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Teletrabbi

SAP

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wolf666
Posted · Edited by wolf666
vor 44 Minuten von Tordal:

Die Frage ist doch, wie es bei der Konkurrenz aussieht. Ist dasselbe Ergebnis viel einfacher zu erreichen? Wenn ja, wäre das in der Tat nicht gut für SAP. 

Ich habe zwar mit Produkten der Konkurrenz nicht gearbeitet, aber ich kann nicht vorstellen, dass dasselbe Ergebnis (viel) einfacher zu erreichen ist (hätte sich schnell rumgesprochen). Die ganzen wirtschaftlichen Prozesse sind einfach sehr komplex, da reicht ein 3 Monate Crashkurs nicht aus. 

 

Ich fühle mich mit SAP Aktien viel wohler als mit den meisten anderen Tech Aktien - hier bleibt der Kunde sehr wahrscheinlich sehr sehr lange (da der Wechsel sehr teuer ist und es nicht wirklich (viel) Alternativen für Großkonzerne gibt), wo hingegen bei einer Paypal oder Netflix der Kunde mit ein paar Klicks schnell weg sein kann.

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pilli0806
Posted
vor 13 Stunden von Cinquetti:

Welcher junge Programmierer hat denn noch Lust sich mit SAP auseinanderzusetzen, wenn er Machine Learning, KI, Data Visualization etc. machen kann.

Die Wahrnehmung von SAP ist teilweise einfach veraltet. Viele verbinden SAP nur mit ERP. Aber am Ende macht SAP schon all das, was du aufgelistet hast: Machine Learning, KI, Data Visualization uvm. Ja sogar Projekte im Bereich Quantum Computing gibt es. Und der Weg in die Cloud ist für alle großen Software-Anbieter aktuell einfach unausweichlich.

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lowcut
Posted
vor 8 Minuten von pilli0806:

Die Wahrnehmung von SAP ist teilweise einfach veraltet. Viele verbinden SAP nur mit ERP. Aber am Ende macht SAP schon all das, was du aufgelistet hast: Machine Learning, KI, Data Visualization uvm. Ja sogar Projekte im Bereich Quantum Computing gibt es. Und der Weg in die Cloud ist für alle großen Software-Anbieter aktuell einfach unausweichlich.

SAP kann fast alles in modernen Firmen abdecken, außer Cybersecurity. 

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PapaPecunia
Posted
vor 13 Stunden von pilli0806:

Die Wahrnehmung von SAP ist teilweise einfach veraltet. 

Was auch darin liegt, dass man das 80er Jahre Design in Sachen ERP geradezu zelebriert.

Was ich darüber hinaus an neuen Produkten kennen gelernt habe (Concur, SuccessFactors) ist ziemlich mäßig. 

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Chips
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Zitat

Die Einarbeitung als Berater auch nur in einzelne Bereiche - zum Beispiel das Verkaufsmodul,

mit dem Firmen Kundenaufträge, Lieferscheine und Ausgangsrechnungen erstellen - dauert einige Jahre,

will man Prozesse, Einstellungen und Erweiterungsmöglichkeiten im Detail verstehen.

 

Einsteiger haben eine steile Lernkurve vor sich, es braucht erhebliche Frustrationstoleranz.

Um einen Kunden effektiv beraten zu können, mit SAP-Software sein spezielles Geschäft effizient oder sogar elegant abzubilden,

brauchen die meisten schon gut vorgebildeten und cleveren Akademiker 10 bis 20 Jahre.

Eine steile Lernkurve ist doch besser als ne Fläche...? 

Ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen, die solche Programme für Spediteure vertreiben. Das ist so speziell, dass die Lernkurve eher flach ist. Helfen kann man aber schon nach relativ kurzer Zeit, aber ein Erfahrener muss da eben nochmal drüber schauen oder der Kunde findet es selber raus. In der Branche ist es eh üblich, dem Kunden die Schuld zu geben, wenn was beim GoLive schief geht. "Hast du eben nicht richtig getestet". 

 

Wie komplex das ist, sieht man auch schon daran, dass die großen Konzerne bei der Speditionssoftware nicht Fuß fassen können. Da tummeln sich nur Unternehmen mit < 50Mio. Jahresumsatz. 

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howhardgerrard87
Posted · Edited by howhardgerrard87

Arbeite in der Luft/Raumfahrt, 1500 Arbeiter, über 150Mio. Umsatz im Jahr...nach 2 Jahren testen und einführen, 15 Mio. Investition wurde das Kapitel Psipenta ERP-System beendet. Alle haben abgekotzt und waren froh, dass es eingestampft wurde. So ein unlogisches, verschateltes, kompliziertes System hat noch niemand gesehen ^^

Bei uns sind viele Köpfe wegen PSiPenta gerollt!

 

Jetzt nutzen wir weiter unser eigenes entwickeltes system aus den späten 90er Jahren welches mit paar Dutzend Informatikern weiter vverbessert und in die aktuelle Zeit gebracht wurde. Läuft 1a.

 

Von SAP habe ich auch viele Horror Storys gehört aber einmal im Unternehmen gibt's nie wieder ein zurück :)

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krett
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Das Problem bei Software ist, das jeder Wechsel schmerzhaft ist. Über die Jahrzehnte gewöhnt sich jeder Mitarbeiter an die Software, alles ist darauf ausgelegt, jeder weiß wie es läuft, für jeden Prozess und jede Aufgabe gibt es klare Vorgehensweise. 

 

Selbst wenn also eine andere Software Intuitiver, schneller, objektiv besser ist, werden 90% der Mitarbeiter erstmal abkotzen. Für den noch so kleinsten Arbeitsprozess müssen neue Wege gefunden werden etc. etc.

 

Das kann bei kleinunternehmen total schiefgehen, aber auch bei Konzernen. Wobei letztere am Ende natürlich mehr Ressourcen haben und es sich am Ende meist einfach nur darin endet, das man mehr Geld ausgeben muss.

 

 

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Chips
Posted
vor 1 Stunde von krett:

Das Problem bei Software ist, das jeder Wechsel schmerzhaft ist. Über die Jahrzehnte gewöhnt sich jeder Mitarbeiter an die Software, alles ist darauf ausgelegt, jeder weiß wie es läuft, für jeden Prozess und jede Aufgabe gibt es klare Vorgehensweise. 

 

Selbst wenn also eine andere Software Intuitiver, schneller, objektiv besser ist, werden 90% der Mitarbeiter erstmal abkotzen. Für den noch so kleinsten Arbeitsprozess müssen neue Wege gefunden werden etc. etc.

 

Das kann bei kleinunternehmen total schiefgehen, aber auch bei Konzernen. Wobei letztere am Ende natürlich mehr Ressourcen haben und es sich am Ende meist einfach nur darin endet, das man mehr Geld ausgeben muss.

 

 

Das ist auch der Schlüssel eine erfolgreichen Umstellung: die Akzeptanz der zukünftigen User. Das lernt man auch auf der Uni. Andererseits gewöhnen die sich auch um. Dauert eben und die richtigen Sturköpfe gehen auch irgendwann in Rente. 

 

So ein Managementsystem ist ab einer bestimmten Unternehmensgröße aber eben ein Muss. Und sich ne Individualsoftware machen zu lassen, wie bei @howhardgerrard87 macht fast nie Sinn. Warum das Rad neu erfinden und nicht von den Best Practice Anderer profitieren? Zudem ist Standardsoftware viel günstiger und mächtiger. 

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zylar
Posted · Edited by zylar
Am 22.7.2022 um 11:05 von Cinquetti:

Ich bin IT-Berater und habe die letzten Jahre in viele Unternehmen und Branchen reinschauen dürfen.

 

Meiner Erfahrung nach bleiben die meisten Unternehmen bei ihren alten ABAP-Legacy-Anwendungen und wollen nicht nach HANA und in die Cloud wechseln.

Viele Unternehmen wechseln auch zur Konkurrenz wie Salesforce oder Dynamics von Microsoft.

 

Bin seit knapp 12 Jahren als SAP Berater und Entwickler im DACH Raum unterwegs und meine Erkenntnis bis heute:

Off- und Nearshore hat sich nie richtig durchgesetzt.

Wir sitzen nach wie vor beim Kunden und basteln jeden Quatsch zusammen, und das klappt halt super mit SAP, vor allem in komplexeren Systemlandschaften.

 

Und die Kunden, die die letzten 2-3 Jahre ihre ersten Cloud-Umzugsversuche begonnen haben, sind eher enttäuscht und drehen aktuell zu S4HANA on-premise.

Die ersten Projekte in denen wir alte SAP Eigenentwicklungen in S4HANA on-premise übernommen haben, laufen überraschend gut.. ist ja auch alles noch da. Alter Wein in neuen Schläuchen.

 

Keine Ahnung ob SAP damit die nächsten Jahre mehr Geld als die Konkurrenz mit Cloud macht..

 

Am 22.7.2022 um 13:44 von lowcut:

Das meiste Geld mit SAP-Produkten wird mit den Dienstleistungen für die Anpassungen gemacht.

..aber das wird auch die nächsten zehn Jahre sicher so bleiben :)

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Cinquetti
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SAP-Aktie zieht an: Start für Aktienrückkaufprogramm

 

Zitat

SAP beginnt an diesem Montag mit dem bereits angekündigten zweiten Aktienrückkaufprogramm in diesem Jahr über 500 Millionen Euro.

 

Dies entspricht rund 0,45 Prozent des Grundkapitals oder rund 5,5 Millionen Aktien, legt man den Schlusskurs von Freitag von 90,68 Euro zugrunde, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte.

 

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driller
Posted
Am 1.8.2022 um 13:19 von Cinquetti:

SAP akt. Kurs 85.57
die Chart-Annalyse (Momentum) liefert
Signale 
- short bei GD 5, 20, 200
- momentum short bei 20 50 250
- RSI Wilder seitwärts
mit Zielen bei 80, 76, 74
Frage:
werden die Gelder für das A.-Rückkaufprogramm aus Cashflow, Gewinnen oder Kredit finanziert ?

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pete1
Posted
vor 40 Minuten von driller:

die Chart-Annalyse (Momentum) liefert
Signale 
- short bei GD 5, 20, 200
- momentum short bei 20 50 250
- RSI Wilder seitwärts
mit Zielen bei 80, 76, 74

ok?!?!?!?!

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Cai Shen
Posted
vor 58 Minuten von driller:

Frage:
werden die Gelder für das A.-Rückkaufprogramm aus Cashflow, Gewinnen oder Kredit finanziert ?

Ist völlig egal, weil es kein Aktienrückkaufprogramm im eigentlichen Sinne ist, bei dem Aktien dauerhaft eingezogen werden und die zukünftigen Gewinne pro Aktie erhöhen, sondern die Aktien als Bonuskomponente an Mitarbeiter wieder ausgegeben werden.

Ich hoffe doch, dass SAP seine Mitarbeiter aus Gewinnen bezahlt und nicht auf Kredit. :-*

Wobei die Frage mit Vermischung von Gewinn und CF auch nur semiprofessionell gestellt (und beantwortet) ist.

Rückkäufe stehen im Finanz-CF immer als Ausgaben (egal wo das Geld her kommt), so lange das Geschäftsmodell  genug operativen CF generiert, ist alles in Butter. Unterschiede zwischen Gewinn und op.CF entstehen zum Stichtag v.a. aus Investitionen / Abschreibungen und Bestandsveränderungen.

 

Zitat

Wie bereits bei dem ersten Programm über 1 Milliarde Euro, das Ende April abgeschlossen wurde, sollen die Aktien vorrangig für künftige Zuteilungen aus dem anteilsbasierten Vergütungsprogramm "Move SAP" genutzt, also nicht annulliert werden.

 

Mitarbeiteraktien müssen seit neuester IFRS ebenfalls bilanziert werden, wo dort Aufwendungen bzw. Einnahmen in den Abschlüssen auftauchen, hab ich mir nicht nicht im Detail angesehen.

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driller
Posted

danke für die Erklärung :-)

vor 20 Minuten von pete1:

ok?!?!?!?!

die Chart-Annalyse (Momentum) liefert......
...der Trend zeigt noch nach Süden für SAP
...(Nach)kauf nach Bodenbildung für Depot (und Aktienoptionen) + Komment von #788

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