minuten von Martie:

... Aber zu behaupten man würde nahezu sicher underperformen...

Das behauptet niemand. Du wirst mit einiger Wahrscheinlichkeit underperformen. Es ist die kapitalgewichtete Masse der aktiven Anleger, die sicher (nicht nahezu) underperformen wird.

 

vor 24 Minuten von Martie:

...wenn zumindest historische Daten nahelegen, dass die Konzentration ungesund wird...

Diese Daten legen für die Zukunft nichts nahe.

 

vor 24 Minuten von Martie:

...dass die Konzentration ungesund wird...

Konzentration ist nicht ungesund und auch keine Krankheit. Es gehört gerade zum allgemeinen Marktrisiko. Das kannst Du nicht eliminieren, ohne andere Risiken einzugehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Sapine

@MartieLass Dich nicht frustrieren. Mit Sachargumenten kannst Du von denen keinen erreichen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
sedativ
· bearbeitet von sedativ

Es ist bei den quasi-religiösen Verehrern des Heiligen Grals immer dasselbe:

 

Erst wird behauptet, dass x schlechter performt als der Gral. Wenn dann gezeigt wird, dass das empirisch gar nicht stimmt, ist das plötzlich bedeutungslos, mehr noch wird die Empirie selbst als häretischer "Rückschaufehler" verdammt – kaum besser als pro-gnostisches Hexenwerk. Zudem komme es sowieso nicht auf gute Performance an, da Segen nur auf demütigem Streben nach Durchschnitt liege. Verachtenswert ist, am Rande bemerkt, auch das Sparen von Steuern, es sei denn, man spart sie durch die Gnade des Grals.

 

Letztendlich sind die Wege des Herrn Marktes unergründlich und jegliches Tun vergeblich. Preiset den Gral! Halleluja!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker

Du vergisst die erotischen Gefühle bei dem Erhalt der Quartalsausschüttung.

 

vor 6 Minuten von sedativ:

...Verachtenswert ist, am Rande bemerkt, auch das Sparen von Steuern, es sei denn, man spart sie durch die Gnade des Grals.

Verachtenswert würde ich das nicht unbedingt nennen. Es ist nur ziemlich dämlich, einen Fokus auf hohe Dividendenausschüttungen zu legen und gleichzeitig Steuern sparen zu wollen. Noch dämlicher ist es, eine Aktie, von der man selbst nicht überzeugt ist, zu halten, nur um keine Steuern zahlen müssen.

Also letztlich... ja... es ist so dämlich, dass es verachtenswert ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 21 Stunden von Nachdenklich:

 

 

Ich glaube vielleicht noch daran, daß alle Informationen eingepreist sind, 

ich glaube aber nicht daran, daß die vorhandenen Informationen von allen Marktteilnehmern richtig beurteilt werden.

Letzteres hat ja auch nie jemand behauptet, und das sagt die Markteffizienzhypothese ja auch gar nicht aus.

Um die Informationen überhaupt richtig beurteilen zu können, musst Du sie erst einmal haben. Und Du hast sie nicht. Also brauchst Du Dich mit dem Beurteilen auch gar nicht erst zu befassen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
The Statistician
vor 8 Stunden von Martie:

Aber wenn der MCAP ETF total konzentriert in eine Richtung ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit an mit einer Abweichung davon am Ende besser da zu stehen. Weil man nicht aus unzähligen Möglichkeiten und Faktoren versuchen muss die Gewinner zu erwischen. Sondern es reicht einfach schon die "großen Verlierer" nicht im Depot zu haben.

Wieso steigt die Wahrscheinlichkeit an? Das kann nur dann der Fall sein, wenn du mit zunehmender Konzentration eine zunehmende Ineffizienz annimmst bzw. dass eine zunehmende Konzentration die Werte mit hoher MC mit größerer Wahrscheinlichkeit die zukünftigen großen Verlierer werden.

vor 8 Stunden von Martie:

Und Equal Weight ist in dem Fall mehr oder weniger einfach eine Wette gegen die Magnificent 7. 

Logisch, man wettet mit Equal Weight gegen LC und für SC. Da kann man aber gleich entsprechende Faktoren direkt nutzen, um diesen tilt abzubilden. Ob diese Entscheidung für die Zukunft richtig ist, steht in den Sternen. Diese Diskussionen gab es schon Mitte / Ende der 2010er (FAANG) und wer sich damals bereits aus gleichen Gründen gegen diese Werte entschieden hat, steht heute nach 10+ Jahren schlechter da.

vor 8 Stunden von W.Heisenberg:

Na, in Gesamtzeitraum war EQ besser, darauf kommt es an.

Relevant ist die Betrachtung rollierender Renditen. Alles andere hat nur eine bedingte Aussagekraft, da man dann nicht klar erkennen kann, ob es an Renditeartefakten liegt oder es tatsächlich systematische Vorteile gibt. 

 

Abseits davon weiß ich nicht wie man darauf kommt, dass der Gesamtzeitraum mit EW besser ablief. Wenn ich mir beides seit Index-Existenz anschaue, sieht es für Equal Weight auch im Gesamtzeitraum sichtbar schlechter aus:

1201794869_Screenshot2026-09-25at14_40_20.thumb.png.bc8a41d15b794eea3d3b4592828ef930.png

2057250195_Screenshot2026-09-25at14_40_27.thumb.png.f4f0b9ab2352d860931b9d0098685bbf.png

 

Quelle: curvo

vor 8 Stunden von W.Heisenberg:

KI: [...] Über ein Zeitfenster von 50 Jahren spricht die Wahrscheinlichkeit weiterhin für den Equal Weight Index. Der Grund ist rein mathematisch: Ein einzelnes Unternehmen kann nicht ewig schneller wachsen als die gesamte Weltwirtschaft. Sobald die heutigen Tech-Giganten ihr maximales Sättigungsniveau erreichen

Wenn diese Begründung stimmen würde, läge für EW ein systematischer Renditevorteil vor, welcher sich auch in den letzten 30+, 20 oder auch vllt. noch 10 Jahren hätten aufzeigen müssen. Die Begründung ist natürlich falsch, da hier die Prämisse notwendig ist, dass MC ein statistisches Portfolio sei. NVIDIA kann hier als sinnvolle Veranschaulichung dienen. NVIDIA hätte man mit EW ironischerweise übrigens spätestens 2019 stark untergewichtet und in den darauffolgenden Jahren umso mehr. Man hätte mit EW folglich nicht von der starken Performance von NVIDIA profitiert wie an es mit MC getan hat.

 

Auf KI Outputs sollte man nicht stumpf hören, gerade bei solch offensichtlich falschen Begründungen zeigt sich das immer besonders deutlich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Sapine
vor 33 Minuten von The Statistician:

Wenn diese Begründung stimmen würde, läge für EW ein systematischer Renditevorteil vor, welcher sich auch in den letzten 30+, 20 oder auch vllt. noch 10 Jahren hätten aufzeigen müssen. Die Begründung ist natürlich falsch, da hier die Prämisse notwendig ist, dass MC ein statistisches Portfolio sei. NVIDIA kann hier als sinnvolle Veranschaulichung dienen. NVIDIA hätte man mit EW ironischerweise übrigens spätestens 2019 stark untergewichtet und in den darauffolgenden Jahren umso mehr. Man hätte mit EW folglich nicht von der starken Performance von NVIDIA profitiert wie an es mit MC getan hat

Diese Logik ist so unbeeindruckend wie falsch. Genauso unsinnig ist es, EW auf SC-Effekte zu reduzieren. Aber eine schöne schwarz-weiß-Malerei. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
The Statistician
vor 5 Stunden von Sapine:

Diese Logik ist so unbeeindruckend wie falsch.

Beziehst du dich auf das NVIDIA Beispiel? Das Beispiel illustriert sehr gut, dass MC gegenüber EW einen Vorteil hat, wenn Aktienrenditen stark rechtsschief verteilt sind und wenige stärkere Gewinner einen großen Teil der Marktrendite treiben. Erkläre ruhig was daran falsch sein soll, ich verstehe deinen Punkt nicht und deinen Kommentar in Summe ohnehin nicht. 

vor 5 Stunden von Sapine:

Genauso unsinnig ist es, EW auf SC-Effekte zu reduzieren. Aber eine schöne schwarz-weiß-Malerei. 

Ach komm, dass ich EW nicht mit SC komplett gleichsetze ist doch offensichtlich. Der Size tilt ist aber eine triviale Folge von EW und auch eine zentrale Komponente der Renditeerklärung. Wenn du dir Zeiträume heranziehst, in denen EW besser als MC performt hat, geht ein merklicher Anteil auch auf den Size-Effekt zurück. Gibt natürlich noch andere Aspekte, die reinspielen, aber der genannte ist ein sehr relevanter.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Sapine

Ich bezog mich bei der irreführenden Logik auf Deine Aussage, dass es dann auch für andere Zeiträume gelten müsste. 

 

Was EW und SC angeht hattest Du geschrieben: 

Zitat

Logisch, man wettet mit Equal Weight gegen LC und für SC. Da kann man aber gleich entsprechende Faktoren direkt nutzen, um diesen tilt abzubilden. 

Das klingt schon stark danach, dass Du es nur für einen Faktor Tilt hältst. 

 

Was Dein Nvidia Beispiel angeht (darauf war ich zuvor nicht eingegangen) zeigt es die Kraft eines EW Ansatzes, dass man auch ohne die Nvidias der Welt in ausreichend vielen Zeiträumen (die Hälfte?) eine Outperformance gegenüber MC hinbekommt. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi
· bearbeitet von Puppi
Am 25.9.2026 um 10:45 von Schwachzocker:

Das ist kein schräger Vergleich, sondern die Produkte sollen ihren Preis auch wert sein. Und wenn sie das nicht sind, dann braucht man sie nicht.

Was nützt mir denn als Anleger eine tolle und wirksame Strategie, wenn die Kosten wieder alles zunichte machen. 

:thumbsup:

Dieses Grundproblem wollte ich damit aussagen bzw. sagt auch der Satz von Beck aus.

Arero und Co sind Beispiele, die das Dilemma/Problem "tolle Theorie ist nicht automatisch gleich tolle Praxis" noch deutlicher aufzeigen.

 

Ergo bringen die meisten ganzen ausgeklügelten Strategien, welche auf rein theoretischen Backtests beruhen, ex ante in der Praxis auf echter Produktebene nach Kosten, Steuern und "adaptivem Lerneffekt der Märkte" offensichtlich kaum etwas bis sehr wenig. Das haben wir doch nun mittlerweile mehr als genug gesehen. Und ja...ich weiß, dass EW keine wunder was ausgeklügelte Strategie ist und deren Kosteneffekt in ETFs nicht so hoch ist wie beim Arero, GPO usw. Trotzdem ist auch dort der Effekt da.

 

Ja...und deshalb ist es nicht verkehrt, sich auf den Kostenbereich zu konzentrieren (wegen 0,02% TER/TD Unterschied wird hier im WPF ja auch teils rumgesch..., als würde es nichts Wichtigeres geben :D), denn alles andere ist in der Tat kaum bis nicht beeinflussbar. Da helfen auch keine "tollen" Backtests. Diese entpuppen sich ex ante meiner Erfahrung nach eher als falsche Erwartung samt anschließender Enttäuschung samt Vertrauensverlust in das gewählte Produkt/Portfolio.

 

Es ist vermutlich die modernste Art des Performance Chasings (Produkte/Portfolio-Ideen auf den Markt zu bringen anhand von "Studien" mit Daten der Vergangenheit ohne Berücksichtigung von Praxiseffekten/Adaptivität der Märkte).

 

Performance Chasing/Hypes/Trends sind doch auch im Forum hier immer wieder regelmäßig zu beobachten.

 

Vor gut zehn Jahren war es die BIP-Gewichtung, die man möglichst haben sollte.

In der Nullzinsphase war es das Pimpen der Rendite im risikoarmen Depotteil mittels Pfandbrief ETFs (oder sogar OIs:dumb:) und sonstigem Kram, was nicht wenige versuchten.

Vor einigen Jahren waren Consumer Staples und Healthcare der heiße Sch.., davor waren es Minimum Volatility, Momentum und Small Cap Value.

Seit Kurzem steht Equal Weight ziemlich im Rampenlicht (entsprechende Links zu zig Artikeln im Internet aus 2025 und 2026 erspare ich mir).

 

Der statistische Witz ist, dass fast immer dann, wenn sich das WPF zu einem größeren Teil für diese Trends interessiert hatte, es ab dann verhältnismäßig schlecht lief (Performance Chasing Effekt eben):lol:

Empfehlungen zu bestimmten aktiven (teuren) Fonds samt Niedergang erwähne ich hier gar nicht extra, weil das eine Peinlichkeit für sich ist.

 

Dagegen blühten Dinge, die als unnötiger Rotz/Renditebremse belächelt wurden (z.B. Rohstoff-Futures, Gold, Goldminen-Fonds) genau nach diesem Negativ-Regen auf...und ja...auch der (überbewertete) US-Klumpen, vor dem schon vor ca. 10 Jahren gewarnt wurde, gehört dazu und watschte seine Kritiker danach ab.

 

Also was wäre dann aktuell eine statistisch gute Entscheidung? All IN in Tesla oder einen US-KI-Fonds oder 100% Geldmarkt oder 100% langlaufende Anleihen?:D

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
FlintheartG.
vor 56 Minuten von Puppi:

 

Vor einigen Jahren waren Consumer Staples und Healthcare der heiße Sch..,

ist es immer noch, nur nicht wenn man sich performance chasing auf die Fahne geschrieben hat ;-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 27 Minuten von FlintheartG.:

wenn man sich performance chasing auf die Fahne geschrieben hat ;-)

...was du ja mittels Backtests sowas von niemals tun würdest :D. 

 

Aber lass dich nicht verunsichern. Vielleicht passt es jetzt bei dir bzw euch mit Consumer/Health als Zusatz.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
Am 25.9.2026 um 14:16 von Martie:

Da MCAP ja den Durchschnitt abbildet, hat man hier mehr oder weniger eine 50/50 Chance besser oder schlechter abzuschneiden.

Deine Aussage ist in vielfacher Hinsich falsch: Die Marktrendite bildet den gewichteten Durchschnitt der Renditen seiner Komponenten ab:

Zitat

Over any specified time period, the market return will be a weighted average of the returns on the securities within the market, using beginning market values as weights. Each passive manager will obtain precisely the market return, before costs. From this, it follows (as the night from the day) that the return on the average actively managed dollar must equal the market return. Why? Because the market return must equal a weighted average of the returns on the passive and active segments of the market. If the first two returns are the same, the third must be also.

 

'The Arithmetic of Active Management' by William F. Sharpe in 1991

Über längere Zeiträume ergibt sich typischerweise eine Verteilung mit Mittelwert > Median (siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Log-normal_distribution).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 13 Stunden von Glory_Days:

Über längere Zeiträume ergibt sich typischerweise eine Verteilung mit Mittelwert > Median

Das ganze Thema (dass die Chancen eben nicht einfach 50/50 vor Kosten stehen und mit der Zeit schrumpfen) hatten wir doch mal sehr ausführlich irgendwo ausgebreitet (war es im Aktiv-Passiv-Faden?).

Findest du vielleicht die Posts noch?

 

Finde diesen Punkt immens wichtig, weil den viele leider immer noch nicht begreifen und weiterhin falsch denken "Als Anleger habe ich immerhin eine 50%-Chance, besser abzuschneiden als der Markt!"

Eigentlich ist das immer noch der eigentliche Augenöffner in Sachen Wahrscheinlichkeit ex ante beim Kampf "ich vs. der Markt".

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi
· bearbeitet von Puppi

Da ich drüben im Real-Zins-Anleihen-Thread auf das Liquiditätsrisiko in Krisen eingegangen bin, will ich das hier auch nochmal anführen für Equal Weight-ETFs. Angeschnitten hatte ich das Thema schon, aber lieber noch einmal etwas ausführlicher, da es offenbar unterschätzt wird. Wer aber genau liest, wird die Logik dahinter erkennen. 

 

https://share.google/aimode/cl0OysajzpFvHSg7p

 

Zitat

Fazit für die Praxis

In einem normalen, ruhig steigenden Markt kostet dich ein Equal-Weight-ETF insgesamt etwa 0,25 % bis 0,30 % mehr pro Jahr als die kapitalisierungsgewichtete Variante.

In einem Crash-Jahr mit heftigen Marktverwerfungen führt das Phänomen der austrocknenden Liquidität und des Umschichtungszwangs jedoch dazu, dass der EW-ETF auf Kostenebene um 0,50 % bis zu 1,00 % teurer ausfällt als ein Standard-ETF. Damit nähert er sich kostentechnisch bereits den Regionen aktiv gemanagter Fonds an

Zitat

Wenn du den MSCI-Factsheet-Vergleich zwischen MSCI World und MSCI World Equal Weight nebeneinanderlegst, siehst du das "perfekte", ungekürzte Bild des Equal-Weight-Ansatzes. Um die Realität abzubilden, musst du von der historischen EW-Indexrendite gedanklich jedes Jahr rund 0,30 % (normal) bis zu 1,00 % (Crash-Phasen) an Performance abziehen, um ein ehrliches Ergebnis zu erhalten.

 

Da wir noch keinen wirklich großen und langen Crash mit EW-ETFs hatten, fiel dieser Punkt natürlich bisher nicht auf.

Bei einem S&P500-ETF, der nur große Unternehmen beinhaltet, ist der Effekt wie im Link beschrieben logischerweise kleiner. Aber schon bei einem MSCI World mit über 1000 Unternehmen macht sich der Effekt deutlicher bemerkbar.

 

Wie ich immer sage: 

Theorie ist nicht gleich Praxis.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor 1 Stunde von Puppi:

Finde diesen Punkt immens wichtig, weil den viele leider immer noch nicht begreifen und weiterhin falsch denken "Als Anleger habe ich immerhin eine 50%-Chance, besser abzuschneiden als der Markt!"

Eigentlich ist das immer noch der eigentliche Augenöffner in Sachen Wahrscheinlichkeit ex ante beim Kampf "ich vs. der Markt".

Immens wichtig ist, überhaupt nennenswert investiert zu sein. Ohne kann man weder über- noch unterdurchschnittlich abschneiden. Der größte Augenöffner ist es investiert zu sein. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker

Immens wichtig ist, überhaupt zu überleben und nicht verhungern oder zu verdursten. Das ist der größte Augenöffner.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
The Statistician

 

Am 26.9.2026 um 09:31 von Sapine:

Ich bezog mich bei der irreführenden Logik auf Deine Aussage, dass es dann auch für andere Zeiträume gelten müsste. 

Und was genau ist daran für dich irreführend? Wenn man die Prämisse hat, dass ein Renditevorteil eine rein mathematische Folge sei, dann sollte ein entsprechender Vorteil systematisch über mehrere Dekaden und auch über 10+ Jahreszeiträume erkennbar sein. Ein solch systematischer Renditevorteil liegt aber eben nicht vor. Was wirkt da genau irreführend? 

Am 26.9.2026 um 09:31 von Sapine:
Zitat

Logisch, man wettet mit Equal Weight gegen LC und für SC. Da kann man aber gleich entsprechende Faktoren direkt nutzen, um diesen tilt abzubilden. 

Das klingt schon stark danach, dass Du es nur für einen Faktor Tilt hältst. 

Wenn dem so wäre, hätte ich nicht geschrieben, dass man lieber direkt einen Faktor nutzen sollte, eben weil EW nicht mit einem Faktor gleichzusetzen ist. Das Zitat bezog sich auf einen zuvor genannten situativen Vorteil, der letztlich stark mit einem Size-tilt verbunden ist, welchen man auch zwangsläufig bei EW hat, auch wenn der tilt nicht etwas schwächer ausfällt als bei Size Factor direkt. Wer den damit verbundenen Vorteil daher explizit will, kann dann direkt über Faktoren gehen, statt über EW das teils implizit abzubilden. 

Am 26.9.2026 um 09:31 von Sapine:

Was Dein Nvidia Beispiel angeht (darauf war ich zuvor nicht eingegangen) zeigt es die Kraft eines EW Ansatzes, dass man auch ohne die Nvidias der Welt in ausreichend vielen Zeiträumen (die Hälfte?) eine Outperformance gegenüber MC hinbekommt. 

Worauf beziehst du dich mit der Hälfte? EW hatte vor allem in den 2000er ein gutes Regime. Ansonsten sah es nicht so gut aus, zumindest international via MSCI World EW. Bei EW sticht die USA als Region zusätzlich positiv hervor. Da lief es für EW historisch besser als in den übrigen Regionen und international. 

 

Aber selbst wenn, mein Punkt ist nicht, dass MC besser oder EW schlechter sei. Viel mehr geht es darum, dass EW keine systematische höhere Renditeerwartung bietet. Daher sehe ich den Sinn dahingehend nicht. Ich sehe da nur mehr Risiken, ohne dass man ex ante eine höhere Renditeerwartung hat. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
sedativ
vor einer Stunde von The Statistician:

Aber selbst wenn, mein Punkt ist nicht, dass MC besser oder EW schlechter sei. Viel mehr geht es darum, dass EW keine systematische höhere Renditeerwartung bietet. Daher sehe ich den Sinn dahingehend nicht. Ich sehe da nur mehr Risiken, ohne dass man ex ante eine höhere Renditeerwartung hat. 

 

OK. In den Nullerjahren lief EW besser, seitdem schlechter, über fünfzig Jahre gesehen wieder besser. Es ist also abseits irgendwelcher theoretischer Modellierungen langfristig weder eine systematische Über- noch eine systematische Unterrendite erkennbar. Jetzt könnte man noch diskutieren, welche Variante zukünftig die riskantere sein wird, ansonsten könnte man pragmatisch mit der Annahme arbeiten, dass es egal ist, für welche Variante man sich entscheidet. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...