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Sapine

Neue Index Regeln - Auswirkungen auf Euer Anlegerverhalten

Ändert ihr Euer Anlegerverhalten oder nicht?   

28 Stimmen

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Empfohlene Beiträge

Sapine
· bearbeitet von Sapine

Nachdem sich Indices wie MSCI und FTSE zu Melkkühen für Großunternehmer gemacht haben, werde ich keinen Euro mehr in diese Welt-ETFs stecken. Solactive ist dabei auch nur marginal besser. Zur Problematik hier ein Blogartikel von Walz https://hartmutwalz.de/index-regeln/

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Wenn ich heute ein Depot aufbauen müsste würde es aus den Bausteinen USA und Ex-USA bestehen. Die einfachste Version sieht dann so aus und ist auch noch extrem kostengünstig

50 % S&P 500 
50 % FTSE ex USA

 

Natürlich kann man das auch noch "besser" machen, braucht dann aber mehr ETFs und wird auch ein wenig teurer.

30 % S&P 500
15 % S&P 500 Equal Weight

5 % US Small caps value
50 % FTSE ex USA

 

Natürlich handelt man sich damit das Problem ein, dass die Märkte zukünftig auseinander entwickeln, insbesondere die Gewichtung der USA. Deshalb würde ich soweit möglich Ausschütter bevorzugen, was neben der Sparrate mehr Manövriermasse bietet für das Rebalancing. Ich gehe aber nicht so weit, dass die einmal gewählte Aufteilung in alle Ewigkeit gelten muss. Wenn die Welt sich ändert, darf sich auch meine Aufteilung anpassen. 

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Someone

Ich finde die Änderungen die bzgl. Indexaufnahmen gemacht werden, zwar ärgerlich, aber da ich derartige Dinge nicht beeinflussen kann, und ich für mich auch keine Alternative sehe (ich bin kein guter Stockpicker, "customized Indexing" ist in Europa noch nicht richtig angekommen, und ob ich mir dort nicht andere Probleme einfange kann ich zur Zeit nicht beurteilen), sehe ich keinen Grund substanzielle Änderungen vorzunehmen.

Die Regeln der Finanzmärkte werden leider (eher zum Glück ;)) nicht von mir bestimmt, ich muss mich, wenn ich teilnehmen will, mit ihnen abfinden. Mich aus den Aktienmärkten zurückziehen, oder die Anlagevehikel indexbasierte ETFs gegen aktive Fonds oder Einzelaktion tauschen hätten für meine Anlage"performance" vermutlich deutlich negativere Auswirkungen als diese Änderungen hinzunehmen.

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor 1 Stunde von Sapine:

Nachdem sich Indices wie MSCI und FTSE zu Melkkühen für Großunternehmer gemacht haben, werde ich keinen Euro mehr in diese Welt-ETFs stecken.

 

vor einer Stunde von Sapine:

Wenn ich heute ein Depot aufbauen müsste würde es aus den Bausteinen USA und Ex-USA bestehen. Die einfachste Version sieht dann so aus und ist auch noch extrem kostengünstig

50 % S&P 500 
50 % FTSE ex USA

:-*

 

Ich sehe das ganze im Grunde nicht so tragisch, aber man könnte auch die Gegenposition einnehmen:

Wenn ich mit Hilfe des Index den Markt abbilden will sollten gerade große Unternehmen die einen nennenswerten Einfluss auf die Performance haben schnell abgebildet werden, natürlich im Rahmen des Free Float. Böse Zungen könnten eine lange Wartezeit sogar als aktives Mangement verunglimpfen.

 

Ist ein großer Teil der Aufregung nicht eher weil Space X so zu teuer wirkt? Sowas haben wir zwar auch schon mit Tesla, aber jetzt kommt es halt neu dazu. Allerdings wäre man, wenn man den an der Marktbewertung solcher unternehmen zweifelt und trotzdem den breiten Markt soweit wie möglich abbilden will eher beim Faktorinvesting gut aufgehoben. 

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Schlumich

Da mein Depotaufbau wohl als abgeschlossen zählen dürfte, ändert sich für mich erst mal nichts. Umschichten würde einen steuerlichen Effekt auslösen, also halte ich die Füße still. 


selbst wenn ich noch im Aufbau wäre, würde ich wohl recht ähnlich agieren, zumal mein Depot alles andere als eine einfache 1ETF Lösung ist…

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stagflation

Ich habe ca. 20% meiner World- und All-World ETFs umgeschichtet in:

  1. L&G Gerd Kommer ETF
  2. MSCI World Minimum Volatility ETF
  3. MSCI World Equal Weight ETF

Jeder der drei ETFs hat eine andere Strategie, um sich gegen Luftschlösser und Alteigentümer zu wehren, die beim IPO den ETF-Anlegern das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

  1. Der Gerd Kommer ETF hat einen IPO-Filter. 
  2. In den Minimum Volatility ETF kommen Neugründungen und viele Tech-Unternehmen nicht rein, weil die Volatilität zu hoch ist. 
  3. In den Equal Weight ETF kommen Neugründungen und Tech-Unternehmen zwar rein - aber ihr Anteil wird auf ca. 0,1% begrenzt.

Ansonsten werde ich abwarten das Thema weiter beobachten. Vielleicht werden MSCI und FTSE ihre Index-Regeln weiterentwickeln. Wie beim S&P 500, der vor der Aufnahme eines Unternehmens verlangt, dass Gewinne erwirtschaftet wurden. Wenn die Index-Regeln allerdings so bleiben sollten und es sich zeigen sollte, dass weitere Börsengänge nach dem Muster SpaceX erfolgen, werde ich weiter umschichten. 

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