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Physics

Ruhestand - Budget und Anteil durch Depot

Ruhestand - Budget und Anteil durch Depot  

127 Stimmen

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Physics
· bearbeitet von Physics
vor 18 Stunden von Walter White:

Wie sind denn deine weiteren Planungen @Physics

Ich muss sehen, ob ich den Schalter umstellen kann im Job. Nach einem halben Leben im Konzern nicht so einfach und ich merke, dass es schon länger auf die Gesundheit geht. 

 

Da wir die finanzielle Freiheit erreicht haben würde ich im Zweifelsfall einfach kündigen. Vermutlich aber noch 1 oder 2 Jahre weitermachen und sehen wie es läuft mit neuem Mindset. Kämpfe mit dem 'One more year', da ich mich noch etwas zu jung fühle um einfach aufzuhören. Hatte dann die Idee nochmal woanders anzufangen, da ich für meinen Beruf immer gebrannt habe, aber das verwerfe ich gerade.

 

Wir haben die finanzielle Freiheit bei uns erst vor einiger Zeit erfasst :-), da viel in Renten, Betriebsrenten- und Immobilien gebunden ist. Da verliert man schnell den Bezug zum echten Wert. Trotz deutlich gestiegener Einkünfte, leben wir normal, bzw. haben nie unseren Lebensstandard nach oben angepasst. Für 4 Personen benötigen wir etwa 4.000 EUR inkl. Unterstützung fürs Studium von etwa 500 EUR, Anschaffungen und Reparturen. 

 

So richtig langweilig würde es nicht werden. Großes Grundstück, am Haus hat sich einiges angestaut und dazu vermieten wir ein kleines Haus um das sich auch gekümmert werden müsst. Wieder viel Zeit für Sport. Ich habe 2 etwas ältere Freunde, die würden auch in 4 oder 5 Jahren dann in die passive Phase der Altersteilzeit wechseln. Meine Frau würde noch einige Jahre in Teilzeit weiterarbeiten. Ich denke aber, die ersten Monate würde ich einfach gar nichts machen. 

 

Das Gute, uns würde das Renditereihenfolge-Risiko nicht sonderlich treffen. Wir haben uns hohe Renten- und Betriebsrentenansprüche erarbeitet. Zusammen mit den Mieteinkünften würde es im Alter reichen unseren aktuellen Lebensstandard mehr als zu tragen. Zur Überbrückung habe ich ein hohes Zeitwertguthaben. Seit Jahren zahle ich dort 30% meines Gehaltes ein. Aus dem könnte ich von 55 bis 67 dann ein Nettogehalt von etwa 2.000 EUR beziehen inkl. Sozialversicherung, müsste aber vorher für das Modell nochmal den Umweg über einen kleinen sozialversicherungspflichtigen Job für ein Jahr gehen. Zum Teilzeitgehalt meiner Frau und den Mieteinkünften würde es dann gut reichen, selbst wenn ich morgen mit Anfang 50 ohne Abfindung ausscheide. Der Großteil des Depots ist dann nur noch für die Finanzierung von Instandhaltung, Reisen und dient als Absicherung gegen Eingriffe ins Rentensystem und Inflation. 

 

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stolper
· bearbeitet von stolper
vor 20 Stunden von Bolanger:

Nicht, dass ich das folgende Vorgehen begrüße, aber warum lässt man es nicht einfach ruhig angehen im Job, sobald man das Gefühl hat, es sich leisten zu können. Ich habe schon vielfach Leute gehobenen Alters und damit auch vermuteter finanzieller Puffer beobachtet, die in Konzernen oder Verwaltungen nahezu untergetaucht sind. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass diese auch vor der Entscheidung standen, den Job an den Nagel zu hängen. Dann haben sie sich dafür entschieden, die ruhige Kugel zu schieben, dafür weiterhin bezahlt zu werden und mit einer nicht gegen Null gehenden Wahrscheinlichkeit bei einem Rausschmiss noch eine Abfindung oben drauf zu bekommen. das könnte dann den nötigen Finanzpuffer geben, der ggf. noch fehlt. 

...kann ich für mein ehemaliges Umfeld bestätigen. Ich bin am 30.06. mit einer substantiellen Abfindung aus einem DAX Unternehmen ausgeschieden. Dort gab und gibt es viele Leute wie von dir beschrieben. "Wer hat, dem wird gegeben". Für den sozialen Frieden im Unternehmen massiv kontraproduktiv, da die "Zurückbleibenden", die i.d.R. dann zwischen 30 und Anfang 50 sind, oft die Aufgaben der Ausgeschiedenen zusätzlich obendrauf bekommen. Arbeitsverdichtung, mehr Stress. Gleichzeitig sieht man die Älteren, die oft bereits eh schon gut situiert sind, noch mit (sehr) hohen Abfindungen oder sehr attraktiven Brückenmodellen gehen.

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Der Heini
vor 36 Minuten von Physics:

Das Gute, uns würde das Renditereihenfolge-Risiko nicht sonderlich treffen.

Das sich auch nur ganz selten verwirklicht. Blöd, wenn es einen trifft, aber da kann man auch mit ein paar Jahren Cash gegensteuern. Das Inflationsrisiko ist da ebenso hoch, wird aber gerne vergessen, da es jeden trifft und man aktiv so richtig wenig dagegen tun kann.

 

Aber wenn du so gut abgesichert bist, würde ich dir empfehlen mal genau in dich hineinzuhorchen, was du wirklich möchtest. Da kann dir das Forum hier nicht helfen, da sowas sehr subjektiv ist. Ich stelle mir ab und zu vor, wie es ist ganz aufzuhören und wie mein Alltag dann aussehen würde. Oder man macht eine Liste, wie der Ruhestand aussehen würde (nicht könnte, sondern würde), dann hat man es schriftlich vor sich liegen und das hilft bei der Entscheidungsfindung sehr. Nur so ein allgemeiner Vorschlag.

Wenn es sich finanziell rechnet, muss man das psychologische selber entscheiden.

Ich kann schon immer mit mir selber alleine sein und gut klarkommen, habe mich daran gewöhnt.

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leviathan73
vor 4 Minuten von Der Heini:

Das sich auch nur ganz selten verwirklicht. Blöd, wenn es einen trifft, aber da kann man auch mit ein paar Jahren Cash gegensteuern. Das Inflationsrisiko ist da ebenso hoch, wird aber gerne vergessen, da es jeden trifft und man aktiv so richtig wenig dagegen tun kann.

 

Aber wenn du so gut abgesichert bist, würde ich dir empfehlen mal genau in dich hineinzuhorchen, was du wirklich möchtest. Da kann dir das Forum hier nicht helfen, da sowas sehr subjektiv ist. Ich stelle mir ab und zu vor, wie es ist ganz aufzuhören und wie mein Alltag dann aussehen würde. Oder man macht eine Liste, wie der Ruhestand aussehen würde (nicht könnte, sondern würde), dann hat man es schriftlich vor sich liegen und das hilft bei der Entscheidungsfindung sehr. Nur so ein allgemeiner Vorschlag.

Wenn es sich finanziell rechnet, muss man das psychologische selber entscheiden.

Ich kann schon immer mit mir selber alleine sein und gut klarkommen, habe mich daran gewöhnt.

Da stellst Du einen immens wichtigen Punkt heraus. Und insbesondere gut dotierte betriebliche Altersvorsorgepakete sind zwar verzinst, aber eben häufig nicht inflationsinduziert. Letztendlich muss man Renten oder auch BAVs als Anleihe im Gesamtportfolio betrachten. Dann wird das Risiko sehr gut sichtbar. Wenn dann noch Cash- und Anleihebestand hoch gewichtet sind, mag das SoRR passabel aussehen, aber eben nur nominal und nicht real. Das ist einer der hinterhältigste Verstecke für Risiko.

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Wishmueller
vor 20 Stunden von Bolanger:

Nicht, dass ich das folgende Vorgehen begrüße, aber warum lässt man es nicht einfach ruhig angehen im Job, sobald man das Gefühl hat, es sich leisten zu können. Ich habe schon vielfach Leute gehobenen Alters und damit auch vermuteter finanzieller Puffer beobachtet, die in Konzernen oder Verwaltungen nahezu untergetaucht sind. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass diese auch vor der Entscheidung standen, den Job an den Nagel zu hängen. Dann haben sie sich dafür entschieden, die ruhige Kugel zu schieben, dafür weiterhin bezahlt zu werden und mit einer nicht gegen Null gehenden Wahrscheinlichkeit bei einem Rausschmiss noch eine Abfindung oben drauf zu bekommen. das könnte dann den nötigen Finanzpuffer geben, der ggf. noch fehlt. Ein mentaler Abschied vom Job muss nicht zeitgleich mit einer Kündigung erfolgen. Oft genug werden solche Leute noch lange durchgefüttert.  

 

Wenn man das "kann" und das Umfeld es zulässt, warum nicht, ist sicher eine gangbare Alternative, und viele machen das bestimmt auch so..... ich sage nur: Traumjob öffentlicher Dienst..... :lol: .... die Vorstellung daran war mir viele Jahre, in denen ich noch besser "im Saft stand", stets zuwider. Hatte im Laufe der Jahre einige VGs bei den Öffis, das war mir dann zu schnarchig.....

 

Nach hinten raus betrachtet wäre es aber vielleicht die bessere Idee gewesen. Im Umfeld der letzten Firma (Automotive Zulieferer) war nix mehr mit "ruhige Kugel schieben", das gaben die Strukturen nicht her. Ich habe schon Jahre vor dem finalen Exit von 40 auf 35 Stunden verkürzt, im Ergebnis musste ich mich noch schneller drehen. Ich hätte in dem Konzern zuletzt auch noch Teilzeit machen können, wenn ich es gewollt hätte. Die Vorstellung daran fand ich aber ziemlich gruselig, siehe vorherigen Satz..... :'(

 

Mein "Fell" war so dicke dann nicht, ich war immer bemüht, meinen Job möglichst gut zu machen, das klappte die letzten Jahre schon immer weniger, immer mehr Anforderungen, immer weniger "Körner", um damit gut klar zu kommen. Von daher war für mich der harte Schnitt am Ende dann alternativlos. 

 

Anfangs sicherlich noch verbunden mit der Idee "vielleicht mache ich ja noch woanders was in Teilzeit"..... aber je länger ich raus bin, desto weniger verspüre ich da den Drang zu. Es läuft auch so, wenn die Welt nicht gerade komplett untergeht, sollte ich meinen Lebensunterhalt bis zur Rente und auch darüber hinaus in meinem Rahmen vernünftig abgedeckt bekommen, da muss ich mich dem Job-Terror nicht mehr aussetzen..... :)

 

 

 

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Neverdo

Was wollt ihr... auspendeln, ruhige Kugel schieben...Herr im Himmel, wer seid ihr, was erwartet ihr von euch...so etwas?

Niemals, das kann doch nicht sein, dass jemand seine Lebenszeit vergeudet durch Abhängen im Dienst.Nein ich sehe das ganz anders, könnte so etwas nicht ertragen, gut ausgestattet an Geist und Bildung und dann so etwas...?...Gibt es hier noch mehr davon?

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Walter White

Ich hatte nie was gegen ne ruhige Kugel. Jeder Jeck ist anders. 

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OceanCloud
· bearbeitet von OceanCloud

Ich habe Anfang August gesundheitliche Probleme bekommen habe, die ich nicht deuten habe können. Das endete dann in einem Krankenhausaufenthalt wo mir ein Stent eingesetzt wurde.

Ab dem Moment habe ich dann an der Kündigung geschrieben. Vorgestern hat sich dann ergeben, dass mein Arbeitgeber den Kundeneinsatz, so wie er seit Jahren abläuft (und immer chaotischer wird) nicht mehr weiterführen will.

Da habe ich dann die Kündigung abgeschickt (und meine Chefs vorher eingeweiht).

Nächste Woche geht's erst mal 2 Wochen in Urlaub, dann Oktober noch arbeiten (4 Tage-Woche), November Überstunden-frei und Dezember ist durch den restlichen Urlaub abgedeckt. Ab Januar dann Privatier für ca. 3.5 Jahre.

 

Pünktlich zur 10-jährigen Mitgliedschaft im WPF

 

 

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LongtermInvestor

Gute Besserung und alles Gute für den neuen Abschnitt. 

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 36 Minuten von OceanCloud:

Ab Januar dann Privatier für ca. 3.5 Jahre.

Von mir auch alles Gute!

Du bist einer von denen hier im Forum, dessen Beiträge ich immer gerne lese, weil ich noch was für mich mitnehmen kann. 

 

Zum Stent - sieh es als Warnschuss. 

Sofern du dieses Zeichen nicht ignorierst, spricht gar nichts gegen ein sehr sehr langes Privatiers- und Rentnerleben.

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OceanCloud
· bearbeitet von OceanCloud

Vielen Dank euch beiden. ich habe jetzt keine Beschwerden mehr. 

Die Personalabteilung wird nun meine Kündigungsfrist prüfen. In meinem Arbeitsvertrag wird nur auf einen uralten MTV der IG Metall verwiesen. Aber egal, denn sonst gibt's einen Aufhebungsvertrag zum 31.12. 

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Sapine

Genau für so eine Alternative ist die finanzielle Reserve wertvoll. Jetzt steht Neuausrichtung an - alles Gute!

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