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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

Empfohlene Beiträge

satgar
· bearbeitet von satgar

Was bekommen bestimmte Berufsgruppen so an Rente? Das hat man sich mal angesehen https://www.versicherungsjournal.de/markt-und-politik/in-diesen-berufen-haben-beschaeftigte-eine-niedrige-rente-zu-erwarten-156055?vc=startseite

 

Da keine Änderungen beim Durchschnittsentgelt UND keine Gehaltsveränderungen berücksichtigt sind, kann man quasi von einer gleichmäßigen Gutschrift von Rentenpunkten je Jahr ausgehen.

 

Von den Berufen sind 7 eher weiblich geprägt, 3 eher männlich. Die Personen müssen dann natürlich noch die 40 Jahre, die hier benannt werden, voll kriegen. Das kann bei den weiblichen Berufen durch Kinder tendenziell schon eine Herausforderung werden, selbst wenn es für die Kinder ja auch Punkte gibt, aber dann auch viel Teilzeit oder auch mal Arbeitslosigkeit in diesen Berufen vorhanden ist.

 

Die Werte sind alle brutto. Es gehen in jedem Falle noch KV und PV runter. Steuern sicherlich vielfach nicht. Man kann also gut und gerne 10% nochmal abziehen. Tendenz Richtung 15%.

 

Die typische Grundsicherung mit Wohnen, Heizen und Regelsatz liegt in DE bei „netto“ 950-1150€ je Monat. Dazu kommen noch benefits wie Befreiung von der GEZ, günstigere Tickets und Abos hier und da.

 

 

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Caveman8
vor einer Stunde von satgar:

Was bekommen bestimmte Berufsgruppen so an Rente? 

Die Werte sind natürlich sehr gering und nicht angemessen für 40 Jahre Arbeit. Das steht außer Frage. Dennoch scheint es sehr konservativ gerechnet (z.B. bei Kaumann im Einzelhandel vermutlich durch Teilzeit verzerrt). 
In Süddeutschland z.B. verdient ein Einzelhandelskaufmann etwa 19-24€ die Stunde. Das sind bei 163 Stunden im Monat und 13,5 Monatgehälter (Weihnachts- und Urlaubsgeld) schon 41.800 - 52.800€ p.a. als Datenbasis anstatt der 31.800€ p.a. aus dem Bericht. 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Wenn jemand 40 Jahre gearbeitet hat, sollte er/sie um die 40 Rentenpunkte haben. Wer sich angestrengt hat, sollte sogar etwas mehr haben. 40 Rentenpunkte ergeben bei einem Rentenwert von 42,52 € eine Rente von 1.700 €. Zuzüglich Unterstützung für die Krankenkasse.

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Bolanger
vor 1 Stunde von satgar:

Das kann bei den weiblichen Berufen durch Kinder tendenziell schon eine Herausforderung werden,

Naja, wenn eine Verkäuferin in 40 Jahren eine Rente von 1 K erwirbt, dann hat sie pro Jahr 0,625 RP verdient. Mit selbst betreuten 2 Kindern im Abstand von drei Jahren, was nicht ungewöhnlich ist, würden in diesen 6 Jahren statt der durch abhängige Beschäftigung erwobenen 3,75 RP stattdessen 6 RP hinzukommen. Rein aus Sicht der RV entsprechen diesen 6 RP eine Berufszeit von knapp 10 Jahren. Und wenn die Kinder in dieses Alter kommen, dann kann man auch wieder arbeiten gehen.

Ich sehe ein, dass Kinder insgesamt eine finanzielle Herausforderung sein können. Rententechnisch sind sie es für Geringverdiener aber nicht.    

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 57 Minuten von Caveman8:

z.B. bei Kaumann im Einzelhandel vermutlich durch Teilzeit verzerrt). 

Hinweis aus dem Text 

 

„Veränderungen des Durchschnittsentgelts im Zeitverlauf, individuelle Gehaltsentwicklungen sowie Erwerbsunterbrechungen – etwa durch Teilzeit, Arbeitslosigkeit oder Kindererziehung – bleiben unberücksichtigt.“ Da ist mit fortlaufend Vollzeit gerechnet worden.

vor 45 Minuten von stagflation:

Wenn jemand 40 Jahre gearbeitet hat, sollte er/sie um die 40 Rentenpunkte haben

40 Jahre konstant Durchschnittsentgelt verdient (derzeit 4.329€ brutto im Monat). Netto als Single derzeit 2.781€ mtl.

 

Nach Einkommensrechner des IW Köln entspricht das ca dem Median Nettos eines Singles in Vollzeit. 50% der Deutschen Single Vollzeitverdiener haben weniger, 50% mehr.

 

Die 50% unter diesem Median, schaffen also keinen Punkt pro Jahr.

 

25% in Vollzeit haben 2050€ netto oder weniger. Das sind als Single rund 3000€ brutto und damit 0,7 Punkte pro Jahr oder weniger.

 

50% aller Vollzeit Verdiener haben also 0,55 - 1 Punkt pro Jahr (0,55 gibts bei Mindestlohn)

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stagflation
vor 14 Minuten von satgar:

40 Jahre konstant Durchschnittsentgelt verdient

 

50% aller Vollzeit Verdiener haben also 0,55 - 1 Punkt pro Jahr (0,55 gibts bei Mindestlohn)

 

Nö. Ich denke, dass die meisten mit weniger als 1 Rentenpunkt pro Jahr anfangen (Lehre, Ausbildung) und sich dann im Laufe der Zeit steigern. Die Forderung nach "konstantem Durchschnittsentgelt" ist zu hart. 

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Und einige erreichen das Durchschnittsentgelt nie. Es soll auch Arbeitnehmer 55+ geben, die mit teils erheblichen finanziellen Zugeständnissen eine neue Arbeit aufnehmen. Ganz davon abgesehen gibt es natürlich auch noch Arbeitnehmer, die keine ununterbrochene Erwerbsbiografie haben. 

 

Ich vermisse in der Aufstellung Friseurinnen und Mitarbeiter im Gaststättengewerbe (Koch, Bedienung etc.), Paketausfahrer und vielleicht auch Taxler. Deren Verdienste dürften auch eher unterirdisch sein. Allerdings auch der Anteil von Schwarzarbeit hoch. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 24 Minuten von stagflation:

 

Nö. Ich denke, dass die meisten mit weniger als 1 Rentenpunkt pro Jahr anfangen (Lehre, Ausbildung) und sich dann im Laufe der Zeit steigern. Die Forderung nach "konstantem Durchschnittsentgelt" ist zu hart. 

Das ist doch letztlich aber das gleiche in grün, weshalb ja auch der Artikel die Steigerung von Gehalt und die Anpassung des Durchschnittsentgeltes bewusst ausblendet.

 

natürlich hast du recht, dass man hinten raus eher über dem Durchschnittsentgelt liegt und vorne darunter. Aber normiert gleicht sich das ja quasi über 40 Jahre auch gut und gerne aus. 


Es hat natürlich keiner 40 Jahre das Durchschnittsentgelt, das wäre auch komisch. Aber genauso wie Löhne steigen, steigt auch das Durchschnittsentgelt zur Berechnung. Und dann kommt man, real, dann auch wieder bei +- null raus.

 

Dramatischer ist doch, dass so viele gar nicht mal in die Nähe des Durchschnittsentgeltes in Vollzeit kommen. Weder in 2026, noch 2020, noch 2030. Da kann sich die Putzfrau noch so sehr anstrengen.

 

Meine Kritik ist eigentlich die gleiche wie immer: wir haben Berufe, die für unser Zusammenleben Systemrelevant sind. Das Kinder erzogen, Personen gepflegt, das Krankenhaus geputzt und die Pakete ausgeliefert werden. Und die Leute kriegen so wenig Lohn, dass die Rente auf Grundsicherungsniveau kriegen, trotz 40 aber auch 45 Jahren Arbeit.

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Bolanger
vor 57 Minuten von satgar:

Dramatischer ist doch, dass so viele gar nicht mal in die Nähe des Durchschnittsentgeltes in Vollzeit kommen.

Bei dem Median als Durschnittsentgelt ist es mathematisch nunmal so, dass die Hälfte drunter und die Hälfte drüber liegen. Auch wenn man den unteren 50% das Gehalt verzehnfacht wird es weiterhin 50% geben, die unter dem Median verdienen.

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satgar
vor 8 Minuten von Bolanger:

Bei dem Median als Durschnittsentgelt ist es mathematisch nunmal so, dass die Hälfte drunter und die Hälfte drüber liegen. Auch wenn man den unteren 50% das Gehalt verzehnfacht wird es weiterhin 50% geben, die unter dem Median verdienen.

Das ist natürlich völlig klar. Und ne Binse ;)… aber danke für diese Ergänzung ^^

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chirlu

Allerdings ist das Durchschnittsentgelt gar kein Median, sondern ein arithmetisches Mittel.

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Bolanger

Oha, das statistische Bundesamt sagt

Zitat

Für Vollzeitbeschäftigte in Deutschland liegt das durchschnittliche Bruttojahresgehalt bei ca. 57.408 Euro (ca. 4.784 Euro im Monat). Der Median (das mittlere Einkommen) für Vollzeitstellen beträgt rund 52.159 Euro brutto im Jahr. Das bedeutet, die eine Hälfte verdient mehr, die andere

 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 3 Stunden von Bolanger:

Bei dem Median als Durschnittsentgelt ist es mathematisch nunmal so

Du hast es aber so formuliert. Und das ist eben falsch.

 

Man darf übrigens folgendes nicht verwechseln:

 

Median Bruttoeinkommen 54.066€

Durchschnittliches Bruttoeinkommen der deutschen 64.441€

Durchschnittsentgelt innerhalb der GRV zur Berechnung eines Rentenpunktes 50.493€ (hier spielt übrigens Teilzeit oder Vollzeit keinerlei Rolle). Bei anderen Werten und Angaben, kann das anders sein. Je nachdem, wie es erhoben wurde.

 

Alle drei Werte können unterschiedlich sein. Für 2025 schreib ich es mal dahinter. Ich hab dazu die Ki befragt.

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Nachdenklich
vor 4 Stunden von satgar:

Dramatischer ist doch, dass so viele gar nicht mal in die Nähe des Durchschnittsentgeltes in Vollzeit kommen. Weder in 2026, noch 2020, noch 2030. Da kann sich die Putzfrau noch so sehr anstrengen.

vor 3 Stunden von Bolanger:

Bei dem Median als Durschnittsentgelt ist es mathematisch nunmal so, dass die Hälfte drunter und die Hälfte drüber liegen. Auch wenn man den unteren 50% das Gehalt verzehnfacht wird es weiterhin 50% geben, die unter dem Median verdienen.

vor 2 Stunden von satgar:

Das ist natürlich völlig klar. Und ne Binse ;)… aber danke für diese Ergänzung ^^

Warum langweilst Du uns dann wieder mit Binsen?

 

vor 4 Stunden von satgar:

Die 50% unter diesem Median, schaffen also keinen Punkt pro Jahr.

 

25% in Vollzeit haben 2050€ netto oder weniger. Das sind als Single rund 3000€ brutto und damit 0,7 Punkte pro Jahr oder weniger.

 

50% aller Vollzeit Verdiener haben also 0,55 - 1 Punkt pro Jahr (0,55 gibts bei Mindestlohn)

 

Es ist normal, daß manche mehr und andere weniger haben!  Deine Beiträge haben mal wieder nichts mit Wertpapieren zu tun (außer, daß man sehen sollte, sich Reserven zu schaffen) sondern sind schon wieder politische Agitation. Und Politik ist hier unerwünscht.

 --> Ab - hinter die Brandmauer!

 

 

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