Branchenvergleich Solaraktien

288 Beiträge in diesem Thema

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vor 2 Minuten schrieb reko:

Das war eine Strafaktion wegen Dummheit und Kurzsichtigkeit.

Naja, auch das lässt sich auf die jetzigen Strukturen und Energiekonzerne anwenden.

Warten wir einfach ab was ich 5 Jahren ist. :D

 

 

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Ein Thema waren ja schon die Co2-Zertifikate. Während der Preis vom 01.01.2017 bis zum 01.01.2018 nur recht moderat von 6,31 Euro auf 7,95 Euro stieg, stieg der Preis bis Anfang März auf 9,92 Euro. Im März selber steig der Preis bisher auf 13,26 Euro.

Der Grund könnte hier liegen.

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Saudi-Arabien und der japanische Tech-Konzern Softbank haben sich auf ein 200 Milliarden Dollar teures Solarprojekt verständigt. ... Die Kapazität der Anlage soll bei der Fertigstellung im Jahr 2030 200 Gigawatt betragen - das sei mehr Energie als nötig, um das ganze Land mit Strom zu versorgen ... 2019 sollen dann 7,2 Gigawatt produziert werden. Bei dem Projekt soll jedoch nicht nur Strom produziert werden: Innerhalb von zwei bis drei Jahren soll zusätzlich eine eigene Produktionsstätte für Solarmodule entstehen.

Hier der vollständige Artikel aus dem Handelsblatt.

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Geschrieben · bearbeitet von reko

vor 5 Stunden schrieb Holgerli:

Ein Thema waren ja schon die Co2-Zertifikate. Während der Preis vom 01.01.2017 bis zum 01.01.2018 nur recht moderat von 6,31 Euro auf 7,95 Euro stieg, stieg der Preis bis Anfang März auf 9,92 Euro. Im März selber steig der Preis bisher auf 13,26 Euro.

Der Grund könnte hier liegen.

Mit 13,26 €/tCO2 sind das dann:

Braunkohlekraftwerke 980..1230 gCO2/kWh = 1,46 ct/kWh

GuD Kraftwerke 410..430 gCO2/kWh = 0,55 ct/kWh

Quelle bundestag...wd-8-056-07-pdf-data.pdf

 

Im Gegensatz zu anderen Staaten gibt es bei uns keine Kohleabgabe (z.B. Schweden 327$/t Kohle + 4$/kg Schwefel)

Steuern bei Verwendung des Energieträgers zur Erzeugung von elektrischem Strom oder Strom und Wärme (Stand 2006), ohne Umsatzsteuer

Heizöl: (0,21–0,62) ct/kWh

Erdgas: 0,55 ct/kWh

Flüssiggas: 0,43 ct/kWh

Kohle: 0,12 ct/kWh

Diese Steuern verdoppeln effektiv die aktuellen CO2 Kosten nur der am meisten CO2 emittierende Brennstoff ist ausgenommen.

Die EEG Umlage (2017: 6,88ct/kWh) ist ein vielfaches der CO2 Kosten. Insgesamt bei GuD Kraftwerken das 14,5 fache = 192€/t CO2, ohne Berücksichtigung der Diskriminierung bei der Stromabnahme. 

 

Australien hatte 2012 16,50 €/t CO2-Steuer eingeführt, hat sie 2014 aber wieder abgeschafft.

veralteter-energietraeger-duestere-zukunft-fuer-die-australische-kohle

"Wegen der Dominanz von Kohle als Stromlieferant hat Australien pro Kopf der Bevölkerung unter den Industriestaaten eine der höchsten Raten klimaschädigender Emissionen"

Da ändern auch Alibi Wind/Solar-Kraftwerke wenig.

 

 

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In China braut sich was zusammen: China will scheinbar den Ausbau von PV massiv zurückfahren und hat letzten Freitag einerseits angekündigt, dass der Bau von Uitlity-Scale Anlagen massiv zurückgefahren werden soll. Zudem wurde auch die Förderung gekürzt.

Nachdem es im März noch Schätzungen von 50 bis 55 GW Zubau gab, hiess es zuletzt 40 bis 45 GW Zubau. Diese Prognose wurde mittlerweile auf 30 bis 35GW für 2018 und 20 bis 25 GW für 2019 & 2020 gekappt.

 

Wird interessant werden ob andere Länder wie Indien (die waren zuletzt die Leidtragenden des massiven Ausbaus in China) das auffangen können.

 

Könnte z.B. für Yingli eng werden.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Danke für den (etwas überraschenden) Hinweis. Anbei ein Forbes-Artikel über mögliche Gründe für diese Entscheidung:

 

Zitat

The decision may be rooted in actions of the Trump Administration. Earlier this year, President Trump announced a 30% tariff on imported solar equipment that would last at least the next four years. The decision was a response to a couple of U.S. solar companies charging that China’s solar subsidies were allowing Chinese solar companies to undercut U.S. solar manufacturers.

... 
The “winners” here may be a few U.S. solar companies, but the overall growth rate of the solar industry may suffer. In the long run, solar PV is still certain to outgrow every other energy category, but in the short term this decision is going to create a lot of uncertainty around the industry.

 

Bei SMA Solar trennt sich deshalb (?) sogar das Management von seinen Aktienpaketen. 

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Zitat

Im ersten Halbjahr ist der Solarausrüster Meyer Burger nach einer langen Durststrecke wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Auftragseingang signalisiert neue Schwierigkeiten. ... Einerseits drücken die neuen Importzölle auf Module und Zellen von Photovoltaikanlagen im Handelsverkehr USA - China auf die Investitionsfreude der Kunden. Andererseits verheisst auch die Ankündigung der chinesischen Regierung, die Subventionen für Solaranlagen zu reduzieren, wenig Gutes.

Quelle: NZZ

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Geschrieben · bearbeitet von Holgerli

Ich hatte mir seit 4 Wochen vorgenommen, mal etwas länger zu der Situation in China zu schreiben, bin aber leider nie dazu gekommen. Hier mal in aller Kürze.

Das waren jetzt spannende (fast) 8 Wochen. Die Ankündigung der chin. Regierung hat richtig in die Preise reingeholzt. Das interessante daran ist, dass schon in der Woche davor die Preise sehr deutlich nachließen. Da haben wir (einige Leute aus dem PV-Forum) uns noch sehr stark gewundert. Die Zahlen sind in USD und jeweils von der Woche vor der Ankündigung und der jetzigen Woche (KW29):

 

Polysilizium: 14,65 zu 11,02 = -24,80%
Poly-Wafer: 0,415 zu 0,306 = -26,25%
Zellen: 0,776 zu 0,604 = -22,15%


Polymodule (in USD je Watt):
High-End: 0,41 zu 40 = -2,50%
Durchschnitt: 0,292 zu 0,258 = -11,65%
Low-Cost 0,27 zu 0,23 = -14,80%

 

Richtig krass eng ist der Modulmarkt in China geworden. Hier habe ich leider keine Vergleichszahlen. Aktuell muss man sich hier aber fragen, wie hier Anbieter von den Low-Cost Modulen überleben wollen, wenn die Brot & Butter-Klasse preislich so nahe ist und sich diese Module mittlerweile sehr nahe an 300 Watt/Modul rangeprischt haben:

Polymodule in China in der KW29(in USD je Watt):
High-End: 0,30
Durchschnitt: 0,246
Low-Cost 0,23

 

Bloomberg sagt für china in 2018 34% Preisreduktion bei Modulen voraus: https://www.pv-magazine.com/2018/06/05/ ... es-in-2018

Wobei Bloomberg Zahlen veröffentlichte wonach es auch in 2016 um 35% runter ging. Und dann wurde 2017 ein Rekordjahr: https://www.bloomberg.com/view/articles/2018-06-05/chinese-burn-only-makes-the-solar-industry-stronger

 

Ein Profiteur könnte Indien werden, die wohl 100GW an PV auschreiben wollen: http://www.climateactionprogramme.org/news/india-to-bring-forward-100000-megawatts-of-new-solar-power

 

Auch der Ausblick von Jinko-Solar sieht nicht so schlecht aus ( https://www.pv-tech.org/news/jinkosolar-reiterates-11.5gw-to-12gw-of-module-shipments-in-2018 ) :

Mit 2.4 -2.5 GW wird man auch im zweiten Quartal hinter dem Vorjahreswert bleiben (2,88 GW). Trotzdem bestätigt man die Vorhersage von 11.5GW-12GW in 2018 (9,8 GW in 2017) bei 10.5 GW eigenen Kapazitäten. Entsprechend zeigt man sich relativ unbeeindruckt von der politischen Entwicklung. Die Auftragsbücher wären zu 80% gefüllt, der ausländische Markt macht dabei einen Anteil von 80%(!) aus. Wachsende Nachfrage sieht man in Südeuropa, Nordafrika, Mittlerem Osten und Lateinamerika. Durch die sinkenden Preise erwartet man, dass die Nachfrage in Indien noch in diesem Jahr wieder stark ansteigt.

Besonders interessant: Auf dem Heimatmarkt erwartet man für die zweite Jahreshälfte 2019 eine deutliche Nachfrage nach Grid-Party-Projekten.

 

Es bleibt also spannend.

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vor 4 Stunden schrieb Holgerli:

Auf dem Heimatmarkt erwartet man für die zweite Jahreshälfte 2019 eine deutliche Nachfrage nach Grid-Party-Projekten.

:prost:

 

(Ja, ich weiss, dass Grid Parity gemeint ist.)

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Geschrieben

Gerade als ich dachte, dass man eine gewisse Bodenbildung sieht, sind die Preise für Mono-Wafer nochmal um über 7% und die für Polysilizium am Spotmarkt (!) um 10% in den Keller.

Keine Ahnung, was das wird.

Und vor allem keine Ahnung ob die chin. Regierung eine Idee davon hatte was sie sie mit ihrer Entscheidung auslöst.

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Zitat

Meyer Burger geht unter der Last der Leerverkäufe in die Knie. Seit Jahresbeginn hat der Anteilschein drei Viertel seines Werts verloren. Änderungen in der Subventionspolitik in China setzen dem Solarmaschinenbauer unter der Führung von Hans Brändle zu. Im ersten Halbjahr vermeldeten die Thuner einen Rückgang der Bestellungen von 55 Prozent.

Quelle: Bilanz

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Hier mal die aktuellen Zahlen um wieviel die Preise seit der Ankündigung der Ausbaukürzung in China zurückgegangen sind:

 

- 1st Grade Polysilizium: > 30%

- Wafer: > 30%

- Zellen: fast 40%

- Polykistaline PV-Module > 30%

 

Das sind die internationalen Preise. Auf dem chin. Markt ist es wohl teilweise noch dramatischer, da habe ich aber keine hinreichende Datenbasis.

Ist schon klar, warum man sich da mit dem Kauf neuer Maschinen zurückhält.

Persönlich würde ich davon ausgehen, dass man mittelfristig eine GW an Maschinen-Kapazität preiswert aus Insolvenzen bekommen kann.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Zitat

das junge Hamburger Energieunternehmen Enyway ... bietet ab sofort jedem Bürger an, sich ab 39 Euro am Bau einer Solaranlage zu beteiligen. Dafür bekommt er einen fest zuzuordnenden Teil an einer größeren Solaranlage. Die erste Anlage mit einer Fläche von 9000 Quadratmetern und einer Leistung von 1,5 Megawatt soll schon bald gebaut werden. Das würde reichen, um pro Jahr 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom zu produzieren – und damit rechnerisch den Bedarf von mehr als 500 Haushalten zu decken. Enyway hat sich eine entsprechende Fläche bei der Stadt Hecklingen in Sachsen-Anhalt gesichert – inklusive Baugenehmigungen und Netzanschluss. Die Bürger können aber auch größer einsteigen ... Enyway-Gesellschafter Heiko von Tschischwitz ... 1999 gründete ... den ersten Ökostromanbieter Deutschlands: Lichtblick. ... und hat heute fast 700.000 Kunden. ... Enyway ist ein Onlinemarktplatz, der Betreiber von Windrädern oder Solardächern direkt mit Verbrauchern zusammenbringt. ... Dank Blockchain-Technologie soll die Fläche fälschungssicher zuzuordnen sein. ... Gleichzeitig soll sich die Solaranlage ... eigenständig finanzieren – und ohne EEG-Vergütung auskommen.

Hier der vollständige Artikel aus dem Handelsblatt.

 

Auf der Hompepage wird auf ein kürzliches Crowdfundingprojekt verwiesen, welches bis zu 6% p. a. abwerfen soll. Derzeit kann man für zwischen 250€ und 10.000€ Anteile sowohl am Solarpark Tangerland (Tangerhütte, Sachsen-Anhalt) als auch am Bürgerwindpark Uetze 2 (Raum Hannover) zeichnen. Bei einer Laufzeit von jeweils 10 bzw. 8 Jahren wird eine Rendite von 3,5% p. a. in Aussicht gestellt. Angesichts der Verzinsung und vor allem der Laufzeit finde ich das unter Chance/Risiko-Aspekten nicht besonders attraktiv (Illiquidität beachten - auch in der Eurozone dürften die Zinsen wieder steigen, nachdem sie es in den USA bereits tun). Wenn man jedoch den guten Zweck in den Vordergrund stellt, sieht die Sache wohl anders aus.

... 

Der Maschinenbauer Singulus aus Kahl konzentriert sich nach einer harten Restrukturierung weitgehend auf seine Rolle als Solar-Zulieferer. Nun meldet der Mittelständler zwei [chinesische] Großaufträge. Seine Aktie haussiert.

Hier der vollständige FAZ-Artikel

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