skeletor

Offene Immobilienfonds - zentraler Thread bezüglich der Fondsschließungen

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Hehe jo. Ich seh aber schon wieder die ahnungslosen Rentner, die ihr Geld von der KLV in den neuen KANAM stecken für einen Auszahlplan...

neue Richtlinien hin oder her, das endet nicht gut...

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Hallo.

Mich hat mal jemand gefragt ob ich nach seinen Fond schauen kann den er mal von einen Berater empfohlen bekommen hat. Ich selber habe leider noch nie mit Immobilienfonds gearbeited, doch was ich darüber gefunden habe ist das er ja nun geschlossen ist und er also nicht mehr verkauft werden kann.

Weiss jemand wie das jetzt weiter geht. Wann werden im Schnitt solche Fonds wieder geöffnet? Und wie schätzt ihr die Lage dieses Fonds ein?

Ich bin ja ein etwas pessimistisch gestimmterer Anleger was Immobilienfonds an geht. Zumindest solte man bei der Sache wissen um welche Immobilien es sich so handelt.

Und wie ist das wenn der Fond dann wieder öffnet. Ist er dann nicht mit weitern Mittelabflüssen konfrontiert und fällt weiter?!

Es handelt sich um diesen Fond mit der WKN: 979733

Von der Allianz: Allianz Flexi Immo - A

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Zu dem fonds findest du einen eigenen thread

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Zu dem fonds findest du einen eigenen thread

OK, da muss ich nochmal schauen. Habe unter der WKN in den Forum gesucht, und nur diesen Thread als Ergebniss geliefert bekommen. Sorry...

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Jetzt wird auch deutlich, warum KanAm die einen großen Teil der beim KanAm Grundinvest kürzlich erfolgten Gebührenerhöhung als erhöhte Bestandsprovisionen an die Vermittler weitergibt: Die eh' schon geschassten Altkunden sollen helfen, die Drücker- ähm Beraterkolonnen bei Laune halten, so dass sie wieder neue Opferlämmer in den neuen Fonds treiben.

 

Warum knicken unsere Politiker immer so schnell ein? Solche Fonds gehören verboten, wie Schäuble es ursprünglich geplant hatte.

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ein bissl off-topic ,da nicht für Privatkunden, aber trotzdem interessant ...

 

 

http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2012226050&titel=Aberdeen-wickelt-letzten-offenen-Immobilienfonds-ab

 

Aberdeen wickelt letzten offenen Immobilienfonds ab

 

"Degi German Business" umfasst noch 17 Objekte

Börsen-Zeitung, 22.11.2012

jur Frankfurt - Der vierte und damit letzte offene Immobilienfonds der Gesellschaft Aberdeen Asset Management geht in die Abwicklung. Nach zwei Jahren Schließung meldete Aberdeen am Mittwoch, dass das für institutionelle Investoren angelegte Produkt "Degi German Business" nun aufgelöst werden soll.

 

Der Fonds ist mit 219 Mill. Euro deutlich kleiner als das Flaggschiffprodukt "Degi International", das auf den Retailvertrieb ausgerichtet war und noch heute, mehr als ein Jahr nach der Entscheidung zur Auflösung, 1,4 Mrd. Euro schwer ist. Weitere Produkte von Aberdeen, die abgewickelt werden, sind der "Degi Europa" (750 Mill. Euro) und der "Degi Global Business" (193 Mill. Euro). Aberdeen begründete die Entscheidung damit, dass auf diesem Wege die Gleichbehandlung aller Anleger unabhängig vom investierten Volumen sichergestellt sei. Der Fonds hatte, wie einige andere Produkte aus der Branche, im Rahmen der Finanzkrise die plötzlich gestiegenen Liquiditätswünsche der Investoren nicht mehr bedienen können und damit schließen müssen. Bis zum 20. November 2015 hat Aberdeen nun Zeit, den Abverkauf der verbliebenen 17 Objekte über die Bühne zu bringen.

 

Börsen-Zeitung, 22.11.2012, Autor jur Frankfurt, Nummer 226, Seite 5, 167 Worte

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Posted · Edited by etherial

Ich hab mir die Situation heute mal angeschaut, welcher Discount an der Börse gegenüber dem vermeintlichen Fair Value geboten wird:

 

edit: Sorry, die Tabellenformatierung hier ist etwas buggy, tabelle folgt leider erst nach langem Absatz.

 

FondsWKNDiscount

SEB IMMOPORTFOLIO TARGET RETURN FUND98023118,14%

KANAM US GRUNDINVEST FONDS67918128,64%

DJE REAL ESTATE IA0B75230,55%

SEB IMMOINVEST P98023036,09%

CS EUROREAL A EUR98050036,54%

DEGI INTERNATIONAL80079937,50%

MORGAN STANLEY INVESTMENT FUNDS P2 VALUEA0F6G838,45%

KANAM GRUNDINVEST FONDS67918039,37%

CS EUROREAL A CHF97514042,90%

DJE REAL ESTATE PA0B9GC43,45%

AXA IMMOSELECT98464545,05%

UBS (D) 3 SECTOR REAL ESTATE EUROPE97726847,34%

DEGI GLOBAL BUSINESSA0ETSR48,25%

DEGI EUROPA98078048,40%

TMW IMMOBILEN WELTFONDS PA0DJ3256,35%

 

Inzwischen liest man auf jeden Fall wieder auf diversen Blogs (allerdings immer mit der gleichen Quelle), dass geschlossene Offene Immobilienfonds einen Gedanken wert wären.

 

Auffällig für mich ist, dass die Spreads zwischen Geld und Brief ziemlich gering ist. Hat jemand eine Interpretation dafür?

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Eine neue Studie gibt erstmals mögliche Abwicklungsergebnisse bei den in Auflösung befindlichen Fonds an.

 

Artikel auf finanzen.net / euro am Sonntag

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Mich würde das auch reizen, aber die Frage ist, zu welchen Preisen deren Immobilien letztlich abgestoßen werden können und vor Allem, an wen? Das sind ja Riesenwerte die da auf den Markt geworfen werden. Vielleicht ist es die sinnvollere Investition auf die zu setzen, die diese Immobilien jetzt günstig kaufen können. Die Frage ist, wer das sein könnte - die noch bestehenden Immobilienfonds? Haben die genug Geld dafür?

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Immobilienmarkt in Paris kommt zum Erliegen

25.04.2013, 17:16 Uhr

 

Das Geld für Immobilien sitzt bei den Franzosen nicht mehr so locker. Auch die Banken sind vorsichtiger geworden. Makler beklagen sinkende Verkaufszahlen in der Hauptstadt.

 

http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/nachrichten/kaeufer-abgeschreckt-immobilienmarkt-in-paris-kommt-zum-erliegen-seite-all/8121950-all.html

 

Wer von euch war zuletzt mal in Paris ? Hat sich wer mal das Viertel angesehen, welches in großer Entfernung auf dem Bild im Artikel zu sehen ist ? Da stand bereits 2009 die Hälfte leer mit dem netten Hinweis, dass noch was zu haben ist. Entsprechend dürften sich Fonds mit hohen Frankreichanteil sicherlich in den nächsten Monaten etwas schlechter entwickeln *These*

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Inzwischen liest man auf jeden Fall wieder auf diversen Blogs (allerdings immer mit der gleichen Quelle), dass geschlossene Offene Immobilienfonds einen Gedanken wert wären.

Alleine aus Prinzip würde ich keinen einzigen Cent mehr in derlei Papiere investieren ... die Gewinner sind hier, wie so oft, andere.

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Ein paar neue Infos gibt es hier

 

"Für alle Neuanleger gilt ab dem 22. Juli 2013 eine zwei Jahre dauernde Ersthaltefrist. Wer also am 22. Juli kauft und gleich darauf wieder kündigt, muss bis Juli 2015 warten, ehe das Geld verfügbar ist. Auch nach dem Ablauf der Ersthaltefrist müssen die Neuanleger lange auf ihr Geld warten – es gilt eine einjährige Kündigungsfrist. Anlegerschützer monieren die neue Regelung."

 

Für mich sind die OI nicht mehr interessant, einfach zu unflexibel. Bei Kündigung weiß man nicht mal zu welchen Preis der Fonds dann verkauft wird. Man würde dann Blind verkaufen.

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Oder Du verkaufst einfach an der Börse.

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Posted · Edited by Maikel

Bei Kündigung weiß man nicht mal zu welchen Preis der Fonds dann verkauft wird. Man würde dann Blind verkaufen.

Das ist allerdings heftig.

Aber grundsätzlich kann ich die Einschränkungen nachvollziehen; Immos sind nun mal eine langfristige Anlage.

 

Oder Du verkaufst einfach an der Börse.

Geht das weiterhin ohne Einschränkung?

 

Dann müßten die neuen Kündigungsfristen die Kurse an der Börse tendenziell drücken.

Irgendwann mutieren die offenen ImmoFonds dann effektiv zu REITs.

 

Gruß, Michael

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Geht das weiterhin ohne Einschränkung?

Dann müßten die neuen Kündigungsfristen die Kurse an der Börse tendenziell drücken.

Irgendwann mutieren die offenen ImmoFonds dann effektiv zu REITs.

Es spricht eigentlich nichts dagegen. Problematisch ist ja nur die Rücknahme von Anteilen für die Fondsgesellschaft. Der Sekundärhandel an der Börsen beeinflußt ja erstmal nicht die Anzahl ausgegebener Anteile.

Und ich denke auch, dass die Börsenkurse eher drunter liegen werden. Macht ja auch nix - war schon so als nur die Rücknahme der heute geschlossenen Fonds ausgesetzt war aber noch fleißig neue Anteile vergeben wurden...

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Immobilienfonds quälen sich durch die Abwicklung

 

 

Von Julia Roebke, München

 

Börsen-Zeitung, 23.10.2013

 

Erst hatten die Anleger der sich in Auflösung befindlichen offenen Immobilienfonds schon kein Glück, jetzt kommt noch Pech hinzu. Denn was vielen Investoren bisher noch nicht bekannt ist: Mit dem Übergang des Sondervermögens an die Depotbank wird Grunderwerbsteuer fällig. Das kann in die Millionen gehen. Abhängig ist der Zusatzverlust für die Anleger dabei davon, wie viele Objekte noch im Fonds sind, wenn das Sondervermögen übergeht, also davon, wie erfolgreich das Management beim Abverkauf agiert hat.

 

Millionen werden fällig

 

Beim "Degi Europa", der mit zehn Restimmobilien zum Monatsanfang vom Asset Manager Aberdeen an die Depotbank, die Commerzbank, übergegangen ist, wurden allein für den Posten Grunderwerbsteuer schon mal Rückstellungen in Höhe von 8 Mill. Euro gebildet. Rund 3 Mill. Euro Steuern sind es wohl beim "P2 Value", dem zweiten Immobilienfonds, der nach drei Jahren Abwicklung in Eigenregie zum Monatsbeginn vom Asset Manager Morgan Stanley Real Estate in die Verantwortung der Depotbank, der Caceis, überging.

 

Die Millionenbelastungen sind ein Schlag für die ohnehin schon heftig gebeutelten Anleger der offenen Immobilienfonds. Seit Jahren haben sie keinen Zugriff auf ihr Geld, das sie mit dieser Anlage eigentlich betont risikoavers investiert hatten. In offenen Immobilien-Publikumsfonds werden rund 82 Mrd. Euro verwaltet, nach Berechnungen des Immobiliendienstleisters DTZ entfallen davon zur Jahresmitte 19 Mrd. Euro auf Fonds in Abwicklung.

 

Wie aus Berlin zu hören ist, war sich die Politik des Themas Grunderwerbsteuer in der letzten Legislaturperiode durchaus bewusst. Auch gab es wohl im Finanzausschuss des Bundestages Gespräche, in denen überlegt wurde, wie sich vielleicht noch verhindern lasse, dass der Fiskus beim Übergang des Sondervermögens auf die Depotbank automatisch zugreift. Doch die Gespräche verliefen ergebnislos, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass die Grunderwerbsteuer eine Ländersteuer ist. Fällig werden je nach Bundesland 3,5 bis 5,5 %. Auch beim Fondsverband BVI ist das Problem präsent: "Wir setzen uns im Interesse der Anleger für Änderungen ein", heißt es dazu kurz und knapp aus Frankfurt.

 

Mit dem Übergang des "Degi Europa" und des "P2 Value" an die Depotbank wurden nun aber erstmals steuerlich Fakten geschaffen. Denn bei den beiden Fonds, die schon zuvor an die Depotbank weitergereicht wurden - dem "Hansaimmobilia" und den "KanAm US Grundinvest" - waren zu dem Zeitpunkt bereits alle Objekte veräußert. Zwar liegen für dieses Jahr keine weiteren Übergaben an, doch für 2014 stehen vier weitere Fondskandidaten in der Schlange. Und der Blick auf die bisherigen Verkaufserfolge lässt erahnen, dass auch hier die Depotbanken in die Pflicht genommen werden. So hat etwa der "Degi International" nach Berechnungen der Ratingagentur Scope nach zwei Jahren in der Abwicklung erst 23 % des Fondsvermögens via Abverkauf der Objekte auch ausschütten können (siehe Grafik). Der "Axa Immoselect", für den ebenfalls im nächsten Jahr die Abwicklung in Eigenregie vorüber sein wird, kommt gerade mal auf eine Auszahlungsquote von 10 %. Im Portfolio liegen noch 44 Immobilien.

 

Einmal mehr kommt damit die Frage auf, ob wirklich die bisherigen Asset Manager geeignet sind, die Fonds durch die Abwicklung zu führen. Zwar spricht vieles dafür, dass das Management auch den kontrollierten Abverkauf in den Händen hält, etwa weil es die Objekte so gut kennt wie niemand sonst oder weil ein Übergang an Dritte nicht unerhebliche Kosten verursachen würde. Nicht zuletzt sieht auch das Gesetz vor, dass Asset Manager etwas Zeit bekommen, in der Praxis drei bis fünf Jahre, um den Fonds abzuwickeln. Doch was passiert mit dem offiziellen Übergang an die Depotbank?

 

Die ersten zwei Fälle Anfang des Monats haben gezeigt, wohin die Reise geht. Commerzbank und Caceis haben sich dazu entschieden, das Asset Management auszulagern, und haben die alten Manager wieder an Bord geholt. "Für die Depotbanken ist das sicher die einfachste Lösung", sagt Sonja Knorr, Director Real Estate bei Scope. Mit den bisherigen Managern blieben etwa die Daten für den Verkauf weiterhin schnell zugänglich.

 

"Die Asset Manager haben im Gegensatz zu den Depotbanken die nötige Infrastruktur", sagt auch Constantin Sepmeier, Geschäftsführer von Accom, einem Spezialisten für Due Diligence im Immobilienbereich. Mit Blick auf die erweiterte Haftung der Depotbanken rät er diesen aber zu einer intensiven Prüfung des Portfolios anlässlich des Übergangs. "Da passiert meines Erachtens zu wenig", sagt Sepmeier.

 

Weniger Verständnis für die Praxis, einfach den alten Asset Manager wieder ins Boot zu holen, hat hingegen Stephan Bone-Winkel, Honorarprofessor für Immobilienentwicklung an der Universität Regensburg und Vorstand des Immobilien-Projektentwicklers Beos: "Die Depotbank muss ganz klar die Interessen der Eigenkapitalgeber vertreten. Meines Erachtens gehört dazu auch zwingend, dass der Asset Manager ausgetauscht wird", sagt er. "Schließlich hat der Asset Manager bereits einige Jahre erfolglos auf die vollständige Abwicklung hingearbeitet."

 

Anleger haben wenig Einfluss

 

Ein sauberer Prozess sei vielmehr nur gewährleistet, wenn ein externer Dritter für solch ein Mandat herangezogen werde. "Banken, denen aus dem Non-Performing-Loan-Portfolio eine Immobilie zufällt, beauftragen ja auch häufig einen Dritten als Servicer." Grundsätzlich sieht Bone-Winkel aber auch ein Problem in der Governance-Struktur bei offenen Immobilienfonds: "Die Anleger haben gerade im Krisenfall keinerlei Einwirkungsmöglichkeiten auf das Management. Im Vergleich zu geschlossenen Fonds sind hier die regulierten Produkte schwach."

20131023 BÖZ.pdf

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Posted · Edited by cktest

Zitat aus dem Börsenzeitungsartikel (Unterstreichung von mir):

Beim "Degi Europa", der mit zehn Restimmobilien zum Monatsanfang vom Asset Manager Aberdeen an die Depotbank, die Commerzbank, übergegangen ist,

Wie kommen die denn auf 10 Restimmobilien? Meines Wissens sind es noch maximal 5:

Den Haag, Maanplein (2x)

Rotterdam, Millenium Tower

Helsinki, Aku Korhosen

Kiel, Sophienhof

 

Ich hoffe, der Rest des Artikels ist besser recherchiert.

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Sophienhof in Kiel wurde bereits im Januar 2012 verkauft.

https://www.wertpapier-forum.de/topic/29127-degi-europa/?do=findComment&comment=733529

 

In dem Aktuellsten was ich finden konnte wurde von 10 Objekten gesprochen - 5 direkt und 5 indirekt gehalten. Eine genaue Auflistung habe ich jedoch nicht gefunden.

 

Objekte die Meiner Meinung nach noch da sind...

Hürth, Theresienhöhe

Helsinki, Tieto-Enator

Rom, Ministerio della Salute

Den Haag, Maanplein

Rotterdam, Millenium Tower

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Vom Sophienhof ist noch ein kleines Restgrundstück von 2 Mio. EUR übrig.

Hürth wurde am 28.10.2010 verkauft (Quelle)

Das Ministerio della Salute wurde am 29.12.2010 verkauft.

Aku Korhosen = Tieto Enator.

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Posted · Edited by cktest

Der Abschlussbericht des Degi Europa listet beim Übergang auf die Commerzbank noch 7 Objekte. Das läßt sich dadurch erklären, dass Aku Korhosen = Tieto Enator aus drei Objekten besteht.

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Immobilienfonds fahren Verluste ein

 

Bei Abwicklung offener Produkte erzielen Manager geringe Preise - Große Vehikel schlagen sich besser

Für die Immobilien aus offenen Fonds in Abwicklung erzielen die Gesellschaften oft nur sehr geringe Preise, wie die Ratingagentur Scope nachgerechnet hat. Großen Fonds kommt zugute, dass ihnen noch etwas Zeit für die Abwicklung bleibt.

 

Börsen-Zeitung, 20.11.2013

 

jsc Frankfurt - Auf die Anleger der insgesamt rund 16,7 Mrd. Euro schweren offenen Immobilienfonds in Abwicklung rollen womöglich weitere Verluste zu. Denn die Preise, die Fondsmanager für die Immobilien erzielen, liegen oft unter den Verkehrswerten, die noch vor der Auflösungsbekanntgabe ermittelt wurden. Wie die Ratingagentur Scope ermittelt hat, liegen die von den Fondshäusern erzielten Preise - sofern veröffentlicht - im Durchschnitt um 12,5 % unter den vor Auflösungsbekanntgabe geschätzten Zahlen. Auch seien die Verkehrswerte der 381 im Fondsbestand verbliebenen Objekte im Laufe der Abwicklung oft nach unten korrigiert worden. Weitere Wertkorrekturen seien bei Veräußerung der Immobilien zu erwarten.

 

Während vor allem einige kleinere Fonds hohe Wertverluste verschmerzen müssen, schlagen sich der Fondstitan "CS Euroreal" mit einem Immobilienvermögen von 4,5 Mrd. Euro, der "SEB Immoinvest" (4,4 Mrd. Euro) und "KanAm Grundinvest" (3,9 Mrd. Euro) recht wacker (siehe Grafik). Die verbliebenen Immobilien in den Portfolien der großen Fonds bewerten die Analysten - neben den Objekten im "TMW Immobilien Weltfonds" und im UBS-Fonds - als vergleichsweise solide. Scope hat dazu Länderrisiken, Objektgrößen, Alter, Vermietungsquoten und Mietvertragsrestlaufzeiten betrachtet. Insbesondere hohe Vermietungsquoten schützen den Autoren zufolge vor hohen Abschlägen.

 

Den großen Fonds käme auch zugute, dass sie die Auflösung erst seit 2012 bekannt gegeben haben und ihnen für die Abwicklung des Bestandes noch sehr viel Zeit bliebe - bis Ende 2016 im Falle des "KanAm Grundinvest" und bis April 2017 im Falle des "CS Euroreal" und des "SEB Immoinvest". Fondsmanagern bliebe so Spielraum, um etwa Kredite abzulösen und die Vorfälligkeitsentschädigung zu vermeiden. Auch könnten sie für die Objekte neue Mieter finden oder die Gebäude durch Investitionen zusätzlich aufwerten. Gegenüber Kaufinteressenten seien sie in einer stärkeren Position, wenn ihnen die Zeit nicht allzu sehr im Nacken sitze. Prognosen für den weiteren Verlauf der Abwicklung dürften im Falle der großen Fonds jedoch verfrüht sein, da die Gesellschaften noch immer auf dem Gros der Immobilien sitzen. Grundsätzlich sehen die Analysten die Gefahr, dass die attraktivsten Objekten schon zu Beginn der Abwicklung über den Tisch gehen und weniger attraktive Immobilien im Portfolio bleiben. Gelingt die Abwicklung nicht rechtzeitig bis zur Kündigung des Sondervermögens und dem Übergang des Bestands an eine Depotbank, fällt zusätzlich Grunderwerbsteuer an. Allein für die Immobilien des "Degi Europa" und "P2 Value" mussten dafür unlängst millionenschwere Rückstellungen gebildet werden (vgl. BZ vom 23. Oktober).

2013223021.pdf

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Ich habe mal eine Frage zu dem Fonds SemperReal Estate AT0000A0B5Z9. Dieser ist noch bis zum 21. Juli 2014 uneingeschränkt handelbar. Kann man die Anteile die bis zu diesem Zeitpunkt erworben wurden, danach weiterhin jederzeit verkaufen oder auch wieder nach eine Haltefrist?

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Immobilienfonds machen Verluste bei Abwicklung

 

Verkaufserlöse liegen im Schnitt 13 Prozent unter Buchwert - Probleme in Italien und Frankreich

 

Börsen-Zeitung, 13.3.2014

 

jsc Frankfurt - Die Aussichten der Anleger offener Immobilienfonds in Abwicklung haben sich im vergangenen Jahr weiter eingetrübt: Wie der Immobiliendienstleister DTZ berichtet, verbuchten die Fondsgesellschaften beim Verkauf der Objekte einen Abschlag zum Buchwert von durchschnittlich 13 %. Damit zeichnen sich erneut Verluste für die Anleger ab, nachdem die Buchwerte von den Fondshäusern mitunter zuvor schon nach unten angepasst worden waren. Als Problemregionen entpuppten sich insbesondere Frankreich und Italien, wo Immobilien mit 530 bzw. mehr als 420 Mill. Euro zu hohen Abschlägen zum Buchwert verkauft wurden. In Deutschland, mit 32 % der ausgewiesenen Immobilienfläche der wichtigste Markt, wechselten Objekte zum Verkaufswert von 765 Mill. Euro den Eigentümer, was einem Minus von 8 % zum zuvor ermittelten Wert entspricht.

 

Im Jahr 2012 hatten die Fondshäuser noch ein Plus von durchschnittlich 7 % im Vergleich zum Buchwert erzielt, wie der Bericht festhält. Damals wurden hohe Aufschläge in den Benelux-Ländern, Frankreich und Großbritannien erzielt. Abschläge in Deutschland und anderen Regionen konnten die Fondshäuser damit mehr als ausgleichen.

 

Etliche offene Immobilienfonds mussten im Zuge der Finanzkrise zunächst eingefroren und später abgewickelt werden, weil Anleger ihre Gelder urplötzlich abzogen und die liquiden Mittel der Vehikel schnell erschöpft waren. Mindesthalte- und Kündigungsfristen für Anleger, wie sie das im Juli 2013 verabschiedete Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) vorsieht, sollen im Krisenfall die Mittelabflüsse begrenzen und auf diese Weise eine weitere Pleitewelle verhindern. Seit Anfang 2012 haben die gescheiterten Fonds Immobilien für insgesamt rund 5,6 Mrd. Euro veräußert, davon entfallen 2,7 Mrd. Euro auf das vergangene Jahr. Der Verkauf der Objekte aus Fonds wie dem "Degi Europa" und dem "Morgan Stanley P2 Value" ist fast abgeschlossen. Anderen Fonds bleibt noch etwas Zeit, insbesondere den Schwergewichten "CS Euroreal" und "SEB ImmoInvest", die bis Ende April 2017 abgewickelt werden sollen.

 

Auf kurze Sicht dürfte sich der Preisdruck nach Auffassung der Autoren in Grenzen halten, da nur vergleichsweise wenige Immobilien vor 2016 zwingend verkauft werden müssen. Kritischer beurteilt der Bericht die Lage der Fonds, die bereits im laufenden Jahr endgültig aufgelöst werden sollen. Die 2,8 Mrd. Euro schweren Vehikel halten einen vergleichsweise hohen Anteil ihrer Immobilien in Frankreich und in der Region Südeuropa, zu der auch Italien zählt. In beiden Märkten erwarten die Autoren auch 2014 sehr hohe Abschläge im Vergleich zu den Buchwerten. Die in diesem Jahr zum Verkauf stehenden Immobilien in Belgien wiederum befinden sich in sehr guten Lagen und dürften daher ohne große Verluste veräußert werden, heißt es. Die in Kürze abzuwickelnden Bestände in Deutschland befinden sich nur zum Teil in den besten Städten.

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